Ausgabe 
1.1.1934
 
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Die Heimkehr des Aontkameraden Adolf Hillers.

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TECHNIK 14000

-1932-33 )

[UNIVERSITÄTEN

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MATHEMATIK u.

NATURWISSENSCH.

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RECHTSWISSENSCHAFT

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HEILKUNDE uPHARMAZIE

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PHILOSOPHIE .PHILOLOGIE. PÄDAGOGIK ^8066^20459

THEOLOGIE WIRTSCHAFTS-

11189 WISSENSCHAFT

Dorn: Frau Westenkirchner mit ihren drei Kindern. Hintere Reihe von rechts: Kapitän Koch von derHamburg", Ignaz Westenkirchner und Josef Huber, gleichfalls ein Frontkamerad des Kanzlers, an Bord des DampfersHamburg".

und mußte eine überraschend hohe Niederlage von 8:2 Toren hinnehmen.

Eishockey an -er Molikestraße.

Der Gießener Eisverein hatte am gestri­gen Neujahrstage auf den Eiswiesen an der Moltke­straße Gäste aus Frankfurt, und zwar die 1. Mann­schaft des Frankfurter TC. 1914 zum Eishockey zum Gegner. Die Frankfurter, die sich sehr gut entwickelt haben und jetzt über ein ausgezeichnetes Können ver­fügen, fielen schon im Januar des vorigen Jahres während der Austragung der Südwestdeutschen Eis­laufmeisterschaften auf, wenn ihnen auch damals kein Sieg beschert war.

Es gelangten zwei Spiele zum Austrag. Am Vor­mittag waren die Eisverhältnisse noch günstig. Es kam ein recht flottes Spiel zustande, das von den Frankfurtern mit 10:0 Toren gewonnen werden konnte. Die Gäste waren sehr eifrig und zeigten ein technisch sehr sauberes Spiel, so daß ihr Sieg kaum in Frage stand. Die Gießener Mannschaft hielt sich tapfer, konnte aber den Gästen nicht den Widerstand

leisten, der nötig gewesen wäre, um diese Niederlage zu verhindern.

Am Nachmittag waren die Eisverhältnisse weniger günstig. Es war Tauwetter eingetreten, und die Eis­fläche befand sich in wenig gutem Zustande. Kombi­nationsspiel wurde nur sehr schwer möglich. Die Gießener legten sich in diesem zweiten Kampf mit aller Energie ins Zeug und verloren diesmal weniger hoch, und zwar nur mit 6:3 Toren.

43 deutsche Meister-Nudervereine.

Dem Bericht über die 43 deutschen Meister-Ruder­vereine, den wir am 29. Dezember veröffentlichten, ist nachzutragen, daß auch die Gießener R u - d e r g e s e l l s ch a f t in der Reihe der Meister- Nudervereine vertreten ist. Albert R ü b s a m e n konnte zweimal für seinen Verein die Deutsche Mei­sterschaft im Einer erringen. Im Jahre 1894 kehrte er erfolgreich von Hamburg nach Hause, im Jahre 1900 schlug er in Berlin alle Konkurrenten aus dem Felde.

Der Sternhimmel im Januar.

STERNBILDER:

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Der die 24 Stundenzahlen von Mitter nacht bis Mitternacht eines Tages ent­haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest­stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sicht­baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo- natsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be­obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin­eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo­natsmiete ist der gerade Pfeil Vs Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monats­mitte Vs Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete Licht­gestalt zeigt.

Nackdruck verboten!

Sonnenaufgang von 8.20 Uhr bis 7.45 Uhr. Sonnenuntergang von 15.55 Uhr bis 16.45 Uhr. Lichtgestalten des Mondes: Letztes Viertel am 8., um 23 Uhr; 1. Viertel am 22., um 13 Uhr; Voll­mond am 30., um 18 Uhr.

