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Semester-Schlußappell der Universität

Ledigen

Der-

ob. kinderlos heirateten

Ver-

mit 12

heirateten Kindern

vom Hundert des Einkommens

8

6

10

alle noch hauptsächlich

1.

schmerdigen mit den Bewegungen des Pferdes

2.

4. Verkehrsregeln.

5.

Ihr war, als

Elfriede Stalling atmete tie,

Nachdruck verboten!

28 Fortsetzung.

lief) zurück in die Leere mit Menschen, die jeder fremd geworden, wobl waren? Meta Brucks

12

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äd)ft verbrau- rräußerlichen

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6.

7.

8.

Ver­heirateten mit 3 oder mehr Kindern

Verpaffen landesüblicher Kumt- und Sielen» gefchirre.

Fütterungslehre (Tagesrationen, Tränkzeiten).

Sattelung und Zäumung.

Putz und Wartung des Pferdes.

fügung stehenden eigenen Quellen Er muß sein eigenes Vermög " chen, auch wenn dieses in s

Semesterschluß im Kameradschastshaus des TtSOStB

Faser ihres Empfindens immer fremd gewesen kreischendes Lachen gellte Faungesicht grinste ...

orsitzende Frau über die Gnl- )te der Reichs. Sie würdigtr nippen und bk- fei, soll sie in i. Da$u sei ts nb die Arbrii : werde, jjitt hauswirM

i burfafiM Sachvck btt Frau litt«

Und das Gerede um Nichts hab ich satt. Ent­weder du bist jetzt vernünftig und kommst mit mir'*

Oder?"

Wie komisch die Frau einen ansah ... War das die weichgliedrige, zärtliche Elfi, die sich so gern in seine Arme geschmiegt, deren roter Mund so gern gelacht und geküßt hatte? Hm. Wenn er es bedachte von allein war sie eigentlich nie zu ihm gekommen, hatte Liebkosungen eher geduldet als geschenkt ...

Oder du kannst sehen, wo du bleibst", schloß er aus seinen Gedanken heraus.

Elfriedes Haupt sank auf die Brust.

Jetzt werde ich aufstehen und mit ihm gehen müssen", dachte sie trostlos,es bleibt mir ja gar nichts anderes übrig." Die ganze Erregung war umsonst. Man war nun einmal verheiratet. Mit bleischweren Gliedern erhob sie sich.

Na, siehst du", knurrte Stalling triumphierend, aber noch immer grollend,wozu die ganze Szene! Das Essen hast du einem glücklich verdorben und die Laune auch das ist das ganze Resultat deiner höchst überflüssigen Gardinenoredigt, term Wieberholung ich mir übrigens verbitte, du! Wo hast du deine Sachen? Schnell, wir können Brucks

Am Donnerstagabend fand in der Tageshalle des Studentenhauses zum Abschluß des Winter­semesters 1935/36 ein K a m e r a d s ch a f t s a b e n d des Gießener Stammhauses des N S D S t B., statt. Zahlreiche Vertreter von Par» tei, SA., HI., Behörde, Arbeitsdienst und mehrere Dozenten waren erschienen, um gemeinsam mit den jungen Studenten das Semester zu beschließen. Auf Einladung der Leitung des Hauses waren noch mehrere Beamte und Angestellte der Stadtverwal­tung zu dieser Abschlußfeier gekommen.

Nach einigen gemeinsam gesungenen Liedern hieß der Hausführer H. F. S ch u st e r im Namen seiner Kameraden die Gäste willkommen und betonte, daß es schon eine schöne Tradition geworden sei, die Kameradschaftsabende der Studenten gemeinsam zu feiern. Das gute Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten an unserer Universität sei fast schon sprichwörtlich geworden. Wenn zu diesem Abend auch Beamte der Stadtverwaltung geladen worden seien, so sei es deshalb geschehen, damit sie sich Aufklärung über das Leben und Treiben der NS- Studenten holen könnten. Außerdem sollten sie sehen, daß die Kameradschaftshaus-Studenten sich auch bei der Werbung für unsere Universitätsstadt einsetzen. Er schloß mit dem Wunsche auf ein wei­teres Wachsen und Blühen unserer Universitäts­stadt Gießen.

