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Deutsche Olympia-Mannfchasten
Das Aufgett>t der Schwimmer.
Krug (Berlin).
Erich
Georg
bringt er seinen eigenen Körper in Unordnung und
Arendt (Berlin), Maria Magdalena
(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
Im 19. Jahrhundert, in dem wir glaubten, willkürlich und hemmungslos mit den Kräften der Natur schalten und walten zu dürfen, wollte es die Schicksalsironie, daß wir zu Sklaven der Technik wurden. Heute stehen wir am Eingang einer Zeit, in der ein neues Lebensgefühl sich wieder eingeordnet erkennt in die großen Mächte von Natur, Volk, Heimat, Landschaft. Nur diesem neuen Lebensgefühl und den schöpferischen Kräften, die hier in Bewegung gesetzt werden, kann es gelingen, auch die Frage der Technik, die Schicksalsfrage der Zukunft, zu lösen. Es gibt Gebiete, auf denen die wechselseitige Durchdringung von Natur und Technik sichtbaren Ausdruck erfährt, ihre Linien für viele Jahrhunderte in die Landschaft eingräbt und Naturnähe oder -ferne eines Zeitalters sich noch von den kommenden Geschlechtern ablesen läßt wie von einer Fieberkurve. Dazu gehört vor allen Dingen und von jeher der S t r a ß e n b a u. Die neuen Reichs- auto st raßen sind der vielleicht großartigste
„Es entsprach der nur-technischen Auffassung vom Wesen neuzeitlicher Verkehrswege des letzten Jahrzehnts, daß die ersten Kraftfahrbahnen mit langen Geraden und mit Kurven von möglichst großem Halbmesser geplant wurden. Das vermeintliche Verkehrsbedürfnis sollte die Linienführung bestimmen, nicht die Landschaft. Schon der erste Versuch,
Ausdruck einer Technik, die sich wieder in Dienst genommen weiß von ordnenden Mächten. Die Ausführungen, die der Leiter der landschaftlichen Gestaltung der Reichsautobahnen, der Architekt und Gartengestalter Alwin Seifert in den „Süddeutschen Monatsheften" zu dem Thema „Natur, Technik und der deutsche Straßenbau" macht und denen wir die folgenden wichtigen Abschnitte entnehmen, beleuchten das neue Lebensbewußtsein und den neuen Kulturwillen, die hier am Werke sind.
Scheiben-Pistole: Dr. Wehner-Wiesbaden, Krempel-Suhl, Erich Martin-Bonn.
Schnellfeuer-Pistole: Heinz Hax-Berlin, Dern-Berlin, Cornelius van Oyen-Berlin.
Frauen:
100 - Meter - Freistil: Gisela Ingeborg Schmitz (Berlin), Lohmar (Bonn).
Gegenwärtig wird an der Diehoersteigerungs- halle (an der Margarethenhütte) mit großem Eifer weitergebaut. Die Balkenkonstruktion der Halle wird ausgemauert. Auch der Innenausbau, besonders der Tribünen, wird vorbereitet.
messern je nach der Bodengestaltung jedes Landschaftsraums so weit herunterzugehen, wie es die Geschwindigkeiten erlauben, für welche die Straßen gebaut werden, hat gezeigt, daß das Naturnähere immer das technisch Vollkommenere und, auf die Dauer gesehen, auch das einzicfWirtschaft- l i ch e ist. Denn je mehr ein Verkehrsweg sich einschmiegt in die gegebenen Bodenformen, um so geringer werden die technischen Eingriffe in sie, um so leichter die Einschnitte, um so niedriger die Dämme, um so geringer also die Erdbewegungen und um so billiger die Straße. Und je weniger die Landschaft durch Dämme und Einschnitte zerfurcht ist, um so schöner bleibt sie und um so enger ist die Straße mit ihr verbunden — und mit der Straße auch der, der auf ihr fährt. Er erlebt die Landschaft mit, er hat Teil an ihrem Rhythmus, wenn er ihre Schwingungen ausfährt. Das gemeinsame Kennzeichen alles Lebendigen ist Rhythmus, ist Schwingen von einem Pol zum anderen. So kann nur die schwingende Straße lebendig sein und lebensnah. Es gibt in der belebten Natur keine Gerade, und kein Lebewesen kann sich geradlinig fortbewegen. Die Gerade stammt nicht von der Erde, sondern aus dem Weltall; wo wir alte Straßen in langen Geraden haben, da sind sie angelegt auf den Schaulinien jener uralten kultischen Ortung, mit der einst Mitteleuropa überzogen war.
