Moskau befördert geschloffene Regimenter nach Barcelona.
Fieberhafte Tätigkeit in den Kriegshäfen am Schwarzen Meer.
Leistungs- und Amfahsteigernngen billigere herstellungs- und Vertriebsmethoden ermöglichen und damit den Lebensstandard des Einzelnen wie der Gesamtheit zu heben vermögen.
Aber wir sind nicht der Auffassung, daß man mit der Werbung allein jedes Erzeugnis groß machen kann ohne Beachtung seiner Güte. Wir glauben auch nicht, daß es möglich ist, durch die Werbung Waren abzusetzen, für die kein Bedarf vorliegt. Je größer die Einflußmöglichkeiten der Wirtschaftswerbung sind, um so höher müssen auch die Anforderungen sein, die an sie in Gestalt und Inhalt gestellt werden. In Deutschland soll die Werbung nur für die wirkliche Leistung eingesetzt werden. Der Verbraucher hat berechtigten Anspruch darauf, vor unlauteren und unwahren Werbemethaden und Werbebehauptungen geschützt zu werden. Dieser Grundsatz der Wahrheit in der Werbung muß auch im zwischenstaatlichen Güteraustausch, in der Zusammenarbeit der Völker wieder aufs neue erstehen. Gerade der Welthandel hat zur Erhaltung dauernder geschäftlicher Beziehungen zur Voraussetzung, daß alle Beteiligten gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Dieser Zustand wird um so eher erreicht werden können, wenn nicht nur Leistung und Gegenleistung einander gleichwertig sind, sondern wenn auch die Ankündigung der Leistung dem Wesen eines ehrbaren Kaufmannes entspricht. Wir wären glücklich, wenn auch Sie, die Fachleute der Werbung der anderen Länder unseres Kontinents, uns dabei mithelfen würden, in der Wirtschaftswerbung eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen, die sich dann auch in der gesamten öffentlichen Meinung der einzelnen Länder und in der politischen Führung der Völker auswirken wird.
Die Neuordnung der deutschen Werbung.
Ministerialrat Professor Dr. Hunke, der Stellvertreter des Präsidenten des Werberates der deutschen Wirtschaft, sprach dann über die Erneuerung der deutschen Werbung. Das deutsche Volk gibt jahraus, jahrein etwa eine Milliarde Reichsmark für Wirtschaftswerbung aus. Dem nationalsozialistischen Staate konnte daher die Gestaltung der Wirtschaftswerbung nicht gleichgültig sein. Er hat für alle Zeit eine klare Entscheidung getroffen: Werbung ist keine Angelegenheit, die lediglich dem Egoismus einzelner wirtschaftender Menschen ihre Existenz verdankt. Die Werbung besitzt eine besondere volkswirtschaftliche Bedeutung in einer Wirtschaft, die auf der Einzelper- sönlichkeit und der Leistung beruht. Eine Konkurrenz aber, die nur die eine Aufgabe sieht, mit unlauteren Mitteln den Mitbewerber aus dem Felde zu räumen, ist nicht nur sittlich sondern auch volkswirtschaftlich falsch und obendrein volkswirtschaftlich unproduktiv. Das war die große Gabe des nationalsozialistischen Staates für die deutsche Wirtschaftswerbung, daß er ihr eine überragende Bedeutung in der nationalsozialistischen Wirtschaft zuerkannte und ihr im Werberat der deutschen Wirtschaft einen amtlichen Betreuer gab.
