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Kultur

ohne viel menschliches Zutun neues Wachstum

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sicht lein, von der leichten Möglickkeit Gebrauch ? mrtfhpn i'ihpr die Verbindungen Frankreichs ZU

Fremde gegenüber zuhause gebliebenen verarmten

Vettern erlauben können, ohne einen Rückfall in

qlichenbeit und Gegensätzlichkeit. die das ganze ame­rikanische Leben beherrschen. Als Angehöriger eines Kulturvolkes mit einer tausendfäb'-iaen Ge­schichte ist man leicht geneigt, an diesen Widersprü- chen Kritik tu üben. Doch sollte man in dieser Be- üehunq vorsickttg sein und niemals vergessen. daß das heutige Amerika in unglaublich kurzer 3eit ge- schaffen worden ist. Dabei fiel die überschnelle Entwicklung in eine Zeit, die nur den grenzenlosen Individualismus gelten ließ. Unter diesen Umstan- h-»n wird man Harmonie wohl nicht erwarten

W

Rumäniens Außenpoliiik.

Nationale Führer fordern Zusammen­arbeit mit Deutschland.

B u k a r e st, 27. Nov. (DNB.) In der KamE unterzog der Führer der Nationalchristlichen Part«, G o g a , die Außenpolitik Rumäniens einer aus­führlichen Kritik. Entschieden wandte sich Gaga gegen ei ne Erweiterung der n d nisse zwischen der Kleinen Entente, der sowjet- russische Beistandspakt entspreche weder den Inter­essen Rumäniens noch den Interessen Jugoslawiens. Die zwischen Polen und der Tschechoslowakei be° stehendem Gegensätze seien mit dem polnisch-rumä­nischen Bündnis schwer zu vereinbaren. Goga er­innerte an die Interessengemeinschaft Rumäniens und Frankreichs während des Weltkrieges. Ge­rade Frankreich fei es aber gewesen, das seinerzeit Rumänien in der Bekämpfung des Bol­schewismus bestärkt habe. Die Regierung Blum entspreche nicht mehr der traditionellen Linie jenes Frankreich, dem sich Rumänien immer ver­bunden gefühlt habe. Die Trübung der rumänisch- italienischen Beziehungen sei vor allem auf die Teilnahme Rumäniens an der Sanktianspolitir zurückzuführen.

Lorenz-Rundfunkgeräte in den Preis- 76, bis RM 395, Fachgeschäften.

Hat Amerika wieder Hoffnung?

Oie amerikanische Landwirtschaft wandert nach Westen.

Bon Dr. Friedrich Sohn.

M>. 10. Mit 4,80 3M >tuttgarl. - ünschen fann, Wert geleat erprobt jnro, nb M, aus Mache 2n» die Eingabe Naischlä-rn

chchiitzi. Der m experimk' Garten, hcs ist, der AD

gute Dienst

Ein deutscher Protest in Oslo.

Oslo. 27. Nov. (DRV.) Der norwegische Außenminister kohl empfing am Donnerstagmil- lag den deutschen Gesandten Dr. Sahm. der im Auftrage der deutschen Reichsregierung den bereits angekündigten Schritt in der Angelegenheit der Verleihung des Friedenspreises an Karl von Ossietzky unternommen hat.

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N*g, Schule bet in der neuen des Jahre; ist, eine aus freie schöpfe. Kriegführung fenb zusam- gerecht durch» > führen-. Die en, für den vorbereitend sie nicht aus»