Auch die Gerade gehört zu den gestern noch absoluten Werten, die heute nur noch so bedingte Geltung haben. Die Gerade ist nicht die kürzeste Verbindung zweier Orte; sie ist zu stark belastet mit der Gefahr, daß man auf ihr gar nicht ankommt, weil man unterwegs verunglückt. Die vollkommen kreuzungsfreie lange gerade Schnellverkehrsstraße ist schon deswegen gefährlich, weil sie langweilig ist. Alle Gefahrenpunkte der alten Straßen, die Ortsdurchfahrten, scharfen Krümmungen und Kreuzungen mit anderen Verkehrswegen waren gleichzeitig Punkte der Anregung für den Fahrer. Mit dem Wegfall dieser Gefahren entstand die neue der raschen Ermüdung. In Amerika war man schon gezwungen, zu lange Gerade durch späte künstlich eingebaute Krümmungen zu unterbrechen. Alles Willkürliche aber ist auch falsch. Ort und Maß der Krümmung muß aus der Natur abgeleitet sein, damit das Gebaute eines Geistes ist mit dem Gewachsenen. Nicht eine geschlängelte Straße ist richtig, sondern eine mit der Landschaft schwingende. Und diese Schwingung ist anders in Holstein als in Hessen, anders in Thüringen als in Württemberg. Mögen es nur wenige Minuten sein, in denen der Fahrer eine sechs oder zehn Kilometer lange Gerade durcheilt, er will sie doch so rasch wie möglich hinter sich bringen, spannt sich an und seinen Motor und vergißt zu atmen; damit aber
bürg), Jos. Hauser (München), Alfred K i e n z l e (Stuttgart), Helmut S ch w e n n (Hannover), Fritz Stolte (Hannover), Heinrich
Eifrige Arbeit an der Zuchtviehversteigerungshalle Gießen
"1X100 - Meter - Staffel: Gisela Arendt, Jnge- borg Schmitz, Ruth Halbsguth, Ursula Pollack (alle Berlin), Maria M. Lohmar (Bonn), Ursula Groth (Breslau).
200 - Meter - Brust: Martha Genenger (Krefeld), Hanni H ö l z n e r (Plauen), Trude W o lisch l ä g e r (Duisburg).
100-Meter-Rücken: Christel Rupke (Ohligs), Anni S t o I t e (Düsseldorf)
Kunstspringen Olga Jentsch-Jordan, Gerda Daum erlang, Suse Heinze (alle Berlin).
Turmspringen: Anneliese Kapp, Aenne Eh- scheid (beide Frankfurt a. M.), Käthe Köhler (Hamburg).
Deutschlands Olympia-Handballspieler
Für das Olympische Handballturnier sind von Deutschland folgende 22 Spieler gemeldet worden:
T o r l e u t e : Heinrich Keimig, Darmstadt; Heinz Körvers, Minden; Karl Kreutzberg, Aachen.
Verteidiger: Willy Bandholz, Neumünster (Holstein); Arthur Knautz, Minden; Wilhelm Müller, Mannheim-Waldhof.
Läufer: Wilhelm Brinkmann, Düsseldorf; Gg. Dascher, Darmstadt; Kurt Dossin, Leipzig; Hermann Hansen, Schleisheim bei München; Hans Keiter, Mülheim (Ruhr); Rudolf Stahl, Darmstadt.
Stürmer: Wilhelm Baumann, Berlin; Helmut!) Berthold, Leipzig; Helmuth Braselmann, Burg bei Magdeburg; Fritz Fromm, Berlin; Erich Herrmann, Berlin; Alfred Klingler, Magdeburg; Günther Orthmann, Breslau; Edgar Reinhardt, Mülheim (Ruhr); Fritz Spengler, Mannheim-Waldhof; Hans Theilig, Hamburg.
Oie deutschen Schützen für Olympia.
Für die Olympischen Schieß-Wettbewerbe wurde folgende deutsche Mannschaft gemeldet:
Kleinkaliber: Schulz-Berlin, Hoffmann-Berlin, Hotopf-Essen.
Nach den zum Teil sehr guten Leistungen, die unsere Schwimmer und Schwimmerinnen am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften zeigten, konnte man auf die Zusammenstellung der deutschen Olympia-Mannschaft besonders gespannt sein. 19 Schwimmer, 17 Schwimmerinnen und 11 Wasserballer sind es, die das Vertrauen des Reichssportführers fanden. In den Einzel-Wettbewerben sind durchweg die drei Ersten der Meisterschaften gewählt worden. Lediglich im Kunstspringen der Männer und über 100-Meter-Rücken bei den Frauen starten nur je zwei deutsche Teilnehmer. Als einzige Konkurrenz ist das 400 - Meter - Freistilschwimmen der Frauen ohne deutsche Besetzung geblieben.
Die Olympia-Mannschaft umfaßt folgende Aktiven:
Männer:
100-Meter-Freistil: Helmut Fischer, Hermann Heibel (beide Bremen); Heiko Schwartz (Magdeburg).
100-Meter-Freistil: Hans Freese (Bremen), Heinz Arendt (Berlin), Otto Przywara (Hindenburg).
1500 - Meter - Freistil: Hans Freese, Heinz Arendt, Otto Przywara.
200 - Meter - Brust: Joachim Balke (Dortmund), ErwinSietas (Hamburg), ArthurHeina (Gladbeck).
