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Oie Post als Derkehrserzieher

aus der wieder zu entnehmen ist, daß man irr Wa-

ieugt ist. Wieweit die englische Diplomatie diese Verhältnissen im Osten haben nur einen bebtnai Zusammenarbeit wünscht und für notwendig hält, Wert. Das gilt auch für das philippinische Pröble

Sek abessinische Gesandte Wolde Mariani unterwarf sich

Geschichten aus aller Welt

gemalt

Ueberraschende Umarmung.

Von richten

läßt sich nicht erkennen. Aber die Engländer haben ein sehr großes Interesse daran, daß die Philip-

shington doch nicht so felsenfest von der Notwen­digkeit einer restlosen Preisgabe dieser Inseln über-

von dem ernsthaft niemand Voraussagen kann, wie es einmal endgültig gelöst werden wird.

Frauen- und Kinderfiguren. Das gilt für alle Spiri­tuosen, Wein und Bier usw. Danach also könnte das gute deutsche Flaschenbier gewisser Münchener und Berliner Brauereien, die auf ihren Flaschen das Bild eines biertopfbewaffneten kleinen Knaben, einesKindls" zeigen, in Minnesota nicht imSchau- fenster oder hinter der Theke öffentlicher Lokale ge­zeigt werden. Und diese 10 000 Flaschen Likör, deren sich die Polizei in Minneapolis so liebevoll angenom­men hat, zeigen gar eine Frauengestalt auf ihren Etiketts, die sich nach dem Modemagazin Evas be- kleidet hat. Das ist ja denn auch ein bißchen happig.

Rührende Liebesgeschichte.

(ku) Washington.

Man erzählt sich, daß Präsident Roosevelt trotz seiner vielen Arbeit immer noch Muhe genug habe, einer netten, interessanten Liebesgeschichte zuzu­hören. Wenn die Angelegenheit ihn besonders inter­essiert und irgendwelche Schwierigkeiten für die Liebenden auftreten, dann greift er sogar häufig mit eigener Hand in das Räderwerk zwar nicht der Geschichte, aber doch der Liebe ein und rangiert, was zu rangieren ist.

Da lebte auf den Bermudas der 22jahrige Eng­länder Nelson Dallis. Er verliebte sich unsterblich in Cecilia Cotter aus New Jersey. Aber die Einwan­derungsbehörden verboten Nelson Vallis, nach den USA. einzureisen. Er kam also als blinder Passagier in die Staaten. Er war eben dabei, seine Trauung mit Cecilia vorzubereiten, als ein eifersüchtiger Konkurrent ihn der Polizei verriet. Dallis wurde verhaftet und nach Ellis Island geschafft, wo er auf seinen Rücktransport warten sollte. Cecilia aber wurde krank aus Kummer. Zu diesem Zeit­punkt erzählte man Roosevelt die traurige Liebes­geschichte. Zwei Tage später war Nelson Vallis frei. Er ist zur Zeit eifrig damit beschäftigt, in dem Städtchen Bayonne in New Jersey die Hochzeits­vorbereitungen zu beenden, die durch seine Ver­haftung beim ersten Mal so lieblos und plötzlich unterbrochen wurden. Roosevelt wird zwar nicht persönlich an der Hochzeit teilnehmen, aber schuld an dem jungen Glück ist er trotzdem.

Heiratet er oder heiratet er nicht?

() London.

Es gibt wirklich nichts, was von den Engländern nicht zum Gegenstand einer Wette gemacht werden könnte. Das größte Wettgeschäft ist zur Zeit Eduard VIII. und die oft erörterte Chance, daß er heiratet. Man hat alle möglichen Prämien ein­gezahlt und als nächsten Stichtag den Krönungstag am 13. Mai 1937 angesetzt. Es gibt unentwegte Optimisten, die fest davon überzeugt sind, daß bis zu jenem Tag Englands König sich längst mit irgendeiner europäischen Prinzessin oder mit einer Engländerin verheiratet haben wird. Die Wett­büros werden bis zum Mai nächsten Jahres alle Hände voll zu tun haben. Erst dann wird man wissen, wer kassieren darf.

Wenn die Mühlen verschwinden.

(nk) Rotterdam.

