Ausgabe 
1.1.1934
 
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gen

Wirtschaftsabschnittes bedeutend verbessert werden. Führer die Möglichkeit zur Rückreise von Amerika Neubauten sind geplant u. a. für Industrie und nach Deutschland erhalten hat, wurde vom Führer Landwirtschaft Die großen Industriezentren sollen in der Reichskanzlei nut seiner Frau und feinen in wohloraanisierte Städte umgewandelt werden. Das drei Kindern zum Kaffee emgeladen. Sem ^iiegs A n a l v d^ab e te n tu m und Halbanalphabetentum kamerad Huber, der ihn m Bremerhaven abgeholt Ä endlich v/r schwindeln, "sowohl in der Stadt als hat, begleitete ihn. In der Wohnung des Führers Sckii.lv Nickt ein- nahm Mar Amann, der Leiter des Zenyal-

.remerhaven abgeholt

auch auf dem Lande wird die Schu Pflicht e\xv geführt. Am Ende des zweiten Fünhahresplanes oll der Kapitalismus in Sowjetruhland endlich

genthau, der im 43. Lebensjahr steht, ist ein Sohn des bekannten Botschafters Henry Morgenthau.

Belagerungszustand in Rumänien

Angelesku der Nachfolger des ermordeten Ministerpräsidenten.

Die französische Abrüstungsdenkschrist dem Reichskanzler überreicht.

Brüssel beendet.

Der Führer der finnischen Spionageliga verhaftet.

In Uleaborg (Nordfinnland) ist dieser Tage ein Mann namens Behm verhaftet worden, der nach Ansicht der finnischen Polizei der Führer der be­kannten Spionenliga in Wasa ist. Behm glückte es seinerzeit zu entkommen, als seine Mit­arbeiter verhaftet wurden. Es ist jetzt erwiesen, daß die Spionageliga schon vor fünf Jahren versuchte, den bekannten finnischen Bildhauer A a l t o n e n zu ermorden, der mit der Spionin Frau Stahl be­kannt geworden war und durch einen Zufall von der Spionage erfahren hatte. Auf der Reise ver­suchten zwei Männer den Bildhauer auf dem Fähr­schiff zwischen Saßnitz und Trelleborg zu ermorden. Aaltonen konnte sich jedoch in Sicherheit bringen. Die finnische und schwedische Presse steht seit mehr reren Tagen im Zeichen der Spionageangelegenheit, die täglich neue Sensationen bringt und deren Nach­spiel sich jetzt in Paris abwickelt. Auch der Tod des Leiters der Pulverfabrik in Lappo, des Oberst­leutnants Asplund, ist jetzt endgültig geklärt. Seine Hausangestellte Jenny A n t t i l a, hat eingestanden, ihn im Auftrage einesroten Offiziers", wahrschein­lich Behms, vergiftet zu haben. Sie hat ange- geben, daß sie geglaubt habe, das Gift wurde nicht tödlich wirken, sondern Oberstleunant Asplund so­lange ans Bett fesseln, bis die technischen Geheim- nisse der Pulverfabrik gestohlen waren. Die Haus- angestellte hat von ihrem Auftraggeber 500 Mark Belohnung erhalten. Wahrscheinlich ist auch der Hausmeister der Pulverfabrik in Lappo auf gleiche Weise vergiftet worden wie der Oberstleutnant Asplund. Er hat während des Krieges auf deutscher Seite im Jägerbataillon 27 am Kriege terlge- nommen.

Mord an einem SA.-Slurmführer.

In der Nacht auf Sonntag wurde der 24jährige SA.-Sturmführer August K u h l e m a n n aus Rin­teln (Weser) unterhalb Todenmann von dem 21jäh- rmen Sparkassengehilfen Friedrich Grebooicz erschossen, lieber das Motiv der Tat wird be­kannt, daß zwischen beiden persönliche Streitigkei­ten bestanden. Der Körper des Kuhlemann weist insgesamt vier Einschüsse auf. Im Interesse der Untersuchung können nähere Angaben noch nicht gemacht werden.

