Ausgabe 
21.12.1936
 
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Montag, 2l.vezemberl936

186. Jahrgang

Ur. 298 Erstes Blatt

1.

2.

Stunk im VoWewistenlager

1.

2.

3.

men hätten. General V a r e l a

und

an

einstellen, was alle ersehnen: Zuversicht Vertrauen.

Generaladmiral paeder dankt der französischen Marine.

Paris, 19. Dez. (DNV.) Der Marineattachö

Der springende punki.

Don unserem Londoner tbg -Korrespondenten.

London, 18. Dezember.

Toledo, 21. Dez. (DNV.) Bei prächtigem Wet­ter wurden am Sonntag die militärischen Operationen an der Madrider Front fortgesetzt. Heftiges Artillerie- und Gewehrfeuer in­nerhalb der Straßenzeilen deutete auf das weitere Vorrücken der nationalen Truppen hin. Wie man hört soll es den nationalen Truppen durch Um­zingelung mehrerer Häuserblocks gelungen sein, 500 Rote gefangen zu nehmen. Einzelheiten sind bisher nicht bekannt geworden und Mitteilungen darüber ind schwer erhältlich, da der Strahenkampf ja Nicht von außerhalb sichtbar und der Zutritt zu den

neu eingeteilt worden, weil die von Mola befehlig­ten Fronten eine zu große Ausdehnung angenom-

Verlauf der Kämpfe am Sonntag. Auch sonst stand der Sonntag insofern unter einem glücklichen Stern, als es dem linken Flügel der nationalen Truppen vor Madrid gelang, die am Samstag ein­geleitete Operation bei Villanueva be Canada erfolg­reich fortzusetzen. Rach übereinstimmenden Aussagen von den verschiedenen Kampffronten hat die Wi­derstandskraft der Bolschewisten ange- sichts der Mißerfolge der sog.Internationalen Ko- lonne" erheblich nachgelassen.

Bomben auf Sowjet-Munitionsschiffe.

Mnnabmt oon Anzeigen für die Mitlagsnummer bis 8' /,Uhr oes Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen oon 70mm Breite 50Rps.,Platzoorfchrift nach vorh Vereinbg.25"/ mehr.

Ermäßigte Grundpreis*: Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige löelegenheitsanzei- gen 5 Rpf, Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabfchlüffe Staffel B

Zwangsweise Einziehung aller Zivilpersonen in dem von den spanischen Bolschewisten be­setzten Gebiet;

Einheitlicher Oberbefehl für die bolschewistischen

Salamanca, 20. Dez. (DRV.) Nach Mittel- lung des Nationalsenders haben mehrere Flug­zeuge den Hafen von Alicante, sowie zwei sowjetrussische Munitionsschiffe er­folgreich bombardiert. An Bord der sowjet­russischen Dampfer befand sich Kriegsmaterial, das im Hafen oon Alicante gelöscht wurde, um den roten Milizen in Madrid zur Verfügung gestellt zu werden. Die Hafenanlage von Alicante und die - - -- ' v < , die Bomben

chens den geschichtlich schwersten Vertragsbruch be­gangen haben; zweitens: England und Frankreich unterscheiden krampfhaft zwischen Sowjetunion und Komintern und beharren bei der Auffas­sung, daß sie die Tätigkeit der Komintern in keiner Weise zu befürchten haben; drittens: Frankreich sieht in seinem Pakt mit der Sowjetunion ein Mittel der Friedenssicherung, während wir, von allem ande­ren abgesehen, in dem Russenpakt eine Fessel er­blicken, die Frankreich hindert, frei und ohne Rück­sicht auf fremde Interessen seine Entscheidung zu fällen; viertens: England und Frankreich verwer­fen den Gedanken der Autarkie (die auch wir Deutsche keineswegs als Ideallösung ansehen), aber tun nichts, um durch Handelserleichterun- q en den autarken Bestrebungen in der Welt einen Riegel vorzuschieben; fünftens: Frankreich und Eng­land sehen die Notwendigkeit der Regelung der Rohstofffrage ein, erklären aber gleichzeitig ihren Kolonial- und Mandatsbesitz für unantast­bar.

