Einzelbild herunterladen

TtaDmen. Die gebotene Verkehrsregekung am Platz dieser Besprechung macht weitgehende Ab. sperr Maßnahmen erforderlich. Die Uebungs- leituna warnt daher ausdrücklich vor Zustrom der Bevölkerung zum Ort der Manöverbesprechung und macht auf die V e r k e h r s g e f a h r e n besonders aufmerksam. Die örtlichen Verhältnisse am Bc- sprechungsort lassen es leider nicht zu, daß größere Menschenansammlunaen (geschlossene Schulen usw.) Aufstellungsplätze erhalten.

so jähriges Müitärj ubiläum des Generals Ernst Haste.

Der im Ruhestand weilende General der Infan­terie Ernst Haffe kann am 26. d. M. fein 50- jähriges Militärjubiläum begehen. General Haffe steht in besonderer Beziehung zu dem Gießener Infanterie-Regiment 116, dessen Kom­mandeur er während des Krieges im Jahre 1916 war, bis er vor Verdun schwer verwundet wurde. General Hasse wurde am 7. Juli 1867 in Rummels­burg in Pommern als Sohn eines Landgerichts- rates geboren. Er ist am 26. September 1886 in das frühere pommerfche Infanterie-Regiment Nr. 54

eingetreten und wurde dort 1888 Offizier. Don 1899 an gehörte er vorwiegend dem Generalstab an. Als Oberstleutnant im Generalstab der 3. Armee zog er in den Weltkrieg und übernahm im Februar 1915 die Geschäfte des Oberquartiermeisters der Armee-Abteilung Falkenhausen. Nach Wiederherstel­lung von seiner Verwundung wurde er im Februar 1917 Oberquartiermeister der Heeresgruppe Macken­sen, im Februar 1918 Chef des Generalstabes der Militär-Verwaltung in Rumänien und im Juni 1918 Kommandeur der 49. Landwehr-Brigade. Nach Beendigung des Krieges war Haffe Führer des nach ihm genannten Freikorps, als Kommandeur eines Infanterie-Regiments nahm er im Jahre 1919 an der Besetzung Berlins und später am Grenzschutz in Oberschlesten teil. Im Februar 1920 wurde er Infanterie-Führer VI, im September 1920 als Ge­neralmajor Kommandeur der Befehlsstelle Lieg- nitz und im April 1921 Infanterie-Führer III. Am 1. April 1922 wurde er unter Beförderung zum Generalleutnant Kommandeur der 2. Kavallerie- Division. Am 1. April 1925 übernahm er das Kommando der damaligen 5. Division in Stutt­gart. Am 1. Februar 1927 trat er in den Ruhestand.

400 Kilometer Reichsautobahnen werden Sonntag dem Verkehr übergehen

Feiern auf allen neuen Strecken.

Berlin, 24. Sept (DRV.) Am kommenden Sonntag werden in verschiedenen Gebieten des Reiches neue Aulobahnstrecken dem Verkehr über­geben, und zwar in einer Gesamtlänge von 4 0 0 Kilometer. Das stolze Reh der Stra­ßen Adolf Hitlers vergrößert sich mehr und mehr: es ist längst aus dem Stadium der Prophezeiungen und Ankündigungen herausgekommen und findet als kulturelle Großtat in steigendem Maße die Be­achtung der Weltöffentlichkeit. Mit Inbetriebnahme dieser Teilstrecken hat das Autobahnneh eine Länge von 1 0 0 0 Kilometer erreicht.

