Ausgabe 
28.11.1936
 
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Ur. 279 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)bamrtag, 78. November

peterchen, -as Christkind und dasTelephon

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Aufnahme: E. Hase, Frankfurt a. M.

-- neuer Aufmerksamkeit: wie dieser Urgroßvater der

Dann liest er weiter, schon mit ganz anderer,

Alte Papiere.

Don Wilhelm von Scholz.

anen. ichhe lufend ab:

spüren sie schon diese innere Berufung und so malen sie sich den Himmel mit allem erdenklichen Glanz aus. Wunschzettel kommen aus den Schatz­kammern der Kinderherzen. Hier strömen sie ihr gläubig-reines, unverbildetes inneres Sern und Ve» den aus, hier verstellen sie weder ihre Schrift noch ihr Herz. Dieses leuchtet aus jedem Schrerbzug heraus und zeigt darin das verborgene, oft scheu zurückgedrängte, oft leidenschaftlich glühende Haften, zeigt Träumen und vor allem Wollen Nicht Pu^ pen, Bücher, Luftgewehre allein smd es, die sich ein Kind wünscht, sondern noch viel mehr: tiebe, Verständnis, ungestörtes Wachsenlassen seiner Eigen­gesetzlichkeit.

ig Worten sich sagen läßt und auch m icht mehr Platz bean prucht. Kaum daß lt9l , / hh» Berufe

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Schweres Geld.

Man stelle sich vor, daß man seine kleinen Be­sorgungen in der Stadt erledigen will und em Geldstück, groß wie ein Wagenrad, dazu mitneh­men müßte! Eine etwas umständliche Sache, aber die Leute auf den Yap-Inseln in der Südsee haben kein anderes Geld. Hier bestehen die Zahlungsmittel nicht aus Metall, sondern aus Steinen. Die Mün­zen sind runde Steine, groß wie Wagenräder mit einem Loch in der Mitte. Die gebräuchlichste Münze ist fast einen Meter groß, doch gibt es auch bei den wenigen Wohlhabenden einige, die sich des Besitzes von Geld rühmen können, das an die 3 Meter im Durchmesser mißt und deren Mittelloch so groß ist wie ein Bullauge. Zur Beförderung solchen Gel­des müssen Sklaven angenommen werden, die es an Bambusstangen keuchend und stolpernd tragen Da­bei ist dieses Geld sehr kaufkräftig.-Für einen Stern, der 2 Meter groß ist, kann man ganze Pflanzungen kaufen Die Yaps sind auch nicht der Ansicht, daß man seinen Reichtum verbergen müsse. Im Gegen­teil, jede Familie bewahrt ihren Geldvorrat ür-u- ßen neben dem Hause auf, damit ihn jeder 'eb n kann. DasKleingeld" von etwa 20 Zentimeter Durchmesser bewahrt man drinnen auf, doch mm rühmt sich dieses Besitzes ebensowenig wie wir un­serer Kupferpfennige und braucht es deshalb incht auszustellen. Keins dieser Geldstücke außerhalb des Hauses ist je gestohlen worden, aus dem einleuch­tenden Grund, daß ein Dieb ja mit einem zeniner- chweren Stein nicht leicht davonkommen konnte.

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Sohne, stand. e .. , r<

Dem Blätternden wird zumute, als knupse Pch jetzt und hier zwischen ihm und seinen Vorvätern eine neue innige Beziehung oder es erneuerte sich ein altes Band, von dessen Vorhandensein er nur bisher nichts wußte. Er spürte etwas wie I Sohnesliebe zu diesen Alten, die er nie kannte.

Schlaf*

»Luxusartikel,*

Hi^übers Aeta brachtet über die ihm sein Vater nur fluchtig und ungenau '»ne Nach- oon ihm °-mgst°n-, 1°

UnLanh^Ufi*'nun geändert. Seit der deutsche R^ch-bLge/Zer seine Herkunst und Ab'ta die Verschwägerungen seiner Famil'-, >

Bekenntnis möglichst wert .r. der^ Zett zurück^ B° Auskunst'^gebende Blatt. ied°n, Bibelemtra^. bewah^atte Briest °und Stammbücher gewinnen

seines Söhnchens vernahm. Der Vater konnte ia seinerseits nicht wissen, daß mittlerweile Frau Thomasauf einen Sprung" gekommen war, er hatte sich gewundert und war schon ganz ärgerlich, weil niemand sich meldete, und er hatte doch bloß seiner lieben Frau sagen wollen, daß er heut eine halbe Stunde später zum Nachtessen käme. Statt­dessen hörte er das Bekenntnis seines Sohnes, aus das er nicht gefaßt war, weil er dachte, der schliefe längst nebenan ...

