Ausgabe 
23.2.1936
 
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Montag, 24. Zebruar 1956

ltr.46 Erstes Blatt

M. Jahrgang

Giehener Anzeiger

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ermutigen und sie im Sinne der Kleinen En­tente zu unterstützen. Diese Bestrebungen seien keinesfalls gegen irgendeinen ande­ren Staat gerichtet. Im Gegenteil, in dem Wunsche, sich gegenseitig zu helfen, müßten die Donauländer auch auf die Unterstützung anderer, insbesondere aber der Großmächte Mittel - und Westeuropas rechnen. In die­sem Sinne glaube sowohl die Tschechoslowakei als auch Jugoslawien in enger und unzertrennlicher Zusammenarbeit mit dem verbündeten Rumänien unter den heutigen Umständen der Idee des allge­meinen Friedens und der zwischenstaatlichen Zu­sammenarbeit am besten zu dienen.

Der tschechoslowakische Ministerpräsident Dr. Hodza erklärte:Der Worte sind genug gewechselt, laßt uns nun auch die Taten sehen". Es sei be­schlossen, einen Ausschuß von Sachverstän- d i g e n einzusetzen, der die Einzelheiten der wir t- schaftlichen Zusammenarbeit zu prüfen habe. Die Beratungen sollten sich vorläufig a u.f die Kleine Entente beschränken. Ein be­stimmter Zeitpunkt für die Zusammenarbeit sei nicht vorgesehen. Im zweiten Abschnitt der Aus­schußarbeiten solle jedoch die Aufteilung der Ernteüberschüsse auf alle Donaulän­der behandelt werden. Der Ausschuß sei nicht we­sensgleich mit der Wirtschaftskonferenz der Kleinen Entente, die demnächst in Prag Zu­sammentritt.

lämlich für Japan 3:5 oder 60 v. H. der iNglischen und amerikanischen Flot- en stärke, und zwar in Schlachtschiffen . n b Flugzeugträgern. In den anderen

| vchiffklassen, also Kreuzern und Zerstörern war seit ( London (1930) die japanische Ziffer etwas aufge- l lessert, in Unterseeboten sogar zur Parität gebracht, j über da die Unterseebootsstärke allgemein sehr I liedrig gesetzt war, bildete dies für Japan eher I itne Fessel als eine Vergütung. Daneben enthielten | lie Verträge Bestimmungen für die Maximalgröße I mb -Bemessung der einzelnen Schiffsklassen, über I Lebensalter, Berechnung der Größe, Bestimmungs- 1 Merkmale der Typen usw., so daß im ganzen e i n jabiles Sy st em bestand, wie es besonders Eng-

I änd immer schätzt, in dem in bemessener Frist leberraschungen nicht zu erwarten waren.

Gegen die Festsetzung seiner Stärke, die I a - l ja n in der politischen Zwangslage von 1922 hin- l irhmen mußte und 1930 noch nicht abschütteln ! tonnte, hat es ununterbrochen protestiert. Seine Sortierungen auf der jetzigen Konferenz gingen da-

i bjin, eine gemeinsame Höch st ftärke für Alle S e e m ä ch t e festzusetzen und innerhalb die­ser Grenzen über das Sicherheitsbedürfnis des ein- gelnen zu verhandeln. Daneben wünschte es die Abschaffung derOffensiv-Streitkräfte", nämlich

1 Schlachtschiffe, Schwere Kreuzer und Flugzeugträ­ger. Amerika widersprach dieser Paritätsforde- rung mit Härte und verwies mit einer gewissen Naivität auf seineweite Entfernung vom j Kampfplatz", wozu es eine höhere Stärkeziffer 1 Irauche und auch die von Japan bekämpften ' Schiffsklassen. In England bestand vor allem ler Wunsch, zunächst überhaupt zu einem neuen Üertragsinstrument zu kommen, dann möglichst die kostspielige Größe der Kriegsschiffe zu vermindern inb die Unterseeboote abzuschaffen oder auf ganz wringe Größe (250 Tonnen) herabzusetzen. Gleich­mütig war es wichtig, Frankreich und Ita­lien einzubcziehen, die sich beim vorigen Vertrag Segen die Einschränkung in Kreuzern, Zerstörern mb U.-Booten erklärt und diesen Dertragsteil nicht unterzeichnet hatten, und schließlich sollte die all- {emeine Verpflichtung auch Rußland und Deutsch-

Einzelheiten: Größe der Schiffe mit Abmessungen, Bewaffnung, Panzerung, Geschwindigkeit, Brenn- toffvorrat, Besatzungsstärke. Das ist ein großer Fortschritt gegen bisher, wo man sich erst nach der Fertigstellung neuer Schiffe Mitteilung machte, und zwar nur bezüglich Tonnage und Kaliber und Zahl der Kanonen was die Spionage inzwischen längst besorgt hatte. .

