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Rückschlages erneut Bündni streue 3U geloben.

Hinsichtlich des Schicksals der spanischen Volks-

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weist? und: Werden die revolutionären Massen

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sich dem Willen ihrer Führer unterordnen? Die Er­

eignisse der letzten Tage in Madrid lassen das be-

rühere Staatspräsident Alcala Zamora von

einem Posten entfernt worden ist, entspricht durch­aus der Politik, die zurzeit hier getrieben wird.

leitung (UGT.) wies die Generalstreikforderungen

Die Feststellung, durch die Alcala Zamora zu Fall

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, 20. April.

gesprengt.

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front nach den Präsidentenwahlen dreht sich alles um die Frage: Wann wird der Zeitpunkt getom* men sein, da sich die linksbürgerliche Regierung nach marxistischer Auffassung alsunfähig" er*

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Die ReUung des deulschen Gesandten von Sichler

Dank und Anerkennung der Zieichsregierung.

massen, aufgehetzt von ihren syndikalistischen Kame­raden ebenfalls die Arbeit nieder. Diese Disziplin­losigkeit gibt zu denken, da sie darauf schließen läßt, daß auch der gute Wille der Regierung, es den j Bundesgenossen recht zu machen, und die etwaigen Bremsversuche der Arbeiterführer den revolutio­nären Strom und das Chaos nicht aufzuhalten ver­mögen.

Eine andere Fraae ergibt sich aus der Haltung der linksrepublikanischen Regierung: Wird diese, menn sie nach Meinung der Marxisten endgültig abgewirtschaftet" hat, ihren Platz mit Feuer und Eisen verteidigen, ober wird sie achselzuckend die Macht an die proletarischen Parteien abgeben? Wenngleich der letzte Weg vielleicht der unblutigste und reibungsloseste sein würde, so ist nach den Reden, die der Ministerpräsident Azana im Par­lament gehalten hat, doch keinesfalls damit zu rechnen, daß die Linksbürgerlichen kampflos das Feld räumen, bevor sie nicht das Volksfrontpro­gramm in ihrem Sinne durchqeführt haben. Azana hat auf die Fragen der Oppositionsredner klar und deutlich geantwortet, daß die Regierung die Repu­blik in ihrer augenblicklichen Gestalt schützen und kein anderes Regime zulassen werde. Die Marxisten gaben bei dieser Feststellung des Ministerpräsiden­ten ihren Mißmut durch eisiges Schweigen zum Ausdruck. So schwierig und aussichtslos die Stel­lung Azanas auch fein mag, so muß gerechtigkeits­halber doch zugegeben werden, daß er es bis jetzt mit meisterhafter Geschicklichkeit verstanden hat, die auf dem Kopf stehende Pyramide des spanischen Staatsapparates im Gleichgewicht zu halten. Er hat Reden gehalten, die den uneingeschränkten Bei­fall von den Kommunisten bis zu den Abgeord­neten der Katholischen Volksaktion gefunden haben, er verdirbt es nicht restlos mit der Rechtsopvosition und brachte es sogar fertig, durch gewiste Zu­geständnisse bei ber Aufstellung ber Kandidaten für die Wahl der Dertrauenleute die Rechtsparteien von dem Gedanken der Wahlenthaltung abzubrin­gen. Die Unzufriedenheit der Marxisten, die jeden Schritt der Regierung verfolgen, um gegebenen­falls sofort das Unfähigkeitszeugnis ausstellen zu können, beschwichtigt er durch umfangreiche Fa­schistenverfolgungen. Dieses billige Kampfmittel wird besonders in diesen Tagen in großem Um­fang angewandt. Der Generalstreik in Madrid aus Protest gegen diefaschistischen Provokationen" wurde nur deshalb nach 24 Stunden bereits abge­brochen, weil die Regierung sofort mit einer Flut von Dekreten aufwartete, durch die den Faschisten und den ihnen nahestehenden Kreisen der Garaus gemacht werden sollte. Die Bewegung wurde für ungesetzlich erklärt, ihre Organisationen verboten, gleichzeitig werden in ganz Spanien Hunderte von Ortsgruppenführern und einflußreichen Faschisten ins Gefängnis geworfen, in Madrid sollen in einer Woche allein über tausend Mitglieder und Nahe­stehende der Falange (spanische Faschistenpartei) verhaftet worden fein; pensionierte Offiziere, die sich im regierungsfeindlichen Sinne betätigen, ver­lieren ihre Bezüge, wobei jedoch die Auslegung des Begriffesregierungsfeindlich" und damit auch die Auswahl der Straffälligen vollständig von dem fluten Willen des Innenministers abhängt. Ferner werden alle Polizeibeamte und Heeresangehörigen entlassen, strafversetzt, beurlaubt ober in Militär- gefängnisse eingeliefert, die nichtzuverlässig" sind und wie sich das in letzter Zeit häufiger in aller Öffentlichkeit gezeigt hat mit dem Faschismus "sympathisieren". Alle diese Maßnahmen, die das Ergebnis eines kaum zweistündigen Ministerrats waren, schienen auch den revolutionärsten Volks- frontlern Garantie genug zu sein für die anti­