Kunst und Wissenschaft.

Jakob Wassermann t-

Der Schriftsteller Jakob Wassermann ist auf seiner Besitzung in Alt-Aussee (Ste'ermark) plötzlich einem Herzschlag erlegen' er ist 60 Jahre alt geworden. Wassermann ist vor allem durch seine RomaneDie Juden von Zirndorf , Das Gänsemännchen",Christian Wahnschaffe , Kasvar Hauser",Der Fall Mauritius" undEtzel Andergast", ferner durch die Lebensbeschreibungen Christoph Columbus, der Don Quichote des Mee- res" undBula Matari" (Das Leben Stanleys) bekanntgeworden. Eine grundsätzliche Auseinander­setzung versuchte Wassermann mit der kleinen Schrift Mein Weg als Deutscher und Jude".

Wettervoraussage.

Die Jslandstörung hat sich weiter vertieft, den hohen Druck über Skandinavien bereits abgebaut und nach dem Baltikum und Polen hin abgedrängt. Die Warmluft an seiner Südseite hat bereits über Südengland Platz gegriffen und verbreitete Nieder- schlüge hervorgerufen. Für Deutschland wird der Witterungsumschlag vorerst den Norden und Nord- westen ergreifen, während sich der Störungselnsluß in unserem Gebiet noch auf stärkere Dunst- und Wol- kenbildung beschränkt, wobei erst später auch oer- einzelte Niederschläge auftreten.

Aussichten für Mittwoch: Neblig, dunstig und bewölkt, Temperaturen langsam weiter anstei­gend, vereinzelte Niederschläge.

AussichtenfürDonnerstag: Mildes und etwas wechselhaftes Wetter mit einzelnen Nieder- ^Lufttemperaturen am 1. Januar: mittags 1,9 Grad Celsius, abends 1,8 Grad; am 2. Januar: morgen» 1,6 Grad. Maximum 2 Grad, Minimum 0,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Januar: abends0,4 Grad; am 2. Januar: morgens0,3 Grad Celsius.

Bankier Melchior gestorben.

H a m b u r g, 30. Dez. (TU.) Der bekannte Ham­burger Bankier Dr. jur. Karl Melchior, der Inhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co., ist am Samstagnachmittag im 63. Lebensjahr an einem Herzschlaa gestorben. Melchior war feit den Waffenstillstandsverhandlungen der Führer vieler deutscher Wirtschaftsabordnungen und galt als erster Fachmann des deutschen und internatio­nalen Bankwesens. Im Auslande genoß er den Ruf eines der ersten Vertreter des deutschen Wirt- sckastslebens. Sein schweres inneres Leiden wußte Dr Melchior immer wieder zu überwinden, um den ihn gestellten großen Aufgaben gerecht zu werden. Vom Reichspräsidenten wurde er in Anerkennung seiner Verdienste um das -Vater­land mit dem Adlerschild des Reiches ausgezeichnet.

Berlin. 1. Ian. (DRB.) Der Reichskanzler und der Reichsmini st erdesAuswariigen empfingen anläßlich ihrer Anwesenheit bei den Reu- jahrsfeierlichkeilen in Berlin am Blonfag um 17 Uhr den französischen Botschafter Fran- xois Poncet. Die Mitteilungen des Botschafters bezogen sich aus das A d r ü st u n g s p r o b l e m über das der Botschafter auch ein aide m 6 m o i r e überreichte. Dieses enthielt die hauptsächlichsten Punkte feiner mündlichen Mitteilungen.

