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Die Aufführung des „Ringes der Nibelungen" Bayreülh fand mit „Siegfried" ihre Fortsetzung. Auch diesmal war der Führer anwesend. Außer den Reichsministern Generaloberst Göring, Dr. Goebbels, Generalfeldmarschall von Blom- b e r g und Dr. S ch a ch t wohnte dieser Aufführung auch Reichsminister R u st bei.
Zwischen den Höhen dramatischer Verstrickung in den beiden Außenwerken des Nibelungenringes breitet sich das Naturidyll des „Siegfried" aus, in dessen Titelhelden das Bekenntnis Wagners zur ungebrochenen Natur am reinsten verkörpert ist. Dem Ideal des Dichterkomponisten für diese Figur entspricht Max Lorenz schon durch seine körperliche Gestalt; die sprudelnde Frische und der leidenschaftliche Einsatz seines Spiels, sowie der metallische Klang des Heldentenors, der im zweiten Akt auch feinsten lyrischen Ausdrucks fähig ist, vereinigen sich zu einer völlig geschlossenen Leistung. Im dritten
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Deutschlandschau am Kaiserdamm in Berlin hatte am Wochenende einen Massenbesuch aufzuweisen, wie er selbst auf dem Berliner Messegelände nur selten erlebt wurde. Nicht weniger als 102 000 Besucher haben am Samstag und Sonntag die gewaltige Ausstellung gesehen. Insgesamt wurden bisher 225 000 Ausstellungsbesucher gezählt. Aus dem Reich waren 58 Sonderzüge mit weit über 50 000 Ausstellungsbesuchern nach Berlin gekommen. Die einzigartige Schau erregte bei allen Besuchern, unter denen sich auch viele Ausländer befinden, immer wieder die größte Be-
Sonntag an der bulgarisch-jugosla rot - schen Grenze. Bulgarische und jugoslawische Grenzoffiziere und Beamte stehen in freundschaftlicher Unterhaltung zusammen. Pünktlich um 1 Uhr stürmte der letzte bulgarische Fackelläufer, em junger Hauptmann, unter begeisterten Hurra- und Jivio-Rufen heran und übergab die Flamme dem ersten jugoslawischen Läufer, einem sun- gen Arzt aus Zaribrod, der mit dem Feuer schnell in der Dunkelheit verschwand.
Um 2.55 Uhr traf die Fackel in Ptrot ein. Besonders feierlich war der Empfang in der alten Stadt Risch. Der Oberbürgermeister Dr. P et- ko w i t s ch , hielt eine Ansprache, in der er das olympische Feuer als Symbol der friedlichen Zusammenarbeit der Völker begrüßte. Darauf wurde der Fackellauf durch das Morawatal nördlich gegen Belgrad fortgesetzt. Die Fackel traf am Sonntag um 21,35 Uhr in K r a g u j e w a tz, der Hauptstadt des serbischen Kernlandes, ein. Am Denkmal Kontg Aleranders I. von Jugoslawien wurde das olympische Feuer entzündet. Um 22.20 Uhr ging der Fackellauf durch die Schumadija nach Oplenatz weiter.
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Bulgarien grüßt den Führer. - tleberall Begeisterung für die olympische Idee.
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Für die uns beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme, für die zahlreichen Blumenspenden, sowie für die liebevolle und aufopfernde Pflege der Gemeindeschwestern sagen wir unseren herzlichsten Dank
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im Namen der Hinterbliebenen.
Gießen, im Juli 1936.
