Ausgabe 
23.4.1936
 
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d) tiger Beleg-

Wirtschaft

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Sranffun a. UL

Berlin

Benin

g-ranilun a. JÜL

Datum

21-4.

6 140,25

,1 116 I. 115,5 1 116,25 I

1 141,5 J 141 ^5 | - |

115,25

114,75

Banknoten.

I 29,5 i 29,5 I 93,75 94

A -I 1991

6% abfleit. Goldmertkaner von 99 13,4 i

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Ccrte I»♦,»♦♦«»»»4 ft 1

118,25

114,75

165

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22,3

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37

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97,3 102,75

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97

97

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97

97

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50

83 129,75 91,75

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200 1

alt

36

165,5

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124,5

erarbeiten und haben auch bald wieder eine Kiste Vorrad. Es wäre schön, wenn wir der Frau, wenn sie aus ihrem Urlaub wiederkommt, einige Kisten Vorrat. Es wäre schön, wenn wir der Frau, wenn sicht wird nichts, denn der Vorarbeiter, der die Aufsicht über die Halle führt, hat sie uns gleich weg­genommen. Ich habe mich jetzt schon völlig einge­arbeitet, dafür sind meine Fingerspitzen ganz zer­schunden vom Schraueneindrehen, und mein Rücken schmerzt vom dauernden Antreiben der Bohr­maschine. Der Sonntag wird für mich ein richtiger Ausruhetag. Allmählich habe ich die ganze Beleg­schaft tennengelernt, mit meinen Kolleginnen spreche ich über alles mögliche, über Schnittmuster für ein Sommerkleid, über Bestimmungen des Frauen­arbeitsrechts, über die DAF., über Möglichkeiten

4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4J4% Deofll. von 1913..........

6% abfleit. Goldmertkaner von 99

der Verbesserung und Verschönerung des Betriebes, über Ausflugspläne. Dieses Vertrauen macht mich besonders froh, und ich habe erkannt, daß gerade hier die besondere Aufgabe der Studentin in den Betrieben liegt. Die Aussprache von Mensch zu Mensch ist viel wertvoller als schulmeisterliche Vor­träge und Erziehungsversuche.

Eine Woche Arbeit habe ich nun hinter mir, eine Woche ungewohnter Anstrengung. Aber dafür das Bewußtsein, durch meinen Einsatz ein Doppel­tes bewirkt zu haben: die Freude einer berufs­tätigen Mutter über ihre Freizeit und die Ueber- zeugung meiner Kameradinnen, daß unser Wort vom Sozialismus der Tat nicht Phrase, sondern ehrliche Wahrheit ist.

Tengistan. Er hielt Südpersien in Atem. Im Früh­jahr 1915 erhoben sich die Perser zum erstenmal gegen die britische Vorherrschaft in dieser Land- chast. Es kam zu regelrechten Kämpfen, die Eng­länder wagten es nicht, ihre indischen Truppen aus der Gegend von Buschir und Schiras zurück­zuziehen, und so konnte Marschall von derGoltz- Pascha die englisch-indische Armee bei K u t e l - A m a r a gefangen nehmen. Die Engländer wußten, daß hinter allen diesen Ereignissen der Konsul W a ß m u ß stand. Sie verfügten über Mittel ge­nug, feinen Einfluß zu schmälern und versuchten es immer wieder. Waßmuß hatte nichts für. sich als das Vertrauen, das die Scheichs dieser Gegend einen Versprechungen schenkten. Lawrence in Arabien hatte immerhin 200 Millionen Mark in Gold zur Verfügung, um die ewig geldgierigen Stammesführer an sich zu fesseln. Es kamen genug chwere Tage über Waßmuß und seine wenigen Männer. Aber 1918 erhoben sich die Stämme noch einmal gegen England. Niedermayer schreib! über den Kameraden abschließend:Mit ihm hat ich der feindliche Nachrichtendienst und die feind-

Wochen alt 23 bis 27 Mark, 8 bis 10 Wochen 27 bis 31 Mark, 10 bis 12 Wochen alt 31 bis Mark. Marktverlauf: schleppend.

Erweiterung der synthetischen Treibstoffherstellung.

