zurichten. Ein Offizier machte sofort einen Entschul- bigungsbesuch bei den portugiesischen Behörden.
Portugiesische Schiffer, die vor der südspanischen Küste gefischt haben, berichten, daß sie in Ayamontc, Huelva un£ anderen Orten überall L a st k r a f t» wagen mit bewaffneten Zivilisten ge- sehen hätten, die Männer zum Kampf gegen die Na- tionalisten aufboten. Ueberall begegne man b e - waffneten Zivilisten mit roten Arm- binden.
In Huelva ist ein Grundbesitzer und sein Sohn von dem Pöbel ermordet worden. Seine Frau erlitt einen Herzschlag, als sie die Nachricht erfuhr. Alle Kirchen in der dortigen Gegend sind niedergebrannt worden.
Der Sender Cordoba teilt mit, daß am Sonntag mehrere Abteilungen der Militärgruppe in Cordoba ohne Verluste eingezogen seien und von der Bevölkerung begeistert begrüßt mürben. Kurze Zeit darauf habe ein marxistischer Flieger Madrider Zeitschriften über der Stadt abgeworfen mit der Meldung, daß Cordoba im Besitz der marxistischen Regierung sei.
Alle Sender der Nationalisten dementieren die Madrider Nachrichten, nach denen bei den Kämpfen am Freitag die rote Miliz Fortschritte gemacht habe. General Mola habe im Gegenteil die Milizen vernichtend geschlagen, die sich eiligst auf Madrid zurückgezogen hätten. Die nationalistischen Truppen befestigten ihre Stellungen in der Umgebung Madrids.
NationalistischerVormarsch auf Malaga
Paris, 27. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wie Hcwas aus Gibraltar meldet, hätten 900 Mann nationalistischer Truppen den Dormarsch auf Malaga begonnen. Sie seien in Guadiaro bei Estepona auf 300 bewaffnete Kommunisten gestoßen. In blutigem Kampfe seien 100 Kommunisten und 20 Nationalisten getötet worden.
Kämpfe bei San Sebastian.
H e n d a y e , 27. Juli. (Boni Sonderberichterstatter des DNB.) Tausend Artilleristen und Pioniere der außerhalb von San Sebastian gelegenen Kaserne Loyola haben am Sonntag die Kaserne verlassen und sind auf den nahegelegenen Hügeln verschanzt, die die Stadt San Sebastian beherrschen. Bon dort aus beschossen sie die Stellungen der Regierungstruppen, die das Feuer sofort erwiderten. Der Kampf war außerordentlich heftig. Innerhalb der ersten Stunde wurden über 70 Schüsse gewechselt. Die Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt.
Auf einem französischen Küstenwachschiff trafen am Sonntagabend wieder Ausländer aus San S e b a st i a n in St. Jean de Lux ein. Aus ihren Berichten geht hervor, daß in San Sebastian in den nächsten Tagen mit einem Angriff
der M i l i t ä r g r u p p e auf die Stadt gerechnet wird.
Schweres Gefecht bei Algeciras.
London, 27. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung aus Gibraltar soll es am Sonntagabend in der Gegend von Algeciras zu einem schweren Gefecht gekommen sein. Etwa 800 Nationalisten, darunter 200 Fremdenlegionüre, hätten eine 250 Mann starke Gruppe marxistischer Miliz angegriffen. Die Nationalisten seien siegreich geblieben. Etwa 100 Milizangehörige seien gefallen. In der Meldung heißt es weiter, daß die Nationalisten auf dem Luftwege Verstärkungen, u. a. 4 Feldgeschütze aus Cadiz und Algeciras, erhalten hätten.
Weitere Rücktritte.
Brüssel, 26.Juli. (DNB.) Wie die Belgische Telegraphenagentur meldet, hat der spanische Geschäftsträger in Brüssel seinen Rücktritt erklärt.
Paris, 27. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der spanische Generalkonsul in Französisch-Marokko und der spanische Vize- ko ns ul haben wegen der Vorgänge in ihrer Heimat ihr Amt niedergelegt.
Feuerübersall aus die polnische Gesandtschaft in Mdrid.