Im Verlaufe von drei Jahren hat nun die deutsche Wirtschaftswerbung tatsächlich einen völlig neuen Charakter gewonnen. Immer mehr setzt sich ein neuer Stil, eine neue Wirtschaftsgesinnung und ein neues Können in der deutschen Wirtschaftswerbung durch. Die Marktordnung Hot viele Vorteile mit sich gebracht. So gelten heute nur noch Zwei Spaltenbreiten und ein einheitlicher Höhenmaßstab. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen sind überall dieselben geworden und doch ist jeder Wirtschafter in der Wahl und Bestimmung seiner Werbemittel völlig frei. Aber er muß seine Werbung selbst bezahlen, ohne Vergünstigungen verlangen zu können. Der Wirtschaftswerbung wurden neue Freunde gewonnen. Vor allem i n d e n Kreisen der kleineren Betriebe dadurch, daß der Einfluß der Kapitalmacht mit der Durchsetzung des Grundsatzes der P r e i s t r e u e beseitigt wurde. Den wirtschaftlich schwachen Kreisen wurde außerdem noch durch die zielbewußte Pflege der Gemeinschaftswerbung geholfen. Im Anschluß an die Gemeinschaftswerbungen haben dann auch Geschäftsleute zusätzliche Werbung betrieben, die ihr bisher fremd gegenüberstanden. Die Säuberung des Inhaltes der Werbung und damit zugleich die Läuterung des Wettbewerbs ist ebenfalls schon größtenteils durchgeführt. Um den durch die Neuregelung notwendigen Typ des Werbeberaters zu erhalten, ist die höhere Reichswerbeschule ins Leben gerufen worden.
Auftakt zum Neichsbauerniag.
Die Möglichkeit der Butterversorgung aus eigener Scholle.
G o ß l a r, 23. Nov. (DNB.) In der Reichsbauernstadt am Harz hat der vierte Reichsbauerntag seinen Anfang genommen. Die schöne, alte Stadt ist festlich geschmückt. Ein Meer von Hakenkreuzfahnen verdeckt die Häusergiebel. Girlanden und Tannengrün vervollständigen das feierliche Bild. Durch die bisherigen Reichsbauerntage hat sich auch eine persönliche Gemeinschaft zwischen dem Führerkorps des Reichsnährstandes und den Bürgern der Stadt gebildet. In der Regel kommt jeder Tagungsteilnehmer immer wieder in das gleiche Quartier, so daß die Gäste mit den Einwohnern eine einzige große Familie bilden. Die ersten drei Tage des Goslarer Bauerntreffens sind mit Fachberatungen in zahlreichen Sondertagungen ausgefüllt.
Der Montag war mit Besprechungen der Reichshauptabteilung III, die für eine gleichmäßige Versorgung der Verbrauch er schäft und für eine angemessene Preisbildung verantwortlich sind, ausgefüllt. Es handele sich dabei um die Frage des Marktes, also der Erfassung, Verarbeitung und Weiterleitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse vom Erzeuger zum Verbraucher. Interesse beanspruchten die Ausführungen des Bauern Nietfeld - Bockmann von der Hauptoereinigung der deutschen Milchwirtschaft, der die Fortschritte gegenüber dem Vorjahr nachweisen konnte. Auf Grund der Erfahrungen stellte Nietfeld fest, daß die B u t- teroersorgung aus eigener Scholle keineswegs als Unmöglichkeit anzusehen sei. Sie würde möglich sein, wenn es gelänge, die jährliche Milchleistung noch um etwa ein Achtel oder ein Fünftel zu st ei gern. Die allgemeine Milchleistungskontrolle, die in weiten Gebieten bereits durchgeführt sei, diene diesem Ziele. Eine weitere Entlastung der Versorgung könne erreicht werden, wenn die Haushaltungen in größerem Umfange als bisher entrahmte Milch verwenden würden.
Paris, 24. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der „Matin" bringt Enthüllungen über die Umtriebe der Sowjets in Spanien. Nach den letzten Beschlüssen Moskau würden Waffen, Munition, Tanks und sogar ganze Truppenteile in gesteigertem Tempo nach Spanien geschickt. Die Transportschiffe würden von sowjetrussischen Kriegsfahrzeugen begleitet. Der Kommandant der Schwarzen-Meer-Flotte, K o j a n o w, habe Befehl erhalten, hierfür mehrere Einheiten seines Geschwaders bereit zu stellen, darunter zwei U - Bootsabteilungen. Nach einem mit den spanischen Bolschewisten' getroffenen Abkommen wurden sämtliche noch in deren Besitz befindlichen Flottenstützpunkte der sowjetrufsischen Marine zur Verfügung gestellt. Zur Begleichung der Unkosten, die der Sowjetregierung entstehen, werde ein Teil des Goldes der Bank von Spanien verwandt, das bereits in Moskau eingelagert sei.
