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23.3.1936
 
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Der Reichswahlvorschlag der NSDAP.

Beifallssturm, der diesen Worten folgte, zeigte, daß die ältere Generation sich am Wahltag von der Jugend nicht beschämen lassen wird.

In Marburg sprach Reichsminister Rust. Es stehe fest, daß es auf dieser Erde kein Recht ohne Macht gebe und daß schwache Völker immer unrecht hätten. Deutschland sei der Ueberzeugung, daß ein Reich ohne Macht nie zum Leben komme. So solle das Volk sein Schicksal aufs neue dem Führer in die Hand legen. Der Führer nahm seine Kraft zu allen seinen Kämpfen aus seinem niemals zerstörbaren unermüdlichen Glauben an sein deut- sches Volk, das er als Bauhandwerker und Muske­tier kennengelernt hatte. Er sagte, daß ein Volk, welches fest zusammenstehe und Waffen haben wolle, solche erhalte. Heute habe Deutschland die Waffen sowie ein Volk, das sie tragen wolle. In die Ketten von Versailles gehe es nie mehr zurück. Wenn die Welt wüßte, wer Hitler sei und was er vor sich sehe, würde Frankreich so ruhig schlafen wie nie zuvor. Der Führer wolle eine neue Welt und die alte überwin­den. Was das deutsche Volk wolle und nie mehr hergebe, sei sein Recht und seine Ehre.

Veamte!

Seid tätige Propagandisten der Idee!

Aufruf des Meichsbeamtenführers.

Berlin, 21. März. (DRB.) Der Reichsbeamten­führer Hermann Neef richtet zur Wahl an die deutsche Beamtenschaft folgende Wortes

Zum dritten Male ruft der Führer am 29. März 1936 das deutsche Volk zur Reichstagswahl auf. Drei entscheidende Jahre der deutschen Geschichte lie­gen hinter uns. Drei Jahre, in denen unter Adolf Hitlers Führung Deutschland aus Schmach und Er­niedrigung wieoer auferstanden ist zu Ehre und Freiheit. Gleichzeitig mit der Wiedererringung der Achtung und der Geltung des Reiches in der Welt vollzog sich der Aufstieg im Innern. Voll Stolz be­kennen wir uns wieder voreinander und vor der Welt als Deutsche.

Ich weiß, meine Berufskameraden, daß es kei­ner Aufforderung an euch bedarf, dem Führer in der für uns Beamte selbstverständ­lichen Gefolgschaftstreue am 29. März 1936 ein­mütig und geschlossen eure Stimme zu geben. Hat doch Adolf Hitler dem deutschen Beamten die Freude sein er Arbeit und die Ehre seines Amtes zurückgegeben, hat er doch dem Beamtentum den Platz in der Volksgemeinschaft wieder geschenkt, von dem es ein artfremdes System verdrängt hatte. Ich appelliere an euch, m i t e u r e m Beispiel allen deutschen Volksgenossen voranzu- aehen undalstätigePropagandistender Idee euch in die vorderste Front zu stellen. Es darf am 29. März keinen deutschen Menschen geben, der sich der Bedeutung dieses Tages nicht bewußt wäre. Jede Stimme gehört demFührer, gehört Deutschland!

Oer Dank der deutschen Frau.

Trommelwirbel erschallt an unser Ohr. Es ziehen die Kolonnen unserer jungen Wehrmacht vorüber. Aufrechte, kernige Gestalten, die für die Freiheit unseres Volkes mar" en.

Der Jubel der Jürgen nimmt kein Ende. Ach, wenn sie nur erst mit marschieren könnten.

Ist es doch ein beglückendes Gefühl, wieder Mutter eines freien Volkes zu fein.

Unser Dank gilt unserem Führer, der uns einer leuchtenden Zukunft entgegenführt!