entstanden. ,

Von Landwirtschaft ist zunächst kaum etwas zu sehen. Rur ab und zu entdeckt man eine spezialisierte Farm, eine Hühnerfarm oder einen Gemüsebetrieb. Auch an verschiedenen Milchfarmen kommen wir vorüber. Es mehren sich die Anzeichen, daß wir uns hier in einem Wochenend - u n b Ausflugsgebiet d e r Neuyorker befm- < den. Wenn auch das Land mit Steinen reich ge- ; segnet ist, wenn die Fruchtbarkeit zu wünschen < übrig läßt und wegen der Unebenheit nur ein Teil , des Landes sich für den Ackerbau eignet, so muß es , doch verwundern, daß die Landwirtschaft in un- mittelbarster Nähe der großen Verbrauchszentren : eine so geringe Rolle spielt. Wir haben hier eine ; Frage angeschnitten, bei der wir einen Augenblick verweilen müssen: Wir in Deutschland leiden ^unter einer Landnot; jedes Fleckchen Erde muß «usge- ' nutzt werden, um die Ernährung des Volkes zu sichern. In Nordamerika dagegen herrscht em Ueberfluß an Land, nur der geeignet st e Boden braucht für die landwirtschaftliche Erzeugung in Anspruch genommen zu werden. Auf einer Fläche, die 13mal so groß ist wie das Deutsche Reich wohnen nur doppelt soviel Menschen.

Auch in der Gegend, in der wir uns jetzt gerade befinden, hat die Landwirtschaft einmal eine viel größere Bedeutung gehabt. Bevor die Siedlungs­welle in die fruchtbaren Ebenen des inneren Kon­tinents vorstieß, saßen hier viel mehr T^orrner. Sie konnten sich nicht mehr halten, als derMittlere Westen" seine aus jungfräulichem Boden gewon­nenen Erzeugnisse zu billigsten Preisen an den Markt warf. Die Verbesserung des Verkehrswesens gab den ostamerikanischen Städten die Möglichkeit, sich aus entfernteren Gebieten zu versorgen. Viele Farmer in den weniger fruchtbaren Gebirgsgegen­den des Oltens find in der zweiten Hälfte des vori­gen Jahrhunderts und auch in den lebten Jahr- zehnten durch die wirtschaftlichen Verhältnisse ge­zwungen worden, ihre Farmen aufzugeben. Viele von ihnen haben, Tausende von Kilometer weiter westlich unter günstigeren Natürlichen Bedingungen eine neue Heimat gefunden. Der Wald eroberte das Land zurück, das ihm die ersten Siedler in zäher Arbeit abqerunqen hatten.

Wäre unsere Zeit nicht so knapp bemessen, so könnten wir in einsamen Tälern den Svuren ver­lassener Siedlungen nachgehen. Ich erinnere mich lebhaft solcher Entdeckungsfahrten, die ich vor Jah­ren an anderer Stelle im Staate Neuyork und auch im nordöstlichsten Teil der Union, den Neu-Eng­land-Staaten. machte. Niemals werde ich ein ein- fnmos Gebircwtal in New Hamvshire vergessen, wo ich falt alle Farmen in verfallenem oder halbver- fcttmem Zustand vorfand. Nur jede zweite ober trifte Farm war noch bewohnt. Die verlassenen Rohbauten befanden sich mitten im Verfall, die Felder und Weiden wurden wieder von Sträuchern und Baumen üherwuch"ri. In den noch bewohnten Raufern fand ich nur alte Leute, die sich nicht zum . Verlallm der Heimat entschließen konnten und hier hort T"d erwarteten. Sie bauten nur das zum , Heben Natmendiaste an und wurden vielfach von i ihren Kindern, die iraendmo anders ein mues Le­ben gegründet batten mit Geld unterstützt. Auf manchen verlassenen Höf-m sand man die Gräber der lebten B^wahner. Ueherall in hm Gebirgs- mäldern her östlichen V»reinigten Staaten finden sich die Sm'ren solcher Siedlungen, die vielfach sch^n nnr Sir»hr3ehnhn verlass-'n wurden.

D»e West Wanderung in der amerikanischen OnnhmrtWm-ft hat in her Nachkriegszeit, besonders in der Zeit von 1920 bis 1930. noch einmal einen mächtigen Auftrieb erfahren. Die Landwirtschaft Nordamerikas hat bis heute noch nicht einen Zu­stand erreicht, den man als einigermaßen dauerhaft ansehen kann. Diese Unbeständigkeit ist eine Be­sonderheit der amerikanischen Landwirtschaft, hie uns auf unterer Reife noch öfter beschäftigen wird.

ursprüngliche Abhängigkeit befürchten zu brauchen.

