Ausgabe 
21.11.1936
 
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Unverbindliche Vorführung in jedem FechgeschSft I

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gemeinsam angehen. Die Aussprache bewegte sich in freundschaftlichem Geiste und ergab in alten

Die amtliche Verlautbarung.

Berlin, 20. Rov. (BJtB.) Der österreichische Staatssekretär für die auswärtigen Angelegenheiten.

ihren Damen teilnahmen Auch der deutsche Bot­schafter in Wien, v. Popen, war erschienen.

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sekretär Dr. Schmidt unter Führung des Staats» sekretärs Milch zuerst die Einrichtungen der Luft« kriegsakademie und der flugtechnischen Akademie in Gatow, dann den Flughafen und den Fliegerhorst des Jagdgeschwaders Richthofen in Döberitz. Rach Rückkehr des Staatssekretärs nach Berlin führte Generaloberst Göring seinen Gast persönlich durch das Luft» fahrtministerium und das Haus der Flieger.

Abends veranstaltete der österreichische Gesandte T a u s ch i tz in der Gesandtschaft einen Empfang, an dem u. a. Reichsaußenminister Freiherr von Neurath, die Staatssekretäre Meißner, Dieck»

Vierteljahr und rund 58 v. h. mehr als im ersten Vierteljahr 1936. Diese Zunahme ist wohl überwiegend als Saisonerscheinung aufzufassen.

Die Entwicklung der Unfallhäufigkeit war in den einzelnen Landesleilen sehr uneinheitlich. In B e r- l i n nahm die Zahl der Unfälle ab, obgleich gerade hier anläßlich der Olympischen Spiele ein besonders starker Verkehr herrschte. Das dritte Kalender-Vier­teljahr hebt sich von den anderen Vierteljahren auch durch die Schwere der Straßenverkehrsunfälle ab. So hat sich die Zahl der Unfälle, bei denen Personen gelötet oder verletzt wurden, vom zweiten zum dritten Vierteljahr in den Sladtgebie- len um 9 v. H. und in den Landgebieten um 28 v.h. erhöht. Weitaus die überwiegende Anzahl der Unfälle ist im letzten Vierteljahr wieder durch Kraflfahrzeugführer verursacht worden. Bemerkenswert ist, daß in 2535 Fällen unter Alkoholeinfluß stehende Kraftfahr­zeugführer Slraßenverkehrsunfälle verschuldeten.

Nationalsozialistische Bevöikerunqspolitik.

Berlin, 20. Nov. (DNB.) Nach einem Bericht des Statistischen Reichsamtes wurden im dritten Vierteljahr 1 936 im Deutschen Reich 4 3 3 7 8 Ehestandsdarlehen ausgezahlt und für 47014 lebendgeborene Kinder Erlasse von Darlehen ge» währt. Damit ist die Zahl der seit August 1933 ausgezahlten Ehestandsdarlehen nunmehr a u f 6 4 5 5 2 7 gestiegen. In diesen mit Ehestands» Darlehen geschlossenen Ehen wurden bisher 437 459 Kinder lebend geboren.

Berlin, 20. Rov. (DRB.) Seit der Einführung der Reichsstatistik der Straßenverkehrs­unfälle liegt zum erstenmal ein Jahreser- g e b n i 5 über diese Unfälle im gesamten Reichs­gebiet vor. Rach dem Bericht des Statistischen Reichsamtes ereigneten sich in der Zeit vom 1. Ok­tober 1935 bis 30. September 1936 insgesamt rund 263000 Straßenverkehrsunfälle. Dabei wurden über 8 5 0 0 Personen getö­tet und 1 7 1000 verletzt; das ergibt durch­schnittlich je Tag 718 Unfälle mit 23 Ge­töteten und 467 Verletzten.