Spanien vor der Präsidentenwahl

Don unserem ständigen v.'.Äerichterstaster.

Berlin, 23. April. (DRB.) Der deutsche Ge­sandte in Kairo, von Stohrer, und sein Mecha­niker Ernst M a r k st e i n , die am Samstagnach­mittag auf der Fahrt von Kairo nach der Oase Ba- haria in einen Sandsturm geraten waren und seitdem vermißt wurden, sind, wie schon kurz ge­meldet, dank der tatkräftigen Such- und Hilfsmaß­nahmen, die unter Einsatz von Militär- und Zivil-

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gebracht wurde, daß nämlich die letzte Landtags­auflösungnicht nötig" gewesen sei, spottet jeder Logik, nur politische Zweckmäßigkeit gab hierbei den Ausschlag; die Linken waren während ihrer ganzen Oppositionszeit die eifrigsten Fürsprecher einer Parlamentsauflösung. Wer als aussichtsreicher Kandidat für den Präsidentenstuhl in Frage kommt, läßt sich heute noch nicht mit Sicherheit erkennen. Jedenfalls besteht bei den Marxisten durchaus keine Abneigung dagegen, einen der Ihren zum Staats­oberhaupt zu erheben, da ihnen dies den Weg zur Macht erheblich erleichtern würde.

Wieder blutige Zusammenstöße

Madrid, 24. April. (DRB. Funkspruch.) Aus einigen spanischen Orten werden wieder e r n st e Störungen der öffentlichen Ruhe und Ordnung gemeldet.

In Lebrija (Sevilla) überfiel eine Gruppe linksradikaler Elemente das Parteibüro der Katho­lischen Volksaktion und die Wohnung des dortigen Führers der Partei. Beide Gebäude wurden nie­dergebrannt. Die Polizei wurde mit Pistolen- feuer empfangen. Im Verlaufe des Feuer­gefechtes, das sich entspann, wurde ein Offizier, von mehreren Kugeln durchbohrt, auf der Stelle getötet.

In Almeria trugen bei einer Prügelei zwischen Studenten verschiedener politischer Richtungen drei junge Leute schwere Verletzungen davon. Als sich Zivilpersonen in den Kampf ein­mischten, wurde auch von Schußwaffen Gebrauch gemacht, und ein Polizeibeamter, der Zi- oilkleider trug, getötet.

Immer neue Verhaftungen von Faschisten

Madrid, 23. April. (DNB.) Sie Versal- gung von Faschisten und anderen rechts eingestellten Personen nimmt in ganz Spanien ihren Fortgang. Unter den in Aviles ins Gefängnis Eingelieferten befinden sich vier G e i st l i ch e. In I a e n verurteilte der Gouverneur einen Einwohner zu 500 Peseten Geldstrafe, weil dieser auf der Straße den faschistischen Gruß gebraucht hatte. In Valla­dolid suchten sechs Mitglieder der Falange (spa­nische Faschistenpartei) den Gouverneur auf, um von ihm die Freilassung mehrerer ohne Grund verhafte­ter Parteigenossen zu verlangen. Als der Gouverneur die Bittsteller nicht vorließ, stimmten diese im Vor­zimmer die faschistische Hymne an, worauf sie ver­haftet und zu je 1000 Peseten Geldstrafe verurteilt wurden.

