Ausgabe 
27.2.1936
 
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Qtion

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26. -r - ^resreajnung jdu erji gviegenuiaj oer wenerar- SBofUrf1 $ Sammlung Ende März gestellt werden. Vereins- üh - ung, Mer Theiß, der die Versammlung leitete, ser 21, UW Ni laß sie in der üblichen Weise. Hier sprach in i)amn$PUtllpeiL r-er 9ut besuchten Versammlung im Döllschen

> 3?mraWiiit। Lale der Schulleiter Jung aus Omaruru im tackl>-w IfW "lll vieren Deutsch-Südwest-Asrika, bet zur Zeit im !>en m Nachbarten Merlau, seiner Heimat, seinen Urlaub

rrita, det zur Zeit im

iilebt. Seit 24 Jahren wirkt Herr Jung zuerst

rita, berichtete über das dortige Schulwesen

^öifelbag 'chlepperin'lj

üon 750 3enfn9 lun9en Verweiii

en Reichskriegertag ist vorgesehen. Nachdem noch

ch und D ö r r s ch u ck die Kyffhäuser-Ehren-

che der Kriegerkameradschaft. Bezirksführer R e u-

Kirche uni) Schule

eter Straßenbau«

>et dabei für loci

igen.

Durch einen ur; >

*31, besonders die Arbeit für den Gustav-Ädolf- Srein.

nglicher elnb I

iren, überreichte der Bezirksführer R e u s ch e r r. Kameraden Hch. Stein I., Hch. Weifen-

( a o r ft, Otto Stamm, Heinrich Eimer, !stao S a n n und am letzten Sonntag Otto Peter d seine Frau Lina, geb. Vöhl, als Turnerin.

dreie Alsfeld

* hielt im Stru* b, bei bem unter i

Dilis. -Ts^^otei

e aufgeführt wur!

'den zehn Mittzli^,, . ------ -------o .--o

i anaehvren, wl Wc ausgiebige und angeregte Aussprache. Zum vrsiuh wurden dienstliche Angelegenheiten bespro-

ß- Groß-Felda, 26. Febr. Die hiesige K r i e- rkameradschaft hielt in der Wirtschaft -ifenbach ihre Generalversammlung ab. Der ,...... eite Kameradschaftsführer Hch. Stein I. hieß

iW. fyuje Teilnehmer willkommen und gab, nachdem die chnung vorgetragen und in Ordnung befunden . -rrn ui| rrden war, den Jahresbericht. Er erinnerte dabei lrch das Dorf r.i f die Wiedereinführung der Wehrpflicht, an das von 750 Zentner tlebnis des Reichskriegertages in Kassel und an düngen Verwend k Veranstaltungen im Orte. An einem Sonntag i' ober nach Pfingsten soll ein Preis-Scheiben-

t Nieder-Ohmen, 26. Februar. Der hiesige ?rnD e r e i n hielt in seinem Dereinslokal bei ^stwirt Döll eine gut besuchte Versammlung ab. , alten Satzungen des Vereins wurden außer -aft gesetzt und die neuen Satzungen des Reichs- Ljjes für Leibesübugen einstimmig angenommen. "l L Turnbetrieb ist infolge Zugangs jungen Nach- uchses zur Zeit recht rege. Die Mahnungen an Eltern gelegentlich des Wintervergnügens des Greins scheinen erfreulicherweise auf fruchtbaren luden gefallen zu sein. Möge das ein dauernder astand und nicht eine vorübergehende Erscheinung r! Die edle Turnsache ist es wert, daß man alles jur einsetzt! An diesem Abend wurde auch ein en mit t Ältestenrat gebildet, dem in der Hauptsache die n9 unb' z.esten Mitglieder des Pereins angehören Die Uesrechnung soll erst gelegentlich der General-

en M! e aus. X befli I en ^t)Ör?e Vv I nqli* ?® Unb 1 1

elmnfn ' 1 euie r r-ievl. oeu -oapren mirn §)err ->zung zuerst lierm-t *1 N. i fr Lehrer und nach Wegnahme unserer einstigen n pfk5 Ä Ionien als Schulleiter in Südwestafrika. Er j "fahrt, soll Werte in anschaulicher Weise, unterstützt von irnh öer Nähe j eben Lichtbildern, die Lage unserer deutschen

und mite; Nksgenossen im ehemaligen Deutsch-Südwest- llit m rr bfli irika, berichtete über das dortige Schulwesen

