Ausgabe 
22.9.1936
 
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führte aus, daß die biologische Erkenntnis

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der einzelnen Völker abzuschwächen und zu überzeugen, daß der Fortschritt eines

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Grundlage auch der wissenschaftlichen Medizin an­erkannt sei. Aufgabe der Biologie sei es, in die un­geheure Mannigfaltigkeit ihrer Objekte und deren Verrichtungen System zu bringen. Nach Be­sprechung Der dazu vorhandenen Methoden in der Induktion und Intuition stellte er gegenüber der vielfachen Auffassung, daß diese beiden auf dem Kausalprinzip beruhenden Methoden nicht ausreich­ten, sondern erst die Zweck- oder Ganzheits­betrachtung zum richtigen Verständnis wohl notwendig, aber weder eine neue Methode sei noch im Gegensatz zur Kausalforschung stehe.

Professor Aschoff-Freiburg behandelte das ThemaPathologie und Biologie". Nach einem ge­schichtlichen Rückblick auf diese beiden Gebiete wurde die Frage nach der Grenzbeziehung zwischen belebter und unbelebter Substanz erörtert. Der Unterschied zwischen theoretischer und praktischer Medizin wird anerkannt, jedoch ist die Pathologie als Zweig der Biologie reine Naturwissenschaft im Sinne der Physik der Chemie.

Prof. G. v. Bergmann schilderte in seinem Vortrag überLeistungen und Ziele der Medizin" die beispiellosen Erfolge der Chirurgie seit der Er­findung der Narkose, Der keimfreien Wundbehandlung und B l u t st i l l u n g. So oft man von der Volksmedizin ausging, hat man doch immer wieder mühselig und systematisch for­schen müssen, denn die wissenschaftliche Erforschung begründet erst das schlichte Erfahrungsgut. So er­gibt sich das Zusammenwirken der Medizin als Wis­senschaft mit der natürlichen Heilweise zur Gesund­heitspflege desVolkes. Die wissenschaftliche Medizin auf Grundlage der biologischen Forschung wird sich leicht mit der Erfahrung natürlicher Heilweisen, die sich bewährt haben, vereinigen lassen.

Die neue Einstellung zu diesen Fragen vertrat Prof. tschau (Jena) in seinem VortragBio­logisches Denken im Rahmen der neuen deutschen Heilkunde". Die oorsorgerisch - biologische Heilkunde will den Organismus durch Hebung an und in der Natur stark und leistungsfähig machen. Natürlich kann entwickelt und gesteigert werden, was erb- und rassenmäßig im Organismus vorhanden ist. Es darf nicht dazu kommen, daß der Leistungszustand des Volkes absinkt. Darum Vorsorge statt Für­sorge. Es gilt, die Kranken gesund zu machen, die Schwachen zu stärken, und die Leistungsfähigkeit für Gesunde zu steigern. Diese vorsorgerisch-biologische Heilkunde steht nicht im Gegensatz zur fürsorgerischen Schulmedizin. Das deutsche Volk fordert Gesund­heitshäuser, in denen Schulung und Kräftigung planmäßig betrieben wird.

Professor Grote (Dresden) ergänzte den Vor­trag von G. von Bergmann, indem erdie Stel-

geminne durch eine Zusammenarbeit.

und Wirtschaft seien eng miteinander

Deutsche und zweite Internationale Schau der Amateurphotographen."

Dom 26. September bis 11. Oktober wird in Frankfurt a. M. dieDeutschs und 2. Inter­nationale Schau der Amateurphoto­graphen" durgeführt. Diese Ausstellung ist eine Leistungsprüfung der Arbeiten der Mitglieder des Verbandes Deutscher Amateurphotographen-Der- eine, die durch eine umfangreiche internationale Schau, an der 22 Länder beteiligt sind, ergänzt wird. Die hier gezeigten Bilder werden durch ein Preisgericht geprüft, wobei besonders gute Arbei­ten mit Preisen ausgezeichnet werden. Neben gol­denen, silbernen und bronzenen Plaketten, sowie Verbandsurkunden werden mehrere Ehrenpreise zur Verteilung gelangen. So hat u. a. Reichs­minister Dr. Goebbels einen großen Ehrenpreis des Reichspropagandaministeriums für diese Aus­stellung zur Verfügung gestellt. Die Prämiierung der Bilder erfolgt vor Eröffnung der Ausstellung, so daß jeder Besucher Gelegenheit hat, die vom Preisgericht ausgezeichneten Aufnahmen einer ein­gehenden Besichtigung zu unterziehen.