Es gibt aber Wechselwirkungen zwischen alter und neuer Welt, die unabhängig von dem Zuge zu einheitlicher panamerikanischer Frontbildung ftucht- barer Entwicklung fähig find und sehr wohl durch Macht- und Schwerpunktsoerschiebungen innerhalb Europas stark beeinflußt werden können, gerade zugunsten derjenigen Beoölkerungsgruppen, die bis­her hüben wie drüben auf den gegenseitigen Ver­kehr und Güteraustausch den geringsten Einfluß auszuüben vermochten. Hierbei kann das unter schweren Geburtswehen entstehende neue Spa­nien eine wichtige Vermittlerrolle spielen.

Nicht umsonst vollzog sich seit der Jahrhundert­wende mit dem politischen Bedeutungswandel der geographischen Lage der iberischen Halbinsel eine bemerkenswerte Wiederbelebung und -kräs­tig u n g spanischen Volkstums. Die über­mäßige Beanspruchung während der Entfaltung des spanischen Weltreiches führte dazu, daß Spanien um 1650 die Hälfte seiner Bevölkerung verloren hatte und nur noch 4 400 000 Einwohner zahlte. Im Jahre 1800 war diese Bevölkerung wieder auf 10 451 000 gestiegen, nahm aber das ganze 19. Jahr­hundert hindurch nur langsam zu, um von 1900 bis 1933 von 18 132 475 auf 22 242 000 anzuschwel­len. Die jährliche Zuwachsrate stieg von nur 0,32 v. H. im Jahre 1897 aus 1,13 v. H. im Jahre 1933, d. h. höher als die italienische.

Aus der anderen Seite des Atlantik gingen aus jahrhundertelanger Wirrnis unter bestimmendem Einfluß spanischer (ober portugiesischer) Rasse und ~ ~ neue Staatsvölker hervor, die sich

Lin Beistandspakt mit Sowjetrußland, zu dem Rumänien durch Frankreich gedrängt würde, hätte eine Vernichtung des polnisch-rumänischen Bündnisses bedeutet. Der BesuchAntones- cus in Warschau werde die Fehler der Vergangenheit gulmachen und dem weiteren Ausbau der polnifch-rumänischen Beziehungen angesichts der bolschewistischen Gefahr dienen. Entschieden wandte sich Goga gegen jedes Zusammengehen mit Sowjetruh- land, das für Rumänien, welche Ergebnisse es auch haben sollte, nur verderben­bringend sein könne. Die europäische Zivili­sation müsse dem deutschen Volk dank­bar für die Stühe und Anfeuerung sein, dies von ihm in der Bekämpfung der bolschewisti­schen Gefahr erhalten habe. Eine Normalisie­rung der Beziehungen zu Deutschland fei so­wohl vom Standpunkt der wirtschaftlichen In­teressen Rumäniens wie auch von dem der Un­antastbarkeit seiner Grenzen notwendig.

Im Senat hob der frühere Ministerpräsibent Jorga ebenfalls hervor, daß das deutsche Volt ein wichtiger Faktor in der europäischen Politik sei. Der frühere Hanbelsminister Manoilescr übte scharfe Kritik an der Überschätzung des Völker- bunbes und wandte sich mit aller Entschiedenheit gegen ein Zusammengehen Rumäniens mit Sowjet- rußland. Auch Manoilescu trat mit Nachdruck für eine Besserung der Beziehungen zu Deutschland eiy. Er stellte fest, daß Deutschlands Politik keinesfalls den Interessen Rumäniens entgegengesetzt sei und daß demgemäß alles zum Ausbau der deutsch­rumänischen Zusammenarbeit getan werden muffe.

zu machen, über die Verbindungen Frankreichs zu iinen nordafrikanischen Kolonien als Anwalt ge- i|i mteuropäifcher Belange eine heilsame Kontrolle luszuüben. England wie Frankreich fühlen sich !_irch die eigenwillige Wendung bedroht, die die knttvicklung mitteleuropäischer Verhältnisse nimmt kvanien steht vor der Wahl, ein Aufmarschgebiet Är Westmächte im Kampfe gegen die Kernlaiwe kurovas zu werden, wenn nicht aar zum a^chi- indischen Punkt, von dem aus der russtscke Bo - sftewismus die gesamte ahmblandische K'llturwelt Lus den Angeln heben möchte, ober als Bollwerk pm Schutze'natürlicher Kräfteentwicklung Gesamt -

I(Jropag von innen Heraus zu dienen.