Und als das Stimmchen dann ängstlich schwieg und er noch einen tiefen Atemzug oder Seufzer zu vernehmen meinte, faßte er sich, geistesgegenwärtig, wie Väter manchmal in schwierigen Lebenslagen sind, räusperte sich gewalttg und sprach mit einer schwarzen und rostigen Baßstimme, hier sei nicht das Christkind, sondern der Nikolaus: und er hätte nur hören wollen, ob alle Kinder in der Stadt schon in ihren Betten lägen, wie sich's gehörte. Der kleine Peter solle schleunigst von Vaters Schreibtisch runter und unter seiner Decke verschwinden. Und was das Christkind anginge, so wolle er, der Nikolaus, ihm ausrichten, was er eben gehört habe... Knack, sagt das Telephon, und dann ist aus einmal alles still.

Die Mutter freilich, als Frau Thomas, um ein Weihnachtsrezept erleichtert, verschwunden war, hat sich gewundert, daß ihr kleiner Sohn schon einge- chlafen war, als sie zum Gutenachtkuß an sein Bettchen trat. Als sie dann leise ins Nebenzimmer kam und dort den ausgehängten Hörer neben dem Telephon auf dem Tisch liegen sah, den das eilige Peterchen auf dem Rückmarsch ganz vergessen hatte, konnte sie sich's auch nicht erklären ... Bis am Ende der Vater schlüsselrasselnd heimkam: der wußte merk­würdig Bescheid und erzählte seiner erstaunten Frau eine lange Geschichte von Peterchen, vom Christiind und vom Telephon. litn.

Nachkommen dann auch nicht zu vernichten Der mochten; das also auch ihm, dem Späten, noch - etwas sagen könnte.

Vielleicht findet er gerade die Angaben hier nicht, nach denen er sucht, nach deren Entdeckung er am Ende das Bündel umschnürt und wieder weggelegt haben würde. Jetzt, wo er seinen Zweck zuruckstellen muß, läßt er sich verlocken, nicht nur zu blättern, sich oberflächlich klarzumachen, um was es sich bet jedem Blatt, jedem alten kleinen ledergebundenen Notizbuch, jeder Rechnungsaufstellung, die da bei­einander liegen, handelt sondern zu lesen!

Und nun wird Schritt für Schritt immer mehr Vergangenheit der Familie er fühlt bald: seiner eigenen Vergangenheit! lebendig. Und wird auch mit dem zunehmenden Lesen immer lebendiger. Denn der Vorfahr hier, sein Urgroßvater, der erne Liegenschaft kaufte, zu dessen Hochzeit seine Freunde und Berufsgenossen eine so lustige undübermütige Festzeitung haben drucken lassen, der ist derselbe, der in der flachen Seitentasche des violetten Notiz- buches ein blondes Löckchen bewahrt hat.

Dieses Löckchen ist in ein gefaltetes rosafarbenes Stückchen feinen Briefpapiers eingefchlagen:Eve- lin" steht auf dem kleinen Umschlag und em Kreuz­chen mit einer Tages- und Jahreszahl dabei. Im Nottzbuch aber finden sich neben den verzeichneten Geldausgaben von einer Ferienreife an den Rhein und neben Anschriften von Leuten, deren Namen dem Urenkel ganz fremd sind, em paar ©orte der Erschütterung über den Tod dieses Kindchens und ein Gesangbuchvers darunter, der dem weinenden Vater vielleicht hat Trost geben sollen.

Plötzlich ergreift den Lesenden der Gedanke an den Tod dieses Kindes, das, wäre es damals am Leben geblieben und selbst eine Hundertjährige ge­worden, heute doch längst unter dem grünen Rasen läge. Warum rührt es den Mann? Sieht er sein Leben gespiegelt in dem der Vorfahren? Er halt das blonde seidenweiche Löckchen in der Hand, das aussieht, als wäre es eben vom Kopf eines feiner Kinder abgefchnitten, und denkt des Ahnen, der um den Tod dieses Kleinchens trauerte, als hatte [ er ihn gekannt, als stünde der Alte zu dem Urenkel ; etwa so, wie sein eigener Vater zu ihm, dem

etwa achtzigjährig starb, als Übermütiger Student frohe und ernste Stammbuchspruche nut seinen Ge­nossen tauschte. Wie strahlte allen die goldene Zu­kunft! Und der Himmel hing ihnen voller Geigen, Lauten, Zimbeln und was für Musikinstrumente man nur ersinnen mag! Dann trat er m den Be- ruf heiratete, hatte liebe Kinder, von denen Die Ramilientajel zeigt es ohne Kommentar, nur mit Jahreszahlen und kleinen Kreuzchen an außer dem blonden Evelinchen noch drei in so früher Jugend starben und den tiefen Schmerz des Vaters erregten, der schließlich nur den Stammhalter, den Großvater des späten Enkels, als Sohn behielt.