kleinen Hügel stand, mitten in der Sand- wüste, etwa 50 Kilometer von Baharia entfernt. Wenige Minuten nach 9 Uhr landete Mackworth neben den Vermißten. Von Stohrer, in voller Gesundheit, begrüßte seine Retter mit diplomati­scher Höflichkeit:Ich freue mich, Sie zu sehen. Ich war sicher, daß Sie kommen würden!" Sein Chauf­feur wurde von der Freude der Rettung so über­wältigt, daß er den Rest des kostbaren Wassers über seinen Kopf ausgoß, als er durch den glühen­den Sand auf seine Retter zuging. Er war infolge der Strapazen etwas mitgenommen, gewann aber feine Geisteskräfte bald zurück, als man ihn mit heißem Kaffee, Gulcose und Kognak gestärkt hatte.

Stohrer berichte?, daß die Steuerung bei einem schweren Sandsturm brach. Er und der Chauffeur hätten eine provisorische Aus­besserung vorgenommen und den Wagen auf den Hügel gebracht. Er habe den Wagen mit einem Staubmantel bedeckt und begonnen, Rauchsignale zu geben, indem mit Hilfe von Benzin und Kleidungs­stücken Feuer entzündet wurde. Nachts versuchte er durch Abbrennen von Magnesiumlichtern Signale zu geben, ebenso mit den Scheinwerfern. Die Le­bensrnittel wurden sorgfältig rationiert, doch hatten sie zuletzt am Mittwochmorgen etwas zu essen, eine Büchse Sardinen, die ihren Durst außerordentlich vermehrten. Sie waren bald gezwungen, das Wasser aus dem Kühler zu trinken, das sie vor dem Genuß abkochten. Als sie gerettet wurden, hatten sie noch etwa einen Liter fast ungenießbares Wasser.

Man schätzt, daß die Suche nach den Vermißten Tausende von Pfund gekostet hat, da mehrere Dutzend Flugzeuge und Kraftwagen seit Samstag nach den Vermißten gesucht haben.

Empfang beim Führer.

Berlin, 23. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing am Donnerstag den deutschen Gesandten in Addis Abeba, Dr. K i r ch h oltes.

Ferner empfing der Führer ob Reichs­kanzler am Donnerstag den Inspekteur des Sa­nitätswesens der faschistischen Miliz, Professor Dr. Attilio C a 11 e r i n a, Ordinarius für Chirurgie an der Universität Genua, der am Chirurgenkon- greß in Berlin teilgenommen hat.

Dr. Goebbels trägt sich ein.

Berlin, 23. April. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels trug sich am Donnerstagnachmittag im Sturmlokal des Horst-Wessel-Sturmes in der Bar­nimstraße für das Dankopfer der SA. ein. Er wurde geleitet von Obergruppenführer von Iagow. Am Eingang des Sturmlokals, wo sich spontan eine zahlreiche begeisterte Menschenmenge eingefunden hatte, wurde der Berliner Gauleiter von Brigade­führer Walch begrüßt.

Antrittsbesuch des Botschafters Graf Welczek bei Flandin.

Paris, 23. April. (DNB.) Der deutsche Botschafter Graf Welczek hat am Don­nerstag dem französischen Außenminister Flan­din seinen Antrittsbesuch gemacht. Dem Präsidenten der Republik wird Graf Welczek sein Beglaubigungsschreiben im Laufe der nächsten Woche überreichen.

Das Kreuz bezeichnet die Stelle, a:i der der ver­schollene Gesandte ahfgefunden wurde. (Scherl-M.) luftfahrzeugen sowie von berittenen Truppen von den ägyptischen und den britischen Amtsstellen ge­troffen wurden, Donnerstag früh von Flugzeugen der britischen Luftstreitkräfte in der Nähe von Ba­haria angetroffen und wohlbehalten nach dem Militärflughafen Heliopolis gebracht worden. Der Gesandte wurde auf dem Flughafen von Vertretern der Regierung, den Mitgliedern der Deutschen Gesandtschaft, dem Kommandanten der Royal Air Force und Mitgliedern des König­lichen Autoklubs begrüßt.