Es werden am Sonntag mit besonderen Feierlichkeiten eröffnet:

Die 92 Kilometer lange Teilstrecke Breslau Liegnih Kreibau der Strecke Breslau Berlin;

als nördlicher Abschnitt der Autobahn Berlin Stettin die Strecke Joachimsthal LoI - bihow (75 Kilometer);

ein Teilstück zwischen Beuthen (Oberfchles.) und G l e i w i h von 15 Kilometer Länge;

die 15 Kilometer lange Strecke Dresden Wilsdruff und die 30 Kilometer lange Strecke bei Lhemnih von Ober-Lichtenau bis Hohen­steinErnstthal der Autobahn DresdenWeimar;

der Abschnitt Frankfurt a.M. Bad- Rau heim in einer Länge von 40 Kilometer;

die 35 - Kilometer - Strecke Heidelberg Bruchsal;

in Thüringen das 70 Kilometer lange Stück SchleizLanzendorf der Linie Berlin- München;

von der Autobahn StuttgartUlm ein 25 Kilo­meter langes Teilstück Stuttgart Unter­boihingen ;

ein kleiner Abschnitt von 10 Kilometer Länge in Fortführung der Strecke Köln Düsseldorf bis vor Duisburg und einige weitere Verbindungs­und Zuführungsstrecken.

Wie sieht es in der Wirtschaft aus ?

In fast allen Ländern wird in dieser Zeit mit großer Aufmerksamkeit der Bericht über die zu erwartende Getreideernte verfolgt. Fast überall liegen die diesjährigen Schätzungen unter denen der sehr günstigen Ergebnisse der Erträge vor einigen Jahren. Diese Entwicklung hat auf den internationalen Getreidemärkten zu Beunruhi­gungen, die in der Preisgestaltung zum Ausdruck kamen, geführt. In Deutschland sind uner­freuliche Zustände, die fast alljährlich bei Beginn der Ernte auf dem Preisgebiet eintraten, durch das Festpreissystem beseitigt worden. Durch die Einführung eines auf das ganze Jahr sich vertei­lenden Ablieferungsfystems der Erzeuger sind die Verkaussmengen aufgegliedert. Die Einbringung der Ernte hat sich durch die vielen Regentage der letzten Wochen hinausgezögert. Dadurch fiel sie schließlich in eine Zeit, die durch andere wichtige Feldarbeiten die Arbeitskraft der Landleute stark in Anspruch nahm. Man hatte nun erwartet, daß nach der vollständigen Einbringung der Ernte das Angebot schnell zunehmen würde. Wenn das An­gebot heute gegenüber dem in dieser Zeit üblichen zurückbleibt, so liegt das daran, daß dem Land­wirt nicht viel Zeit zum Ausdrusch zur Verfügung steht. Jetzt macht sich nach der Einbringung des zweiten Heuschnitts die H a ck f r u ch t e r n t e be­merkbar, die vielfach etwa den gleichen Arbeitsauf­wand wie die Getreideernte bedingt. Durch die Hinauszögerung der Brotgetreideernte haben sich die Lagerbestände stärker vermindert, und deshalb sind die Mühlen, die nun auch an die Ergänzung ihrer Vorräte auf die Höhe des Pflichtlagerkon­tingents im Umfange der doppelten Menge des monatlichen Mahlkontingents denken muffen, be­strebt, möglichst viel des von der Landwirtschaft verkauften'Brotgetreides zu erwerben. Das gelingt bei dem nicht sehr umfangreichen Angebot am Mahl­gut nicht immer. Nun darf aber damit gerechnet werden, daß die Landwirtschaft bald zu größeren Ablieferungen übergeht. Sie hat gegenüber dem Reichsnährstand die Verpflichtung übernom­men, bis zum 15. Oktober 30 v. H. des Abliefe­rungssolls an Brotgetreide zu verladen. Eine solche Angebotsgestaltung wird nun auch die westdeutschen und Berliner Mühlen in Stand setzen, die vorge­schriebene Lagerbestandsauffüllung durchzufuhren. Wenn auch die Getreideernte gegenüber den Vo^ schätzungen zurückbleiben wird, so liegt sie doch über den Ergebnissen des Vorjahres. Die gesamte Getreideernte wird im Reichsgebiet auf 2^,58 Mil­lionen Tonnen geschätzt, das sind immer noch 0 5 Millionen Tonnen mehr als im Doriahr. Deutsch­land wird also keinen Mangel haben und das deutsche Volk kann mit Dankbarkeit den Tag des Erntedankes begehen. Wer die Leistungen der deutschen Landwirtschaft richtig würdigen will mutz in Rechnung stellen, daß der Gesamtver- brauch im Jnlande unverhältnismäßig schnell gestiegen ist. Der F l e l sch a n fall ,eKopf der Bevölkerung betrug im Jahre 1932 2,84 Ki­logramm, wobei der Vergleichsmonat der Juli ist. Im Juli 1933 war der Fleischanfall auf 3,26 K o- gramm gestiegen, um im Juli 1936 nut. 3,39 Kilo­gramm einen Fortschritt erzielt Zu Haben, der auch wieder einen Rückschluß auf die allge­meine Verbesserung der Le b e in s b al- tun« zuläßt. Dabei sind -- Schw-M-l-^ch und Rindfleisch, die mit säst 90 v.H. den K-samtbedars decken, wozu noch ein Ansall an K^bflesich> tn SjI I) von 7,75 v. H. kommt. Andere Fleischarten sind kaum noch gefragt.