Der Leiter der Abteilung „Verwaltung 2Ho- bilmachung" General 13 alpe, sei bereits nach Odessa, Nikolajew und S e b a - stopol unterwegs, um persönlich die Operationen zu leiten. Drei Offiziere des roten Generalstabes seien ununterbrochen in diesen drei Häfen tätig. Der erste Schiffstransport werde nicht nur Truppen, sondern auch 2 0 0 Techniker, Ingenieure und Monteure für Kriegswerften und Reparaturwerkstätten für Tanks, Flugzeuge und Artillerie nach Spanien befördern. Die Leitung dieser technischen Hilfe sei den Ingenieuren
Nicodinow und I u k o w übertragen.
Im „Echo de Paris" erklärt General De Ca- st e l n a u, nur diejenigen seien absichtlich blind ober taub, deren Regierung nichts von der umfangreichen Unterstützung der spanischen Bolschewisten mit sowjetrussischem Personal und Kriegsmaterial wüßten.
Das Vlatt versichert, es besitze aus einwandfreier Quelle eine Vestätigung dafür, daß vor etwa zwölf Tagen auf dem Seewege ein fowjelruffifches Regiment nach Spanien gekommen fei, das sofort nach Madrid befördert wurde. Dieses Regiment bestehe aus 3000 Mann und werde von einem Oberst und einem vollständigen Offizierskorps geführt. Mährend der letzten Kämpfe habe sich herausgestellt, daß am Kampf gegen die Rational-Truppen in Madrid sehr viel mehr Sowjetrussen als spanische Bolschewisten beteiligt seien.
Reichsleiter Max Amann 45 Jahre.
Berlin, 23. Nao. (DNB.) Reichsleiter Max Amann, der Präsident der Reichspresse- k a m m e r, wird am 24. November 45 Jahre alt. Max Amann gehört zu den ältesten und engsten Mitarbeitern des Führers. Er stand im Felde mit Adolf Hitler in der gleichen Frontkompanie des Regiments List und schloß sich nach seiner Rückkehr aus dem Kriege schon frühzeitig der deutschen Freiheitsbewegung an. 1921 wurde Max Amann der erste Geschäftsführer der NSDAP., 1922 übernahm er den Verlag des Völkischen Beobachters und 1925 die Leitung des Zentralparteioerlag e s. An dem Aufbau der nationalsozialistischen Presse und dem Aufstieg des Zentral-Parteioer- lages und nach der Machtübernahme an der Neugestaltung des gesamten deutschen Zeitungswesens hat Reichsleiter Max Amann hervorragenden Anteil. Im November 1935 wurde Reichsleiter Max Amann Präsident der Reichspressekammer.
Protest gegen die Derjudung der Diener Theater.
