Ausgabe 
24.11.1936
 
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Moskau befördert geschloffene Regimenter nach Barcelona.

Fieberhafte Tätigkeit in den Kriegshäfen am Schwarzen Meer.

Leistungs- und Amfahsteigernngen billigere herstellungs- und Vertriebsmethoden ermög­lichen und damit den Lebensstandard des Ein­zelnen wie der Gesamtheit zu heben vermögen.

Aber wir sind nicht der Auffassung, daß man mit der Werbung allein jedes Erzeugnis groß machen kann ohne Beachtung seiner Güte. Wir glauben auch nicht, daß es möglich ist, durch die Werbung Waren abzusetzen, für die kein Bedarf vorliegt. Je größer die Einflußmöglichkeiten der Wirtschaftswerbung sind, um so höher müssen auch die Anforderungen sein, die an sie in Gestalt und Inhalt gestellt werden. In Deutschland soll die Werbung nur für die wirkliche Leistung eingesetzt werden. Der Verbraucher hat berechtigten Anspruch darauf, vor unlauteren und unwahren Werbemethaden und Werbebehauptungen geschützt zu werden. Dieser Grundsatz der Wahrheit in der Werbung muß auch im zwischenstaatlichen Güter­austausch, in der Zusammenarbeit der Völker wie­der aufs neue erstehen. Gerade der Welthandel hat zur Erhaltung dauernder geschäftlicher Beziehungen zur Voraussetzung, daß alle Beteiligten gleicher­maßen auf ihre Kosten kommen. Dieser Zustand wird um so eher erreicht werden können, wenn nicht nur Leistung und Gegenleistung einander gleichwertig sind, sondern wenn auch die Ankün­digung der Leistung dem Wesen eines ehrbaren Kaufmannes entspricht. Wir wären glücklich, wenn auch Sie, die Fachleute der Werbung der anderen Länder unseres Kontinents, uns dabei mithelfen würden, in der Wirtschaftswerbung eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen, die sich dann auch in der gesamten öffentlichen Meinung der einzelnen Länder und in der poli­tischen Führung der Völker auswirken wird.

Die Neuordnung der deutschen Werbung.

Ministerialrat Professor Dr. Hunke, der Stellver­treter des Präsidenten des Werberates der deutschen Wirtschaft, sprach dann über die Erneuerung der deutschen Werbung. Das deutsche Volk gibt jahraus, jahrein etwa eine Milliarde Reichsmark für Wirtschaftswerbung aus. Dem na­tionalsozialistischen Staate konnte daher die Gestal­tung der Wirtschaftswerbung nicht gleichgültig sein. Er hat für alle Zeit eine klare Entscheidung ge­troffen: Werbung ist keine Angelegenheit, die ledig­lich dem Egoismus einzelner wirtschaftender Men­schen ihre Existenz verdankt. Die Werbung besitzt eine besondere volkswirtschaftliche Bedeu­tung in einer Wirtschaft, die auf der Einzelper- sönlichkeit und der Leistung beruht. Eine Konkurrenz aber, die nur die eine Aufgabe sieht, mit unlauteren Mitteln den Mitbewerber aus dem Felde zu räumen, ist nicht nur sittlich sondern auch volkswirtschaftlich falsch und obendrein volkswirt­schaftlich unproduktiv. Das war die große Gabe des nationalsozialistischen Staates für die deutsche Wirtschaftswerbung, daß er ihr eine über­ragende Bedeutung in der nationalsozialistischen Wirtschaft zuerkannte und ihr im Werberat der deutschen Wirtschaft einen amtlichen Be­treuer gab.

