achtung. — Auf dem Gebiet der Wasserver- forgung seien die Regelung der Trinkwasseroerwendung, die Bekämpfung der Korrosion der Leitungen und die Verwendung von Heirnstosfen zur Herabsetzung des Einfuhrbedarfs an Kupfer, Blei und Gummi wichtige Aufgaben. Baurat i. R. Schröder (Hamburg) wurde durch die Verleihung der Bunfen-Pettenkofer-Medaille geehrt. Dann sprach Direktor Behrens (Kiel) über die „Lebensauf-
Festabend in der Städtischen Festhalle.
Die Technische Hochschule veranstaltete zusammen mit dem VDJ. in der Städtischen Festhalle zu Ehren der Gäste einen F e st a b e n d. Wieder waren die Vertreter von Partei und Staat sowie her] Stadt anwesend. Die Festansprache hielt Professor Dr. Schlink. Er begrüßte die Gäste und warf einen Rückblick auf die Zeitverhältnisse gelegentlich des 50jährigen Bestehens der Technischen Hochschule Darmstadt/Er gedachte besonders der heutigen Jugend an der Hochschule. Der Geist der Studenten bedeute Leben, und ohne Begeisterung erschlaf- fen die besten Kräfte des Gemüts. Professor Schlink begrüßte es, daß durch Schaffung der Dozentenschaft und Studentenschaft zwei nebeneinanderstehende Säulen unter Führung des Rektors entstanden sind, wodurch die Verantwortung der Studierenden wesentlich gewachsen ist. Diese erhöhte Verantwortung, die sich auch gegeneinander zu bewähren hat, trage zur Charakterstärke bet unb| gerade hier wolle ja der nationalsozialistische Staat erzieherisch wirken. Mit zuversichtlichem Hoffen dürfe man in das neue Jahrhundert der Darmstädter Hochschule eintreten, überzeugt, daß nur aus dem deutschen Sozialismus die Rettung kommen kann. Und in diesem Staate möge der Darmstädter Hochschule ein neues Jahrhundert der Arbeit und des Erfolges für das deutsche Volk
Hundert Ähre Technische Hochschule Darmstadt
Festlicher Anstatt der Jubiläums-Veranstaltungen.
Der Stabsleiter des Reichsstudentenbundsführers W a l ch e r befaßte sich mit der Erziehung der Studenten auf der Technischen Hochschule im national- sozialistischen Geist. Weiter zeichnete er m großen den^ Kamps übernommen hatten.
Die Hauptversammlung des VDZ
Zur 80-Jahrfeier seines Bestehens.
Das Studententum verflachte allmählich, bis die Studentenschaft nach der Erhebung einheitlich zusam- mengeschweißt wurde. Die politische Einstellung der Wissenschaftler sei nicht gleichgültig. Der junge Stu- dent müsse aus einer Haltung heraus die Röte und Sorgen des Volkes kennen und müsse mit seinem Volk verwachsen sein. Der Reichsfachgruppenleiter der Reichsfachgruppe Technik des Studentenbundes, A l y, verbreitete sich zum Schluß über den Reformplan zum Neuaufbau der Erziehung der studentischen technischen Jugend.
Zubiläumsspende für die Darmstädter Hochschule.
Am Mittwochnachmittag hielt die Vereinigung von Freunden der Technischen Hochschule ihre Hauptversammlung ab, der auch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger beiwohnte. Im Laufe der Beratungen wurde bekanntgeaeben, daß unter Leitung von Geheimrat Wilhelm v. Ö p e l eine Jubiläumsspende für die Darmstädter Hochschule gesammelt wurde, die bis jetzt eine halbe Million Reichsmark beträgt, aber noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Professor Thum, der Inhaber des Darmstädter Lehrstuhls für Werkstoffkunde und Schöpfer einer neuen Konstruktionslehre, sprach dann über „Notwendige wissenschaftliche Forschung an der Technischen Hochschule".
Vegrußungsabend der Stadt.
