Lauterbach und Bleidenrod, Kreis Alsfeld. Später wurde ihm eine Lehrerstelle zu Lauterbach übertragen, wo er schließlich zum Lehrer an der dortigen Fortbildungsschule berufen wurde. Nach Abbau dieser Stelle kam er nach Lich. Als Leiter des Heimatmuseums und auch noch auf anderen Gebieten leistete er für unsere Heimatstadt und unsere Schule ersprießliche Dienste. Mit einem köstlichen Humor ausgestattet, hat er durch seine heimatlichen mundartlichen Dichtungen schon manches Heimatfest bereichert/
Kreis Büdingen.
0 Nidda, 29. Juni. Die Bautätigkeit war in diesem Jahre schon sehr rege. Sechs Wohnhäuser, darunter zwei mit geräumigen Läden, wurden errichtet. Für die nächste Zeit stehen noch einige Wohnhausneubauten, außerdem aber umfangreiche Umbauten in Aussicht. Das an der Einmündung der Bahnhofstraße in die Adolf-Hitler-Straße stehende Eckhaus und die anstoßende Halle wird nach einem Ausschreiben der hiesigen Bürgermeisterei zum Abbruch versteigert und bald beseitigt werden. Dadurch wirb einem in weiten Kreisen schon lange bestehenden Bedürfnis zur Verbesserung des Fährverkehrs an dieser engen und unübersichtlichen Stelle endlich Rechnung getragen. Durch Uebersicht- lichkeit wird hier nun mancher Zusammenstoß von Autos und Motorrädern vermieden werden. Da sich die vor etwa zwei Jahren in den unbenutzten Räumen einer Bauernhofreite eingerichtete Milchsammelstelle der hiesigen Milchoerwertungsgesellschaft sowohl in ihren Räumlichkeiten zu klein, als auch in hygienischer Hinsicht als unzulänglich erweist, so wird in allernächster Zeit aus städtischem Gelände ein zweckentsprechender Neubau errichtet. Das für Abkühlung und Reinigung im Betrieb notwendige Wasser liefert eine Quelle auf demselben Grundstück. Bei der eigens hierzu vorgenommenen Bohrung bis 17 Meter Tiefe erzielte man eine Ergiebigkeit von 107 Kubikmeter Wässe r j e T a g.
Kreis Schotten.
+ Ober-Lais, 29. Juni. Am 27. Juni wurde nach alter Sitte in unserer Gemeinde der Hagel- s e i e r t a g gefeiert zur Erinnerung an das schwere Hagelwetter, das am 27. Juni 1767 sich über unsere Gegend entladen hatte. Der Feiertag war diesmal von besonderer Bedeutung für unsere Kirchen
gemeinde durch die erfolgte Ordination des Pfarramtskandidaten Werner Huber aus Worms. Vor der sehr zahlreich erschienenen Gemeinde nahm im Auftrage des Landeskirchenausschusses Dekan Widmann (Schotten) die feierliche Handlung vor, und zwar unter Assistenz von Dekan a. D. Studienrat Dr. Unverzagt- Gießen, des Schwiegervaters des jungen Geistlichen, und Provst K n o d t-Gießen. Nach einer auf die hohen Pflichten und die Bedeutung des evangelischen Pfarramtes hinweisenden Ansprache des Ordinators legte Pfarrverwalter Huber fein Amtsgelöbnis ab und wurde darauf zum pfarramtlichen Dienst eingesegnet und verpflichtet. Der weihevolle und feierliche Akt machte einen tiefen Eindruck auf die Gemeinde.
# Breungeshain, 29. Juni. Am gestrigen Sonntag erfolgte in unserem gut besuchten Gotteshaus durch Dekan Widmann (Schotten) als Beauftragten der obersten Kirchenbehörde die feierliche Ordination des Pfarramtskandidaten Friedrich Lind aus Gonterskirchen. Der Ordinator sprach im Anschluß an das Schriftwort 2. Timotheus 4, 5 über die Herrlichkeit und Schwierigkeit des evangelischen Predigtamtes und nahm dann die feierliche Verpflichtung und Einsegnung des jungen Geistlichen vor. Bei der Feier assistierte Pfarrer U h l (Wallernhausen), der früher hier einige Jahre das Pfarramt versehen hatte.
