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Professor Toynbee ist Gründer des Royal Institute of International Affairs. Reichsminister Dr. Frank hatte mit Professor Toynbee eine Unterredung über bic rechtswissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und England. Freitag wird Professor Toynbee vor der Akademie für deutsches Recht sprechen.
wurde Dr. Heinz Weiß bestimmt. Aufgabe neuen Amtes Feierabend ist die Betreuung schaffenden Volksgenossen in Angelegenheiten Theaters, des Films, der Musik, des Varietes Kabaretts, des Rundfunks — soweit dieser der terhaltung dient — des Schrifttums und der
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IflBnen-& ArnuMch abzugeb. Bestell erb.wirv.Postk.
des estländischen Freistaates abändern oder neue Verfassung ausarbeiten soll.
Kunst und Wissenschaft.
knapperlsbusch im Ruhestand.
Wetterbericht
des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt.
Im Bereich einer naßkalten,, aus Osten zuflie» ßenden Mischluft herrscht heute in ganz Deutschland trübes Wetter mit verbreiteten Niederschlägen (teils Schnee, teils Regen), lieber Nordeuropa ist gleichzeitig lebhafte Wirbeltätigkeit in Gang gekommen, die allmählich auch auf das Festland übergreifen wird. Anfänglich kann dabei für uns mit einer Witterungsbesserung gerechnet werden.
Aussichten für Donnerstag: Wieder mehr wechselnd bewölkt mit vereinzelten Schauern, nachts leichter Frost, westliche bis nordwestliche Winde.
Aussichten für Freitag: Voraussichtlich wieder unbeständiges Wetter mit Niederschlägen, milder.
Lufttemperaturen am 25. Februar: mittags 3,2 Grad Celsius, abends 2 Grad; am 26. Februar: morgens 0 Grad. Maximum 3,4 Grad, Minimum heute nacht —8)1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Februar: abends 2 Grad; am 26. Februar: morgens 1,8 Grad Celsius. — Niederschläge 0,1 mm.
*
Die vom estnischen Staatspräsidenten auf den 23., 24. und 25. Februar angesetzte Volksabstimmung hat sich mit überwältigender Mehrheit für den Antrag ausgesprochen, dem Staatspräsidenten Vollmacht zu erteilen, eine Nationalversammlung einzuberufen, die die Verfassung
Amtlich wird mitgeteilt: Der Herr Reichsstatthalter in Bayern hat den Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatstheater Professor Hans K n a p - pertsbusch in den Ruhestand versetzt und chm für seine dem Reich geleisteten treuen Dienste den Dank ausgesprochen.
Aus aller Wett.
Oer Lette-Verein 70 Jahre alt.
Am 27. Februar kann der Lette-Verein in Berlin, dessen Berufsschulen für Mädchen im ganzen Reich bekannt und zu einem Begriff geworden sind, seinen 70. Geburtstag begehen. Anreger und Gründer war der Präsident des Revisionskollegiums für Landeskultursachen, Wilhelm Adolf Lette, der den „Verein zur Förderung des weiblichen Geschlechts" ins Leben rief, der zwei Jahre danach zu Ehren des verstorbenen Gründers den Namen Lette-Verein annahm. Lette verstand es, feinem Gedenken, daß auch den Mädchen eine gute Berufsausbildung gegeben werden müsse, damit alle schaffenden Kräfte entwickelt und eingesetzt werden könnten, starke Werbekraft zu geben und in dem Verein wertvolle Mitarbeiter um sich zu sammeln. Freilich, der Anfang war bescheiden genug: 18 Schülerinnen waren es, mit denen das Lette-Haus seine praktische Arbeit aufnahm. Zwei Aufgabengebiete stellte sich das Lette-Haus: in der Haus wirtschaftlichen Abteilung werden die jungen Mädchen für den Beruf der Hausfrau und Mutter herangebildet; in der G e w e r b - lichen Abteilung erhalten sie eine gründliche Schulung für die verschiedensten Berufe im Handel und Gewerbe. 1890 erweiterte sich das Lette-Haus um die Photographische Lehranstalt, die die Ausbildung für Fachphotographie, der Technischen Assistentin an medizinischen Instituten und für chemische Betriebe, sowie zur Metallographin vermittelt. Anfang März wird das Lette-Haus, in öem heute 1500 junge Mädchen lernen und arbeiten mit einer Ausstellung einen Leistungsnachweis erbringen.
Rachspiel zum Seefeld-Prozeß.
