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Auf Anordnung der Reichsregierung wird darauf hingewiesen, daß die einzelnen Abschnitte nur wäh­rend des aufgedruckten Monats Gültigkeit haben und nach Ablauf der Gültigkeitsdauer nicht mehr in Zah­lung gegeben bzw. genommen werden dürfen. Ebenso ist unstatthaft, noch nicht fällige Abschnitte vorzeitig zu verwenden. Bezugsberechtigte und Verkaufsstellen, die gegen vorstehende Bestimmungen verstoßen, wer­den vom weiteren Bezug bzw. von der weiteren An­nahme von Verbilligungsscheinen ausgeschlossen.

Gießen, den 29. Dezember 1936.

Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.)

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Bekanntmachung über die Offenlegung der Ergebnisse der Bodenschähung. Die Ergebnisse der Bodenschätzung der Gemeinde Gießen mit Schisfenberg einschließlich der Gebiets­einschlüsse (Enklaven) der Gemeinden Heuchelheim, Watzenborn-Steinberg, Wieseck, Rödgen und Anne­rod werden in der Zeit vom 4. Januar bis 3. Februar 1937 in den Diensträumen des Finanzamts, Zim­mer 93, während der Dienststunden offengelegt.

Offengelegt werden die Schätzungsreinkarten und die Schätzungsbücher für Ackerland und für Grün­land, in denen die Ergebnisse der Bodenschätzung niedergelegt sind. Die offengelegten Schätzungsergeb­nisse werden den Eigentümern und Nutzungsberech­tigten der Grundstücke nicht besonders bekannt­gegeben.

Gegen die Schätzungsergebnisse steht den Eigen­tümern der betreffenden Grundstücke die Beschwerde nach den Vorschriften der Reichsabgabeordnung zu. Die Beschwerde kann in der Zeit bis zum Ablauf des 2. Marz 1937 beim Finanzamt entweder schrift- lich eingereicht oder zu Protokoll erklärt werden.

Mit dem Ablauf der Frist für die Einlegung des Rechtsmittels werden die offengelegten Schätzunys- ergebniffe unanfechtbar, soweit nicht Beschwerde ein­gelegt ist.

Gießen, den 29. Dezember 1936.

Der Vorsteher des Finanzamts.

Bekanntmachung.

Nachstehend bringe ich die Bekanntmachung des Finanzamts Gießen vom 21. Dezember 1936 über die Offenlegung der Ergebnisse der Bodenschatzung zur öffentlichen Kenntnis. Gleichzeitig mache ich dar­auf aufmerksam, daß der amtliche Bodenschatzer vom 12. bis 17. Januar 1937 im Finanzamt während der Dienststunden anwesend ist und den Interessenten die notwendigen Erläuterungen und Aufklärungen er­teilen wird. 85970

Gießen, den 29. Dezember 1936.

Der Oberbürgermeister: Ritter.

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Bekanntmachung.

Betr.: Maßnahme der Reichsregierung zur Verbilli­gung der Speisefette für die minderbemittelte Bevölkerung; hier: Ausgabe der Verbilli- gungsscheine für Januar, Februar und März 1937.

Die obenbezeichneten Reichsverbilligungsscheine für folgende Bezugsberechtigte:

1. Empfänger von lausender Wohlfahrtsunter­stützung,

2. Empfänger von Kurzarbeiterunterstützung,

3. Notstands- und Fürsorgearbeiter,

4. Empfänger von Krankengeld, auch diejenigen, die vor der Erkrankung Alu oder Kru vom Ar-

Bekanntmachung.

Betr.: Maßnahmen der Reichsregierung zur Rege­lung des Fettbezugs; hier: Ausgabe von Stammabschnitten mit Bezugsscheinen für Konsummargarine (ohne Verbilligung).

Laut Anordnung der Reichsregierung werden ab 1. Januar 1937 Stammabschnitte mit Bezugsscheinen für Konsummargarine (ohne Verbilligung) einge­führt. Hierfür bezugsberechtigt sind Volksgenossen, die nach ihrer wirtschaftlichen Lage auf den Bezug von Konsummargarine angewiesen sind, sofern sie nicht Fettoerbilligungsscheine beziehen.

Eine Aenderung des Kreises der zum Bezüge von Fettoerbilligungsscheinen berechtigten Personen tritt durch obige Neueinführung nicht ein, dagegen haben diese Personen keinen Anspruch aus Bezugsscheine für Konsummargarine.