Wie von amtlicher Seite zum Ausdruck gebracht wurde, gebührt dem Kommando der britischen Luft­streitkräfte Höch st e Anerkennung dafür, daß es ihm gelungen ist, den deutschen Diplomaten und seinen Begleiter lebend zu bergen, wie der wärmste Dank der Reichsregierung der ägyptischen Re­gierung, dem englischen Oberkommissar, den ägyp­tischen Truppen, sowie den zahlreichen deutschen und ausländischen Privatpersonen, die sich gleichfalls in selbstlosester Weise an den Nachforschungen be­teiligt hatten.

Wie die Vermißten gesunden wurden.

Heber die Auffindung des deutschen Ge­sandten werden folgende Einzelheiten gemeldet: Der Gesandte gab, als er das Bombengeschwader sichtete, beim Nahen der Flugzeuge Signale mit dem Rücklichtspiegel seines Wagens ab. Dieses Blinken wurde zuerst von dem Fliegeroffizier F. Richardson, Bombengeschwader 216, unter dem Kommando des Geschwadersührers Mackworth entdeckt. Von der Maschine aus konnte gesehen wer­den, daß der Wagen des Gesandten auf einem

, t der von der Regie- : mo 11 e QhEIantifaschistischen" Strafmaß-

und et Dlk- nahmen zurück, die marxistische ZeitungEl So- cialista" kündigte in großen Lettern an:Es wird keinen Generalstreik geben!" aber schon 12 Stun­den später legten die sozialdemokratischen Arbeiter-

lhend als dem eigenen Triebe; ihre Abneigung gegenüber den rinksbürgerlichen Bundesgenossen laben sie nur aus Furcht vor einem neuen Erstarken ber Rechtsparteien überwunden. Alle Anzeichen beuten darauf hin, daß die Marxisten für den 26. April ihre eigenen Kandidaten zur Wühl der Vertrauensleute (die zusammen mit Den Landtags­abgeordneten am 10. Mai den neuen Staatspräsi­denten wählen sollen) aufgestellt hätten, wenn von der Rechten die Parole Wahlenthaltung ausgegeben morden wäre, wie das ursprünglich durchaus im Bereich ber Möglichkeit gelegen hatte. Da die Oppo- fitionsparteien nun aber doch an den Wahlen teil* nehmen, und zwar sogar einigermaßengleichbe- rechtigt", hielten es die Parteien der Volksfront für unerläßlich, sich zur Vermeidung eines peinlichen

Eines jener Probleme, die zur Zeit die inter- ationate Meinung beschäftigen, ist die bisher noch licht beantwortete Frage, ob es der Komintern- entrale in Moskau gelingen wird, in Spanien ein weites Sowjetparaoies zu errichten. Die voll- ländige Unsicherheit, mit der sich die politischen Ereignisse seit dem Wahlsonntag des 16. Februar n Spanien abspielen, das Imdunkelntasten auch er zuverlässigsten politischen Propheten, ist bis jetzt roch durch keinen Gewaltstreich, wie man das als einzigen Ausweg aus der verzweifelten Lage an- zunehmen geneigt ist, weder von rechts noch von links beseitigt worden. Die Volksfront, der die Gegner eine kurze Lebensdauer voraussagten, ist rotz ihrer widerspruchsvollen Zusammensetzung «och nicht auseinandergefallen, sondern hat anae- ichts der bevorstehenden Präsidentenwahl ihre politische Busenfreundschaft erneuert. Hierbei han- tften die Marxisten jedoch mehr der Not gehör­

Besprechungen bei Flandin.

Paris, 23. April. (DNB.) Flandin hatte am Donnerstagnachmittag eine Besprechung mit dem Vorsitzenden des Dreizehner-Ausschusses, M a d a r i - a g a. Vorher empfing er den sowjetrussischen Botschafter. Wie man in politischen Kreisen hört, sollen die Besprechungen der Vorbereitung der kommenden Genfer Verhandlung ge­golten haben.

Emden-Offiziere in Washington.

