Ausgabe 
25.5.1936
 
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Ein Engländer zur Kolonialfrage

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einer nach

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America führte. Die mehrere wiesen. In

Am Geburtshause von Carl Schurz.

Amerikanische Austauschstudenten ehren einen großen Deutsch-Amerikaner.

Köln, 23. Mai. (DNB.) Zur Zehnjahresfeier der Vereinigung Carl Schurz trafen die auf einer Deutschlandreise begriffenen amerikanischen Austausch-Studenten unter Führung der Vereinigung Carl Schurz mit zahlreichen deutschen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Liblar bei Köln ein, wo sie sich am G e b u r t s h a u s e von Carl Schurz zu einer Feier versammel­ten. Der Präsident der Vereinigung Carl Schurz, Dr. Max I l g n e r , begrüßte in Gegenwart füh­render Vertreter der deutschen Regierung, der Par­tei und der Universität Köln und Bonn die ameri­kanischen Gäste. An dieser Stätte, wo Carl Schurz eine Jugend verbracht habe, werde man seine tarke Liebe zu seiner deutschen Heimat erst recht verstehen. Ebenso aber sei Carl Schurz mit seinem Adoptivland Amerika verbunden gewesen. Das Leit­motiv seines Lebens sei es wohl gewesen, Amerika mit Deutschland in einem Freundschaftsbund zu vereinen, habe er doch erkannt, daß die deutschen und amerikanischen Menschen, beide Angehörige echter Pioniernationen, in sich und in ihrem Wesen die grundlegenden Merkmale einer schicksalsverbun­denen Gemeinschaft und Freundschaft tragen.

Die Reichsrundfunk-Spielschar der HI. svielte

die Ausführungen des südafrikanischen Mnister- präsidenteu Herhog berufen, der gesagt habe, daß die Unzuverlässigkeit und Unwürdigkeil die­ser Beschuldigung reif sei, um zusammen mit allen ähnlichen Schreibereien der Kriegszeit vergessen und begraben zu werden.

Deutschland, so schreibt Bruce-Lockart weiter, er­widere auf die Behauptung, daß die Mandate ein heiliges Treuepfand seien, das mit dem Zweck, den Eingeborenen eine gute Regierung zu sichern, aus­geübt werde, daß die Eingeborenen nie- mals um ihre Meinung befragt worden feien, obwohl Lloyd George im Jahre 1918 eine diesbezügliche feierliche Versicherung abgegeben habe. Zum Beweis der Volkstümlichkeit ihrer Kolo­nialherrschaft würde von deutscher Seite die Unter­stützung angeführt, die sie während des Krieges von den Eingeborenen erhielten. Zur Frage einer Volksabstimmung habe seinerzeit auch ein briti- scher Administrator aus Deutsch-Ostafrika berichtet, daß es ein Fehler sei, anzunehmen, die Eingebore­nen hätten den Wunsch, die deutsche Herrschaft ab- zuwerfen. Rach der Völkerbundssatzung könnten nur diejenigen Nationen ein Mandat erhalten, die fortgeschritten genug seien. Deutschland lehne aber die Unterstellung ab, daß es kein fortgeschrittenes Land sei.

Deutschland werde zur gegebenen Zeit zur Be­gründung seiner Ansprüche den Wunsch nach einer Verständigung mit England ausdrücken und erklären, daß es keine habsüchtigen Absichten auf irgendeinen Teil des Britischen Weltreiches habe. 3m Interesse einer friedlichen Zusammenarbeit beim Wiederaufbau Europas werde es der Hoffnung Ausdruck geben, daß England und Frankreich feine moralischen und rechtlichen Ansprüche auf di- 'Rurfaabe seiner früheren Kolonien aner­kennen werden.

StammendieabessinWenDvm-Dum- Geschoffe aus Sowjeirußland?