LPD. Darmstadt, 27. Mai. Die Veranstaltungen aus Anlaß des hundertjährigen Bestehens der Technischen Hochschule Darmstadt und der 80-Jahrfeier des Vereins Deutscher Ingenieure haben , mit einem B e g r ü ß u n g s a b e n d der Stadt im Festsaal des Alten Palais ihren Anfang genommen. Oberbürgermeister W a m b o l d t wies in einer Begrüßungsansprache darauf hin, daß technische Wissenschaftler aus Darmstadt in der ganzen Welt zu finden seien. Im Industriegebiet, an der Saar, in Mitteldeutschland, in Schlesien, überall fänden wir die Männer der Technik und der Wissenschaft in Berg- und Hüttenbetrieben, der chemischen Industrie und der Technik, die dazu beitragen, uns und unserm Volk das Rüstzeug zu schaffen, damit es in dem deutschen Lebenskampf bestehen könne. Das Jubiläum der Technischen Hochschule habe seine besondere Weihe dadurch bekommen, daß der DDJ. auch seine Jubiläumsversammlung in Darmstadt abhalte.
Der Vorsitzende des VDJ., Dr.-Jng. Schulte, dankte für die Begrüßung und für die gastfreie Aufnahme. Darmstadt habe gezeigt, was eine gastfreie Stadt vermag. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Arbeit des VDJ. in Darmstadt von Erfolg gekrönt sein möge.
Im Rahmen der 74. Hauptversammlung und der 80-Jahrfeier des DDJ. fanden eine Reihe von Fachvorträgen „AusderArbeitdes deutschen Ingenieurs" statt, die in Gruppen zusammengefaßt sind: Jngenieuraufgaben bei der Sicherung der Nahrungs- und Rohstoffreiheit des deutschen Volkes, Verfahrungstechnik und ihre Auswirkungen auf Gestaltung, Energiewirtschaftsfragen, Ingenieur und Wirtschaft, Schutz von Mensch und Sache, Technikgeschichte.
Die festlichen Veranstaltungen des ersten Jubiläumstages wurden mit einer
Kundgebung des ASDStV.
in der Otto-Berndt-Halle eingeleitet, an der u. a. der stellvertretende Gauleiter Staatsrat Reiner, Ministerialrat Ringshausen, der Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, der Rektor der Technischen Hochschule und Vertreter der Partei und des Staates teilnahmen. Studenten-Gruppenfuhrer H e l l w e g zeigte die Aufgaben des Studentenbundes auf, die ihm vom Führer gestellt wurden. Die Studentenbünde an den Hochschulen und Fachschulen seien Gliederungen der Partei. Die Ausgabe des Studentenbundes bestehe darin, die Studenten zu einer Einheit zusammenzufassen und die Studenten mit dem nationalsozialistischen ® elfte zu durchdringen. Weiter erläuterte der Redner den straffen Aufbau der studentischen Gliederungen.
zu steigern. Unsere Knappheit an Rohstoffen müsse durch die Tüchtigkeit der deutschen Manner der Technik ausgeglichen werden. Die technisch-wissenschaft-1 liche Gemeinschaftsarbeit des Vereins deutscher In-1 genieure, die Tausende von Fachleuten in ehrenamt-1 lieber Arbeit zusammenführe, habe maßgebenden Anteil an der Lösung dieser für Volk und Staat lebens-
Für^ den^verhinderten Reichsstatthalter Gauleiter I Sprenger dankte der stellvertretende Gauleiter Staatsrat R e i n e r dem VDJ. für die Wahl Darmstadts als Tagungsort und überbrachte die Glückwünsche zur Achtzigjahrfeier. Der Beauftragte des Führers für Technik und ihrer Organisationen, Generalinspekteur Dr. Todt, sprach ebenfalls seme Glückwünsche aus. Die Geburtsstunde des DDJ^gab diesem bereits seinen besten Kern mit auf den Weg, nämlich den Gedanken der Gründung eines Vereins deutscher Ingenieure, der über Landesgrenzen hinweg alle umfassen sollte und damit das Schaffen für die deutsche Nation zu feiner Grundlage erhob. Was damals schon vor der Reichsgrundung gesprochen und geschrieben wurde passe bis zur heutigen Zeit, denn das Gute der Grundlage des VDJ., dessen Ziele auf die Gesamtheit der Nation gerichtet sind habe sich jetzt leicht durchgesetzt. Das Dritte Reich stelle an die deutsche Technik die größten Aus- gaben, die ihr bisher noch nicht gestellt waren. Da, wo der Rohstoff fehlt müsse der Genius desTechnikers feinen Einsatz finden so heute im Kampf um Gummi und Oel. Die Große der Aufgabe verpflichte ganz besonders und der deutsche Techniker müsse die Erziehung des Nachwuchses und des technischen Führerkorps sich angelegen sein lassen. Dr. Todt stellte unter Ablehnung der Zersplitterung in einzelne technische Fachgruppen dem DDJ. die Aufgabe, nationalsozialistisches Gedankengut auf seinem Spezialgebiet zur Durchführung zu bringen. |
Nachdem Dr. Singer noch die Glückwünsche des; Akademischen Vereins „Hütte" des Taufpaten des heutigen VDJ., überbracht hatte, hielt Generaldirektor Landrat T e n g e l m a n n den Feftvorttag über das Thema
„Sinn md Bedeutung der technischen Horschung "
und führte u. a folgendes aus: Das deutsche Volk ist arm an Land. Ihm fehlen wichtige für seme Arbeit notwendige Bodenschätze. Gegenüber dieser von der Natur auferlegten Armut verfugt das deutsche Volk aber über einen unsagbaren Schatz: seine geistige Kraft. Die Geschichte der Technik weist in zahlreichen Erfindungen allererster Größenordnung die Tatsache nach, daß Ursprung-
gaben des Gasfaches". Heber „Gas in Gewerbe und Industrie" referierte Direktor Wolff (Essen). Der Geschäftsführer des Vereins, Direktor zur Ned- d e n (Berlin), schilderte in seinem Vortrag „Das Gas- und Wasserfach als Beruf" die sorgfältigen Bemühungen, die der Verein gemeinsam mit dem Berufsverein des deutschen Licht- und Wasserfachs auf die Aus- und Fortbildung des Nachwuchses richtet.