Zu einer französischen Information, daß die bri­tische Regierung am Samstag den Quai d'Orsay gebeten habe, die Ueberreichung der Denkschrift in Berlin um einige Tage zu verzögern, und daß dieses Ersuchen a b g e l e h n t worden sei, bemerkt Daily Telegraph": Der Grund der Anregung war, daß der britische Botschafter in Berlin Gelegenheit erhalten sollte, durch vorherige Besprechungen mit der deutschen Regierung den Weg für den franzö­sischen Schritt zu ebnen und es Sir John Simon zu ermöglichen, mit Mussolini den wesentlichen Inhalt des Schriftstücks zu besprechen, bevor es in Berlin überreicht werde. Die ablehnende Hal­tung des Quai d'Orsay ist wahrscheinlich folgender­maßen begründet: Die französische Regierung hat vorige Woche erwogen, die Denkschrift vor der Absendung nach Berlin Großbritanmen, Italien und Belgien und den osteuropäischen Ver­bündeten Frankreichs zurZustimmung zu un­terbreiten. Dieser Gedanke fand aber in London und Rom keine Billigung, da möglicher­weise Berlin darin ein Zeichen des Vorhandenseins einer englisch - französisch - italienischen Einheitsfront gegenüber Deutschland hätte erblicken können.

pariser Pressestimmen.

Berlin,!. Jan. (VDZ.) Der Reichsarbeitsmini­ster hat die von der Reichsregierung vor einiger Zeit in Aussicht genommene wesentliche Erleich­terung in der Krankenversicherung durch Verbilligung des Arzneikostenanteils nunmehr versügt. Der Minister hat versuchsweise auf ein halbes Jahr den vom Versicherten zu tra­genden Arzneikostenanteil von 50 auf 25 Pfennig herabgesetzt. Er hat ferner jur denselben Zeitraum bestimmt, daß die Krankenkassen den Familienangehörigen der Versicherten die Kosten der Arznei und kleineren Heilmittel b t s zu 7 0 v. H. wieder erstatten können.

Paris, 2. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Nach der Ueberreichung der französischen Note in Berlin ver­hält sich die Pariser Presse noch stark zurückhaltend. Von den großen Informationsblättern nimmt ledig­lich derH e t i t P a r i s i e n" Stellung. Die Reichs­regierung, so sagt das Blatt, werde bei der Fest­stellung ihrer endgültigen Haltung nicht sagen dür­fen, daß Frankreich nur ein taktisches Manöver verfolge. Die französische Regierung habe greif­bare Vorschläge unterbreitet, die einen von der bisherigen deutschen Auffassung abweichenden Grundsatz aufrecht erhielten. Frankreich fei nämlich der Ansicht, daß die A b r ü ft u n g s b e ft r e b u n= nicht zum Scheitern verurteilt

beseitigt fein.

Von dem Bericht, den Molotow vor dem Bundes­hauptvollzugsausschuß über den Dolkswirftchafts- plan 1934 erstattet hat, ist jetzt eine ausführliche Fas- unq veröffentlicht worden. Im Dolkswirtschaftsplan 1934 soll vorgesehen werden, daß die P r o d u k - Hon her Großindustrie um weitere 21 v gesteigert werde. Die S t r o m e r - Zeugung werd- auf 19 Milliarden Kilowattstun. den gesteigert werden. Auf dem Gebiete der Land­wirtschaft werde man sowohl den Ertrag an Ge­treide als auch den der Jndustriepfbanzen-Kulturen, vor allem Baumwolle, Flachs und Zuckerrüben stei- aern. Man werde 5 4 0 n eu e T ra k t o r e n - S ta- tionen schaffen. Der Traktoren-Park werde um 42 v. H. vergrößert werden.

Militärische Vorsichtsmaßnahmen Englands in Indien.

London, 2.3an. (DNB..Funk,pruch.) Di- bri­tische Regierung beabsichtigt gemeinsam mit der Re. aierunq für Indien einen neuen militari- ^chen Stützpunkt in Indien zu errichten, um der indischen Nordgrenze weitere Sicherheit zu ge­ben. Als Stützpunkt soll Srinagar, die Haupt­stadt von Kaschmir, in Aussicht genommen werden. Falls die im Gange befindlichen Dechandlungen erfolgreich seien, werde Kaschmir die Stadt S alkot als Hauptstadt erhalten. Anlaß zu diesen Hanen gebe die zunehmende Unruhe, die Furcht vor Unruhen infolge des Todes des Dalai-Lama und di- Möglichkeit, daß ch"-ft1ch° AuMandsich- die Regierunastruppen besiegen und die Herrschaft er langen tonnen.