London, 24. Mai. (DNB.) Sunday Dispatch behauptet, die Dum-Dum-Geschosse, deren Vorhan­densein in Abessinien auch auf englischer Seite nicht bestritten werde, seien in der Hauptsache von Sowjetrußland geliefert worden. Die Sendungen seien im vorigen Jahr in dem Augen­blick auf den Weg gebracht worden, als Moskau die Unvermeidlichkeit des italienisch-abessinischen Krieges erkannt habe. Sie seien von Sowjetrußland aus über Turkestan und Persien nach Häfen des Roten Meeres befördert und von dort aus nach Abessinien verschifft worden. Kisten mit Geweh­ren, die zu den Beständen der alten zaristischen Armee gehörten und die als un­verkäuflich aufgespeichert gewesen seien, hätten neben verschiedenen Ladungen von D u m - Dum- Geschossen den Hauptteil der Sendungen ge­bildet. Sowjetrußland habe im abessinischen Kon­flikt eine ausgesprochen italienfeindliche Haltung eingenommen aus Furcht, daß die P l a t i n v o r - röte in Abessinien in italienische Hände fallen könnten. Das Platinmonopol sei praktisch in russischem Besitz. Das Blatt fügt die Photographie eines sowjetrussischen Dum-Dum-Geschosses bei, das nach England gesandt worden sei und das das Signum oes Herkunftslandes trage.

oderDie schwarze Legion" Staatspolizei erklärt, der Legion seien

gion 135 000 Mitglieder zähle.

DieSchwarze Legion" soll in ihren Methoden und Zielen dem Ku-Klux-Klan gleich und nur ehemalige Mitglieder des Ku-Klux-KI . aufnehmen. Sie bezeichne sich alspatriotische Ge­sellschaft" und sei militärisch organisiert. Ihre Mit-

Ein neuer Ku-Klux-Klan tn LtGA.

Detroit, 25. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Staatspolizei hat der Presse Mitteilung über die Entdeckung einer Geheimverbindung ge- macht, die den NamenUnited Brotherhood o|

den Aufgaben des Hillerjungen-Führers zu.Die Verantwortung, die Sie tragen, so sagte er u. a., indem Sie die Jugend unseres Volkes heran­bilden, ist unerhört schwer und groß. Ge­rade Sie wirken mit an der geistigen und körper­lichen Neugestaltung des kommenden Volkes. Sie müssen daher Ihren jungen Kameraden st e t s ein Vorbild sein. Sie haben auch zugleich das schönste Amt, denn es ist das Schönste, bei dieser unserer Jugend und unserer Zukunft zu arbeiten und zu wirken. Ihre Aufgabe ist deshalb so schön, weil Sie nicht eine Idee im luftleeren Raum pre­digen, sondern eine Idee, die bereits in der Wirk­lichkeit sich als richtig erwiesen hat. Denn alles, was heute in Deutschland wirkt und neu entsteht, entsteht ja nur in der grundsätzlichen Durchführung der Idee, die Sie predigen, entspricht auf Grund des Führerprinzips und der Auslese der Tüchtige n."

In seinen Schlußworten gedachte Reichsminister Rudolf Heß des Führers.Wir wollen in allen Zeiten treu bei ihm stehen, in der gleichen Selbst­verständlichkeit, in der bisher die Führer der Be­wegung und der HI. zu ihm gestanden haben. Pflanzen Sie Ihren Jungen diese selbstverständliche Treue ein, dann kann es um unser Volk nicht feh­len. Wir grüßen den Führer, der Deutschland wie­der groß gemacht hat, wir grüßen ihn, dankbaren und treuen Herzens."

Achtung vor der Persönlichkeit.

Oer Stellvertreter des Führers spricht im Reichsführerlager der HZ

die amerikanische Nationalhymne, während sich die Versammelten erhoben und Dr. Jlgner einen Kranz mit Hakenkreuzschleife an der Gedenktafel nieder­legte, die mit der Hakenkreuzfahne und dem Ster­nenbanner geschmückt war.

Der amerikanische Geschäftsträger Botschaftsrat L. Mayer schilderte dann die vielen Lebensge­biete, auf denen sich Carl Schurz als ganzer Mann gezeigt habe, als Politiker, als Senator, als Mi­nister, als Diplomat, als General, als Heraus­geber einer Zeitung und schließlich als Vertreter der Hamburg-Amerika-Linie in Neuyork. Den Ver­einigten Staaten habe fein Wirken zum Segen ge­reicht. Es sei zu hoffen, daß der Geist dieses Man­nes auch weiterhin die beiden Länder durchdringe, die er Heimat nennen durste, zu ihrem Vorteil und

. Lo^on, 24. Mai. (DNB.) Der Negus ging m Haifa an Bord des kleinen KreuzersCapetown", der ihn bis nach Gibraltar bringen wird. Don dort aus wird der Negus voraussichtlich die Reise nach London mit einem britischen Handelsschiff fortsetzen. Die Frage, ob der Kaiser seinem Range entspre­chend in England empfangen werden wird, ist noch nicht entschieden. Reuter schreibt, die britische Regie­rung sei durch die Tatsache, daß es zur Zeit wei Kaiser von Abessinien gebe in feiner angenehmen Lage, obwohl der Anspruch des nsusn Kaisers bisher von England nicht aus

Einbruchsversuch

im Schloß Starhembergs.