Auch aus anderen Gebieten läßt sich eine Besse­rung der Lebenshaltung feststellen. Wie aus den Abschlußziffern für das Zucker - Wirtschaftsjahr 1935/36 zu ersehen ist, ist d e r Z u ck e r ver­brauch um 7 v. H. gestiegen. Dabei ist zu beach­ten, daß sich zwar seit 1933, also seit Beginn des wirtschaftlichen Aufstiegs, der Zuckerverbrauch Jahr für Jahr um 2 bis 3 v. H. erhöhte, daß aber ein Sprung um 7 v. H. außergewöhnlich ist. Diese Steigerung des Verbrauchs hat dazu geführt, daß für das Wirtschaftsjahr 1935/36 Erzeugung und Verbrauch mit 16,51 Millionen Doppelzentner fast übereinstimmen Die Zuckerpreise liegen heute um 80 v. H. über dem Vorkriegsstand, so daß der wachsende Zuckerverbrauch um so mehr ins Gewicht fällt, als er nicht nur in den Herbst- und Winter­monaten vor sich gegangen ist Es ist auch noch ein anderer Fortschritt zu verzeichnen: Es ist im Wirt­schaftsjahr 1935/36 gelungen, für d i e Ausfuhr nicht unbeträchtliche Mengen bereit zu stellen, wenn auch wohl nicht mehr damit zu rechnen ist, daß die Zuckerausfuhr jemals wieder die Vorkriegshöhe er­reicht. Hier handelt es sich um Wandlungen in der internationalen Wirtschaft, die mt* auf anderen Gebieten eingetreten sind

Vielleicht gilt dies auch für öie Erdölaus­fuhr und Erdölzeugung Räterußlands. Nach dem stürmischen Auftrieb seit Mitte der zwan­ziger Jahre, einem Auftrieb, der sich in der Haupt­sache daraus erklärt, daß Räterußland unbedingt die Devisen aus der Erdölausfuhr gebraucht, hat es neuerdings einen Rückschlag gegeben. Wenn die Hauptzollverwaltung Räterußlands selbst ver­zeichnen muß, daß die Erdölausfuhr in den ersten sieben Monaten dieses Jahres insgesamt nur 1 523 700 Tonnen im Werte von 19,91 Millionen Goldrubel betrug, gegenüber 1 896 865 Tonnen im Werte von 23,41 Millionen Goldrubel in der glei­chen Zeit des Vorjahres, so läßt das nur den Schluß zu, daß der Ausfuhrrückgang beträchtlich ge­wesen sein muß. Bemerkenswert ist, daß Frank­reich heute den weitaus größten Teil der räte­russischen Erdölausfuhr aufnimmt, wie denn auch Frankreich das einzige Land ist, das im Jahre 1936 mehr Erdöl aus Räterußland ausgenommen hat als im Vorjahr. Nicht weniger bemerkenswert ist, daß die Erdölausfuhr nach Italien zwar 1936 zurückgegangen ist, daß dafür aber 1935 ungewöhn­lich große Mengen ausgeführt wurden. Daraus geht hervor, daß Räterußland kein Bedenken getragen hat, Italien mit Erdöl zu beliefern, obschon zu gleicher Zeit Moskau in Genf alle Hebel in Be­wegung setzte, um die Erdölausfuhr nach Italien zu sperren