Es ist diese erst von wenigen geahnte weltgeschicht- iKh» Tragweite der Ereignisse in Spanien die es «rilärlich macht, daß sie auch auf die Lander der Reuen*® eit Fernwirkungen ausuben, ohne daß end) nur im entferntesten davon die Rede fein hnnte als drohe der Unabhängigkeit ehemaliger 1Lironäifd)er Kolonien die aerinafte (Mahr.

sich handelt, ist lediglich die Möglichkeit gleich­laufender Entwicklungen, die freilich im Laufe der Vit in ibero-amerikanischen Ländern tiefgreifende Wandlungen Hervorrufen würden.

Daß nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern : uch die lateinamerikanischen Lander heute mehr IC- Is ie entschlossen sind, geaenüber europäischen Ver­nicklungen Adstand zu halten und die Unad- l.än<rötot und Einheit-Wett der Entwicklung der leuen Welt noch eifriger als bisher zu f06' wirb bie bevorstehende nanameritanifd) .-unseren' in BuennsAires zw-'f-ll°- Jo heut, I <h wie möglich MM Ausdruck bnnqen. Waffen. I efernnqen aus lateinamerikanischen Sanbern an ine eine od->r bie anbere ber beiden Fronten im Manischen Bürgerkriege Haben mchts Mit dem ein ur allemal überwundenen AbHangigkeitaefuHl ge ' wnüber dem Mutterlande spanischer Kultur zu um; sie sind eher Gesten wohlwollender Gesinnung 3oi« sie sich reichgeworbene Verwandte m der

pußte.

Spanien ist heute Schauplatz einer geopolitischen agewanblung, die mit seiner Rolle im Entdeckungs- italter unmittelbar nicht nur nichts zu tun hat, indem sogar den Zwang mit sich dringt, gewisser- rafeen zu einem vorkolumdischen Standpunkt zu- ückzukehren. Die Lähmung des Mittel- reerverkehrs war einst die Voraussetzung s>wohl für die spanische wie die portugiesische See- gltung im Atlantik. Heute ist der atlantische I e r k'e h r, vornehmlich auf der europäischen Seite, inqünftigen Wirkungen weltpolitischer Krästeverla- terungen unterworfen, die einer teilweisen Läh­mung gleichkommen, während der Mittelmeerver- >hr, durch den Suezkanal zu neuer Bedeutung Klangt, in stürmischer Aufwärtsentwicklung begris- rn ist. Vom atlantischen Verkehr bleibt Spanien r achtpolitisch im Vergleich zu England und Frank- rich vorläufig fo gut wie ausgeschaltet; als An- niner des Mittelmeeres hat es die Möglichkeit, auf cdnliche Weife, wenn auch nicht in gleichem Maße, reue politische Geltung zu gewinnen, wie Italien.

Es war das Verhängnis der Organisatoren der spanischen Volksfront, daß nicht in ihren Köpfen, finb»m in denen des Generals Franco und fei- rer Freunde die Erkenntnis von der Gunst neu- o-tiq^ Machtverhältniffe aufdämmerte. Weder Eng- Irnb noch Frankreich konnten und können eine Ifärte Eigenentwicklung spanischer politischer Kräfte l"auch«n. England möchte Spanien nicht aus dem uftanbe ein-'s ohnmächtigen Hinterlandes seiner l 6ieefeftunq Gibraltar herauskommen lassen; für Frankreich bildet es ein Hindernis auf dem Wege feinen nordafrikanischen Besitzungen.