Berlin, 21. März. (DNB.) Die NSK. ver­öffentlicht den vom Reichswahlausschuß in der öffentlichen Sitzung am 20. März 1936 zugelasse- nen Reichswahlvorschlag für die am 29. März 1936 stattfindenden Wahlen zum Reichs­tag. Der Reichswahlvorschlag umfaßt insgesamt 1035 Namen und nennt unter Nr. 1 bis 59 die folgenden Namen:

Hitler, Adolf, Führer und Reichskanzler; H e ß, R u d o l f, Stellvertreter des Führers; Dr. Frick, Wilhelm, Reichsminister; Göring, Her- inann, Reichsminister; Dr. Goebbels, Paul Josef, Reichsminister; Amann, Verlagsdirektor, München; Bohle, Gauleiter, Leiter der Ausland­organisation der NSDAP., Berlin; Bormann, Stabsleiter des Stellvertreters des Führers, Mün­chen; Bouhler, Chef der Kanzlei des Führers, Berlin; Buch, Vorsitzender des Obersten Partei­gerichts, Solln bei München; B ü r ck e l, Gauleiter, Neustadt-Haardt; Darrs, Reichsminister; Dr. Dietrich, Reichspressechef der NSDAP., Berlin; Eggeling, stellvertretender Gauleiter, Frose in Anhalt; Ritter v. Epp, Reichsstatthalter, Mün­chen ; F i e h l e r, Oberbürgermeister, München; Florian, Gauleiter, Düsseldorf; Forster, Alb., Gauleiter, München; Dr. Frank, Reichsminister; G ö r l i tz e r , stellvertretender Gauleiter, Berlin; Grimm, Vorsitzender des Obersten Parteigerichts, München; Gr o h 4, Gauleiter, Köln; Dr. Hel- muth, Gauleiter, Würzburg; Hierl, Staats­sekretär, Reichsarbeitsführer; H i l d e b r a n d, Gau­leiter, Schwerin: Himmler, Reichsführer SS.; Hühnlein, Korpsführer des NSKK.; Jordan, Gauleiter, Halle a. d. Saale; Kaufmann, Gau­leiter, Hamburg; Kerrl, Reichsminister; Koch, Oberpräsident und Gauleiter, Königsberg in Pr.; Kube, Gauleiter, Berlin; Dr. Ley, Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront; Lohse, Gauleiter, Kiel; Lutze, Stabschef der SA.; Dr. Meyer, Gauleiter, Münster; Murr, Gauleiter, Stuttgart; M u t s ch m a n n , Gauleiter, Dresden; R ö v e r, Gauleiter, Oldenburg; Rosenberg, Reichsleiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP.; Rust, Reichsminister; S a u ck e l, Gauleiter, Weimar; v. S ch i r a ch , Jugendführer des Deutschen Reiches; Schmalz, stellvertretender Gauleiter, Hannover; Schwarz, Reichsschatzmeister der NSDAP.; Schwede- Koburg, Gauleiter, Stettin; S e l d t e , Reichsminister; Simon, Gauleiter, Koblenz; Sprenger, Gauleiter, Frankfurt a. M.; Strei­cher, Gauleiter, Nürnberg; Stürz, stellvertreten­der Gauleiter, Welper-Hüttenau; T e l s ch o w , Gau­leiter, Buchholz, Kreis Harburg; Terboven, Gauleiter, Essen; Wächtler, Gauleiter, Bay­reuth; Wagner, Adolf, Gauleiter, München; Wagner, Josef, Gauleiter, Breslau; Wagner, Robert, Gauleiter, Karlsruhe; Wahl, Gauleiter, Augsburg; W e i n r ei ch , Gauleiter, Kassel.

Es folgen dann die weiteren Namen in alphabe­tischer Reihenfolge. Unter ihnen befinden sich die bekanntesten Männer des öffentlichen Lebens, des Staates und der Partei, der SA., der SS., des NSKK. und des Arbeitsdienstes, die führenden Männer der Gemeindeverwaltungen und Vertreter aller Berufsstände. Die Liste nennt u. a. folgende Namen: Dr. Bang, Staatssekretär i. R., Berlin; Dr. Decker, Potsdam, Generalarbeitsführer; Feder, Staatssekretär i. e. R.; Professor Frei­herr v. Freitagh-Loringhoven, Breslau; Geheimer Finanzrat Dr. Hugenberg; Minister­präsident K l a g g e s, Braunschweig; Gesandter Franz v. P a p e n ; Botschafter v. Ribbentrop; Reichsinspekteur der NSDAP. Schmeer; Reichs­handwerksmeister Schmidt; Gouverneur a. D. Dr. Schnee; Professor Dr. Martin Spahn, Köln; Reichssportführer von Tschammer und Osten; Staatsrat Dr. Fritz Thyssen, Mülheim-

Ruhr; Generaldirektor Dr. Bögler, Dortmund; Brigadeführer Schaub, Obergruppenführer Ober­leutnant a. D. Wilh. Brückner.