Amtsgericht Giehen

Wegen Diebstahls, Uebertretung des Fischerei­gesetzes und Sachbeschädigung hatten sich der H. S., der K. F., der W. K. und der E. St. aus Gießen zu verantworten. Die Angeklagten haben in den Jah­ren von 1932 bis 1935 in fremden Gewässern ge­fischt, im Fahre 1935 zwei Enten gestohlen und einen Kahn zerstört. Das Urteil wirb am 27. Fe­bruar verkündet.

9. Einrichtung behelfsmäßiger Stallung in der Ortsunterkunft.

10. Pferdeschonung und Pferdepflege auf dem Marsch.

Der Beauftragte des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung.

Wehner, Standartenführer.

Seife 15u.25Pfg

Gesunde Haut

mitgehenden und gestreckten Sitzes.

_. Kenntnis der Kreuzleine 22.

3. Handgriffe bei Wendungen und Paraden.

in ihren Ohren, Brucks _ .

Sie trat dicht vor ihren Mann.

Ich komme mit dir unter der Bedingung, daß wir den Verkehr mit Brucks abbrechen oder wenig­stens auf das Allernötigste im größeren Kreise be­schränken, daß ich mein Leben auch nach meinen Bedürfnissen, nicht nur nach deinen Wünschen leben

, findet die Feier an einem ;e statt. Der Oberste Bundes-

steht.

Beispiele sind: Zuschüsse zum Haushalt eines Sohnes, die Unterhaltung eines volljährigen Kin­des ohne genügendes eigenes Einkommen.

Aufwendungen zum Unterhalt bedürftiger Ange­höriger werden nur berücksichtigt, soweit sie in An­betracht der Verhältnisse des Empfängers notwen­dig und angemessen sind. Wird einem bedürftigen Angehörigen voller Unterhalt gewährt, so werden die Kosten des Lebensunterhalts je nach den Ver­hältnissen mit bis zu 80 Mark monatlich anzu­nehmen sein, wenn der Unterhalt durch Aufnahme in den eigenen Haushalt geschieht. Die eigenen Einkünfte des Unterhaltsempfängers sind anzurech­nen. Etwa gewährte Hilfe im Haushalt ist nicht anzurechnen.

Von der Leistung notwendigen und angemessenen Unterhalts und dem Vorliegen von Bedürftigkeit kann erst gesprochen werden, wenn der Unterhalts-

Hierbei zählen aber auch , , . unterhaltenen Kinder mit, auch wenn dem Steuer­pflichtigen für sie keine Kinderermäßigung mehr zu-

Es wird kurz verlangt:

Das Vorhandensein eines losgelassenen, ge-

empfänger die ihm für seinen Unterhalt zur Ver- ousgeschöpft hat.

Die Einkommensteuer 1935

Wann sind Ermäßigungen möglich?

darf." _

Theodor Stalling verhielt den Atem. Was war das?!

In meinem Haus, das von meinem Geld unter­halten wird, wird getan, was ich will, verstanden? Bedingungen lasse ich mir nicht stellen!"

Dann bleibe ich hier", sagte die junge Frau totenblaß, aber voll gefaßter Ruhe.Denn so wie es war, vermag ich nicht weiterzuleben."

Tu, was du willst!"

Die Tür schlug schmetternd ins Schloß.

Sorgenvoll lugte Frau Margret herein.Du hast ihn im Zorn gehen lassen, Kind?"

nicht ewig warten lassen."