Edwin Fischer spielt beim Gießener Konzertverein.

Edwin Fischer, der geniale Meister des Kla­viers, der Philosoph unter den Pianisten, ist für ein Abonnementskonzert des Gießener Konzert­vereins in diesem Winter gewonnen worden. Das Konzert wird für Gießen ein ganz besonderes Er­lebnis sein.

Dramen

von Theodor haerten in der neuen Spielzeit.

Die beiden Werke von Theodor Haerten, dem Oberspielleiter des Stadttheaters Gießen,Der tolle Christian" undDie Hochzeit von D o b e ft i" gelangen in der kommenden Spielzeit in den Stadttheatern Bonn, Gera, Kassel, Köln, Lübeck, Mainz, Schwerin, Wuppertal und Zwickau zur Auf­führung.

Kriegsbriefe werden gesucht.

Ein Buch des Stolzes und der Verpflichtung soll das im kommenden Jahr erscheinende WerkDer Soldat deutsche Kriegsbriefe" sein, das Briefe von gefallenen und lebenden Frontsol­daten des Weltkrieges aus allen Ständen in reicher Auswahl enthalten wird. Zur Veröffentlichung ge­eignet sind alle Briefe, die für den Geist des Sol­datentums, so wie er sich tatsächlich im Weltkrieg an allen Kampffronten geäußert hat, in besonderer Weise aufschlußreich sind. Um eine wirklich vollstän- dige Sammlung zu gewinnen, ergeht an alle, die für diesen Zweck in Frage kommende Briefe und Schriftstücke besitzen, die Bitte, sie Professor Dr. Ru­dolf Hoffmann, Hannover, Lavesstraße 56, dem Herausgeber des Buches, oder dem Verlag Albert Langen/Georg Mueller, München 19, Hubertusstraße Nr. 4, in Abschrift zur unverbindlichen Einsichtnahme vorzulegen.

verbunden. Solange man keinen dauerhaften Frieden sichere, könne man sich nicht von den Zoll­schranken befreien und die Währungsanarchie be­seitigen. Man könne den Dölkerbundspakt juristisch abändern, seine Wirksamkeit werde aber vor allem von dem Schwergewicht der moralischen Kräfte abhängen, aus denen er in einem Au­genblick hervorgehe, in dem die Zivilisation sich zu einem Schlag gegen den Krieg aufraffe.

Das pariser Echo.

Paris, 22. Sept. (DNB. Funkspruch.) In der Presse wird festgestellt, daß in dem Kampf zwi­schen den großen Mächten, die den Wunsch haben, die Rückkehr Italiens in den Völker­bund zu erleichtern, und den kleinenMäch- t e n, die die Grundsätze des Völkerbunds­statuts energisch verteidigen, der erste Abschnitt von den kleinen Ländern gewonnen

Medizin und Biologie.

Der erste Arbeitstag der Naturforscher- und Aerzteversammlung in Dresden.

f e r e n 3, die dem gleichen Friedensideal diene wie der Völkerbund. Es handle sich in beiden Fäl-, eines ipuuanienw u len darum, das Aufeinanderprallen der Interessen j g i e r u n g s k r is e.

gesprengt, unsere Frauen vergewaltigt und unsere Volksgenossen mitleidlos abgeschlachtet werden. Die Regierung muß um jeden Preis d i e Unabhän­gigkeit ihres Landes retten. So leistet sie dem allgemeinen Frieden große Dienste. Diese Tatsachen rechtfertigen unsere Vorbe­halte.

Der ÄeguS erscheint in Genf.

Genf, 21. Sept. (DNB.) Die Nachricht, daß der Negus im Flugzeug von London nach Genf unterwegs fei, hat hier die Sensation um die abessinischen Mandate noch erhöht. Als Hauptzweck seiner Reise wird ein erneutes Auf- treten in der Völkerbundsversamm- lung angenommen, wo er bei der Erörterung des Berichtes des Vollmachtenausschusses gegen d i e

tung der Therapie xu den Grundsätzen der all­gemeinen Kranheitslehre" untersuchte. Zwischen der Lehre van der Entstehung der Krankheiten, chrem Wesen und ihrer Behandlung müssen enge B Ziehungen bestehen. Die Ganzheit des mensch­lichen Wesens, die in jedem Krankheitsfall als erstes und letztes dem 2lnt zur Beurteilung gegen- übersteht, ist der rein austösenden und zergliedern­den Farschungsart nicht zugänglich.

