Ausgabe 
27.6.1936
 
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Heimatgeschichtliche Ausstellung in Griinberg

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non der Verleihung wichtiger ätadlrechte aus . mjt euch den auswärtigen Fc dem Jahre 1272, ferner alle Siegel, Sladtrech- heit geboten, diese Vorstellung nungen, Markt- und Zunftprivilegien, Sal- und > --------

ifolge der im allgemeinen ungünsti- Witterung etwas unter der zu

aus

Frankfurt a. M. fuhr am 20. und 21. Mai, ohne

*

Oberheffen

Vor- oer«

Deutschen Reich gegenüber 6,5 Kilogramm im fahr, das eine sehr ungünstige Kirschenernte zeichnete, ermittelt.

Amtsgericht Gießen.

Schwere Strafe für einen Fahrraddieb.

Der bereits einschlägig vorbestrafte Fr. D.

1 sehr gut, 2 gut, 3 = mittel, wurden für den Wachstumsstand folgende Noten errechnet: Süßkirschen 2,9 (Vormonat 2,2), Sauerkirschen 2,5 (1,8), Pflaumen und Zwetschen 3,1 (2,5), Mira­bellen, Renekloden 3,5 (2,8), Pfirsiche 3,7 (3,3), Aprikosen 3,9 (3,6), Walnüsse 3,3 (2,7), Aepfel 3,2 (2,5), Birnen 2,8 (2,2). Zugleich mit der Beur­teilung des Wachstumsstandes haben die Bericht­erstatter des Statistischen Reichsamtes zu Mitte Juni eine Vorschätzung der diesjährigen Ernte an Süßkirschen durchgeführt. Als Ergebnis dieser Er­mittlung wurde für 1936 ein voraussichtlicher Äurchschnittsbaumertrag von 21,6 Kilogramm im

der Berichterstatter des Statistischen Reichsamtes liegt die allgemeine Beurteilung des Wachstums­standes des Obstes zu Mitte Juni bei allen erfrag­ten Obstarten infolge der im allgemeinen ungünfti-

Gerichlsbücher, gedruckte predigten aus dem 14., 15., 16., 17. und 18. Jahrhundert. Viele alte Grünberger Familien können in diesen Schriften ihren Kamen bis in die ältesten Zeiten zurück verfolgen.

gen, naßkalten L

Mitte Mai. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten

*

Ehrung eines verdienten Beam-

Der O b e r h essiscke Kun st verein macht un Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß der morgige Sonntag der letzte Ausstellungstag der Schau Frauenblldnis mit Schmuck" ist. Es sei besonders darauf hmgewiesen. 1 1 uer9

** E i n Kaktus blüht mit 10 9 w r ru « Ein Phyllokaktus, der sich im Besitz der Familie Roll (Mausburg) befindet, trägt in diesem Jahre die statt- lche Anzahl von 102 Blüten. Diese Tatsache ist be- onders deshalb interessant, weil der Kaktüs bereits müD°T>ipeiinf?a^rC ntt$t ®en9er denn 118 Blüten

Pflanze wird viel bewundert. Sie ist auf gaffe ou13u sehen ber W«g-n>

Freitagabend m derStadt Lich" eine Sitzung ab "J0»fld) abschließend mit der Dorberelluna des Gautreffens der Stenographen im Gau Hessim beschäftigte. In den Ausschüssen war eifrige geleistet worden. Alle Vorbereitungen sind ^cn "ptQn erwartet, daß insgesamt etwa 1500 Stenographen teilnehmen werden. Die Gießener WeHn^ Stenographenschaft beteiligt sich am ^lettschrelben mit über 125 Mitgliedern. Das Pro- gramm des Treffens ficht u. a. am Samstaa 4. Jul. nachmittags, die 56. Gauvertretewersamm^

ersten Rana ein. Die veredelten Erdbeerensorten des Gartens machen beinahe den Walderdbeeren auch in geschmacklicher Hinsicht den Rang streitig. Die Gartenerdbeere wird mcht etwa nur roh, un» gezuckert genossen, sondern sie wird roh, gezuckert und in zahlreichen Mehlspeisen und Getränken ver­arbeitet. In den heißen Tagen spielt sie als Erd- beereis eine wichtige Rolle. Es gibt kaum etwas Erfrischenderes als Gartenerdbeeren mit Milch, süßem oder saurem Rahm übergossen und auf Eis