Im Verlaufe von drei Jahren hat nun die deut­sche Wirtschaftswerbung tatsächlich einen völlig neuen Charakter gewonnen. Immer mehr setzt sich ein neuer Stil, eine neue Wirtschaftsgesinnung und ein neues Können in der deutschen Wirtschaftswer­bung durch. Die Marktordnung Hot viele Vorteile mit sich gebracht. So gelten heute nur noch Zwei Spaltenbreiten und ein einheitlicher Höhen­maßstab. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen sind überall dieselben geworden und doch ist jeder Wirtschafter in der Wahl und Bestimmung seiner Werbemittel völlig frei. Aber er muß seine Wer­bung selbst bezahlen, ohne Vergünstigungen ver­langen zu können. Der Wirtschaftswerbung wurden neue Freunde gewonnen. Vor allem i n d e n Kreisen der kleineren Betriebe da­durch, daß der Einfluß der Kapitalmacht mit der Durchsetzung des Grundsatzes der P r e i s t r e u e beseitigt wurde. Den wirtschaftlich schwachen Krei­sen wurde außerdem noch durch die zielbewußte Pflege der Gemeinschaftswerbung gehol­fen. Im Anschluß an die Gemeinschaftswerbungen haben dann auch Geschäftsleute zusätzliche Werbung betrieben, die ihr bisher fremd gegenüberstanden. Die Säuberung des Inhaltes der Wer­bung und damit zugleich die Läuterung des Wett­bewerbs ist ebenfalls schon größtenteils durchgeführt. Um den durch die Neuregelung notwendigen Typ des Werbeberaters zu erhalten, ist die höhere Reichswerbeschule ins Leben gerufen wor­den.

Auftakt zum Neichsbauerniag.

Die Möglichkeit der Butterversorgung aus eigener Scholle.

G o ß l a r, 23. Nov. (DNB.) In der Reichsbauern­stadt am Harz hat der vierte Reichsbauerntag seinen Anfang genommen. Die schöne, alte Stadt ist festlich geschmückt. Ein Meer von Hakenkreuzfahnen ver­deckt die Häusergiebel. Girlanden und Tannengrün vervollständigen das feierliche Bild. Durch die bis­herigen Reichsbauerntage hat sich auch eine persön­liche Gemeinschaft zwischen dem Führerkorps des Reichsnährstandes und den Bürgern der Stadt ge­bildet. In der Regel kommt jeder Tagungsteilnehmer immer wieder in das gleiche Quartier, so daß die Gäste mit den Einwohnern eine einzige große Fa­milie bilden. Die ersten drei Tage des Goslarer Bauerntreffens sind mit Fachberatungen in zahlreichen Sondertagungen ausgefüllt.

Der Montag war mit Besprechungen der Reichs­hauptabteilung III, die für eine gleichmäßige Ver­sorgung der Verbrauch er schäft und für eine angemessene Preisbildung verantwort­lich sind, ausgefüllt. Es handele sich dabei um die Frage des Marktes, also der Erfassung, Verarbei­tung und Weiterleitung der landwirtschaftlichen Er­zeugnisse vom Erzeuger zum Verbraucher. Interesse beanspruchten die Ausführungen des Bauern Niet­feld - Bockmann von der Hauptoereinigung der deutschen Milchwirtschaft, der die Fortschritte gegen­über dem Vorjahr nachweisen konnte. Auf Grund der Erfahrungen stellte Nietfeld fest, daß die B u t- teroersorgung aus eigener Scholle keineswegs als Unmöglichkeit anzusehen sei. Sie würde möglich sein, wenn es gelänge, die jähr­liche Milchleistung noch um etwa ein Achtel oder ein Fünftel zu st ei gern. Die allgemeine Milchleistungskontrolle, die in weiten Gebieten bereits durchgeführt sei, diene diesem Ziele. Eine weitere Entlastung der Versorgung könne erreicht werden, wenn die Haushaltun­gen in größerem Umfange als bisher ent­rahmte Milch verwenden würden.

