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nii fr Garantieschein 1711.111 _

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ausschlaggebend.

Nur der wirklich strebsame Volksgenosse, der bei­zeiten an sich selbst arbeitet, auch einmal anpackt, was sich gerade bietet, wird im Leben vorwärts kommen. Die Eigeninitiative spielt daher in jedem Falle die Hauptrolle. Die Vermittlungstätigkeit der Arbeitsämter stößt daher auf vielerlei Schwierig­keiten. Es konnte ja niemand vor Jahren die starke Aufwärtsbewegung der freien Wirtschaft mit ihren vielen Erfordernissen voraussehen, denn die vor­hergehenden Regierungen waren zumeist auf Ab-

1. Gerhard H a l l m a n n, Melker, Stuttgart- Wangen.

2. Rudolf Brune, Seidenweber, Mackenbruch (Gau Westfalen-Nord).

3. Emil Bäuerle, Kürschner, Waldsee (Gau

München-Oberbayern).

Bernhard Analmann, Ewerführer, Ham-

Oie Verkündung der Sieger im Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend

Arbeit ist Leben!

Don Paul «äugel, Gauamtsletter, Letter des Kontrollamtes jürArdettsbeschaffung.

NSG. Die maßlose Bitterkeit bei manchen Men­schen war in der Vergangenheit in vielen Fällen auf die jahrelange Beschäftigungslosigkeit bzw. Ar- beitslosigkeit zurückzuführen. Volksgenossen mit starken Energien haben zumeist weniger unter die­sem Teil selbst unverschuldeten Zustand zu leiden als solche mit schwachen Impulsen. Die Spannkraft als Voraussetzung der Arbeitsfreunde erhält sich jedoch nicht bei Mutlosigkeit und Kopfhängenlassen frisch und einsatzfähig, sondern wird sich nur dem­jenigen erhalten, der die Pflege seine Energien nicht versäumt, d. h. der auch wahrend der Zeit sei­ner kürzeren oder längeren Erwerbslosigkeit nicht wartet, bas ihm gelegentlich die gebratenen Tau­ben in den Mund geflogen kommen, sondern sich täglich bemüht, notwendige geistige und körperliche Nahrung zu sichern und darüber hinaus auf seine berufliche und sonstige Fortbildung bedacht ist.

Wie notwendig dies ist, beweisen täglich unzäh­lige Fälle, wo diese Versäumnisse sich bei dem ein­zelnen nachteilig bemerkbar machen; kommt dann einmal eine Arbeitsmöglichkeit bzw. eine Erwerbs­möglichkeit, dann sind diese Volksgenossen wohl in der Lage, ihren Beruf bzw. ihre frühere ausge­übte Tätigkeit nachzuweisen und dies nötigenfalls mit Zeugnissen oder Bescheinigungen zu besegen. Das ist aber auch alles. An eine weitere Ver­vollkommnung, geschweige eine mit der Zeit gegebene notwendige Umschulung oder Anpas­sung lst nicht gedacht worden. Wertvolle Zeit; oft Jahre, hat man unnütz verstreichen lassen, auch Hinweise der Partei, der Arbeitsfront, der Arbeits­ämter und der Industrie und Handelskammer ließ man unbeachtet, man war eben zu bequem, an sich selbst zu arbeiten, um sich auf der Höhe zu hal­ten. So kommt es dann, daß sich in vielen Fällen

Thüringen).

Werner Christa hl, Dentist, Königsberg. Otto Liesenmeier, Winzer, Stetten (Gau

Saarpfalz).

Hans Braun, Student, München.

Theodor P e tz o l d , Fachschüler, Danzig.

Fritz Caspar, Chemiearbeiter, Oppau (Gau Saarpfalz).

Johann G e r s p a ch e r, Kaufmann, Baden.