Am Schluß der ersten allgemeinen Sitzung ergriff Geheimrat Professor Sauerbruch das Wort. Er stellte zusammenfassend fest, daß die neue deut­sche Heilkunde auf die Mitarbeit der Natur­wissenschaft und ihre bewährten Arbeits­methoden unter keinen Umständen verzichten kann. Geheimrat Sauerbruch betonte, daß man sich davor hüten müsse, die beiden nicht selten miteinan­der verwechselten Begriffe Heilkunde und Heilkunst miteinander zu verquicken. Heilkunde sei unter ent­sprechenden Voraussetzungen für jeden erlernbar, Heilkunst dagegen nicht, da sie auf dem irrationalen Gebiet der persönlichen Begabung des Arztes liege.

Kunst und Wissenschaft.

Internationaler Kongreß für Krebs­forschung und Krebsbekämpfung.

In Brüssel wurde der Z w e i t e Internatio­nale Kongreß für Krebsforschung und Krebsbekämpfung eröffnet. An der Eröff­nungssitzung nahmen König L e o p o l d , der Fürst­primas von Belgien, Kardinalerzbischof van Roey, und der deutsche Gesandte Freiherr von Richt­hofen teil. Am Tisch des Präsidiums hatte Prof. B o r ft (München) Platz genommen. Der Präsident des Kongresses Dr. L e r a t (Belgien) hob die tätige Anteilnahme des belgischen Königshauses an der Krebsbekämpfung rühmend hervor. Der Minister für das belgische Gesundheitswesen, Vander- velde, wandte sich an diejenigen, die allen Schwierigkeiten zum Trotz im Zeichen der Wissen­schaft und der Barmherzigkeit an der internatio­nalen Zusammenarbeit wirkten. Er schloß mit einem Worte Pascals, daß die Wissenschaft und der Friede über die Unwissenheit und Den Krieg trium­phieren würden und daß die Zukunft denen ge­höre, die alles getan hätten, um der leidenden Menschheit Erleichterung zu verschaffen. An dem Kongreß nehmen mehr als 500 Gelehrte und Aerzte aus 42 Länder teil.

Genfer Kalamitäten.

Dor der Entscheidung zwischen Italien und dem Negus. Der Bürgerkrieg in Spanien

Genf, 21. Sept. (DNB.) Die 17. ordentliche Völkerbundsoersammlung ist von dem amtierenden Ratspräsidenten Rivas D i c u n a (Chile) eröffnet worden. Die Beteiligung von Delegierten ist auch diesmal sehr stark. Alle europäischen Länder, mit Ausnahme von Ungarn und Griechenland, sind durch ihre Außenminister vertreten, ferner von den über­seeischen Staaten Argentinien und Kanada. Die Plätze der italienischen Delegation sind bisher leer geblieben. Der Vollmachtenprüfungsausschuß hat die Angelegenheit der abessinischen Ver­tretung wegen der damit verbundenen Schwie­rigkeiten zurückgeste111. Demgemäß nehmen Die Abessinier bis auf weiteres an Der Verhandlung teil. Sie beteiligten sich an der Wahl Des Präsidenten.

Gewählt wurde mit 44 von 49 abgegebenen Stimmen der argentinische Außenminister S a a« cebra Lamas. Er erklärte in seiner Antritts­rede: Für die jetzt zu losende Aufgabe der Vervoll­kommnung Des Völkerbundes bilDe Das i m Chaco-Streitfall erfolgreich Durchgeführte Schlichtungsverfahren einen wertvollen Präzedenzfall. Das Hauptmerkmal jener Losung sei Die nützliche Mitarbeit von ßünDern gewesen, Die Dem DolkerbunD nicht angehören. Er wolle Darin neue Möglichkeiten einer Friedenspolitik erblicken, Die verallgemeinert roerDen müßten. Neben Der MethoDe Der Auslegung unD Der AenDerung Der VolkerbunDssatzung bilDe Die Gewinnung Der Mitarbeit außen st ehenDer ßänDer einen Dritten Weg Der Völkerbundsreform. Diese Mitarbeit müsse im Voraus festgelegt unD juristisch unterbaut werben. SaaveDra ßamas erinnerte an Die bevorstehende panamerikanische Kon -

