Entgegenkommen
re Menst:'
auf dem Hoherodskopf.
lt veMM
Verwendung eines Teils der gezeichneten Gel-
k i e ß e n, 31. März. Auf dem heutigen Wochen-
Oie Tippgräfin
Vornan von Klothilde v. Stegmann.
O'o konnte nicht begreifen. Hastig eilte sie dem
für diesen vorläufigen Plan einverstanden sind.
Gießener Wochenmarktpreise.
Kn kommenden Samstag, 4. April, findet nach- mttlc^s auf dem Hoherodskopf eine Außerordent-
n -lfi zuviel, wenn wir sagen: Kommen Sie zu uns, v reifen Sie für einen Abend des Tages Mühe uch affen Sie sich wieder einmal einige Stunden aJf as Beste unterhalten!
geht in der Stadt das Gerücht, daß am Abend
r unb M if dem tri'
topu Baruti, Lippu Baruti, Bibi Jlaro — iDI . ’U schnell!"
Ki allen Zeichen der Bestürzung kamen Me- rechnik und Fatoma jetzt aus dem Urwald, in den hatten, herausgestürzt und n t'r auf die beiden Weißen zu, die sich hastig er» und den wieder Zurückeilenden folgten.
,Zita-Bata, Ente-Ente dort oben!" riefen die fcir i *en Mädchen dabei und wiesen aufgeregt und
81 wanden Leibe zitternd in die Luft.
,.3ita — was soll das heißen? Seit wann ■ n fatoma und Mejenga vor einer Ente,
fßen.) s
Aufbau in r. llem Umfange zu wahren und sie mit dem ut wenn - WÄmgen des einzelnen Bürgers in gesunden [ramm ' Elnking zu bringen. In dieser Rolle als Mittler lekter'^h S äften Verwaltung und Bevölkerung, zugleich nn wir hr0 6 Vorsteher des großen städtischen Verwaltungs- npnnpn ? a cpc ates und enger Mitarbeiter des Oberbürger- lin nn* 'IN!istrs hat sich Direktor Kolb stets mit vorbild- ist ®Pnn • Diensttreue, gewissenhafter Erfüllung feiner ist dan Mnt^f lichten, bestmöglichem Entgegenkommen
, ' ;,nn F Meiuber dem einzelnen und weitmöglicher Hilfs- ^vckeii'schaft betätigt und sich dadurch um das Ge- d'tihli unserer Stadt verdient gemacht.
e minmrfeiL'
unserer (? fl'iinbs bestimmt wird:
lauer heget' § Im Walde oder in gefährlicher Nähe von ill fteigerk1 l^äDern dürfen Zelte oder sonstige Lagerstätten nur Klaus Zu: wit besonderer schriftlicher Erlaubnis der Forst- a s, unter P>?lizUbehörde und nur innerhalb der im Erlaub- lerre^fro? nie»fein freigegebenen Flächen errichtet werden, eigen Am' § *- In der Zeit vom 1. April 1936 bis 30. Sep- )eutiditanb ^inbir 1936 ist im Walde und in gefährlicher Nähe anwruppe D(tn ®ätöern verboten, im Freien offenes Feuer ssntriick-n - oiler.Licht anzuzünden, unverwahrtes Feuer oder mit sich zu führen oder zu rauchen. Dieses hen aller? * erstreckt sich auch auf die öffentlichen Wege ...... ft.' uwti »ie zur Errichtung von Zelten und sonstigen
40 Staaten LHise-stätten freigegebenen Flächen.
§ Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe b!!5M 150 Mark oder mit Hast bestraft.
... liche Hauptversammlung des Vogelsberger Höhen- utwn Ciub. statt. Die Tagung wird sich mit dem Projekt
/' 4i;.. z : r«ser Vorstellung besorgen!
*!(8- -ivZahre im Dienste der Stadt Gießen.