Washington, 23. April. (DNB.) Kapitän Bachmann und drei Kapitänleutnants vom deut­schen KreuzerEmden" statteten am Donners­tag dem amerikanischen Marineminister und dem Chef des Admiralstabes Besuche ab. Anschließend legten sie einen Kranz am Grabe des unbekannten Soldaten nieder. Die Offiziere besuchten sodann den deutschen Botschafter, der ihnen zu Ehren am Abend ein Essen gab, an dem die in Washington anwesenden amerikanischen Admirale teilnahmen.

polens Kampf gegen die Kommune.

Warschau, 23. April. (DNB.) In das Kon­zentrationslager von Bereza Kartuska wurden am Donnerstag weitere 39 körn- rnunistische Agitatoren eingeliefert.

Kleine politische Nachrichten.

Arn Dienstag, 28. April, findet die dritte Tagung der Reichsarbeitskammer statt. Auf dieser Tagung, die im großen Sitzungssaal des Berliner Rathauses stattfindet, werden Fragen der Er­höhung des Lebensstandards behandelt.

DasM emeler Dampfboot" und die im gleichen Verlag in litauischer Sprache erscheinende Lietuvischka Zeitunga" sind auf Befehl des Meme- ter Kriegskommandanten zu je 5 0 0 0 ß i t Strafe oder bei Nichteintreibung Verurteilung der verant­wortlichen Redakteure zu entsprechender Gefängnis­strafe oder Gefängnishaft bestraft worden. Die Be­strafung wird damit begründet, daß die Blätter hetzerische Artikel verbreitet hätten.

Aus aller Welt.

Neuer Stabsleiter des HI.-Gebietes Hessen-Nassau.

NSG. Der Reichsjugendführer hat an Stelle des ausgeschiedenen bisherigen kommissarischen Stabs­leiters den Oberbannführer Brandt zum Stabs­leiter des HI.-Gebietes Hessen-Nassau ernannt.

Feierliche Eröffnung desNeichskampfes im Neichsberufswettkampf.

Der Reichskampf im Reichsberufs­wettkampf wurde in Königsberg mit einer Kundgebung feierlich eröffnet. Die Teilnehmer am Reichskampf, 767 an der Zahl aus allen Gauen Deutschlands, die Prüfer, Ehrenabteilungen der Wehrmacht, der Polizei, der SA., der SS., des NSKK. und der HI. marschierten in den Schloß- hof. Unter den Ehrengästen bemerkte man den kommandierenden General des I. Armeekorps Ge­neral ber Artillerie von Brauchitsch. Die Feier wurde mit einem chemischen Spiel durch die HI. eröffnet. Anschließend erinnerte Gebietsführer Bokmann daran, daß immer wieder in Ost­preußen deutsche Geschichte gemacht wurde. In Ver­tretung des Gauleiters Erich Koch nahm der Gau- walter der DAF. Duschon das Wort zur Ver­lesung der Ansprache des Gauleiters. Er ermahnte die Jungarbeiter, sich die Ordensritter zum Bei­spiel zu nehmen. Ordensritter des Dritten Reiches zu werden, sei das Ziel. Deutschlands Jugend kämpfe durch Arbeit mit den Werkzeugen in der Hand. Das sei der beste Beweis dafür, daß Deutsch­land Aufbauarbeit leiste. Fanfaren verkündeten dann die Eröffnung des Reichskampfes im Reichs- berufsroettfampf, die Obergebietsführer Axmann vornahm. Mit den Nationalhymnen schloß die Feierstunde.

Das Berliner Baugrubenunglück vor Gericht.

Im Prozeß um dasBerlinerBaugruben- Unglück stellte Bauleiter N o t h erneut fest, ihm sei nicht bekannt gewesen, daß der Boden in der Baugrube vorschriftswidrig tief ausgehoben mor­den fei. Auch in der Frage der Aussteifung will er ordnungsmäßig verfahren fein. Er äußerte sich auch über feine Zusammenarbeit mit ber Direktion und bezeichnete sie als sehr schwierig. Vor allem ist Noth nicht mit dem Statiker zufrieden ge­wesen. Im Laufe des Prozesses will er sich davon überzeugt haben, daß dieser Statiker sehr schwere Unterlassungssünden begangen habe; er sei überheblich und von seiner Unfehlbarkeit über­zeugt gewesen. Ein Unglück solchen Umfanges hätte verhindert werden können. Zugunsten des Statikers müsse allerdings berücksichtigt werden, daß er mit Arbeit so überlastet gewesen sei, daß er nicht einmal Zeit gefunden habe, persönlich auf ber Baustelle zu erscheinen.