Mitternacht ist längst vorüber, denn jedes Duett, jede Arie, jede Cavatine hatte wiederholt werden müssen, als mit einem leisen Paukenwirbel der Schlußteil einsetzt. Unter den Kastanienbäumen im Park löst sich, begleitet von kichernden Geigen und Celli, das Gewirr schmerzlicher, launenhafter und toller Verkettungen in ein durchsichtig heiteres Kam­merspiel auf. In die übliche Schlußaufforderung der italienischen Opern:Al ballo! Al gioco! prasselt wie Hagelschauer der Beifall.

Aber das ärmliche Leben in Wien ging seinen Gang weiter. Was bedeutete schon dieser verschuldete Hofmusikus, der um Schüler betteln geht und kaum zwei oder drei zusammen bekommt! Die Zeitungen brachten nur eine kurze Notiz. Der Intendant Graf Rosenberg machte ein kaiserliches Verbot der Dakapo-Rufe bekannt,um die für das Singspiel bestimmte Dauerzeit nicht zu überschreiten". Zwei­mal wurde derFigaro" noch aufgeführt; dann kam die neue Oper von Martin y SolerLa cosa rara. Zum erstenmal sah man in Wien, von schwar­zen und rosa Dominos getanzt, den Walzer auf der Bühne. Die Stadt raste vor Entzücken. DerFigaro" geriet in Vergessenheit. In Mailand, Florenz und Neapel wurde er ohne Erfolg aufgeführt; es war zu unromanisch, diesesitaliänische Singspiel". In Berlin hörte man lieberDoktor und Apotheker von Dittersdorf oder dieLiebe im Narren­haus". Nur in Prag spielte die Bondinische Truppe einen ganzen Winter, langFigaros Hochzeit", mußte jeder Harfenist auf der Bierbank dasNon piü andrai zupfen, wurdenichts geblasen, gespielt, gesungen und gepfiffen als ,Figaro'.

Fünf Jahre später, in jenem Dezember 1791, da man in Wien nichts sang als die Melodien der Zauberflöte", ist Mozart gestorben, kaum sechsund­dreißig Jahre alt. In einem Armengrab vor der Stadt ist er verscharrt. Niemand weiß wo.

Walter Schwerdtfeger.

13. Helmut Sieger, Kunstglasbläser, Neuhaus (Gau Thüringen).

Hans Sander, Bankangestellter, Offenbach. Wolfgang Arndt, Friseur, Altenburg (Gau

ein Mangel an perfekten Arbeits - ' k r ä f t e n bemerkbar macht, manche Einstellung unterbleibt, die Unterbringung langjähriger Er­werbsloser wird schwieriger und die Arbeit muß dann von anderen mitgeleistet werden oder die Be­triebe müssen gar zu Überstunden übergehen.

Der Wille, der den Menschen beseelt, ist da­her ausschlaggebend für sein Wollen und für den Erfolg. Der erwerbslose Volksgenosse kann nicht einfach sagen, ich kann diese und jene Forderung bzw. Leistung nicht erfüllen, denn ich hatte ja kein Einkommen, um meine Weiterbildung zu betreiben, nein, mein lieber Volksgenosse, du hattest keinen Willen denn wo ein Wille ist, da ist auch em Weg schon lange konntest du als stellensuchender Handlungsgehilfe Stenographie und Schreibmaschine schreiben erlernen, denn Zeit hattest du in über­reichem Maße. Durch eifriges Selbststudium läßt sich unendlich viel erreichen. Ein Werksmann, der als Dreher, Schleifer oder Schlosser schon lange nicht mehr in seinem Fach tätig war, muß ebenso darauf bedacht sein, Schritt zu halten. Durch regen Austausch mit Berufskameraden wird man stch stets auf dem laufenden halten können und manche betriebliche Neuerung oder vervollkommnete werk- männische Fertigkeit dazu lernen, um dann durch eifriges Selbststudium stets einsatz- und oerwen- dungssähig bereit zu stehen. Denn wer rastet, der rostet.