Willi Becker (Frankfurt), Bezirkswalter der DAF. Frankfurt a. M.; Beckerle, Diplom- Volkswirt, Frankfurt a. M.; Dr. Buttmann, Generaldirektor an der Bayerischen Staatsbiblio­thek, Stockdorf bei München; El, Justizrat, Berlin; Herzog von Koburg, Präsident des Roten Kreuzes, Berlin-Wilmersdorf; Daluege, Mini­sterialdirektor, SS. - Obergruppenführer, Berlin- Lichterfelde-West; Derichsweiler, Amtsleiter des NS.-Studentenbundes, München; Esser, bayrischer Staatsminister a. D., Thannkirchen; Dr. Grimm, Rechtsanwalt und Notar, Essen; Dr. Groß, Amtsleiter des Rassenpolitischen Amtes, Berlin-Wannsee; Richard Prinz von Hessen, NSKK.-Brigadeführer, Frankfurt a. M.; Hinkel, Staatskommissar, Berlin-Zehlendorf; Dr. med. Hocheisen, Sanitäts-Obergruppenführer, Berlin- Zehlendorf; Klostermann, Gauamtsleiter, Groß-Gerau; Krawielitzki, Kreisleiter, Mar­burg a. d. L.; Litz mann, General der Infan­terie a. M., Neuglobsow, Kreis Ruppin; Dr. ß ü e r, Präsident der Industrie- und Handelskammer für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet, Frankfurt am Main; Münchrneyer, Pfarrer a. D.; Reichs­redner, Düsseldorf; Neef, Leiter des Hauptamtes für Beamte, Berlin; Oberlindober, Reichs­führer der NSKOV., Berlin-Wannsee; Potthof, Kaufmann, Oberbannführer, Wiesbaden; Rein­hard, Führer des Kyffhäuferbundes, SS.-Ober- führer, Berlin-Spandau; Dr. von Rente ln, Volkswirt, Berlin; Graf zu Reventlow, Schrift­steller, Kapitän-Leutnant a. D., Potsdam; Rings­hausen, Ministerialrat, Darmstadt; Schmidt, Betriebsleiter, Bad-Nauheim; Graf v. d. S ch u l e n- bürg, General a. D., Oberführer z. b. 23., Tressow, Mecklenburg; Prof. Dr. Dr. h. c. Schultze- Naumburg, Weimar; Seipel, Landwirt, Fauerbach vor der Höhe in Oberhessen; Dr.-Jng. Springorum, Dr.-Jng. e. h., Dipl.-Jng., Dort­mund; Dr. Stang, Amtsleiter der NS.-Kultur- gemeinde, Berlin; Dr. Dr h. c. von Stauß, Preußischer Staatsrat, Münster, Westfalen; von Stephani, Major a. D., Berlin-Charlottenburg; Stöhr, Gauamtsleiter, Frankfurt a. M.; Thiele, Bürgermeister, Kreisleiter, Biedenkopf; Dr. med. Wagner, Arzt, Reichsärzteführer, München; Dr. Wagner, Bauer, Landesbauernführer, Landes­bauernpräsident, Darmstadt; W e i n r e i ch , Reichs­führer der Technischen Nothilfe, SA.-Gruppen­führer, Berlin-Südende; Woweries, Schrift­leiter, Berlin-Wannsee.

3 Milliarden Lebensversicherungen mehr!

NSK. Wer in der Sorge um das tägliche Brot Mühe hat, von einem Tag zum andern zu kom­men, kann für seine Zukunft keine Sicherung tref­fen. Seit den Jahren des Niederganges ist aber gar mancher wieder in der Lage, dem Kommenden mit Ruhe entgegenzusehen. 58 dem Verband deut­scher Lebensversicherungsgesellschaften angeschlossene Dersicherungsunternehmungen weisen für 1935 eine Versicherungssumme von 17,04 Milliarden Mark gegenüber nur 15,91 Milliarden Mark im Jahre 1934 auf. Ein deutliches Zeichen dafür, daß viele wieder über den Tag hinaus ihre Mittel einteilen können! Veränderungen der statistischen Errechnung machen einen Vergleich mit 1932 nur schwer mög­lich. Damals verwalteten 50 Gesellschaften eine Ver­sicherungssumme von 13,88 Milliarden Mark. Das deutsche Volk hat also sein Leben um über drei Milliarden Reichsmark höher ver­sichert!