De. Verwaltungsdirektor der Gießener Stadtoer- nultinfl Karl Kolb kann am morgigen 1. April r Quf-1 aiof ine 40jährige Dienstzeit bei unserer Stadtver- ytt miiltng zurückblicken. Herr Kolb, ein geborener nen W @fie| ner, trat am 1. April 1896 in die Dienste der geinach: Slivt Gießen ein, war zunächst 7V2 Jahre lang bei Ölir t'tadtkasse tätig, vom Oktober 1903 ab wirkte er in Sekretariat der Stadtverwaltung, am 1. April 1:05 erfolgte seine Anstellung als Beamter. Im Aigender 1919 wurde er zum Bürodirektor er» ninr, dann erhielt er den Titel Verwaltungsdirek- » tcir. 3n dieser Dienststellung, die ein Hauptpunkt 2 «W billr i ädtischen Verwaltung ist und die man wohl 3lt5baUe. a;ü rechte Hand des Oberbürgermeisters bezeich- - öunberrf ti '.n >arf, hatte sich Direktor Kolb in den langen leaters iu, Jchrn seines Wirkens mit den vielfältigsten Auf- llosem ff-;" Mei der Stadt Gießen zu beschäftigen. Hier wur- bl es nur d'A ms dem Kreise der Bevölkerung Wünsche und inem qm' Dlmen der verschiedensten Art an ihn herange- einmaiia tnifld, von deren Erfüllung der einzelne oder auch 1. Man ' dl- gesamtheit der Bevölkerung Nutzen erhoffte, 'einrnalio Düibi roar es immer erforderlich, die natürlich in amm jm r€»tei Linie stehenden Interessen der Allgemeinheit
nchen im 5»
> b 8 r U- , v l t [) c II, ui. vviuif). uuu i/cunytn mvuyni- ber ^UJC Mi rfi kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., nnen, uiw. ■— ....... ■ ■mihum——
der FreuB p» ,anns auf V efanflen, er to»* rt im W* I ............... ...........
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tzen 2lufttt- I lhiverrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, 68.
nderemL^ 2tZ.jZ),rtsetzung. Nachdruck verboten!
der volle" «L zähl von meiner großen Schwester, Vater!" Klarinette tn:lii .'-»laro jetzt träumerisch. Sie verdankte diesen ,en KlanO gTinm der Akkasrau, die sie mit ihren Kindern zu- unoerbic m:------- ....
in« , - .
ff W Führer spreche. Dies ist nicht der Fall — es "Mfi, E-Itnr sich also jeder Volksgenosse bedenkenlos Karten
LiLLK 8Diese Verordnung tritt mit dem auf die 93er- ti.1nb.mg in dem Anzeiger der Hessischen Landes- ihn die W. folgenden Tage in Straft.
“ Die Frage des Klubhausbaues
recknik 51 unb Fatoma dnng.K !i'./?..öuruckg°z°ge
i h (jih $ruQ'° fOim« man oegreisen. kiuc |ic ucm
’ i "ach. Jetzt war die kleine Lichtung er-
ö’e "hi<f/'' ?ie wie ein schimmerndes Rondell im Ur- 09-, Diese Lichtung war herrlich bepflanzt iuL ffii'- in ihrer Mitte sogar eine Art primitiven
„ f»13(p^e3' Dort spielten Bonaglia und Jlaro
! Hilfe primitiver Schläger. Ringsum waren 'Uvroalbbäume abgehauen. Dort standen €lö€n braunen Frauen und wiesen zitternd zum
d weiden Liewrdnung zum Schutze des Waldes, fin.'
imm, den (• Dc Reichsstatthalter in Hessen — Landesregie- enossen !,' tung hat eine gestern veröffentlichte Verord- iber war b nm; zum Schutze des Waldes erlassen, in der fol-
lournee r baulichen Veränderungen auf dem Hoherods- »m®nrnV foäpf uu beschäftigen haben. Der Vereinsführer des 1 w9eI; Giirfant-VHE. Dr. Bruchhäuser bezeichnet es wird er« Einladung zu dieser Tagung als erforderlich, Desuchem: «der Zweigverein seinen Vertreter schickt. Er
ihnen die weiter mit, daß der Bau eines neuen Klub- Sicht zu s aus finanziellen Gründen vorläufig wohl esemPro^zririagestellt werden müsse. Dafür sei vorgesehen, eiitm schon früher geplanten Vorbau vor das alte freunden \V- Kilö!>aus zu stellen, der den derzeitigen Bedürfnis- auf ein If sedtzo rläufig entspreche. Man erhofft von den Zeich- umpsnose'.: nrr 2er bisher vorliegenden Spenden, daß sie mit in Aussicht M •-------"......! ------
di.