Die Arbeitsämter bzw. die Vermittler werden m den meisten Fällen beratend zur Seite stehen kön­nen, um durch Hinweise und Auskünfte auf manche beruflich notwendige Umschulung hinzudeuten. Auf keinen Fall darf es so sein, daß beispielsweise in einer Blechverarbeitungs-Fabrik, nur deshalb dauernd verheiratete Doppelverdienerinnen beschäf­tigt werden, weil eben keine männlichen Facharbei­ter vorhanden sind; hier hat der Betriebsfuhr/r oder Betriebszellen-Obmann die Pflicht, frühzeitig auf einen solchen Zustand hinzuweisen, damit ge­gebenenfalls durch die Arbeitsämter berufener»

Wie man Granaten fiW.

Auf ein eigenartiges Gewerbe macht H. v. P h i - [ippoff aufmerksam, das er zufällig bei einem Besuch an der Ostsee kennengelernt hat und von dem er nun in Velhagen und Klasings Monats- beften erzählt. Er lernte einen Fischer in dem fleinen Hafen des Dorfes Laboe kennen, mit dem er einmal auf den Fischfang hinausfahren wollte. Der Fischer erklärte ihm aber, daß sie am nächsten Tag nicht Sprotten, sondern Granaten fischten. Und auf die erstaunte Frage, was das wäre, teilte er weiter mit, daß Schießübungen unserer Kreuzer wären, zu denen auch sie auf See hinausführen, um die verschossenen Granaten vorn Meeresboden auszulesen und an das Depot zu verkaufen. Der Verfasser durste die Fahrt mitmachen. Bald hatten

bürg.

12. Günter Leuschner, Maschinenbautechniker, Breslau.

1. Nora H ü b b e, Photographin, Gauting bei München.

2. Hildegard Vogel, Alleinmädchen, Wurzburg.

3. Gertrud Sand weg, Schneiderin, Wildau bei Berlin.

4. Elsa Förtsch, Karbflechterin, Weidhausen bei Koburg.

Feierstunde I: im Reichsehrenmal Tannenberg !

Hohenstein, 29. April. (DNB.) Mittwoch ' mittag ehrte die deutsche Jugend in einer schlichten Feierstunde im Reichsehrenmal Tannenberg das ( Andenken des großen Feldmarschalls des Weltkrieges. Die Wettkampfteilnehmer hatten in dem weiten Rund des Reichsehrenmals Aufstellung genommen. In dem breiten Mittelgang waren Ehrenformationen der SA., SS., des Arbeits­dienstes und der HI. aufmarschiert. Hell leuchtende Sonne lag über der monumentalen Gedenkstätte.

Musikklänge leiteten die Gedenkstunde ein. Don der Zinne der Ringmauer des Ehrenmals ertönten helle Fanfaren. Eine Kantate der Jugend kündete dann in Wechselrede und Sprechchor von der Ge­schichte des Ostlandes, vom Großen Krieg und vom Werden des Dritten Reiches.

Der Reichsjugendführer erklärte in einer kurzen Ansprache u. a.: Die besten Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen des Deutschen Reiches wollen hier in einer Feierstunde an der Gruft eines Man­nes, der zu den ersten Arbeitern der deutschen Ge­schichte gehörte, ein Stück jener tiefen Dan­kesschuld abtragen, die die deutsche Jugend Paul von Hindenburg gegenüber empfin­den muß. Im Namen der ganzen deutschen Jugend grüße ich in dieser Stunde den toten Generalfeld­marschall, den Befreier des deutschen Ostens, das Vorbild der deutschen Jugend. Paul von Hindenburg ist nicht tot. Er lebt in uns und in unserer Arbeit. Nach diesen Gedenkworten trat der Reichsjugendführer in die Hindenburg- Gruft und legte am Sarkophag einen Lorbeerkranz nieder mit der InschriftDem großen Feldherrn des Weltkrieges. Der Reichsjugendführer." Während der Reichsjugendführer in der Hindenburg-Gru t weilte, ehrte die deutsche Jugend den toten General­feldmarschall mit dem deutschen Gruß.

Zn der Königsberger Scblageterhalle.