Im Altersheim in Putbus (Rügen) unternahm der 68jahrige Friedrich Lockenvitz einen Selbstmordversuch mit Sublimat, das er anscheinend schon jahrelang versteckt bei sich getragen hatte. Es gelang, noch rechtzeitig einen Arzt herbeizuholen, der den Vergifteten am Leben er- halten konnte. In seiner Tode sangst verlangte
Das Amt „Feleraberio
Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, hat jetzt die Anordnung für die Errichtung des Amtes für Feierabendgestaltung erlassen. Das neue Amt heißt: A m t Feierabend in der NSG. „Kraft durch Freud e". Zum Leiter
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alle diejenigen Gebiete einzuschließen und zu entwickeln, die sich aus dem besonderen Jnteressenkreis des schaffenden Volkes ergeben, soweit sie in den Arbeitsbereich von „Kraft durch Freude" fallen, z. B. Photo-, Schachkurse, Sammlertätigkeit usw. Die Nutzbarmachung des Vereinswesens, sofern dieses als wertvoll anzuerkennen ist, gehört mit in das Aufgabenbereich dieses Amtes. Die aus der Feierabendgestaltung erwachsenden, gemeinschaftsbildenden Aufgaben werden ebenfalls diesem Amt zugewiesen (z. B. Dorfgemeinschaftsabende). Die Sonderabteilung Reichsautobahn wird dem Amt Feierabend angegliedert.
Granatsplitter 19 Iahre im Körper.
Ein Einwohner aus Lorch am Rhein war 1917 bei Verdun durch einen kleinen Granatsplitter verwundet worden, der in der Nähe der Wirbelsäule eindrang und nicht entfernt werden konnte. Die Wunde verheilte und der Splitter machte dem Mann keine Beschwerde. Dieser Tage spürte er Schmerzen im Hals, Brechreiz trat hinzu und schließlich kam der Granatsplitter, der 19 Jahre im Körper gesteckt hatte, zum Vorschein.
Heiratsschwindler ergaunert 80 000 Mark.
Ein Heiratsschwindler, der sich durch seine umfangreichen Hochstapeleien im Laufe einiger Monate rund 80000 RM. ergaunert hat, konnte von der Berliner Kriminalpolizei unschädlich gemacht werden. Es handelt sich um den wiederholt vorbestraften 43jährigen Gustav Sch., der gerade wieder im Begriff war, einer Heiratslustigen 35 000 RM. abzunehmen, dabei aber an die Unrechte geraten war. Die Frau schöpfte Verdacht und erstattete Strafanzeige. Daraufhin konnte der Hochstapler auf dem Bahnhof, als er oon einer Reise zurückkehrte, feftgenommen werden. Der Heiratsschwindler stellte sich unter den verschiedensten Namen als Direktor einer Lebensmittelgroßhandlung ober als Bankdirektor vor. Abwechselnd nannte er sich Schröder, Werner, Kleiner oder Döring.
Fernlastzug gegen Aulobus.
In Charlottenburg kam es zu einem schweren Derkehrsunfall. Ein Fernlastzug fuhr dort mit voller Wucht gegen einen Autobus der Linie 6, der schwer beschädigt wurde. Der Fahrer und der Schaffner des Autobusses wurden schwer, sechs Fahrgäste leicht verletzt. Der Omnibus mußte abgeschleppt werden, während der Fernlastzug seine Fahrt fortsetzen konnte.
Ausgrabungen auf der Marksburg.
Auf der M a r k s b u r g bei Braubach am Rhein wurden bei Erneuerungsarbeiten an den Grundmauern der Zugbrücke interessante Funde gemacht. Bei den Ausschachtungsarbeiten, die bis auf den Felsen gingen, entdeckte man zahlreiche Scherben, Knochen, Eisenteile und andere Stücke, die viele
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Jahrhunderte alt fein müssen und offenbar aus der Gründungszeit der Burg stammen. Sehr zahlreich sind die menschlichen Schädelstücke und die Knochen« teile großer Eber. Auch Geschoßstücke wurden gefunden, die offenbar aus einem in der Purg unter- gebrühten alten Geschütz flammen, denn die Fund- stücke passen zu zwei in der Burg aufbewahrten Geschoßteilen des gleichen Kalibers.
Invalide von einem Mädchen im Streit erstochen.
3n Wesermünde wurde der 78 Jahre alte Invalide Karl Otremba nach einem Streit von der 28 Jahre alten Klara W n u ck mit einem Fisch, rnesser ermordet. Otremba war Witwer uni) wird als unverträglicher Mensch geschildert. Mit seinen auswärts wohnenden Familienangehörigen und den Nack)barn hatte er keinen Verkehr, doch war es bekannt, daß ein junges Mädchen häufig in die Wohnung kam. Die Täterin stellte sich auf der Polizeiwache. Sie wurde in das Gerichtsgefängnis in Lehe eingeliefert.