Der Führer empfängt seinen Kriegs­kameraden Westenkirchner.

Berlin, 3». Dez. (CNB.) Der Kriegskamerad des Führers Jgnaß W e ft e n k i r ch n e r. der vom

Bukarester Garnison einschließlich der Offi­ziere in den Kasernen befohlen. Auf der Polizeiprä­fektur herrscht Hochbetrieb. In den Straßen der Stadt ist ein starker Patrouillendienst eingerichtet worden. Die Verhaftungen von Mitglie­dern der Eisernen Garde werden fortgesetzt. Die Festgenommenen werden in Massen auf Last- automobilen nach dem Polizeigefängnis Jlava ge­führt. Aus den Aussagen des Mörders geht hervor, daß es sich nicht um eine Verschwörung, sondern u m bie T a t eines jugendlichen Fanatikers und Wirrkopfes handelt.

Es gelang auch, den zweiten Attentäter, den Stu­denten Beli Maci, dingfest zu machen. Als man den Möder bei der Verhaftung lynchen wollte, bat er um fein Leben und versprach, ein offenes Geständ­nis abzulegen. Er erklärte, daß er die Tat nicht be­dauere. Er fei bei der Auflösung der Eisernen Garde verhaftet worden. Bei dieser Gelegenheit habe er den Plan der Ermordung des Ministerpräsidenten mit zwei Freunden gefaßt. Der Führer C o d r e a n u fei in den Plan nicht eingeweiht worden. Er wünsche, daß auch weiterhin mit der notwendigen Energie gegen die internationalen Freimaurer ge-

nahm Max Amann, der Leiter des Zentral- parteiverlages der NSDAP, und Kompaniefeld­webel des Führers und Westenkirchners im Kriege, diesen in Empfang und konnte dem Heimgekehrten die freudige Mitteilung machen, daß er im Zentral- parteiverlaae der NSDAP, eine gute Stelle er­halten werde. In der Dämmerstunde erscheint dann auch der Führer. Er schüttelt Westenkirchner freudig die Hände, dann wendet er sich den Kindern zu und streicht ihnen über die Blondköpfe. Westen­kirchner hat viel zu erzählen und zu berichten, und nachdem seine erste Scheu verflogen ist,, plaudert er ungezwungen wie einst und manchesWeißt du noch" füllt die Stunde. Dann ruft die Arbeit den Führer wieder an den Schreibtisch zurück.

Alvensleben begnadigt. Frauenfeld und Leopold freigelaffen.

Wien, 1. Jan. (DNB.) Der im Zusammen- hang mit dem Attentat auf Dr. Weihmuller m Innsbruck im Juli vorigen Jahres zu drei Jahren Kerker verurteilte Werner v. Alvensleben wurde auf ein Gnadengesuch seines Vaters vorn Bundes­präsidenten mit Rücksicht auf fein Lungenleiden begnadigt und Silvesterabend auf freien Fuß gesetzt. Er hat bereits Oesterreich verlassen. Wie aus privater Quelle verlautet, ist die gegen Gau­leiter Frauenfeld wegen Hochverrats emge- leitete Untersuchung eingestellt und Frauen­feld heute vormittag aus der Hast e n 11 a | f e n worden. Ferner wurde Hauptmann Leopold, der Gauleiter der NSDAP, von Niederosterreich, aus dem Konzentrationslager Wöllersdorf entlassen.

©er zweite Fünfjahresplan der Sowjetunion.