Linz, 23. Mai. (DNB.) In der Nacht zum Samstag wurde in dem Schloß Waxenberg (Mühlviertel), das dem ehemaligen Vizekanzler Starhemberg gehört, ein Einbruchsversuch unternommen. Die Behörden, die von dem Plan Kenntnis erhalten hatten, konnten Sicherungsmaß­nahmen treffen, durch die die Durchführung des Anschlages vereitelt wurde. Als die Gendarmerie einfchreiten wollte, wurde auf sie geschossen. Die Gendarmen erwiderten das Feuer und töteten zwei Einbrecher. Acht Personen konnten verhaftet wer­den. Man vermutet, daß die Täter die Absicht hat­ten, sich in den Besitz von Waffen des Hei- matschutzes zu setzen, die sie dort verborgen glaubten. Vielfach hört man auch, daß es sich da möglicherweise um einen Racheakt von Heim­wehrmännern handeln könnte, die mit der Haltung Starhembergs während der letzten Regie­rungsumbildung nicht einverstanden waren. Im Raume von Korneuburg, in der nächsten Umgebung von Wien, fanden am Samstag größere feldmäßiae Hebungen der Heimwehr statt, an die sich ein Scharfschießen anschloß.

Braunschweig, 23. Mai. (DNB.) Den Höhe­punkt des 1. Reichsführerlagers der Hitlerjugend bil­dete der Besuch des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, der zu den aktiven Bann- und Jungbannführern der Hitler­jugend und des Deutschen Jungvolkes über ihre Auf­gabe und Verantwortung sprach. Er erklärte u. a., daß der Begriff der Jugend nicht unbedingt an ein junges Alter gebunden fei. Wer einmal jung in seiner Jugend sei, der bleibe jung bis an das Alter heran. Das beste Beispiel dafür sei der Führer selbst, der eigentlich geistig einer der Jüngsten sei. Es wäre ein schwerer Fehler und ein großer Nachteil für die Na­tion, wollte man die Jungen, die alt an Jahren sind, ausschalten; denn sie hätten bei ihrer geistigen Äugend von vornherein die Erfahrungen des Alters für sich.Erziehen Sie Ihre Jungen zur Achtung vor den nnern, gleich wel­chen Alters, zur Achtung vor derPer- f ö n l i ch k e i t", so rief Reichsminister Heß den Ju­gendführern zu.Die Persönlichkeit ist einer der Grundpfeiler der Bewegung. Denn Persönlichkeiten waren es, die in den Zeiten des Kampfes uns führ­ten und die uns auch heute noch führen. Persönlich­keiten, die bereit waren, wenn nötig Tod und Teufel zu verjagen, wie unser Kamerad Julius Schreck. Pflanzen Sie Ihren Jungen die Achtung ein vor den Ahnen, die Achtung vor denen, ohne die wir nicht existieren würden.

Der Stellvertreter des Führers wandte sich nun

glieder seien bewaffnet. Als ihre Haupt- feinde sehe sie die Kommunisten, die Ju­den, die Katholiken und die Neger an. Ihre Satzungen seien puritanisch streng. Im Hause eines verhaftetenGeneralmajors" sei belastendes Material beschlagnahmt worden, einzelne Vergehen der Mitglieder werden durch schwere körperliche Züchtigungen bestraft. Zur Durchführung ihres Programmes schrecke die Legion angeblich selbst vor dem Mord nicht zurück. Ein Arbeiter und Legionär namens Poole aus Detroit, der seine im Kind­bett liegende Frau mißhandelt hatte, ist nach An­gabe der Polizei in einer geheimen nächtlichen Ge­richtsverhandlung zum Tode verurteilt und später hingerichtet worden. Ferner wurden zwei Männer,-die Frauen anderer Männer be­lästigt hatten, an einen Pfahl gebunden und ausgepeitscht.