7 unoerv^, sqM^n unter Giovannis liebevoller Aufsicht auf- teberfe11/. Denn Jlaro hießen viele Mädchen des jjie M Gier nes, und bald hatte sich auch der Fürst so zu stellk". di r:, gewöhnt, daß er den Namen Irene ganz neben ei« - ließ.
Öfchen ßr> ^cumerisch sah Giovanni in die Ferne:
$r ,2 ine große Schwester, meine kleine Jlaro?
E:ic>e:lich ist sie schon verheiratet — hat einen , ALm, der sie lieb hat und für sie sorgt. Wenn ich ). di r^-itrechnung noch richtig im Kopfe habe, wird minal'8^ V ' bald einundzwanzig Jahre sein. Sicherlich ist ^mirkt li2 io schön und blond und gut geworden wie ihre er ® 3?ir Attt r." fuo- - - - — -
»"Ji eil# lafl,
Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10^, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 9, Enteneier 9 bis 12, Wirsing, das Pfund 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 18, Rotkraut 20 bis 22, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 40 bis 45 Pf., Zwiebeln 12 bis 18, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln 5, 10 Pfund 44 Pf., der Zentner 3,60 bis 3,80 Mk., Aepfel, das Pfund 20 bis 45 Pf., Nüsse 45 bis 50, Zwetschenhonig 40 bis 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 90 Pf., Blumenkohl, das Stück 25 bis 50, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 20, Sellerie 10 bis 40, Radieschen, das Bund 15 bis 20 Pf.
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* * Pers 0 nalie. Der Landesjugendpfarrer zu Darmstadt, Lic. Hans von der Au, wurde mit Wirkung vom 5. Februar unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Studienrat an der Liebig- Oberrealschule zu Darmstadt ernannt.
* * Arbeitsjubiläum. Der Vorarbeiter im Kanalbetrieb unserer Stadt, Heinrich W i ß n e r , Lahnstraße 3, kann am kommenden Donnerstag auf eine 30jährige Dienstzeit zurückblicken.
* * Mieterjubiläum. Am morgigen Mittwoch, 1. April, wohnt das Ehepaar Heinrich Schmidt und Frau Margarete seit 25 Jahren in dem Hause Kirchenplatz 18.
** Geschäftsjubiläum. Am morgigen 1. April kann der Inhaber des Korbwarenhauses Henkel, Herr Julius Henkel, auf ein 60jähriges Bestehen feiner Firma zurückblicken. Der Jubilar hatte das Geschäft von seinem Vater übernommen, der im vergangenen Jahre im hohen Alter von 83 Jahren verstarb. Das Geschäft entwickelte sich aus kleinen Anfängen und gewann einige Bedeutung, als es noch lohnte, Korbstühle in Handarbeit anzufertigen. Zu jener Zeit gingen viele Wagen voll jelbstangefertigter Stühle und Korbwaren aus dem Hause Sonnensttaße in die nähere und weitere Um
gebung. Die Entwicklung der Herstellung von Korbwaren auf maschinelle Art hat dem alten Handwerkszweig allerdings Abbruch getan. Der Inhaber führt zusammen mit seiner rührigen Gattin das Geschäft der langjährigen Tradition entsprechend fort.
** Das Gießener Rote Kreuz am Wahltag. Das Deutsche Rote Kreuz in Gießen hatte sich anläßlich der Wahl zur Hilfeleistung mit feiner ganzen Einrichtung zur Verfügung gestellt. Im Dienst waren 70 Sanitätsleute und 15 Helferinnen, 4 Krankenwagen sowie 2 von Mitgliedern der Kolonne zur Verfügung gestellte Personenwagen. Es wurden in Gießen 54 Transporte aus- aefuhrt, und in verschiedenen Wahllokalen waren ständig Sanitätsmänner und Helferinnen zur Hilfeleistung anwesend. Die der Kolonne angeschlossenen Abteilungen standen in ihren Standorten zur Hilfe bereit. Auch sie wurden in vielen Fällen herangezogen.
** D i e Baulandumlegung im Eich- gartengebiet betrifft eine Bekanntmachung des Umlegungsausschusses im heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht.