Wien, 23.Nov. (DNB.) Die Ueberfremdung des Wiener Kunstlebens mit ausländischen Juden und Emigranten veranlaßt die chrisllich-sozialen Organe, sich mit diesen Verhältnissen zu beschäftigen. Das „Wiener Montagblatt" spricht von Durchstechereien jüdischer Theaterdirektoren und Unternehmer, die selbst in den Vorstadtvariet^s Emigranten und sonstige Ausländer, aber möglichst keine Arier beschäftigen. In der Wiener Volksoper z. B., deren Leitung Jean Ernestrecte G l i ck m a n n aus Bukarest und Alexander K o - w a lewski aus Lodz innehaben, mußten bewährte bodenständige Kräfte Volksfremden weichen. Die jüdische Leitung des Stadttheaters versuchte ebenfalls, 14 volksfremde Ausländer zu beschäftigen. Es gelang ihr tatsächlich, für sieben eine Arbeitsbewilligung zu erreichen. In den Tanzstät- ten des Parkyotels und Kursalons konzertieren zehn Nege r. Eine zweite Negerkapelle, bestehend aus sieben Köpfen, hat in einem Nachtlokal der inneren Stadt eine einträgliche Anstellung erhalten. Sogar Theater, die staatlicherseits mit dem Rang einer Kulturbühne ausgezeichnet sind, leisten sich Verletzungen des Jnlandarbeiter-Schutz- gesetzes und zeigen auch sonst in den Derpflichtun- aen eine Vorliebe für eine „bestimmte Art von Ausländern". Das Blatt verlangt energisch eine R e- f o r m des Jnlandarbeiter-Schutzgesetzes, damit die- fern „skandalösen Treiben" ein Ende gesetzt werden könne.
Kleine politische Nachrichten.
Nachdem zwei Prote st Versammlungen der deutschen Volksgruppe in Polen wegen der Entlassung von sechs deutschen Lehrern behördlicherseits verboten worden waren, berief der Landesleiter der Jungdeutschen Partei Senator Wiesner, eine Versammlung im Kreise Neutomischl ein, wo er über das Thema „Recht der deutschen Volksgruppe in Polen" zu sprechen beab- ichtigte. Die Versammlung wurde erneut mit dem Hinweis, daß durch sie die öffentliche Ruhe bedroht werden könne, verboten. Ein Vortrag des stellvertretenden Landesleiters der Jungdeutschen Par«
Barcelona — die neue GpU.-Zentrale für Westeuropa.
Paris, 23.3100. <rms.) Der „Matin" berich. lek, daß in Barcelona die Vorbereitungen für die Schaffung einer Zweigstelle der GPU. mit Hochdruck betrieben würden. Ihr Leiter Iefchow habe entsprechende Anweisungen für die Schaffung dieser „ausländischen Operation s- a b t e i I u n g“ gegeben. Die erfahrensten Sachver-
London, 23. Nov. (DNB.) Der Abgeordnete Wedgewood fragte im Unterhaus den Außenminister, ob britische Schiffe, die spanische Mittelmeerhäfen anlaufen, vor einer Durchsuchung oder Belästigung auf hober See und in den territorialen Gewässern geschützt würden. Eden antwortete u. a.: „Die Politik der britischen Regierung ist es, f ü r keine Seite imspani- schen Krieg Partei zu nehmen und keiner der beiden am Kampfe beteiligten Parteien eine Hilfe zu gewähren. Die britische Regierung hat die Einfuhr von Waffen nach Spanien auf dem Seewege verboten und bisher die Anerkennung des Rechtes als kriegführende Partei zur See keiner der beiden Parteien zuerkannt. Sie hat gegenwärtig nicht die Absicht, solche Rechte zuzuerkennen. (Beifall.) Infolgedessen werden Schiffe Seiner Majestät, falls dies notwendig fein sollte, britische Kauffahrteischiffe auf hoher See gegen die Behelligung durch Schiffe einer der beiden streitenden Parteien in Spanien außerhalb der Dreimeilenzone schützen. Damit britische Schiffe nicht Kriegsmaterial von einem fremden Hafen nach einem spanischen Hafen verschiffen können, beabsichtigt die Regierung, den Transport von Waffen nach Spanien durch britische Schiffe für ungesetzlich zu erklären. Ich benutze die Gelegenheit, um demgemäß alle britischen Schiffe zu verwarnen."
Der Abgeordnete Hicks (Labour) fragte hierauf, ob die französische Regierung nicht an die britische Regierung herangetreten sei, um 'das Nichteinmischungsabkommen zu überprüfen. Eden antwortete: „Nein, mein Herr! Im Gegenteil, die französische Regierung hat mir innerhalb der letzten 24 Stunden ihren Wunsch übermittelt, daß der gegenwärtig bestehende Nichteinmischungsausschuß weiter fort bestehen soll."
