Ausgabe 
25.6.1936
 
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Staatssekretär Dalle in Berlin

Englands Kampf gegen die aufständischen Araber

jährigen Bestehens. Die

einer

Van Zeelands Programm.

Allen Arbeitsfähigen Brot und Lohn.

Spanische Anerkennung für die national­sozialistische Wirtschaftsführung.

Madrid, 24. Juni. (DNB.)Jnformaciones" bezieht sich auf die jüngste Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Wenn man berücksichtige, daß der Arbeitsmarkt sich in ganz Europa ganz er­heblich verschlechtert habe und die Staaten in er­höhtem Maße mit Devisen- und Einfuhrbeschrän­kungen aufwarteten, so müsse das Ergebnis der deutschen Wirtschaftstätigkeit als außerordent­lich befriedigend bezeichnet werden; es zeige sich deutlich, wie dank der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung nach und nach die verfügbaren Arbeitskräfte vollständig wieder in den Produktionsprozeß eingefügt wurden. Da 800 000 nicht mehr voll arbeitsfähig seien, so bleibe nur noch eine Zahl von 700 000. Es sei also der Beweis geliefert, daß der Nationalsozialis- mus das Problem der Arbeitslosigkeit hundert­prozentig g e l ö ft habe. In Deutschland hätten heute alle arbeitsfähigen Arbeiter Brot und Lohn. Ihr Leben spiele sich geregelt und ordentlich ab ohne unangenehme Ueberraschun- gen und eine fortgesetzte Ungewißheit, die der Fa­milie des werktätigen deutschen Menschen früher das Leben unmöglich machte. Aus dieser Tatsache erkläre sich auch die Liebe des Volkes zu seinem Kanzler Hitler.

. ®A°" ^UUng°r, genannt Bruder Loontius, ift 1911 im Kreise Mannheim geboren. Er hat in dem Kloster zu Linz und Bad Kreuznach mit ande- ren Ordensbrüdern Unzucht getrieben. 1934 war er als Küster im Kölner Dom tätig. Bei einem Erholungsaufenthalt im Kloster zu Linz wurde er Erfuhrt und es kam zur ersten sittlichen Verfeh­lung mit einem anderen Ordensbruder Der iweite Fall geschah im Kloster Marienwörth in Bad Kreuznach. Der Angeklagte wurde wegen unnatür» licher Unzucht in zwei Fällen z u f ü n s M o n a t e n Gefängnis verurteilt. Die Strafe ist durch die Untersuchungshaft verbüßt. Der Haftbefehl wurde aufgehoben.

Brussel, 24. Juni. (DNB.) In der Kammer verlas Ministerpräsident van Zeeland am Mittwoch die Regierungserklärung. Gleich zu Beginn forder­ten die Mitglieder des Nationalflämischen Blocks mit heftigen Zurufen den Ministerpräsidenten auf, seine Erklärung nichtin französischer, son- dern in flämischer Sprache vorzutragen. Der Tumult war so groß, daß van Zeeland zunächst n i ch t m e h r zu Wort kommen konnte. Meh­rere flämische Abgeordnete erhoben Einspruch da- gegen, daß heute noch im Parlament der franzö- sischen Sprache offiziell der Vorzug gegeben werde, obro°bl die Mehrheit sich aus Flamen zusammensetzte. Van Zeeland erklärte, daß zum Ausgleich im Senat die Regierungserklärung Z u e r |t i n f l am ischer Sprache verlesen und °?nn erst ins Französische übersetzt werde. Ver- fcyledene Nationalflamen entgegneten, für sie sei es eine grundsätzliche Forderung, daß künftig o/v^lfchd i e offizielle Sprache sei, die mit Rücksicht auf die flämische Mehrheit Belgiens

3°f«f .N E U m a n n, genannt Bruder Achatius wollte n.e Klosterbruder werden, sondern wollte in der Anstalt nur s e i n H a n d w e r k ausüben. Des­halb habe er auch nie ein Gelübde abgelegt Sein Verwandter Bruder Hortulanis der' nach Holland gefluchtet sei, habe ihn deshalb mehrfach geschlagen, «pater habe er sich mit einer Reihe von Brudern in unsittlicher Weise eingelassen, um aus dem Kloster herauszukommen. Die Verfehlun­gen seien dem Novizenmeister mitgeteilt worden Die Hoffnung des Angeklagten, nunmehr entlassen 5no^eÄn' aber nicht in Erfüllung gegangen 1930 habe er dann seinen Austritt aus der Genossenschaft vollzogen. Der Angeklagte Neumann wurde wegen widernatürlicher Unzucht Monaten Gefängnis verurteilt. uull| nate Untersuchungshaft wurden auf die (Strafe an. gerechnet. 1

ber toturm- und van Zeeland setzen Erklärung in sranzöfischer Sprache fort-

zu sechs Fünf Mo-

Sturm im Brüsseler Parlament.