Als hätte sie einen Schlag erhalten, so zuckte die junge Frau zurück. Der Name enthielt alles, was ihr das Dasein unerträglich gemacht. Ging sie wirk- ...... ~ dieses inhaltlosen Lebens

Einkommen RM.

bis 5000 mehr als:

5000 bis 10000 10000 bis 15000 mehr als 15000

Der Rechtsanwalt, der, ein Bekannter Goebels, auf dessen Bitte ihre Interessen vertrat, wußte nicht, welches Gefühl stärker in ihm war: das Ent­zücken über Elfriede Stallings feine Frauenfchön- heit oder das Staunen über ihre weltfremde Sorg­losigkeit.

Eine feste Rente werden wir schwerlich heraus­schlagen können", meinte er besorgt.Die Sie Ihren Gatten verlassen haben und sich weigern, die eheliche Gemeinschaft wieder aufzunehmen, sind Sie zur Forderung einer solchen nicht berechtigt. Aber alle Ihnen persönlich gemachten Geschenke, Garde­robe, Juwelen und dergleichen, sowie alles, was Sie an Ausstattung in die Ehe brachten, wäre als Ihr persönliches Eigentum anzusprechen, das her­ausgegeben werden muß."

Elfriede Stalling sah den Eifrigen freundlich an. Soviel Mühe gab er sich, der gute Mann, der vor dem Blick dieser verwirrend süßen Augensterne jungenhaft errötend wegsah und ein leichtes Herz­klopfen unter der linken Brusttasche verspürte.

Die Geschenke meines Mannes sind nicht mehr mein Eigentum, denn sie wurden mir unter Vor­aussetzungen gegeben, die" nun war es an ihr, fortzusehendie nicht erfüllt wurden", schloß sie langsam und hatte auf einmal wieder den ent­schlossenen Zug um den Mund, der ihr ganzes Ge­sicht älter und strenger machte.Ich habe also kein Recht, ihre Herausgabe zu fordern."

Dann machen wir es eben ohne deine Zustim- mung", dachte der kleine Doktor und verneigte sich stumm. Theodor Stalling kannte er, der vertrug schon einen kleinen Aderlaß.

Elfriede wanderte gemächlich zwischen den Blu­menbeeten im Park umher und freute sich der Farbenpracht und des Sonnenscheins, der mit lin­den Händen die ganze lichtsehnsüchtige Welt in Gold und Wärme tauchte. Wie schlank die Pap­peln in den Himmel ragten, der ganz sommerlich blaute, wie leidenschaftlich das tiefe Rot des Sal­bei flammte Alle Farben, die das Auge zu er­fassen vermochte, entströmten diesem letzten Blü­tenwunder der Erde, die unerschöpflich schien in ihrer Mannigfaltigkeit.

Tief atmete Elfriede den süßen Duft des Helio­trops ein, der, von silbergrauem Blattgerank ein­gefaßt, sich zu Füßen des großen Dahlienrondells schmiegte. Sie dachte an Joachim Drau. Wie mußte sein Künstlerauge sich an all dieser Farbenbunt­heit entzücken, nun er, ledig der Not, auf dem ihm gebührenden Platz im Leden stand. Auch das war ein Wunder, daß ihre Wege, die so verschieden ver­laufen, sich gekreuzt. Wer spann die Fäden von Mensch zu Mensch? Fortfetzung folgt.

ßen und Umgebung beiwohnen. Alle Kameradschaf­ten des Kreisverbandes Gießen haben Vertreter dorthin zu entsenden. Gleichzeitig findet in den Standorten aller Kameradschaften Gemein­schaftsempfang statt. Kameradschaftsführer haben für guten Radioanschluß zu sorgen.

Anzug: Kyffhäuferanzug, Orden und Ehrenzei­chen! Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen sowie der Behörden find zur Feier aufzufordern.

Ein genauer Befehl für den Weihe-Sonntag in Gießen ergeht nach Festsetzung des Tages.

Heil Hitler!

Der Kreisführer: Hans Köttfchau, Oberst a. D.