Paris, 24. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Matin" bringt Enthüllungen über die Umtriebe der Sowjets in Spanien. Nach den letzten Beschlüssen Moskau würden Waffen, Munition, Tanks und sogar ganze Truppenteile in gesteigertem Tempo nach Spanien geschickt. Die Transportschiffe würden von sowjetrussischen Kriegs­fahrzeugen begleitet. Der Kommandant der Schwarzen-Meer-Flotte, K o j a n o w, habe Be­fehl erhalten, hierfür mehrere Einheiten seines Geschwaders bereit zu stellen, darunter zwei U - Bootsabteilungen. Nach einem mit den spa­nischen Bolschewisten' getroffenen Abkommen wur­den sämtliche noch in deren Besitz befindlichen Flottenstützpunkte der sowjetrufsischen Ma­rine zur Verfügung gestellt. Zur Begleichung der Unkosten, die der Sowjetregierung entstehen, werde ein Teil des Goldes der Bank von Spa­nien verwandt, das bereits in Moskau einge­lagert sei.

Der Leiter der AbteilungVerwaltung 2Ho- bilmachung" General 13 alpe, sei bereits nach Odessa, Nikolajew und S e b a - stopol unterwegs, um persönlich die Operationen zu leiten. Drei Offiziere des roten Generalstabes seien ununterbrochen in diesen drei Häfen tätig. Der erste Schiffs­transport werde nicht nur Truppen, sondern auch 2 0 0 Techniker, Ingenieure und Monteure für Kriegswerften und Re­paraturwerkstätten für Tanks, Flugzeuge und Artillerie nach Spanien befördern. Die Leitung dieser technischen Hilfe sei den Ingenieuren

Nicodinow und I u k o w übertragen.

ImEcho de Paris" erklärt General De Ca- st e l n a u, nur diejenigen seien absichtlich blind ober taub, deren Regierung nichts von der umfangrei­chen Unterstützung der spanischen Bolschewisten mit sowjetrussischem Personal und Kriegsmaterial wüßten.

Das Vlatt versichert, es besitze aus einwand­freier Quelle eine Vestätigung dafür, daß vor etwa zwölf Tagen auf dem Seewege ein fowjelruffifches Regiment nach Spanien gekommen fei, das sofort nach Madrid befördert wurde. Dieses Regi­ment bestehe aus 3000 Mann und werde von einem Oberst und einem vollständigen Offiziers­korps geführt. Mährend der letzten Kämpfe habe sich herausgestellt, daß am Kampf gegen die Rational-Truppen in Madrid sehr viel mehr Sowjetrussen als spanische Bolschewisten beteiligt seien.

Reichsleiter Max Amann 45 Jahre.

Berlin, 23. Nao. (DNB.) Reichsleiter Max Amann, der Präsident der Reichspresse- k a m m e r, wird am 24. November 45 Jahre alt. Max Amann gehört zu den ältesten und eng­sten Mitarbeitern des Führers. Er stand im Felde mit Adolf Hitler in der gleichen Frontkompanie des Regiments List und schloß sich nach seiner Rückkehr aus dem Kriege schon früh­zeitig der deutschen Freiheitsbewegung an. 1921 wurde Max Amann der erste Geschäftsfüh­rer der NSDAP., 1922 übernahm er den Verlag des Völkischen Beobachters und 1925 die Leitung des Zentralparteioer­lag e s. An dem Aufbau der nationalsozialistischen Presse und dem Aufstieg des Zentral-Parteioer- lages und nach der Machtübernahme an der Neu­gestaltung des gesamten deutschen Zeitungswesens hat Reichsleiter Max Amann hervorragenden An­teil. Im November 1935 wurde Reichsleiter Max Amann Präsident der Reichspressekammer.

Protest gegen die Derjudung der Diener Theater.