Seit der Erfindung der elektrischen Mühle muß Holland ein starkes Verschwinden seiner Flachland- Romantik feststellen. Früher gab es in Holland weit über 7000 Mühlen. Rund 4500 sind der Ein­führung der modernen Mühlenbetriebe zum Opfer gefallen. Zur Zeit gibt es noch genau 2554 wind­betriebene Mühlen, die man um jeden Preis er«

also den an der Güte der Menschen verzweifelnden Provinzler, sich eine halbe Stunde zu gedulden. Inzwischen wurden Detektive ausgeschickt, die denn auch den berüchtigten Taschendieb bald gefaßt hatten. Und nun spielte sich vor den Augen der höchlichst belustigten Polizeibeamten ein lieber- sehen ab, das nicht die geringste Aehnlichkeit mit der liebevollen Begrüßung hatte, die Hüsieinder Kleine" dem Kaufmann aus der Provinz bei feinet Ankunft in Istanbul hatte zuteil werden lassen.

auch die Flöhe auf und davon gegangen, so daß sich Bory nicht mehr auf dieselbe Weise gegen die Po­lizeibeamten verteidigen konnte, die ihn einige Tage später wegen Widersetzllchkeit gegen die Staats» in Hast nahmen und vor Gericht brachten.

pinen militärisch nicht so entblößt werden, daß Ja­pan ohne Schwertstreich diesen Staat einstecken kann. Alle Betrachtungen zu den militärisch-politisches Verhältnissen im Osten haben nur einen bedingten ~' £, K mHem,

(pk) Istanbul.

dem neuen Trick eines Taschendiebes be» Istanbuler Blätter. Kam da kürzlich der Kaufmann Mustafa aus seinem kleinen Provinz­städtchen in Istanbul an. Verwundert schaute er auf den schon europäisch anmutenben Verkehr in den Straßen, denn so etwas hatte er in seinem kleinen anatolischen Dörfchen noch nie gesehen. Wie groß aber war seine Ueberraschung, als vor dem Bahnhof ein einfach gekleideter Mann auf ihn zu­trat und ihn liebevoll umarmend mit den herzlichen Worten begrüßte:Seien Sie willkommen in unse­rer Stadt?" Mustafa war von der Freundlichkeit der Istanbuler Einwohner, die sogar einen kleinen unbekannten Kaufmann aus der Provinz so herzlich begrüßen, tief gerührt. Nachdem ihn der Unbe­kannte endlich aus feinen Armen gelassen hatte, zog er friedlichen Gemütes weiter in die Stadt, wobn er sich vornahm, die Istanbuler auf dieselbe freund­liche Art und Weise zu begrüßen. Bald aber kam ihm zum Bewußtsein, warum ihn der Unbekannte so steundlich begrüßt hatte. Als er nämlich in ein Cafö trat, um sich zu stärken, mußte er zu seiner großen Bestürzung feststellen, daß seine Brieftasche, die er daheim mit seinen Ersparnissen gespickt hatte, spurlos verschwunden war. Eilig und über die Schlechtigkeit der Menschen empört, lief er auf die Polizei, wo er sein Mißgeschick klagte. Dort ttöstete man den Kaufmann, und mit Recht. Die Istanbuler Polizei war sich sofort im klaren, daß diesen Trick sich nur der berühmte Taschendieb Hüssein, genannt der Kleine", ausgedacht haben konnte. Man bat

Auch die Reichspost hat sich in den Kampf gegen die Verkehrsunfälle gestellt. Seit einigen Tagen kann man auf den Briefen zehn verschiedene Stempel sehen, die wie Warnsignale neben dem Poststempel und den Briefmarken wirken. (Scherl-M.)

Der Gesandte Abessiniens in Paris, Wolde Mariam, wurde von dem italienischen Botschafter Cerrutt empfangen. Wolde Mariam sprach feine Unterwerfung unter den König von Italien und Kalser von Abessinien aus und unterschrieb die Formel seines Treueides auf den italienischen König. Unser Bud zeigt ihn beim Unterzeichnen dieses Aktes. Rechts von ihm der italienische Botschafter Cerruti.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Vorbereitungen für die Olympiade 194V.