erletzungen von Weidevieh durch unvorsichtige Ausflügler. Von Seiten der Bauern und Landwirte kommen immer wie­der Klagen, daß Verletzungen von Weidetieren durch unachtsam weggeworfene und oftmals zer­trümmerte Bierflaschen, Konservenbüchsen und der­gleichen heroorgerufen werden. Die Ausflügler werden daher gebeten, bei der Beseitigung derar­tiger Dinge die größte Vorsicht walten zu lassen. Am besten ist es, wenn hierzu die Überall vorhan­denen Abfallplätze, die sich meist in Kiesgruben be- finden, benützt werden. Welche Schäden die Un­achtsamkeit eines Augenblicks schon nach sich gezo­gen hat, beweist die Tatsache, daß Notschlachtun- aen verletzter Tiere keine Seltenheit sind. Nicht nur, daß in solchen Fällen der Besitzer eine bedeutsame finanzielle Einbuße erleidet, wird z. B. bei Ver­letzungen von Milchkühen auch die Milchlieferung eingedämmt: daher größte Vorsicht, insbesondere auf Wiesen und Weiden.

* W a ch s tu m s st a n d des Obstes zu Mitte Juni 193 6. Auf Grund der Meldungen

Treis vorüber, dann durch diesen Ort durch Mainz­lar und Staufenberg. Der Ausflug hat den Schü­lern wichtige heimatkundliche Kenntnisse vermittelt und wohl dazu beigetragen, ihre Liebe zur Heimat . ZU vertiefen. Wie alljährlich seit Bestehen des Deutschen Liedertages" wird auch am nächsten Sonntag der Turn- und Gesanaverein wieder auf dem Platz vor der" Kirche deutsche Volkslieder erklingen lassen.

Oden Hausen 26. Juni. Begünstigt durch das sehr gute Wetter ist die Heuernte beendet. Qualität und Quantität können als sehr gut be­zeichnet werden. Selbst auf sog. trockenen Wiesen war infolge des durchweichenden Regens der Gras­wuchs sehr gut. Infolgedessen wurden bei der Ge» meindegrasoersteigerung niedrige Preise erzielt. Der Morgen kam durchschnittlich auf 25 RM. Roggen, Weizen und Gerste versprechen eine gute Ernte; während der Hafer gering und kurz ist. Da die Korner bereits durchschießen, wird mit einem ftär- Eeren Wachstum kaum gerechnet werden können. Die Haferernte wird weit unter Mittel bleiben. Die Hackfrüchte sind ausgezeichnet und werden jetzt ge­hackt und gehäuselt. Voraussichtlich ist mit einer sehr guten Kartoffelernte zu rechnen.

= Lich, 25. Juni. Einem langggehegten Wunsch vieler Volksgenossen unserer Stadt hat die Reichs- post jetzt dadurch Rechnung getragen, daß im Eingang des früheren Rathauses neben dem Post- mertzeichenautomaten jetzt auch ein P o st k a r Len­au t o m a t Aufstellung gefunden hat. Der Ver­kehrs- und Verschönerungsoerein Lich, auf dessen Anregung hin diese der Allgemeinheit dienende Ein- richtung geschaffen wurde, empfiehlt dieselbe dem Schutze aller Bevölkerungskreise.

= Lich, 26. Juni. Die seit Dezember vorigen Jahres infolge des durch Erreichung der Alters­grenze erfolgten Ausscheidens aus dem Schuldienst des seitherigen Leiters, Rektor Erb, verwaist ge­wesene Stelle des Leiters der hiesigen Volksschule >si gestern wieder besetzt worden. Lehrer Karl (NA ist durch Verfügung des Reichs- siatthalters mit sofortiger Wirkung mit der Leitung oer Volksschule Lich unter gleichzeitiger Verbindung mirhb o11 Titel Rektor beauftragt worden.

, a nJ^ d ' 26. Juni. Das bereits seit Jahren geplante Vorhaben, die Errichtung eines neuen Pfarrhauses soll nunmehr zur Aus- suhrung kommen. Die Ausarbeitung dieses Pro- lektes und die Ausführung desselben wurde von e^^^onngellschen Kirchengemeinde dem staatlichen Hochbauamt m Gießen übertragen.

Kreis Schotten.