Warschau, 26. Juli. (DNB.) Nach amtlichen polnischen Mitteilungen aus Madrid ist auf die dortige polnische Gesandtschaft am Freitagabend ein Feuerüberfall verübt worden. Am späten Abend kehrte der Handelsattache mit seiner Gattin im Kraftwagen in die Gesandtschaft zurück, als plötzlich eine Abteilung bewaffneter Volksfrontmiliz unter Führung eines Flie- gerkapitäns im Hof der Gesandtschaft auftauchte und sofort zu schießen begann. Wie durch ein Wunder ist niemand getroffen worden. Im Gebäude der Gesandtschaft haben zahlreiche Mitglieder der polnischen Kolonie sowie polnische Touristen, die sich in Madrid aushielten, Schutz gefunden. Die Lebensmittelvorräte reichen aber nur noch für einige Tage aus.
Im Zusammenhang mit dem Ueberfall hat der Geschäftsträger energischen P r o t e st bei der spanischen Regierung eingelegt. Dem Warschauer Außenministerium ist es gelungen, am gestrigen Samstag mit der Gesandtschaft in Madrid in telephonische Verbindung zu treten, die über die Einzelheiten des Ueberfalles berichtete. Daraufhin hat oer Unterstaatssekretär im Außenministerium Graf S z e m b e k den Warschauer spanischen Gesandten empfangen, bei dem er wegen des Uebersalls auf die diplomatische Vertretung Polens in Madrid feierlich protestierte.
Der Berichterstatter fragt, ob sich seit dem 21. Juli mehrere plombierte Eisenbahnwagen, die den Vermerk trugen: „Nicht stoßen!", was für Eingeweihte bedeute, daß sie mit Sprengstoff beladen sind, vom Arsenal in Bourges nach den Hafenstädten Nantes und N a z a i r e abgegangen seien, wohin das Arsenal seine Erzeugnisse sonst nicht zu liefern pflege. Seien nicht auch Eisenbahnwagen mit „2"-Geschossen (also Gasgranaten) dieser Tage von Bourges nach einer west französischen Stadt versandt worden?
Bezeichnend!
P a r i s, 27. Juli (DNB, Funkspruch.) „Oeuvre" verteidigt den Standpunkt, daß die französische Regierung nicht auf eine schlechte Karte gesetzt hätte, wenn sie der spanischen Regierung in Madrid ihre
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Hilfe hätte an gedeihen lassen. Das Blatt wendet sich gegen die französische Rechtspresse, der es nicht genüge, wenn das Kabinett Leon Blum den spanischen Republikanern seine Hilfe versagt, und die noch wünsche, daß es jedem französischen Staatsangehörigen verboten werden solle, den spanischen Republikanern zu helfen.
Gil Nobles verläßt Frankreich.
Paris, 26. Juli. (DNB.) Der frühere spanische Ministerpräsident Gil Nobles, der von den französischen Behörden aufgefor. dert wurde, Biarritz zu verlassen, hat sich am Samstag in Boulogne-sur-Mer an Bord eines nach Südamerika auslaufenden Dampfers eingeschifft. Da der Dampfer vorher auch Lis ja. bon anläuft, rechnet man mit der Möglichkeit, daß Gil Nobles vielleicht an Land geht.
Links ein hoher Offizier der Armee des Generals M o l a, der Journalisten eine Unterredung gewahrt. Rechts ein Straßenbild aus Barcelona. Die katalanische Bolschewikenführerin Coridad M er c aber streift mit männlichen unb weiblichen Bolschewiken, bas Gewehr unterm Arm, burch die Straßen. — (Scherl-Bilberbienst-M.)
panzerkreilrer„DeuWand"vorSanSebastian.
Berlin, 26. Juli. (DRV.) Das Panzerschiff „Deutschland- ist am 26. Juli, morgens 6 Uhr, vor San Sebastian eingetroffen.
Unter deutschem Schuh.
Berlin, 25. Juli. (DNB.) Der österreichische Gesandte in Berlin hat die Reichsregierung gebeten, die in Spanien ansässigen ö st e r r e i ch i - schen Bundesangehörigen vorübergehend unter den Schutz des Deutschen Reiches zu stellen. Die deutschen diplomatischen und konsularischen Vertretungen in Spanien, die deutsche Kriegsmarine und die deutschen Handelsreedereien sind sofort telegraphisch dementsprechend angewiesen worden.