Die Polizei erklärt, die Legion habe so innerhalb von drei Jahren im Verfolg ihrerSäuberungs­aktion" über fünfzig Menschen hingerichtet. Bei den meisten Opfern fei Selbstmord vorgetäuscht worden. Diese Zahl dürfte allerdings übertrieben sein, da die Polizei erfahrungsgemäß, auch wenn ein gefährlicher Gangster verhaftet wird, diesem immer alle nichh aufgeklärten Morde der letzten Jahre zur Last legt

Aus den polizeilichen Mitteilungen geht weiter hervor, daß die Legionäre bei ihren nächtlichen Ver­sammlungen und bei Vollstreckung ihrer Strafurteile schwarze Kutten mit Kcxpuzen tragen, die über das Gesicht gezogen werden und nur zwei Schlitze für die Augen lassen. Die Kapuzen sind bemalt mit tfem Totenkopf und zwei gekreuzten Knochen. Verräter des Organisationsgeheimnisies trifft die Todesstrafe. Die Hauptanhängerschaft derSchwarzen Legion" entfällt auf die Staaten Kentucky, Mississippi und andere Südstaaten.

zum gegenseitigen guten Verständnis. Unter den Klängen des Deutschlandliedes und des Horst-Wes­sel-Liedes legte der amerikanische Geschäftsträger dann einen Kranz mit Sternenbannerschleifen an der Gedenktafel nieder. Mittag trafen sich die deutschen und amerikanischen Teilnehmer zu gemeinsamen Festtafel, um am Nachmittag Köln zurückzukehren.

311 allen die Verteidigung Englands belreffenben Fragen einzunehmen und gleichzeitig im Interesse einer besseren Verständigung unter den Völkern eine enge Fühlung mit den ehemaligen Frontkämp- strn fremder Länder herzustellen, um Mißtrauen, Argwohn und Haß zu beseitigen und alle Konflikte nicht mit kriegerischen Mitteln» sondern auf dem Wege der Schlichtung zu lösen.

Auf einem Frontkämpfertreffen in Seaham Har- bpur sprach Lord Londonderry in ähnlichem Sinne. Er erwähnte den Besuch britischer Font- tampfer in Deutschland. Die freundschaftlichen Be- ö^hungen unter den ehemaligen Kriegsteilnehmern aller Länder seien von bleibendem Segen für die Sicherung des Weltfriedens.

Eröffnung der Volksfenderaktion

Trossingen, 23. Mai. (DNB.) In dem Städtchen Trossingen zwischen Alb und Schwarz­wald, weltbekannt durch jeine Musikinstrumenten­industrie, wurde die Volkssenderaktion 19 3 6 für das ganze Reich mit einer Kundgebung in öen Hohnerwerken eröffnet. Deutsche Volksmusik eröffnete die Feierstunde. Der Betriebsleiter der Hohnerwerke gab seiner Freude Ausdruck, daß die große deutsche Volksfenderaktion in diesem Werke eingeleitet werde. Reichsamtsleiter und Präsident der Reichsrundfunkkammer Ministerialrat Horst Dreßler-Andreß führte dann u. a. aus, daß der deutsche Arbeiter von jeher weniger um die Durchsetzung materieller Forderungen gekämpft habe, als vielmehr um fein Menschenrecht. Früher fei der Arbeiter von den Gütern der Kultur aus*

London, 23. Mai. (DNB.)Deutschland wünscht seine Kolonien" lautet die Heber- schrift eines Aufsatzes imEvening Standard", in dem R H. Bruce - Lockart zur Kolonialfrage Stellung nimmt.

Der Verfasser geht davon aus, daß der Führer und Reichskanler in feinem Friedensplan den Wunsch Deutschlands auf Rückgabe seiner Kolonien bereits amtlich zum Ausdruck gebracht habe. Die briti­schen Einwände gegen diese Forderung stützten sich auf drei Punkte: Deutschland habe im Vertrag von Versailles auf feine überseeischen Besitzungen und Rechte nicht zugunsten des Völkerbundes, son­dern zugunsten der hauptsächlichen alliierten und assoziierten Mächte verzichtet. Trotz der Annahme des Mandatssystemes liege die Oberhoheit über die Kolonien bei den Alliierten Mächten. Ferner sei das Mandatssystem von England als einheiliges Treuepfand" gegenüber den Eingeborenen angenom­men worden, und schließlich sei es nicht Englands Brauch, seine Besitzungen abzutreten, denn es halte fest, was es habe.