Es ist nicht ohne Reiz, nunmehr feftzustellen, wie sich die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung Italiens tm Kriegsjahr 1935 vollzogen hat. Darüber liegen amtliche Ziffern vor, nachdem die amtliche Wirtschaftsstatistik seit Kriegsausbruch keine Angaben mehr an die Öffentlichkeit gelangen ließ. Wie zu erwarten, ist die industrielle Tätigkeit Italiens während des Feldzuges in Abessinien in allen Gruppen besonders rege gewesen, vornehm­lich in der Bauindustrie, dann aber auch in der Metall- und Maschinenindustrie. Während die Meßzahl für die industrielle Tätigkeit im Jahre 1933 bei 80,5 lag, wobei eine Grundzahl von 100 für 1928 angenommen wird, stieg die Meßzahl für das Jahr 1935 auf 100,2. Damit hat Italien, wirtschaftlich gesehen, den Stand von 1929 nicht ganz erreicht, in welchem Jahre die Gesamt­erzeugung bei 109,1 lqg. Das ist wohl darauf zu-

Oie Hiiler-Iugend vor Mussolini.

Einen Höhepunkt der Jtalienfahrt der deutschen Jugend bildete der Vorbeimarsch der 450 Hitleriungen vor Mussolini auf der Piazza Venezia. Links sieht man Reichsjugendführer Baldur o. Schirach. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Jlcue italienische Auszeichnung für den Reichsjugendsührer.

Rom, 24. Sept. (DNB.) In Anerkennung der Verdienste um die Annäherung zwischen faschistischer und nationalsozialistischer Jugend hat der König von Italien auf Antrag des Duce dem Reichs­jugendführer Baldur von Schirach das G r o ß - kreuz des St. Mauritius-Ordens ver­liehen. Der italienische Außenminister, Graf C i a n o , hat am Mittwochabend den Reichsjugend­führer in seinem Hotel aufgesucht, um ihm die außerordentlich hohe Auszeichnung zu überreichen. Am Donnerstag um 10 Uhr haben die 452 Hitler- jungen die italienische Hauptstadt wieder ver­lassen. Mit klingendem Spiel zogen die Hitler- jungen mit Blumen geschmückt zum letzten Male durch die Straßen von Rom. Auf dem Bahnsteig waren Ehrenabordnungen der Avanguardia und der Balilla angetreten. Vor der Abfahrt verabschie­dete sich der Reichsjugendführer von seinen Kame­raden. Außerdem waren anwesend der Führer der faschistischen Jugend, Staatssekretär Ricci, mit zahlreichen Offizieren der Balilla und der deutsche Geschäftsträger Baron von P l e s s e n. Unter den

Heil-Rufen der deutschen Jugend auf Mussolini und denEja Eja Alalla"-Rufen der italienischen Ju­gend auf den Führer Adolf Hitler fuhr der Zug aus der Halle.

Ungarische Ordensauszerchnung für ^ieichsoußenminister von Nemaih.

B u d a p e st, 22. Sept. (DNB.) Seine Durchlaucht Reichsverweser Admiral von Horthy hat dem Reichsaußenminister vonNeurath vor seiner Ab­reise das ungarischeVerdien st kreuz erster Klasse verliehen. Reichsaußenminister von Neu­rath hat Donnerstag früh mit seiner Gemahlin und dem Legationsrat von Kotze nach einem fünf­tägigen Aufenthalt Budapest im Sonderflugzeug ver­lassen. Auf dem Flugplatz hatten sich zur Verab­schiedung im Auftrage des stellvertretenden Minister­präsidenten der Staatssekretär von Barczy und in Vertretung des nach Genf abgereisten Außen­ministers von Kanya der Gesandte von Apor, ferner der deutsche Gesandte von Mackensen mit Gemahlin, der deutsche Militärattache General Fri­tz e r i c i und die Mitglieder der deutschen Gesandt­schaft eingefunden.

