">« ht !U h)Qh.
ll 1 s'Qnb
bi(
Neg, ^n, t .n> und btn lc.r griji ulgehktz» u*ien i5 auch z, ^te di! ung DOi
amtliche,, n Der. ■•jungen 1 gab ej
^ndel.
>del hat bereit;
.Umsätze 'atzen im 1 noch er. mittelsach. laben wir ländlichen v-h., in von 27,3 und für ungen jo« zu berück« ligen Um« 'edingt ist >Ige gestie. Zeigt doch gegenüber Iätze auf> itjche Ein« onjunktur-
ranffurt
ng in den tzufuhr in ufftrebendt ren vieler-, sm begki« msgehende n England i ostwärtr reslust und irafter er-
Veränderlich nzelne Ar- mild.
; 14,9 0rab morgens lum (heult Ocm lieft 31. März: leinfäauet
m te
iie !W'' Feuilleton: teil: H Verantwort' r Rummel Brühlicht inge.K^-'
lich 25 Pf.
1935 gültig-
füüüifliüÜR bH20v.H.ir lerhoWV* In'tWW 111111111155
insth
ben- "r
n
Ü
M
: 4
•s3
■ -
. ■ - DMJ
Ä
Ur. 77 Zweites Blatt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Dienstag, 3t Marz (936
Aisblick von der Veranda des Hospitals auf das moderne Wohnviertel von Schanghai. (Aufn.: Dr. Noll.)
angkai - scheck
dem
weitghende politische
er
Es klingelt oft in den ersten Tagen. Viele sucher kommen! Aber es sind nur Reisende!
eine bietet eine Schreibmaschine an, der andere Instrumente, dieser Möbel und jener Schreibmaterial ... Am achten Tage endlich kommt der erste Patient: ein betagter Engländer! Er kommt mit reichlich intimen Fragen, die der junge Arzt weniger nach bestem Wissen, als nach bestem Gewissen beantwortet. Als der Engländer beruhigt das Sprechzimmer verläßt, liegen zehn chinesische Dollar auf dem Tisch des Hauses. Das erste Honorar!
Ve- Der
_ . Mit diesem Geld tut der junge Arzt das Vernüns- Assistenten-1 tigste (wie sich später herausstellt), was er tun
Bei Lynker auf dem Schiffenberg.
(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
Dr. Kurt Noll, ein Sohn unserer Vaterstadt, isisseit einem Jahrzehnt im Fernen Osten als Arzt töiH. Zur Zeit begleitet er den chinesischen Mini- ftepräsidenten Wang Ching Wei als Leibarzt auf eirr Europareise. Wir hatten Gelegenheit, mit ihm iibir seine reichen Erlebnisse in Asien zu sprechen, int wir geben im Folgenden einiges aus seinen jprmenben Schilderungen wieder. (D. Schriftltg.)
sticht einen Wächter und schreibt und schürt vom Kerker aus die nationale Revolution durch Kampfschriften weiter.
Nach dem Sturz der Dynastie im Jahre 1911 wird er befreit und kommt nach seinerGenesung zu hohen Ehren. Seine Verteidigungsschrift, eine wertvolle geschichtliche Abhandlung, diktiert von einer heißen Liebe zu seinemVolke, ist in die klassische chinesische Literatur eingegangen und wird in den Schulen gelehrt. Aber Wang Ching Wei ist nicht nur Politiker, sondern auch Dichter und Philosoph. Jedermann in China kennt sein Bild. Seine Schriften, schriftkünstlerische Leistungen, sind hoch begehrt und schmücken die Wände des chinesischen Hauses. Er ist verehrt und geliebt.
JBo ist Dr. Noll?!" Anfang November 1935 wird Exzellenz Wang das Opfer eines kommunistischen Mordanschlags, nachdem er in Verbindung mit dem Marschall Tschi-
Zur gleichen Zeit zieht eine Jagdexpcdition 2000 Kilometer von Nanking entfernt in der nördlichen Mongolei durch das unwirtliche Gebirge des Schei- tan Ulan. Plötzlich tauchen am Horizont mongolische Reiter auf. In gestrecktem Galopp halten sie direkt auf die Jäger zu. Aber diese gehen sofort in Deckung in dem Glauben, einem räuberischen Angriff begegnen zu müssen. Aber die Mongolen geben durch Zeichen ihre friedliche Absicht zu erkennen. Der Anführer pariert in vollem Galopp sein Pony vor dem deutschen Arzt, greift in sein Wams und überreicht dem Verblüfften einen Brief mit der Aufschrift: „An Herrn Dr. Kurt Noll!"