Moskau,!. Jan. (DNB.) Die Telegraphenagen­tur der Sowjetunion veröffentlicht die Grundzüge des zweiten Fünfjahresplanes, wie sie dem bevor- ftehenben 17. Parteitag der Kommunistischen Partei Sowjetrußlands vorgelegt werden sollen. Der Mn sieht eine Steigerung des Reallohnes und eine He­bung des Konsumniveaus um das zweieinhalb- bis dreifache vor. Am Ende des zweiten Funftahres- planes soll die Erzeugung der GesamtiN- b u ft r l e einen Wert von 103 Milliarden Rubel haben (Mise von 1926 bis 1927). Am Ende des ersten Fünfjahresplanes betrug er 43 Milliarden. Ich Vergleich zur Vorkriegshohe bedeutet das eine Steigerung um das neun fache. Wahrend des zweiten Fünfjahresplanes soll die Erzeu­gung d e r La n dw i r t s ch a ft um em zweifaches im Verhältnis zum ersten. ^unftahresplan gesteiger^ werden. Das Ergebnis der Viehzucht soll u

n f» gesteigert werden. Auch die V e r e p r Verhältnisse sollen während des kommenden

Meine politische Nachrichten.

Der Reichsbauernführer Walther D a r r 6 hat den Landesbauernführer Dr. Wagner nunmehr auch gesetzlich bestätigt. Gleichzeitig hat der Reichs- bauernführer Dr. Wagner auch die gesetzliche Ver­tretung des Reichsnährstandes in den in den Bereich der Landesbauernschaft Hessen-Nassau fallenden An­gelegenheiten übertragen.

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Auf Anforderung des Reichsführers der SS., Himmler, wird Regierungsrat Dr. B e ft zur Dienst­leistung ab kommandiert. Regierungsrat Dr. Best wird daher bis auf weiteres berurtoubt.

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Am 2. Januar 1934, 22.20 Uhr, spricht Staats­sekretär H i e r l als Führer des Deutschen Arbeits- dienstes zur deutschen Jugend über ben Deutschland- sender. Anschließend spricht der Instrukteur der ^ührerschule des Arbeitsdienstes Dr. Decker über nationalsozialistischen Arbeitsdienst 1934.

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Der Finanzberater Roosevelts, Henry Mor­gen th au jr., ist zum Schatzsekretar der Bereinigten Staaten ernannt worden, nach­dem er dieses Amt nach dem Ausscheiden Woodlns bereits einige Zeit provisorisch verwaltet hat. Mor-

Bukarest, 30. Dez. (WTB.) Der frühere Un- terrichtsminister Angelescu ist zum Minister­präsidenten ernannt worden. Er legte noch um vier Uhr morgens in Sinaia den Eid als Chef der Regierung in die Hände König Karols ab. Um 5.30 Uhr kehrte er nach Bukarest zurück, wo heute um 10 Uhr der erste Minister rat unter einem Vorsitz zusammentrat und eine Prokla­mation an das Volk erlassen hat, in der zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Ruhe und na­tionalen Einigkeit in Anbetracht des schweren Un­glücks, das das rumänische Volk durch den Tod Ducas getroffen hat, aufgefordert wird. Der Ml- nifterrat trat nachmittags nochmals zusammen und be chloß die Ausrufung des Belaaerunas- z u ft a n b e s vom 30. Dezember 24 Uhr an. Der Ministerrat beschloß außerdem, sämtliche Angestell­ten im öffentlichen Dienst ihres Amtes zu entheben, wenn sie sich irgendwie in politischen Vereinigungen terroristischen Charakters betätigt haben sollten.

Die Leiche des Ministerpräsidenten Duca ist tm Bukarester Athenaeum aufaebahrt. Die Mitglieder des Kabinetts wachten heute nacht abwechselnd an der Bahre Ducas. -

Der Kommandierende General des 2. Armeekorps, I kämpft werde. Jonescu, hat die Zusammenziehung der'

Im Populaire teilt der sozialistische Abgeordnete Löon Blum mit, daß die von Coty geschaffene Zei­tung A m i d u p e u p l e ein gerichtliches Vergleichs­verfahren eingeleitet hat; das Blatt werde anfangs nächsten Monats verkauft werden. Die Auflage der Zeitung betrage gegenwärtig noch 400 000 und die Zahl der Abonnenten 80 000.

Aus aller Wett.

Englisches Flugzeug brennend abge- stürzt. - Zehn Insassen verbrannt.