Wien, 23.Nov. (DNB.) Die Ueberfremdung des Wiener Kunstlebens mit ausländischen Juden und Emigranten veranlaßt die chrisllich-sozialen Organe, sich mit diesen Verhältnissen zu beschäfti­gen. DasWiener Montagblatt" spricht von Durch­stechereien jüdischer Theaterdirektoren und Unter­nehmer, die selbst in den Vorstadtvariet^s Emigran­ten und sonstige Ausländer, aber möglichst keine Arier beschäftigen. In der Wiener Volks­oper z. B., deren Leitung Jean Ernestrecte G l i ck m a n n aus Bukarest und Alexander K o - w a lewski aus Lodz innehaben, mußten be­währte bodenständige Kräfte Volksfremden weichen. Die jüdische Leitung des Stadttheaters ver­suchte ebenfalls, 14 volksfremde Ausländer zu be­schäftigen. Es gelang ihr tatsächlich, für sieben eine Arbeitsbewilligung zu erreichen. In den Tanzstät- ten des Parkyotels und Kursalons konzertie­ren zehn Nege r. Eine zweite Negerkapelle, be­stehend aus sieben Köpfen, hat in einem Nachtlokal der inneren Stadt eine einträgliche Anstellung er­halten. Sogar Theater, die staatlicherseits mit dem Rang einer Kulturbühne ausgezeichnet sind, leisten sich Verletzungen des Jnlandarbeiter-Schutz- gesetzes und zeigen auch sonst in den Derpflichtun- aen eine Vorliebe für einebestimmte Art von Ausländern". Das Blatt verlangt energisch eine R e- f o r m des Jnlandarbeiter-Schutzgesetzes, damit die- fernskandalösen Treiben" ein Ende gesetzt werden könne.

Kleine politische Nachrichten.

Nachdem zwei Prote st Versammlungen der deutschen Volksgruppe in Polen wegen der Entlassung von sechs deutschen Lehrern behördlicherseits verboten worden waren, be­rief der Landesleiter der Jungdeutschen Partei Senator Wiesner, eine Versammlung im Kreise Neutomischl ein, wo er über das ThemaRecht der deutschen Volksgruppe in Polen" zu sprechen beab- ichtigte. Die Versammlung wurde erneut mit dem Hinweis, daß durch sie die öffentliche Ruhe bedroht werden könne, verboten. Ein Vortrag des stell­vertretenden Landesleiters der Jungdeutschen Par«

Barcelona die neue GpU.-Zentrale für Westeuropa.

Paris, 23.3100. <rms.) DerMatin" berich. lek, daß in Barcelona die Vorbereitungen für die Schaffung einer Zweigstelle der GPU. mit Hochdruck betrieben würden. Ihr Leiter Iefchow habe entsprechende Anweisungen für die Schaf­fung dieserausländischen Operation s- a b t e i I u n g gegeben. Die erfahrensten Sachver-

London, 23. Nov. (DNB.) Der Abgeordnete Wedgewood fragte im Unterhaus den Außenmini­ster, ob britische Schiffe, die spanische Mittelmeer­häfen anlaufen, vor einer Durchsuchung oder Belästigung auf hober See und in den territorialen Gewässern geschützt würden. Eden antwortete u. a.:Die Politik der britischen Regierung ist es, f ü r keine Seite imspani- schen Krieg Partei zu nehmen und keiner der beiden am Kampfe beteiligten Parteien eine Hilfe zu gewähren. Die britische Regierung hat die Einfuhr von Waffen nach Spanien auf dem Seewege verboten und bisher die Anerkennung des Rechtes als kriegführende Par­tei zur See keiner der beiden Parteien zuer­kannt. Sie hat gegenwärtig nicht die Absicht, solche Rechte zuzuerkennen. (Beifall.) Infolgedessen werden Schiffe Seiner Majestät, falls dies notwen­dig fein sollte, britische Kauffahrtei­schiffe auf hoher See gegen die Behelligung durch Schiffe einer der beiden streitenden Parteien in Spanien außerhalb der Dreimeilen­zone schützen. Damit britische Schiffe nicht Kriegsmaterial von einem fremden Hafen nach einem spanischen Hafen verschiffen können, beabsichtigt die Regierung, den Transport von Waffen nach Spa­nien durch britische Schiffe für ungesetzlich zu erklären. Ich benutze die Gelegenheit, um demge­mäß alle britischen Schiffe zu verwarnen."

Der Abgeordnete Hicks (Labour) fragte hierauf, ob die französische Regierung nicht an die britische Regierung herangetreten sei, um 'das Nichteinmischungsabkommen zu über­prüfen. Eden antwortete:Nein, mein Herr! Im Gegenteil, die französische Regierung hat mir inner­halb der letzten 24 Stunden ihren Wunsch über­mittelt, daß der gegenwärtig bestehende Nichtein­mischungsausschuß weiter fort bestehen soll."