# Michelbach, 29. Juni. Der hiesige Kirchenvorsteher Landwirt Heinrich Fischer feierte dieser Tage seinen 8 0. Geburtstag. Die oberste Kirchenbehörde ließ aus diesem Anlaß dem verdienten Manne durch den Ortsgeiftlichen Dekan Widmann (Schotten) ein künstlerisches Gedenkblatt überreichen.
* Ober-Seemen, 29. Juni. In unserem überfüllten Gotteshaus fand am gestrigen Nachmittad die Ordination des Pfarramtskandidaten Ludw. K n i e r- riem aus Worms durch den mit der feierlichen Diensteinweisung beauftragten Dekan Widmann (Schotten) statt. Die Feier wurde durch Chorvorträge des hiesigen Männergesangoereins und des Ev. Kirchenchors verschönt. Der Ordinator hielt zunächst eine Ansprache über das Wesen des evangelischen Pfarramts und segnete bann ben jungen Geistlichen nach Abnahme des Gelöbnisses ein. Tief ergriffen folgte die Gemeinde der feierlichen Handlung, bei welcher Pfarrer Oeckinghaus (Worms- Hochheim), der Schwiegervater des Ortsgeisllichen, Assistenz leistete.
SJLtfpott
Die Deutschen Handball-Meister 1935/36.
Dortmund hatte am Sonntag einen großen Tag. In der Kampfbahn „Rote Erde" fanden die Meisterschaftsendspiele der Frauen und Männer statt: ein gelungener Abschluß der für den deutschen Handballsport so ereignisreichen Spielzeit 1935/36. 2 0 0 0 0 Zuschauer wohnten den beiden Spielen bei. Wenn auch Westfalen und damit die Anhänger von Hindenburg Minden den größten Teil der Besucher stellten, so waren doch zahlreiche Schlachtenbummler aus Mannheim, Berlin und Leipzig gekommen, die sich auch während der beiden Spiele, ihre Mannschaften anfeuernd, bemerkbar machten.
Am Vormittag wurden die vier Mannschaften durch Oberbürgermeister Barsicke im Festsaal des Rathauses empfangen.
SCC. wieder Frauenmeister.
Nach zweijähriger Pause konnte sich das sieggewohnte „schwarze C" der Charlottenburger Handballfrauen wieder einmal im Endspiel siegreich durchsetzen.
Die Mannheimerinnen gingen zunächst in der vierten Minute durch Frau Kehl in Führung, die aber nach vier weiteren Minuten von Frau Le Viseur ausgeglichen wurde. Durch Frl. Degen führte Mannheim wieder 2:1; bis zur Pause schoß aber Frau Le Viseur wieder zwei Tore, so daß mit einer Pausenführung des SCC. mit 3:2 die Seiten gewechselt wurden. Nach der Pause machte Frau Kehl der Berlinerin das Kunststück nach und schoß ebenfalls zwei Tore, sodaß wieder der DfR. mit 4:3 in Führung lag. Durch Frl. Bechthold und Wedde holte sich dann wieder der SCC. den knappen Vorsprung, aber Frl. Egger schaffte in der 17. Minute den erneuten Gleichstand. Nun stand der Kampf auf des Messers Schneide. Das Tempo
nahm immer mehr zu und zwei Mnuten vor Schluß war das Glück mit den Berlinerinnen, die durch Frau Le Viseur einen sechsten und letzten Treffer erzielten.
Hindenburg Minden—MTSA.Leipzig 7:5
Nach ben Frauen betraten die beiden letzten Anwärter auf die Handballmeisterschast der Männer, die Militärmannschaften aus Minden und Leipzig, die Kampfbahn. Hindenburg Minden errang einen knappen Sieg mit 7:5( 6:3) und konnte so das erreichen, was im vergangenen Jahre im Endspiel in Stuttgart Polizei Magdeburg vereitelt hatte: die deutsche Meisterschaft.