AationaltUche Vorhut vor den Toren Toledos.

Verzweiflungstat der Roten.

St. Jean de Luz, 24. Sept. (DNB.) Nach den neuesten Nachrichten aus Burgos soll eine Vor­hut der nationalen Truppen mit den roten Milizen vor den Toren Toledos m einer Entfer­nung von 500 Meter vom Alcazar in ein hef­tiges Gefecht geraten sein. Die nationalen Flugzeuge, denen es immer wieder gelingt, über dem Alcazar Lebensrnittel abzuwerfen, haben am Mittwoch Flugblätter abgeworfen, in denen sie den heldenhaften Verteidigern des Alcazars ankündig­ten, daß ihre Befreiung unmittelbar bevor st ehe. Am Mittwochabend haben die roten Streitkräfte bie Schleusen der Stau­werke des Flusses Alber che, der in den Tajo mündet, geöffnet. Unter fürchterlichem Ge­töse stürzten die 10 Millionen Raummeter Wasser in das drei Kilometer oberhalb von Talavera lie­gende Tal, wo die Nationalisten umfangreiches Kriegsmaterial, vor allem Geschütze, zusammenge­zogen hatten. Nach einer Madrider Meldung hat man bisher über die Wirkung dieser sadistischen Maßnahme noch keine Nachricht. Doch hoffen die Roten, ihre Gegner ersäuft zu haben.

Die KopenhagenerB e r l i n g s k e T i d e n d e" veröffentlicht den Bericht eines Mitarbeiters, der die Truppen des Generals Franco auf dem Vormarsch nach Toledo begleitet. Der Be­richterstatter teilt mit, daß er mehrfach unter dem den Roten abgenommenen Kriegsmaterial G e - wehre sowjetrussischer Herkunft und in Mexiko hergestellte Munition gesehen habe. In Torrijos habe er einem Luftkampf zwischen den nationalistischen Flugzeugen und sowjetrussi­schen Flugzeugen der Roten beigewohnt. In Torrijos hätten die Roten vor ihrer Flucht die meisten Häuser in Brand ge st eckt und Läden und Privatwohnungen geplündert. Zahlreiche S e k t f l a s ch e n auf den Straßen er­innerten an die wilden Orgien der Roten.

Hofe Miliz plünderiMdriderHeim derDAF.

Alicante, 24. Sept (DRV.) In bas heim der Deutschen Arbeitsfront und in bie Deutsche Schule in THabrib drangen rote Mi­lizen gewaltsam ein, burchsuchten sämtliche Räume und entwendeten auch die Akten.

hiergegen hat der deutsche Geschäftsträger in Madrid persönlich schärf sie Verwahrung eingelegt, die Rückgabe der gestohlenen Sachen so­wie Garantie für wirksamen Schuh deutsch en Eigentums gefordert. Der Staats­sekretär des Außenministeriums hat daraufhin wie­derholt fein Bedauern ausgesprochen, wobei er be­stritt, daß die Haussuchungen seitens der Behörden veranlaßt worden waren. Außerdem sicherte er er­neut den Schuh des deutschen Eigentums sowie die Verhaftung der Schuldigen zu.

Azana legt fein Amt nieder.