I. A. Tokio.

In Japan werden bereits jetzt Vorbereitungen iir die Olympischen Spiele im Jahre 1940 getroffen. Die Tokioter Polizei scheint vor allem für die Moral der jungen Japanerinnen während der Spiele zu fürchten. Schon heute steht fest, daß wäh­rend der Olympiade alle Tanzlokale in Tokio ge- chlossen werden sollen. Ferner soll jedem Mädchen unter achtzehn Jahren verboten werden, die aus­ländischen Athleten um Autogramme anzugehen. Das japanische Innenministerium hat sich bereits genötigt gesehen, gegen die allzu wilde Olympia­begeisterunggewisser Kreise" Stellung zu nehmen, und zu erklären, daß Japan in den Ruf eines halt­losen Volkes kommen müßte, wenn dieses Beneh­men etwa vier Jahre anbauern sollte. Die Polizei von Tokio wird bereits jetzt für die Olympischen Spiele geschult. Tausende von Polizisten müssen Englisch lernen, das die offizielle Sprache während der Spiele sein wird. Das japanische Fremdenver- kehrsamt rechnet mit einem Besuch von 100000 Touristen im Jahre 1940. Amüsant ist, daß weit vorausschauende Japaner schon heute mit Hotel- und Schiffahrtsaktien spekulieren, von denen sie ein er­hebliches Steigen im Jahre 1940 erwarten!

Bier und Zigaretten im Fernen Osten.

E. Z. Schanghai.

In steigendem Maße erobern sich Bier und Ziga­rette China und die Südsee. Nach einem britischen Bericht steigt die Einfuhr von Bier in den unter britischer Verwaltung stehenden Teilen Chinas und der Malaienstaaten erheblich; es beginnt bereits das einheimische Samsu, das aus Reis gebraut wird und außerordentlich berauschend ist, zu ver­drängen.

Mit noch größerer Befriedigung stellen die briti­schen Behörden fest, daß die Zigarette die Opium­pfeife zu ersetzen beginnt. Opium wird nur noch an eingeschriebene Opiumsüchtige abgegeben, und nach den letzten Statistiken sinkt der Opiumverbrauch sehr schnell. In Singapore behauptet man aller­dings, daß der Opiumschmuggel erheblich zugenom­men habe, und zwar nicht nur wegen der amtlichen Beschränkungen des Opiumgenusies, sondern vor allem, weil das geschmuggelte Opium viel billiger als das legale Rauschgift ist.

Etikett"-Borschriften

(th) Neuyork.

lieber 10 000 Flaschen französischen und belgischen Likörs wurden soeben von der Polizei in Minnea­polis im nordamerikanischen Staate Minnesota be­schlagnahmt. Gegen ihren derzeitigen Besitzer wurde Anklage erhoben. Nicht etwa wegen Uebertretung irgendwelcher noch bestehender Prohibitions- oder Einschränkungsgesetze, die ja zum größten Teil auch in dem genannten Staate verschwunden sind, son­dern wegen Beleidigung des öffentlichen Scham­gefühls. Man konnte also beinahe jagen, es handele sich um eineEtikette"-Frage: in Wirklichkeit jedoch ist es nur eineEtikett -Frage. Im Staate Minne- fota nämlich besteht feit Aufhebung des Alkohol- verbotes ein Gesetz, daß öffentlich zur Schau und zum Verkauf gestellte Flaschen mit geistigen Ge­tränken auf ihren Flaschenschildern keinerlei an­stößiges Bild zeigen dürfen, vor allem aber keine

Beamten die Zeit. Kaum hatte er aber die Bank verlassen, als der Kassierer der Bank zu seiner großen Bestürzung feststellen mußte, daß der kunst­fertige Fremde mit feiner Zauberei auch vier Bank­noten zu 5000 Kronenfortgezaubert" hatte. Man benachrichtigte sofort die Polizei, die aber nur fest­stellen konnte, wo der Unbekannte gewohnt hatte. Doch fand sie das Nest schon leer. In dem gegen den Dieb erlassenen Steckbrief wird als Kennzeichen angegeben, daß er an beiden Händen tätowiert ist.

Flöhe gegen Gerichtsvollzieher.

(kp) Budapest.