Ungültigkeitserklärung Der abessinischen ManDate protestieren mürbe. Neue Verwicklungen drohen aber baburch, baß ber Negus selbst nicht als Delegierter angemelbet ist, unb ihm bie Schweiz bei ber vorigen Versammlung nur unter ausdrück- licher Beschränkung auf biefe Eigenschaft bie Ein­reise gestattet hat. Im Vollmachtenprüfungsausschuß ber Völkerbundsversammlung hat ber holländische Vertreter Dr. ß i m b u r g vorgeschlagen, ein Gut­achten des Haager Ständigen Ge­richtshofes über bie Frage Der Zulassung der abessinischen Vertreter einzuholen. Dabei soll auch grundsätzlich geklärt werden, ob Abessinien noch die Voraussetzungen der Mitglied­schaft im Völkerbund erfülle. Der Vorschlag wurde im Einvernehmen mit den skandinavischen Ländern gemacht, die diese Frage auf streng juristischer Grundlage geregelt wissen mochten.

Am Rande des Ledens.

Schon um einen reibungslosen Ablauf Der Er- öffnungsformalitäten bei Der jetzigen Völkerbunds- tagung zu ermöglichen, mußten erhebliche Schwie­rigkeiten überrounDen roerDen. Diese Vorspiele stehen wie ein böses Omen am Beginn Der Genfer Ver- IjanDlungen. Zunächst erforDerte Der Ausschluß Der abessinischen Vertreter aus Der Voll­versammlung unD ihre Ersetzung Durch Die ita­lienische Delegation Das ganze Geschick Der Diplomaten, Die sich von Der Zurückführung Der Italiener in Die Völkerbundsarbeit einen großen Genfer Prestige-Erfolg unD einen Vorteil auch für ihre politischen SonDerziele versprechen. Die Italie­ner, Denen nach Der Erledigung Des abessinischen Unternehmens an einer weiteren Zuspitzung Der internationalen Lage nichts gelegen ist, tarnen Den englischen unD französischen Bemühungen insofern entgegen, als sie Darauf verzichteten, auf ber An­erkennung Der italienischen Souveränität über Abes­sinien als einer Bedingung ihrer Rückkehr nach Genf zu bestehen. Sie verlangten aber nach wie vor Die Nichtzulassung Der Negusleute in Der Ver­sammlung. Tatsächlich war aber Die abessinische Ab- orDnung am Sonntag in Genf erschienen, hatte nach einigen Schwierigkeiten auch ein Hotel gefunden unb im übrigen ganz so getan, als ob sie sich auf ein langes Bleiben, b. h.. auf eine unge= hinberte Teilnahme an Den Sitzungen Des Völker- bunbes einrichtete. Das Verhalten vieler Bundes- mitglieDer schien Den Vertretern Des Negus Recht zu geben, Denn Der Vollmachtenprüfungs- auss chuß, Der Darüber zu befinDen hat, ob Die anroefenDen Diplomaten zur Vertretung eines Staates ausreichend legitimiert sind ober nicht, hatte große Mühe, Die zur Entscheidung dieser Frage notwendigen acht Kandidaten zu finDen. Vor allem weigerten sich Die Vertreter Der nordischen und südamerikanischen Staaten, entgegen ihrer Hal­tung bei Den Sommertagungen, nun plötzlich den Abessiniern ihre Vollmacht abzuerkennen. Auf Der­selben ßinie verharrte, wenn auch aus anderen GrünDen, Sowjetrußland. Die allgemeine Weige­rung Der Delegierten, als Mandatsprüfer über Das Vertretungsrecht für Abessinien zu entscheiden, war auch daDurch begründet, Daß niemand sich Der Ge­fahr aussetzen wollte, als KandiDat dieses Ausschus­ses möglicherweise in Der geheimen Abstimmung wegen Des Verdachtes proitalienischer bzw. pro- abessinischer Sympathien abgelehnt zu roerDen. Die­ses Hin unD Her um Die BehanDlung Des abessini­schen Problems kennzeichnet so recht Die Verlegen­heit, in Die Der VolkerbunD durch seine eigene Un­fähigkeit, eine wirklich auf bauende Politik zu unter­stützen, gebracht worden ist.