? ttcn , 26. Juni. Unter dem Vorsitz von Dekan W i d m a n n fanden sich hier die Geistlichen ^etQnS>e,tl,d,en Dekanats Schotten zur 5. dies- jatjrigen Vsarr-Konferenz zusammen. Die ^ofsnungsandacht hatte Psarramtskandidat Lind ^""gesham) übernommen. Der Vorsitzende be- lr?[kraUf be." neu i" Dekanat -ingetr-. tenen Pforrverwalter Wirtz sRuppertsburqi und täL Xr0U'di['i>Cne ^-nstliche Mitteilungen be.

D''^Konferenz-Vortrag wurde oon Pfarr- Don 9 mn ®' rt6- a°i>n"?n über das ThemaFranz tolate^e,CtneT Verhältnis zur Natur". Es S C ^regende Aussprache. Es wurde be- tefnJ ? bcn Urlaubsmonaten Juli und August zu einerattc"' b°"-g°n im September

tana 3 mS ,mr,UnH ber Vfarrfamilien des D-. nats wieder zusammenzukommen.

sitz des zu Ordinierenden vollzogen werden, in der Regel durch den zuständigen Dekan unter Assistenz einiger weiterer Geistlicher. Die Ordination oon Pfarrassistent Feix wird die erste sein, die Dekan Sattler in Gießen vollzieht.

Sonderzug zum ReichsknegertagKassel

Der Sonderzug für den Reichskriegertag Kassel fährt am 4. Jul: ab Friedberg 22.22, ab Obborn­hofen 23.01, ab Inheiden 23.09, ab Hungen 23.15, ab Laygsdorf 23.22, ab Lich 23.31, ab Garbenteich 23.45, ab Schiffenberg 23.49, ab Gießen 0.08, ab Lollar 0.19 Uhr. Die Rückfahrt des Sonder- zuges erfolgt in der Nacht vom 5. 3um 6. Juli über die vorgenannten Bahnhöfe ab Kassel 0.42 Uhr, an Obbornhofen 4.20 Uhr.

Kampf dem Verderb!

Viele tausend Zentner Erdbeeren kommen täg­lich auf den Markt und müssen verwandt werden. Schon fangen die Johannisbeeren langsam an sich zu röten. Es wird nicht mehr lange dauern, dann reifen in allen Gärten Früchte heran, die zur Zeit der Ernte verwandt werden müssen. Ein Marme­ladebrot im Winter oder eingemachte Früchte als Beigabe schmecken köstlich in der obstarmen Zeit, und wenn Mutter dann gar noch ein Glas erfri­schenden Süßmost zum Abendbrot auf den Tisch stellt, kann es gar nichts Köstlicheres geben und wir brauchen kein teueres ausländisches Obst zu kaufen.

Süßmost? Viele Hausfrauen wissen nicht, was das ist. Der Name ist eigentlich irreführend, denn ge­rade die Süßmostbereitung verlangt lehr wenig Zucker.Flüssiges Obst" gibt es am besten wieder, was der Süßmost eigentlich ist. In der Schweiz ist die gärungslose Früchteverwertung schon seit Jahr­zehnten wohl bekannt, und fast jeder Bauer stellt seinen Süßmost her. Bei uns fand diese Art der Früchteoerwertung, die unter Schonung der Nähr­und Gesundheitswerte des Obstes eine restlose Ver­wertung aller Ernteüberschüsse gewährleistet, zuerst in Süddeutschland Eingang. Ein Bauernsohn, Josef Baumann, schuf in unserem Gau in Ober» erlenbach eine Lehr- und Versuchsanstalt für gä­rungslose Früchteoerwertung, die mit ihren Lehr­gängen, Versuchen und Apparaten die einzige Spe­zialanstalt der Erde ist.

Besonders für die Vorratswirtschaft der Haus­frau ist die Herstellung von Süßmost von großer Bedeutung. Sie benötigt dazu keinerlei kostspielige Sondergeräte. Der Arbeitsvorgang ist sehr ein­fach, durchaus nicht zeitraubend, und was jede Hausfrau besonders begrüßen wird, der Zuckerver- brauch ist nur sehr gering. Die Obstweinherstellung erfordert sehr viel Zucker und vor allem konnten dabei nur tadellose Früchte Verwendung finden. Zum Süßmost eignet sich auch Fallobst. Selbstver­ständlich wird der Geschmack des Getränkes immer abhängen oon der Qualität der verwandten Früchte. Die Verwendungsmöglichkeiten des Süßmostes sind nahezu unerschöpflich.