** Ein Opfer des Böllerschießens. Vor etwa acht Tagen wurde die 16 Jahre alte Landwirtstochter Erna Bach aus Heinzenberg (Kreis Usingen) in die hiesige Chirurgische Klinik eingeliefert. Das Mädchen war beim Böllerschießen anläßlich einer Hochzeitsfeier in Heinzenberg dem Böller in dem Augenblick zu nahe gekommen, als ein Schuß abgefeuert wurde, und es hatte dabei durch Schußoerbrennungen erhebliche Verletzungen am rechten Arm erlitten. Am nächsten Tage machten sich Erscheinungen von Starrkrampf bemerkbar, so daß das Mädchen zur weiteren Behandlung der hiesigen Klinik zugesührt wurde. Hier ist es am gestrigen Montag an den Folgen des Starrkrampfes leider verstorben. Die bei dem Böllersckießen aleich- falls verletzte 15 Jahre alte Hildegard Nieder- Häuser, die ebenfalls der hiesigen Klinik zugeführt wurde, befindet sich erfreulicherweise auf dem Wege der Besserung.
SJt.-'Svoit
SA. darf in Sportvereinen schießen.
Der Ches des Führungsamtes der Obersten SA.- Führung, Gruppenführer Jüttner, gibt über die Mitgliedschaft der SA.-Männer bei Schützenvereinen folgendes bekannt: „Verschiedentlich haben Führer von Einheiten ihren Sturmangehörigen die Mit- aliedschaft bei Schützenvereinen untersagt oder ihren Austritt aus den Vereinen gefordert. Damit wäre den SA.-Männern die Möglichkeit genommen, am sportlichen Schießen, sowie an Schießwettbewerben des Reichsbundes für Leibesübungen teilzunehmen. Die Mitgliedschaft von SA.-Anaehörigen in Vereinen des Deutschen Schützen-Verbandes ist durchaus zulässig.
ßin Ehrenpreis von Or. Frick.
Dr. Frick, der Reichs- und Preußische Innenminister, hat zu den Deutschen Amateurbox-Meisterschaften, die vom 31. März bis 5. April in Westdeutschland stattfinden, — Endkämpfe am 5. April in Dortmund — einen Ehrenpreis gestiftet. Den Preis erhält der Gau, der beLben Meisterschaftskämpfen am erfolgreichsten abscyneidet.
Neichsbund-Kundgebung in der Berliner Deutschland-Halle.
Nachdem die organisatorischen Vorbereitungen beendet sind, wird die Einheit des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen am 18. und 19. April in feierlicher und festlicher Form dem deutschen Volke kundgetan werden. Am 18. April finden in Berlin abschließende Tagungen sämtlicher früheren Verbände des DRL.' statt, die die vollzogene Einheit und den Zusammenschluß zum großen Bund feststellen. Am 19. April findet in der Deutschland- Halle eine große festliche Kundgebung vor der Oef- fentlichkeit und allen Abgeordneten des Bundes statt, bei der die Arbeit, die Ziele und die Möglichkeiten der DRL. durch weit über 3 0 0 0 Turner und Sportler aus dem Reich und aus Berlin, von der Schulung des Kindes bis zur Höchstleistung unserer Vertreter im internationalen Wettkampf vorgeführt werden. Bei dieser Gelegen
heit wird in einem aroßen Schlußbild die Fahne des Reichsbundes für Leibesübungen zum ersten Male auf Befehl des Reichssportführers aufsteigen.
Frühjahrs-Waldlauf des Kreises Gießen.
Der für die Gruppe Gießen-Wetzlar am 5. April 1936 in Lollar angesetzte Frühjahrswaldlauf findet dort vormittags 9.30 Uhr statt, nicht wie ursprüng- lick vorgesehen, um 14 Uhr. Die Vorverlegung erfolgt mit Rücksicht auf das nachmittags in Gießen (1900-Sportplatz) zum Austrag kommende Entscheidungsspiel um die Gau-Meisterschaft im Frauenhandball.