Bei dieser, wie wir gewiß zugeben, flüchtigen Uebersicht der beiderseitigen Uebereinstimmungen und Abweichungen drängt sich von selbst die Frage auf:Wie kommen wir weiter?" Lord Londonderry machte den Vorschlag, daß d t e führenden Männer Europas zusam­men k o m m e n und feierlich erklären sollten, daß kriegerische Auseinandersetzungen ein für allemal unmöglich seien. Gewiß ein Vorschlag, der Beach­tung verdient. Aber die Erklärungen, die Lord Londonderry oon den Führern Deutschlands, Eng­lands, Frankreichs und Italiens fordert, sind bereits wiederholt abgegeben worden, von allen

im besten Glauben und in dem ehrlichen Bestreben, das Unheil eines Krieges abzuwenden. Die Ent­wicklung ist aber längst weitergegangen. 'Entschei­dender als solche Erklärungen ist heute doch die Ueberwindung einer geistigen Haltung, die durch die Frage bezeichnet wird: Wer bedroht wen? An den Frieden glaubt nur der, der sich sicher ge­borgen weiß. Die Voraussetzung aber für eine solche Sicherheit ist die Beseitigung von Un­gleichheiten und Ungerechtigkeiten. Menschlicher Wille vermag gewiß viel, ja, er ver­mag alles; aber er muß auch wissen, wo er sich einzusetzen hat. Bringen es die Staatsmänner Eu­ropas fertig, nur ein einziges praktisches Problem beherzt anzupacken, dann wird sich von selbst das

Weiter griff Zyromski die Regierung seines Par­teifreundes Blum wegen ihrer Haltung im Spa­nienkonflikt in äußerst scharfer Weise an.

Weitere nationale Erfolge vor Madrid.

der Kavallerie abgelöst und mit einer anderen wich­tigen Aufgabe betraut worden

General Queipo de Llano hob sodann hervor, daß die bei den nationalen Truppen eingetrosfenen Ab­ordnungen englischer und französischer Parlamentarier ihren Abscheu über die von den Bolschewisten begangenen Greuel ge­äußert hätten.

Nach einer ihm aus Barcelona zugegangenen Mitteilung sei Azana gefangengesetzt wor­den.

Diebe, Ansbeuier nnd ehrlose Kanaillen."

Spanischer Marxist brandmarkt dasBerhalten seiner Genossne.

Salamanca, 21. Dez. (Vom Sonderberichter­statter des DNB.) lieber den kommunistischen Sen­der Union Radio in Madrid sprach der Sekretär der marxistischen Einheitspartei über die Lage der Landwirtschaft, die er als täglich kritischer werdend bezeichnete. Der Redner brandmarkte un­ter Hinweis auf dasAnsehen der legalen Regie­rung"

das schädigende Verhallen disziplinloser Trup­pen, die den Bauern die Saat, die Ernte und nicht zuletzt die Ersparnisse raubten. Dadurch würde unter der Agrarbevölkerung einauf­ständischer Geisf hervorgerufen werden.

Der Redner forderte schließlich von derRegie­rung" energische Maßnahmen, um die'em zügel­losen Treiben ein Ende zu bereiten. In der mit ziemlichem Pathos vorgetragenen Rede wurden die PlündererDiebe, Ausbeuter und ehr­lose Kanaillen" genannt.

In einer vom gleichen Sender bekanntgegebenen Mitteilung des Anarchosyndikalistischen Arbeiterver­bandes wird festgestellt, daß bei der Verbands­leitung ständig Anzeigen wegen des mit den Ge­setzen nicht in Einklang zu bringenden Verhaltens der Verbandsmitglieder einliefen, die unter dem

der deutschen Botschaft in Paris Fregattenkapitän L i e tz m a n n hat am Samstagvormittag dem französischen Kriegsmarineminister Gasnier- D u p a r c einen Besuch ab gestattet. Bei dieser Ge­legenheit hat der deutsche Marineattachä ein Schrei­ben des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine Gene­raladmiral Raeder überreicht, in dem dieser dem französischen Marineminister seinen Dank für die Sympathie ausspricht, die den deutschen Tor­pedobootenW o l f" undJaguar" an­läßlich ihres Aufenthalts in B r c ft von der fran-

Die Königskrise und damit Tage höchster dra­matischer Spannung sind zu Ende. Der Alltag ist wieder eingekehrt und fordert sein Recht. Mit diesem Alltag, der so recht eigentlich die politische Temperatur Englands ist, tauchen alle jene Fragen wieder auf, die seit März dieses Jahres vergeblich auf eine Lösung warten. Und als ob das amtliche England Wert darauf legte, öffentlich zu zeigen, daß man sich jetzt wieder anderen Problemen zu­zuwenden habe, hat Außenminister Eden in Brad­ford eine Rede gehalten, die gewiß in allen Staats- kanzleien aufmerksam studiert worden ist. Einen Tag zuvor veröffentlichte dieNew Chronicle" eine Unterredung ihres diplomatischen Korrespondenten mit dem französischen Ministerpräsidenten Leon Blum, und einen Tag danach hielt Botschafter von Ribbentrop vor den Mitgliedern und Gästen der Anglo-German Fellowship eine Rede, die ebenso wie die Kundgebungen Edens und Blums zu den brennenden außenpolitischen Pro­blemen unserer Tage Stellung nahm.