In den kommenden Wochen werden durch die Abteilung Volkswirtschaft Haus­wirtschaft im Deutschen Frauenwerk in allen Kreisen unseres Gaues Süßmost-Kurse, Werbeveranstaltungen und Beratungen für die Hausfrauen stattfinden. Es besteht also die Mög­lichkeit, den Süßmost und seine Herstellungsweise genau kennenzulernen. Alle Kurse und Veranstal­tungen werden noch angekündigt.

Kampf dem Verderb! Das ist die Parole, die für jede Hausfrau gilt. Auch die Süßmostbereitung dient diesem Kampf.

Die vocköwirtschastliche Bedeutung der Radfahrwege.

VA. Das Fahrrad, im letzten Jahrzehnt, form­schön und technisch hoch entwickelt, wird auch im rasenden Tempo unserer Zeit noch zur Ueberwin- dung größerer Strecken hochgeschätzt und hat neben Auto und Eisenbahn einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung des Nah- und Fernverkehrs. So ist es für 16 Millionen Deutsche jeglichen Alters ein treuer Helfer und oftmals täglicher Begleiter geworden.

Für den Weg zur Arbeitsstätte ist das Fahrrad ein unentbehrliches Hilfsmittel. Besonders in den ländlichen Bezirken liegen die Betriebe häufig weit ab oon den Wohnstätten. Stundenweit muß daher der Arbeitskamerad zum Büro oder zur Werkstatt herbeieilen. Der Berufsweg, welcher Betrieb und Heim verbindet, bedarf im Zeitalter des Verkehrs im Interesse der Gesundheit und des Lebens einer ganz besonderen Beachtung.

In der letzten Zeit wurde versucht, die Ursache der Häufigkeit von Unfällen auf die Disziplinlosig­keit des Radfahrers zu wälzen. Diese Begründung muß als abwegig zurückgewiesen werden, da nur derjenige eine solche Behauptung aufstellen kann, der sich noch niemals auf einem Fahrrad in den Straßenverkehr begeben hat. Diese Betrachtungs­weise und die sprechenden Zahlen der Statistik oer- langen, daß aus der Sorge um das Leben und die Gesundheit des schaffenden Menschen das Verkehrs- problem der Radwege gelöst werden muß.

Im Rahmen der Gesamtwirtschaft nimmt die Erzeugung und der Absatz von Fahrrädern und Fahrradbereifung einen nicht unbeträchtlichen Raum ein. In Deutschland werden jährlich 2,5 Millionen Fahrräder umgesetzt. Bei einem Durchschnittspreis non rund 60 Mark pro Rad handelt es sich immer­hin um 150 Millionen Mark, die im Rahmen des gesamten deutschen Handelsvolumens auf die Fahr­radherstellung entfallen.

Nicht zu unterschätzen ist ferner die wirtschaftliche Bedeutung des Radwegebaues selbst. Der Bau von 1 Kilometer Radweg bedeutet eine Arbeitsbeschaf- fung von 350 Tagewerken bei einem Kostenau - wand von ungefähr 5000 Mark. Da der Lohn­kostenanteil beim Radwegebau gegen 80 v. H be- tragt, kommen die für den Radwegebau aufge- wandten Kosten in erster Linie der Kaufkraft der ungelernten Arbeiterschaft, die beim Radwegebau eingesetzt wird, zugute. Die 12 bis 14 Millionen Tagewerke, die zum Bau der 42 000 Kilometer Radwege erforderlich sind, werden zur Stabilisie­rung der Kaufkraftverhältnisse weiter Bevolkerungs- schichten in den nächsten Jahren nicht unwesentlich beitragen, da immerhin die Durchführung des Rad- Wegebaues über 200 Millionen Mark an Kaufkraft ben etwa 20 000 im Radwegebau beschäftigten Volksgenossen im Laufe der nächsten 3 bis 4 Jahre bringen wird. 1

Daher ist es notwendig, daß die bereits in An- gaff genommenen Bauprojekte, besonders aber die für die Zukunft weit gesteckten Ziele derReichs- gemeinfchaft für Radfahrwegebau" oon Öen Wegebau- und wegeunterhaltungspflichtigen Behörden der Industrie und den zahlreich inter- essierten Kreisen weiter tatkräftig unterstützt und gefordert werden. D