Die Westfalen hatten einen recht guten Start. Sie führten schon nach zwei Mnuten 1:0. In der achten Minute erhöhte Strack auf 2:0 und wenig später stand es durch Roß I bereits 3:0. Minden war leicht überlegen und es sah nach einem großen Siege der Westfalen aus Zur Halbzeit lautete das Ergebnis 5:3 für Minden.
Nach der Pause blieben zunächst die Mindener im Angriff und durch Rüter gelang ihnen auch ein Tor, das den Spielstand auf 6:3 stellte. Der Sieg schien schon gesichert, aber die Sachsen gaben sich nicht geschlagen und drehten nochmals stark auf. Durch Höfer verbesserten sie auf 6:4 und der gleiche Spieler brachte auch seine Landsleute auf 6:5 heran. Nur noch wenige Mnuten waren zu spielen und diese standen im Zeichen der Sachsen, aber Mindens Tormann Körvers war nun unüberwindlich. Nach einiger Zeit machten sich bann die Westfalen wieder frei und eine Minute vor Schluß schoß Nötiger den siebten Treffer, der das Spiel zugunsten der Westfalen entschied.
Handball im Sporlkreis Gießen.
Mit dem gestrigen Sonntag haben auch diel Handballer das alte Spieljahr abgeschlossen und sind in die Sommerspielpause eingetreten. Noch einmal hatten deshalb die Mannschaften Spielabschlüsse getätigt, um nach Möglichkeit keinen Sonntag ungenützt verstreichen zu lassen. Der größte Teil aber war bereits in Ruhe, so daß der Spielbetrieb nicht allzu groß war. Immerhin fanden einige recht interessante und vor allem schöne Spiele statt. Vor allem interessiert natürlich das Jugendturnier in Lang-Göns, das einen ausgezeichneten Verlauf nahm. Die Aufstiegsspiele der 2. Kreisklasse sind beendet. Das letzte Treffen fiel durch Punktoerzicht des Tv. Grüningen aus, so daß also der To. Alsfeld kampflos um weitere zwei Punkte vorkam. Die genaue Tabelle erscheint demnächst.
Tv. Garbenheim — Tv. Lützellinden 7:14 (3:5).
Die Spieler von Garbenheim fanden sich in bie= fern auf beiben Seiten anftänbig durch geführten Treffen gar nicht zurecht, so daß es Lützellinden mit seiner jungen Mannschaft gelang, Zeitweilig mit 14:5 Toren im Vorteil zu liegen. Allmählich fanden sich dann die Platzbesitzer besser zusammen und konnten noch 2 Tore aufholen.
Tv. Allendorf (Lahn) — Tv. Heuchelheim II 10:8.
Seit langer Zeit trat auch Allendorf wieder auf den Plan. Seine Mannschaft konnte auch diesmal noch nicht in allen Teilen gefallen. Es traten Mangel auf, die unbedingt beseitigt werden muffen. Wenn trotzdem ein Sieg gelang, so ist das dem ausgezeichneten Jnnensturm und vor allem aucy dem guten Torhüter in erster Linie zu verdanken.
Tv. Dutenhofen — Tv. Haufen 11:8 (5:3).
Beide Mannschaften, die mit Ersatz antreten mußten, lieferten sich trotzdem einen mitreißenden und schönen Kamps, den Dutenhofen zwar etwas knapp aber trotzdem verdient gewinnen konnte. Tv. Dutenhofen 3gb. — Tv. Dorlar 3gb. 8:10 (3:6).
Eine sehr schöne Leistung brachte dw Sodarer Jugend fertig. Sie schlug die Einheimischen sicherer noch als das Ergebnis besagt.
Tv. Hörnsheim — Tv. Gambach 14:8 (6:3).
Wenn Hörnsheim auch langfe Zeit pausiert hat, so hat es doch gestern erneut bewiesen, daß seine Mannschaft immer noch in guter Form ist und daß sie wohl in der Lage ist, Mannschaften wie Gambach, die zu den stärksten ihres Kreises zählen, eindeutig zu schlagen.