Die Flamen fordern den Vorrang für ihre Sprache.

am Mittwochabend in der Wohnung des Bürger­meisters H e r r i ot eine Einigung erzielt werden. Die Straßenbahner werden Donnerstag den Be­trieb wieder austiehmen. Dagegen ist im Streik der Kaffeehauskellner im Hotelgewerbe und im Baugewerbe von Lyon bisher keine Einigung erzielt worden. Der Streik in den Erdölraffi­nerien hat eine starke Verminderung des Kraft­wagenverkehrs in Lyon zur Folge gehabt. Jedoch werden Krankenhäuser und Bäckereibetriebe von der Streikleitung mit Brennstoff versorgt.

Der Mirosenstreik.

Auch die Kriegsmarine wird betroffen.

Paris, 25. Juni. (DNB. Funkspruch.) In Mar­seille sind nach wie vor die Schiffe von ihren Mannschaften besetzt und die rote Fahne weht auf den Masten. Während Vertreter der streikenden Matrosen und der Schiffseigentümer in Paris beim Ministerpräsidenten weilten, traf ein Telegramm aus Marseille ein, daß die grundsätzliche Zustim­mung der Schiffsgesellschaften zu den Forderungen der Streikenden brachte. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Aufforderung des Ministerpräsidenten, die Arbeit auf den besetz­ten Schiffen sofort aufzunehmen, von den streiken­den Matrosen auch befolgt wird.

Auch die französische Kriegsmarine ist durch die Streikbewegung in Mitleidenschaft gezogen worden. Etwa 300 Arbeiter der Werft von St. Denis bei St. Nazaire, die an Bord zweier Kreu­zer und an Bord von vier Unterseebooten Aus­besserungsarbeiten durchführen, haben die Arbeit niedergelegt. Die Arbeiter wollten zuerst an Bord der Schiffe bleiben, und sie nach bekanntem Vorbildbesetzen". Später entschlossen sie sich aber, zwei in der Nähe der Werft liegende Hallen zu besetzen, dort die rote Fahne zu hissen und die Erfüllung ihrer Forderungen abzu­warten. 400 weitere Arbeiter der Loire-Werft St. Denis bei St. Nazaire der Abteilung Turbinenbau haben ebenfalls den Streik erklärt, und die betref­fenden Werftanlagen besetzt.

m>n6eL^inifterp^äflbentJteate svdann die einzelnen Maßnahmen auf, die die Regierung auf sozialem Gebiet unter dem Druck der Gewerkschaften und der Sozialdemokraten zur Beruhigung der Massen er- be^ ßöhnpbeh-GS >ble sich um die Angleichung

b?e^irin

b,e R°«°rm ber Arbcitsl°s°n°ersicherung und der

Berlin, 24.Juni. (DNB.) Auf dem Fliegerhorst Staaken traf mit einem Sonderflugzeug in Erwide­rung des Besuches des Reichsministers der Luftfahrt, Generaloberst Göring, und des Staatssekretärs der Luftfahrt, General der Flieger Milch, der Staatssekretär und Chef des Generalstabes der Kö­niglich Italienischen Luftwaffe, Valle, ein. Zu seiner Begrüßung hatten sich u. a. eingefunden Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch, der Chefadjutant des Reichsministers der Luftfahrt Oberst Bodenschatz, der Präsident des Aeroklubs von Deutschland, von Gronau, zahl­reiche hohe Offiziere der Luftwaffe, der italienische Botschafter A t t o l i c o sowie der Sekretär des Ber­liner Fascio. Der italienische Gast wurde von Staats­sekretär Milch herzlich willkommen geheißen. Das Musikkorps des Fliegerhorstes Staaken spielte die italienische Königshymne und die Giovinezza, als die ausländischen Gäste die Front der Ehrenkompanie abschritten.