Der Derfasier des Aufsatzes bemüht sich herauf, den deutschen Standpunkt in der Kolonial- frac^e darzulegen. Nach deutscher Aussasiung sei die Eröffnung der Feindseligkeiten in Afrika im Jahre 1914 eine Verletzung des Kongovertra­ges von 1885 gewesen, der die Ausdehnung eines europäischen Krieges auf die afrikanischen Besitzun­gen ausdrücklich verbiete. Die Wegnahme der deut- schen Kolonien sei aber auch deshalb rechtswidrig, da sie im W i der spruch zum Gei st der 14 Punkte Wilsons stehe, die Deutschland beim Waffenstillstand als Grundlage für die Friedens­verhandlungen angenommen habe.

Zur juristischen Begründung der Forknahme der Kolonien habe man behauptet, daß Deutschland angeblich ungeeignet fei, überseeische Be­sitzungen zu verwalten, wenn Deutschland dieser Behauptung widerspreche, so könne es sich auf

hielten einen kleinen Wickenstrauß, während den Herren von zarter Hand eine wundervolle Nelke ins Knopfloch gesteckt wurde. Die zweite Heberraschung bildete ein geschmackvoll zusammengestellter Almanach Schnell entwickelte sich dann bei den Klängen der zahlreichen Kapellen, bei Tanz und Wein ein fro­hes gesellschafttiches Treiben. Unter den Gästen be­merkte man u. a.: Reichsminister Darr 6, Gau­leiter Sprenger, den Reichshandwerksmeister Schmidt, der eigens im Flugzeug von Berlin gekommen war, um an dem Pressefest feines Heimat­gaues teilzunehmen, den Oberpräsidenten Prinz Philipp von Hessen. Auch Heer, Marine, Luftwaffe, SS und SA waren vertreten. Selbstver­ständlich waren auch die Jndustrieführer des Rhein- Maingebietes in großer Zahl gekommen.

Das größte Jnteresie fand Die Tombola mit ihren sehr begehrten Gewinnen. Den Loseverkaufe- rinnen wurden die Lose aus der Hand gerissen; nach nicht ganz einer halben Stunde waren die 6000 Lose reftlos verkauft. Der glückliche Gewinner des Haupt­treffers fuhr nach Mitternacht stolz seinen Wagen hinunter ins Freie. Es würde zu weit führen, wollte man all die Ueberrafdjungen schildern, die der Besucher harrten. Kurz: Wirkliche Stimmung auf oer ganzen Linie, festlicher Rahmen und viel, viel Vergnügen. Jeder war zufrieden und des Lobes voll.

Der einzige abessinische Heerführer, der den italie­nischen Truppen erfolgreich Widerstand zu leisten vermochte, war Ras N a s i d u, dem sich der ehemals türkische General Wehib Pascha zur Verfügung gestellt hatte. Nach der Flucht des Kaisers und nach dem Zusammenbruch der abessinischen Armeen muß­ten jedoch Ras Nasibu und General Wehib Pascha ebenfalls flüchten. Hnser Bild zeigt den General Wehib Pascha im Gespräch mit französischen Kolonialoffizieren in ©irebaua. (Scherl-M.) Oer Negus auf der Reise nach London.

geschlossen gewesen. Fortan gebe es keine Tren­nung mehr zwischen volitischem, wirtschaftlichem und geistigem Leben, sondern der neue Typ des natio­nalsozialistischen Menschen sei in der harmonischen Gesamtheit feiner Persönlichkeit Trager des wirt- schafllichen, politischen und kulturellen Lebens zu­gleich. Die Offenbarung der Arbeit als menschlicher Lebenssinn, die natürliche Betätigungsform und ihre geistige und künstlerische Durchdringung sei der Zweck der heute beginnenden Volkssenderaktion.

Reichssendeleiter Hadamovsky bezeichnete es als einen glücklichen Gedanken, daß gerade in den größten H a r m 0 n i k a w e r k e n der Welt der Wettbewerb für den Volkssender eröffnet werde. Wie der Nationalsozialismus die Massen für die Politik gewonnen habe, so werde es ihm auch ge­lingen, sie für die großen kulturellen Ziele empfänglich zu machen. Ein Volk habe nur dann Anspruch darauf, ein politisches Volk ge­nannt zu werden, wenn das ganze Volk an feiner Politik teilnehme, wie das im Nattonalfozialismus der Fall sei. Hub ebenso habe ein Volk nur bann Anspruch, ein Kulturvolk genannt zu werden, wenn es eine Volkskultur besitze.

Reichsinnenminister Or. Frick in Bad Kreuznach.