Ausscher ReichskriegerbundKyffhäuserbund"

Kreisverband Gießen.

Die Weihe der vom Führer und Reichskanzler genehmigten neuen Bundesfohne findet für das ganze deutsche Reich am Sonntag, 23. Februar, 11.30 Uhr durch den Bundesführer Oberst Rein­hard in Berlin statt.

Für die Kreisverbände, in denen die Faschings- ,eit diesen Termin verbietet, also auch den Kreis- Jerbanb Gießen, hi» n« ber folgenden Sonntage statt.

führer wird an diesem Sonntag in Köln den Weihe­akt vornehmen. Alles übrige wird genau so verlau­ten wie am 23. Februar in Berlin.

Ich werde an diesem Tage in Gießen der Weihe der neuen Fahnen der Kameradschaften Gie-

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Achtung 3ungreifer!

Für den Bereich des Wehrmeldeamtes Gießen finden am 2 3. Februar (Sonntag) folgende Prüfungen zur Erlangung des ReiterschÄnes durch den Beauftragten des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung statt:

In Londorf um 9 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reitersturmes 4Z147.

In Gießen um 11.30 Uhr im Universitäts» reitinftttut.

In Hungen um 14 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reitersturmes 5/147.

Die Prüfung kann jeder junge Mann ablegen, der zu den Jahrgängen 1911 bis 1918 gehört. Wer den Reiterschein besitzt, hat folgenden Vorteil:

1. Set freiwilligem Eintritt in das Reichsheer: Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen und militärischen Bestimmungen.

2. Beider pflichtmäßigenAushebung: Bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. Mitbrinaen von Pferden ist erwünscht, aber nicht erforderlich.

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Vornan von H. von Hellennann.

Copyright 1936 by Aufwärts-Derlag G. m. b. H., Berlin SW 68

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sei ein Alp von ihrer Seele gewichen.Ja, Mama­chen, er ging--und ich bleibe. Wirst du mich

behalten?"

Margret Mervius breitete die Arme weit aus.

Und der jungen Frau war zumute, als fei sie von langer, böser Irrfahrt heimgekehrt.

28. Kapitel.

Das war eine Sensation, als der Krach im Stal- lingschen Haus bekannt wurde! Kein Mensch hatte etwas bemerkt, keiner wußte den wahren Grund, das machte die Sache so besonders interessant. Man mutmaßte allerlei, munkelte vonUntreue", suchte nachdem" Mann,der" Frau, die dieses Zer­würfnis verursacht, konnte sich aber auf keine Lö­sung einigen, da jeder anderes vermutete. Die Her­renbierabende und Bridgeklubs hatten endlich ein­mal wieder einen ausgiebigen und dankbaren Un­terhaltungsstoff gefunden.

Frau Mervius erhielt vielen Besuch in diesen Tagen, der sie sonst selten beehrte, man hatte schon längst einmal kommen wollen". Niemand kam auf feine Kosten, denn Margret Mervius hatte eine eigene Art, einen mit ihren klaren Augen anzufehen, daß sich gewisse Fragen nicht recht über Die Zunge wagten. Ja, ihre älteste Tochter wohnte wieder bei ihr, seit sie sich gütlich von ihrem Gatten getrennt, es war besser so für beide Teile. Das war alles, was man mitnahm, und nicht eben sehr aufschlußreich.

Frau Margrets feine Seele litt unter dieser sie rastlos umtastenden Neugier, die ihr geradezu kör­perliche Pein schuf.

Anders die am meisten beteiligte und betroffene Elfriede. Unberührt von alle dem Gerede und Ge­ranne um sie her ging sie durch die Tage, die ihr zum ersten Mal nach langer Zeit wieder schön und lebenswert schienen. Der ruhevolle Friede im mütterlichen Heim, den die wundervolle, sonnen­durchleuchtete Septemberschönheit in der Natur widerspiegelte, schuf ein unbeschreiblich beglücken­des Gefühl des Geborgenseins.