Lissabon, 25. Sept. (DNB. Funkspruch.) Ge­neral Queipo be Llano erklärte im Senber Sevilla, bie Lage in Mabrib werbe täglich schwieriger. Der Militärgouverneur von Madrid habe die Anwei­sung gegeben, biß Wassßrvorräte z u er­gänzen, damit ein Abschneiben ber Wasserzufuhr durch bie Nationalisten wirkungslos würbe. Largo Caballero wolle ben Oberbefehl über bie roten Truppen übernehmen. Der Senber Sevilla berichtet weiter, daß der Präsident der Republik, Azana, fein A m t niebergelegt habe. Er werde interimistisch von Martinez B a r r i o vertre­ten

rückzuführen, daß bie Drosselung ber Ein­fuhr im Zuge ber foaenannten Strafmaßnahmen hier unb ba zu einer Einschränkung ber Erzeugung geführt hat. Davon finb aUerbings nur solche Wirtschaftsgruppen betroffen worben, bie nicht un­mittelbar kriegs- unb lebenswichtige Erzeugnisse herstellten. Immerhin hat sich bie Rohstoffsperre bei ber Textilinbustrie weitaus am stärk­sten ausgewirkt; Italien hat es trotzbem fertig ge­bracht, bie Kunstseibenerzeugung 1935 auf 70 000 Tonnen zu steigern gegen nur 32 000 Ton­nen im Jahre 1929. Endlich sei noch angemerkt, baß Italien währenb bes Krieges versucht hat, bie Kohlenförderung in ben Gruben von Istrien unb Sarbinien zu heben, wenn auch nicht baran zu benfen ist, baß Italien aus biefen Kohlen­gruben feinen Bedarf an Brennstoffen decken kann. Dazu reicht er nicht entfernt aus

Auf ben internationalen Devisenmärkten war in ber vergangenen Woche bas hervorstechenbste Merk­mal bas anhaltenbe Steigen ber englischen Währung. Diese Entwicklung ist um so ein- brucksvoller, als gewöhnlich um biese Jahreszeit bte englische Währung nach unten zu neigen pflegt. Es finben jetzt bie großen Rohftoffeindeckun- g e n ber englischen Wirtschaft statt, die zu einem starken Angebot von Pfunden zu führen pflegen. Vielleicht sind diese Käufe gegenwärtig eine Ver­

anlassung für die englische Währungspolitik, den Kurs des Pfundes hochzuhalten. Das englische Pfund, das bisher gegenüber dem Dollar immer noch etwa auf ber alten Parität von 4,86,6 Dollar je Pfunb gehalten würbe, wirb gegenwärtig mit 5,07 Dollar notiert. Der Schlüssel für die Erklärung dieser Vorgänge dürste in erster Linie in der wirt­schaftlichen Entwicklung Frankreichs zu suchen sein. Die Nachfrage nach englischer Währung aus französischen Kreisen hält offenbar unvermindert an. Nun hat in der letzten Zeit der englische Wäh­rungsausgleichsfonds erheblich weniger'interveniert als bisher. Die amtlichen Stellen haben nur ganz vorübergehend bie Parität zwischen Paris unb Son- bon gehalten. Im allgemeinen beschränkten sie sich barauf, burch plötzliche Käufe ben Franc-Kurs zu stutzen. Als Begrünbung für biese Haltung wird gewöhnlich darauf hingewiesen, baß bie Mittel des Fonbs stark zusammengeschrumpft seien und daß das Schatzamt gegenwärtig eine Erhöhung der dem Fonds gewährten Kredite vermeiden müsse. Offen­bar wünscht man in London eine weitere Klärung ber Verhältnisse in Frankreich abzuwarten, ehe man fuf) für eine weitere Stützung ber französischen Wahrung einsetzt.

Die Bank von Frankreich erhöhte ihren Diskontsatz auf 5 v. H. Dieser Beschluß ist zweifellos auf bie in Börsenkreisen große Nervosi- tät auslösende, unklare finanzielle Lage zurückzu-

f (~7wn düasc/ien und Baden PALM OLIVE, die SEIFE, 1

l die, I/vtem ieint (Jugend und Sc/iön/ieit erkält' 3stück ,

(d ________Vf _____ ____ y u u