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Die Kämpfe in Abessinien

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fachen der Gegenwart Rechnung tra­gen. Polen und Ungarn wollten diese Wahrheit in positivem Sinne vor Augen halten im Be­wußtsein vor allem ihrer eigenen moralischen und materiellen Kräfte. Beide Nationen glaubten an die

müsse in ihren Handlungen sowohl ihre eigene Vergangenheit achten, wie den lat«

Abessiniens Kronprinz übernahm die Regierungsgefchafle.

die sich im italienischen Vortrupp beim Marsch aus Dessie befanden, jetzt wieder mit den Abessiniern gemeinsame Sache machten. Die Gallas, die ihre Wohnsitze zum Teil in der Danakilwüste, zum Teil im Wollo-Gebiet haben, sollen nach dieser Meldung die italienischen Truppen in und um Dessie ~ greifen.

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Der polnische Ministerpräsident in Ungarn

Betonung der polnisch-ungarischen Solidarität.

_. Negus hat den Kronprinzen A s f o u mit Führung der Regierungsgeschäfte beauftragt. Der Prinz ist bereits in den Kaiserpalast von Addis Abeba eingezogen und traf dort umfangreiche Vor- bereitungen für die Verteidigung der Hauptstadt.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Berlin, 24. April. (DRB.) Ueber die Vor­träge, die am Donnerstag auf Burg Crössinsee vor den Kreisleitern der NSDAP, gehalten wurden, verbreitet die NSK. einen Bericht, dem wir folgendes entnehmen:

Machtvoller Auftakt für den bevorstehenden feier­lichen Freitag und leidenschaftliches Bekenntnis aller in Crössinsee versammelten Kreisleiter der NSDAP, zu einer Zukunftsarbeit wurde der Donnerstag durch die mit hohem Ernst und brausender Begei­sterung aufgenommene Anwesenheit und Vorträge von Ministerpräsident Generaloberst Göring und den Reichsleitern Schwarz, Fiehler und Rosenberg, der am Nachmittag das Wort er­griff. Mit besonders eindringlicher Kraft empfan­den die Hoheitsträger an diesem Tage vor allem aber durch die flammende Rede des Pg. Göring ihre gewaltige Aufgabe für Führer und Volk. In dem brausenden, unaufhörlichen Beifall, der ihn und die Reichsleiter umbrandete, erlebte man den fanatischen Glauben, die fanatische Zuversicht und Hingabe der Politischen Leiter und mit gleicher Ur­kraft den Kampfgeist unserer Bewegung, der nie­mals rasten wird, sondern ewig ist wie Deutschland.

Zu gleicher Zeit, während die Reichsleiter Schwarze, Fiehler und Rosenberg von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley empfangen wur­den und die Front der Ehrenstürme abschritten, wurde Pg. Göring am Bahnhof Falkenburg von Gauleiter Schwede (Koburg) und dem Tagungs­leiter Reichsinspekteur Schmeer begrüßt. In seiner Begleitung befanden sich Staatssekretär SS.-Grup- penführer Körner und Ministerialrat G r i tz - bad). Lauter Jubel begleitete ihn bis zur Ordens­burg, wo er seine unverhohlene Anerkennnung über die großartigen Bauanlagen äußerte. Dann schritt er die Front der Ehrenstürme ab, bevor er im Vortrags­saal unter die von Erwartung erfüllten Kreisleiter trat, die dem

Ministe"präsidentcn Göring

einen stürmischen Empfang bereiteten. Fast andert­halb Stunden sprach er Dann zu ihnen in einer Rede, die loderndes Zeugnis vom harten, nie beug- samen Kampfgeist und Willen der Bewegung, ihrer ganzen inneren Glut und Kraft und ihrem macht­vollen Schwung war. Seine Rede schmiedete die Hörer zu einem Block des Glaubens, der Verantwor-

Konsolidation Europas. Sie seien fest überzeugt, daß diese nur verwirklicht werden könne, wenn alle Staaten jene selbstverständliche Wahrheit erkannt hätten, daß die für ein Land lebenswichtigen Fragen nicht ohne Teilnahme und Zustimmung ver­handelt und gelöst werden könnten. Nur unter die­ser Bedingung könne das für die friedliche Zusam- menarbeit der Völker unerläßliche Vertrauen wiederhergestellt werden. Polen und Ungarn könnten glücklich feststellen, daß sie in ihren gegen­seitigen Beziehungen immer von größtem Ver­trauen und aufrichtigerVerständigung erfüllt gewesen seien. Sie bildeten somit in diesem Teile Europas ein bedeutendes Element der Sta­bilität und des Gleichgewichts.