Lwangsvevftelsevurrs Dienstag, den 28. Juli, nachm. 2 Uhr, sollen im Versteigerungslokal Neuenweg 28 bzw. au Ort und Stelle (Bekanntgabe ob. Lokal) zwangsweise geg. sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 3 Spiegel, 3 Verviel« fältigungsapparate,2Nähmaschin., 2 Drehstühle, 3 Grammophons, 3 Radios, 8 Oefen, 4 Herde, eine Schaufenster - Ausstellungseinrichtung, 1 Teppich, 1 Poliermaschine, 1 Schleifbank, 1 Goniometer, ein Fernglas, 1 Schneidernähmasch., 1 Staubsauger, 1 Kassenschrank, Anzugstosse. Bestimmt wird versteigert: 2 Kommoden, 1 Büfett, Handschuhe u.e. Rest Damenschuhe Scharmann, Gerichtsvollzieher in Giessen, Wernerwall 33, Tel. 3108
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stelloertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder i. 23.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 36: 9400. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Gorna-Djounaja (Mazedonisch-Bulgarien), 25. Juli. (DNB.) Die Olympia flamme erreichte am Samstagmorgen die erste bulgarische Sladt Gorna-Djounaja. Der Präsident des Bulgarischen Olympisä)en Komitees, General L a s a r 0 f f, richtete nach Eintreffen der Olympischen Flamme auf bulgarischem Boden folgendes Begrüßungstelegramm an den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler: „Heute früh um 2 Uhr übernahm em bulgarischer Offizier als erster Fackelläufer Bulgariens von einem griechischen Kameraden die Olympiaflamme, die nunmehr, von der Begeisterung unseres Volkes getragen und von Glockengeläute begleitet, unser Land durcheilen wird, um bald dem friedlichen Wettbewerb der Völker in Berlin zu leuchten. Bulgariens Sportjugend grüßt in dieser feierlichen Stunde den großen Führer des befreundeten Deutschlands, welcher der ritterlichen olympischen Idee einen bisher nicht gekannten Ansporn gegeben hat."
Der Führer hat telegraphisch gedankt: „Ihnen und dem bulgarischen Olympischen Komitee danke id) für die Mitteilung der Uebernahme der Olympischen Fackel durch einen bulgarischen Offizier als ersten Fackelläufer Bulgariens und für die freundlichen Grüße. Ich erwidere sie in herzlichen Gefühlen für das befreundete bulgarische Volk.
Adolf Hitler."
Das Eintreffen der olympischen Flamme in b er bulgarischen Hauptstadt Sofia gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Feier. Die Empfangsfeierlichkeit fand vor der Kathedrale Neski statt, wo sich mehr als 50 000 Menschen drängten. Zum Empfang hatten sich u. a. Ministerpräsident K ü s s etwa no ff und zahlreiche Mitglieder seines Kabinetts, der deutsche Gesandte Rümelin und viele hier ansässige deutsche Volksgenossen eingefupden. Der Präsident des Bulgarischen Olympischen Komitees, General Lasaroff, schloß seine Ansprache mit dem begeistert aufgenommenen Wunsch auf eine weitere glückliche Entwicklung der befreundeten deutschen Nation, den er in die deutsch gesprochenen Worte „Deutschland, Deutschland über alles" ausklingen ließ.
Zaribrod (Bulgarisch-jugoslawische Grenze), 26 Juli. (DNB.) Nicht weniger stimmungsvoll als die nächtliche Fackelübergabe an der griechisch-bulgarischen Grenze war auch die um Mitternacht zum
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64jähriger SA.-TNann erringt das SA.-Sportabzeichen.
Kürzlich fanden auf der Dönche in Kassel Prüfungen zur Erlangung des SA.-Sportabzeichens statt. An dieser Prüfung nahm auch der 6 4 j ä h - rige Oberscharführer Ranft teil. Seine Prüfung hat er mit zum Teil recht guten Leistungen abgelegt.
Vollstreckung eines Todesurteils.