Auch eine Anzahl von Museumsgegenstanden können gezeigt werden: Zunftschilder, Wetterfahnen, eine alte Marktfahne, eine Bürgerausschußfahne vom Jahre 1787, ein kunstvoll gearbeitetes Wirts- schild vom Gasthaus Hirsch vom Jahre 1605 u. a. Sachen. Erwähnenswert ist auch, daß Frau Koch- Grünberg die Sammlung durch Stiftung von Gegenständen aus der Reiieausbeute ihres Mannes (Federn und kleine Geräte von Indianern Brasi­liens, sowie getrocknete Urwaldvögel) bereichert hat. Außerdem sind für Fremde, die Interesse für die geschichtlichen Gebäude und Plätze Grünbergs haben, sachkundige Führungen vorgesehen.

Welch lebhaftes Interesse aber auch bei den Be­wohnern Grünbergs für das Fest besteht, beweist die Tatsache, daß zu dem Festakt am Samstag­abend die 600 Sitzplätze im Saal der Turnhalle nach kurzer Zeit aus ver­kauft waren und nur noch eine beschränkte Zahl von den 150 Plätzen der Galerie zur Ver­fügung steht. Da aber die an diesem Abend ge­zeigten lebenden Bilder, die in historischen Ko- ftümen dargestellt werden, am Sonntag noch­mals zur Aufführung gelangen, ist öa- lch den auswärtigen Festbesuckern Gelegen­boten, diese Vorstellung zu besuchen.

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gicßcn, 27. Juni. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, % kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10^, Klasse B 10, Klass? C 9%, Enteneier 9 bis 11, Wirsing, % kg 10, Weißkraut 12 bis 15, gelbe Rüben, das Bündel 8 bis 12, rote Rüben, kg 12, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen, grün, 20 bis 30, Spargel 25 bis 40, Erbsen 15 bis 20, Mischgemüse 10 bis 12, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 14 bis 15, Rhabarber 10, Pilze 50, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,95 Mark, neue, % kg 12 bis 15 Df., Pfirsiche 60, Himbeeren 40, Aepfel 30 bis 60, Kirschen 30 bis 40, Heidelbeeren 35, Stachelbeeren 15 bis 20, Johannisbeeren 20 Pf., Hähne 1 Mark, Suppenhühner 80 bis 85 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 70, Blumenkohl 10 bis 60, Salat 5 bis 8, Salat­gurken 20 bis 40, Oberkohlrabi 8 bis 12, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 10 Pf.

im Besitze einer Fahrkarte zu fein, als blinder Passagier von Frankfurt nach Marburg und von' dort nach Gießen. Der Angeklagte begab sich so­dann zu Fuß nach Großen-Linden und entwendete

ten. Nach Erreichung der Altersgrenze tritt mit dem 1. Juli öiefes Jahres Bauinspektor Marx vom Hessischen Hochbauamt Gießen in den wohl­verdienten Ruhestand. Aus diesem Anlaß ver- ammelte der Vorstand des Amtes, Regierungsbau­rat Kuhlmann, die Beamten und Angestellten zu einer Abschiedsfeier zu Ehren des aus dem Dienst scheidenden Beamten. In Würdigung der verdienstvollen Tätigkeit, die der nunmehr in den Ruhestand tretende Beamte in nahezu vier Jahr­zehnten durch treueste Pflichterfüllung dem Land Hessen widmete, sprach Regierungsbaurat Kuhlmann herzliche Worte der Anerkennung und überreichte dem scheidenden Beamten im Namen des Führers und Reichskanzlers im Auftrage des Herrn Reichs- tatthalters in Hessen eine Anerkennungsurkunde ür die geleisteten treuen Dienste. Ba'uinspektor Marx war nach dem Eintritt in den he fischen Staatsdienst von 1897 bis zum Jahre 1902 an dem Wasserbauamt in Worms und von diesem Zeitpunkt in ununterbrochener Folge am Hessischen Hochbau­amt in Gießen tätig.