Die Margarinebezugsscheine erhalten hiernach die in der Stadt Gießen wohnhaften Personen, deren Lohn und sonstiges Einkommen sich in der Nähe des doppelten Ricylsahes der öffentlichen Fürsorge hält, ihre Ehefrauen und unterhaltsberechtigten minder­jährigen Kindern, wobei Familien mit mehreren Kin­dern zu bevorzugen find. Auch Anstalten der öffent­lichen und freien Wohlfahrtspflege, soweit geschlossene Fürsorge, können nach besonderen Richtlinien berück­sichtigt werden.

Als doppelter Richtsatz der öffentlichen Fürsorge (ohne Mietzuschuß aus Sondersteuermitteln) gelten folgende Monatsbeträge: Alleinstehende Person, männlich = 72, RM., weiblich = 68, RM., Ehe­paar = 100, RM., desgleichen mit 1 Kind - 124, RM., mit 2 Kindern = 148, RM., mit 3 Kindern = 172, RM., mit 4 Kindern = 196, RM., mit 5 Kindern = 220 RM. usw., für jedes weitere Kind - 24, RM. mehr.

Die Stammabschnitte pro Vierteljahr enthalten 4 Bezugsscheine über je % kg Konsummargarine zum normalen Verkaufspreis; davon sind 3 Bezugs­scheine für je einen Monat und 1 Bezugsschein für die 3 angegebenen Monate gültig. Der Stamm­abschnitt bzw. die -abschnitte sind sofort nach Erhalt der Verkaufsstelle vorzulegen, die den aufgedruckten Bestellschein" entnimmt, dessen Empfang auf dem Stammabschnitt bescheinigt und an Hand der Kunden­liste demnächst rechtzeitig für Lieferung sorgt.

Auf den Bezugsschein kann nur Konsummargarine bezogen werden. Der Schein gewährt keinen An­spruch auf Zuteilung anderer Margarineforten oder anderer Waren. Eine Verwendung des Bezugsscheins vor Beginn oder nach Ablauf der aufgedruckten Gültigkeitsdauer ist unzulässig.

Zur Annahme der Bezugsscheine sind die zur Ein­lösung der Reichsverbilligungsscheine berechtigten Verkaufsstellen befugt. Bei Vorlegung des Stamm­abschnitts hat die Verkaufsstelle den Bezugsschein sofort abzutrennen. Der Bezugsschein wird damit ungültig. Der Stammabschnitt ist dem Käufer zurück­zugeben. Auf Bezugsscheine, die nicht mehr mit einem Stammabschnitt zusamenhängen, darf keine Konsum­margarine verabfolgt werden. Die abgetrennten Be­zugsscheine sind von der Verkaufsstelle zwei Monate nach Ablauf ihrer Gültigkeitsdauer zu Kontroll­zwecken aufzubewahren und dann zu vernichten.

Verkaufsstellen sowie Empfangsberechtigte, die den gegebenen Bestimmungen zuwiderhandeln, können von der weiteren Annahme bzw. vom weiteren Bezug der Margarinebezugsscheine ausgeschlossen werden.

Vordruck zum Antrag aufBezugsscheine für Konsummargarine (ohne Verbilligung)" kann als­bald beim Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 10, abgeholt werden, wo die Anträge spätestens am Samstag, dem 16. Januar 1937, ausgefüllt und unterschrieben abzugeben sind. 8585D

Von der erfolgten Zustellung von Margarine­bezugsscheinen erhält jeder Antragsteller schriftliche Nachricht.

Gießen, den 28. Dezember 1936.

Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.) ________I. V.: Dr. Hamm , Bürgermeister._______

Bekanntmachung.

Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der Friedhofsaufseher Albert Thibaut auf den Poli­zeischutz verpflichtet worden ist. 8596C

Gießen, den 29. Dezember 1936.

________Der Oberbürgermeister: Ritter.________

Bekanntmachung.

Betr.: Fundgegenstände der Straßenbahn.

In diesem Jahre sind in den Straßenbahnwagen wiederum mehrere Gegenstände wie: 8587A

Herren- und Damenschirme, Handtaschen, Hand­schuhe, Aktenmappen, Einkaufsnetze, Geldbörsen und verschiedenes andere

gefunden worden.

Diese Gegenstände sind von den Eigentümern spä­testens bis zum 15. Januar 1937 auf der Verwaltung, Hammftraße 35, Zimmer Nr. 2, in Empfang zu nehmen; andernfalls dieselben wegen der Gefahr des Verderbs an die minderbemittelte Bevölkerung ver­teilt werden.

Gießen, den 29. Dezember 1936.

Direktion der Städtischen Betriebe. Abteilung Straßenbahn.

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