Das allgemein verkehrsschwächere Winterhalbjahr brachte im Durchschnitt je Tag 610 Unfälle mit 19 Getöteten und 350 Verletzten, das verkehrsstärkere Sommerhatbjahr dagegen durchschnittlich je Tag 826 Unfälle mit 28 Getöteten und 583 Verletzten. 3m letzten Vierteljahr (3uti bis September 1936) wurden insgesamt 79 400 Unfälle festgestellt, 9,5 v.h. mehr als im vorangegangenen

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Deutsch-österreichische Zusammenarbeit

Oer Berliner Besuch Staatssekretär Schmidts.

Wie Warschauer Blätter berichten, hat die pol­nische Regierung das Agrement für Minister Papse als Gesandten in Prag nachge- sucht. Der jetzige Geschäftsträger in Prag, Marjan C o d a ck i, soll zum diplomatischen Vertreter Polens in Danzig ernannt werden.

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Der Metallarbeiter st reik, der am Mitt­woch in zahlreichen Liller Betrieben aus­gebrochen war, ist zum General st reik gewor­den. Die Streikenden haben verschiedene Forderun­gen aufgestellt, worunter die Einführung der 4 0- Stunden-Woche ab 30. November ohne Lohn­kürzung und eine sofortige Heraufsetzung der Löhne infolge der Steigerung der Lebenshaltungs­kosten an erster Stelle stehen.

hoff und General der Flieger Milch, Ministe­rialdirektor W e i s z ä ck e r, ferner der apostolische Nuntius Orsenigo, die Botschafter von Frankreich, England und Polen, der italienische Geschäftsträger und fast alle in Berlin akkreditierten Gesandten

Das Haus der Deutschen Kun st in Mün­chen geht seiner baulichen Vollendung entgegen und wird im Juni 1937 mit der Großen Deut­schen Kunstausstellung 1 937 im Haus der Deutschen Kunst in München eröffnet werden. Die

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Täglich 718 Verkehrsunfälle mit 23 Todesopfern und 467 Verletzten

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Es wurde verlautbart, daß der Ausbau der Han­delsbeziehungen zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich alsbald in Angriff genom­men werden soll, um den Umfang des gegenseiti­gen Handelsverkehrs beträchtlich zu erweitern, schließlich, daß die diesbezüglichen Verhandlungen am 7. Dezember d. 3. in Wien beginnen werden. Ebenso wurde die Frage der Finanzie­rung des Wintersportverkehrs nach Oesterreich von Witte Dezember 1936 ab bereits jetzt in zufriedenstellender Welfe be­reinigt.

Ferner wurden alle anderen Wöglichkeiten der Fortentwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen gründlich durchgesprochen und hierbei festgestellt, daß sich bei Wahrung der Grundsätze des Abkom­mens vom 11. 3uli d. 3. auf weitem Gebiet die Möglichkeit ersprießlicher Zu­sammenarbeit ergibt. Beide Regierungen sind darüber einig, daß der mit dem Abkommen beschrit­tene Weg in Anbetracht und im Dien sie des gemeinsamen Volkstums den 3n- fereffen der beiden deutschen Staaten förderlich ist und einen wichtigen Bei­trag zur Erhaltung des Friedens zu leisten vermag.

Besuch bei GeneralBerst Gorina

Ministerpräsident Generaloberst Göring emp­fing am Freitag Staatssekretär Dr. Schmidt zu einer längeren Besprechung und gab anschließend ein Frühstück, an dem neben der österreichi­schen Delegation der Gesandte Dr.-Jng. T a u s ch i tz mit den Herren der Gesandtschaft teilnahmen. Wei» ter waren unter den Anwesenden Reichsaußen­minister Freiherr von Neurath, Botschafter v. P a p e n , die Staatssekretäre General der Flie­ger Milch, Körner und v. Keudell, Mini­sterialdirektor D i e ck h o f f, Gesandter v. Bülow- Schwante, SS.-Gruppenführer Heydrich, von der deutschen Luftwaffe Generalleutnant Kes­selring, Generalmajor Stumpf, Oberst Übet. Im Anschluß an das Frühstück besichtigte Staats-

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r5 Schisses xjmpfin. M unsere Sangen Herz, en der Der. daran geseht Bootes zu albmast, das olZ seiner im lnd Ehre ge.

Akademie der Wissenschaften Professor Karl Me-1 xander von Müller.