Die Auswirkung dieser Vereinbarungen hangt davon ab, ob Japan, das immerhin zwei Be­obachter zurückgelassen hatte, auf sie eingeht, nach­dem die beanstandete Verhältnisziffer nicht erneuert wurde und die übrigen Mächte ihm auch in einigen Dingen, wie Herabsetzung der schweren Schiffe und Belassung der U-Boote, entgegenkamen. Der Bei­tritt ober Nichtbeitritt Japans würde zugleich über die wichtige Frage der Stützpunkte im Stil- I en Ozean Entscheidendes bedeuten, da Amerika entschlossen ist, diese auszubauen Aleuten, Midway- und Wake-Inseln, Guam, vielleicht sogar Philippinen, wenn der Stillhaltevertrag und das Stärkeverhältnis nicht erneuert werden. Die neuen Zusammenstöße zwischen amerikanischen Se­natoren und dem japanischen Botschafter und Flottenchef lassen eine freundliche Atmosphäre nicht erkennen. Weiter wird es interessant sein, ob S 0 w j e t r u ß l a n d zum Beitritt zu bringen sein wird, da es bisher seine Seerüstungen auch Genf gegenüber in tiefstes Geheimnis gehüllt hat und sich wohl nicht gern in die Karten schauen läßt. Frankreich würde die Beteiligung seines russi­schen Freundes schon aus Bündnisgründen wün­schen, scheute sich aber bisher, damit das Signal zur Einladung Deutschlands zu geben, das man mit einer planvollen Beharrlichkeit nach als entwaffnet und unter den Versailler Bestimmungen stehend ansehen möchte. England hat dafür kein Verständnis, es hat im Verlauf der deutsch-eng­lischen Flottenregelung alle deutschen Mitteilungen über Bauvorhaben, Bautempo usw. erhalten, kann diese aber nicht weitergeben, so daß Frankreich ohne Auskunft bleibt. Alles in allem find die Abmachun­gen ein Zeichen wünschenswerter Verständigung, bleiben jedoch unwirksam ohne die fehlenden Mächte. Teilweise Einigung in London.

London, 24. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Marinemitarbeiters desDaily Telegraph" schreibt, es stehe jetzt fest, daß die Londoner Flottenkon- ferenz die Höch st grenze von 3 5 0 0 0 Tom neu für Grohkampfschiffe beibehalten

linb Umfassen.

Der jetzt beschlossene Vertragsentwurf feilt einen echten Kompromiß dar. Man hat ver­ficht, Amerika dazu zu überreden, sich mit Schlachtschiffen zu 27 000 Tonnen mit 38- Lentimeter-Geschützen (bisher 35 000 Tonnen mit f 10,6 cm) zufrieden zu geben, die amerikanische [ Meinung hält p-doch an den ganz großen Kampf- [ Ichisfen mit sehr großem Fahrbereich fest. Alle Be- Hligten sollen in den nächsten Jahren, so lange der Vertrag läuft, je zwei Schiffe der ganz großen Art tauen dürfen. Damit kommt man auch Frankreich k inb Italien entgegen, die je zwei solcher Schiffe tareits begonnen ober beschlossen haben. Es ist «wahrscheinlich, baß biese Neubauten zur Klasse ber I Cchnelläufer gehören werben unb eher Schlacht- h lreuzer als Linienschiffe zu nennen sinb. Bei tan Kreuzern hat man bie vorläufige Em-

B e l g r a b , 22. Febr. (DNB.) Der tschechoslowa­kische Ministerpräsident unb Außenminister Dr. H 0 bza traf am Samstag in Belgrad ein. Er würbe vom Prinzregenten Paul unb von der Königin witwe Maria in Audienz empfangen. Nach der Audienz besuchte er die Mit­glieder des Regentschaftsrates Stankowitfch und Pera witsch , ferner den Ministerpräsiden­ten Stojadinowitsch und andere Minister. Der Presse wurde eine amtliche Erklärung verlesen. Sie besagt u. a., daß die Minister nach eingehen­dem Gedankenaustausch die Gleichartigkeit ihrer Ansichten festgestellt hätten. Auch in Zukunft werde ihre Politik die Erhaltung einer möglichst engen Freundschaft unter den Völkern auf Grund der internationalen Grundsätze des zwischen­staatlichen Rechtes und Friedens anstreben, die im Völkerbundspatt und feinem S y st e m der kollektiven Sicherheit ausgedrückt seien. Hinsichtlich der im Donauraum bestehenden Verhältnisse seien die Minister bemüht, alle stören­den Schwierigkeiten zu beseitigen, die die Grund­bedingungen einer gerechten und dauerhaften Lö­sung jener Fragen vereiteln könnten, die diese Staaten interessierten. Beide Länder hätten ja als Mitglieder der Kleinen Entente seit jeher volles Verständnis für den Nutzen bewiesen, den alle Staa­ten des Donauraumes aus einer engen wirt­schaftlichen Zusammenarbeit ziehen könnten. Es sei notwendig, diese Bestrebungen zu