Ministerpräsident G ö m b ö s überreichte am Nachmittag dem polnischen Ministerpräsidenten die Insignien des Großkreuzes des ungarischen Ver- dienstordens.

lichen Siedlung um den Kern der Burg. Muster­gültig sind auch die wirtschaftlichen Einrichtungen, die mit den Mitteln der modernsten Technik ver­sehen sind. Eine eigene Kraftquelle mit Oelturbinen versorgt die gesamte Burg mit Elektrizität und be­treibt die Wasseranlage. Ueber allem thront, weit in das Land hineinschauend, der alte Burgfried, der ein Wahrzeichen sein wird dort draußen an der Grenze.

Ordensburg Vogelsang.

Zu gleicher Zeit geht auch die Ordensburg Vogel­sang ihrer Vollendung entgegen. Einsam in der Eifel, unweit von Gmünd, liegt diese Ordensburg. Aus einem Taleinschnitt blinkt in der Tiefe wie ein großer Silberbarren ein Stück des Urftsees zu dem stolzen Bau herauf. Trotzig greifen Turm und Mauern über Hügel und Berge. Nicht Trennendes legen sie zwischen sich und die Landschaft. In der gleichen Art wie Crössinsee ist auch diese Burg darauf abgestellt, die Natur nicht zu verdrängen, sondern sie in großem dienstbar zu machen. In den ersten Tagen des Mai wird die Ordensburg Vogel­sang ihrer Bestimmung übergeben werden. Ueber ihre Aufgabe hinaus, den Nachwuchs der Partei für lange Monate der Ausbildung unvergängliche Heimat zu werden, ist sie dazu berufen, als Sym­bol der Bewegung das heilige Gebot national­sozialistischen Kampfgeistes und jenes Gemein­schaftssinnes des neuen Deutschland zu künden, der auch in der inneren und äußeren Gestaltung dieses Baues herrlichen Ausdruck fand.

Ordensburg Sonthofen.

Diese Burg ist auf dem schönsten Platz der ge­samten deutschen Alpenlandschaft erbaut Im Stil der Holzbauten des Allgäues wirkt sie mit ihren gewaltigen Dimensionen heute schon, wo sie erst zu Zweidrittel fertiggestellt ist, gewaltig und schön zugleich. Sie atmet denselben Geist, und auch hier offenbart sich wieder, daß der Nationalsoziallsmus in allen Menschen, von denen er wahr und echt empfunden und erlebt wird, die gleiche Wirkung hervorbringt. Die Burg ist soweit fertig, daß in dem vorhandenen Teil bereits im Oktober 500 Mann eingesetzt werden können.

Italienische Erkundungsflüge über Addis Abeba.

Addis Abeba, 24. April, (DNB. Funkspruch.) Am Freitag zwischen 7.30 und 8 Uhr führten Ita­lien i f d) e Bombenflieger über Addis Abeba Erkundungsflüge aus.

England dementiert.

London, 23.April. (DNB.) In London wird amtlich dementiert, daß die britischen Be« Hörden in Aegypten besondere Schutzmaß­nahmen ander abessinisch-sudanesischen Grenze getroffen haben, und daß in M e r s a Matruh in Garnison liegende Bataillone zu diesem Zweck nach dem Sudan befördert worden seien. Die oben dementierte Nachricht stammte aus Kairo.

Unterstaatssekretär Lord Crandorne bezeich­nete am Donnerstag im Unterhaus die Behauptung, daß britische Firmen der abessinischen Regierung für militärische Zwecke Dumdum-Geschosse ge­liefert hätten, als völlig unbegründet. Dies habe eine Untersuchung bestätigt.