Wir sprachen davon, daß der Alltag wieder seine Rechte fordert. Das bedeutet natürlich auch, daß wir kühl und nüchtern fragen, worin im ein­zelnen der Inhalt der Erklärungen Ribbentrops, Edens und Blums bestanden hat, worin sie über­einstimmen und wo sie auseinandergehen. Drei Punkte der Eden-Rede, um mit dieser zu be­ginnen, scheinen uns wichtig zu sein:

' die Ablehnung jeder einseitigen Kündigung von

Salamanca, 21. Dez. (DNB.) Der nationale Rundfunksender teilt mit, daß der Oberhäuptling der sogenannten spanischen Sowjetrepublik, Azana, in einer Unterredung mit dem katalanischenRegie­rungschef" den Wunsch geäußert habe, sich wegen seineszunehmend schlechten Gesundheitszustandes füreinige Monate" von allen politischen Geschäf­ten z u r ü ck z u z i e h e n.

Nach hier vorliegenden Berichten aus Malaga und I a e n sind dort sämtliche Lebensmittel- vorräte erschöpft; Fisch bildet die einzige Nahrung der Bevölkerung. Die verzweifelte Lage, in der sich die kommunistisch-anarchistischen Steig­bügelhalter befinden, geht u. a. aus der Weigerung der roten Milizen hervor, an die Front zu gehen, wenn nicht vorher Lebensmitteltransporte zusam- mengestellt worden seien, die sie begleiten würden. Da das Sowjetkomitee diesen Forderungen nicht zu entsprechen vermag und die Lebensmittel­versorgung aus Sowjetrußland feit einiger Zeit ins Stocken geraten zu fein scheint, besteht die Möglichkeit blutiger Auseinander­setzungen im Bolschewistenlager.

Durch einen scharfen Erlaß hat dieRegierung" in Santander die Zugehörigkeit zu nichtsantande- rischen Milizen verboten, um die Flucht wehr­fähiger Männer unter dem bisher viel an­gewendeten Vorwand, sich in baskischen Milizen ein­reihen zu wollen, zu vereiteln.

Die Verlautbarung des sogenannten Madrider Verteidigungskomitees", daß infolge der Nieder­lagen der Roten an der Front von Madrid meh­rere Aenderungen in den Kommandostellen hätten vorgenommen werden müssen, hat nach Mitteilung des nationalen Senders Salamanca Anlaß zu Schießereien zwischen den Angehörigen der roten Milizen gegeben.

Azana gesangensesetzt?

Lissabon, 21. Dez. (DNB. Funkspruch.) Am Sonntagabend sprach über den Sender Sevilla Queipo de Llano. Der General erklärte u. a., daß die Reorganisation des nationalen Heeres durch General Franco im Zuge sei. Die bisher unter dem General Mola kämpfenden Truppen feien

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3. keine Duldung irregulärer Slreilkräfle;

4. Besetzung aller entscheidenden Posten der dann geeinigten bolschewistischen Slreilkräste mit Ver­tretern der verschiedenen bolschewistischen Or­ganisationen, selbst wenn die Vertreter nur Zi­vilisten sind;

5. Sofortige Verstaatlichung aller Zweige der Industrie.

Der Schlußsatz des Manifestes ist besonders be­merkenswert. Er lautet:D i e k o m m u n i st i f ch e Partei erklärt erneut, daß sie der Vorkämp - e r bei der Lösung aller Probleme und bei der Si­cherung des Sieges sein wird."

SowjettusMe Kriegsschiffe im Mittelmeer.

London, 21. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie derDaily Expreß" aus Warschau meldet, sind am Sonntag oon Odessa aus acht sowjetrussi- che Unterseeboote, drei Torpedoboote und zwei Zerstörer nach dem Mittelmeer in See gegangen. Sie sollen den Befehl erhalten haben, das Feuer zu eröffnen, falls irgendein sow­jetrussisches Schiff im Mittelmeer von Kriegsschif­fen der spanischen National-Regierung angehalten oder durchsucht werde.