** JubiJäum der Arbeit. Am gestrigen Freitag konnte, wie wir bereits kurz berichteten, Herr Karl Opper aus Saubringen, Meister der Gewindeschneiderei, bei der Firma Bänninger G.m b.H. auf eine 25jährige Tätigkeit zurückblicken. Vor­mittags versammelten sich der Leiter der Firma und die Arbeitskameraden an dem festlich geschmück­ten Arbeitsplatz des Jubilars zu einer schlichten fteier. Es wurde hierbei dem Jubilar durch den Betriebsführer Karl Bänninger Dank und Aner­kennung für die in 25 Jahren der Firma geleisteten Dienste ausgesprochen. Außerdem wurden noch von vier Vertretern der Gefolgschaft in schonen Worten Glückwünsche dargebracht. Dem Jubilar wurden owohl oon der Firma als auch von der Gefola- chast wertvolle Geschenke überreicht.

*. D e r D e u t s ch e ßiebertag 1 9 36. Vom xJorftanö des GesangvereinsLiederkranz" Gießen wird uns geschrieben: In der gestrigen Veröffent- lichung über den Deutschen Liedertag sind die Ver­eine genannt, die sich zu Gesangsoorträgen innerhalb des Stadtgebietes zur Verfügung gestellt haben. Es ist weiter erwähnt, daß der Bauerfche Gesangverein lMlge Teilnahme an einer Feier des Gesangvereins Eintracht in Hungen von der Mitwirkung am Cieöertag m Gießen Abstand nehmen mußte Um alschen Meinungen über das Fernbleiben des Lie- rerkranz" zu begegnen, sei mitgeteilt, daß dem'Ge- angoeremLiederkranz" die Mitwirkung am Lieder- tag nicht möglich ist, weil sein Ehormeister, Musik- ^hrer K a ft e n , an genanntem Tage eine Feier des GesangvereinsFrohsinn" in Londorf zu leiten hat und infolgedessen m Gießen nicht anwesend sein

lung vor. Am Abend findet eine große öffentliche Kundgebung statt, mit der gleichzeitig die Feier des 75jährigen Bestehens der Gießener Ortsgruppe ver­bunden sein wird. Der Sonntagoormittag bringt in verschiedenen Schulen unserer Stadt das Leistungs- Wettschreiben. Der Nachmittag wird durch verschie­dene gesellschaftliche Veranstaltungen ausgefüllt sein.

** Sonntagsrückfahrkarten aus b e - sonderem Anlaß. Zu dem vom 27. bis 29. Juni in Hungen stattsindenden 100. Stiftungsfest des GesangvereinsEintracht" werden oon allen Bahnhöfen der Strecken GießenNiederwalgern, GießenDillenburg, GießenWeilburg, Gießen Nidda, Friedberg (Hessen)HungenLaubach (Ober­hessen), NiddaSchotten und LollarLondorf Grünberg (Oberhessen) Sonntagsrückfahrkarten nach Hungen ausgegeben. Die Karten gelten zur Hin­fahrt vorn 27. Juni 12 Uhr bis 29. Juni und zur Rückfahrt vorn 27.. Juni bis 30. Juni 12 Uhr (spä­tester Antritt der Rückfahrt).

4- Grünberg, 26. Juni. Nicht allzu groß sind die Bestände an alten Akten, Urkunden und Gegen­ständen, die unser städtisches Archiv in einem be­scheidenen Raume des Rathauses birgt. Mußte man doch bei seiner Einrichtung vor einigen Jahrzehn­ten die Wahrnehmung machen, daß eine Menge wertvoller Urkunden, die noch in GlasersGeschichte der Stadt Grünberg" (1846) als vorhanden er­wähnt werden, abhanden gekommen waren. Ent­weder hatten sie private Liebhaber gefunden, oder waren in das Staatsarchiv nach Darmstadt oder in Museen gekommen. Da nun gelegentlich der 750- Jahrfeier der breiten Oeffentlichkeit einmal die be­deutendsten urkundlichen Schätze unserer Stadt zu­gänglich gemacht werden sollen, hat der Festaus­schutz auf Anregung von Archivoerwalter Schweiß- gut h und Kaufmann Schreiner beschlossen, während der Festtage eine heimatgeschichtliche Aus­stellung au veranstalten. Sie wird im großen Sitzungssaal des Rathauses untergebracht werden. Entgegenkommenderweise haben neben dem Staats­archiv auch verschiedene Museen, die wicktige alte Schriftstücke aus Grünberg besitzen, sich bereit er­klärt, diese während der Festtage der Stadt leih­weise zu überlassen.