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Oie Oardanellen-Froge.

Günstige Antwort Jugoslawiens.

Belgrad, 24. April. (DNB. Funkspruch.) Der Generalsekretär des türkischen Außenministeriums, Botschafter Numan Rifat, traf in Belgrad ein, um mit der jugoslawischen Regierung über die Meerengenfrage zu verhandeln. Die Kam- mentare der Blätter stimmen darin überein, daß es- zwischen Numan und dem Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. S t o j a d i n o w i t s ch zu einem völligen Einvernehmen gekommen fei. Wie auch S t o j a d i n o w i t s ch erklärte, wird Jugoslawien auf die türkische Dardanellen-Note günstig antworten, woraus geschlossen werden kann, daß es den türkischen Anspruch in jeder Weise unterstützen wird.

Botschafter Numan Rifat ist Freitag früh nach B u f ar e ft weitergereist.

stützung und Aufnahme gefunden.Dieses Gefühl der S o l i b a r i t ä t", so fuhr der Ministerpräsi­dent fort,lebt auch heute noch im Herzen des Ungartums, das die Auferstehung Po­lens mit aufrichtiger Freude begrüßt. Obwohl die Wunden der nahen Vergangenheit noch nicht geheilt sind und sich am Himmel Europas neue Wolken türmen, so will ich doch glauben", so schloß der Ministerpräsident,daß diese nicht den Anbruch neuer kriegerischer Zeiten ankündigen wollen, son­dern das Herannahen einer neuen friedlichen Zeit, in der die neue, auf Gerechtigkeit be­ruhende europäische Zusammenarbeit entstehen wird, welche jeder Nation den ihr in der Familie der Völker gebührenden Platz sichert."

Ministerpräsident Kosciallowski

dankte für den warmen Empfang und hob die ge­meinsame Rolle hervor, die die beiden Nationen im Laufe der Geschichte in der Verteidigung der west­lichen Kultur gespielt haben. Er gedachte der vielen Kämpfe, welche beide Völker für ihre Freiheit aus­zufechten hatten, bei denen das Solidaritäts- g e f ü h l der beiden Nationen zueinander immer wieder zum Ausdruck kam. Das auferstandene Polen wisse diesen durch die Tradition und die tausendjährigen Beziehungen geschaffenen morali­schen Schatz hoch einzuschätzen und wolle diese kost­bare Erbschaft sorgfältig hüten. Jede Nation

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baut worden ist, faßt 1000 Mann und hat mit dem Personal eine Belegschaft von 1500 Personen. Alle Wirtschaftseinrichtungen und selbstverständlich auch alle Sportanlagen sind vorbildlich.

Reichsleiter Dr. Ley hat das F ü h r e r k o r p s der Bewegung zur Weihe nach Pommern an den Crössinsee gerufen.

Ordensburg Crössinsee.

Auf einer Halbinsel des Crössinsees ist unter Ver­wendung pommerscher Ziegel, pommerscher Kiefern und pommerscher Eschen ein Bau erstanden, der wie die großen Bauten des Dritten Reiches in Mün­chen dem Willen der Gemeinschaft Ausdruck gibt. Die einzelnen Gebäude, eingeschossig und horizontal, schmiegen sich in die Landschaft ein. Sie scheinen verwachsen mit dem Landschaftbild in seiner hehren Schönheit. Der erste jetzt fertiggestellte Bauabschnitt umfaßt zwölf Kameradschaftshäuser für je 40 Mann, die zu je drei Mann über einen Dachraum verfügen. Weiter der Remter, ein geräumiges Gesellschafts­haus, schlicht aber ungeheuer wuchtig durch seine massige Balkendecke. Dieser Raum und die Burg sind mit handgemalten Ziegeln wirkungsvoll ausgestaltet. Im Mittelpunkt, vor sich einen großen freien Raum lassend, den Apellplatz, liegt die'von 16 Säulen ge­tragene Ehrenhalle, deren Mitte ein mächtiges stei­nernes Hoheitszeichen bildet. Bei feierlichen Anläs­sen sollen an dieser weihevollen Stätte aus 16 schmiedeeisernen Armen Flammen lodern zum Ge­dächtnis der 16 Toten vor der Feldherrnhalle, deren Namen hier kommenden Geschlechtern von ihrem Opfertod künden werden. Zu beiden Seiten der Ehrenhalle liegen die große Schulungshalle und eine Turnhalle. Auf die sinngemäße Ausgestaltung der Schulungshalle ist besonderer Wert gelegt, und hier soll nicht wie in Hörsälen trockene Wissenschaft ge­lehrt, sondern Glaube gepredigt werden.