Zu seltsamer Nichtigkeit schrumpfte die Zeit ihrer Ehe zusammen. Hatte sie je diesen sie warm und hütend umschließenden Liebeskreis verlassen? So fern lag das alles. Während Margret oft schlaf­los vor Sorge lag, verschwendete Elfriede keinen Gedanken an die Zukunft. Ihr war zumute wie einem Kind, das, von sicherer Hand geführt, Schritt für Schritt vorwärts tut, ohne Furcht und ohne Zagen. Es kam alles, wie es kommen sollte, sie hatte nur weiter dem Gesetz in ihr zu gehorchen, das ihr bis hierher den Weg gewiesen.

Lernenden müsse man auch in Zukunft an die Auf­gaben, die das Leben stelle, gemeinsam Herangehen.

Für die Studentenschaft und den NSDStB. sprach bann ter en Leiter

tand. med. vet. Albert Frank.

Er dankte zunächst dem Rektor und dem Kanzler und seinen engeren Mitarbeitern für ihre im ver­gangenen Semester geleistete Arbeit. Ferner galt sein Dank seinem Vorgänger Pg. Friedrich, der trotz Examensemester in einer schwierigen Zeit die Leitung der Studenten zur großen Zufrieden­heit innehatte. Anschließend gab

der Rektor

einen ausführlichen Rechenschaftsbericht aus dem letzten Jahr unserer Universität. Er gedachte zu­nächst der Toten und berichtete dann von Personal­wechsel und Berufungen. Ferner dankte er den Förderern unserer Hochschule und kam in seinem Schlußwort auf die Gemeinschaft, die an der Uni­versität herrsche, zu sprechen, wobei er nochmals an den Semesterantrittsappell erinnerte, bei dem sich alle dem Führer unterstellt hätten, und so ge­horsam möge uns auch der Schluß des Semesters sehen. Sein Gruß am Schlüsse des Appells galt dem Führer. Der erste Vers des Horst-Wessel- Liedes schloß den Appell ab.

Nach dem Vortrag eines auf Gießen zugeschnit­tenen Werbegedichtes dankte der Bannführer der HI., Pg. Schreiber, im Namen der Gäste für die Einladung und die Worte der Begrüßung. In­zwischen war auch die Hauskapelle erschienen, und sie wartete nun mit schneidigen Märschen auf. Der Rektor unserer Landesuniversität, Professor Pfäh­ler, richtete noch einige Worte an die Studenten und ermahnte sie, bei ihrer Werbung für die Gie­ßener Universität nur Kerle und nationalsozialistisch zuverlässige Menschen zu werben. Als Vertreter der SA.-Standarte und des Oberbürgermeisters sprach dann Bürgermeister Dr. Ham m. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die jungen Kamera­den schon einen schönen Connex zur Stadt gefun­den hätten, wie die vorgetragenen Gedichte und Verse bewiesen.

Bei frohem Lied und Wort blieb man in bester Stimmung zusammen. Im weiteren Verlauf des Abends richtete dann der erste Sturmführer des Studentensturms, SS.-Truppführer Heinz Horn, noch einen kurzen Appell an feine Kameraden und betonte, daß sie immer eingedenk sein tnüßten, daß sie nichts anderes fein sollten, als treue Kämpfer für das nationalsozialistische Deutschland nach dem Vorbild des ersten Nationalsozialisten Adolf Hit­ler. Kurz nach Mitternacht wurde der harmonisch verlaufene Abend geschlossen.

öermögensgeaenftänben, z. B. Grundstücken, Hypo­theken usw., besteht. Nicht in Betracht kommt nur unbedeutendes Vermögen. Zum Vermögen in die« fern Sinne sind nicht zu rechnen:

1. Gegenstände, deren Veräußerung offensichtlich eine Verschleuderung bedeuten würde;

2. solche, die einen besonderen persönlichen Wert, z. B. Erinnerungswert, haben ober zum Haus­rat gehören.