VfB.-Reichsbahn-Leichtathlettt.
Otto Luh Gaumeisler im Kugelstoßen.
Bei den Gaumeisterschaften in Kassel war der VfB.-R. nur durch Otto Luh vertreten. Luh siegte im Kugelstoßen mit 14,75 Meter. Das ist die drittbeste Leistung, die in allen Gauen Deutschlands erzielt wurde. Im Diskuswerfen belegte Luh den zweiten Platz mit 39,20 Meter.
Die Jugendlichen starteten beim Dunlop-Sportfest in Hanau a. M. und errangen dort 6 Erste, 6 Zweite und verschiedene Dritte. Nachstehend die Leistungen der Jugendlichen des VsB.-Reichsbahn:
Jugend-Klasse A:
100 Meter: 1. Kley 11.6 Sek.; 2. Möll 11.9 Sek.- die beiden von VfB.-R. wurden glatt Sieger. Kley lief im Endlauf ein schönes Rennen Helmut Möll erzielte im Vorlauf die Zeit von 11.1 Sek Leider konnte er im Endlauf nicht mit voller Kraft
10 SB e i tsprung : 1. Kley 6,01 Meter; 2. Möll 5,84 Meter? D r e i k a m p f: 1- Kley 2653,7 Punkte; 2. Möll 2533,1 Punkte. Kugelstoßen: 2 Kley 12,29 Meter. 8 00 M e te r : 3. Horst Moll. O ly m- pifd)e Staffel: 1. VfB.-Reichsbahn 4.07 Mm., die Staffel wurde sicher gewonnen.
Jugend-Klasse B:
Kuaelftoßen: 1. Linkmann 10,49 Meter; Diskus: 2. Büdenbender 27,99 Meter; 7 5 M e - ter: 2. Mädicke 9.4 Sek. 4 - m a l - 7 5 - M e t e r - Staffel: 1. VfB.-Reichsbahn. Die Staffel wurde von den Gießenern überlegen gewonnen. Sollte jedoch wegen eines Wechselfeh^rs des S^ges verlustig gehen. Der genaue Entscheid lag bei Abfahrt noch nicht vor.
Tv.l816GleßenwiederKleismeitierimZaustball
Der Kreis 8 hat am Sonntag feine Rundenspiele in der 1. Kreisklasse durchgesuhrt und mit dieser Durchführung an dem vom Fachamt 1 des Reichsbundes festgesetzten Werbespieltaa für das schöne Sommerspiel gewirkt. Die Veranstaltung war dem Tv. Wetzlar übertragen worden, der sie auf dem dafür gut geeigneten Platz in der Bahnhofstraße (Ochsenwiese) austragen ließ.
Die Vorrunde wuroe am Vormittag und die Rück- runde am Nachmittag durchgeführt und beide Male hatte sich eine recht stattliche Zuschauermenge eingefunden, ein Beweis dafür, daß dieses Spiel in Wetzlar lebhaftem Interesse begegnet. Die Spiele, zu denen die Mannschaften der Turnvereine 1846 Gießen, Wetzlar, Ballersbach und Steinbach an- getreten waren, waren dieses Interesse auch vollauf wert, denn sie brachten ausgezeichneten Sport.
Die Mannschaft des T v. 18 4 6 Gießen, die von vornherein als starker Anwärter auf den Sieg und die Kreismeisterwürde galt, hat, obwohl sie mit zwei Mann Ersatz spielen mußte, sich auch als die beste Mannschaft erwiesen. Sie setzte sich klar an die Spitze, indem sie alle ihre Spiele gewann, hatte aber in einigen Spielen dank der guten Leistung ihrer Gegner stark zu kämpfen, bis sie sich durchgesetzt hatte. Besonders hart umstritten war die
erste Spielhälfte des Spieles Gießen — Ballersbach in der Rückrunde und in derselben Runde das Spiel des neuen Kreismeisters gegen die junge Mannschaft des Tv. Wetzlar, die sich hier sehr gut schlug. Besonders erfreulich ist der hohe Leistungsstand, den die Mannschaften der kleinen Landvereine Ballersbach und Steinbach in allen ihren Spielen bewiesen. Man darf auf Grund der am Sonntag gezeigten Leistungen erwarten, daß auch in den Spielen der unteren Mannschaften, die erst später ausgetragen werden, gute Leistungen geboten werben.