Kunst und AZiffenschaN

Reichsfilmkammer-Ball in Frankfurt.

NSG. Wie bereits berichtet, wird am 5. Dezem­ber im FrankfurterPalmengarten" der grofee, repräsentative und offizielle Ball der Reichs» filmkammer stattfinden. Fünf Kapellen werden zum Tanz aufspielen. Schon jetzt liegen Anmeldun­gen bekannter Filmkünstler vor. Die Veranstaltung will im Sinne der Zusammengehörigkeit von Film und Volk Filmkünstlern, Filmwirtschaftlern und den Vertretern der Reichsfilmkammer Gelegenheit geben, mit allen Bevölkerungskreisen Frankfurts und seiner Umgebung in Fühlung zu kommen.

Vom hessischen Landestheater.

Das Hessische Landestbeater wird im Januar das erste Bühnenwerk des Dichters Manfred Haus­mann, die dramatische BalladeLil o fee", zur Uraufführung bringen.

Meine politische Nachrichten

Der Gesundheitszustand des Präsidenten des Dan­ziger Senats, Greiser, der zur Kur in Bad W i I D u n g e n weilt, hat sich erfreulicherweise ge­bessert. Senatspräsident Greiser wird nach einer kur­zen Nachkur in der ersten Dezemberhälfte nach Danzig zurückkehren, um seine Amts» geschäfte wieder aufzunehmen.

Geschäftsstelle München, Maximiliansplatz 22/III Fernruf 13 900 auf Anforderung zugesandt.

Haus der Deutschen Kunst (Neuer Glaspalast)", Anstalt des öffentlichen Rechts in München.

Oie Forschungsabteilung Zudenfrage »es Veichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands

Mit der Eröffnung der Forschungsabteilung Judenfrage des Reichsinstituts für Ge- schichte des neuen Deutschlands ist die erste akademische Tagung der Forschungsabteilung verbunden, zu deren geschlossenen Sitzungen sich ein engerer Kreis versammelt. Diese Tagung wurde vom geschäftsführenden Leiter der Forschungs­abteilung Judenfrage, Dr. Wilhelm Grau, in der Universität München eröffnet. Dr. Grau gab be­kannt, daß mit Zustimmung des Präsidenten des Reichsinstituts folgende Gelehrte als Mitglieder der Forschungsabteilung berufen worden sind: Pro­fessor Dr. Johannes Alt, Würzburg, für Litera­turgeschichte; Professor Dr. Hans Bogner, Frei­burg i. Br., für alte Geschichte; Generaldirektor Dr. Rudolf Buttmann, München, für Biblio­thekswesen; Dr. Hans Alfred Grunsky, Mün­chen, für Philosophiegeschichte: Professor Dr. Johan­nes Heckel, München, für Staatsrecht; Professor Dr. Gerhard Kittel, Tübingen, für Religions» Wissenschaft; Professor Dr. Franz Koch, Berlin, für Literaturgeschichte; Dozent Dr. Karl Georg Kuhn, Tübingen, für Talmud; Dr. Otto Karl Lorenz, Berlin, für Wirtschaftsgeschichte; Pro­fessor Dr. Herbert Meyer, Götttngen, für Rechts- geschichte; Dr. W. Stapel, Hamburg, für Litera- wraeschichte; Geh. Professor Dr. Ph. Lenard, Heidelberg, für Naturwissenschaft; Professor Dr. Rudolf Tomaschek, Dresden, für Naturwissen­schaft; Professor Dr. Max Wundt, Tübingen, für

Philosophiegeschichte; und Oberregierungsrat Dr. Ziegler, Berlin, für politische Geschichte. Zu diesen Referenten treten noch Vertreter des Archiv- wesens, der Rassenkunde und Referenten für die romanischen und angelsächsischen Länder, Osteuropa und Rußland.