( Dcrl® es in früherer Zeit war und wie es jetzt ist . ' [eit langer l|t erzählte von Land und Leuten, Sitten und 's,?urde ollen t l»räuchen.

k- der Gant K & bA-Die Sand» W'lhelm Weiß werden. 9

usgeführt. Di^ch L igen begonnen tr.i j leter Straßenbau t ) S chotten, 26. Febr. Hier fand die zweite oser Arbeiter von h lsjährige Dekanats-Konferenz statt, zu i sich mit Ausnahme der dienstlich verhinderten irglieder alle Geistlichen des Evangelischen Deka- br. Der hiesige 8 19 Schotten eingefunden hatten. Pfarrer Saal» * bem hielt die Eröffnungsandacht. Pfarrverwal- f Dr. Engel- Wingershausen sprach hierauf in tfgründigen Ausführungen über das ThemaLe- nselemente der Kirche". Dem Vortrag folgte eine

- Der hiesige Fp, ^eßen stattfinden. Eine Beteiligung am diesjäh- 'erfüllten Gaali Reichskriegertag ist vorgesehen. Nachdem noch ^gelungenen Dna riße Frontkämpfer-Ehrenkreuze verteilt worden lter hch. 2dng. ngsonsproche, bl hrer und zum , . , ,,,, ... .

n wurden zwei 2 uuze 2. Klasse. Die Ausgezeichneten dankten für > mit wohlverdii, Ü Ehrung und gelobten weiterhin Treue zur Tombola, U He der Kriegerkameradschaft. Bezirksführer R e u- dann noch lange Z l!e r hielt anschließend einen Vortrag überdie . Die kürzlich bei Senkung der Kriegerkameradschaften im Dritten s Feldweges Kameradschaftsführer Dr. Nern schloß die >urde den Äeiii Sammlung mit dreifachem Sieg-Heil! auf den zur Ausführung iS F)rer- Kameradschaftliche Unterhaltung beschloß 15 Notstand-!, k' Abend.

5> Sellnrod, 26. Febr. Unserem Ortsgeist- nnck henz vc'Aligen Pfarrverwalter Zulauf wurde durch den 3 rechten Beim-1 ! Lmdeskirchenausschuß mit Wirkung vom 1. März in die WH die hiesige Pfarrstelle definitiv über- tgen.

'UeSanqelH E Das l eiIler 30jäÖ $ ll ernannt von n '-^zih

Mehr Lehrstellen!

Der letzte starke Nachkriegsgeburtenjahrgang steht vor den Toren der Berufe. Die Berufsberatung des Arbeitsamtes Gießen haben in den letzten Mona­ten in ganz Oberhessen 2350 männliche und 1370 weibliche Ratsuchende aufgesucht. Darunter befin­den sich 1705 Knaben und 1165 Mädchen, die in Lehr- und Anlernstellen untergebracht werden wol­len. Die Zahl der bis jetzt gemeldeten offenen Lehr- und Anlernstellen beträgt bei der männlichen Be­rufsberatung 705, bei der weiblichen 218.

Ls fehlen also noch 1000 Lehrstellen für Knaben und 947 für Mädchen.