Ein starkes eiaenwilliges Spanien' muß Gibral- ttrr im Besitze Englands als Pfahl im eigenen ! xieisch.« empfinden; es muß anderseits stets ve^

neuerdings mit bemerkenswerter Schwunakraft aus weltwirtfchafllichen und weltpolitischen Abhängig­keiten herauszuwinden und genügend Talente für eine moderne fortschrittliche Entwicklung hervorzu- bringen vermögen. Sie verfügen über Gebiete mit noch wenig angetasteten gewaltigen natürlichen Reichtümern, deren fortschreitende Erschließung un­ter Beteiligung von Siedlern und Spezialisten aus übervölkerten und überorganisierten Ländern der Alten Welt neue Möglichkeiten für einen Wechsel­verkehr mit denVölkern ohne Raum" ergeben werden. Es versteht sich von selbst, daß davon vor allem neue Antriebe für die Wiederbelebung von Handel und Wandel auf der iberischen Halbinsel ausgehen müssen. ,

Den nationalen Revolutionen auf beiden Seiten des Atlantik ist ber Zug zur Entwicklung von aus­geglicheneren Verhältnissen zwischen den Völkern gemeinsam, als wie sie das Eigeninteresse der saturierten" Weltmächte England und Frankreich zulassen möchte. Auf panamerikanischer Seite kommt diesem Wandel die fortschreitende staatsbürgerliche Erfassung der indianischen Rasse nur zustatten. Von weltgeschichtlicher Warte aus betrachtet müssen die spanischen und portugiesischen Kolonisatoren für besser gelten als ihr Ruf. Sie haben wohl die Kul- tur der Eingeborenen zerstört, aber diese dafür auf angestammtem Boden leben und vorher wenig oder aar nicht bewohnte Landstriche in Kultur nehmen lassen. Dafür geben sie heute den stärksten Rückhalt ab für die wirtschaftliche und politische Eigenent- wicklunq ibero-amerikanischer Länder, die den Völkern ohne Raum" in ber Alten Welt den Zu­gang zu noch freien Rohstoffquellen und Siedlungs- räumen sehr zu erleichtern vermag.

Spanien und die Heue Wett.

-43on Otto (Lorbach.

So natürlich es ist, daß weite Kreise in latein- snerikanischen Ländern an den tragischen Vor­lagen in Spanien regen Anteil nehmen, so sehr auf} man sich davor hüten, daraus voreilige Schlüsse auf eine Wandlung in den politischen Be­rgungen zwischen jenen Teilen der Neuen Welt utf) ihren altenMutterländern" zu ziehen. Mexiko unterstützt die spanischeVolksfront" rit Waffenlieferungen, während einige mittel- Merikanischen Regierungen sich beeilten, die Regierung des Generals Franco anzuerkennen, bevor Madrid in dessen Händen ist. Die öffent-

Hje Meinung Argentiniens ist von dem 23er« falten Mexikos wenig erbaut und die Stimmung ji den maßgebenden Kreisen Brasiliens scheint lefaschistischen" Neigungen des alten portugiesi- hen Mutterlandes widerzuspiegeln. In allen ibero- Merikanischen Ländern, selbst in Mexiko, gibt es Vertreter der Aristokratie, der hohen Geistlichkeit pib des Offizierkorps, die die Vorrechte zurück- fllangen möchten, die sie während der letzten Jahr- ,!-nte an starke Volksbewegungen verloren; sie fib daher geneigt, die wesentlichen Unterschiede, |e hüben und drüben zwischen gleichbenannten gegriffen bestehen, ebenso zu übersehen, wie manche «uopäische Beobachter der spanischen Tragödie, t ren weltgeschichtlichen Sinn sie nicht begriffen hbsn.