Bei der Eröffnungsfeier gab der wissenschaftliche Leiter der Abteilung, Professor Karl Alexander von Müller, die Preisaufgaben der For­schungsabteilung bekannt. Das Reichsinstitut will das ThemaDie Geschichte des Hofjudensystems" in einem wissenschaftlichen Wettbewerb bearbeiten lassen. Es stellt deshalb drei Preisaufgaben: Die Geschichte des Hofjudensystems für das Gebiet Oesterreichs, für das Gebiet der süddeutschen Staaten und für das Gebiet der norddeutschen Staaten. Es wird für jede dieser Ausgaben ein Preis von 4000 Mark ausgesetzt. Als Preisrichter sind bestimmt der Präsident des Reichsinstituts Professor Walter Frank, der gesckäftsfuhrende Leiter der For­schungsabteilung Juoenfrage des Reichsinstituts Dr. Wilhelm Grau und der Präsident der Bayerischen

bbels ifferium.

Wunsch -es Minister Dr. Beamten des schein Enip- Blomberg iger Rede dir d Taktik. Un» . der Oberbe-

Freiherr r der Kriees- >wie der Wf tillerie Beck, des Ministers unten. Reichs- >on Llomb^g Goebbels. Er lischen Wett- be ]id) tyute als OTer»

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 36: 10 OOOi Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Aus öfter Wett.

Cie iapon id)C Dammbruchkatastrophe.

Der letzte amtliche Bericht über das furchtbare DammbruKunglück in Osaruzawa in Nordjapan be­sagt, daß von der Katastrophe insgesamt 16 0 0 Menschen betroffen morden sind. Von diesen wurden bisher 195 als Leichen geborgen und 688, darunter 80 Verletzte, gerettet. 717 Menschen, dar­unter 250 Schulkinder, werden noch vermißt. Der weitaus größte Teil von ihnen dürfte ebenfalls ums Leben gekommen sein. Die japanische Presse veröffentlicht Extrablätter über das Unglück mit Bildern, die den Umfang der entsetzlichen Kata­strophe ahnen lassen. Wasser- und Erdmassen, ver­mischt mit Geröll und Baumstämmen, haben die unterhalb des Staudammes gelegenen Dörfer völlig verwüstet. Die Behörden und die Presse haben eine strenge Untersuchung angekündigt, um die Verant­wortlichen festzustellen, nachdem die Aufsichtsorgane wiederholt auf die Mängel des Dammes hingewiesen hatten. Der deutsche Botschafter von Dirksen hat dem stellvertretenden Außenminister Hort- n u i ch i das Beileid der deutschen Regierung aus­gesprochen.

Luftschifffiinbenburg besucht deutsche Ansiedlungen in Südbrasilien. Der Deutschen Zeppelin-Reederei ist es gelungen, ohne Aenderung ihres Fahrplanes die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um noch vor Be­endigung der diesjährigen Südamerikafahrten die feit langem geplante Fahrt zum B e s u ch der deutschen Ansiedlungen in Süobra- s i l i e n zu verwirklichen. Bevor das Luftschiff Hindenburg" von seiner letzten diesjährigen Süd­amerikafahrt nach Deutschland zurückkehrt, wird es am 30. November von Rio de Janeiro aus eine 24ftünbige Rundfahrt an der Küste entlang und in das Jnnnere des Landes unternehmen, auf der die bedeutendsten deutschen Siedlungen in den Staa­ten Sao Paulo, Para und St. Catharina berührt werden sollen. Es ist damit zu rechnen, daß wäh­rend dieser Fahrt Hunderttausende unserer Stam­mesbrüder außer Millionen von Brasilianern Ge­legenheit haben werden, dieses Wunderwerk deut­scher Technik zu erleben, das zu einem Künder deut­schen Schaffensgeistes und deutscher Qualitätsarbeit im Auslands geworden ist.

Furchtbare Explosion in einer italienischen Munitionsfabrik.