Kreismeister wurde also To. 1846 Gießen, es folgt Tv. Ballersbach mit 8:4, Tv. Wetzlar mit 2:10 und Steinbach mit 2:10 Punkten.
Spielergebnisse.
Vorrunde Rückrunde
1846 Gießen — Ballersbach 57:31 40:23
Wetzlar — Steinbach 32:31 31:37
1846 Gießen — Wetzlar 40:28 39:29
Ballersbach — Steinbach 46:33 40:27
Ballersbach — Wetzlar 43:36 34:31
1846 Gießen — Steinbach 54:26 kampflos
f. Gießen.
Kreisjugendwarte-Lehrgang des Zachamtes Zußbatt in Gießen.
Am 27. und 28. Juni fand in Gießen ein Lehrgang der Kreisjugendwarte statt, der von dem Gaujugend-Fachamtsleiter G e ß n e r (Kassel) geleitet wurde.
Am Samstagnachmittag wurde der Lehrgang durch den Leiter mit einer kurzen Ansprache eröffnet, in der er in kurzen Worten auf das Wollen und die Arbeit dieses Lehrganges hinwies. Anschließend sprach der Kreisfachamtsleiter Hugo Henkel (Gießen), der ungefähr folgendes ausführte: Gerade die Tatsache, daß man heute die Jugendarbeit planmäßig betreibe, ergebe die Bedeutung, die man der Jugend zumesse. Es sei daher eine selbstverständliche Pflicht eines jeden Teilnehmers, sich der Auszeichnung, zu dem Lehrgang berufen worden zu sein, würdig zu erweisen. Sie hätten aber damit ihre Arbeit und ihre Aufgaben noch nicht erfüllt, daß sie das hier Erlernte für sich behielten, sondern sie müßten Kampfer und Streiter für die Idee werden, die unermüdlich die Ziele vertreten und ihr Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung stellten. Ein jeder von ihnen muß auch hier suhlen, daß er in einer Gemeinschaft für die Gemeinschaft arbeitet.
Gaujugendwart Geßner sprach dann über den Fußballsport. Er führte u. a. aus: Bis zur Gründung des Deutschen Fußballbundes hatte der Fußballsport einen fchweren Weg zu gehen. Als der Weltkrieg ausbrach, da konnte man glauben, daß der Fußballsport nie mehr zur Geltung tarne. Aber der Führung des Deutschen Fußballbundes ist es gelungen, diesen Sport in den Vordergrund zu stellen. Selbst unser Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat die Wichtigkeit der Leibesübungen er
kannt, ohne die unsere Jugend nicht gesunden kann. Wenn heute die gemeinsame Arbeit zwischen Hitlerjugend und Sportjugend hergestellt ist, dann kann unsere Jugend nur oorwärtsfommen. Der Sprecher wies auf das Jungführertum hin, welches von Reichsfachamtsjugendsportlehrer Gabriel eingeführt wurde. Es gibt heute noch sehr viele, die nicht anerkennen wallen, daß ein Sportjunge von 17 bis 18 Jahren eine Jugendmannschaft schult und ausbilden kann. Diese Gegner sollen auf die Sportfelder gehen und sich die Arbeit der Oberjungführer ansehen. Die Vereinsführer sollen sich heute mehr um die Jugend kümmern. Der Gaujugendwart berichtete auch über die Einführung des Schulfußballs. Es konnte die Feststellung gemacht werden, daß unsere Stadt Gießen am weitesten voran ist. Das Fußballspiel ist ein Kampfspiel, in dem der deutsche Junge körperlich gestählt wird. Er lernt in diesem Spiel Kameradschaft, Energie und Ritterlichkeit. Es sollte heute eigentlich den Eltern nicht mehr schwer fallen, ihre Jungens in die Sportvereine zu schicken.