Die schweizerische Gesandtschaft in Berlin hat im Auftrage der Schweizer Regierung die deutsche Reichsregierung gebeten, den in Barcelona und anderen spanischen Häfen befindlichen Schweizer Staatsangehörigen die Möglichkeit zu geben, auf deutschen Schiffen Spanien zu verlassen. Die zuständigen deutschen Stellen sind sofort dementsprechend angewiesen worden.
Nachdem die Gesandten Oesterreichs und der Schweiz in Berlin die Reichsregierung gebeten hatten, den Schutz ihrer Staatsangehörigen in Spanien zu übernehmen, hat sich auch der schwedische Gesandte in Berlin mit der gleichen Bitte an die Reichsregierung gewandt. Die zuständigen deutschen Stellen in Spanien sind daraufhin sofort angewiesen worden, auch die schwedischen Staatsangehörigen unter den Schutz des Deutschen Reiches zu nehmen.
700 Deutsche
aus Spanien abbefördett.
Berlin, 26. Juli. (DNB.) Wie aus San Sebastian und Bilbao gemeldet wird, befinden sich an Bord der „Deutschland" 700 deutsche Flüchtlinge, die am 27. und 28. Juli in St. Jean de Lux ausgeschifft werden.
Feige kommunistische Bluttat an deutscher Familie in Spanien.
Ein Kind erschossen.
Berlin, 26. Juli. (NDB.) Wie der deutsche Konsul in Santander über den Kapitän eines englischen Dampfers durch Funkspruch mitteilt, wurde in Reinosa bei einem Ueberfall durch kommunistische Banditen der deutsche Staatsangehörige I m mh o f schwer verletzt. Seine siebenjährige Tochter Johanna wurde getötet. Jmmhof wurde mit schweren Schrotschußverletzungen in das Krankenhaus Valdecilla eingeliefert.
Die Familie Jmmhof ist feit vielen Jahren im Bezirk Santander ansässig. Jmmhof und seine Angehörigen haben sich niemals politisch betätigt. Der feige Ueberfall hat überall die größte Empörung hervorgerufen. Der deutsche Konsul ist sofort bei dem spanischen Gouverneur vorstellig geworden und hat umfassende Schutzmaßnahmen für die Deutschen des Bezirks gefordert.
Seine Waffenlieferungen Frankreichs?
Eden rät Frankreich zur Neutralität. — Geheimnisvolle Sendungen.
London, 27. Juli. (DRV. Funkspruch.) „Daily Telegraph" behauptet, wenn vom französischen Kabinett am Sonntag beschlossen worden sei, dem spanischen Bürgerkrieg gegenüber n en t r a l zu bleiben, so sei das nach einem Bericht aus Paris auf den RatdesAußenminifters Eden an Mnisterprasident Blum zurückzufüh- ren.
Lustfahrtminister Lot wollte liefern.
Kein Benzin.
Paris, 26. Juli. (DNB.) Die von der Madrider Regierung in Frankreich erstrebte Flugzeug- und Waffenlieferung, von der man in Paris anscheinend abgerückt ist, steht neben den Ereignissen in Spanien im Mittelpunkt des Interesses. Die Verhandlungen um den Waffentransport werden ausführlich besprochen. Die meisten Zeitungen atmen jedoch erleichtert auf, weil die französische Regierung von einer Unterstützung der spanischen Linksregierung durch Kriegsmaterial-Lieferungen anscheinend a b s i e h t.
Der Ruf, eine solche Rüstungsausfuhr befürwortet zu haben, bleibt nach der Rechtspresse auf dem linksradikal eingestellten RUnisler
Lot lasten.
Er habe, wie der „Ami du Peuple" erklärt, den Ministerpräsidenten zu einer „so unsinnigen Handlung" bestimmen wollen, die außenpolitische Rückwirkungen gehabt hätte und die nun, Gott sei Dank, infolge der Erregung der öffentlichen Meinung in Frankreich verhütet worden sei.
Das „I o u r n a l" bemerkt, die Vorgänge in Spanien häkten nichts mit der normalen Verteidigung einer regelrechten Regierung gegen einen Aufstand zu tun.
Die Madrider Regierung lenke nicht, sondern werde geführt. Sie habe keine Streitkräfte zu- sammengeslellt, sondern dem Pöbel Waffen ausgehändigt, der selbst schon vor seiner Bewaffnung sich die wahre Leitung der Regierungsmacht anmaßte.