befchieden fein.
Die Darmstädter Studenten bekundeten ihre Verbundenheit mit der Hochschule und den Männern j des praktischen Lebens dadurch, daß sie den Unter«
Der Verein Deutscher Ingenieure hat in diesem Jahre seine Hauptversammlung nach Darmstadt einberufen und verbindet sie mit der 80-Jahr-Feier feines Besteh en s. In den Rahmen der fachlichen und festlichen Veranstaltungen fällt die 100-Jahr-Feier der Technischen Hochschule zu Darmstadt. Weit über 3000 Gaste sind nach Darmstadt geeilt. Die 74. Hauptversammlung des VDJ. brachte ein anschauliches Bild von dem Gemeinschaftsschaffen und seinem Wirken für die deutsche Technik. In sechs Fachgruppen werden m zwei Tagen 85 Fachoorträge gehalten, die alle das Grundthema „Technik als Dienerin des Staates und seiner Wirtschaft" haben.
Die Hauptversammlung war in einen festlichen Rahmen gebracht. Der Vorsitzende des VDJ. Dr. ing. H. Schult begrüßte die Vertreter von Partei und Staat, an ihrer Spitze den Beauftragten des Führers für die Technik Generalinspektor Dr. Todt, den stellvertretenden Gauleiter Staatsrat Reiner, den Vertreter des Reichserziehungsministeriums und der Wehrmacht, die Vertreter der Behörden, der technisch-wissenschaftlichen Vereine, der Technischen Hochschulen und Universitäten, sowie die große Reihe der ausländischen Gäste. Dem Führer und Reichskanzler wurde ein Begrüßungstelegramm übersandt. Ebenso erhielt der Deutsche Zeppelin- Luftschiffbau ein Telegramm. Nach Behandlung von . vereinsgeschäftlichen Fragen gab der Vorsitzende Dr.
Schult einen Ueberblick
über die Ausgaben des Vereins
im 80. Jahr seines Bestehens. Er führte u. a. aus, daß der Arbeitsplan des Vereins in die Worte gefaßt werden könne: „Schaffung der deutschen Unabhängigkeit und Steigerung der Güte deutscher Waren . Unabhängigkeit bedeute, daß Deutschland jederzeit unabhängig bleiben könne von außerdeutschen Einflüssen, mögen sie im Krieg ober im Frieden ausgeübt werden. Das soll aber nicht heißen, daß Deutschland eine von der übrigen Welt abgetrennte Insel bilden wolle, sondern es gelte nur Vorsorge zu treffen, daß die Versorgung des deutschen Volkes mitNahrungsmitteln, der deutschen Jndu- ftrie und des deutschen Verkehrswesens mit Roystos- jen und Treibstoffen unter allen Umständen gesichert sei. Weiter sei den deutschen Ingenieuren die Ausgabe gestellt, dem deutschen Volk die Guter zu geben, die es zur Erhaltung seines hohen Kultur- und Lebens st andes bedarf. Der Einsatz der Technik sei weiterhin notwendig, um den Güteraustausch mit dem Auslande zu fördern. Das wichtigste Mittel dafür fei, die Gute der deutschen Erzeugnisse aus das Höchste
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