Wie den Lesenden das alles ergreift! Me nahe verwandt er doch all den Vorvätern sich fühlt, die er nie gekannt hat, die bisher nichts als Namen für ihn waren und in deren Schattenbildern oder Daguerreotypien er jetzt nach Zügen sucht, aus denen er sie sich lebendig und gegenwärtig vor­stellen kann; die er in seinen eigenen Zügen oder denen seiner Kinder wiederkehren weih.

Beglückt und bereichert, nachdenklich und inner­lich freudiger steht er vom Blättern in den alten Papieren auf und fühlt dem Ahnen Dank der sie nicht fortwarf oder verbrannte, sondern lv Pappen­deckeln fest umschnürte und in den Schrank tat Da haben sie geduldig gewartet und nunad) Jahren den Leser gefunden, für den sie bestimmt

Peterchen nichts weiter übrig, als sich selber auf­zumachen. Stieg also aus dem Bettchen und lief tapptapptapp auf bloßen Füßen ins Zimmer neben­an, enterte Vaters Stuhl und langte mit einem Seufzer auf der Schreibtischplatte an. Rrrrrr machte es wieder, und Peterchen, dem's nicht ganz geheuer war, ergriff den großmächtigen Hörer, hielt ihn an fein gewaschenes Ohr und sagte, ohne sich vorzustellen in der Eile und ohne weitere Ein­leitung: Liebes Christkind, ich wünsch mir einen Pudelhund und einen Baukasten und das Pferd­chen, das mit dem gescheckten Fell, weiht du, und ich bin auch immer lieb und beim Waschen schrei ich gar nicht mehr. Peterchens Herz klopfte stark, weil er nicht wissen konnte, ob das Christkind dies alles so hinnehmen und einstecken würde, ohne sich etwa bei der Mutter nach Einzelheiten zu er­kundigen ...

Natürlich konnte Peterchen auch nicht wissen, daß es gar nicht das Christkind war, dem er sein kleines Herz so ganz vertrauensvoll ausschüttete. Es war nämlich der Vater am andern Ende, und der prallte zurück und brachte kein Wort hervor, als er plötz­lich und sehr unvermutet die krähende Stimme

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Oer Wunschzettel als Verräter.

In dielen Wochen stnd Hunderttaulende non Kin­dern eifrig dabei, ihre Wunlchzettel sur Wechnach- ten zu schreiben, und sicherlich wird iede Mutter aus den geäußerten Wünschen auf die seelische und gei­stige Verfassung ihrer Kinder sch keßen. Es sind aber nicht nur die Wünsche, die die Eigentümlich­keiten der Kinder verraten, sondern auch die Form und die Handschrift des Wunschzettels las en a erlei wichtige Einblicke in die kleinen Herzen tun. lieber diese Frage plaudert die bekannte Graphologin Hel a Baresel-Schmitz im Dezemberheft von D e 1 - Hagen & Klasings Monatsheften. Sie stellt aus den dort abgebildeten Wunschzetteln fest, daß die Jungen sich bei der Abfassung leber zeich­nerischen ober malerischen Ausschmückung zu ent­halten pflegen. Wie .richtige Manner gehen sie gerabenwegs auf ihr Ziel zu schreiben unb

crbnahe auf, was ihnen erstrebenswert ist; nichts Ueberflüffiges soll bie Kraft ihres Wünschens ver­brämen. Anbers bie Mäbchen. Hie fühlen sich bem Himmel nahe (bie Jungen ber Erbe), bas »st auch aut so benn sie sollen als Frauen ja einmal Ji» tische Rosen ins irdische Leben flechten . Frühzeitig

Es wird jetzt mancher, der sich früher nicht bie Zeit bazu nahm, öfters in alten Familtenpapieren blättern, in vergilbten Tauf- und Trauscheinen, Schulzeugnissen, Testamenten, Urkunden über Ge­schäfts- Grundstückskäufe ober Hypotheken, Briefen, Hochzei'tszeitungen, Stammbüchern unb was sonst nom Leben ber vergangenen Geschlechter uberbleibt. Unb er wirb dabei, fast ohne sein Zutun mehr unb mehr eine Anschauung von ber Zeit und bem Dasein seiner Vorfahren gewinnen.