In dem französischen Hafen Port-de-Bouc bei Marseille sind am Sonntag ein aus Barcelona kommender Frachtdampfer und ein spanisches Küstenwachtboot eingetroffen. Sie sollten 300 Tonnen Benzin für die R e - aierungsluftflotte holen. Die französischen Behörden haben jedoch jede Lieferung untersagt. Nur zwei Offiziere der spanischen Schiffe durften unter Bedeckung an Land und dem spanischen Konsulat in Marseille einen Besuch abstatten.
Die Geheimnisse auf einem Abstellgleis.
„Nicht stoßen."
Paris, 27. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Figaro" veröffentlicht eine Meldung aus Bourges, die besagt, daß sein dortiger Berichterstatter die Nummern von fünf auf einem A b st e l l g l e i s befindlichen Eisenbahnwagen notieren konnte, die am 25. Juli dringend nach Bordeaux abgehen unb bort an bie Schiffs verlaberampe gelie- fernt werben sollten. Die 5 Wagen trugen folgenbe Labungsangaben:
1. vier 75er-Geschütze,
2. acht Munitionskisten,
3. zehn Munitionskisten,
4. acht Munitionskisten,
5. vier 75er-Geschütze.
Frankreichs Flugzeuggeschüße für die Sowjets.
Ein neuer Vorstoß gegen den Luftfahrtminister Eot.
Paris, 27. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der Ab- georbnete be Kerillis kommt im „E ch o b e Paris" auf bie Angelegenheit ber vom französischen Luftfahrtminister C o t angeblich an bie Sowjet ausgelieferten Konstruktionspläne bes Flugzeuggeschützes 23 zurück.
Er bringt ein als geheim gekennzeichnetes Schreiben des Stabes des französischen Luftheeres vom 2. April 1936 zum Abdruck, in dem unter Bezugnahme auf ein vorausgegangenes Schreiben des Luftattaches der französischen Botschaft in Moskau mitgeteilt wird, daß der Wunsch der Sowjetmilitärflugzeugleitung, mit der Fabrik hispano zwecks Ankauf der Lizenz für den Bau der 20 und 23 Milimeter Geschütze mit Verriegelung des Laufes in Verbindung zu treten, „zur Zeit leider nicht erfüllt
werden könne", da die Materialprüfung noch nicht abgeschlossen und die erste Ausführung noch nicht vollkommen einwandfrei sei. Eine Abtretung der Lizenz wäre also verfrüht.
De Kerillis fragt: Wie hatte bie Sowjet» regierung überhaupt von dem Vorhandensein des Flugzeuggeschützes 23 Kenntnis erhalten, daß man noch nicht über das Stadion ber Labo- ratoriumsoersuche hinausgelangt war? Bei seiner ersten parlamentarischen Anfrage in biefer Angelegenheit hatte der Luftfahrtminister C o t geantwortet, daß es sich um die Erfindung eines Schweizer Ingenieurs handele, die an sich frei fei. Diese Auskunft fei nicht stichhaltig, denn bie Firma Hispano, bie, wie sich aus bem angezogenen Schreiben ergebe, bie Erbauerin bes Geschützes ist, ist dem französischen Staat gegenüber gebunben unb hatte nie bas Recht gehabt, bas Geschütz den Russen auszuliefern.
Deutsche Gesandtschaft in Addis Abeba wird Generalkonsulat.
Rom, 25. Juli. (DNB.) Der italienische Außen- Minister Graf E i a n o hat nach einer Mitteilung der Agenzia Stefani den deutschen Botschafter von Hassel empfangen, der ihm den von der Reichs- regierung gefaßten Beschluß mitgeteilt hat, die deutsche Gesandtschaft in Addis Abeba aufzuheben und sie durch ein Generalkonsulat zu ersehen. Gras E i a n o hat, wie die Stesani-Meldung hinzufügt, von dieser Mitteilung mit Genugtuung Kenntnis genommen und hat Botschafter von Hassel für die Mitteilung gedankt.