DieVolksfronten", die feit dem großen Kriege t den meisten lateinamerikanischen Ländern tief« j-hende soziale Wandlungen hervorriefen, beweg­en sich zugleich in der Richtung nationaler Unab- jingigfeit und vermochten gerade deswegen die eisschlaggebenden Träger der bewaffneten Macht ns ihre Seite zu bringen. In Spanien liegen die linge gerade umgekehrt. DieVolksfront" nn anarchomarxistischen Gnaden drohte das eigene Land in immer stärkere Abhängigkeit von fremden Regierungen geraten zu lassen; deswegen verlor st bas Vertrauen der Träger der bewaffneten ktacht, die schließlich gegen sie eingesetzt werden

DAS RADIO-HERZ

der LORENZ-SUPER-EMPFÄNGER

ist ein Bauelement, in dem die betriebswichtigsten Teile des Lorenz- Rundfunkgerätes - die hochempfindlichen Schwingungskreise mit den Umschaltorganen vereinigt sind. -a

Das Lorenz-Radio-Herz wird durch besondere Messungen genau geprüft, bevor es in die Empfänger eingesetzt wird. Das gewährleistet gleichbleibende Höchstleistung, Betriebssicherheit und Klangtreue der Lorenz-Super.

Auch bei dem Nordatlantikflug der Maschinen «Aeolus" und .Zephir'' der Deutschen Lufthansa haben sich Lorenz-Funkgerate dank ihrer ^*r'^s.Sd^enver- und Güte wiederum ausgezeichnet bewährt und durch sichere Nachrichtenver­bindung zu den glänzenden Erfolgen dieses Fluges beigetragen.

Roosevelt in Rio de Janeiro.

Panamerika und der Weltfriede.

R i o d e I a n e i r o , 27. Nov. (DNB.) Auf feiner Reise zur Eröffnung der Konferenz in Buenos Aires traf Präsident Roosevelt zu einem emtagtaen Staatsbesuch in Rio de Janeiro ein. Bei der Fahrt durch die mit brasilianischen und amerikani­schen Flaggen geschmückte Stadt wurden der Prä­sident Roosevelt und der brasilianische Präsident Vargas von der Bevölkerung begeistert begrüßt. Am Nachmittag fand zu Ehren Roosevelts eine Sitzung des Parlaments statt, auf der Roosevelt in einer Ansprache erklärte, glücklicherweise sei der amerikanische Erdteil frei von den alten Feindschaften, die den anderen Weltteilen so viel Elend brächten. Gewiß gebe es widerstrei- tende Interessen auch zwischen den amerikanischen Staaten, aber sie seien weder ernster Natur, noch schwierig zu lösen. Die amerikanischen Nationen könnten der Zivilisation keinen größeren Dienst leisten, als durch Erhaltung des Friedens innen und außen. Der Re st der Welt stelle ein grimmiges Bild bewaffneter Lager und drohender Auseinandersetzungen dar. In dieser Atmosphäre von Besorgnis in der ganzen Welt hätten die amerikanischen Staaten die Pflicht und Aufgabe, auf diesem Erdteil einen un­zerstörbaren Frieden zu schließen.

Roosevelt schloß auch Kanada als einen Teil des amerikanischen Erdteils in feine Betrachtungen ein und drückte die Ueberzeugung aus, daß auch die Kanadier ihr eigenes Leben leben wollten,frei von Eroberungen und frei von der Furcht vor Eroberungen". Roosevelt schloß: JSeine Nation kann ganz für sich leben. Wir haben alle den Glanz der Unabhängigkeit erlebt. Laßt uns jetzt alle den Glanz der Zusammenarbeit erleben. Wir sind alle voneinander abhängig, und wir kommen zusammen als Nachbarn, die auf leere Worte, diplomatische Triumphe oder raffinierte Geschäftsabschlüsse ver­zichten können. Wir denken weder an Herrschaft^ gelüste, noch an egoistische Bündnisse oder an das Gleichgewicht der Kräfte oder an ähnliche falsche Götter, die unter amerikanischen Nachbarvölkern keinen Platz haben."

r. Der Ad> e. Eine span- iugenb. 1646. em von Willy erolö - W diese packende .ser in die er- en FlibuM >n guten Ein> jer Flibustier' itswesens, da; aus phautasn' ber damalige" ,ie erbitterten * des Spann Sten Anfänge jren. Di-