Die Venus als leuchtender Abendstern beherrscht vorerst noch den Himmel. Aber es läßt sich doch nicht mehr einholen, daß ein Teil der Zeit, während deren sie einen großen Sonnenabstand hatte, in die Herbst­zeit fiel, die ja für Abendsterne höchst ungünstig ist; die Abendsterne stehen ja in dieser Zeit immer in tieferen Teilen des Tierkreises als die Sonne, so daß selbst ein großer Sonnenabstand wenig nutzt. Nun­mehr ist dieser Mißstand zwar überwunden, aber dafür ist auch die Zeit des großen Sonnenabstands bald vorüber, und deshalb nimmt die Sichtbarkeits­dauer der Venus unverhältnismäßig schnell ab. Sie bewegt sich nun immer langsamer nach links, kommt um den 13. herum ganz zum Stillstand und bewegt sich dann nach rechts, der Sonne entgegen; sie kommt dieser so schnell näher, daß die Dauer ihrer Sichtbar­

keit gegen Monatsende nur noch etwa 40 Minuten beträgt. Auch die beiden anderen am Abendhimmel sichtbaren Wandler, der Mars und der Saturn, neh­men ab, wobei es besonders schade ist, daß auch ihre sehr nahe Zusammenkunft am 17. wegen ihres tie­fen Standes nur schlecht zu sehen ist. Um so herr­licher leuchtet am Morgenhimmel der Jupiter, der sich für dieses Jahr die Jungfrau als Aufenthalts­ort gewählt hat. Himmelsfreunde, die keine allzu- schlimmen Langschläfer sind, mögen die morgendliche Dunkelheit wahrnehmen und beobachten, wie dicht *r zu Beginn des Monats über dem Hauptstern der Jungfrau, Spica, vorbeistreicht.

Solange die Venus als leuchtender Abendstern am Himmel steht, werden wir unfern Blick vorwie­gend nach Westen richten, nachher nach Osten, wo der Orion und in seinem Gefolge die übrigen Winter­bilder aufgehen und alsdann immer höher steigen. Im Westen sehen wir das Himmelsguadrat und den Pegasus; unter dem Quadrat liegt der Frühlings­punkt und zwischen beiden das langgestreckte Stern­bild der Fische, das in den Zeiten der Astrologie das

wichtigste aller Tierkreisbilder war. Zu feinem Be­reich aehört jetzt der Frühlingspunkt, während er zu den Zeiten, wo diese ganze Einteilung festgelegt wurde, zu dem gleichfalls gut sichtbaren Sternbild des Widders gehörte. Heber die Helligkeit des auch in der Nähe stehendenWundersterns" Mira im Walfisch etwas zu sagen, ist nicht ganz leicht, da die­ser dem bloßen Auge nur vorübergehend sichtbare Stern sich ja unregelmäßig ändert. Dagegen wird man in den Abendstunden des 10. bis 21.30 Uhr die Verdunkelung des Algol und vielleicht auch noch feine Aufhellung beobachten können; ebenso am 13. seine von Beginn der Dunkelheit an erfolgende Auf­hellung und am 30. bis gegen 23 Uhr wiederum die Abnahme feines Lichtes.

Berliner Triihbörse.

Berlin, 2. Jan. (DNB. Funkspruch.) Im heuti­gen vorbörslichen Frühverkehr war die Tendenz, wie nach den Feiertagen üblich, abwartend, doch rechnet man mit einem Anhalten der freundlichen ! Grundstimmung. Besonders scheint sich das Interesse auf den Rentenmarkt zu konzentrieren. In diesem Zusammenhang findet der angekündigte Umtausch der Hilfferdinganleihe Aum 1. Mai 1934 große Be­achtung. Auch die Erleichterung des Lombardverkehrs bei der Reichsbank wurde mit Befriedigung vermerkt. Am Devisenmarkt lag das Pfund und oer Dollar schwächer. Nachdem zum Jahresende für den Dollar erheblicher Deckungsbedarf bestand, ist der Kurs im neuen Jahre nach Beendigung der Deckungen wieder zurückgegangen. Man hörte Dollar gegen Mark 2,64, London gegen Kabel 5,1565, London gegen Mark 3,64.

Buntes Allerlei.

Walter Scotts Neujahrs-Mummenschanz.