Sicherlich werden in den kommenden Wochen noch viele Betriebe einen oder mehrere Lehrlinge an­fordern, doch wird die Nachfrage bei weitem nicht genügen, um allen Jugendlichen einen Platz im Wirtschaftsleben geben zu können Das starke Ueberangebot liegt eben ganz beträchtlich über dem gegenwärtigen Nachwuchsbedarf. Die Eingliederung aller Jugendlichen in das Berufsleben ist nur möglich einmal durch Mehreinstellung von Lehr­lingen, sodann vor allem durch Bereitstellung jeder verfügbaren Lehr- und Anlernstelle. Es gibt noch eine Reihe von Betrieben, die keinen Lehrling hal­ten, jedoch bei einigem guten Willen hierzu in der Lage wären.

Nur dann wird die schwierige Frage der Unterbringung der Schulentlassenen befriedi­gend gelöst werden können, wenn sämtliche Betriebe, sämtliche Meister alle verfügbaren Lehr- und Anlernstellen, sowie Arbeitsplätze für Jugendliche zur Verfügung stellen. Selbst auf die Gefahr einer evtl, erschwerten Ver­wendung dieser jungen Leute in den ersten Jahren nach Beendigung ihrer Lehr- oder Anlernzeit muh eine Mehreinstellung erfolgen.

Die Schulentlassungsziffern werden in den kom­menden Jahren bis einschließlich 1947 erheblich ab­sinken, um dann wieder anzusteigen. Selbstver­ständlich ist damit auch zugleich ein Nachlassen der Nachwuchsziffern bedingt. Die schon mit den näch­sten Jahren beginnende Verringerung der Nach­wuchsziffern wird einen Ausgleich schaffen für das Mehr an Angebot, das wir heute laben. Soll der Rückgang des Berufsnachwuchses keinen Mangel an Facharbeitern zeitigen, bann muß die Wirt­

schaft Fachkräfte auf Vorrat heranziehen. Ein wei­teres Moment, das für eine vermehrte Einstellung von Lehrlingen spricht, ist folgendes:

Die Lehre ist ein Teil der Erziehung des jungen Menschen. Eine Ausgestaltung seiner persön­lichen Anlagen und Fähigkeiten ist ohne Hineinführung in das Arbeils- und Berufs­leben unmöglich. Der Dienst an der Gemein­schaft, der den Menschen erst zu einem sittlichen Menschen werden läßt, vollzieht sich zu einem wesentlichen Teil in der Arbeit und im Beruf. Auch von diesem Gesichtspunkt aus gesehen muß dafür Sorge getragen werden, daß Ostern 1936 alle Jugendlichen unterkommen.

Was die Mädchen betrifft, so ist die Auf­nahmefähigkeit des Wirtschaftslebens für sie ge­ringer geworden. Um so stärkeres Gewicht muß auf die Unterbringung in geeigneten Haushalten gelegt werden. Die Werbung für das haus- wirtschaftliche Jahr ist in stärkerem Maße aufgenommen worden, jedoch haben sich noch nicht genügend Hausfrauen für die Aufnahme eines Haushaltlehrlings gemeldet.

Einige Zahlen mögen das Verhältnis von An­gebot und gemeldeten offenen Stellen im Kreise bartun:

Berufe:

Lehrstellensuchenbe:

Lehrstellen:

Metall

342

133

Holz

64

63

Nahrungsmittel

103

75

Bekleibung

62

26

Baugewerbe

77

60

Kaufmann

435

113.

Insgesamt ist bie Zahl ber Ratsuchenben im Kreise Gießen 1146. Demgegenüber finb 528 offene Lehrstellen bis jetzt vorhanben. Die Zahlen gelten nur für männliche Ratsuchenbe. Oberhessen ist kein Jnbustrielanb. Bei ber Bemühung um bie Unter­bringung ber Jugenblichen ist man an erster Stelle auf Hanbwerk unb Einzelhanbel ange­wiesen. An biefe beiben Wirtschaftszweige ergeht baher bie Aufforberung:

Schafft genügend freie Plätze für die Jugend, damit Ostern 1936 alle, die eine Lehr-, Anlern- oder Arbeitsstelle suchen, unterkommen!