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ZdR. Soeben hoben wir in zwei modern einge­richteten UeberIanb=Dmnibuffen ber©reg Ho und ° Linie denHolland-Tunnel" durchquert. Mr be­finden uns auf großer Fahrt durch USA. und Kanada. Vor uns liegt em ganzer Kon­tinent, hinter uns die Riesenstadt Neuyork mit ihrem Dölkergewimmel und noch weiter dahinter der Atlantik, den unsereBremen" m stchstagiger Fahrt durchfurchte. Sobald wir auf unterirdischem Wege den Hudson-Strom überwunden haben, er­reichen wir den zweiten der 48 Bundesstaaten, aus denen sich die amerikanische Union zusammensetzt. Es soll heute durch die Staaten New Yersey und Pennsylvania bis in den nördlichen «teil des Staates Neuyork gehen. Es dauert noch eine ganze Weile, ehe wir die Großstadt hinter uns haben Um das auf der Halbinsel Manhattan ge­legene Neuyork find gewaltige JndustnestaÄte ent- standen. Cs geht auf mächtigen Brucken Uber die Marschen New Yerseys, dann wieder durch Wohn­viertel und vorbei an zahlreichen Fabrikanlagen. Nur langsam gewinnen wir das Freie. Unsere Sinne sind nach vorwärts gerichtet; wir ersehnen das offene Land und wollen fort von den Großstädten mit ihrem Benzingestank, chrem Rauch, ' Schmutz und Straßenlärm>

Die heuttge Fahrt erteilt uns manche Belehrung. : Zunächst chuß dem amerikanischen Straßen­netz ein Loblied gelungen werden. In 17 Tagen 1 5000 Kilometer zurücklegen, dabei viele Betriebe ! besichtigen und Institute besuchen, ist keine Klemig- 1 feit. Doch bei dem guten Straßennetz und mit Hilfe der bequem eingerichteten Omnibusse ist eine solche Leistung durchaus keine Unmöglichkeit. Die Zement­straßen, die das Land nach jeder Richtung hin er­schließen, sind mit Nummern bezeichnet. Man braucht sich nur an die Nummern zu halten und auf die übrigen Bezeichnungen zu achten, dann kann man den Weg nicht verlieren. Slusgezeichnete Straßenkarten gibt es an jeder Tankstation und m jedem Hotel umsonst. Noch etwas anderes fällt uns auf: die vielen Reklame- Flächen, die zum großen Teil bei Dunkelheit angestrahlt werden. Muß man die wunderbaren Straßen Amerikas loben, so kann man Gleiches von der Reklame nicht sagen. In allen Teilen des Landes ob in Connecticut, Delaware ober Kalifornien findet man dieselben Reklame­bilder. die keineswegs immer einen gepflegten Ge­schmack verraten. Am Wege, solange wir uns noch in ber Nähe ber Großstädte befinden, wimmelt es nur fo von T a n k st a t i o n e n. Man steht unter dem Eindruck, daß Amerika in ber Hauptsache von Tankstellenwärtern und Automechanikern bewohnt sei. Schönes und Häßliches findet sich dickt neben­einander. Immer wieder erlebt man bie Unausge-

fönnen. . _ , .

Allmählich führt ber Weg ins ©ehtrge. Um das heutige Reiseziel zu erreichen, muffen verickle- bene ©ehirgsftränqe überquert werden. Die Herbst- ^nbf'Mft erstrahlt in den buntesten Farben, und das Land wird immer schöner. Nackbem wir bie Industriezentren hinter uns gelassen hoben be> herriffit derWald das Landsckaftsbild. Allerdings handelt es sick hier nickt um einen Wald, der mit unseren gepflegten Forsten verglichen werden könnte Was wir an Bäumen zu sehen b-kommen, ist nicht bas Ergebnis einer zielbewußten Forstwirt­schaft. Bisher hat ber Mensck von d"m gelebt, .was bie Natur in verschwenderischer Fülle zu bieten der n^rmnefite. und auf den abgeholzten Strecken ist

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