Von unterrichteter Seite wurde erklärt, daß die neue Gesetzgebung gegen den Waffentransport auf
Berlin, 23. Nov. (DNB.) In den ausgedehnten Nachkriegsverhandlungen über die Begrenzung und Herabsetzung der Rüstungen zur See sind internationale Regeln für die Führung des U-Voolkrieges aufgestellt worden, die in Artikel 22 (Teil IV) des Londoner Vertrages vom 22. April 1930 niedergelegt sind und zunächst von Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Japan angenommen wurden. 3m Verlauf der deutsch- englischen Floktenverhandlungen 1935 hat Deutschland auf englische Anfrage hin seine Bereitwilligkeit erklärt, diesen Bestimmungen beizutreten. Die königlich Britische Regierung hat nunmehr, nachdem auch die Annahmeerkla- rung von Frankreich und Italien vorliegt, Deutschland auf Grund eines vom 6. November d. I. in London von den beteiligten Seemächten gezeichneten Protokolls förmlich zum Beitritt aufgefordert. Daraufhin hat am 23. November der deutsche Botschafter in London an den englischen Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten folgende Note gerichtet:
„In einer Mitteilung vom 9. November hat der königlich Britische Botschafter in Berlin dem Reichsminister des Auswärtigen Abschrift eines am 7. November 1936 in London unterzeichneten Proto- kolls über die Regeln der Anterfeeboots-Kriegsfüh- rung gemäß Teil IV des Londoner Vertrages vom 22. April 1930 übersandt und dabei namens seiner Regierung der Hoffnung Ausdruck verliehen, die deutsche Regierung werde den genannten Regeln beitreten.
Diese Regeln lauten:
I. Bei ihrem vorgehen gegen Handelsschiffe müssen Unterseeboote sich nach den Bestimmungen des Völkerrechts
ständigen feien dieser Abteilung zugeteilt. Sämtliche Geheimgruppen der GPU. in Europa sollen künftig von Barcelona aus geleitet wer- den. Die Gruppenleiter seien bereits für den 30. November nach Barcelona zusammenberufen. U.a. werde die Herstellung falscher Datum e n f e und Ausweise, die bisher in Prag, Wien und Zürich vorgenommen wurde, jetzt der Sektion Barcelona übertragen werden.
britischen Schiffen nur als eine vorüber» gehende Maßnahme zu betrachten sei. Sobald die spanische National-Regierung als kr i ed- führende Macht anerkannt sei, werde sie zu der Anhaltung und Durchsuchung von Schiffen auf hoher See ohne weiteres berechtigt sein, womit dann die neue Gesetzesvorlage hinfällig würde. Die Presse begrüßt die Gesetzesvorlage als Beweis für das Festhalten Englands an der Neutralität und der Nichteinmischungspolitik. „Daily Telegraph" schreibt, daß die britische Regierung entschlossen sei, jeden Zwischenfall zu ver- meiden, der England in die wachsenden Ver» Wicklungen der spanischen Lage hineinziehen könne. Die „Times" meint, daß viele Abgeordnete unzufrieden darüber seien, daß die Regierung nicht jetzt schon den geanerischen Truppen in Spanien die Kriegsrecyte zuerkannt habe. Von mehreren Blättern wird die Auffassung vertreten, daß die Maßnahme in der Hauptsache als eine Warnung an General Franco gedacht sei, um ihn an der Anhaltung und Durchsuchung englischer Schiffe zu verhindern.
Flottenbauten der spanischen Aational-Regierung.
Paris, 24. Nov. (DNB. Funkspruch.) Das „Echo de Paris" will ankündigen können, daß auf der Werft von Ferrol demnächst ein neuerKreu- z e r für die spanische Nationalregierung vom Stapel laufen werde. Es handle sich um den Kreuzer „Baleares", der derselben Klasse angehöre, wie die Kreuzer „Canarias" und „Almirante Cervera". Außerdem seien einige U-Boote auf dieser Werft im Dau. Das Blatt erwartet, daß in absehbarer Zeit ein allgemeiner Flottenangriff der Nationalisten auf die roten Häfen Barcelona und Valencia beginnen werde.
richten, welchen lleberwafferschiffe unterworfen sind.