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werde, nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika die französische Forderung nach einer Herabsetzung der Tonnage end­gültig abgelehnt hätten. Diese Entscheidung sei eine Enttäuschung für alle in London anwe­senden Flottenabordnungen natürlich mit Aus­nahme der Amerikaner, die jeden Versuch, die Ton­nage der Großkampfschiffe zu verringern, zum Scheitern verurteilt hätten. Immerhin habe sich die amerikanische Abordnung wie schon vor einigen Tagen gemeldet zu einer Herabsetzung der Geschützkaliber auf Großkampfschiffen von 16 (40 cm) auf 14 Zoll (35cm) bereit erklärt. Ferner habe man sich auf eine Herabsetzung ber Höchsttonnage für Kreuzer von 10 000 auf 8000 Tonnen geeinigt. Das Festhalten Amerikas an einer Schlachtschiff-Tonnage von 35 000 Tonnen werbe ben Maßstab für bie Flot­tenpolitik ber anberen Mächte abgeben müssen. Das Scheitern ber Bemühungen in ber Frage ber Groß­kampfschiffe beeinträchtige aber nur in geringem Maße ben Wert ber erzielten Verstänbigung über bie Tonnagebegrenzung von Kreuzern, Flugzeug­trägern unb U-Booten.

Leidenschaftliches Bekenntnis zum olympischen Geist.

Verständnisvolle Worte eines Franzosen über das neue Deutschland.

Paris, 22. Febr. (DNB.)Deutschland wünscht den Krieg so wenig wie irgendein anderes Land", das ist die Schlußfolgerung, die Marquis de p 01i g n a c, französisches Mitglied des Inter­nationalen Olympia-Ausschusses, aus seinen Beobachtungen anläßlich seines letzten Auf­enthaltes in Deutschland bei den Olympischen Win­terspielen zieht. Der Marquis erklärt im Journal, er habe den Eindruck, daß die deutsche Regierung durch ihre PolitikFreude durch Sperr ohne Hintergedanken kein anderes Ziel verfolge, als zu einer starken, gesunden und freudeerfüllten Nation zu gelangen. Das deutsche Volk fei sich bewußt, daß ein moderner Krieg dem Sieger nicht mehr Gewinn bringen werde als dem Besiegten. Oberster Wunsch des deutschen Volkes sei, sich gegen die Ver­heerungen der zerfetzenden Politik

Das Zlottenkompronuß in London.

Von Konteradmiral a. D. Gabow.

In einiger Stille hat man sich in den Beratun­gen ber vier Seemächte Japan hat am 15. Ja­nuar bie Konferenz verlassen über gewisse t e ch- nische Fragen der künftigen Seerüstung ge- inigt, deren militärische und politische Tragweite flicht ganz gering ist. Diese Konferenz war fällig, 5a mit Ende 1936 die großen Flottenoerträge von

der Sowjets zu schützen. 3m übrigen wünsche das deutsche Volk ernsthaft eine A n- naherung an Frankreich. Diejenigen, die den spontanen Begeisierungsausbruch der 100 000 Zu­schauer erlebt hätten, als die französische Abordnung und die französische Fahne begrüßt wurden, seien davon tief ergriffen ge­wesen.

Zu den Olympischen Winterspielen selbst bemerkt Marquis de polignac, daß alle Deut­schen mit ganzer Kraft zusammengear­beitet uttd wahre Wunder vollbracht hätten, um aus dem Fest der Muskeln einen Sieg des sportlichen Geistes zu machen, einen Sieg deut­scher Organisation und einer guten Aufnahme der Gäste. Niemals sei der Olympische Geist, der durch gegenseitiges Verständnis und durch gegenseitige Achtung die Völker einander näher­bringe, mit solcher Leidenschaft zum Aus­druck gebracht worden. 3n einem Zeitraum von vier Jahren hätten die Deutschen mehr für die straffe Organisation des Sports in der Jugend und für die Verallgemeinerung der olympischen Idee in der Dell geleistet als irgendein anderes Volk. Wie immer auch die Ansicht über das nationalsoziali­stische Regime sein möge, man könne sich nur vor einer derartigen Anstrengung verneigen, die von einem solchen Erfolg gekrönt fei.