4% Oesterreichksche Goldrente...

4,20% Oesterreichische SUberrenke

ManSselder Bergbau ..

Kokswerke ...........

Rheinische Braunkohlen

Rheinstabl ...........

Bereinigte Stahlwerke.

Otavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben.

Kaliwerke Westeregeln.

Kaliwerke Salzdetfurth

1,6

8,3

8,25

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13,65

ft.

1,65

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18 . 4 . 0 . 0

5 . 5 Wi

Der deutsche Außenhandel im März.

Fwd. Die Einfuhr betrug im März 355 Mill. Mark. Gegenüber dem Vormonat ist sie damit um 21 Millionen Mark, d.h. 6,4 v. H., gestiegen. Dem Volumen nach war die Zunahme noch etwas stär­ker, da die Durchschnittswerte, insbesondere irt der Einfuhr von Nahrungs- und Genußmitteln, etwas gesunken sind. Die Steigerung der Einfuhr im März ist z. T. wohl saisonmäßig zu erklären. Sie entfällt überwiegend auf die Ernährunaswirtschaft. Innerhalb dieser Hauptgruppe ist die Einfuhr von Nahrungs-, Genuß- und Futtermitteln pflanzlichen Ursprungs um rund 10 Millionen Mark gestiegen. Zugenommen hat hier insbesondere der Bezug von Oelfrüchten und Oelsaaten. Aber auch die Einfuhr von lebenden Tieren und Erzeugnissen tierischen Ursprungs hat gegenüber dem Vormonat eine ver­hältnismäßig beträchtliche Steigerung erfahren. Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft betrug die Zu­nahme 3 Millionen Mark. Gestiegen ist der Bezug von Rohstoffen und von Fertigwaren. Die Einfuhr von Halbwaren ist dagegen leicht gesunken.

Die Ausfuhr hat von 374 Millionen Mark im Februar auf 379 Mill. Mark zugenommen. Diese Steigerung beruht im wesentlichen auf einer Zunahme der Ausfuhrmengen. Die Ausfuhrdurch- fchnittswerte waren gegenüber Februar kaum ver­ändert. Die Zunahme, die ausschließlich jahreszeit­lich bedingt ist, bleibt nicht unbeträchtlich hinter den Steigerungen in den vergangenen Jahren zu­rück. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß der jahreszeitliche Rückschlag in den Monaten Januar und Februar, gemessen an der Entwicklung in früheren Jahren gering war. Die Ausfuhr liegt sowohl mengen- als auch wertmäßig über dem Märzergebnis 1935. Von einer leichten Erhöhung in der GruppeErnährungswirtschaft" abgesehen, entfällt die Steigerung im wesentlichen auf die GruppeFertigwaren". Die Ausfuhr von Roh­stoffen hat auch im März wieder leicht abgenom­men.

Die Handelsbilanz schließt im März mit einem Ausfuhrüberschuß von 24 Millionen Mark, gegenüber 40 Millionen Mark im Februar ab. Für die ersten drei Monate dieses Jahres ergibt sich damit eine Aktivität von 82 Millionen Mark, während der Außenhandel im ersten Vier­teljahr 1935 noch mit einem Einfuhrüber­schuß von 150 Millionen Mark abschloß.

Gchweinemarki in Gießen.

Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen stan­den 217 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten Fer- !kel 5 bis 6 Wochen alt 20 bis 23 Mark, 6 bis 8

Fwd. Die Wintershall-AG. ist im Begriff, die Herstellung synthetischen Treibstoffes zu erweitern. Sie hat sich in Mitteldeutschland den Bezug von Rohbraunkohle von den Bergwerken der Anhalti- schen Kohlenwerke in Halle gesichert. Dabei ist sie von der Ueberzeugung ausgegangen, daß es vorteil­hafter ist, einen weniger wertvollen Brennstoff zur Grundlage der Treibstofffynthefe zu nehmen, als den an und für sich hochwertigen und bereits aus einem Veredelungsoerfahren hervorgegangenen Steinkohlenkoks. Ein einfaches Verfahren zur un­mittelbaren Vergasung von Rohbraunkohle ist in langjähriger Arbeit von der Wintershall-AG. hierzu bereits entwickelt worden. Dieses Braunkohlengas wird nach dem Verfahren von Fifcher-Tropfch bei der Mitteldeutschen Treibstoff- und Oelwerke - AG. mit dem Sitz in Kassel verarbeitet werden. Diese Gesellschaft ist zunächst mit einem Grundkapital von 500 000 RM. in Kassel gegründet worden. Mit dem Baubeginn der neuen Vergasungsanlage ist schon in nächster Zeit zu rechnen. Der Grunderwerb hierzu ist bereits getätigt.