Königsberg, 29. April. (DNB.) Der Reichs­berufswettkampf der deutschen Jugend 1936 fand am Mittwochabend seinen festlichen Abschluß. Zum I letzten Male versammelten sich die 650 Jungen und : Mädel, die zum Reichsberufswettkampf aus allen : deutschen Gauen in Königsberg zusammengeströmt

sie das Kreuzergeschwader erreicht, dessen Schiffe in Kiellinie Aufstellung genommen hatten. Sie fuhren an dem ZielschiffZähringen" vorbei, einem unheimlichen Schiff, an dessen Bord kein Mann ist, und das von einem Tender aus ferngelenkt wird. Unzählige Male haben schwere Geschosse Panzer und Aufbauten des alten Linienschiffes durchlöchert, aber es ist vom Kielraum bis zur Kommandobrücke mit Kork belegt, weil es sonst in wenigen Minuten absacken würde. Der jüngste und kräftigste der vier Fischer an Bord des kleinen Kutters, der bereits drei Paar dicke Hosen, zwei wollene Strickhemden und eine Lederjacke ange­zogen hat, wird nun in den unförmigen Taucher­anzug aus rotbraunem Gummi gesteckt, der Brust­panzer wird angeschraubt, der kugelrunde Helm daran befestigt, die Riesenstiefel werden mit dicken Bleisohlen beschwert. DieZähringen" hat sich jetzt in Bewegung gesetzt, und der Kapitän läßt den Motor des Kutters an. um in einem Kilometer Entfernung zu folgen. Plötzlich fangen die Kreuzer- geschütze an zu donnern; die Granaten sausen heran und lassen gewaltige weiße Fontänen auf­brausen. Der erste Schuß ist, wie immer, zu kurz, der zweite zu lang, das dritte Mal ist der Voll­treffer da. Ein Beobachter hat ein Notizbuch ge­zogen und notiert sich die Einschlagstellen. Sobald das Schießen beendet ist, stampft der Kutter aus aller Kraft nach den Einschlagstellen, um eine rote Boje, mit Nummer 4 gekennzeichnet, da festzu­machen, wo man eine Granate am Meeresboden vermutet; er muß der Konkurrenz der anderen vier Kutter, die dasselbe Ziel haben, zuvorkommen. Als genügend Stellen markiert find, beginnt die Suche nach den Granaten. Der Taucher springt über Bord, und im Kutter bemüht man sich, nicht abzutreiben und Sianalleine und Luftschlauch in Ordnung zu halten. Auf einmal zieht sich die Signalleine straff. Hat, hat!" schreien die Fischer, ein bleibeschwertes Seil wirb in die Wellen geschleudert, und nach einer Minute wird die Signalleine wieder gezogen, bann das geworfene Seil heraufgeholt, mit dem eine Granate zum Vorschein kommt. Der Kapitän spuckt seinen dunkelbraunen Priem aus.Das sind schon sieben Mark heute", lächelt er,soviel bekom­men wir von der Marine dafür." Der Taucher steigt mehrmals herauf und aeht wieder hinunter. Man kann nur an dieser Stelle in der Ostsee Gra­naten fischen, denn mir hier ist es bloß sieben Meter tief, der Grund ist frei von Schlick und Tang, und die Strömungen sind sehr schwach. Die Gra­naten werden gefischt, weil die Marine sparen will, denn eine Uebungsgranate, ein Geschoß ohne Ladung kann bis zu zehn Mal verschossen werden, ; ehe es von den Gasen im Geschützlauf und vom Salzwasser so zerfressen wird, daß esscheel" wird [ und zur Verschrottung kommen muß.

Württemberg).

Hermann Huber, Zuschneider, Pirmasens.

Hans Asmussen, Stellmacher, Osterstedt (Gau Schleswig-Holstein).

Heinrich Wiegand, Elektroinstallateur, Har­leshausen (Gau Kurhessen).

Franz Polster, Werkzeugmacher, München.

Heinrich Weniger, Retuscheur, Leipzig.

Rudolf «Seif f ert, Papierwerker, Krossen a. d. Mulde (Gau Sachsen).

10. Wilhelm Heuberger, Maler, Haar (Gau

Koblenz-Trier).