Der Brief enthält die Nachricht von dem Attentat und die Bitte um sofortige Rückkehr nach Nanking.
phantastischer $lug von pautu nach Nanking.
Tatsächlich: 24 Stunden nach dem Attentat hält der Deutsche die Nachricht von dem Mordanschlag in Händen. Es ist Samstag, kurz nach der Mittagsstunde! Nach siebenstündigem scharfem Ritt auf mongolischen Ponys, wie sie schon die Reiter des Dschingis-Khan sattelten, ist die 60 Kilometer südlich gelegene katholische Missionsstation erreicht. Dort steht ein Lastkraftwagen bereit, der den Arzt in stürmischer Nachtfahrt durch eine karge Landschaft nach Pautu bringt. Hier wartet bereits die Junkersmaschine J 32, ein sechssitziges Flugzeug mit dem deutschen Piloten Brom und einem deutschen Mechaniker an Bord. Um 7 Uhr morgens startet das Flugzeug. Die Berge find verhangen von dichten Schneewolken. Jede Sicht ist unmöglich. Unmittelbar nach dem Start verschwindet das Flugzeug in den tief hängenden Wolken. Eine Orientierung ist nicht möglich! Der Nebel verdichtet sich mehr und mehr! Kaum sind noch die Spitzen der Tragflächen zu erkennen. Und dabei ist ein von Nord nach Süd verlaufender Gebirgszug von über 3000 Meter Höhe zu überwinden! Der Pilot versucht, die Wolkendecke nach oben zu durchstoßen. Bald hat das Flugzeug 5000 Meter Höhe erreicht und befindet sich immer noch in Wolken. Es herrschte heftige Kälte. Zu allem Unglück vereist die Maschine, wird schwerer und schwerer, der Pilot kann das Flugzeug nicht mehr halten, es schmiert ab und nur mit Mühe gelingt es ihm, wieder Gewalt über die Maschine zu gewinnen. Der Höhenmesser zeigt 3000, 2000, 1000, 500 Meter — immer tiefer zieht das Eis das Flugzeug. Größte Gefahr! Mitten im Gebirge mit Bergen von 3000 Meter Höhe, muß sich der Pilot entschließen, noch tiefer zu gehen, um die Wolkendecke nach unten zu überwinden und das Flugzeug vom Eise zu befreien. Jeden Augenblick kann das Unglück geschehen! Erst bei 150 Meter gibt die Wolkendecke das Flugzeug frei. Die Maschine saust
Dr. Noll und sein Söhnchen im Kreise von chinesischen Jagdhelfern nach einer Jagd auf Wasserrehe und Fasanen im Tale des Jangtsekiang. — (Aufnahme: Dr. Noll.)
Zn der Weltstadt Schanghai.
Unter der sorgfältigen Behandlung deutscher Aerzte überwindet er die schwere Krankheit. Der Genesene steht nun vor der Tatsache, sich eine neue Existenz schaffen zu müssen. An eine Rückkehr nach Ningpo ist nicht zu denken. Soll er nach Europa zurückkehren, sich dort belächeln lassen? Er erkennt: er muß in Schanghai bleiben! Aber wie eine Existenz aufbauen? Neun deutsche Aerzte praktizieren in Schanghai und betreuen die 800 Angehörigen der deutschen Kolonie. Durch ein Abonnementssystem stehen die Beamten und Angestellten der Firmen in dieser Weltstadt in fester ärztlicher Betreuung. Die Lage scheint aussichtslos. 20 deutsche Aerzte hatten schön versucht, sich in Schanghai eine Praxis zu gründen, alle mußten nach kurzer Zeit das Hoffnungslose ihres Unterfangens erkennen und kehrten nach Europa zurück. Auch diesmal rät der deutsche Konsul dringend ab. Trotz der Aussichtslosigkeit unternimmt der junge Deutsche den Versuch. In der Mitte der Stadt mietet er geeignete Räume, gibt eine Anzeige auf und wartet.