Ein neues englisches Kampfflugzeug.

London, 24. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie Morning Post" berichtet, beschäftigt sich bas eng­lische Luftfahrtministerium zur Zeit mit ben Bau­plänen für ein neues Kampfflugzeug, bas angeblich bie phantastische Geschwindig­keit von 4 0 0 Stundenmeilen, das sind 640 Stundenkilometer, erreichen soll. Es handele sich um eine zweimotorige Maschine, die mit zwei 20-Millimeter-Kanonen sowie mit Maschinengeweh­ren ausgerüstet ist. Der Bau eines derartig schnel­len Frontflugzeuges wird damit begründet, daß heutzutage bereits Bombenflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von rund 400 Stundenkilo­meter gebaut werden, und daß ein Kampfflug­zeug mindestens 16 0 Stundenkilo­meter schneller sein müsse, um einen wirk­samen Gegenangriff durchführen zu können.

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wnn-Spenael «halten die bisherigen Bestimmungen ihre Gültig- ä ' 'eit. Im Dezember 1935 trat dann die eigentliche Konferenz zusammen, um nicht lange danach durch :en Austritt Japans in Schwierigkeiten zu geraten. Zum Verständnis sei daran erinnert, daß die jetzt gekündigten Flottenverträge von einem zahlen- C. y näbigen Stärkeverhältnis ausgingen,

Der tschechische Besuch in Belgrad.

Ein Ausschuß zur wirtschastlichenZusammenarbeitderKleinen Entente eingesetzt.

auf der Anwendung des Völkerbundsoertrages zu bestehen oder die Regierung der Vereinigten Staa­ten zur Aufgabe ihrer Neutralität zu veranlassen. Heute aber, da der Abessinienstreit Englands Lebensnerv bedrohe, treibe es in den Ver­einigten Staaten auf alle möglichen Arten eine hinterlistige Propaganda, indem es Vortragsreisen kirchlicher Würdenträger, Sonder­reporter usw. entsende. Diese versuchten das ame­rikanische Volk davon zu überzeugen, daß Englands Vorgehen von Friedensliebe und Menschlichkeit be­stimmt sei. Im Mandschureifalle habe England er­klärt, die Neutralität sei die heiligere Aufgabe, wäh­rend es in der italienisch-abessinischen Auseinander- sentzuna versuche, den Vereinigten Staaten einzu- reden, die Neutralität sei ein Ding der Vergangen­heit und sogar unmoralisch. Senator Borah schloß mit einem heftigen Appell zur Aufrechterhal­tung der Neutralität der Vereinigten Staa­ten und zum Fernbleiben von Genf.

Wehrpolitik und Sanktionen in England.

Ltm den Vorsitz im Neichsverteidigungsausschuß und die einheitliche Leitung der Wehrpolitik

wird die at

dreijährigen industriellenW affen- ( stil 1 stand" vorschlagen, um eine vereinheitlichte I und beschleunigte Erzeugung neuer Kriegsschiffe, 1 Tanks, Geschütze und Kriegsflugzeuge zu errnög- j lichen. '

Borah gegen England.

Amerika wird trotz aller Versuchungen neutral bleiben.

Washington, 23. Febr. (DNB.) Der unab­hängig-republikanische Senator Borah hielt auf einer Washington-Geburtstagsfeier seine erste Rede seit der Bekanntgabe seiner Präsidentschaftsanwart­schaft. Borah nahm scharf gegen Englands Haltung im italienisch-abessinischen Streit Stel­lung. Die englische Politik in diesem Streit sei lediglich von der Wahrung der eigenen Be­lange bestimmt. England habe im Mandschu- r ei st reit, der seine Belange nicht unmittel­bar berührte, keine Anstrengungen gemacht, um I

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London, 24. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenpresse steht ganz im Zeichen der mit Span­nung erwarteten Unterhaus-Aussprache über die Außenpolitik. Die Aussprache wird von dem Vertreter der Arbeiterpartei, Lee- Smith eingeleitet werden. Für die Regierung spricht der Außenminister Eden. Möglicherweise werden sich auch Winston Churchill, Lloyd George und Sir Austen Chamberlain an der Aussprache beteiligen. Ob Ministerpräsident Baldwin selbst eingreifen wird, ist noch unge­wiß. Die Schlußrede für die Regierung wird der engste Mitarbeiter Edens, Viscount Cranborne, der Unterstaatssekretär im Außenministerium, hal­ten.