111 Starter beim Eilenriede-Rennen
Die Zahl der Meldungen für das Eilenriede- Rennen, mit dem am 5. April auf der bekannten 4,8 Kilometer langen Strecke bei Hannover die neue Motorsportzeit eingeleitet wird, hat sich noch erhöht. Insgesamt sind für die einzelnen Rennen 111 Nennungen eingegangen. Diese verteilen sich auf die einzelnen Klassen wie folgt: Bis 250 ccm: 17 Fahrer, bis 350 ccm: 35 Fahrer, bis 500 ccm: 27 Fahrer, Seitenwagen bis 600 ccm: 18 Bewerber, Seitenwagen über 600 ccm: 11 Bewerber. 500 Fahrer bei Berlin-Cottbus-Berlin
Mit dem traditionellen Rennen Berlin—Cottbus—Berlin über 260 Kilometer wird am 5. April die deutsche Straßen-Rennsaison eröffnet. In vier Gruppen untergeteilt, gehen unsere besten Amateur- und Berufsfahrer, rund 500 an der Zahl, an den Start. Unter den 36 Berufsfahrern, die im Gegensatz zu den früheren Jahren diesmal allein die Strecke zu bewältigen haben, befindet sich alles, was von den deutschen Fabriken verpflichtet wurde. Obwohl verschiedene Fahrer durch Starts im Ausland bereits Trainingsmöglichkeiten hatten, ist es doch schwer, unter den „Assen" irgendwen als wahrscheinlichen Sieger zu bezeichnen. Noch erbitterter wird der Kampf der Amateure werden. In der mit 157 Teilnehmern besetzten A-Klasse, die entsprechend den Besttmmungen für das Olympiajahr nur 105 Kilometer zu fahren hat, sind unsere
besten Fahrer am Start. Nach dem Ergebnis wird auch die Nationalmannschaft neu gebildet, doch ist diesmal dafür nicht nur die Endplacierung maßgebend, sonoern auch die auf der Strecke gezeigte* Leistungen werden berücksichtigt, so daß vermieden wird, daß befähigte Fahrer durch unglückliche Zufälle ausgeschaltet werden. Das unübersehbare Feld Der B- (42) und OFahrer (260) wird in zwei Gruppen in einem Vorgabewettbewerb gestartet.
Aufruf des Zieichssportführers zu den DeutschenAmateur-Box-Meisterschasten
Die Meisterschaften des Fachamtes Boxen im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen find mir ein willkommener Anlaß, dem deutschen Amateurborsport für die Tage vom 31. März bis zum 5. April 1936 meine herzlichsten Wünsche auszusprechen. Unsere Boxer treten in diesen Tagen zur letzten großen Heerschau vor den Olympischen Spielen 1936 zu Berlin an. Jeder der Kämpfer muh und wird ganz erfüllt sein von dem Gedanken an die kommenden Spiele. Jeder muß sein wie es wahres Boxen voraussetzt: männlich und einsatzbereit, hart gegen sich selbst und ritterlich gegen den Gegner! Im Zeichen dieses Geistes sollen die Amateur - Boxmeisterschaften stehen — mit dem Wunsche grüße icy alle Teilnehmer!
Gez.: von Tschammer und Osten, Reichssportführer.
Arbeitsdienstpflichtige für Wehlar.
Wie uns von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, mußte der Versammlungsort und Termin für die zum 3. April einberufenen Arbeitsdienstpfilchtigen abgeändert werden. Danach haben sich sämtliche Dienstpflichtige, die zum 3. April 1936 10 Uhr nach Wetzlar, Domplatz, einberufen waren, am gleichen Tage bereits um 9 Uhr vor dem Bahnhofsgebäude in Wetzlar einzufinden. Schriftliche Mitteilung hierüber geht den Dienstpflichtigen nicht mehr zu.
Selbstmordversuch mit dem Schießapparat.
LPD. P f u n g ft a b t, 30. März. Ein hiesiaer Metzgermeister litt feit einiger Zeit unter nervösen Störungen und verließ am Nachmittag, nachdem er noch zusammen mit feinem Bruder gearbeitet hatte, die Küche, um sich in ein Zimmer zu begeben. Plötzlich krachte dort ein Schuß, und die entsetzt her- beieilenden Verwandten fanden einen Schwer» verletzten vor, der mit einem zum Töten der Schlachtschweine dienenden Schießapparat Hand an sich gelegt hatte. In bedenklichem Zustande mußte er in das Krankenhaus eingeliefert werden.