Bad Kreuznach, 24. Mai. (DNB.) Reichs- innenminifter Dr. Frick wohnte in Bad Kreuznach der feierlichen Einweihung derWilhelm- Frick-Siedlung" an der Bofenheimer Straße bei. Ein großer Teil der Doppelhäuser mit etwa 80 Wohnungen ist bereits fertiggestellt. Dr. Frick dankte für den herzlichen Empfang in seiner alten Heimat. Heimat, Blut und Boden, Rasse und Volkstum, das seien Werte, auf denen das Reich Adolf Hitlers aufgebaut fei. Er erblicke in der Namensgebung der Siedlung einen Ausdruck der Verbundenheit der Kreuznacher Bevölkerung mit ihm. Er hoffe, daß diese Siedlung vielen erbgesun- den und kinderreichen Familien eine wahre Heim­stätte sein werdeWir wollen weiter an unserem Volke arbeiten, das unser Höchstes ist, und wir wollen dahin streben, daß wir wieder ein mächtiges und feiner eigenen Kraft bewußtes Volk werden."

Reichszusammenschluß für öffentliche und freie Wohlfahrts­pflege und Zugendhilfe.

Berlin, 24. Mai. (DNB.) Zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und freier Wohlfahrtspflege und zum weiteren Ausbau der beiden Träger der Wohlfahrtspflege gemeinsam in­teressierenden Fragen haben der Deutsche Ge. me i n b e ta g und das Hauptamt für Volks­wohlfahrt einen Reichszusammenschluß für öffentliche und freie Wohlfahrtspflege und Jugend­hilfe errichtet. Zum Vorsitzenden des Reichszusam- menschlusies hat der Reichs- und preußische Mini­ster des Inneren den Leiter des Hauptamtes für Dolkswohlfahrt in der Reichsleitung der NSDAP. Hauptamtsleiter H i l g e n f e l d t, berufen. Zu Stellvertretern sind der Vizepräsident des Deutschen Gemeindetages Dr. Z e i t l e r, und der Leiter des Amtes für Volkswohlfahrtspflege und Jugendhilfe im Hauptamt für Dolkswohlfahrt, Amtsleiter A l t- h a u s, ernannt worden.

Revision eines Horst-Weffel-Mörders verworfen.

Berlin, 23. Tlai. <DNB.) Di- Iustizpresle- stelle Berlin teilt mit: Das Reichsgericht yat die Revision des 33jährigen Erwin Rückert gegen das Urteil der 20. Großen Strafkammer des Land­gericht Berlin vom 28. Januar 1936 als offensicht­lich unbegründet verworfen. Rückert ist einer der Mörder Horst Wessels. Er war mit den Mordschutzen, dem berüchtigten Ali Hoh­ler» in das Zimmer Horst Wessels eingedrungen und bann geflüchtet, nachdem Hohler auf Horst Wessel den Mordschuß abgegeben hatte. Rückert wurde damals bald gefaßt und am 26. September 1930 wegen gemeinschaftlichen Totschlages und we° fien unbefugten Waffenbesitzes zu einer Gesamt- trafe von sechs Jahren einem Monat Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Diese Strafe hatte er am 19.Januar 1936 verbüßt. Auf Grund seiner zahlreichen schweren Vorstra­fen hat ihn dann die 20. Große Strafkammer zu einem gemeingefährlichen Gewohnheits­verbrecher erklärt und gegen ihn die nachttäg- liche Sicherungsverwahrung angeordnet. Nachdem nun das Reichsgericht die von Rückert gegen dieses Urteil eingelegte Revision verworfen hat, ist die Anordnung der Sicherungsverwahrung des Rückert rechtskräftig geworden.

Oas Frühlingsfest der preffe in Bad Homburg.

Bad Homburg stand am Samstag im Zeichen des Pressefestes im Kurhaus. Die Räume des Kur­hauses waren bald so gefüllt, daß sich dieNachzüg­ler" sehr um einen Platz bemühen mußten.

Man muß es der Presse lasten: Sie versteht es, Feste zu feiern. Selten sah man bas Homburger Kurhaus in solch strahlenbem Glanz, in solch fest­licher Fülle wie an diesem Abend. Die Damen er-

geheime Hinrichtungen nachge- den letzten Tagen wurden daraufhin eine große Anzahl Verhaftungen vorgenom­men. Dabei soll festgestellt worden sein, daß die Le-

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