Aus -en preußischen Nachbargebieten.

falsche 50-pfenmgstücke in Umlauf.

LPD. Frankfurt a. M., 25. Febr. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß falsche 50- Pfennig stücke in den Verkehr gebracht wer­den, ohne daß es bis jetzt gelungen ist, die Her­steller ober bie Verbreiter zu fassen. Die Falsch­stücke werben hauptsächlich im Straßenhanbel, beim Zeitungsverkauf ober in kleineren Lebensmittel­geschäften abgesetzt. Die falschen 50-Pfennigstücke finb unschwer als solche zu erkennen. Sie haben ein bläuliches Aussehen, greifen sich fettig an, lassen sich leicht biegen, unb man kann auch mit ihnen auf Papier ober auf weißem Marmor schreiben. Da sie aus einer Zinnlegierung bestehen, ziehen sie im Gegensatz zu echten Stück magnetisch nicht an. Das Publikum wirb besonders auf diese Falschstücke aufmerksam gemacht.

Entwichene Gefangene wieder festgenommen.

LPD. Frankfurt a. M., 26. Febr. Die Justiz­pressestelle Frankfurt a. M. teilt mit:

Es ist gelungen, bie vor einigen Tagen aus einem hiesigen Gefängnis entwichenen Gefangenen M i e tz- k e r unb Geßner roieber festzunehmen. Der Unterstützung bes Publikums, bas burch die

Presseveröffentlichung mit Lichtbildern aufmerksam gemacht worden war, ist es zu verdanken, daß die Festnahme so bald schon erfolgen konnte. Es war bemerkt worden, daß zwei Leute, die der in ber Presse angegebenen Beschreibung entsprachen, in einer Villa in Nieberrab bettelten. Das vom Publikum benachrichtigte Polizeirevier in Nieberrab konnte bann bie Festnahme ber Ausbrecher bewir­ken. Die sofort angeftellten Ermittlungen ber Kri­minalpolizei haben keinerlei Anhaltspunkte bafür ergeben, baß bie Ausbrecher bei ihrem Ausbruch unb später bei ihrer Flucht von irgenbwelcher Seite Hilfe ober Unterstützung gefunben haben. Mietzker wirb jetzt zur Strafvollstreckung in bie zustänbige Strafanstalt gebracht, gegen Geßner findet am 27. bs Mts. bie Hauptverhanblung vor bem Schwurgericht wegen versuchten Totschlags statt.

Kreis Wetzlar.

co Wißmar, 26. Febr. Vielfachen Wünschen ber bäuerlichen Bevölkerung entsprechen!) hat bie hiesige Bezugs- unb Absatzgenossen­schaft eine Saatgut-Reinigungsma- s ch i n e angeschafft. Diese Tat ber Genossenschaft wirb von ber interessierten Bevölkerung warm be­grüßt, unb sie bürste zur Steigerung bes Getreibe- anbaues in unserer Gemarkung von großem Vor­teil sein. Die hiesige NS. -Frauenschaft

schloß ben Lehrgang für Mütterschulung im Ko­chen unb in ber Haushaltsführung mit einer A b schlußfeier. Unter Leitung der Lehrerin Frl. Echternach nahmen 22 Mädchen und Fraucn an dem Lehrgang teil. Die Frauenschaftsleiterin Frau T ö r n e r t überreichte Frl. Echternach als äußeres Zeichen der Anerkennung für den lehrreichen Kursus ein Bild der Neichssrauenführerin. Die Kursusteilnehmerinnen erhielten sodann bie Aus­weise über ihre erfolgreiche Teilnahme an bem Lehrgana. Ortsgruppenleiter Henrich unb Bürger­meister Kraus, sowie eine Anzahl Gäste nahmen an ber Feier teil, bie nach gemeinsamer Kaffeetafel unb froher Geselligkeit in üblicher Weise schloß. Für ben Monat März sinb zwei neue Lehrgänge über Säuglings- unb Krankenpflege vorgesehen. In einer gut besuchten B a u e r n v e r s a m m- I u n g würben, nachbem ber Ortsbauernführer Wagner neue Richtlinien bekanntgegeben hatte, in reger Aussprache verschobene lanbwirtschaftliche Fragen erörtert. Der Ortsbauernführer betonte u. a. die Notwendigkeit der vollen Erfüllung der Milch- ablieferungspslicht. Das hiesige Jungvolk führte am Samstag eine Speck-Sammlung für das WHW. durch, bei der insgesamt 35 Pfund Speck gesammelt wurden.