Dor kurzem brachten die Blätter eine Meldung aus Oesterreich, daß dort ein Schaubudenbesitzer sich dadurch einer Pfändung entzog, daß er dem Ge­richtsvollzieher erklärte, ihn nur im Löwenkäfig empfangen zu wollen. Dem Beamten blieb nichts anderes übrig, als sich unverrichteter Dinge zurück­zuziehen, denn schließlich kann niemand von einem Gerichtsvollzieher verlangen, sich in Ausübung fei» nes Dienstes von einem Löwen auftreffen zu lasten. Weniger gefährlich mutete ein ähnlicher Fall dieser Tage in Budapest an. Hier hatte das Gericht gegen den Flohtheaterbesitzer Alexander Bory einen Zah­lungsbefehl erlassen. Aks der Gerichtsvollzieher in der Bude des Herrn Bory erschien, wandte dieser zunächst seine ganze, auf unzähligen Jahrmärkten geübte Redekunst an, um den Beamten zum Einsehen zu bringen, daß er wirklich nichts zahlen könne. Als er jedoch sah, daß der Gerichtsvollzieher unerbittlich blieb, öffnete er schnell entschlossen die Schachtel, die seinen Flöhen als Wohnstätte diente. Den dressierten Blutsaugern gab er offensichtlich den Befehl, den Gerichtsvollzieher anzugreifen so stellte es dieser wenigstens bei der jetzt abgehaltenen Gerichtsverhandlung dar, denn mit einem Satz sprangen die Flöhe auf den unbarmherzigen Beam­ten, der sich dem Flohangriff gegenüber wehrlos sah und sein Heil in der Flucht suchte. Leider waren

Volk hart vor der Küste der Philippinen steht. Noch ist es nicht so weit, daß man um seine Sicherheit auf das äußerste besorgt sein müßte. Denn solange das fernöstliche Gleichgewicht hält, brauchen die Philippinos keine Angst zu haben, sicherlich aber bis zum Beginn des Jahre 1944 nicht. Dennoch bilden die Philippinen die schwache Stelle im ostasiatischen System.

Japan wird früher oder später doch gezwungen fein, den Weg nach dem warmen Süden einzu­schlagen, um für seinen Bevölkerungsüberschuß Siedlungsraum zu gewinnen. Dis Südseeinseln ge­nügen bei weitem nicht, es sind größere zusammen­hängende Landmassen nötig. Sie sind zwar im Nor­den vorhanden, aber der Japaner eignet sich nicht für das rauhe Klima, er kann auch in Mandschukuo nicht seßhaft werden, weil er hier wieder gegen die chinesischen billigen Arbeitskräfte nicht aufkommt. Es bleibt also nur eine Ausdehnung nach dem Sü­den. Darüber sind sich auch alle Kenner des Ostens einig. Aus japanischem Munde wird diese Notwen­digkeit übrigens nicht bestritten.

Die Philippinen sind nun aber das, was man als erste Etappe auf einer Südwärtsbewegung an­zusehen hatte. Sie bilden die direkte Fortsetzung der gewaltigen Inselkette, die sich von den Kurilen über die japanischen Inseln bis zwei Flugstunden von den Philippinen entfernt hinzieht. Diese Kette ist teils eine Verteidigungseinheit, teils aber auch die Straße, die für eine japanische Völkerwande­rung in Frage kommt. Daß die 300 000 Quadrat­kilometer Fläche der Philippinen mit nur vierzig Einwohnern pro Quadratkilometer bei 161 Ein­wohnern auf gleichem Raum im japanischen Stamm­land auf ein unter Ueberbeoölkerung schwer leiden­des Nachbarland anreizend wirken müssen, ist nur natürlich.