Die italienischen Gäste werden Gelegenheit haben, die Einrichtungen der Luftwaffe, der Luftfahrt und der Industrie zu besichtigen. Der erste Besuch führte den italienischen Gast nach dem Ehrenmal Un-

Oie Franziskanerbrü-er vor Gericht.

Gefängnisstrafen gegen die Brüder Jmbert, Achatius und Leontius.

../obJeJ3? 24 Juni. (DNB.) In der Mittwoch­sitzung der Dritten Großen Strafkammer wurde gegen die Fran^iskanerbrüder Johannes Schreiber, genannt ?V1. & e r *' Avsef Neumann, genannt Bru- öer Ach atius und Egon Villinger, genannt Bru- ?CL,$V°nUU.5,'crl,anbelt 3m Gröffnunas. Md)luB tmrb allen drei Angeklagten widernatur- liche Unzucht zur Last gelegt.

Der Angeklagte Johannes Schreiber ging mit 19 Jahren ins Kloster Drei Jahre lebte er dort in Ruhe und Frieden Im August 1935 wurde ein älterer JBrnöer beerdigt. Bruder Jmbert und Bru­der Redemptus hatten die Gäste zu bedienen. Beide tranken nachher den übrig gebliebenen Wein, und 'st es zu den Verfehlungen gekommen. Auf Grund der Beweisaufnahme wurde der Angeklagte Johannes Schreiber wegen fortgesetzter widernatur, licher Unzucht zu vier Monaten Gefäna- n i s verurteilt. Die Strafe ist durch die erlit­tene Untersuchungshaft verbüßt. Der Haftbefehl wurde aufgehoben. '

300-3af)rfeier der Universitär Utrecht.

In diesen Tagen beging die Universität Utrecht den Tag ihres 300jährigen Bestehens. Die Feierlichkeiten wurden eingeleitet durch die Fest- iaen9ffiäff,^hel»iiät(5|e.nats' 3U ber bie -m-wär- tigen Gaste und Vertreter von Hochschulen aus allen Teilen der Welt geladen waren. Nach einer Begrüßungsrede des Rektors, Professor Dr V oll.

brachten Vertreter der Niederländischen Königlichen Akademie der Wissenschaften und der niederländischen Hochschulen der Jubilarin ihre Glückwünsche dar. Sie verwiesen in ihren An- sprachen auf die hohe Bedeutung, die der Universi-

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ter den Linden, wo Exzellenz Valle einen Kranz niederlegte. Eine Ehrenkompanie der Luft­waffe erwies die Ehrenbezeugung, worauf fick) ein Vorbeimarsch anschloß. Zahlreiche Berliner bereiteten den ausländischen Gästen einen freundlichen Emp­fang. Unser Bild zeigt Exzellenz Valle beim Abschreiten der Front der Ehrenkompanie. Links neben ihm Staatssekretär der Flieger Milch und der italienische Botschafter in Berlin Attolico. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Die italienischen Flieger statteten dem Reichs- luftfahrtministerium einen Besuch ab, wo sie Staatssekretär Milch empfing. Am Abend ver­einigte ein Zusammensein im Haus der Flieger die italienischen Gäste mit den Angehörigen der ver­schiedenen Zweige der deutschen Luftfahrt. Im Auftrag der Reichsregierung hieß Staatssekretär Milch die italienischen Flieger herzlich willkommen. Staatssekretär General Dalle dankte für den lie­benswürdigen Empfang, der ein neuer Beweis für die kameradschaftliche Verbundenheit der Flieger in der ganzen Welt sei.

Landesverteidigung riefen einige naiionalflämislhs Abgeordnete:Los von Fvvnkreich! Keine Befriedigung fand bei den Flamen die Erklärung der Regierung über das Kulturprogramm m der Flamenfrage. Die Ankündigung van Zeelmids, daß hip Reaieruna das parlamentarische Sy- st-m gegen alle Angriffe verteidigen werde lüste auf den Bänken der Sozialdemokraten tosenden Beifall aus.

Regierungsfeindliche Kundgebungen in Graz.

Wien, 24.Juni. (DNB.) Auf dem steierischen Volkstage kam es in Graz zu Zwischenfällen. Als der steierische Landeshauptmann Stepan vor dem Denkmal des Erzherzogs Johann einen Kranz niederlegte, brach eine große Menschenmenge in laute Rufe gegen die Regierung und gegen die Habsburger aus. Als die Polizei gegen die Menge vorging, kam es zu heftigen Zu­sammenstößen, bei denen eine Anzahl Personen ver­letzt wurde. 60 Kundgeber wurden festgenommen. In Gleisdorf bei Graz sammelte sich vor dem Rathaus eine Menschenmenge an, die in Rufe gegen die Habsburger ausbrach.