Nbein-Mainische Börse.

rMttagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 22. April. Da der Order­eingang aus dem Publikum im Vergleich zu den Vortagen wesentlich kleiner war, begann die Börse mit sehr ruhigem Geschäft und in nicht ganz ein­heitlicher Tendenz. Auf Grund der wieder vor­liegenden vorteilhaften Wirtfchaftsnachrichten blieb die Grundtendenz aber fest. Nach den ersten No­tierungen bahnte sich bei leichter Geschäftszunahme eine meist festere Tendenz an.

Am Aktienmarkt wichen die Anfangskurse

aber Feldmühle gut behauptet. Größere Nachfrage fanden auf Abschlußerwartungen Autoaktten: Daim- ler 104,13 bis 104,75 (104), BMW. 130,75 bis 131 (130), Auto-Union im Freiverkehr 106 50 bis 107 (106), Adlerwerke Kleyer 103,50 bis 104 (103,50). Bankaktien lagen bis 0,65 D Sj. |ät)er ferner ge- mannen Westdeutsche Kaufhof 0,50, Hapag 0,40, Deutsch-Atlanten-Telegraph 1,25 und ^hütgefeU- schäft 1,25 v. H. Etwas niedriger angeschneben wurden AG. für Verkehr, Muag und Holzmann. Don Kunstseideaktien Bemberg etwa 2,25 fester.

Auch im Verlaufe war die Kursbildung am Aktienmarkt nicht ganz einheitlich, bei sehr kleinen Umsätzen Überwogen aber 2lb3

schwächungen. IG.-Farben 165 nach 165,50, AEG. 36,50 nach 37, Verein. Stahl 86 nach 86,50. Weiter rückläufig Otavi Minen mit 21,50 nach 22 (22,30). Aschaffenburger Zellstoff etwas schwankend mit 91,40 bis 91,25 nach 91, mäßig hoher notierten Reichsbank mit 184,75 nach 184,50, Gesfurel mit 133,50 nach 133,13. Von den später notierten Wer­ten kamen Kaliwerte 1 o. H. schwächer zur Notiz, ferner verloren Harpener 1 v. H. Akkumulatoren Hagen erzielte eine Dividende von netto 7,20 v. H.

Belgische Noten.. ..........

Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, 4 100 Schwing Rumänische Noten...............

Schwedische Noten Schweizer Noten ..........

Spanische Noten .....

Ungarische Noten

Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.

Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die tz-che der zuletzt beichloffeaen Dividende an. - Retchsbaakdiskani 4 d. y., Lambardzinssutz 5 ». y.

Oer deutsche Lawrence."

Ein Mann kämpft gegen ein Weltreich.

101,4

97 I

97 I

108,9 |

29

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8,15 I

üenm, 22-April

Amerikanische Roten

liche Presse während des Krieges viel beschäftigt. Um ihn i)at sich manche Sage gewoben. Nur e i n Urteil aus Feindesmund sei hier wiedergegeben, das 1919 in derDaily Mail zu lesen war: Waß- muh blieb den ganzen Krieg hindurch eine bestän­dige Bedrohung, eine politische Macht, mit der wir rechnen muhten, ein Faktor, der Tausende von britischen Soldaten festhielt und beschäftigte. Seme Aufgaben löste er mit einem Erfolg, der für einen einzigen Mann fabelhaft ist."

Oa6 Ende.