Der Flugiag der Luftwaffe in Staaken.

General Göring bei seinen Fliegern.

Berlin, 22. März. (DNB.) Besser und ein­drucksvoller konnte das erste öffentliche Auftreten der neuen Luftwaffe nicht sein, als bei ihrem vom Luftkreiskommando II auf dem Lufthafen Staaken zum Besten desWinterhilfswerkes 1935/36 durchgeführten Flugtag. 200 000 zah­lende Zuschauer waren aus der Reichshaupt­stadt, aus Potsdam und den Vororten auf dem Flughafen zusammengeströmt, unzählige Zehntau- sende, oder Hunderttausende, umsäumten den weiten Platz draußen und bewunderten als Zaungäste die Leistungen der deutschen Flieger. Unter den E h r e n g ä st e n sah man f a st alle fremden Militärattaches, die Generalität der Luft­waffe, zahlreiche hohe Offiziere aller Waffengattun­gen und Vertreter der verschiedenen Parteigliede­rungen.

Mit militärischer Pünktlichkeit begann das um­fangreiche Programm. Zum ersten Male hatte die Öffentlichkeit Gelegenheit, die Leistungen unserer stolzen Luftwaffe zu bewundern. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildeten wieder einmal die Lei­stungen des alten Kampffliegers Oberst Ernst U d e t, der die verwegensten Kunststücke in den Lüften vorführte und mit einem Segelflugzeug alle Zu­schauer durch seine graziösen Flugwendungen ent­zückte. Gegen 17 Uhr erschien unerwartet der Ober­befehlshaber der Luftwaffe, General der Flieger Hermann Göring mit seiner Gattin, begleitet von Staatssekretär Körner und Staatssekretär Gene­ralleutnant Milch. Mit einer kurzen Ansprache des Gaupropagandaleiters schloß die Veranstaltung. Oie erste Fahrgast-Fahrt des,,LZ129"

Nach erfolgreicher Durchführung der Abnahme- und Probefahrten in der vergangenen Woche ist das neue LuftschiffLZ 129" der deutschen Zeppelin- Reederei am Freitag, dem 20. März, durch das Re,ichsluftfahrtministerium zum Luftverkehr z u g e l a s s e n worden. Die erste Fährt des neuen Luftschiffes mit der ZulassungsnummerLZ 129", bei der offiziell Fahrgäste befördert werden, sindet am Montag von Friedrichshafen aus statt. Während dieser Fahrt, auf der sämtliche Plätze schon besetzt sind, wird neben dem LuftschiffLZ 129" auch das zweite Luftschiff der deutschen Zeppelin-Reederei, der bewährteGraf Zeppelin"LZ 127", über dem Bodenseegebiet kreuzen.

Aus aller Well.

Goldene kolonlal-TNedaille für Dr. Schacht, von Epp und Diehm.

Das seit 40 Jahren in allen deutschen kolonial­wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen füh­rende Kolonial - Wirtschaftliche Komi­tee hat die 1909 zum ersten Male und seitdem nicht mehr verliehene Goldene Medaille dem Reichswirt­schaftsminister und Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht, dem Reichsstatthalter von Bayern, Gene­ral der Infanterie Franz Ritter von Epp sowie seinem Vorsitzenden, Generaldirektor des Deut­schen Kalisyndikats, Dr. h. c. August D i e h n, in Würdigung ihrer Verdienste um die deutsche Ko­lonialwirtschaft verliehen.

Die Wiederherstellungsarbeilen im Schloß Oranien- stein.

In der völligen Wiederherstellung des schönen Barockschlosses Oranten st ein vor den Toren von Diez an der Lahn hat auch hier der national­sozialistische Staat seinen Kulturwillen bekundet. Zur Zeit werden die letzten Arbeiten in den Festsälen des Hauptbaues, wahren Perlen Marotscher Raum-

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