Die Neujahrszeit wurde von altersher mit aller­lei Aufzügen und Mummenschanz gefeiert. Diese Sitte ist besonders im germanischen Kulturkreis ver­breitet und war vor 100 Jahren auch in Schottland noch sehr lebendig. Das zeigen zwei Briefe d-s großen schottischen Dichters Walter Scott, die jeijt ans Licht gekommen sind und in derTimes" ver­öffentlicht werden. Sie waren an einen volkskund­lichen Forscher Thomas S h a r n gerichtet, der 1825 Neujahrsspiele aus der Landschaft Conventry ver­öffentlichte, und darüber auch mit Scott Briefe wechselte. Der Dichter antwortete im Jahr 1826, dem tragischsten seines Lebens, das seinen finanziel­len Zusammenbruch brachte, ausführlich auf Grund feiner Jugenderinnerungen:In unserem Land wird zur Weihnachtszeit noch viel Mummenschanz geübt. Heilige Personen werden dabei dargestellt, aber nur dem Namen nach. Ich erinnere mich, daß ich in mei­ner Kindheit den Judas spielte und den Sack trug, und zwar, weil ich lahm war, obwohl ich nicht weiß, inwieweit das mit der Ueberiieferung von dem Ver­räter übereinftimmt. Jedes Neujahr erscheinen hier im Hof meines Hauses zu Abbotsford und ebenso in den Häusern anderer Herren an die 300 bis 400 Kinder, bald in größeren und bald in kleineren Gruppen, aber alle verkleidet wie die Schornstein­feger am 1. Mai, mit Goldpapier ausstaffiert und ähnlichem Flitterwerk, das sie monatelang gesam­melt haben. Sie tragen Verse vor, fingen Lieder, manche sehr gut, und führen kleine dramatische Spiele auf, die mit den Neun Gewaltigen Zusam­menhängen, denn man findet hier Alexander den Großen und Gott weiß wen noch. Ein Herr, der bei mir zu Besuch war, schrieb einige dieser Verse auf. Die Abgabe, die den kleinen Spielern gereicht wird, besteht regelmäßig in einem Silber-Penny und einer bestimmten Menge eines Gebäcks, das wirWeißbrot" nennen, für jedes Kind, das zu der Herrschaft des Herrn gehört, in einem Kupfer- Penny und einem Stück Kuchen aus Hafermehl für jedes fremde Kind. Es ist sehr reizend, so viele glückliche kleine Gesichter zu sehen, aber die ver­schiedene Haltung der Kleinen von größter Frech- heit bis zur verschämtesten Schüchternheit ist es

nicht minder. In Edinburgh sind diese Vorstellungen von der Polizei unterdrückt worden, da das Recht der Vermummung in den letzten Jahren so sehr mißbraucht wurde, daß sogar eine Truppe, die sich Rod Roys-Bande nannte, im Geist ihrer Rolle tat­sächlich Diebstähle beging. In früheren Zeiten ver­liefen die Umzüge nicht so lärmend und in würdiger Feierlichkeit." In einem anderen Schreiben zitiert Scott einige Verse dieser schottischen 'Neujahrsspiele, deren Gestalten, wie Alexander, Judas usw., den Figuren anderer solcher Spiele entsprechen. Die Verse enden regelmäßig in einer Bitte um milde Gaben.

Die Ianuar-ptaketie des Winterhilfswerks.

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(Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

£. 3- in G. Wenn jemand kinderlos stirbt und in einer letztwilligen Verfügung (Testament oder Erb­vertrag) nicht bestimmt hat, wem der Nachlaß zu­fallen soll, so verfällt die Erbschaft nicht dem Staat, sondern den Eltern des Erblassers und deren Ab­kömmlingen. Leben zur Zeit des Erbfalls die Eltern noch, so erben sie allein und zu gleichen Teilen; lebt zur Zeit des Erbfalls der Vater oder die Mutter nicht mehr, so treten an die Stelle des Verstorbenen dessen Abkömmlinge; sind Abkömmlinge nicht vor­handen, so erbt der überlebende Teil allein. Sind auch Eltern oder deren Abkömmlinge nicht vorhan­den, so erben die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge. Die genauen Bestimmungen über die Erbfolge enthalten die Paragraphen 924 ff. BGB.

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