Für den zweiten Bauabschnitt ist der Ausbau von Wohnungen und Stallungen vorgesehen. Zur Zeit ist auf der Ordensburg Crössinsee Platz für 500 Kursusteilnehmer und etwa 150 bis 160 Mann Personal.

Die jetzt bereits bestehenden Verwaltungsgebäude und die Häuser für die Lehrer und das Personal gruppieren sich in der aufgeloderten Form der dörf-

Die Straße nach Addis Abeba gesprengt.

Die Abessinier haben die Straße nach Addis Abeba durch große Sprengungen für die Italiener unbe­nutzbar gemacht. Unter Leitung europäischer In­genieure wurden Gebirgsbäche umgeleitet und Ma­schinengewehrnester angelegt, so daß die hohen Pässe in regelrechte Festungen verwandelt wurden. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Um Englands Waffenhilfe.

London, 23. April. (DNB.) Der Abgeordnete Mander wollte im Unterhaus vom Ministerprä­sidenten wissen, ob bereits eine Entscheidung über die Frage gefallen sei, daß bei dem Ausbruch eines Krieges die sofortige Entsendung einer mb litärifdjen Expedition einen Teil des bri­tischen Beitrages zur kollektiven Sicherheit bilden solle. Er fragte ferner, ob solche Streitkräfte nach einem bestimmten Plan organisiert werden würden.

In seiner Antwort verwies Baldwin auf die Erklärungen des Verteidigungsministers vom 8. April. Eine Entscheidung über den ersten Teil dieser Frage könnte von der Regierung nur unter Berücksichti­gung aller Umstände getroffen werden. Was den zweiten Teil der Frage angehe, so müsse er Man­der an das Aufrüstungs-Weißbuch erinnern, bas Mitteilungen hierüber enthalte.

Oie Unruhen in Palästina.

Erklärung des englischen Kolonialministers

London, 23. April. (DNB.) Kolonialminister Thomas kündigte am Donnerstag im Unterhaus die Veröffentlichung einer amtlichen Mitteilung über die blutigen. Zusammenstöße zwischen Juden und Arabern in Palästina an. Diese Verlautbarung werde erschöpfend über die Ruhe­störungen berichten, die am 15. April begonnen hätten. Unglücklicherweise seien 16 Juden und fünf Araber getötet und 75 Juden und 72 Araber ver­wundet worden. Er, Thomas, wolle bei dieser Gelegenheit betonen, daß die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung ausschließlich eine Angelegen­heit der britischen Regierung sei, die gegen jeden Rechtsbrecher vorgehen werde. Außerdem wolle er darauf Hinweisen, daß sich die britische Regierung durch Ausschreitungen ober Drohungen, ganz gleich welcher Art, nicht von ihrem politischen Kurse werbe ablenken lassen.

Der arabische Generalstreik.

Jerusalem, 23. April. (DNB.) Der arabische General st reik hält überall an. Trotz ber gro­ßen Spannung, bie besonders durch den morgigen mohammedanischen Feiertag hervorgerufen wird, sind bie letzten 24 Stunben ohne blutige Zwischen­fälle verlaufen. Dagegen sind mehrere Brandstif­tungen in verschiedenen Landesteilen zu verzeichnen, denen auch ein 200 000 Quadratmeter großes jüdi­sches Getreidefeld bei Betalpha zum Opfer fiel. »

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Budapest, 23. April (DNB.) Der polnische Ministerpräsident K o s c i a l k o w s k i ist am Don­nerstagmittag in Begleitung des Unterstaatssekre­tärs im Warschauer Landwirtschaftsministerium, Raczynski, sowie mehrerer höherer Beamter des Außenministeriums und der Protokollabteilung zu einem dreitägigen Besuch bei der ungari­schen Regierung hier eingetroffen. Der pol­nische Ministerpräsident wurde auf dem Bahnhof von Ministerpräsident G ö m b ö s , sämtlichen Mit­gliedern des Kabinetts, dem Oberbürgermeister von Budapest und den Spitzen der Militär- und Zivil­behörden feierlich empfangen.