II. Insbesondere darf, mit Ausnahme des Falles der fortgesetzten Weigerung Z u stoppen, nachdem die ordnungsmäßige Aufforderung hierzu ergangen ist, ober des tatsächlichen Widerstandes gegen Besichtigung oder Untersuchung, ein Kriegs- schiff, ob Ueberwasserschiff ober Unterseeboot, ein Hanbelsschiff nicht versenken ober zur Seefahrt untauglich machen, ohne vorher bie Passagiere, bie Bemannung und die Schiffspapiere an einen sicheren Ort gebracht zu haben. Für diesen Zweck werden die Boote des Schiffes nicht als ein sicherer Ort angesehen, es sei denn, daß die Sicherheit der Passagiere und der Bemannung bei den herrschenden See- und Wetterverhältnissen durch die Nähe von Land oder durch die Anwesenheit eines anderen Schiffes, welches in der £age ist, sie an Bord zu nehmen, gewährleistet ist.
Die deutsche Regierung hat anläßlich der deutsch- englischen Flottenverhandlungen in der Zusammen« fassung der Besprechungen zwischen den deutschen und englischen Flottensachverständigen am 23. 3uni 1935 ihre Bereitwilligkeit erklärt, den Bestimmungen über den Unterseebootskrieg des Teiles IV des Londoner Seerüstungsvertrages bei- zutreten. Demgemäß beehre ich mich, im Auftrage meiner Regierung zu erklären, daß die deutsche Regierung den oben wiedergegebenen Regeln beitritt und diese als vorn heutigen Tage ab für sie verbindlich annimmt. (Schlußformel.)
Gez.: von Ribbentrop."
Wie bie spanische Nationalregierung bem Auswärtigen Amt mitteilt, hat sie zu ihrem Geschäftsträger in Berlin Botschaftsrat Luis Alvarez de Eftraba ernannt.
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Der Präsibent ber Reichsfilmkammer, Staatsmini» ster Prof. Dr. Lehnich, ist in Warschau ein» getroffen. Er nimmt bort als Präsibent der Inter» nationalen Filmkammer an der Sitzung ber Urheberrechts - Kommission der Internationalen Filmkammer teil und hat mit den amtlichen polnischen Stellen Besprechungen über Filmfragen.
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Der ungarische Reichsverweser Admiral von H o r t h y und Gemahlin sind nach Rom abgesoh» ren. Gleichzeitig sind nach Rom abgereist Minister» präsibent D a r a n y i und Minister des Aeußeren K a n y a. In ihrer Begleitung befand sich der Bu« dapester italienische Gesandte Prinz Colonna.
tei, Wilhelm Schneider, in Bromberg wurde gleichfalls verboten.
Die Wilnaer Stubenten haben bas feit neun Tagen von ihnen besetzte akademische Haus geräumt unb sich in geschlossenem Zuge in die St. Johanniskirche begeben, wo ber Erzbischof eine Dankmesse zelebrierte. Nach ben Melbungen nationalistischer Blätter ist bie Einstellung des Hungerstreiks auf bie ben Stubenten gegebene Versicherung erfolgt, baß ihre gegen bas Ueberhanbnehmen bes Jubentums gerichteten Forberungen ber Studenten in vollem Umfange erfüllt werben würben.
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König Georg von Griechenland sandte an den Führer unb Reichskanzler ein herzliches Danktelegramm für die deutsche Anteilnahme anläßlich der Ueberführung ber Särge Konstantins, der Königin Sophie und der Königinmutter Olga nach Griechenland.
Deutschland tritt dem Abkommen über den Unterseebootskrieg bei.
England unterbindet Waffentransport
nach Spanien aus britischen Schiffen.