Von unterrichteter Seite wurde erklärt, daß die neue Gesetzgebung gegen den Waffentransport auf

Berlin, 23. Nov. (DNB.) In den ausgedehn­ten Nachkriegsverhandlungen über die Begrenzung und Herabsetzung der Rüstungen zur See sind internationale Regeln für die Füh­rung des U-Voolkrieges aufgestellt wor­den, die in Artikel 22 (Teil IV) des Londoner Ver­trages vom 22. April 1930 niedergelegt sind und zunächst von Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Japan an­genommen wurden. 3m Verlauf der deutsch- englischen Floktenverhandlungen 1935 hat Deutsch­land auf englische Anfrage hin seine Bereit­willigkeit erklärt, diesen Bestimmungen bei­zutreten. Die königlich Britische Regierung hat nunmehr, nachdem auch die Annahmeerkla- rung von Frankreich und Italien vor­liegt, Deutschland auf Grund eines vom 6. Novem­ber d. I. in London von den beteiligten Seemächten gezeichneten Protokolls förmlich zum Bei­tritt aufgefordert. Daraufhin hat am 23. November der deutsche Botschafter in London an den englischen Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten folgende Note gerichtet:

In einer Mitteilung vom 9. November hat der königlich Britische Botschafter in Berlin dem Reichs­minister des Auswärtigen Abschrift eines am 7. November 1936 in London unterzeichneten Proto- kolls über die Regeln der Anterfeeboots-Kriegsfüh- rung gemäß Teil IV des Londoner Vertrages vom 22. April 1930 übersandt und dabei namens seiner Regierung der Hoffnung Ausdruck verliehen, die deutsche Regierung werde den genannten Regeln beitreten.

Diese Regeln lauten:

I. Bei ihrem vorgehen gegen Handels­schiffe müssen Unterseeboote sich nach den Bestimmungen des Völkerrechts

ständigen feien dieser Abteilung zugeteilt. Sämt­liche Geheimgruppen der GPU. in Europa sollen künftig von Barcelona aus geleitet wer- den. Die Gruppenleiter seien bereits für den 30. November nach Barcelona zusammenberufen. U.a. werde die Herstellung falscher Da­tum e n f e und Ausweise, die bisher in Prag, Wien und Zürich vorgenommen wurde, jetzt der Sektion Barcelona übertragen werden.

britischen Schiffen nur als eine vorüber» gehende Maßnahme zu betrachten sei. So­bald die spanische National-Regierung als kr i ed- führende Macht anerkannt sei, werde sie zu der Anhaltung und Durchsuchung von Schiffen auf hoher See ohne weiteres berechtigt sein, wo­mit dann die neue Gesetzesvorlage hinfällig würde. Die Presse begrüßt die Gesetzesvorlage als Be­weis für das Festhalten Englands an der Neutra­lität und der Nichteinmischungspolitik.Daily Tele­graph" schreibt, daß die britische Regierung ent­schlossen sei, jeden Zwischenfall zu ver- meiden, der England in die wachsenden Ver» Wicklungen der spanischen Lage hineinziehen könne. DieTimes" meint, daß viele Abgeordnete unzu­frieden darüber seien, daß die Regierung nicht jetzt schon den geanerischen Truppen in Spanien die Kriegsrecyte zuerkannt habe. Von mehre­ren Blättern wird die Auffassung vertreten, daß die Maßnahme in der Hauptsache als eine War­nung an General Franco gedacht sei, um ihn an der Anhaltung und Durchsuchung englischer Schiffe zu verhindern.

Flottenbauten der spanischen Aational-Regierung.

Paris, 24. Nov. (DNB. Funkspruch.) Das Echo de Paris" will ankündigen können, daß auf der Werft von Ferrol demnächst ein neuerKreu- z e r für die spanische Nationalregierung vom Sta­pel laufen werde. Es handle sich um den Kreuzer Baleares", der derselben Klasse angehöre, wie die KreuzerCanarias" undAlmirante Cervera". Außerdem seien einige U-Boote auf dieser Werft im Dau. Das Blatt erwartet, daß in abseh­barer Zeit ein allgemeiner Flottenangriff der Nationalisten auf die roten Häfen Bar­celona und Valencia beginnen werde.

richten, welchen lleberwafferschiffe unterworfen sind.