Lin schweres Flugzeugunglück ereignete sich auf der Flugstrecke KölnBrüsselLondon. Lin englisches Verkehrsflugzeug der Imperial Airways stieß bei Ruysielede, in der Rühe von Brügge, gegen einen Antennenmast und geriet in Brand. Zehn Insassen, acht Passagiere und zwei TNann der Be­satzung sind verbrannt.

Das Flugzeug, das von Köln nach London auf- gestiegen war, hatte nach einer Zwischenlandung den Brüsseler Flughafen um 12.30 Uhr verlassen. Bei seinem Weiterflug stieß es gegen einen der Türme der Funkstation Ruysselede in der Nähe von Brügge und stürzte brennend zur Erde. Sämtliche acht Passagiere sowie der Flugzeugführer 111 e n s und der Bordfunker Lack konnten nur als ver­kohlte Leichen geborgen werden. Der Turm der Rundfunkstation, der 285 Meter hoch ist, war er­leuchtet. Aber man nimmt an, daß der Nebel in diesem Augenblick so dicht war, daß der Flugzeug­führer den Turm erst im Augenblick des Zusammen- toßes sah. Augenzeugen eilten sofort an die Un­glücksstelle, um den Passagieren zu Hilfe zu kom­men. Aber das Flugzeug bildete nur noch eine Riesenfackel, so daß die Bemühungen vergeblich waren.

Nach den bei der Imperial Airways in Köln em- gezogenen Erkundigungen befinden sich unter den verunglückten Fluggästen keine Deutschen. Nach den bisherigen Feststellungen sind in Köln ein Fräulein Dismont und em Mr. Poung, beide Engländer, sowie ein Herr Mes, der Skan­dinavier ist, in das Flugzeug eingestiegen. Von den in Brüssel eingeftiegenen fünf Passagieren waren drei Engländer und einer Pole. Ein deutscher Staatsangehöriger hatte das verunglückte Flugzeug in Köln bestiegen, aber seine Reise bereits in

seien. Die verschiedenen großen Mächte, denen die Denkschrift überreicht worden sei, hätten nun die Pflicht, ihren Teil der Verantwortung zu überneh­men. Deutschland st ehe nicht vor e in er g e - meinsamen Front die ihm eine Lösung auf­zwingen wolle, sondern befinde sich inmitten von internationalen Verhandlungen. DerFigar o" schreibt, daß die französische Regierung keine negative Haltung einnehmen, son­dern in ihrer Note einer gewissen Erhöhung der deutschen Streitkräfte zustimme, während Frankreich bereit sei, im gewissen Rahmen abzurüsten. Der sozialistischePopu­laire" fordert sofortige Veröffentlichung der Denkschrift, denn man dürfe keine Geheimdiplomatie betreiben, sondern die Oeffentlicheit wolle wissen, wie der Wille des Volkes durchgeführt werde.

Eden scheidetaus dem Auswärtigen Amt

London, 1. Jan. (DNB.) Der bisherige Unter­staatssekretär im englischen Auswärtigen Amt Eden ist zum neuen Jahr zum Geheimen Lordsiegelbewahrer ernannt worden. Eden wird seine Arbeit im Auswärtigen Amt aufgeben. Er behält jedoch die Bearbeitung der Dölkerbunds- angelegenheiten.

Än die Ernennung Edens knüpft die englische Presse zahlreiche Vermutungen. Ein Blatt spricht in diesem Zusammengang sogar von einer e r n ft e n Erschütterung der Stellung Sir John Simons. Es steht mit Sicherheit fest, daß der Nachfolger Edens als Unterftaatsfetretär des Aeußeren ein Mitglied d e s Oberhauses fein wird. Man nennt dabei Lord d e la Warr, einen zur Nationalen Arbeiterpartei gehörenden Pair, der augenblicklich parlamentarischer Sekretär des Landwirtschaftsministeriums ist.

RothermerefordertrSOOOMilitärflug- zeuge für die Verteid'aung Englands.