In der Munittons- und chemischen Fabrik der Montecatini-Werke bei Meran ereignete sich aus ungeklärter Ursache eine furchtbare Explosion. Amtlich wurden bisher acht Tote und 70 Ver­letzte, darunter vier Schwerverletzte, gemeldet, wahrscheinlich ist aber die Zahl der Todesopfer viel größer. Die Fabrik bei Meran ist erst nach dem Kriege gegründet worden. Sie war für die Erzeu­gung von Säuren und anderen Chemikalien ein­gerichtet. Das Unglück ereignete sich in dem Flügel der Fabrik, in dem Ammoniak erzeugt wird. Nach einer gewaltigen Detonation stand der ganze Ge­bäudeteil sofort in Flammen. Die Feuerwehren der ganzen Umgebung wurden sofort gerufen. Nach einftünhtger Arbeit gelang es, das Feuer so weit einzudämmen, daß ein Uebergreifen auf die ande­ren Teile der Fabrik, die zum Teil mit hochexplosi­ven und leicht brennbaren Stoffen angefüllt waren, verhindert wurde.

Leichenfund bei Bingerbrück.

In dem Anwesen auf dem Elisenhof bei Binger­brück, das seit Jahren sich selbst überlassen daliegt und zerfallen ist, fanden Wandergesellen in einem Nebenraum eine Leiche. Die Leute hatten die Nacht in dem verfallenen Gebäude zugebracht. Die Gendarmerie stellte fest, daß die Leiche sich schon seit längerer Zeit hier befunden haben muß. Die Person des Toten konnte noch nicht festgestellt wenden. Auch steht noch nicht fest, ob es sich um einen Selbst­mord durch Erhängen oder um einen Mord handelt.

Ein Rudel Hirsche vor dem Auto.

In der Nähe von Dörrebach (Hunsrück) fuhr aegen Abend ein Kraftwagen aus Spabrücken über die Land­straße durch den Wald, als plötzlich ein Rudel von etwa zwölf Hirschen euer über die Straße lief. Im Halbdunkel rannten Die Tiere durch den Licht­kegel der Scheinwerfer, die meisten kamen noch glücklich vor dem Auto vorbei, die beiden letzten wurden jedoch erfaßt. Ein Hirsch geriet vor den Kühler und wurde einige Meter mitgeriffen, ohne jedoch ernstlich verletzt zu werden. Ein anderer kam unter den Wagen und wurde so schwer mitgenom­men, daß er durch einen Schuß von feinen Leiden erlöst werden mußte. Der Fahrer konnte den Wagen ohne Unfall zum Stehen bringen.

Wetterbericht

Des Reichswetter Dienstes. Ausgabeort Frankfurt

Infolge der heftigen vom Atlantik ausgehenden und über Nordeuropa hinwegführenden Wirbel­tätigkeit hat sich das Hochdruckgebiet südlich auf das Festland verlagert. Damit ist die weitere Zu­fuhr kalter Luft abgeschmtten, doch werden die nächtlichen Temperaturen infolge Ausstrahlung noch stärker zurückgehen. Trotz der über Norddeutsch- land wieder aufkommenden Westströmung bleibt für unser Wetter das Hochdruckgebiet ausschlaggebend.

Aussichten für Sonntag: Vielfach Dun- sttg, sonst wolkig bis aufheiternd und meist trocken, nachts vielerorts Frost, veränderliche Winde.

Aussichten für Montag: Fortdauer der zeitweise aushetternden und im wesentlichen trocke­nen Witterung, nachts falt.

partei Professor Cajander und den ersten Prä­sidenten Finnlands Professor S t a l b e r g Weder Stalberg noch Svinhufouo haben sich bisher Dar­über geäußert, ob sie eine Wahl annehmen würden, so daß die Lage völlig ungeklärt ist.

Die Londoner Wldarmontter in Kranlsutt.

Sir Thomas Beschäm von der deutschen Gastfreundschaft begeistert.

Auch Der Frankfurter Besuch Der LonDoner Philharmoniker gestaltete sich zu einem Dol­len Erfolg. Der große Saal des Saalbaues war bis auf den letzten Platz gefüllt, und Die Begrüßung Der Gäste war um so herzlicher, als durch Die viel­fachen Reifen Des Frankfurter Oberbürgermeisters Dr. Krebs nach England in den letzten Jahren recht enge Beziehungen zwischen Landon und Frank­furt entstanden find.