Ein einwandfreies Zeugnis.

Bestätigung sowjetrussischer Waffenlieferungen.

Paris, 20. Dez. (DNB.) Das Mitglied des Sozialistischen Parteioorstandes Zy­romski, der von Beginn des spanischen Bürger­krieges an als einer der schärfsten Anhänger der Jnteroentionspolitik und als Kriegshetzer bekannt­geworden ist, hat bereits zweimal das rote Spa­nien besucht. Von seiner letzten Reise zurückgekehrt hat Zyromski am Samstag bei einer Veran­staltung des übel bekanntenWeltkomitees gegen den Krieg und den Faschismus" einen Bericht über feineJnformationsmission" erstattet. Nach dem Bericht desJournal des D^bats" erklärte Z y r o m s k i u. a.:

Sowjetrußland hat sich für alle Zeiten die Dankbarkeit der spanischen Republik verdient; denn seine Waffenlieferungen, Flug­zeuge und Techniker haben seit dem 15. Oktober die Sache der ,Demokratie- gerettet."

Verträgen;

Verurteilung einer Wirtschaftspolitik, Die an­geblich auf Kosten der Aufrüstung den Lebens­standard eines Volkes herabschraubt und Aufrechterhaltung der Politik der Nichtein­mischung im spanischen Bürgerkrieg.

Bei diesem dritten Punkt ist Eden noch einen Schritt weitergegangen. Er erklärte nämlich, daß es England nicht zulassen werde, wenn im Verfolg dieses Bürgerkrieges der territoriale Besitzstand Spaniens verändert werde. Diese Erklärung rennt an sich offene Türen ein und bekommt erst dann einen Sinn, wenn man sie dahin auslegt, daß England ein sehr starkes materielles Interesse an dem Status quo im Mittelmeer besitzt, was ja auch die Besprechungen und entsprechenden Erklärungen im Unterhaus bestätigen.

Wenden wir uns nun der Rede des französischen Ministerpräsidenten Blum zu, so sehen wir auch dort, daß Frankreich genau so wie England an Der Erhaltung des Status quo im Mittelmeer inter= ediert ist und daß Frankreich, ebenso wie England, eine Wirtschaftspolitik ablehnt, die im Zeichen der Aufrüstung steht. Blum erklärte wörtlich:Frank­reich ist bereit und bemüht, Deutschland bei einer Rückkehr zu einem normalen wirtschaftlichen Leben zu helfen, falls Deutschland durch eine allgemeine Nivellierung der Rüstungen Europa hel­fen wird, zu einem normalen politischen Leben zu­rückzukehren". Die entsprechende Stelle in der Rede des britischen Außenministers lautet:England will Mitarbeiten, daß sich die Welt vom Rüstungswett­lauf ab- und der w i r t s ch a f 11 i ch e n Zusam­menarbeit zuwendet. Man kann aber von Eng­land keine finanzielle oder wirtschaftliche Hilfe er­warten, wenn das einzige Ergebnis einer derartigen Hilfe in einer weiteren Aufrüstung liegt". Die Aus­führungen Blums und Edens find, wie wir sehen, so übereinstimmend, daß man den Eindruck ges winnen muß, daß sich London und Paris bereits vorher über den Tenor der beiden Reden verstän­digt haben. Außenminister Eden hat allerdings in seiner Rede in Bradford ausdrücklich erklärt, daß jede Auslegung seiner vorher in ßeamington ge­haltenen Rede'und der Ausführungen des franzö­sischen Außenministers Delbos als bündnis- ähnliche Abmachungen zwischen England und Frankreich falsch seien und daß nichts weniger beabsichtigt sei als eine Einkreisung Deutschlands. Auch vor dem Weltkriege hat zwischen Frankreich und England kein feierlich verbrieftes und versiegel­tes Bündnis bestanden. Dennoch redete alle Welt von der Entente cordiale. Sind heute England und Frankreich nicht an dem gleichen Punkte ange-

zöfischen Marine und der Bevölkerung erwiesen wurde. Ebenso wird in dem Schreiben für die tat­kräftige Hilfe bei den Ausbesserungsarbeiten eines der Schiffe gedankt. Gleichzeitig gibt Generaladmiral Roeder der Hoffnung Ausdruck, daß der Auf­enthalt der beiden deutschen Torpedoboote in den französischen Kriegsmarinehäfen dazu beigetragen haben möge, die Beziehungen zwischen der franzö­sischen und der deutschen Marine enger zu gestalten.