lieber sein Verhältnis zu dem Reichsbahnrat Weyher befragt sagte Noth, Weyher sei aalglatt gewesen undin sachlicher Beziehung niemals zu fassen". Die Sicherheit der Arbeit habe dadurch ge­ritten, daß Weyher seine Anordnungen häufig widerrufen habe. Der Mitangeklagte Bauwart Schmitt sei nur bas Sprachrohr Weyhers ge­wesen unb habe keinen eigenen Willen gehabt. An- schließend wurde bie Sicherung des großen Bag­gers erörtert, dessen (Entfernung aus der Einsturz­grube große Schwierigkeiten bereitet hatte. Noth meinte, dieser Bagger sei ausreichend gesichert ge­wesen; auch verwahrte er sich gegen den Vorwurf, bie Baggerführer hätten lieber nicht gearbeitet.

Maibockprobe

im Münchener Hofbräuhaus.

Trotz empfindlichen Wintereinbruches gab es in München noch eine Stätte, wo der Kalenderfrühling fein volles Recht beanspruchte: bei ber M a i b o ck- probe im Hofbräuhaus. Der große Fest- saal bot ben Anblick eines Frühlingsgartens, aus besten Mitte der Maibaum ragte. Besondere groß war die Zahl derer, die an der Maibockkostprobe in

faschistische Kampfbereitschaft ber üntsbürgerfichen Regierung.

Was für ein Humbug mit bem Schlagwort von benfaschistischen Provokationen" getrieben wirb, bat sich beutrid) bei ben letzten blutigen Ereig­nissen in Spanien gezeigt: bei jebem Faschisten, ber auf ber Straße ermorbet wirb, erheben bie marxi­stischen Organisationen unb ihre Presse lauten Pro­test gegen bie vermeintlichen faschistischen Heraus­forderungen! Die natürliche Folge dieses Faschisten- oerfolgungswahns bleibt natürlich nicht aus: der Kreis derer, die mit der faschistischen Bewegung sympathisieren", wirb täglich großer, unb bie An­nahme, daß sich aus ihr eines Tages ein starkes Gegengewicht gegen bie revolutionären Absichten von Links bildet, ist durchaus nicht ungerechtfertigt.

Wenn man nach einem Spiegel für das inner- politische Leben Spaniens unter ber Herrschaft ber Volksfront sucht, so findet man ihn am besten in ber Aufstellung, die der monarchistische Abgeord­nete Calvo S o t e l a den Abgeordneten des Links­blocks im Parlament zum Nachdenken vorgelesen hat. Nach diesen Angaben sind vom 16. Februar, dem Tage des Wahlsieges der Linken, bis zum 2. April 58 Varteibüros, 72 Öffentliche und pri­vate Geschäftshäuser, 33 Privatwohnungen und 36 Kirchen überfallen und ihre Inneneinrichtungen zerstört, ferner 12 Parteilokale, 45 öffentliche und private Geschäftshäuser, 15 Prioatwohnungen und 106 Kirchen angezündet worden, wobei 56 Kirchen bis auf die Grundmauern niederbrannten. In die­sen sechs Wochen fanden außerdem 11 General­streike, 169 Aufstände kleineren und größeren Um­fanges, 39 Schießereien, 85 Feuerangriffe auf ein­zelne Personen und 24 Bombenanschläge statt, wo­bei insgesamt 345 Personen schwerere ober leichtere Verletzungen baoontrugen und 74 Menschen ge­tötet worden sind. Was hat sich aber nicht alles noch nach dem 2. April ereignet? Die blutige Fünf- jahresfeier der spanischen Republik, die ereignis« schwere Beerdigung eines erschossenen Faschisten in Madrid, der Gneralstreik in der Hauptstadt, der ebenfalls Tote und Verwundete forderte, um nur einige Zwischenfälle herauszugreifen.

Dies ist das Bild, das Spanien vor ber Prä­identenwahl bietet. Die Art unb Weise, wie ber

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