Daneben waren noch andere Hindernisse zu be­seitigen, deren allzu scharfe Betonung das Ansehen Der Liga beDroht hätten. Der Außenmini st er Der spanischen Volksfront nämlich, Del Vayo, war mit Der festen Absicht nach Genf ge­kommen, um vor Dem Forum Des VölkerbunDes gegen Portugal Den Vorwurf zu erheben, Daß es Die spanischen Nationalisten moralisch und materiell unterstütze. Man kann sich leicht vorstellen, welch ein Rattenschwanz von Reden unD Gegen- reDen, Beschuldigungen unb Gegenbeschulbigungen ein solcher Vorstoß zur Folge haben mürbe. Solche Aufregung aber paßt gar nicht zu ber gebämpften Sprache Der Genfer Diplomatie, Die alle ernsteren Fragen hinter verschlossenen Türen im Flüsterton erleDigt. Die Vertreter Frankreichs unD Sowjetruß- lanDs, Denen Die Aufrollung Der Neutralitätsfrage befonDers unangenehm fein mußte, hatten alle Mühe, um Del Vayo von feinem Vorhaben abzu­bringen. Wie leicht hätten Die Moskauer unD Pari­ser Einmischungssünden zur öffentlichen Aussprache kommen können, ausgerechnet in einer Umgebung, Die Den Rahmen abgeben soll für Die Politik Der kollektiven Sicherheit. Auch bie Unterbrüdung ber spanischen Frage unb ber Neutralitätsproblematik zeigt, baß Genf tatsächlich schon am Rande d e r Ereignisse lebt, daß es vor jedem Ernstfall des Lebens ausweicht und keine Fähigkeit mehr besitzt, für eine gerechte Ordnung der Dinge zu sorgen. Portugal begründet seine Politik.

Genf, 21. Sept. Der portugiesische Außenmini­ster Monteiro läßt durch dasJournal de Ge­neve" eine Begründung der Haltung seines Landes gegenüber dem spanischen Bürgerkrieg veröffent­lichen. Es heißt Darin u. a.:

Die portugiesische Regierung hat mit unerschütter­licher Genauigkeit Das Abkommen über Die Nichteinmischung in Den spanischen Bürger­krieg beachtet. Aber wir konnten unsere Meinung nicht aufgeben, Daß ein Sieg Des Kommu­nismus oDer Der Anarchie in Spanien für uns Den Krieg bedeuten würde. Wir haben keine Lust, einen Einfall in unser Land zu erleben, zu sehen, wie unsere Städte ge° brandschatzt, unsere alten Denkmäler in Die Luft

Die VöikerblmdsversammilW zusammengelrelen

Oer argentinische Außenminister rum Präsidenten gewählt.

roorDen fei. So schreibt DerMatin", Die Beratun­gen Des VölkerbunDes hätten in einem Fieberzu- ftanD begonnen. Falls Die abessinische AborDnung nicht ausgeschlossen roerDe, sei d i e A b k e h r I t a - liens von Genf unausbleiblich, was sich auf Die Vorbereitung Der Fünfmächtekonferenz unD Die zukünftige Ordnung in Europa auswirken werde. Der Sonderberichterstatter desPetit Jour­nal" hebt hervor, daß diesmal die Dölkerbunds- taguna in einer Atmosphäre Der Unruhe unD des Kampfes eröffnet worden fei. Die Wandelgänge Des Völkerbundspalastes glichen Den Wandelgängen eines Parlaments am Vorabend einer R e -

Der erste Arbeitstag der 94. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte stand unter dem LeitwortM edizin und Bio- l o g i e". Hinter dieser Formel verbirgt sich eine der großen Streitfragen unserer Tage auf dem Gebiet der Heilkunde, die Frage nach der Stellung der so­genanntenSchulmedizin" zurNaturheilkunde". Die Naturforscherversammlung machte diese Frage zum Gegenstand allseittger Erörterungen. Die theoretische Grundlage dieser Erörterung gab Pro­fessor Max Hartman n-Berlin in seinem Vortrag Wesen und Weg zur biologischen Erkenntnis". Er

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