Englische Bauern protestieren gegen Kirchensteuern.

London, 24. Juni. (DNB.) Ein Protestzug von 3000 englischen Bauern, in dem alle englischen Landschaften vertreten waren, zog durch London, um gegen d i e Kirchensteuern Einspruch zu erheben. Der Demonstrationszug trug Banner mit den Aufschriften wieDer Farmer erarbeitet, was die Kirche vergeudet" undDie Landwirtschaft ist in Gefahr." Der Demonstrationszug, der großes Aufsehen in London erregte, bewegte sich durch dis ganze Stadt und endete schließlich im Hyde Park.

Der Protest der Bauern richtete sich gegen dis Gesetzesvorlage, die die Umlegung des Kirche zehnten auf die Landwirtschaft vorsiehk

Oie Eowjetbasis in Prag.

Warschau, 24. Juni. (DNB.) Der Krakauer Kurjer Jllustrowanny berichtet aus Prag, daß seit dem Januar 1936 24 sowjetrussische Offi, ziere und seit dem Mai weitere 48 in der tschechischen Armee als Instrukteure tätig sink Man könne feststellen, daß die Tschechoslowakei durch Moskau in zweierlei Hinsicht als starke Basis benutzt wird, erstens als Filialftelle der russischen st ungen und der russischen Expansion, die sich nicht nur gegen Deutschland, sondern auch gegen Polen richte, und zweitens als starke Organisationsbasis für die Arbeit der Ko­mintern in sämtlichen angrenzenden Ländern.

Ehinesisch-japanische Reibungen.

Tokio, 24. Juni. (Ostasiendienst des DNB.) Nach Meldungen der Agentur Domei hat die Be­schießung eines japanischen Frachtschiffes durch einen chinesischen Zollkutter große Erregung aus­gelöst. Domei kündigt ein scharfe Protestnote des japanischen Flottenkommandos'Port Arthur und des Generalkonsulates Tientsin an die chinesischen Zoll­behörden an. Die Japaner fordern Entschädigung und Zusicherungen, daß derartige Vorkommnisse in Zukunft unterbunden werden. Man spricht weiter von der Förderung einer Revision der Zollhand­habung und der Einziehung der Seezollkutter.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsärzteführer Dr. Wagner traf auf Einla- düng des Nationalvereins ungarischer Aerzte i n Budapest ein, um die Einrichtungen des unga­rischen Gesundheitswesens und die medizinischen For- schungen und das Bildungswesen Ungarns kennenzu­lernen.

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DeValera gab imirischenKabinett be­kannt, daß nach der neuen Verfassung das Amt des Generalgouverneurs aufgehoben und ein d u r ch V o l k s w a h l Bevollmächtigter die Würde des Staatsoberhauptes bekleiden werde.

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Dem englischen Außenminister Eden wurde von der Universität Oxford der Ehrendoktor ver- liehen.

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Die Niederländische Bank hat den Dis- kontsatz um 0,5 v. H. auf 4 v. H. ermäßigt roorber/011^0 roar am $-3uni um 1 v. H. erhöht

Kunst un- Wissenschaft.

Atterspensionen und die Fortsetzung der öffentlichen ^^Eüen. Dan Zeeland stellte ferner in Aussicht bafe die Regierung dem S i e d lu n g s w e s e n ihre besondere Aufmerksamkeit zuwendcn werbe. Die Waffenfabrikatlon und gewisse Industriezweige, bie den Charakter von Monopolen erhalten hätten würben unter Staatskontrolle gestellt.

Unter den politischen Reformen, die die Regierung m Aussicht genommen hat, befinben sich zahlreiche Forderungen, die bie R e r - B e w e- 9"V in, i.I)rcm Kamps gegen das heutige System erhoben hat, u. a. Herabsetzung der Zahl der Ab­geordneten die Einführung ber Volksbefragung eine berufsstandische Organisation, W i r t s ch /1 s- hnVLe,ü ?rbe/er Staatsrat sowie das Ver- ^Eldung von Aufsichtsratsposten durch wakttlchp Äderung und des Parlaments. Dtt

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