Nach einer Aussprache endete der erste Tag.
Am Samstagmorgen nahm der Lehrgang durch ein Referat über die kommende Jahresarbeit seinen Fortgang. Anschließend wurde in Form eines praktischen Anschauungsunterrichtes gezeigt, wie die Theorie in Praxis umgesetzt werden soll. Diese kurzen Ausschnitte der Schulungsarbeit dürsten ihren Zweck, werbend für den Fußball zu wirken, nicht verfehlt haben. Abschließend kann wohl gesagt werden, daß auch dieser Lehrgang besonders den Kreis- jugenbwarten ihre Aufgaben eindringlichst gestellt und ihre praktische Durchsetzung gezeigt hat.
Zußbatt vor der Sommerpause.
DfB.-Reichsbahn Gießen.
Die zweite Mannschaft mit 4:3 Toren geschlagen.
Die Gießener traten in Nauborn nur mit neun Mann an und vergaben dadurch die Gelegenheit eines Sieges. Wenn das Resultat trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der Gäste so niedrig ausfiel, so lag das daran, daß ein jeder der Gießener sein ganzes Können einsetzte und die Mannschaft trotzdem zu einer Einheit zusammenwuchs. Darüber hinaus spielten die Gießener auf dem kleinen Platz takttsch richttg, indem sie mit zurückgezogenem Mittelläufer spielten und die Stürmer ihre Spielweise auf Durchbrüche einstellten. Aus dem Spielverlauf ist nur zu berichten, daß die Nauborner im Feldspiel etwas mehr als die Gießener hatten, jedoch es nicht verstanden, die Gießener Hintermannschaft zu überwinden. Der knappe Sieg des Gastgebers war verdient, obwohl die Gießener gerade so gut den Sieger hätten stellen können.
Jugendsuhball.
Die erste Jugend war in Wieseck, wartete aber vergeblich auf die Mannschaft des Gastgebers und mußte daher, ohne gespielt zu haben, den Rückweg wieder antreten.
VfB.-R. 1. Jugend — Lich 1. Jugend 6:0.
Die Gießener erste Jugend war den Lichern, die zu allem Ueberfluß unvollständig erschienen waren, in jeder Phase des Spieles bei weitem überlegen und schnürte die tapfer sich wehrenden Gäste vollkommen ein. Das Resultat hätte bei weitem höher ausfallen können.
Die dritte Jugend wurde in Heuchelheim unverdient mit 3:1 Toren geschlagen. In diesem Spiele zeigte sich der Gastgeber bedeutend verbessert. Trotzdem waren die beiden Mannschaften sich in den Leistungen gleichwertig.
Die zweite Schülermannschaft erzielte ebenfalls in Heuchelheim gegen die neuaufgestellte erste Schülermannschaft des dortigen Vereins einen 3:0= Sieg.
Zugendfußball der Spielvgg. 1900.
1990 III. Jgd. — Großen-Buseck II. Igd. 0:0. 1900 II. Schüler — Garbenleich I. Schüler 3:1. 1900 III. Schüler —- Garbenleich II. Schüler 0:2.
Das Spiel der ersten Jugend gegen Leihgestern fiel aus, da auf dem Waldsportplatz ein Lehrgang stattfand.
Die dritte Jugend spielte nach langer Zeit wieder einmal und zwar gegen die zweite Großen-Busecks. Die Blauweißen dirigierten das Spiel, konnten aber nicht zum Erfolg kommen.
Einen schönen Erfolg konnte die zweite Schülermannschaft für sich buchen, indem sie in Garbenteich gegen die dortige Erste einen glatten Sieg landen konnte. Die erste Halbzeit verlief torlos. Während der zweiten Halbzeit wurde nur auf Erfolg gespielt und bald lautete das Ergebnis 2:0. Nicht lange danach fiel ein drittes Tor und erst kurz vor Schluß gelang den Platzbesitzern das Ehrentor.