Die Frage nach der Notwendigkeit und Ange­messenheit des Unterhalts ist nicht nach bürgerlich­rechtlichen Vorschriften zu beantworten. Unterhalts­leistungen, die nach den Grundsätzen des bürger­lichen Rechts möglicherweise gerechtfertigt werden könnten, sind nicht ohne weiteres auch notwendig und angemessen im Sinne der steuerlichen Vor­schriften. Die Finanzämter entscheiden nach billigem Ermessen auf Grund sozialer Erwägungen. Gegen die Entscheidungen der Finanzämter sind die ordentlichen Rechtsmittel (Einspruch, Berufung, Rechtsbeschwerde) gegeben. Regelmäßig soll um den Betrag ermäßigt werden, um den die Ein­kommensteuer geringer fein würde, wenn die außer­gewöhnliche Belastung als Ausgabe vom Gesamt­betrag der Einkünfte abgesetzt worden wäre.

Die Steuererklärungen für die Einkommensteuer 1935 sind in der Zeit vom 1. bis 29. Februar 1936 beim Finanzamt einzureichen. Für besondere wirt­schaftliche Verhältnisse können Steuererleichterungen beantragt werden.

Der hier in Betracht kommende §33 EinkStG. lautet:Bei der Veranlagung werden auf Antrag besondere wirtschaftliche Verhältnisse, die die steuer­liche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen we­sentlich beeinträchtigen, durch Ermäßigung der Ein­kommensteuer berücksichtigt, wenn das Einkommen 20 000 Mark nicht übersteigt. Dieser Betrag erhöht sich bei Steuerpflichtigen, denen Kinderermäßiguna für mehr als zwei Kinder gewährt wird, auf 30 000 Mark. Als besondere wirtschaftliche Verhält­nisse im Sinne des Satzes I gelten außergewöhn­liche Belastungen

1. durch Unterhalt von Kindern ober bebürftigen Angehörigen, auch wenn sie nicht zum Haushalt bes Steuerpflichtigen gehören;

2. burch sonstige notwendige Aufwendungen, bie nicht zu ben Sonberausgaben im Sinne bes §10 gehören, insbefonbere Ausgaben wegen Krankyeit, Tobesfalls ober Unglücksfalls".

Berücksichtigt werben also nur befonbere wirtschaftliche Verhältnisse, bie bie Leistungsfähig­keit bes Steuerpflichtigen wesentlich beeinträchtigen. Es muß sich um Verhältnisse außergewöhnlicher Art hanbeln, bie bei anberen Steuerpflichtigen nicht vorliegen, bie ben Fall bes inbivibuellen Steuer­pflichtigen von ber Menge ber anberen Steuer­pflichtigen unterscheiben.

Es finb mehrere Erlasse bes Reichsministers ber Finanzen, sowie Richtlinien bezüglich ber genann­ten Bestimmungen ergangen. Bei Unterhalt bebürf- tiger Angehöriger ist auch an Lebige gebacht, bie bebürftige Angehörige unterhalten. Angehörige Im Sinne biefer Vorschriften finb Verlobte, Ehe­gatten (auch geschiebene), Verwanbte in geraber Linie ober zweiten unb britten Grabes in ber Sei­tenlinie, Verschwägerte in geraber Linie ober Ver­schwägerte zweiten Grabes in ber Seitenlinie, burch Aboption in geraber Linie Verbunbene, Pflege­eltern unb Pflegekinber.