Der polnische Ministerpräsident legte gleich nach seinem Eintreffen einen Kranz am ungarischen Hel- oenöenfmal nieder. Im Verlaufe des Besuches sind Besprechungen zwischen den beiden Ministerpräsi­denten vorgesehen, die, wie erklärt wird, in der Richtung der gemeinsamen politischen Interessen liegen, die gegenwärtig Polen und Ungarn miteinander verbinden.

Zu Ehren des polnischen Ministerpräsidenten Koscialkowski und seiner Begleitung gab Donnerstagabend

Ministerpräsident Gömbös

ein Essen. In seinem Trinkspruch gedachte er der vielen gemeinsamen Kämpfe, die die beiden Na­tionen in den vergangenen Jahrhunderten zum Schutze Europas und der christlichen Zivilisation auszufechten hatten. Er betonte dabei, daß es nie ernstere Gegensätze zwischen den beiden Völkern ge­geben habe. Die polnische und die ungarische Na­tion seien immer in der Liebe zur Freiheit einig gewesen. Die Freiheitshelden der einen Nation hät­ten bei der anderen immer freundliche Unter-

Dem Epilog entgegen "

Ein völlig entwaffnetes Abessinien."

Rom, 23. April. (DNB.) Unter der Überschrift D e m Epilog entgegen" betont das halbamt­licheGiornale d'J t a l i a" in einem kurzen Leitartikel feines Direktors, daß der oftafrita- nifche Krieg zwar noch nicht beendet fei, da alle feine Ziele noch nicht erreicht wären, daß er aber nicht mehr weit von seinem logischen und na­türlichen Ende entfernt zu sein scheine. Der kurze Aufschub der Kampfhandlungen an der Nord- front fei von einer entschlossenen Wiederauf­nahme des italienischen Vormarsches an der Süd- front begleitet. Binnen wenigen Wochen werde die Lage voraussichtlich vollends ge­klärt fein. Von nun an rollten die Ereignisse ihrem notwendigen Lauf entsprechend ab, wie sie durch die entgegen den Genfer Ansichten wirklich be­stehende abessinische Angriffslust hervorgerufen wur­den. Das italienische Vorgehen werde die für die Beendigung des Konfliktes notwendigen Bedingungen äußerst vereinfachen. Es schaffe eine objektive und unzweideutige Tat­sache n ( a g e , durch die der Konflikt automatisch eine Lösung entsprechend der Gerechtigkeit, der ver­brieften und erworbenen Rechte Italiens und der Grundforderungen der Zivilisation finden werde. Diese Lage werde dem seit 40 Jahren angegriffe­nen und duldsamen Italien endlich ein völlig entwaffnetes Abessinien gegenüberstellen, das auf einen Zustand zurückgeführt wurde, der notwendig sei, damit es nicht mehr schaden könne. Angesichts dieses unabweislichen Epilogs, der eines Tages von dem gesamten sanktionistischen Europa als ein freudiges Ereignis begrüßt wer­den würde, wenn Vernunft und europäisches Be­wußtsein bei den großen und FMnen Mächten zu­rückgekehrt seien, sei es unnötig, die harte Sprache der Sanktionen weiter zu gebrauchen, die hin­ter Frühlingsschmetterlingen herjagten, während die Geschichte mit ihren unabwendbaren Wechselfällen fortschreite.

©er italienische Heeresbericht.