Oer erste Patient.
Ministerpräsident Wang Ching Weil (Aufnahme: Tsen-Tso-Min.)
Nach einer Jagd auf Bären in der mandschurischen
Taiga. — (Ausnahme 1 Moguschi.)
Gießen - Genf—Ningpo.
'm Jahre 1923, nach bestandenem Examen, ver-, as der junge Arzt seine Vaterstadt Gießen, um in einem Genfer Krankenhaus eine Assistenten-1
(Sin Gießener Arzt erlebt Asien.
Der Leibarzt des chinesischen Ministerpräsidenten.—Beim Manchen Lama.—Ein großes Leben
der tatkräftige Arzt inzwischen einrichten konnte. Herr Wang beauftragt zwei Sekretäre, das Hospital zu besichtigen. Der Eindruck, den beide gewinnen, scheint gut zu sein, aber man stellt die Bedingung, em ganzes Stockwerk (8 Zimmer) für den Patienten frei zu machen. Der Arzt ist verblüfft! Kann aber zusagen! Der vornehme Kranke zieht am Freitag ein. Die Behandlung beginnt! Erst am Sonntagmorgen findet der Arzt in einer Schanghaier Zeitung ein großes Bild, das ihm zu feinem Erstaunen feinen Patienten inmitten einer Schar begeisterter Studenten zeigt. Die Unterschrift lautet: Wang Ching Wei, der Ministerpräsident, das Staatsoberhaupt der chinesischen Regierung in Nanking! Jetzt erst weiß der Deutsche, daß er den größten Mann Chinas in seinem Hospital beherbergt!
Drei Wochen lang liegt der hohe Patient im Hospital. Alles wird aufgeboten, um feinen gesundheitlichen Zustand zu verbessern.
Als er das Hospital verlassen kann, läßt er dem Arzt ein repräsentables Geschenk überreichen. Einem alten, schönen chinesischen Brauche folgend, läßt er, feiner Stellung entsprechend, eine mannshohe Tafel aus gediegenem Silber, die zwei Mann kaum zu tragen vermögen, bringen. Sie trägt in chinesischen Schriftzeichen ein Gedicht, das in der blumenreichen Sprache des Ostens davon erzählt, wie der Patient als „Herbst" in das Spital einzog, um es als „Frühling" wieder zu verlassen.
Während der erfolgreichen Behandlung des Regierungschefs wird der junge Deutsche mit vielen Ministern und Würdenträgern des Reiches der Mitte bekannt. Bald zählen auch sie zum Patientenkreis des Arztes aus der kleinen oberhessischen Universitätsstadt Gießen.
Wang Ching Wei, der Nachfolger Sun-^at-sens.
Zwischen Wang Ching Wei und dem Deutschen bildel sich im Laufe der Jahre ein fast freundschaftliches Verhältnis heraus. Wang Ching Wei ist der Nachfolger Sun-Yat-sens und "führt mit glücklicher Hand das Werk des chinesischen Nationalheros fort. Als nationaler Revolutionär kämpft er mit Sun- Yat-sen, gewissermaßen als dessen Adjutant gegen die Mandschu-Dynastie. Im Kuomintang, der revolutionären Partei des Landes unter der Führung Sun-Yat-sens, wird er eines Tages durch das Los bestimmt, durch ein Bombenattentat den Prinzregenten der Mandschu zu beseitigen. Der Plan wird vorzeitig entdeckt. Umfangreiche Verhaftungen sind die Folge. Alle Mithelfer Wangs werden hinge- richtet. Wang selbst verzichtet auf eine mündliche Verteidigung, läßt sich Papier und Pinsel geben und schreibt im Zeitraum von zwei Stunden seine Verteidigungsschrift — eine große Anklage gegen die Mandschu-Dynastie. Er schildert, wie durch die Mandschukaiser das chinesische Volk durch Jahrhunderte hindurch niedergehalten und jede fortschrittliche Entwicklung verhindert wird. Diese Schrift bewahrt ihn zwar vor dem Tod, nicht aber vor schwerem Kerker. Was aber bedeutet „schwerer Kerker" in China?! Es heißt, mit schweren eisernen Ketten um Brust, Hände und Füße, an die Wand geschmiedet werden. Es bedeutet langsamen, aber sicheren Tod! Mit unvorstellbarer Willenskraft und durch eifriges Training der Hände (noch heute kann Wang die Hände soweit zurückbiegen, daß die Fingerspitzen den Unterarm berühren), befreit er sich von den Handfesseln, be
tet» zu übernehmen. Hier in Genf entscheidet sich eir ferneres Schicksal. Seine berufliche Tätigkeit ühit ihn mit einem chinesischen Studenten zusam- n?M der der Schweizer Armee zum Studium des Er itätswesens zugeteilt ist. Außerdem hat dieser jlin;.e Chinese die Aufgabe, einen europäischen Arzt |i verpflichten, der nach neuzeitlichen Gesichts- pcrtten die öffentliche Gesundheitspflege feiner . friniatftabt Ningpo organisieren soll. Da sich .ivichen den beiden jungen Männern eine nähere Zlimntschaft herausbildet und die gestellte Auf- jtb dem deutschen Arzt reizvoll erscheint, nimmt n mrz entschlossen das Anerbieten an, packt feine Spf-er und macht sich auf die große Reise.