Hans Busch, Förster, Steinbusch über Wol- benberg (Gau Kurmark).

19. Alfreb Lang, Bergmann, Schaffhausen (Gau

gesetzt

Die' Lichter erlöschen. Aus traumhafter Ferne i huschen bie Anfangstakte der Ouvertüre heran. Fau- : nifch springt ein Fagott in das glasklare D-dur der Streicher Wie aus der Schale eines Brunnens er- 1 meßen sich die Skalen der Bläser in sprühenden Kas­kaden in das Nebenthema. Zärtlich-dunkles A-dur wiegt sich unter dem silbrigen Flimmern der Geigen, chießt in wildem, wirbelndem, glitzerndem Presto empor und mündet in die mit rauschenden Fanfaren endende Coda. Der Vorhang geht auf.

Aus der politischen Satire vorn Niedergang des ancien regime ist eine amüsante Schloßkomödie der Rokokozeit geworden. Zart, duftig, verschleiert, voll märchenhafter Grazie und doch von ferner Wehmut durchzittert ist diese Musik, wie die Bilder Wat­te aus. Nicht der Kampf des erwachenden Dritten Standes gegen die überalterte Feudalherrschaft wird gezeigt, auch nicht die verzerrten Gestalten der opera buffa, sondern Menschen und ihre Verwirrung der Gefühle an diesemtollen Tag". Der Kammerdiener Figaro ist weder ein kriecherischer Lakai noch em boshafter Intrigant; er scheint eher aus Nlederofter- reich als aus Sevilla. Ein wenig schwermütig, em wenig grüblerisch, so zeichnet ihn das Synkopen­motiv der Bässe und Fagotte. Nicht der aufflam­mende Haß des Unterdrückten ist es, sondern die Seelenstimmung des zwischen Schmerz und ohnmäch­tiger Wut hin- und hergerlssenen Liebenden, wenn er sich ausmalt, wie er mit seiner chitarrma dem Grafen zum Tanz aufspielen wird.

Mozart blickt von seiner Partitur auf. Vor dem Chor der Bauern und Bäuerinnen steht fetzt Figaro und beginnt seine ironische Arie auf den verliebten Pagen Cherubino, den der Graf zu fernem Regiment schicken will:Non piü andrai, farfallone amoroso . Das Orchester, das sich seinem spöttischen Baß an- schmiegt, wird allmählich zur martialischen Banda mit Bässen und Pauken, sogar die bei Mozart seltenen Trompeten schmettern dazwischen wenn Figaro schließlich den Pagen, dem das Herz wenig nach Krieasruhm steht, mit Stentorstimme anfeuert. Cherubino, alla vittoria! Alla gloria mihtar. Da : hebt unten der kleine Mann im karmesinroten Frack die weißen zierlichen Hande Tuttl-Emsatz, über- ; raschend brechen sie los: Violinen, Celli, Basse, Flöten, Oboen, Fagotte^und.Harner, trompeten, , Pauken und Posaunen Im kriegerischen Fortissimo stampft der Marschrhythmus durch das im Beifall

Maros Hochzeit."

Oie Geschichte einer Oper.