ch Kinzenbach, 26. Febr. Nachdem für bie Wasserleitung bie Ouellfassung unb bie Pumpstation, sowie ber Anschluß zu bem Werk Berkenhoss & Co. unb ber Hochbehälter fertiggestellt worben finb, konnte nunmehr ber erste Teil ber Arbeit am Ortsnetz vergeben werben. Die Arbeiten würben einer Wetzlarer Firma übertragen. Der Turnverein, sowie bie hiesige Krieger- kamerabschaft veranstalteten an ben ver­gangenen brei Sonntagen Preisschießen. Die Beteiligung war sehr rege. Den Schützen würben schöne Preise zuteil.

> Lützellinben, 26. Februar. Der hiesige Männergesangverein hielt bei Gastwirt Joh. Franz einen Unterhaltungsabenb ab. Nach einem Musik- unb einem Liebvortrag gab ber Vor- sitzenbe bes Vereins, Wilh. Jung I., einen Rück­blick auf bie Tätigkeit bes Vereins innerhalb ber letzten Jahre. Er erinnerte ferner boran, baß ber Verein mit biefer Veranstaltung fein 59jähriges Bestehen begehen könne. Der Unterhaltungsabend sei gleichzeitig als Werbeabenb gedacht. Der Redner' forderte auf, das deutsche Lied im Gesang tatkräf­tig fördern zu helfen. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer klang seine Ansprache aus. Im weite­ren Verlaufe des Abends gelangte durch Mitglieder des Gesangvereins ein Schwank zur Aufführung, ber ebenso wie ein Duettvortrag reichen Beifall fanb. Kamerabschaftliches Beisammensein beschloß ben Abenb. Die Kreis st raße Lützellin­ben Klein-Linben Gießen, bie sich gegenwärtig in einem schlechten Zustand befindet, wird demnächst neu instand gesetzt. Das Decken­material ist bereits angefahren. Die Straße wird in den Kurven höhergelegt und weiter ausgebaut.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung )

F. H. S. Grundsätzlich ist die Ausfertigung von Urkunden über arische Abstammung usw. gebühren­pflichtig. Es kann aber in ganz besoiHeren Aus­nahmefällen, z. B. bei Arbeitslosigkeit und Mittel­losigkeit, je nach Lage des Falles, von der Erhebung dieser Gebühr abgesehen werden. Wenden Sie sich an die Bürgermeisterei Ihres Ortes, die Ihnen mit dem erforderlichen Rat zur Seite stehen kann.

gegen spröde Haut

X NIVEA ÄCREME

Fortsetzung.

Nachdruck verboten!

Natter ach, alles Gute, Frohe, Schone ihres lens war doch von der Mutter gekommen, gab wärmere Herzlichkeit, selbstlosere Liebe, innige» s Verstehen? Am Bett des kranken Kindes hatte gewacht, Nacht für Nacht, damals, als die kleine Hebe so schwer von Diphtherie befallen wurde.