100-Meter-Rücken: Hans Schulz (Wünsdorf), Heinz Schlauch (Wünsdorf), Erwin Simon (Gladbeck).
4 X 200 - Meter - Staffel: Werner Plath (Berlin), Helmut Fischer (Bremen), Gerh. N ü s k e (Stettin), Hermann Heibel (Bremen), Heiko Schwartz (Magdeburg), Wolfgang Heimlich (Reichenbach).
Kunstspringen: Erhärt Weiß (Dresden), Leo Esser (Wünsdorf).
Turmspringen: Erhärt Weiß (Dresden), Herm. Stork (Frankfurt a. M.), Siegfried V i e b a h n (Berlin).
Wasserball: Paul Klingenburg (Duisburg), Bernhard Baier (Hannover), Dr. Gustav S ch ü r - g e r (Nürnberg), Fritz G u n st (Hannover), Hans Schulze (Magdeburg), Hans Schneider (Duis-
diese Straßen naturnäher zu machen, ........ ... ------------
sie den Landschaftsformen einzufügen, mit der wird durch lächerlich kleine äußere Veranlassungen
Länge der Geraden und den Krümmungshalb- aus der Bahn geworfen. Auf wirklich Verkehrs-
Die Reichsaiiiostraßen in der deutschen Landschaft
Wechselseitige Durchdringung von Natur und Technik.
sicheren, also technisch richtigen Straßen darf be Fahrer nicht immer nur Beton und Fahrzeuge in Blickfeld haben, sondern ständig Wechselndes. L: aber die neue Straße allen Siedlungen aus dm Wege geht — auch an den Reichs- und Landstraße; muß man immer mehr Ortumgehungsstraßei bauen — so kann dies ewig Wechselnde nur Land schäft sein. Also ist schon um der technischen Vev kehrssicherheit willen an der Straße von morget die Landschaft alles.
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Zwanglos soll man überall die Straße verlasse» und in einer nicht technisch zerschnittenen Nab' Ra st und Freude finden können. An der neu eröffneten Kraftfahrbahn Berlin—Joachimsthol
stehen Sonntags mehr Wagen am Rand der Straßr als auf ihr fahren. Die Autobahn, im ersten danken ein Schrecken jedem Naturfreund, hat siS erwiesen als kürzerer Weg zu echter Natur als jede alte Reichs- oder Landstraße, die ja besonders am Rande der Großstädte auf Stunde;»- weite hinaus Mit mehr oder minder häßlichem Gebauten aller Art eingerandet ist.
Der Erhaltung und Wiederherstellung echte» Natur dient auch alle Bepflanzung öei neuen Straßen. Nach den Straßenbauten vor fünf und zehn Jahren zu schließen, schien der,Techniker ebenso baumfeindlich zu sein wie mancherorts der Landwirt. Eine Straße aber muß Bäume haben, wenn anders sie eine deutsche Straße feim soll. Denn zu allem, was deutschem Wesen nahesteht, gehört Baum und Busch. Der Baum gehört zum Haus und zum Hof, zum Friedhof und zum Wirtgarten, die Linde gehört zur Kirche und zuir» Dorfplatz, der Holunder an den Zaun und an dis Wand des Stadels. Wo immer deutsche Landschast noch echt ist und noch nicht von materialistischen» Eigennutz zur Kultursteppe verödet, da ist sie in einer unvergleichlichen Vielfalt durchzogen doi» Wäldern und Gehölzen, von Feldrainen und Ufergebüsch, von Markbäumen und Grenzhecken. Uni» was an Gebautem nicht herausfallen will aus dieser Harmonie des Gewachsenen, sei es Siedlung, sei es Verkehrsweg, das muß teilhaben an ihr. Und wie in Formen und Schwingung jeder Raum etwas Besonderes ist, so ist noch viel enger die Bewachsung mit Baum und Busch nach Art, Krall: und Vergesellschaftung abgestimmt auf Boden unb Klima jedes kleinsten Gebietes.
Dieses Typische jeder Landschaft her- auszuarbeiten ist oberstes Gesetz alles Gestaltungswillens in der Bepflanzung der neuen Straßen. Der Landschaftsanwalt, dem diese Aufgabe übertragen ist, muß alle eigene Absicht als Willkür ausschalten und demselben Gesetz sich einfügen, das in vieltausendjährigem Wachsen das Gesicht der Landschaft geschaffen hat. Nichts Fremdes darf er hereinnehmen, aber nichts Bodenständiges darf fehlen ..." C. K.
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Die beiden Verfasser des vor kurzem erschienenen Kommentars zum Reichsnaturschutzgesetz haben hier auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Naturschutzverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Er- ganzungsbestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Auf« Klärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur über« Haupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Na« »urfreund in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier« und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Verein«, Naturalien- und Her« barien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, PräpW ratoren, Ausstopfer, Pflanzensammler, SchmuckreB sig-Verkäufer, Kranzbindereien und die mit der Uber« rvachung der Märkte beauftragten Beamten, Feld« Hüter, Polizeistellen usw.
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