Die Aristokratie von Wien drängte sich am Abend des 1. Mai 1786 in den kleinen Logen des weitz- goldenen Theatersaals im alten Ballhaus an der Hofburg. Auf dem Theaterzettel stand die Urauf­führung eines neuen italienischen Singspiels::Le nozze di Figaro, nach dem französischen Lustspiel des Herrn von Beaumarchais bearbeitet von Hrn. Abb. da Ponte, Theatralpoeten; die Musik dazu ist von Herrn Kapellmeister Mozart. Ann Selina S t o r a c e, die beliebteste Koloratursängerin Wiens, mit den schönen Augen, dem weißen Busen und der engelgleichen Stimme spielt die Suzanne, Benucci den Figaro. Michael O Kelly singt den Basilio. Die Damen tuscheln hinter Spitzen­fächern die neueste Skandalgeschichte des Signor da Ponte, eines oenetianischen Abenteurers, Spielers und Frauenjägers von dunkler Herkunft, Günstling des Kaisers und des spanischen Gesandten, der in der schwarzseidenen Soutane des Abbate nn Parkett sitzt. Mozart? Ein insolenter Bursche. Der Hof­marschall des Erzbischofs von Salzburg hat ihn mit einem Fußtritt aus der Anticharnbre herausbefor- der! MMich, ein freier Bursche D.e Mustk zu feiner OperDie Entführung aus dem Serail hat er zufammrngestohlen, erklärt Graf Zinzendorf, zudem übertäube er die Sänger oft seinem vollen accompagnement. Aber dieses Stuck das _ feit Jahren das Ereignis der Bühnen ist, dessen Auffüh­rung der Kaiser noch vor kurzem verboten Hütte, diese Oper ist eine Sensation. Sieben Jahre lang hat der Verfasser kämpfen müssen, ehe er chtt Unter- stitimna der Königin Maria Antoinette die Auffuh- rung "durchsetzen" konnte.Das Ist abscheulich! Dos wird niemals gespielt werden! hatte Ludwig X V. ausaeS als er das Manuskript gelesen hatte. Drei Jahre'später lachten im Schloß des Grafen von Vaudreuil die Prinzen, Herzoginnen und Marquisen über die geistreiche Komödie. Spurten sie nicht, daß es der Auftakt zum Totentanz des Rokoko war, über ben sie lachten? Bald werden die Pikennianner aus der Dorstadt St Antoine die duftigen Rofenhame

blaß, sehr nervös, unter der aepuderten Perücke ein Kindergeficht mit großer Nase und kurzsichtig her­vorquellenden Augen, im Galakleid am Pianoforte und spielt dem Kaiser Partien aus seinem Werke vor. Die Einstudierung wird befohlen und die Auf­führung von da Ponte gegen den Widerstand der italienischen Sänger und des Intendanten durch­

waren, in der festlich ausgeschmuckten Schlageter­halle, die schon lange vor Beginn der Kundgebung | bis auf den letzten Platz gefüllt war. Kurz nach 20 Uhr traf der Reichsjugendf u h r e r in Be­gleitung des Gauleiters K o ch in der Schlageterhalle ein. Darauf nahm die Kundgebung mit einem chori- scheu SpielO l y m p i a d e r A r b e i t" von Wolf­gang Brockmeier ihren Anfang. Obergebiets- führer A x m a n n , der Schöpfer und Leiter des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend, er­öffnete die Abschlußkundgebung und begrüßte die zahlreichen Ehrengäste.

Neichsjugendführer Baldur v. Schirach ergriff dann das Wort. Es sei das dritte Mal, so er­klärte er u. a., daß die Sieger im Berufswettkampf der deutschen Jugend bekanntgegeben würden, das dritte Mal, daß dieses gewaltige Werk, das Arbeits­front und Hitlerjugend gemeinsam geschaffen haben, durch die Nennung der Namen der besten deutschen Jungarbeiter und -arbeiterinnen dem ganzen deut­schen Volk seinem Abschluß zugeführt werde. Der Reichsjugendführer knüpfte hierbei an die Feier am Reichsehrenmal Tannenberg vor der Gruft des toten Generalfeldmarschalls an: Unser Berufswett­kampf dient dem Gedächtnis dieses gro­ßen Toten. Er ist zugleich ein Bekenntnis zU dem großen Lebenden, dem wir uns verschworen haben. Der Reichsberufswettkampf ist em Gelöbnis der Jugerch, dem Vorbild der deutschen Arbeiter auch in aller Zukunft treu zu bleiben. Er ist zugleich ein Bekenntniszudemhöchsten Adel, den Adolf Hitler dem deutschen Volk prokla­miert hat, zum Adel der Arbeit.

Anschließend nahm der Reichsjugendführer ge­meinsam mit Dr. Ley die G i eg e r d e r t ü n b u n g vor. Unter dem sich beständig erneuerndem Beifall verlas er Namen auf Namen der Reichssieger. Die Jungen und Mädel traten auf das Podium herauf und'empfingen vom Reichsjugendführer das Ehren­zeichen des Reichsberufswettkampfes. Dr. Ley und Baldur von Schirach drückten dann jedem von ihnen die Hand.