Ehedem bestand ihm dies Dasein der Ahnen aus ein v^ar Namen unb Daten; unb er betrachtete es, m" ^6en bie meisten Menlchen das Vergangene Hetzen als längst zu Staub Zerfallenes Ge- welenes Raumlales, bas nun außer ber Zeit liegt, iiuiamm'enaelchrumplt unb verborrt, la baß es mir - liÄt Imnig Worten sich l°S-" läßt unb auch >n der Seele nicht mehr Platz beansprucht. Kaum baß der Nachfahre neben den Namen nod) bie Beruf seiner Voreltern wußte unb bie Geschlechter aus benen die Mütter stammten. Es würbe nicht Leben

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an bas gewaschene Ohr, an bas Christkinb unb ben Weihnachtsbaum unb vor allen Dingen an ben Baukasten, ben Pubelhunb unb bas Pferbchen, bas er sich so vrennenb wünschte... unb als er in seiner bunten und weihnachtlich glitzernben Gedankenkette bis hierhin gekommen, klingelte es wahrhaftig zum zweitenmal. Aber es war nicht die Vorplatzklingel und der Vater noch immer nicht, sondern das Tele­phon. Das Telephon klingelt nicht so laut, sondern nur ein bißchen, und da die Mutter mittlerweile mit Frau Thomas bei einem interessanten Rezept ür Zimtsterne auf dem Weihnachtsteller angekom­men und sehr vertieft war, konnte sie nicht hören, was ihr kleiner Sohn durch die offenstehende Tur von nebenan hörte

Als Peterchen sich von der ersten Enttäuschung erholt hatte, fiel ihm der Pudelhund wieder ein unb das gewaschene Ohr unb bas Christkinb... Ach je, ba war ja wohl bas Christkinb am Telephon, um sich persönlich zu ertunbigen. Da blieb ja bem

Zeitschristen.

lieber bie Aufgaben ber Wehrmacht bes Drit­ten Reiches verbreitet sich ein Sonberheft berI I l u- ftrirten Zeitung Leipzig" (Verlag I. I. Weber, Leipzig), bas, wie Reichskriegsinmister Generalfelbmarschall von Blomberg in seinem Ge­leitwort sagt, bazu beitragen soll, Sinn unb Not- roenbigteit solbattscher Erziehungsarbeit bem beut- schen Volke näherzubringen. In zahlreichen Bei­trägen nehmen hervorragenbe militärische Führer bes Heeres, ber Luftwaffe unb ber Kriegsmarine zu den Fragen beutfcher Wehrpolitik Stellung. Ge­neralleutnant Keitel, Chef bes Wehrmachtsamts im Reichskriegsministerium, zeichnet ein Bild ber neuen Wehrschöpfung. Welche Bebeutung bem Kulturzu- ftanb eines Volkes als ber Voraussetzung für biß Wehrfähigkeit ber Nation zukommt, hat General­major Dr. phil. h. c. v. Rabenau bargelegt, lieber Deutsche Wehrwirtschaft" schreibt Oberst Thomas, Chef bes Wehnyirtschaftsamtes im Reichski i>ms- minifterium. Generalstabsarzt Prof. Dr. Waldmann macht mit der wichtigen Frage der Mustersng ver­traut. Einen geschichtlichen Rückblick über das deut­sche Heer von den Anfängen bis zum Weltkriege gibt General Beck, Chef des Generalstabs des Heeres, während Generalmajor Fromm Gliederung und Aufbau des neuen deutschen Volksheeres schil­dert. In den Aufgabenkreis unserer flotte Juprt der BeitragKriegsmarine und Seegeltung von Konteradmiral Guse ein. Generalleutnant Kes - ring, Chef des Luftkommandoamts im Reichslust. fabrtminifterium behandelt Organisation und Tak­tik der Luftwaffe. Von den übrigen Beitragen ver- dienen hervorgehoben zu werden: "^geschwaber Nichthofen" von Oberst Übet,Rundblick ni( s tiei" Zwei Augenblicksbklder aus dem l1 <?l'ben 'oon Oberleutnant S "n^r "

Ranzerwagen greifen an!" oon Obern it Nehring. - Zahlreiche gut gewählte Bilder ichll- dern Leben und Arbeit bei unseren Wehrmachts- teilen.