Ueber jedem Spiel, jeder kleinen Sorge ihrer Vertage, über jedem Erleben ihrer Mädchenzeit, ir dem Weg ihrer voreilig geschlossenen Ehe ichteten die geliebten Augen in nie ermüdender, 5 versagender Wächtertreue wie himmlische Sterne a verirrten Wanderer.

durfte sie dieses an Leid und Mühsal so reich hd)te Herz mit neuer Sorge beschweren? t sie dem einen entflohen, nur um dem anderen 1 Beute zu fallen? Unmöglich das eine wie das lere. Ach, Not ohne Ende, wo bot sich hier ret- er Ausweg?

^icht erzürnen, Hinhalten, Zeit gewinnen--

Nit keinem Wort brach Bruck das lange Schwel­l' saß höflich wartend, bis es Elfriede beliebte sprechen. Wußte, daß ihre Wehr schon ermat-

Er hatte gut getroffen, sie war in feine Hand Men.

ndlich hob die Frau die Augen, die blicklos auf im Schoß ineinanderverkrampften Hände ge- irt.

'Das ist ja sehr merkwürdig, was Sie da erzäh- h'

2 ^re Stimme war fprode und ohne Klang, sollte Ihre Nachricht aber nicht auf einem Jrr- beruhen?"

Ich pflege mich nicht zu irren, wenn es um wich­se Dinge geht", gab Bruck zurück.

Sie trockene Sachlichkeit feiner Antwort schlug «n letzten Zweifel nieder. ,

.-Dann bleibt mir nur zu hoffen übrig, daß alles beim alten bleibt"

.Lanz deutlich las sie es in seinem Blick:von Ji hängt es ab", zwang sich zu einem bittenden Mein.

,.Auch zwischen uns ?" Er sah sie fest an, streckte -bie Hand über den Tisch entgegen.

Unter dem Bann seines Willens legte sie die «( die eiskalt und ohne Gefühl war, hinein, er- Jto-ierte, als er sie ergriff.

"Endlich verstehen wir uns!"

JJun hatte er sie gewonnen, die spröde Prinzes- V, die glaubte, ihn vom Saum ihres Gewandes

o&BilöMMniM.

Roman von H. von Hellennann.

lipyright 1936 by Aufwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68

Wen.

26. Febr. Au! nb, der am vn in unser M lern deutschen H ören brachte MtJ ernste, oater! Ilten die LaM in heiteres wj ilogefang unM! liteinander J m Der uch J 11 ein schönes W

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mit einer hoheitsvollen Geste abschütteln zu können, nun war dis Reihe an ihr, zu bitten ...

Gab es etwas Böseres als dieses leise, triumphie­rende Lachen?

Ich reife heute abend mit dem Zehn-Uhr-Zug nach Berlin, von da mit Flugzeug weiter", sagte Bruck nun ganz geschäftsmäßig, sich erhebend. Darf ich meine Einladung von vorhin wieder­holen und dich bitten, pünktlich am Bahnhof zu sein? Nein" wieder ergriff er ihre Hand, zag sie ganz nahe zu sich herandu wirst gleich mit mir gehen, dir darf man nicht trauen"

Sein heißer Atem streifte ihr Gesicht.

Abscheu und. Zorn liehen ihr Kraft. Mit einer plötzlichen, völlig unerwarteten Bewegung befreite sie sich, stieß ihn vor die Brust, daß er zurück­taumelte, und lief aus dem Zimmer in sinnloser, planloser Flucht. Riß die Tür zum Hausflur auf, nur fort, fort von diesem Teufel.-- Rannte die

Treppe hinunter. Der hohe Absatz ihres Schuhes verfing sich im Saum ihres schwarzseidenen Kimo­nos. Ein erstickter Aufschrei das dumpfe Ge­räusch eines hart aufschlagenden Körpers ...

Im Halbdunkel des noch nicht beleuchteten Trep­penhauses beugte sich ein Mann über die regungs­los Daliegende, zerdrückte einen Fluch zwischen den zusammengebissenen Zähnen erhob sich, über­legte --Huschte lautlos wie ein Schatten die

Treppe hinunter. Was sollte er jetzt noch hier? Es galt, den Zug zu erreichen, das Flugzeug. Mor­gen war es vielleicht schon zu spät---

31. Kapitel.

Dr. Goebel erschrak zutiefst, als es draußen Sturm klingelte und Hans Mervius an der be­stürzten Haushälterin vorbei ins Zimmer lief und ihn, nach Atem ringend, flehentlich bei der Hand ergriff.