Die Gäste eröffneten ihr Programm mit dem temperamentvollen Vortrag der lustigenWespen" von V. Williams, denen sie die 5.Sinfonie D-dur von Haydn folgen ließen. An Den Schluß hatten sie Die 4. Sinfonie G-dur von Dvorak ge­stellt, Die so stürmischen Beifall auslöste, daß Der Dirigent immer aufs neue Den herzlichen und spon­tanen Dank der Frankfurter Musikfreunde entgegen­nehmen konnte.

Bei einem Beisammensein imFrankfurter Hof" begrüßte Oberbürgermeister Dr. Krebs die Gäste im Namen des am Erscheinen verhinderten Gau­leiters Sprenger, dankte für die festlichen Stunden, welche Die Gäste bereitet hätten, unD be­tonte, wie England und Deutschland sich in künst­lerischer Beziehung seit Jahrhunderten gegenseitig befruchtet hätten. Der Besuch Der DresDener Oper habe ein wirksames Gegenstück in dem Besuch des Londoner Philharmonischen Orchesters gefunden.

Sir Thomas Beech am fang in feiner Erwide» rung ein Loblied Der deutschen Musik, die zwei Drittel Der gesamten Musik Der Welt bedeute. Er werde nicht verfehlen, nach seiner Heimkehr in England über seine guten Erfahrungen in Deutsch» land zu berichten.

Die Gäste werden ihre Deutschlandreise mit einem Konzert in Köln abschließen. Dr. A. W.

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Sir Thomas Beech am schilderte auf Der Durch» reife durch Frankfurt Die Eindrücke, Die er bei feiner Konzertreise durch Deutschland empfangen hat. Er sagte u. a.:Die außerordent­liche Kundgebung der Freundschaft und die bei­nahe unglaubliche Gastfreundschaft haben einen tiefen Eindruck auf uns alle gemacht. Das deutsche Konzertpublikum in seiner herzlichen demonstrativen Art ist wundervoll."

Große Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst.

. _________________ Dr. Guido Schmidt, hat während seines Aus-

Ausstellung, deren Beschickung ausschließlich unseren 1 enthaltes als Gast der deutschen Reichsregierung in lebenden deutschen Künstlern offenstehen soll, wird!Vertin mit dem Reichsaußenminister Freiherrn hoben, -m möglichst umfafen d-- 00n Neurath m-hrs°ch- politische Aussprache» ,i,ch?n deutschen Kunst «Malerei," Plastik Mp'-ogen bei denen alle aktuellen Probleme eror- und Graphik, zu zeigen. Es ist daher beabsichtigt, *rf wurden. Es war dies nach dem Abschluß des bei Der Auswahl Der Werke weder bestimmte Kunst-Abkommens vom 11. 3uli d. 3. die erste Ge­richtungen zu bevorzugen, noch andere auszuschlie- > t e g e n h e 11 zu einer allgemeinen politischen Un- feen; Daaegen wird an Den künstlerischen Wert Der terredung, wobei insbesondere diejenigen Fragen eingefanoten Werke ein hoher Maßstab angelegt politischer, wirtschaftlicher und kultureller Natur ein- merDen. Die ^efefjufung Der Musfteüung fetzt sonach gehend behandelt wurden, die die beiden Staaten einen hohen Grad von Fähigkeiten und Können 9 1 - -

Es ergeht hiermit an alle deutschen . . . , - , - , f. .

Künstler, welche nach ihrer Ueberzeugung diese behandelten Fragen eine erfreuliche Voraussetzungen erfüllen, die Einladung, ihre 1 ~

besten, andernorts m ö g l i ch st noch n t d) t ge­geigten Werke zurGroßen Deutschen Kunstaus­stellung 1937 im Haus Der Deutschen Kunst in München" anzumelden. Die Ausstellungsbestimmun­gen, aus denen Die Einzelheiten der Ausschreibung zu ersehen sind, und die Anmeldepapiere werden gegen Voreinsendung einer Gebühr von 1, RM. (auf Postscheckkonto München Nr. 4200) von Der

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