Nundfunkprogramm
Mittwoch, 1. April.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gyrnnasttk. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 11: Hausfrau, hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Die alten Frankfurter Speicher, Funkberichte. 15.30: Bücherfunk. 15.45: „Der Kiebitz", eine Frühlingserzählung von Hans Franck. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Die Fischer von Höchst, Funkbericht aus einer alten Zunft. 18: April! April! 19.45: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 20.15: Reichssendung: Stunde der jungen Nation. 20.45: Lachender April. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Mittwoch, den 1. April.
Gießen. Johanneskirche. 18 Uhr: 6. Passionsan. dacht; Pfr. Ausfeld.
Donnerstag, den 2. April.
Gießen. Kapelle des Alten Friedhofs. 20.15 Uhr: Passionsandacht; Pfarrassistent Weckerling.
Freitag, den 3. April.
Gießen, petruskapelle (Wetzlarer Weg). 20 Uhr: Passionsandacht; Pfr. Trapp.
Himmel auf. An dem blauen Himmelsgewölbe bewegte sich ein eigentümliches Etwas; es sah trotz seiner Größe wirklich einer Ente ähnlich, die am Firmament ihre Kreise zieht, ehe sie sich niedersenkt.
„Vater!" Mit einem schrillen Angstschrei klammerte sich das Mädchen an Giovanni.
„Still, still, Jlaro!" sagte hastig Giovanni di Bonaglia. „Es geschieht dir nichts, Kind. Vielleicht ist das das Wunder! Das Wunder unserer Befreiung!"
In geheimnisvoller Abenddämmerung hatten sich Walter Heßling und Pepita Arlesi mit ihren Begleitern zum Fluge fertiggemacht. Ihr Luftschiff hatte eine eigentümliche Veränderung erfahren. Das leuchtende Kleid aus Aluminium hatte einen hellgrauen Anstrich erhalten, der es Wolken und Himmel täuschend ähnlich machte. Motoren und Propeller, die ganz kurz gehalten waren, arbeiteten völlig geräuschlos. Eine bestimmte Art von Rauchbomben, die Walter griffbereit bei sich führte, vermochte die Maschine zu vernebeln, ohne daß die Fernsicht dadurch getrübt wurde, und Lebensrnittel sowie Waffen und Munition gab es gleichfalls genügend an Bord.
„Mariella, für dich und deine Zukunft!" rief Doktor Heßling laut, als sich die Maschine in die Luft erhob. Noch hallte ihm und seinem mutigen Begleiter das „Glück ab!" der Kameraden im Ohr. Dann schwebte er über afrikanischer Erde, und bald war er den Blicken der Zurückbleibenden entschwunden. —
Nun schwebte er über der Lichtung. Noch hielt sich das Schiff in großer Entfernung vom Erdboden, um gute Sicht zu haben.
Pepito Arlesi führte das Schiff mit einem Begleiter zusammen. Walter Heßling kniete am Boden des Schiffes und schaute durch das angebrachte Teleskop scharf herunter. Da — ein glühender Freudenschreck durchzuckte ihn — er sah tief unten auf einer sonnenumflimmerten Lichtung zwei Ge- stallen.
Ein weißes, blondhaares Kind, das, das Antlitz in den Armen verborgen, am Boden lag — neben ihm ein Mann, der bestimmt kein Farbiger war, wenn Sonne und Witterung feine Züge auch bronzebraun gefärbt haben mochten.
Dieser Mann winkte wie rasend nach oben und schrie aufgeregt und halb irrsinnig abwechselnd:
„Salute, salute!", und: „Nehmen Sie uns auf, landen Sie, wer Sie auch sein mögen! Wir sind weiße Gefangene der Akka!"
Jaan, der Begleiter von Arlesi, winkte ebenso rasend wie Walter Heßling. Doch gleich darauf ging die Maschine wieder hoch, änderte ihren Kurs und war bald den Blicken des Prinzen entzogen.