Waßmuß kam erst im Herbst 1919 aus der Ge­fangenschaft in die Heimat zurück. Im Auswärtigen Amt war er alsdann in der Dftabteilung tätig. Aber und nun zeigt sich wieder der deutsche Idealist, er hatte den Stämmen am Persischen Golf Geld versprochen und er wollte es zahlen. Deutschland war arm und konnte es nicht. Waß­muß reifte nach Persien, um mit seinem eigenen Gelde, dem Vermögen seiner tapferen Frau und einer Reichsunterftützung einen Musterbetrieb zu eröffnen, aus dessen Erträgen er die Stämme ent­schädigen wollte. Diese gingen darauf ein, sabotier­ten aber die neue Farmwirtschaft in jeder Hinsicht. Die alten Stammesführer waren nicht mehr da, die Söhne suchten den ehrlichen Mann zu betrugen. Erschüttert mußte Waßmuß einsehen, daß dieses Unternehmen gescheitert war. Er kehrte nach Deutschland zurück und ist hier 1931 gestorben. Nur wenige wußten, was er für sein Vaterland tat und litt. .. .

Der englische General, der für die schlechte Be­handlung der deutschen Gefangenen in Buschir ver­antwortlich war, hieß Sykes. Der Verfasser des englischen Buches zum Ruhme derselben Deutschen heißt ebenso. Seine Familie soll lange Zeit in Per­sien ansässig sein und die Geschichte des Konsuls Waßmuß gut kennen. Er schreibt:Männer m Persien, die Waßmuß kannten, umarmten mich, wenn sie hörten, daß auch ich ihn gekannt, und brachen in Tränen aus, daß sie nach langer Zeit diesen zaubervollen Namen hörten." Das Lob im Munde des ehemaligen Gegners wiegt doppelt und dreifach. 6. W.

185 (192,50). . m

Der variable Rentenmarkt erfuhr keine Ver­änderungen. Goldpfandbriefe, Kommunal- und In­dustrie-Obligationen notierten meist wie gestern, Liquidationspfandbriefe lagen uneinheitlich.

Abendbörfe behauptet.

Nach dem ruhigen und uneinheitlichen Verlauf der Mittagsbörfe zeigte sich auch abends keine Be­lebung, und auch die Kurse wiesen weiterhin keine einheitliche Linie auf. Im allaemeinen beschränkten sich die Veränderungen auf Bruchteile eines Pro­zentes. Weiteres Interesse erhielt sich für Autoaktien, wobei die 8proz. Ausschüttung bei Wanderer und die Nähe der Bilanz-Sitzung bei Adler Kleyer an­regten. Daimler 105,65105,50 (105), BMW. unv. 131, Auto-Union 107,50 (107), Adlerwerke unv. 104. Weiter befestigt waren auch Laurahütte mit 25,65 (25), dagegen ließen Muag 0,40 v. H. auf 89,50 und Conti Gummi 1 v. H. auf 179 nach. IG. Farben notierten mit 165,25165,50 behauptet.

Am Rentenmarkt lagen zertif. Dollar-Bonds etwa 0,25 v. H. fester, 6proz. Preußen 66,40. Far- ben-Bonds höher mit 133,40 (133). Von Stadtan­leihen 28er Mainzer 93,50 (93,25). Am Auslands- rentenmartt bestand größere Nachfrage nach Mexi­kanern, 5proz. äußere Gold 13,65 (13,30), 5proz. innere Silber 5,65 (5,55), 5proz. Tehuantepec 6,90 (6,75). Im Freiverkehr VDM. weiter gesucht mit 130 (129,50).