Auf hoffnungslosem posten.
ipiingpo — uralte chinesische Handelsstadt! Lange Ai: größter Freihafen Chinas, erst in letzter Zeit Dir Schanghai überflügelt! Hafen aller Dschunken, die 1 Der Küste und auf dem Jangtse-kiang kreuzen! Jlrqpo hat 800 000 Einwohner und ist eine Stätte ilicter chinesischer Kultur, aber auch eine Stätte m schütterlichen konservativen Geistes. Der junge Sirapäer muß es nur allzu bald erkennen. Er wird flh gastlich aufgenommen. Ein großes chinesisches |n?5 steht ihm zur Verfügung, und zwar mit allem Rorafort. Aber der Komfort ist chinesisch! Es gibt tr.ter Messer noch Gabel! Sondern nur chinesisches Bjiccf: Stäbchen! Große Dienerschaft, aber Chi- nijin! Er trifft keinen Europäer, hört nur die chi- nüidje Sprache! Besonders schwierig ist seine Lage 'm Empfängen und Gastmählern, die zu Ehren senrs heimgekehrten Freundes veranstaltet werden. D:e beiden Ehrengäste sitzen weit voneinander ge- ternt an den Ehrenplätzen der Tafel. Von der dirgen Unterhaltung seiner höflichen Tischnachbarn flieht er nichts! Seine Antwort bleibt immer nur eh höfliches Lächeln.
lias Schlimmste aber für ihn ist nach kurzer Zeit d Erkenntnis, daß er seine berufliche Aufgabe ncti erfüllen kann. Er scheitert am konservativer! Ishalten der Chinesen an uralten Heilmethoden. |i?raH wird er mit größter Höflichkeit aber ohne ü'ftänbnis empfangen. Seine Anregungen und ü Schläge werden nicht befolgt. Nach kurzer Zeit nn er erkennen, daß er auf hoffnungslosem l^en steht. Einer Entscheidung über seine weitere gleit in dieser Stadt wird er jedoch enthoben.