Die dritte Schülermannschaft hätte gewinnen müssen, weil viele schöne Chancen herausgearbeitet wurden. Aber vor dem Tore gelang den Kleinen nichts. Garbenteich dagegen nützte die wenigen Torgelegenheiten aus.
Allendorf, der Gegner der Id-Schüler, blieb aus.
Fußball in Staufenberg.
Staufenberg — 1846 Gießen 3:1.
Die hiesige erste Fußballmannschaft stand am Sonntag der zweiten des Turnvereins 1846 Gießen auf dem Staufenberger Svortplcitz gegenüber. Die Einheimischen gewannen sicher auf Grund ihres besseren Stehvermögens und Eifers mit 3:1.
Die Schülermannschaft war Gast in Wißmar und gewann ebenfalls 4:2.
Handball der Sp.-Vg. 1900.
Am Samstag standen sich auf dem 1900-Sportplatz die Jugendmannschaft das Tv. 1846 und der Spvg. 1900 gegenüber. 1900 mußte den Stürmer Goß und den Verteidiger Schmittdiel ersetzen. In der Läuferreihe fehlten Hasenzahl und Oelemann. Gleich nach dem Anstoß begann ein flottes, fair durchgeführtes Spiel. Nach anfänglicher Führung der 1900er lagen die jugendlichen Turner bei Halbzeit mit 6:4 voraus. Doch dank dem Eifer der 1900er und der gut geworfenen Strafwürfe von Kopp kamen die 1900er wieder zum Ausgleich. Das Spiel endete mit einem Unenfchieden 11:11. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf.
Sommernachtsfest des Gießener Radfahrer-Vereins 1885
Arn Samstag veranstaltete der Gießener Radfahrer-Verein von 1885 fein Sommernachtsfest. Verbunden mit dieser Veranstaltung war die Aus- tragung des von den Diamant-Fahrradwerken gestifteten Ehrenpreises. Die Veranstaltung hatte einen guten Besuch aufzuweisen.
Für den Radballpreis hatten folgende Mannschaften gemeldet: R.-V. Teutonia Krofdorf, R.-V. 1900 Wieseck mit je einer Mannschaft sowie die erste und die dritte Mannschaft des festgebenden Vereins. Die zweite Mannschaft der Gießener war am Start verhindert. Der Wanderpreis, der von null ab alljährlich bis zur endgültigen Erringung einer Mannschaft bzw. eines Vereins ausgetragen wirb, brachte die Begegnung jeder gegen jede Mannschaft. Im ersten Spiel konnten die Wiesecker überraschend die sonst spielstarke Mannschaft von Krofdorf wenn auch knapp mit 6:7 Toren schlagen. 1885 Gießen I. schlug sodann die erst aus der Jugendklasse aufgerückte III. Gießener Mannschaft hoch mit 11:2 Toren. Im nächsten Spiel standen sich Wieseck und 1885 Gießen I. gegenüber. Auch dieses Spiel wurde eine sichere Sache der Gießener, obwohl die Wiesecker alles daran setzten, ehrenvoll zu bestehen. 8:1 lautete hier das Ergebnis. — Krofdorf konnte dann Gießen III. hoch mit 10:1 Toren abfertigen und auch gegen Wieseck mußte sich die dritte Mannschaft von 1885 Gießen mit dem gleichen Resultat geschlagen bekennen. Im letzten Spiel standen sich nun Gießen I. und Krofdorf gegenüber. Obwohl Krofdorf zu Beginn des Spieles mit einem Tor in Führung gehen konnte, mußte sich die Mannschaft doch den beiden technisch weit überlegenen Gießenern Stommel - Baum beugen und mit 12:3 Toren die Spielfläche verlassen.
Damit hatte die erste Mannschaft von 1885 Gleißen, die Bezirks- und Gaumeister Stommel - Baum mit 6 Punkten den wertvollen Wanderpreis zum ersten Male errungen. An zweiter Stelle folgte