II. Insbesondere darf, mit Ausnahme des Falles der fortgesetzten Weigerung Z u stoppen, nachdem die ordnungsmäßige Aufforderung hierzu ergangen ist, ober des tatsächlichen Widerstandes gegen Besichtigung oder Untersuchung, ein Kriegs- schiff, ob Ueberwasserschiff ober Unterseeboot, ein Hanbelsschiff nicht versenken ober zur Seefahrt untauglich machen, ohne vorher bie Passagiere, bie Bemannung und die Schiffspapiere an einen sicheren Ort gebracht zu haben. Für diesen Zweck wer­den die Boote des Schiffes nicht als ein sicherer Ort angesehen, es sei denn, daß die Sicherheit der Passagiere und der Bemannung bei den herrschenden See- und Wetterverhältnissen durch die Nähe von Land oder durch die Anwesen­heit eines anderen Schiffes, welches in der £age ist, sie an Bord zu nehmen, gewähr­leistet ist.

Die deutsche Regierung hat anläßlich der deutsch- englischen Flottenverhandlungen in der Zusammen« fassung der Besprechungen zwischen den deutschen und englischen Flottensachverständigen am 23. 3uni 1935 ihre Bereitwilligkeit erklärt, den Bestimmungen über den Unterseebootskrieg des Teiles IV des Londoner Seerüstungsvertrages bei- zutreten. Demgemäß beehre ich mich, im Auf­trage meiner Regierung zu erklären, daß die deutsche Regierung den oben wiedergegebenen Re­geln beitritt und diese als vorn heutigen Tage ab für sie verbindlich annimmt. (Schluß­formel.)

Gez.: von Ribbentrop."

Wie bie spanische Nationalregierung bem Auswärtigen Amt mitteilt, hat sie zu ihrem Geschäftsträger in Berlin Botschaftsrat Luis Alvarez de Eftraba ernannt.

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Der Präsibent ber Reichsfilmkammer, Staatsmini» ster Prof. Dr. Lehnich, ist in Warschau ein» getroffen. Er nimmt bort als Präsibent der Inter» nationalen Filmkammer an der Sitzung ber Ur­heberrechts - Kommission der Internatio­nalen Filmkammer teil und hat mit den amtlichen polnischen Stellen Besprechungen über Filmfragen.

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Der ungarische Reichsverweser Admiral von H o r t h y und Gemahlin sind nach Rom abgesoh» ren. Gleichzeitig sind nach Rom abgereist Minister» präsibent D a r a n y i und Minister des Aeußeren K a n y a. In ihrer Begleitung befand sich der Bu« dapester italienische Gesandte Prinz Colonna.

tei, Wilhelm Schneider, in Bromberg wurde gleichfalls verboten.

Die Wilnaer Stubenten haben bas feit neun Tagen von ihnen besetzte akademische Haus geräumt unb sich in geschlossenem Zuge in die St. Johanniskirche begeben, wo ber Erzbischof eine Dankmesse zelebrierte. Nach ben Melbungen natio­nalistischer Blätter ist bie Einstellung des Hunger­streiks auf bie ben Stubenten gegebene Versiche­rung erfolgt, baß ihre gegen bas Ueberhanbnehmen bes Jubentums gerichteten Forberungen ber Stu­denten in vollem Umfange erfüllt werben würben.

König Georg von Griechenland sandte an den Führer unb Reichskanzler ein herzliches Danktelegramm für die deutsche Anteilnahme an­läßlich der Ueberführung ber Särge Konstantins, der Königin Sophie und der Königinmutter Olga nach Griechenland.

Deutschland tritt dem Abkommen über den Unterseebootskrieg bei.

England unterbindet Waffentransport

nach Spanien aus britischen Schiffen.