Kommen Sie, ach bitte kommen Sie, Herr Dok­tor bei uns ist Schreckliches passiert!"

Goebels Blick weitete sich.

Junge um Gotteswillen, doch nicht die Mut­ter?!"

Nein. Elfe ist verunglückt. Hausbewohner fan­den sie im Treppenflur liegend, schafften sie, weil niemand zu Hause war, gleich ins Krankenhaus. Mutti und ich waren doch in Moritzburg, Else blieb allein zurück, wollte ausruhen. Was sie die Treppe hinuntertrieb wissen wir nicht, der Arzt meint, sie fühlte sich wohl krank und wollte etwas bei den Leuten im Parterre. Grete ist fort auf der Wander­tour mit Lohwends, wir können sie nicht erreichen. Kommen Sie doch bitte zu Mutti, sie ist ganz ge­brochen, und ich weiß nicht, was tun--"

Kurz abgehackt brachte er es hervor. Erregung schüttelte den jungen Körper.

Goebel war schon in den Mantel geschlüpft. Komm!" sagte er nur. Wußte nicht, daß er den jungen Menschen duzte, dessen Eifersucht ihm er­hofftes Glück zerstört hatte. Auch der merkte es nicht, atmete nur erleichtert auf, als Goebel neben

ihm im Auto saß, dessen Führer auf das ver­sprochene Trinkgeld hin die höchste zulässige Ge­schwindigkeit einschaltete.

Im Wartezimmer des Krankenhauses saß, zusam­mengesunken wie eine Greisin, Margret Mervius. Furchtbar hatte die Nachricht sie getroffen. Während sie und Hans im buntgefärbten Herbstwald singend und lachend ihrer Freude nachgingen, war ihr ge­liebtes Mädelchen daheim verunglückt. Hütten sie sie nicht allein gelassen, wäre es nicht geschehen. Daß es einen Himmel gab, wußte Frau Margret nun kostete sie die Pein der Hölle, Reue, die nicht mehr half. Folterqual war auch dieses grauen­hafte Warten auf das Ergebnis der Untersuchung.

Noch immer war Elfriede bewußtlos, mehr ver­mochte die von Zeit zu Zeit ins Zimmer huschende junge Schwester nicht zu melden. Die gebrochene Frau tat ihr schrecklich leid, trotzdem ihr Mitgefühl durch den Anblick nie endenden Leidens schon ein wenig abgestumpft war. Es mußte abstumpfen, sonst ging man zugrunde an dieser Stätte der Schmerzen und vergaß Genesung und Heilung über der Not.

Als Goebel mit Hans das Wartezimmer betrat, hob Frau Margret den Kopf, Erwartung in den fahlen, erschreckend verfallenen Zügen, die erlosch beim Anblick der beiden. Aber sie nickte, als Goe­bel sich neben sie setzte und ihre tisfalten Hände in die seine nahm.

Kam Bescheid?" fragte Hans flüsternd, sich über die Mutter beugend.

Die schüttelte den Kopf, sah ihn aus trostlosen Augen an.

Noch immer bewußtlos."

Stumm saßen die drei Menschen in dem großen Raum, den tagtäglich ein Strom von Hoffen und Zagen durchspülte, empfanden die übergroße Helle der weißen Äände und schirmlosen Lampen wie mitleidlose Neugier und schraken bei jedem Ge­räusch zusammen. Ein scharfer Geruch von Jodo­form und anderen Medikamenten erfüllte die an­genehm erwärmte Lust, die den ab und zu leise knackenden Heizrohren entströmte. Ueber ihnen hustete jemand in krampfartigem Anfall, schnelle Schritte tappten hin und her auf dem linoleum- bedeckten Boden. Mit dumpfem Rollen fuhr ein Krankenwagen durch die Halle ans Seitentor. Ir­gendwo klingelte es.