Der deutsche Marineattache hat dem Minister ver­sichert, wie außerordentlich angenehm die deutsche Marine von der Herzlichkeit des Emp­fanges oon feiten der Marine und der zivilen Behörden in Brest berührt worden sei. 23* allem sei sie dankbar für die schnelle und tatkräftige Hilfe, die das Arbeiterpersonal des Marinearsenals oon Brest ihr gewährt habe. Er fügte hinzu, wenn ähn­liche Umstände französische Kriegsschiffe in deutsche Häfen führen sollten, würden sich die deutschen Seeleute für die ihnen erwiesenen Dienste erkennt­lich zeigen und würden besonders glücklich fein, ihre französischen Kameraden ebenso herzlich zu empfangen.

Kriegsmarineminister Gasnier - Duparc dankte dem deutschen Marineattachö und bat ihn. dem Generaladmiral Roeder ebenfalls seinen Dank für diesen so herzlichen Brief zu übermitteln. Wörtlich sagte der Minister:Alle Seeleute sind in gemeinsamer Gefahr solidarisch. Sie folgen darin großen und schönen Ueberüeferungen. Die franzö­sische Marine ist glücklich gewesen, die Gelegenheit zu haben, der deutschen Marine ihre Gefühle der Höflichkeit und Solidarität zu bekunden."

Stadtteilen Madrids jenseits des Manzanares für werden Die Hafenanlage von Alicc Zivilisten unmöglich ist. Die zuständigen Kreise beiden Sowjetdampfer wurden durch äußern sich jedoch recht befriedigt über den!der nationalen Flugzeuge schwer beschädigt.

London, 21. Dez. (DBB. Funkspruch.) wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß die Ko­mintern die treibende Kraft in Spa­nien ist, so ist es ein Aufruf der kommunistischen Internationale, den heute derDaily Telegraph­aus Moskau meldet. Die Besorgnis Moskaus über die Ereignisse in Katalonien, so sagt der Kor­respondent des Blattes, gehe deutlich aus den Mos- kauer Meldungen über gefährliche Mei­nungsverschiedenheiten zwischen den ver- chiedenen Gruppen in Barcelona hervor. Um die Lage zu retten, habe der Ausschuß der spani- chen Sektion der kommunistischen Inter- i a t i o n a l e nunmehr ein M a n i s e st veröffent­licht, das für die erfolgreiche Fortführung des Krieges folgende Programmpunkte enthalte:

langt? , _ ,

GrundfäKlicher und nicht auf einzelne Detml- fragen eingehend war die Rede Botschafter von Rippentrops. Trotzdem batte sie sehr wohl Bezug auf die einzelnen Probleme, mit denen sich Eden und Blum besaßt hatten. Da ist einmal der Hinweis auf die zerfetzende Tätigkeit der Komin­tern; da findet sich weiter eine klare Definierung des Zweckes und des Zieles des Vier-Jahres- planes und da erhebt sich schließlich die klare Forderung nach einer euroväischen Politik, in der nicht diplomatische Betriebsamkeit, sondern gesunder Menschenverstand ausschlaggebend ist.

Fragen wir uns, worin die drei Reden, deren Inhalt wir soeben kurz skizziert haben, übereinstlm- men und wo sie voneinander abweichen. Wir sehen zwei Punkte der Uebereinstimmung: erstens Die Erkenntnis daß die Welt wieder zu einem weniger behinderten Warenaustausch zuruckkehren muß und zweitens den Wunsch, in Europa den Frieden mit neuen Mitteln aufrechtzuerhalten und zu sichern. Umfassender aber als die Punkte der Uebereinstimmung sind die Merkmale der Ab­weichung. Worin bestehen diese? Erstens: England und Frankreich halten immer noch wider besseres Willen daran fest, daß zum Beispiel die Wieder- befetzung derRheinlande einen Vertrags­bruch bedeute, verschweigen aber, daß es gerade die Siegerstaaten des Weltkrieges waren die durch die Nichtachtung der vierzehn Punkte Wilsons und durch die Nichterfüllung des Abruftungsverspre-

Die Einmischung Moskaus in Spanien

Fünf Programmpunkte der Komintern-Filiale in Barcelona.

isoeynung angenom-- Vorwand wohltätiger Zwecke Gelder von der fei als Kommandeur jBevölkerung erpreßten.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Nruck und Verlag: vrühi'sche Unioerfilätrvuch- und Steindruckerei «.Lauge in Sieben. Schriftleitung und SeichSstsftelle: Schulftrahe 7