London, 2. Jan. (DNB.) Lord Rothermere fordert in einer Neujahrsbotschaft die Leser feines Blattes auf, den Vorsatz zu fassen, Großbritannien gegen Luftangriffe zu sichern. Er geht aber jetzt über seine bisherigen Forderungen weit hinaus. Während er bei Beginn seiner Luftschutz­propaganda 3000 bis 4000 Militärflugzeuge gefor­dert hatte und dann 5000, wird nach seiner heutigen Kundgebung England binnen drei Jahren 25000 Militärflugzeuge zu seiner Ver­teidigung brauchen. Die französische Luststreitmacht sei zahlenmäßig drei bis viermal so stark wie die britische.

Schneller, bequemer und billiger!"

Was bie Reichsbahn zum neuen Jahr bringt.

Berlin, 30. Dez. (CNB.) Dr.-Jng. ehrenhalber I. Dorpmüller, der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft, entwickelte in derBörsen­zeitung" das Programm der Deutschen Reichsbahn für das beginnende Jahr.Schneller, bequemer und billiger soll das Reifen mit der Eisenbahn werden." Der Anfang wird bei einer Reihe von Zügen schon zum Sommerfahrplan 1934 gemacht mit dem Erfolg, daß starke Verkürzungen von Reise - zeiten erzielt werden. Nach dem Muster des Ber­linHamburger Schnellbetriebswagen, des sog. Fliegenden Hamburger", sollen weitere Schnell- sahrten mit ! 5 0 K i l o m e te r G e s ch win­dig ke i t zwischen Berlin und den wichtigsten Groß­städten Deutschlands sowie im Verkehr dieser Groß­städte untereinander eingerichtet wenden. Die Reichs­bahn plant eine systematische U m st e l l u n g des Personenzugverkehrs auf Triedwa - ge n, die schnell fahren, rasch eine Stundengeschwin­digkeit von 120 Kilometer erreichen und schnell zum Stehen gebracht werden können. Sie sollen die lang­samen Personenzüge (mit Ausnahme der stark be­setzten Züge des Berufsverkehrs) völlig ersetzen und eine viel häufigere Fahrgelegenheit bieten als jetzt üblich ist. Gerade auch auf Neben­bahnen soll eine wesentliche Fahrplanverdichtung und Beschleunigung durch Triebwageneinsatz erfob gen. Weiter kündigt Dr. Dorpmüller Tanf- s e n f u n g e n an. Die Reichsbahn nimmt in das Jahr 1934 die vor wenigen Tagen neu eingeführten Winterurlaubskarten hinüber. Vor allem prüft die Deutsche Reichsbahn eingehend die Mög­lichkeit einer allgemeinen Senkung der P e r f o n e n t a r i f e. Die Tariftenkuna wird, wenn sie kommt, mindestens die bisher auf Urlaubskarten gewährte Ermäßigungvon20v. H. betragen.

Äetriebsvertretungen bleiben bis 30. April.

Berlin, 1. Jan. (VdZ.) Das Reichskabinett gibt ein Gesetz bekannt, wonach die Amtsdauer der am 31. Dezember 1933 im Amte befindlichen Bei­sitzer der Arbeitsgerichtsbehörden aus den Kreisen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bis zum 3 0. April 1934 verlängert wird. Eine entsprechende Regelung wird für die Beisitzer der Schlichtungsbehörden verfügt. Hinsicht­lich der Betriebsvertretungen wird an- georbnet, daß die Wahlen zu den gesetzlichen Be­triebsvertretungen bis zum 30. April 1934 aus­gesetzt werden, und daß die bisherige Betnebs- oertreteung bis zu diesem Zeitpunkt im Amte bleibt. Es wird ausdrücklich bestimmt, daß diese ganze Regelung mit dem 30. April 1934 außer Kraft tritt. Bis dahin erhoffen also offenbar die maßgebenden Stellen eine neue Dauerregelung auf diesen wichtigen Gebieten des Arbeitsrechtes erreicht zu haben

Arzneikosienanteil nm die Halste ermäßigt!