„Ein Beispiel einsichtiger Politik/'
Rom, 25. Juli. (DNB.) Die Nachricht von ber Umwandlung der deutschen Gesandtschaft in Addis Abeba in ein Generalkonsulat wird in Italien aufs lebhafte ft e begrüßt. Sämtliche römischen Abendblätter kommentieren die entsprechende Meldung unter riesigen Schlagzeilen.
Nach dem „G i o r n a l e d ' Ita 1 ia" bedeutet ber Beschluß zugleich einen Akt ber Freunb- schäft gegenüber Italien unb für Europa ein Beispiel einsichtiger Politik. Deutsch- lanb bestätige mit seinem Beschluß bie aufrichtige Herzlichkeit seiner Beziehungen mit Italien und seine realistische, auf Klarheit bedachte Politik, die zu den Gepflogenheiten des neuen Reiches gehöre.
„Tribun a" schreibt, der Beschluß ehre die Reichsregierung, die damit einen Beweis ihrer Freundschaft zu Italien erbracht habe.
„L a d o r o Fascista" führt aus, ber Beschluß der Reichsregierung wird von allen Italienern mit Sympathie ausgenommen. Im übrigen erkennt das Blatt ausdrücklich die kolonisatorische Tüchtigkeit des deutschen Volkes an.
„M essagero" betont, daß Deutschland bie erste Großmacht sei, bie bie burch Italien in Abbis Abeba vollzogene Tatsache anerkenne. Die beutsche Regierung habe es vorgezogen, bie italienische Eroberung ohne Verzögerung in weit- gehenbster, regulärer unb feierlicher unb vom biplo- matischen Gesichtspunkt aus in ber korrektesten Form anzuerkennen. Unb es gelte babei: Doppelt gibt, wer schnell gibt. Es sei vorauszusehen, baß bas Vorgehen Deutschlanbs seinen Einfluß auf andere Staaten ausüben werde. Wenn die anderen Staaten die aktive Mitarbeit Italiens an den internationalen Fragen wünschten, so müßten sie ftüher
ober später sich entschließen, ebenso wie Deutsch- lanb zu hanbeln.
„Voce b'Italia" erklärt, biefer Beschluß der deutschen Regierung stelle einen neuen Beweis für die verständnisvolle, kluge Realpolitik der Reichsregierung dar und werde als Beweis der Freundschaft für Italien von der italienischen Nation gewürdigt unb gewertet.
Autounfall des Stabschefs Lutze.
Berlin, 25. Juli. (DNB.) Am Freitagnachmittag erlitt Stabschef Lutze auf ber Fahrt zum Nürburgring zwischen Berlin unb Magbeburg bei Genthin einen Auto up f all, ber burch grobe Unvorsichtigkeit eines oollbelabenen Erntewagens verursacht würbe. Die erlittenen Verletzungen finb leichterer Natur, so daß Stabschef Lutze nach Anlegen eines Notverbandes sich ins Hotel begeben konnte unb Samstagmorgen nach Berlin zurückkehrte.
29 Emigranten ausgebürgert.
Berlin, 25. Juli. (DNB.) In ber Samstag» ausgabe bes Reichsanzeigers für bas Deutsche Reich sind burch Bekanntmachung bes Reichs- unb preußischen Ministers bes Innern vom 22. Juli 1936 im Einvernehmen lyit bem Auswärtigen Amt die Namen von weiteren 2 9 beutschen Reichsangehörigen veröffentlicht worden, die gemäß § 2 des Gesetzes vom 14. Juli 1933 der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt worden sind, weil sie gegen ihre Pflicht zur Treue gegen Reich und Volk verstoßen und bie beutschen Belange geschübigt haben. Bei allen hanbelt es sich um Emigranten, bie das Reichsgebiet verlassen haben unb ihren Aufenthalt im Auslanbe bazu mißbrauchen, ihr früheres Hei- matlanb in würdeloser Weise zu verunglimpfen, sowie das Ansehen des Reiches und feiner führenden Männer in Wort und Schrift herabzufetzen.
Kommunistenverhastungen in Warschau
Warschau, 26. Juli. (DNB.) Die Warschauer Polizei verhaftete 55 Kommunisten, die einen der Warschauer Parks zum Betätigungsfeld für ihre rote Agitation auserfehen hatten. Der Park wirb hauptsächlich von der jüdischen Bevölkerung ber Hauptstabt besucht.