9ri) kaum zwei Monaten wirft ihn eine schwere Mittelohrentzündung auf das Krankenlager, dazu vn mt eine schwere tropische Malaria. Fieber schüt- fri ihn —+ zu Tode krank liegt er darnieder! Kein 0ri»päischer Arzt ist in der Stadt! Die Chinesen tr ühen sich aufmerksam um ihn, bringen Ge- rmfe und erlesene Speisen. Aber damit ist ihm lätt geholfen! Seine Lage wird täglich ernster! — D^u diesem Zeitpunkt besucht ihn zufällig ein nor=
'scher Kapitän, den er auf der Ueberfafjrt nach /r.gpo kennenlernte und der regelmäßig mit die Strecke Schanghai—Ningpo be- Wt Der Kapitän erkennt sofort den verzweifel- ™ 3uftanö des Fiebernden. Kurz entschlossen und Jl® fragen, ruft er einige Matrosen. Der
®'.rö auf das Schiff gebracht und 11« <5d) Stunden später auf dem Wege
20 Meter von einer Felswand entfernt in einem engen Felsental dahin. Verzweifelt bemüht sich der Pilot, das Flugzeug in diesem Tale zu halten, bc- müht sich, durch Seitentäler einen Ausweg zu finden. Alles vergeblich! Nur das Eis hat sich in. zwischen gelöst und zum zweiten Male, trotz aller Gefahr, treibt er die Maschine in der Wolkendecke wieder auf 5000 Meter Höhe, um auf westlichem Kurs möglichst schnell aus dem Gebirge zu kommen. Wieder reißt nach kurzer Zeit das neu angesetzte Eis die Maschine in die Tiefe. Als die Flieger unter den Wolken wieder Sicht erlangen, erblicken sie unter sich eine schier endlose Dunenlandschaft — die hohen Dünen der Ordos-Wüste, wie sie später fcftfteüen können. Zwei Stunden später finden sie einen Landeplatz in der Nähe eines Dorfes, etwa 50 Kilometer von ihrem Startplatz Pautu entfernt. Sieben Stunden lang sind sie in höchster Gefahr im Kreise geflogen. Der Pilot weigert sich, ein zwei- tesmal zu starten. Telegrammwechsel mit Nanking! Die „Eurasia" sendet ein zweites Flugzeug mit Blindflugeinrichtung und dem deutschen Piloten K ö st e r an Bord. Er hat mit schweren Sturm 3U kämpfen und braucht über 8 Stunden bis Pautu Montag mittag um 12 Uhr kommt die Maschine an. fünf Minuten später startet sie wieder in der Richtung Nanking Klirrender Frost liegt über der Landschaft. Klarblau leuchtet der Himmel, tiesver.
und finanzielle Unterstütznug lieh —, einen heftigen und erfolgreichen Kampf gegen die kommunistischen Provinzen geführt hat. Von drei Kugeln getroffen, bricht er schwer verletzt zusammen. Schnellste Hilfe tut not! Der Leibarzt aber ist nicht zu erreichen! Die Zeitungen bringen die Bilder des Regierungschefs und seines Leibarztes unter der großen Überschrift: „Attentat auf Wang Ching Wei! — Dr. Noll in der inneren Mongolei!" „Dr. Noll wird noch gesucht!" „Dr. Noll noch nicht gefunden!"
kann: er geht in ein feines Lokal und legt es in einem guten Abendessen europäischen Stils an. Hier trifft er den deutschen Vizekonsul von Schanghai, der ihm van seinen Besuchen im deutschen Konsulat her bekannt ist. Wenig später kommt zu ihnen der norwegische Generalkonsul an den Tisch. Ein glücklicher Zufall, der über das fernere Schicksal des jungen Deutschen entscheidet! Der Norweger zeigt lebhaftes Interesse für das Geschick des deutschen Arztes. Er hilft! Schon am nächsten Tage wird Dr. Noll zum norwegischen Konsulatsarzt ernannt und mit der Betreuung der Offiziere und Mannschaften auf norwegischen Schiffen beauftragt. Schiffsärzte kennt die norwegische Schiffahrt dort nicht. Der umfangreiche Schiffsverkehr an der Küste, wie auch ein großer Teil des transozeanischen Verkehrs liegt in den Händen der Norweger. So gibt es viel Arbeit: Untersuchungen, Impfungen, Behandlungen! Aber der junge Arzt ist glücklich. Seine Existenz ist gesichert.
„Ein ganzes Stockwerk für Herrn Wang'"
Eines Tages ein telephonischer Anruf: „Sofort zu Herrn Wang kommen' Sehr wichtig! Sehr eilig!" Der junge Arzt lehnt ab. Er hält gerade Sprechstunde! Zehn Minuten später wiederholt sich der Anruf, und wird wieder abgelehnt! Erst nach beendeter Sprechstunde macht sich Dr. Noll auf den Weg, um den ihm unbekannten Herrn Wang aufzusuchen. In dem ihm bezeichneten Haus begegnet ihm viel Pracht und große Dienerschaft. Der Arzt tippt auf Großkaufmann. Er wird sofort vorgelassen und nach gründlicher Untersuchung empfiehlt er die Aufnahme in das Hospital, das sich