Bedeutung. ^en Papiere einst besten-

Vater ' kaum geöffnet, sondern ^raus weil angesehen vererbt hat mell^cht ober

er nach dem Tauftchem jeinei » Briefe Urgroßmutter fahndeteJ^Lenriffi in Kjnder- tin Stammbuch, ein paar Schattenrisse em ^.n köckchen, eine Perlstickerei, die ber Deckel emer Br'.isttasche war Es wirb ihm bewußt dan d'eje Dinge ja nur aufbewahrt worden sem tonnen dem ÄenAu

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Was meint Ihr, was bem kleinen Peter vor ein jaar Tagen passiert ist? Das war abenbs um jeden; er hatte Brei unb Butterbrot gegessen, unb eine Mutter war mit ihm ins Kinberzimmer ge­gangen, um ihn zu Bett zu bringen. Die Tiere, die geliebten, Jumbo, ber Elefant, unb Jupp, ber Affe, schliefen schon: benen wollte er zuletzt Gute Nacht sagen, wenn bie Mutter fertig war unb bas Licht ausgefnipft hatte. Der Vater war noch im Geschäft, aber Peter hoffte im stillen, baß er heim- fommen werbe, ehe er eingeschlafen war, unb freute sich ganz biebisch, benn bann würde bas Licht nochmal angehen unb ber Vater würbe her- einkommen unb sich über bas Gitterbett beugen, um seinem kleinen Sohn einen gesegneten Schlaf unb ein schönes Träumchen zu wünschen. Unb Peterwar überhaupt noch gar nicht mübe", ob­wohl ihm jetzt schon bie Augen zufielen; oh, er wollte schon bafür sorgen, baß bas Licht nicht gleich wieber ausging, benn er hatte eine Menge wich­tiger Dinge auf bem Herzen, er hatte allerlei zu erzählen, zu fragen unb zu besprechen... was es etzt in biesen Tagen, vier Wochen vor Weihnachten, chlecht gerechnet, zwischen zwei Ytännern, ober agen wir vorsichtig: zwischen einem Vater und einem kleinen Sohn zu besprechen gibt...

Da ging auch schon die Klingel. Ha Pappi! Jetzt schon? Aber Pappi pflegt nicht zu klingeln, sondern mit dem Schlüfselbund zu rasseln, wüs allemal Alarm im Gitterbett bedeutet. Mutti ging hinaus, aufmachen, und es war, wie Peterchens geübtes Ohr gleich hören konnte, nicht der Vater, leider nein, sondern Frau Thomas aus ber Nach­barschaft. Schabe. Frau Thomas kam zwar nur auf einen Sprung", wie sie gleich an der Dor- platztür verkünbete, weil sie es eilig habe, aber Peter, so klein und jung er noch ist, weiß bereits, was von solchen Sprüngen in ber Abendstunbe zu halten ist, denn nicht nur Vater unb Sohn, son­dern auch zwei Mütter haben sich allerlei zu er­zählen, und dazu braucht es nicht mal vier Wochen vor Weihnachten zu sein...

Ja, da liegt also der kleine Peter in seinem Bett und hört mit offenen Augen den beiden Frauen- timmen nach, die schnell undeutlich werden und sch in der Wohnung verlieren. Die Mutter hat ja

Hinausgehen gesagt, sie käme gleich wieder, um mit Peterchen zu beten und ihm sem Küßchen ml geben, aber Peter weiß, daß manchmal auch auf bie Versprechungen der Mütter kein wahrer Verlaß ist. Im Zimmer ist es dunkel, .aber neben­an steht bie Tür auf, unb em Lichtschein fallt her­ein. Peters Gedanken gehn so hin und her und kommen auf einem kleinen Umweg zuruck zu dem, was die Mutter ihm vorhin beim Waschen erzählt hat Besonders was sie sagte, als sie an Peterchens linkem Ohr angekommen war, hat er noch gut in Erinnerung. Die Ohren, nicht bloß das Imke sind nämlich beim Waschen immer eine aesahrliche Stelle. Mutter ist für die Gründlichkeit, und wo ihr Wasch­lappen hin will, da kommt er auch hin, und es ist nicht das erstemal, daß Mutter und Sohn an diesem kritischen Punkt miteinander uneins geworben sind, so daß Waschwasser und Tränen einträchtig mein- anberfloffen. Ja, was Peterchen habet emfallt wie war es boch mit den Kindern bestellt, die ih linkes Ohr nicht waschen lassen wollen? War es nicht so, daß das Christkind, welches dre unhetm- liche Gabe hat, allwissend zu sem, sogleich davon erfuhr? Und wie stand es dann mit Peters Wün­schen zu Weihnachten, die doch jetzt mit jedem Tage und jeder verschlafenen und verträumten Nacht ihrer Erfüllung näher tarnen?

Der Schlüsselbund rasselte nicht, der Vater kam nicht heim, und die Mutter schien'ihren Sohn ver­geßen^ zu haben. Der dachte an den Schlüsselbund,