11. a. notierten: Altbesitz 111,65, 4,5proz. Mainz v. 28 93,50, 6proz. Verein. Stahl 103,90, 6proz. IG. Farben 133,40, 6proz. Krupp 104,25, 5proz. innere Mexikaner 5,65, 5proz. äußere Gold 13,65, 3,5proz. Schweiz. Bundesbahn 189,50, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 206,50. 3,5proz. Gotthard 180, I. u. II. Anatolier 40, Aku 50, Aschaffenbur­ger Zellstoff 91,50, BDM. 131, Bekula 145,25 bis; 145,50, Büderus 103,25, Cement Heidelberg E 141,50, Conti Gummi 179, Daimler 105,65105,50, Deutsche Erdöl 119,25, Dt. Eisenhandel 127,75, IG. Farben 165,25165,50, Gesfürel 133,25, Harpener 123,25, Holzmann 115,50, Laurahütte 25,65, Man-- nesmann 86,90, Muag 89,50, Moenus 89,50, Rhein­stahl 123, Schlickert 139,50, Verein. Stahl 86,25, Westdeutsche Kaufhof E 37,25, Weag 92,50, Com­merzbank 91,25, Deutsche Ueberseebank 99,75, AG. für Verkehr 115, Hapag 14,50, Nordd. Lloyd E 15,50, Große Kasseler Stamm 66, Gritzner 29,50.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 22. April. Der Frankfurter Großmarkt für Getreide und Futtermittel zeigte gegen den Markt vom vergangenen Montag keine Veränderung der Lage. Es notierten (Getreide ie Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 213, W 16 216, W 19 220, W 20 222, Roggen R12 176, R15 179, R18 183, R19 185 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Hafer. Weizen­mehl W 13 28,45, W 16 28,70, W 19 28,70, W 20 29,05, Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Wei­zennachmehl 16,75 bis 17, Weizenfuttermehl 13 bis 13,25. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11, W 20 11,10. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Müh- lenstation. Soyaschrot m. M. 16,20, Palmkuchen m. M. 16,30, Erdnußkuchen m. M. 17,85. Treber 17 bis 17,25, Trockenschnitzel 9,28 ab südd. Fabriken, Heu 7, Weiten- und Roggenstroh drahtgepreßt 3 bis 3,30, do. gebündelt 2,80 bis 3.

Frankfurter Schlachtviehmarkk.

Frankfurt a. M., 23. April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 42 Rinder (2 Ochsen, 3 Bullen, 33 Kühe, 4 Färsen), 569 Kälber, 109 Schafe, 657 Schweine. Es kosteten: Kälber 45 bis 76 Mark, Hämmel 46 bis 48, Schafe 36 bis 46, Schweine 50 bis 57 Mark. Marktver­lauf: Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft, Schweine

Konsul Waßmuß.

In England ist ein Buch erschienen, das dem Heldenmut und den Taten eines deutschen Mannes gilt: Christopher Sykes schrieb es und gab ihm den TitelWaßmuß, der deutsche Law­ren c e." Man muß wissen, daß T. E. Law - renceof Arabia fast ein englischer National­held ist. Sein berühmtes Werk vom Aufstand in der Wüste ist nach seinem Tode in vollständiger Fassung erschienen und nennt sichDie sieben Säule n." Wenn nun ein Engländer einen Deut­schen, der im Weltkrieg auf einem Nebenkriegs­schauplatz gegen die englische Weltpolitik aufzu­treten hatte, mit Lawrence und seinen sagenhaften arabischen Wüstenzügen vergleicht, so muß es sich um eine Leistung und eine Persönlichkeit ganz be­sonderer Art handeln. Leider haben wir Deutschen nur wenig von Waßmuß und seinen Kameraden gewußt, und diese selbst haben in Bescheidenheit geschwiegen über das, was sie vollbracht und er­duldet haben. Auch von Lawrence wüßte man in England und in der Welt nicht viel, hätte dieser Mann nicht über eine glänzende Feder verfügt, die ihm den literarischen und geschichtlichen Ruhm zu­gleich verschaffte.

3mheiligen Krieg".

Vor etwa zehn Jahren erschien in Deutschland das viel zu wenig bekannte BuchUnter der Glutsonne Irans" des Hauptmanns Oskar von Niedermayer. In diesem Buche, das in ansprechender Klarheit das Schicksal der deutschen Außenposten in Persien und Afghanistan während des Krieges schilderte und gegen die Angriffe der englischen Presse verteidigte, finden sich einige An­gaben über den Konsul Waßmuß. Er beteiligte sich an der Expedition, die Ende 1914 auszog, um in den Ländern des Islam den Aufruf des Kalifen zum heiligen Krieg zu verbreiten und für die Sache der Mittelmächte zu wirken. Diese Schar bestand in der Hauptsache aus solchen Männern, die den Orient und seine Menschen schon kannten. Die Lei­tung hatte Hauptmann von Niedermayer. Oestlich von Bagdad wurde eine erste Trennung beschlossen: Konsul Waßmuß ging mit einer größeren Begleitung nach Persien, das heutige Iran. Niedermayer schreibt zu diesem Abschied: Wer hätte von uns damals gedacht, zu welchem Engländerschreck" sich dieser wackere Mann, der länger als wir alle viel Schweres durchzumachen hatte, auswachsen sollte! Von eigenen Landsleuten manchmal verkannt, ward ihm aus Feindesmund höchstes Lob zuteil."