Stimmen im Flur Frau Margret zuckte hoch. Aber sie verhallten wieder in der Ferne.

Die Zeit verrann waren es Minuten, Stun­den? in diesem neroenpeinigenben Warten auf Botschaft, die Gutes verhieß ober bie letzte Hoff­nung raubte Nein, nur bas nicht, bas nicht--

taufenbmal lieber in marternber Ungewißheit blei­ben

Immer mehr verfiel Frau Margret, immer näher rückten bie beiben Männer, bie sie liebten, hüllten sie ein in ben Trost ihrer Nähe, bie mittrug unb mitbulbete.

Aus einmal ftanb ber Arzt im weißen Kittel vor ihnen. Sie hatten sein leises Kommen ganz überhört im angsterfüllten Dahinbrüten.

Gnäbige Frau"

Margret Mervius' Blick flatterte empor, vor ber Gewißheit zurückbebenb, bie sie herbeigesehnt.

Ihre Frau Tochter ist zwar noch ohne Besin­nung, boch haben wir ben Grab unb Umfang ihrer Verletzungen feststellen können."

Ihre Hänbe zuckten hilflos, Halt suchenb, umher. Ein kaum hörbaresJa"

Es hanbelt sich um eine schwere Gehirnerschüt­terung unb um nicht unerhebliche innere Verletzun­gen."

Ausstöhnenb klammerte sich bie unglückliche Mut­ter an ben Arm bes Arztes.

Sie bleibt gelähmt?"

Nein, o nein, so schlimm ist's beim boch nicht, liebe gnäbige Frau!"

Beruhigenb strich ber Arzt mit ben tiefen Men­surnarben im energischen Gesicht über bie Hanb auf seinem Aermel.

Vorerst ist allerbings mit einer gewissen Be­wegungsunfähigkeit der Glieder zu rechnen."

Aber Elfe lebt", betonte der blaßgewordene« Junge, sich zu einer Freudenäußerung zwingend, die nicht von Herzen kam, so entsetzlich schien ihm, was der Arzt meldete.

Ja, Frau Margret", sagte Goebel, ihm zu­nickend,Ihr Kind lebt! Daran müssen Sie denken, dafür danken, daraus Kraft schöpfen, um ihr beizustehen, denn sie wird Ihrer mehr denn je bedürfen in der nächsten Zukunft."

Ein Zittern lief durch die Gestalt der Frau, die mit gesenktem Haupt vor ihnen stand. Sie schloß sekundenlang die Augen. Als sie sie wieder öffnete, war das Entsetzen aus ihnen geschwunden. Tief­ernst, aber klar und fest wie stets war ihr Aus­druck. Margret Mervius hatte ihre Fassung roieber« gewonnen. Sie roanbte sich bem Arzt zu, besprach allerlei mit ihm, fanb ein Wort herzlichen Dankes, als er sich verabschiebete. Neue Arbeit rief.

Als. er bas Zimmer verlassen hatte, sah sie Goe» bei an, zum ersten Male seiner Gegenwart voll bewußt.

Wie kamen Sie nur hierher?"

Hans benachrichtigte mich."

Ich bat Dr. Goebel mitzukommen", sagte er, ängstlich bie Mutter betrachten!), die selber wie eine Schwerkranke aussah,Grete ist doch fort, unb ba bachte ich, es wäre bir lieb"

Mein lieber Junge es ist mir lieb!" Sie zog ihren Sohn ganz nahe an sich heran, bie andere Hand dem Freund reichend,und daß du es getan, das danke ich dir unb Ihnen, Doktor, daß Sie tarnen!"

Der sah sie an

(Fortsetzung folgtI)