Dynamitanfchläge in einem mexikanischen Dorf.
In dem mexikanischen Dorf Dalle de Juarez (Ja- lisco) wurde das Gemeindeamt von unbekannten Tätern mit Petroleum übergossen, angezündet und schließlich mit Dynamitpatronen in d i e Luft gesprengt. Wenige Minuten später flog auch das Gebäude des landwirtschaftlichen Bezirksausschusses in die Luft. Es handelt sich vermutlich um politische Anschläge.
Lockenvitz, vor dem Staatsanwalt eine wichtige Aussage zu machen, da er ein Wandergefährte Seefelds fei. Er wurde nach Bergen aebracht und dort vernommen. Nach feiner Aussage war Lockenvitz in den Jahren 1928/29 zusammen mit Seefeld auf der Wanderung. Er habe oon den Sittlichkeitsverbrechen Seefelds gewußt, auch daß dieser mehrfach deswegen vorbestraft fei. Nach feinen Aussagen habe Seefeld sogar versucht, ihn zu einem ähnlichen Tun zu verleiten. Während der Wanderzeit habe er, Lockenvitz, mehrfach bei der Familie Thomas in Wittenberge gewohnt und auch das letzte Opfer des Knabenmörders Seefeld, den neunjährigen Gustav Thomas, gekannt, der am 22. März 1935 ermordet wurde. Da er schon damals Seefeld als den Täter in Verdacht hatte, sei er wegen seines Schweigens derartig oon Gewissensbissen gepeinigt worden, daß er meinte, ihnen nur durch den Tod entgehen zu können. Lockenvitz wurde, da er nicht haftfähig war, in das Kreiskrankenhaus Bergen eingeliefert.
Der Fall Hauptmann.
Einen Monat vor dem vorläufig letzten Hinrichtungstermin ist die Lage im Falle Hauptmann verworrener denn je. Immer deutlicher scheint sich zu ergeben, daß persönliche und politische Feindschaft zwischen dem republikanischen Gouverneur Hoffmann und dem demokratisch eingestellten Staatsanwalt W i l e n tz das Verfahren beeinflussen. Staatsanwalt Wilentz weigerte sich, irgend einen Belastungszeugen neuerlich zu verhören, obwohl Gouverneur Hoffmann offen die Beschuldigung erhoben hatte, daß der Zeuge Whited bestochen worden sei. Gouverneur Hoffmann deutete an, daß er die Hinrichtung Hauptmanns neuerlich a u f s ch i e b e n werde, falls nicht sein Verdacht widerlegt werde, daß die Staatsanwaltschaft wissentlich wichtige Tatsachen verheimliche.
Vollstreckung eines Todesurteils.
In Leipzig ist der vom Schwurgericht in Leipzig am 11. Oktober 1935 wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte Martin Keil h i n g e r i ch t e t worden. Keil, der durch das gleiche Urteil auch wegen Sittlichkeitsverbrechens verurteilt worden ist, hat am 6. Dezember 1934 feine Frau ermordet und die Leiche unter Vorspiegelung eines Kraftwagenunfalls verbrannt, um sich in den Besitz der Un- fallversicherungssumme zu setzen.
Vier Bergleute tödlich verschüttet.
Auf der Zeche Emscher-Lippe in Datteln (Wests.) gerieten m einem Streb im Flöz „Sonnenschein" ein Fahrsteiger und fünf Hauer unter herabkommendes Gestein. Zwei Hauer konnten lebend geborgen werden. Die übrigen vier Bergknappen, darunter der Fahrsteiger, haben den Tod in der Grube gefunden.
Gewissenloser Autofahrer gefaßt.
Bei S e m b a ch (Pfalz) wurden vier junge Leute aus Mehlingen, die sich zu einem Faschingsver- gnugen begeben wollten, von einem Personenkraftwagen von rückwärts angefahren, wobei ein Mäd- gen getötet und ein anderes lebensgefährlich verletzt wurde. Der Fahrer, der sich in feiger vlucht feiner Selbststellung entzog, konnte nunmehr ermittelt werden. Es handelt sich um Otto C h r i st- m a n n aus Rodenbach, der jetzt in einer Kaisers- lautener Garage erschien, um seinen beschädigten Wagen reparieren zu lassen. Auf Befragen gab er 3u, der Urheber des Sembacher Unglücks zu fein, der Meister solle aber nichts sagen. Christmann, der als wilder Fahrer bekannt ist, wurde verhaftet.
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