Rom, 23. April. (DNB.) Der italienische Heeres­bericht Nr. 193 besagt:

An der S o m a l i f r o n t setzt die libysche Division ihren Vormarsch fort. In Auflösung befindliche feindliche Truppen versuchen vergeblich, sich längs des Karawanenweges von El Fud unserer Verfolgung zu entziehen. Eine Abteilung unter dem Kommando von General lernet er­beutete eine aus 600 Kamelen bestehende Karawane, die Lebensrnittel für die Truppen des Dedschas Abbebe Damto mit sich führte. Unsere Truppen bemächtigten sich ferner einer Anzahl von Kraft- wagen mit Sanitätsmaterial.

Ändere Abteilungen besetzten Scec Hosc im Tal des Faf und Curati. Im Frontabschnitt von Borana erreichten unsere Dubat-Abteilungen, unter­stützt von der unterworfenen Bevölkerung des Ge­bietes, die Gegend von El De re westlich von Ualca Marre. Abessinische Abteilungen wurden in die Flucht geschlagen.

Unsere Luftwaffe hat auf allen Abschnitten der Somalifront die feindlichen Stellun­gen wirksam mit Bomben belegt.

Von der E r y t h r ä a - Front liegen keine wich­tigen Nachrichten vor."

Abessinische Siegesmeldungen.

A d d i s A b e b a, 23. April. (DNB.) Don abe s- sinischer Seite wird ein Bericht von der Süd- fr o n t verbreitet, in dem General Nasibu von Erfolgen der abessinischen Streitkräfte spricht. Nach diesem Bericht Nasibus ist es den Abessiniern an­geblich gelungen, den Italienern in der Schlacht bei Danone schwere Verluste beizubringen. Nasibu meldet, daß alle Angriffe der Italiener abge« schlagen worden seien. Die Gegner hätten dabei mehrere tausend Tote gehabt.

Ferner wird von abessinischer Seite eine Meldung bekannt gegeben, die zum mindesten überrascht. In dieser Meldung heißt es, daß die (9 a 11 a ft ä m m e.

tung und Treue zusammen, aus dem spontan und als überwältigendes Bekenntnis zum Führer immer wieder der Beifallssturm hervortrat. Diese Rede be­deutet für jeden ein unvergeßliches Erlebnis und eine tiefe Verpflichtung.

Reichsleiter Schwarz,

der dann vor die Kreisleiter trat, berichtete in den grundsätzlichen und weitgreifenden Darlegungen seines Referates über fein wichtiges Aufgabengebiet. Der Reichsfchatzmeister gab hochinteressanten Auf­schluß über das innere Gefüge der Verwaltung der NSDAP., deren Arbeit und Rechtslage und führte die Hoheitsträger in das riesige und uner­hört verantwortungsvolle Gebiet des Finanzwesens der Partei ein. Die Kreisleiter sahen aber nicht nur die Einzelheiten und die Größe dieser im Stillen geleisteten Arbeit, sondern empfanden auch den Geist, der die Männer der Verwaltung be­herrscht, und der dort so klar und leidenschaftlich ist, wie an der Front der Bewegung. Dem Führer mit der Verwaltung, deren Motto es sei,Nichts für uns, alles für das Volk!", ein schlagkräftiges Instrument für die Aufbauarbeit der Partei in die Hand zu geben, dem gelte der Einsatz der ganzen Kraft.

Nachdem Reichsinspekteur Schmeer dem Reichs- schatzmeister den Dank und die Versicherung der Mitarbeit aller Kreisleiter ausgesprochen hatte, gab er

Reichsleiter Fiehler

das Wort, der den Hoheitsträgern eine knappe und klargefaßte Darstellung der nationalsozialistischen Kommunalpolitik vermittelte. Es sei dem National­sozialismus gelungen, die Gemeinden vor dem Zu­sammenbruch zu retten, der überall bevorstand, und in dem kurzen Zeitraum von drei Jahren die deut­schen Gemeinden auf eine gesunde Grundlage zu stellen. Pg. Fiehler machte anschließend ein­gehende Ausführungen über Führerprinzip und Selbstverwaltung.Führung und Verantwortung müssen in einer Person vereinigt sein." Mit einer Darstellung der Aufgaben der Beauftragten der NSDAP, in der Kommunalpolitik beschloß Pg. F i e h l e r seinen Vortrag, für den ihm durch die Kreisleiter herzlicher Beifall zuteil wurde.

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ADDIS ABEBA