Die Presse erwartet, daß die Sühnemaß­nahmen eine große Rolle spielen werden. Einen Fingerzeig für die Haltung der Opposition geben die Leitaufsätze des arbeiterparteilichen Daily Herald" und der lieberalenNews Chro- nicle", in denen die sofortige Inkraft­setzung einer Oelsperre dringender als je gefordert wird. Die der Regierung nahestehenden Blätter sind sich darüber einig, daß Eden kaum über seine bisherige Stellungnah m e hinausgehen könne, wonach die Entschei­dung über eine Oelsperre in ben Händen des Völkerbundes liege.

In der Frage der Gleichordnung der eng­lischen Wehrämter unb des Ausbaues des Verteidigungssystems kann die Regierung voraus­sichtlich noch keine endgültige Mitteilungen machen. Daily Telegraph" meldet, daß die Forderung Sir Austen Chamberlains, der Ministerpräsident solle den Vorsitz des Reich soerteidi- gungsausschusses niederlegen, vom Kabinett nicht geteilt werde; vielmehr seien die Minister der Ansicht, daß in Kriegszeiten b e r Ministerpräsident allein d i e Verant­wortung für die Verteibigungsmaßnahmen tra­gen könne. Hingegen werde das Kabinett voraus­sichtlich der Ernennung eines stellvertre­tenden Vorsitzenden zustimmen. Diesem Minister würden zwei U n t e r a u s ch ü s s e unter­stehen, von denen der erste mit der industriel - len Mobilmachung und der zweite mit der Gleichordnung der Wehrfragen beauf­tragt würde. Als Anwärter für den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden des Reichsverteidi­gungsausschusses nenne man in politischen Kreisen W i n st 0 n Churchill, den früheren Polizeipräsi­denten Londons Lord Trenchard und den kon­servativen Abgeordneten und früheren Privatfekre- iär Lloyd George Sir Eduard Grigg. Andere Blät­ter nennen den Schatzkanzer Neville C h a m - b e r I a i n, den Luftfahrtminister Lord Swinton oder Lloyd George. Im Rahmen der indu­striellen Mobilmachung wird nachDaily Expreß" die Regierung den englischen Gewerkschaften einen

Washinton (1922) und London (1930) ablaufen und Es von einer Verständigung abhängt, ob die See­mächte künftig in hemmungsloses Wettrüsten ver- t Sdjalterbienfl jjallen sollen oder nicht. Bereits im Herbst 1934 chatte England zu Vorbesprechungen eingeladen, eßfachabholer I Diese scheiterten alsbald, und Japan kündigte die ' Verträge fristgemäß am 29. Dezember 1934, mit n 2500. Wirkung vom 31. Dezember 1936, d. h. bis dahin

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- i?n Amerika 18, England 15, Japan 10, Frankreich , mb Italien je 7 besitzen. Diese Klasse hat sich als ^sonders kostspielig und weniger widerstandsfähig ''wiesen, mit Ausnahme der neueren Exemplare, t e kräftiger gepanzert werden konnten. Man hat «ber Englands Wünschen nachgegeben und die kuns- tigen Kreuzer auf höchstens 8000 Tonnen mit 15,2- ^entimeter-Geschützen bemessen. Dazu ist zu sagen, diß solche Grenzziehung nur wieder die Folge ha- b'n wird, innerhalb dieses Deplacements ein Maxi- mum von Kampfkraft und sonstigen Gefechtswe^en uiterzubringen, unter Ausnützung aller technischen Finessen, so daß eine Verbilligung nicht zu erwar- tin steht. Dann wurden die Flugzeugträger oin 27 000 Tonnen mit 20,3-Zentimeter-Geschutzen aif 22 000 Tonnen mit 15,2 Zentimeter vermindert, ere nützliche Maßnahme, da die großen Flugzeug- häger wegen' ihrer großen Zielfläche und auqemev mn Schwerfälligkeit wenig populär sind. Schließ­lich mußte England bei den U-Booten auf Ab- i Raffung verzichten, da diese bei Frankreich Jm- li?n nicht zu erreichen waren. Vielmehr wirddiesen Mächten, wie bisher, die hohe Ziffer von 2000 To. Zugebittigt, also wahre U-Kreuzer. Wichtig ist, daß alle sich verpflichten, jährlich vier Monate v 0 r n-uen Kriegsschiffbauten ihre Pläne und Absichten dm andern mitzuteilen. Und zwar bis in die