Das sagt man sich auch auf den Philippinen, wo man sehr sorgfältig alle Bewegungen der Japaner auf dem asiatischen Festland ebenso wie im Pazi­fischen Ozean sorgfältig regiftriert. Kein Wunder, wenn die kürzlich erfolgte Anlage eines Flugplatzes auf Palau unmittelbar vor der Nase der Philip­pinos diese in größte Erregung versetzte, obwohl es sich auch nach japanischen Angaben bei diesem Flugplatz nur um den Stützpunkt einer Postlinie nach Tokio handelt Die philippinische Regierung ist nun auf amerikanische Anregung daran gegan­gen, die Landesverteidigung auf- und auszubauen. Dieser Tage hat der militärische Berater des Prä­sidenten, der amerikanische General Douglas Mac­Arthur, einige Angaben über die künftige philip­pinische Landesverteidigung gemacht, aus der her­vorgeht, daß auf dem Lande eine stärkere A r - m e e geschaffen und ihr eine Fliegertruppe zugeteilt wird, die über 250 Flugzeuge verfugen soll. Interessanter ist aber, daß besonders schnelle kleine Torpedoboote, etwa 100 Boote, in den nächsten Jahren gebaut werden sollen. Diese Schnellboote eignen sich im philippinischen Jnsel- geroirr sehr gut für überraschende Angriffe gegen eine in den philippinischen Gewässern aufgetauchte feindliche Flotte. Aufgabe der Boote durfte es also sein, eine Art Kleinkrieg zu Wasser zu fuhren.

Das kann aber doch nur die Annahme zulassen, daß man im Marinedepartement in Washington noch keineswegs ernsthaft entschlossen zu sein scheint, die Philippinen 1944 auch als Marmebasis auszu- geben. Vielmehr soll die kleine Flotte der Philip­pinen mit den amerikanischen Kriegsschiffen Zusam­menarbeiten. Mindestens sollen aber die Schnell­boote einen Gegner solange beschäftigen, bis ent­weder das amerikanische Philippinen-Geschwader die Gefahrenzone verlassen oder Unterstützung erhalten hat, um nun ihrerseits aktiv werden zu können. Jedenfalls bat der Bau von Schnellbooten nur dann einen Sinn, wenn die philippinische Floate i Ernstfall die amerikanische Marine hinter sich wech.

Vorerst haben wir also den Tatbestand zu verzeich­nen, daß sich die Philippinos auf amerikanischen Rat Streitkräfte zur See zulegen werden, die viel zu schwach sind, um auf die Dauer gegen iapamsch Flotten Front machen zu können, aber doch nicht schwach genug, um sofort vor Großkampfschiffen davonlaufen zu müssen Im Hintergrund dieses Bauvroaramms zeichnet sich jedenfalls eine' ame\ kanisch-pilippinische maritime 3ufammenarbettab_

halten will, schon um den eigenartigen Charakter des Landes zu wahren. Im Amsterdamer Hafen- viertel wurde übrigens kürzlich eine der ältesten Mühlen entdeckt, die es in Holland wohl uberyaupr geben dürfte. Man hat jetzt veranlaßt, daß diese Mühle in der ursprünglichen Gestalt wieder h^r- gestellt wird. Ablehnend stehen in der Hauptsache die Müller der Erhaltung der alten Mühlen gegen­über. In dem Maße, wie man sie zwingt, die alten technischen Einrichtungen zu behalten, schalten sie sich im Konkurrenzkampf aus, den heute natur­gemäß in erster Linie der Müller siegreich besteht, der mit modernen elektrischen Geräten von Wind und Wetter unabhängiger ist als jene zwar scho­nen, aber mitunter launischen Windflughäuser, die mit ihren Riesenarmen aus der holländischen Ebene emporragen.

Fauler Zauber.

(ky) Prag.

Dieser Tage erschien In dem Gebäude einer Pra­ger Großbank ein vornehm gekleideter Herr, der sich nach einem Beamten erkundigte, der französisch oder englisch spreche, da er nur dieser beiden Sprachen mächtig sei. Augenblicklich erschienen mehrere Be­amte, um ihm ihre Dienste anzubieten. Der Fremde entpuppte sich als ein glänzender Unterhalter. Bald hatte er die Beamten in ein lustiges Gespräch ver» wickelt. Immer mehr Beamte kamen an den Schal­ter, wo der Fremde eigentlich einige englische Pfund einwechseln wollte. Als schon acht Bankbeamte zu­sammengekommen waren, fing der Mann an, Zauberkunststückchen vorzuführen. Mit großer Ge­schicklichkeit ließ er Geldscheine verschwinden und zog sie aus den Taschen der anwesenden Beamten wieder hervor. Nach einigem Drängen ließ er sich sogar herbei, die Tricks, die er bei seinen Kunst­stücken anwandte, zu erklären. Eine geschlagene Stunde vertrieb der Fremde auf diese Weise den

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