In ber Regel sollen bie Voraussetzungen für eine Ermäßigung ber Steuer gegeben sein, wenn bie Belastung beträgt bei einem

Er roanbte sich, um Elfriebe bas auseinanber- zusetzen, ihr zu beweisen, baß es in ihrem eigenen Vorteil gelegen hätte, zu Bruck gnäbiger zu fein. Aber als er bie straff aufgerichtete Gestalt auf bem Sofa betrachtete, ben seltsam fremben Zug äußer­ster Entschlossenheit auf bem schönen Gesicht, erstar- ben ihm bie Worte auf ben Lippen. Elfriede würbe nicht begreifen wollte nicht begreifen. Die ganze Tuaendsamkeit ihrer bürgerlichen Erziehung, bie er zu Anfang ihrer Ehe so oft verlacht hatte unb längst geschwunben wähnte, sprach aus biefer Empörung über eine Lappalie, bie moberne Menschen nach­sichtig belächelten ober gar als selbstverstänblich Hinnahmen. Bruck wußte es also selber, unb sagte kein Wort---

In seinem Zorn vergaß Stalling ganz, baß es damals, im ersten Liebesrausch, sein Stolz unb sein Entzücken gewesen war, eine so mäbchenhaft reine, von aller Weltlichkeit gänzlich unberührte, unver­dorbene Frau sein eigen zu nennen.

Er blieb vor ihr stehen, betrachtete sie mit ge­runzelten Brauen. Schön war sie, bie Elfi, tau­sendmal schöner als Meta und all die anderen. Ader Blondinen welkten früh, waren eigentlich nie so recht sein Typ gewesen, zu fein, zu zimperlich für feinen Geschmack. Da stand er nun wie em gescholtener Schuljunge vor der Frau, die er mit Reichtum überschüttet hatte. Das war der Dank

Die Wut quoll wieder in ihm hoch.

Weißt du, meine gute Elfi, wenn die ganze Sache nicht so lächerlich wäre, könnte man ver­zweifeln! Aber dem Fremden wird natürlich eher geglaubt als dem Wort des eigenen Mannes. Jede Freude vermasselst du einem, da wird gemault und geheult, die Gekränkte gespielt und alles ohne Grund ohne Grund, sage ich! Und deine Mut­ter unterstützt dich noch in deinen Launen, statt dir mal ordentlich den Kopf zurechtzusetzen und dir zu sagen, wie froh du fein kannst, so schon im warmen Nest zu sitzen. Aber von Dankbarkeit ist ja keine Spur in euch, das weiß ich schon lange.

Der Merger erstickte seine immer lauter werdende Stimme. Er mußte husten ... Knöpfte dann, noch immer hochrot im Gesicht, ostenstatio seinen Man­tel zu, ben er nicht abgelegt hatte.

Mit einem gemeinsamen Appell ber Dozenten, Studenten und Angestellten unserer Universität in der neuen Aula schloß am gestrigen Freitagmittag bas Wintersemester.

Oer Rektor Professor Dr. Pfähler

eröffnete und hieß die zahlreich Erschienenen will­kommen. Entgegen vielen Gerüchten gab er offi­ziell bekannt, daß im Reichskultusministerium kein Mensch an die Auflösung oder an den Abbau irgendeiner Fakultät unserer Universität denke. Er erteilte dann dem Leiter des Reichsleistungswett- kampfes für Studenten Dr. Eckle das Wort zu einem kurzen Bericht über den seitherigen Verlauf des Wettkampfes.

Or. Eckle

betonte, daß in Gießen die Teilnahme an bem Wettkampf befonbers groß fei, habe sich doch jeder fünfte Student an bem Wettkampf be­teiligt. Auch fei, soweit man jetzt schon feststellen könne, bas Niveau ber Leistungen ein sehr hohes. Mit großem Fleiß unb Eifer seien die Studieren­den aller Semester an die gestellten Ausgaben her- angegangen und hätten teils unter großen Schwie­rigkeiten gearbeitet. Sein Dank galt auch den Do­zenten, bie währenb des Wettkampfes den Stu­denten mit ihrem Rat unb ihrem Wissen zur Seite standen. In dieser Gemeinschaft der Lehrenden unb

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