Unter anderem werden zu sehen sein: die alte Schenkungsurkunde des Klosters Arnsburg aus dem Iahre 1222, In der Grünberg erstmals als Stadt erwähnt wird, eine Originalurkunde

Oer Hessische Hauptverein derGusiav-Adolf-StifiungtagtmTi dda

(D Nidda, 26. Juni. Die 93. Jahresversamm­lung des Hessischen Hauptoereins der G u st a o - A d o l f - S t i s t u n g, die diesmal unter dem GedankenFür Glaube und Volkstum" stehen wird, soll am 5. und 6. Juli in unserer Stadt tagen. Die sehr reichhaltige Festfolge sieht am 4. Juli nachmittags einen von Pfarrer May (Treßdorf) gehaltenen Jugendgottesdienst vor. Den F e st g o 11 e s d i e n st am 5. Juli hält Pfarrer May (Treßdorf): auch in der näheren und weiteren Umgebung unserer <Stc>' finden durch namhafte Diasporageistliche Festgottesd^nste statt.

Der Nachmittag des Hauptfesttages wird eine große Volksversammlung bringen, die durch den S?rll£^n^cn &es Hessischen Hauptoereins der Gustao- Adolf-Stiftung Pfarrer D. Wagner (Bensheim) eröffnet wird: sodann werden sprechen Stadtpsar- rer Lic. Cempp (Stanislau-Galizien) überGroß­kampf vor den Toren Rußlands", Pfarrer Sten- früher Pfarrer in Rußland) über Bolschewistischer Dernichtungswille gegen Ehri- Itentum und Volkstum", Universitätsprofessor Dr. ®er & r, der Präsident des Zentralvorstandes' "?.err Gustav-Adolf-Verein als Hüter evanae- lischen G aubens und deutschen Volkstums in aller Welt. Am Abend wird eine Versammlung mit fifnflfr(UJUn^ Überreichung der Festgaben und mu­sikalischen Darbietungen stattfinden.

ber fflu^nn^flT(°yen taflen der Landesverband öcr Gustav-Adolf-Frauenvereine und der Verwal- ungsrat. Den Schluß der Jahresversammlung bil° QuÄrbn ?9^ 61116 o^Eche Versammlung der Gustav-Adolf-Frauenvereine in Bad Salzhausen. h S01 ?er Evangelischen Bevölkerung von Ober- nprfnmb\6 m°9hAte,t 3U geben, diese 93. Jahres- ^"lommlung recht zahlreich zu besuchen, werden 61 Unfl nber Reichsbahndirektion Frank- D0;\Q?en oberhessischen Eisenbahnstatio-

12 Uhr hie" liiw c Gültigkeit vom 4. Juli

gegeben. 6' 3uÜ 24 Uf>r "°ch Nwd° aus'

Landkreis Gießen.

BottNul- 39 ®s?e 9e|ül,rj wurden, gingen ®n der 27 Sff,»39. b'eger und zwar 12 Knaben und Ä "!" b°r Berussschule 16 Knaben und wM ebieger hervor. Die Höchftpunkt- 242 <nnfV? b°" »ulksjchülern Kar F» [chel 277 b°n Volks,chulerinnen Elly Bor!

»e 9« m der Berufsschule Albert Bor-

km"Lon°n^?ch^ Ä^'n»:^unX( unT äS*?5ts .s:r,n8

9 fu,rte an ben vorgeschichtlichen Fundstätten bei

** Unfälle. Eine hochbetagte Frau, wohnhaft in der Erednerstraße, erlitt durch einen unglück­lichen Sturz einen Oberschenkelbruch und mußte so­fort in die Klinik gebracht werden. Der zehn­jährige Sohn eines hiesigen Inspektors, wohnhaft Schubertstraße 2, erlitt durch einen unglücklichen Sturz eine schwere Verletzung am linken Knie und ______ ______._M________________ ____________

mußte ebenfalls in ärztliche Behandlung gebracht, dort ein Fahrrad. Auf der Fahrt durch Kirch-Göns roeJ?en" r konnte er von dem Eigentümer eingeholt und oer«

* Eßt Erdbeeren! Unter den vielen Haftetwerden. Das Gericht erkannte auf e i n Ia h r Beerenfrüchten nehmen die Erdbeeren bei uns ihres , o i e r Monate Gefängnis unter Anrechnung außergewöhnlich guten Geschmackes wegen Öen > von einem Monat erlittener Untersuchungshaft.