Am persischen Golf.

Der Zug der Gruppe Waßmuß ging in südöst­licher Richtung zum Persischen Golf, in das Hinter­land von Buschir (hier war er deutscher Konsul gewesen). Dort in der Gegend von Schiras kannte er die eingeborenen Stämme und ihre Scheichs, ihre Sprache und ihre Gewohnheiten; er besaß das Vertrauen dieser sonst sehr mißtrauischen Leute. Südpersien war englische Jnteressenzone, und nach der Neutralität des Landes fragten die Engländer wenig, jedenfalls nicht mehr, als die Russen in Nordpersien. Dort und im mittleren Teile des Landes war es Niedermayer, der für die deutsche Sache wirkte. Er zog quer durch das Land bis nach Afghanistan hinein und wieder zurück, ver- geblich verfolgt von den Russen und ihren Hilfs­truppen. Waßmuß hatte im Hinterlande des Perfischen Golfes einen ganz selbständigen Posten zu halten und auszubauen, erst weiter östlich streifte Professor Z u g m e y e r bis nach Belut­schistan hinein. Alle diese Expeditionen waren au sich selbst angewiesen, mußten sich Freunde sichern und gegen Ueberfall und Verrat wachsam sein.

Ein Mann gegen eine Armee.

Keiner hat seine Aufgabe bester erfüllen können als Konsul Waßmuß mit seinen Getreuen im fernen

Schluß!. Mittag« börse

22.4-

100,9

97,4

102,9

111,7

100,2

Philipp Holz mann *1

Zementwerk Heidelberg 7

Lementwerk Karlstadt.........6|

Schluß!. Abend« börse

22 4-

Schluß- turs

21 4-

Schluß!. Mittag« börse

22 4.

börse

22-4.

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97

97

108,8

Schultheis Payenhoser 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. o

Bemberg................... 5

Zellstoff Waldhos 6

ZeUstofi Aschaffenburg O

Dessauer GaS . ...........7

Daimler Motoren......... O

Deutsche Linoleum 8

Orenstein & Koppel O

Westdeutsche Kaufhof..... O

Cbade....................TU

Accumulatoren-ffabrü ...... 12

Conti-Gummi...............8

Gripner....................O|

Mainkraftwerke Höchst a.M-... 4

Süddeutscher Zucker .<*#*.. 101

Schluß, kurs

21.4.

100,75

97,75

102,9

111,65

100,2

98,25

0,50 bis 1 v. H. nach beiden Seiten ab. Montan­aktien waren überwiegend etwas gedrückt, Mans- felder Bergbau erneut matt mit 138,50 (140,25), auch Otavi Minen 0,30 Mark niedriger, Ilse Genuß lagen 0,50 v. H. freundlicher. Von chemischen Wer­ten gewannen Farbenindustrie 0,65 v. H., während Rütgerswerke 0,50 v. H. verloren, Scheideanstalt lagen mit 231 unverändert. Elektroaktien notierten meist bis 1 v. H. fester, Schuckert gewannen 1,25 v. H. auf 139,25, etwas lebhafter AEG. mit 36,50 bis 37 (36,75), Bekula leicht rückläufig mit 145,25 bis 145 (145,25). Zellstoffaktien lagen schwächer, . ,

Waldhof 128,50 (129,75), Aschaffenburger 91 (91,75), 1 wurden zugeteilt.

Datum

8% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 ' 4% Deutsche Retchsanl. von 1934 6/1% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

AuSlos.-Rechten .............

4*/i% Deutsche Reichspostschatzan. Weisungen von 1934, i.......

6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

4Yi% ehem.8% Hessische Landes- bani Darmstadt Gold R. 12....

6/i% ehern. 4H% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui

4Vi% ehem. 8% Darmsi. Komm.