„Wieder eine Enttäuschung!" murmelte er. Dann kam es wie ein Hauch über feine Lippen:
„Oh, Mariella!" Und Tränen rannen über feine aebräunten Wangen. Doch als er sich tief über ylaro beugte, um sie au beruhigen, fand er feine Selbstbeherrschung wieder. Die beiden schwarzen Zwergmädchen hatten angstvoll und völlig begriffsstutzig das ganze Erlebnis mit angesehen. Aber als Giovanni ihnen streng befahl, bei Todesstrafe nichts von dem Erlebnis zu verraten, gelobten sie es zitternd.
18. Kapitel.
Der eine Schritt vom Wege.
Halb bewußtlos hatte Mariella nach ihrer Freilassung das Auto Renates bestiegen und war mit ihr hinaus in die Freiheit gefahren. Diese Freiheit, die freilich nur kurze Zeit Dauern würde, hieß zunächst Villa Liliput.
Es war ein wunderschöner Sommertag, als sie durch die Straßen fuhren. Mariella war fast schwindlig geworden. Waren es erst wenige Tage her, seitdem sie die Stadt gesehen? Oder war sie schon monatelang in der Untersuchungshaft gewesen?
Alles verwirrte und betäubte sie: der Straßenlärm, das Klingeln der Elektrischen, das Hupen der Autos, das ganze bunte Leben der großen Stadt. Und wenn sie die fröhlichen Gesichter der vorübergehenden Menschen sah, sorgloses Lachen und Plaudern horte, dann ging es ihr wie ein Schwert durch das Herz. Sie war ja abgetrennt von allem Glück. Der Mann, den sie geliebt, war tot. Ihr Opfer war vergebens gebracht. Ja, sie hatte ihn durch ihren Diebstahl in den Tod getrieben. Was sollte sie noch auf der Welt? Verzwei- feit schloß sie die Augen und öffnete sie erst wieder, als Renate das Auto anhielt und sanft sagte.-
„Nun, mein liebes Herz, jetzt bist du in Sicherheit. Gott segne deinen Einzug bei mir."
Renate hatte die zu Tode Erschöpfte selbst zu Bett gebracht und ihr ein Schlafmittel gegeben. So hatte Mariella fest und traumlos die erste Nacht unter Renates Dach geschlummert. Helle Sonne weckte sie jetzt. Sie öffnete die Augen und sah sich erstaunt um. Wo war sie? Was war das für ein Zimmerchen mit feinen bunten Bauerngardinen und den weißen, freundlichen Möbeln? Aber plötz- lich begriff sie. Der Schlaf hatte barmherzig die Erinnerung weggenommen. Mit dem Erwachen kehrte sie zurück. Das grenzenlose Elendgefühl der verflossenen Tage nahm wieder Besitz von ihr. Ein Tränenstrom erschütterte ihren Körper. Es klopfte an die Tür.
„Herein!" rief Mariella und bemühte sich, das Weinen zu unterdrücken.
Renate kam schnell auf sie zu.
„Aber, aber, Mariella! Schon wieder in Tränen? Kind, du darfst doch nicht so mutlos fein!" Sie streichelte zärtlich über Mariellas gesenkten Kopf. Als aber das Schluchzen nicht gelinder wurde, meinte sie:
„Nun, vielleicht versteht jemand anders, dich besser zu trösten. Komm nur herein, Lore!"
Mariella hob ihr verweintes Gesicht aus den Händen. Ungläubig schaute sie zur Tür. Wirklich, da stand Lore. Schon war die Freundin bei ihr, umschlang sie zärtlich, indes Renate leise das Zim- mer verließ.
„Core, Lore! Daß du gekommen bist!?" flüsterte jetzt Mariella. „Wie danke ich dir! Oh, Lore, wie habe ich mich nach dir gesehnt! Du bist ja der ein- zige Mensch, seitdem ..."
Sie konnte nicht weitersprechen. Die Erinnerung an Erhard war zu schmerzvoll.
„Und diesem einzigen Menschen hast du mißtraut, du Böses?!" vollendete Lore. Sie selbst war tief bewegt. Aber um Mariellas willen nahm sie sich zusammen.
„Lore, du weißt?"
Mariella erglühte in Scham.
„Ja, ich weiß, daß du an meiner Freundschaft gezweifelt hast, Jella. Aber ich nehme es dir nicht übel. Es gibt wohl Zeiten, in denen ein Menschenherz an allem zweifeln kann."
(Fortsetzung folgt!)