Am 25. Juli ist in Landsberg a. d. W. der 1915 geborene August Wittke hingerichtet worden, der durch Urteil des Schwurgerichtes Lands-
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Akt tritt Frida Leider mit ihrem glanzvollen hochdramatischen Sopran und stark beseelter Darstellung hinzu, so daß sich das Schlußduett zum Höhepunkt der Aufführung steigerte. Hier erreichte auch die antreibende Kraft Furtwänglers einen Gipfel an musikdramatischer Intensität, der in der zauberhaften Innigkeit des Waldwebens im zweiten Akt ein großes Gegenstück hatte. Die Wandererszenen wurden ganz von der vollkommenen Gestaltung Rudolf Bockelmanns bestimmt, der hinter seiner Spitzenleistung in der „Walküre" nicht zurückblieb. Die beiden Nachtalben wurden von den nun schon traditionellen Vertretern dieser Partien, Erich Z i mm ermann (Mime) und Robert Burg (Alberich) mit scharfer Charakterisierung dargestellt. Als Erda hatte Inger Karen Gelegenheit, ihren üppigen Alt von neuem mit großer Eindringlichkeit hören zu lassen. Dem Fafner lieh Josef von Manowarda seinen drohenden Baß. Die Stimme des Waldvogels sang klar und sauber Käte Heidersbach. — In der bekannten Inszenierung Heinz T i e t j e n s , zu der Emil Pree- t 0 r i u 5 die Ausstattung geschaffen hat, wurde die Aufführung von lebhaftem Beifall begleitet, der sich am Schluß zum Jubel des ausverkauften Hauses steigerte.
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Gießen, den 23. Juli 1936.
Der Oberbürgermeister: Ritter.
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berg wegen Mordes in zwei Fällen zweimal zum Tode verurteilt worden ist. Wittke hatte in der Nacht zum 9. März 1936 seine Mutter und seine Schwester ermordet und seinen älteren Bruder zu ermorden versucht, um sich in den uneingeschränkten Besitz der dem Bruder zugtzfallenen Wirtschaft seines verstorbenen Vaters zu setzen.
Doppelmörder Würr hingerichlel.
Die Justizpressestelle Nürnberg teilt mit: Am 25. Juli 1936 ist in Nürnberg der am 1. März 1882 geborene Georg Würr aus Nürnberg hinge- richtet worden, der am 1. April 1936 vom Schwurgericht beim Landgericht Nürnberg-Fürth wegen zweier Verbrechen des Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Würr hat in der Nacht vom 2. zum 3. Februar 1936 in feiner Wohnung zu Nürnberg seine beiden Enkelkinder, den vierjährigen Winfried und den sechsjährigen Benno Würr, durch Leuchtgas vergiftet, um in den Besitz einer beim Tode des Winfried Würr fälligen Lebensoersicherungssumme zu gelangen.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Das durch einen Einbruch frischer Meeresluft entstandene Kaltlusthoch hat sich rasch ostwärts verlagert und brachte uns am Sonntag Witterungsbesserung und macht auch heute seinen Einfluß noch in großen Teilen Deutschlands geltend. Nach unserem Bezirk hat sich jedoch von Frankreich her eine flache Storung vorgeschoben, die mit warmer Luftzufuhr verbreiteten Regen bringt. Bei England ist ein neuer Atlantikwirbel, der wohl in der Hauptsache nordostwärts abwandert, jedoch veranlassen wird, daß die bei uns einsetzende Besserung nur vorübergehend bleiben wird.
Aussichten für Dienstag: Wltterungs- befserung mit häufiger Aufheiterung, tagsüber recht warm, später wieder aufkommende Unbeständigkeit, von Ost nach Süden drehende Winde.
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Dr. med. Wilhelm Rupp, Stabsarzt
Käthe Rupp
Karl Rupp
Kurt Rupp, stud. med.
Gustel Rupp, geb. Buchberger
Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 29. Juli, 141/, Uhr, von der
Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt
Am Samstagmorgen verschied nach langem schwerem Leiden mein lieber Mann, mein guter Papa, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Neffe und Onkel
Herr Heinrich Schmidt
im Alter von 28 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Leni Schmidt, geb. Metz
und Tochter Rosemarie
Gießen (Weidengasse 10), den 27. Juli 1936.
Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 28. Juli, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
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Herr Johann Melchior Rupp
Ober-Postassistent a. D., Leutnant d. L a. D.
Inhaber mehrerer Orden und Ehrenzeichen
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Gießen (Kaiserallee 2 IV), den 27. Juli 1936.
Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 28. Juli, 141/» Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
Am Samstag verschied plötzlich unsere liebe gute Mutter. Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante
Frau Pauline Kutzer
im Alter von 78 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
I. d. N.: Karl Kutzer.