Oie Namen der Neichssieger.

[ Die Namen der Reichssieger im Reichsberufs- > wettkampf, die am 1. Mai vom Führer imHaus i des Reichspräsidenten" empfangen werden, lauten t wie folgt:

werden. Ebenso unerträglich sind die Zustände, wenn die Beschäftigung männlicher Volksgenossen allein daran scheitert, daß es immer noch Arbeit­geber gibt, die sich von den sogenannten weiblichen Doppelverdienerinnen nicht zu trennen vermögen, oftmals wird diese Beschäftigung mit den für den Betrieb notwendigen Spezialkenntnissen dieser Mit­arbeiterinnen begründet, aber bei einigermaßen gutem Willen ließen sich ebenso gut nach erfolgter Einarbeitung diese Plätze durch männliche Volks­genossen besetzen. So ist überall nur der gute Wille

tungsbeamte wieder kein Dreher, Schlosser oder Mechaniker sein kann.

Halbheiten gibt es eben nicht. Man kann nicht Nationalsozialist sein, um auf der einen Seite das Leistungs- und Führerprinzip anzuerkennen, um es in diesem oder jenem Falle nicht anwenden zu wol­len, hier gibt es keine Kompromisse. Die L e i st u n g wird daher jetzt und in aller Zukunft allein aus­schlaggebend sein für den einzelnen wie für die Werks- und Betriebsgemeinschaft zum Wohle unse­rer großen deutschen Volksgemeinschaft. Darüber muß also volle Klarheit herrschen. .

Wenn wir nun zum Tag der Arbeit, am 1. Mai, Rückschau halten und eine bisher noch nie dage- wesene Entwicklung deutschen Fleißes bewundern dürfen, dann wollen wir alle, ein jeder an feinem Platz, mitarbeiten an dem großen Aufbauwerk, da­mit auch der letzte deutsche Volksgenosse Arbeit und Brot erhält. Denn Arbeit ist Leben. Mil­lionen deutscher Volksgenossen, die nach jahrelanger Erwerbslosigkeit wieder Arbeit und Brot und damit ihre Lebensfreude zurückerhalten haben, werden dies bestätigen.

wandte Volksgenossen zur Einarbeitung veranlaßt I bau und nicht auf den Aufbau eingestellt. Wenn werden. Ebenso unerträglich sind die Zustände, sich daher heute in den verschiedenen Berufen ein --- " Mangel an einsatzfähigen Leistungs- und Qualitätsarbeitern bemerkbar macht, dann müssen alle die in Frage kommenden Stellen, Industrie- und Fachzweige, mit den Arbeitsämtern, der Deutschen Arbeitsfront und nicht zuletzt der Erwerbslose selbst, noch mehr als bisher alles daran setzen, diese Mängel auszugleichen.

Auch die bevorzugte Unterbringung von verdien­ten Volksgenossen wird nur nach deren lei­stungsmäßigen beruflichen und fach­lichen Eignung möglich sein. Es ist auch nicht so, daß es bei Verwaltungen oder Organisationen bei Reichs-, Staats- oder Parteistellen Positionen zu besetzen gibt, wo mit Rücksicht bevorrechtigter Verdienste, fachliche Eignung, Wissen und Können eine untergeordnete Bedeutung spielen dürfte. Ebenso ist es im Privatbetrieb. Wer mit solchen Gedanken kommt, dem ist nicht zu helfen. Der Buchhalter muß eben feine Buchhaltung verstehen wie der Techniker sein Fach beherrschen muß. So kann der Metzger kein Arzt sein, rote der Verroal-

^Dk^Somöbk hatte da Ponte zu -'nem Libretto verarbeitet, auf den Vorschlag des lUNgen Wolfgang

Kein Name für das Theater an der Burg^ Em

W «nun, klein, hager, rauschende tzaus.