Landcsb.Goldschuldverschr. R.«

Oberhessen Provinz-Anleihe mtl Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leche Serie 1 mit Auslos.-Rechten

*y1% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban!

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6y,% ehem. 4Vi% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Psandbrtese.......

6y,% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse

4%% ehem. 8% Pr.LandeSpsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

4y,% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Cbl.VI

Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-38

Schluß« kurs

21-4-

I. G. Farben-Jndustrte 7l 164,75

EcheideanstaU............... 9 231

Goldschmidt ................61 112

Rütgerswerke ............... 6, 129,9

Metallgesettlchaft 4| 123,25

Frankfurt a.M. |

Berlin

Schluß« kurü

Schlußt. Abend­börse

Schluß« kurs

Schluß!. Mittag« börte

t'dhim

21.4-

22-4

21.4.

22 4-

4% vesgl. Eene 11............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4!4%RumLn.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2%% Anatolier ..............

Hamburg-Amerika-Paket .....O

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschasl ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Dtsconto«

Gesellschaft................0

Dresdner Bant.......... O

Reichsbank ................ 12

A.E.G......................0

Bekula................... 10

Elektr. LieferungSgesellschast ... 5

Licht und Kraft ...........6%

Felten & Guilleaume......... 4

GeIellsch.s.Elektr.Unteruehmung. 6

Rheinische Elektrizität ..... 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co...............4

Siemens L HaUke............7

LahmeyerLCo. .............7

Buderus ...................

Deutsche Erdöl ..............

Harpener...................C

Hoesch EisenKöln-Reuessen ..

Ilse Bergbau ...............

Ilse Bergbau Genüsse........1

Klöcknerwerke ...............1

Mannesmana-R^ren........

9 6,75 9,35

5,4 39,9

14,75

15,75

115,5 111

91,25

88,5

89,5 184

36,,75 145,25

129,5 142 125,25

132,5 132

129,65 138

185 133,25

104,25 119

124 98,5

134,5

94

87,9

9 6,65

9,4

5,4

40

14,5

15,5 115

91,25

88,5 89,25

185,25

36,5

145,5

129,9

142

124,5

133,25

131,5

129,65

139,5

185,75

133

103,25

119,25

123,25

98,25

135

94,25

1 86,9

6,55

9,4 5,45

39,75

14,65

28,5 15,65

115,25 111,5

91,25

88,5

89,5 184,5

36,5 145,5

130,75

142 124,65 132,65 131,75

129,5 138,5

185,75

132,5

104

119,25

124

98,5

173 135,25 94,25 87,75

6,65

9,5 5,45 39,9

14,5

28,5

15,25

115

111,75

91

88,5 89,25

185,13

36,9 145,65

130 142,13 124,75 133,75

131

129

139,75 185,5

133,25

103,5 119,65 123,65

98,4

171

134,75

1 94

1 86,9

21 .April

22 -April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

1 Brief

Buenos AM

0,682

0,686

0,682

0,686

Brüssel ....

42,07

42,15

42,04

42,12

Rio de Ian.

0,139

0,141

0,138

0,140

Sofia .....

3,047

3,053

3,047

3,053

kovenhagen.

54,86

54,96

54,82

54,92

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,285

12,315

12,275

12,305

HelstngsorS..

5,415

5,425

5,415

5,425

Paris ......

16,385

16,425

16,38

16,42

Holland ....

168,76

169,10

168,71

169,05

Italien.....

19,60

19,64

19,60

19,64

Iavan .....

0,717

0,719

0,717

0,719

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,73

61,85

61,68

61,80

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon ...

11,145

11,165

63,44

11,15

11,17

Stockholm..

63,32

63,27

63,39

Schweiz ...

81,03

81,19

81,00

81,16

Spanien....

33,97

34,03

33,95

34,01

Prag.......

10,275

10,-295

10,27

10,29

Budapest ..

Neuyork ...

2,487

2,491

2,487

2,491

Geld

Bnt,

2,439

2,459

41,92

42,08

54,56

54,78

12,24

12,28

16,33

16,39

168,29

1 U .97

-

61,47

61,71

63,05

63,31

80,82

81,14

33,61

33,75

*