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die Ordnung aufrechterhalten würde. Diese Ordnung sei aber unvereinbar mit den dunklen Machenschaften gewisser Drahtzieher und den ständigen Verletzungen des republikanischen Gesetzes. Die radikalsozialistische Partei könne nicht dulden, daß die Arbeiterschaft den ausländischen Aufwieglern Gehör schenke.
aller Staatszerstörer und stehe treu zur Regierung Salazar. Portugal wünsche keine iberische Sowjetrepublik, sondern seine Unabhängigkeit und nationale Freiheit.
Irische Massenkundgebung gegen den Bolschew smus.
Dublin, 21. Sept. (DRV. Funkspruch.) In Cork fand am Sonntag eine Massenkundgebung gegen den Bolschewismus statt, an der sich über 40 000 Menschen beteiligten. Die Teilnehmer an der Kundgebung, die von der „Irischen christlichen Front" veranstaltet wurde, gaben ihrem Mitgefühl für die verfolgten Katholiken in Spanien Ausdruck. Einige kommunistische Störenfriede wurden von der Menge verprügelt. Einer von ihnen ergriff die Flucht und versteckt sich vor der ihn verfolgenden Menge in einer katholischen Kirche. Ein anderer Kommunist, den die Kundgebungsteilnehmer mit den Rufen „Lyncht ihn!" und „W ir wollen keineKom- m u n i st e n hier!" verfolgten, wurden von der Bürgergarde in Schutzhaft genommen. Bei dem darauf folgenden Handgemenge wurden drei Bürger
gardisten niedergeschlagen-, schließlich wurde Menge mit Gummiknüppeln zurückgetrieben.
Kommunistische Revoluttonshehe in Palästina.
aufgehen, wo die Volksverführer zu seien. Ganz Portugal sei sich einig in der A
MrMche „Führer" flüchten nach Paris.
Oie Vadikalsozialisten gegen Zabrikbesehungen.
Paris, 20. Sept. (DNB.) Die Radikalsoziali- stische Partei hielt in verschiedenen Städten Provinzialtagungen ab, auf denen radikalsozialistische Kabinettsmitglieder anwesend waren. Sämtliche Minister wieten auf die unhaltbaren Zu st ände hin, die durch Oie Streiks und die Besetzung
Amerika und der Kommunismus
Angriffe Hearsts gegen Roosevelt.
Paris, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) „Echo de Paris" meldet, daß ständig marxi- stische Führer Spanien verlassen und insAuslandflüchten. Die spanische Botschaft in Paris sei überfüllt von Abgeordne- t e n, die sich alle angeblich in besonderer M i s- Hon hier befänden. Tatsächlich ließen sie sich dort dann die leer gewordenen Botschafterposten zuteilen. Außerdem aber überschritten tagtäglich zahlreiche Persönlichkeiten der spanischen Linken die französische Grenze, die nie wieder nach Spanienzurückkehren wollten, obwohl sie doch in ihrem Lande das Regime ihrer Träume errichtet hätten. Aber es sei immer die gleiche Geschichte, so schließt das Blatt: die marxistischen „Führer" vergäßen bei er st en Anzeichen von Gefahr ihre Pflichten.
Deutschland der ruhende pol. Antikommunistische Arbeiterkundgebung in Oporto.
Lissabon, 19. Sept. (DNB.) In Oporto veranstalteten etwa 20 000 Arbeiter aus den nordportugiesischen Provinzen im Zuge der großen Aktion gegen den Kommunismus einen Aufmarsch. Anschließend fand im Kristallpalast eine Kundgebung statt, auf der der Staatssekretär für die Korporationen im Namen der nationalen Gewerkschaften sprach. Er wies auf die ungeheuren Gefahren des Kommunismus für alle Völker hin, für die Spanien eine Warnung sein solle. Ein Abgeordneter verglich die innerpolitische Lage der bolschewistisch-marxistisch geführten Staaten mit Deutschland, das der ruhende Pol sei. „3n Deutschland", so erklärte der Abgeordnete wörtlich, „ist jeder einzelne Arbeiter ein überzeugter und begeisterter Kämpfer der Nation. Deshalb ist das Deutschland Adolf Hitlers das Land der Freude, des Glückes und der Zufriedenheit. Auch in Portugal", so sagte der Redner weiter, „müßten auch dem letzten Arbeiter die Augen
Aus Madrid berichtet der Rundfunksender von Teneriffa, daß die a n a r ch i st i s ch e n Horden Samstag einen Ueberfall a u f den Palast des Präsidenten der R e p u b l i k, A z a n a, versucht hätten. Sowohl der Präsident wie auch alle Minister würden von den Marxisten st r e n g überwacht, da man befürchte, daß die Regierungsmitglieder angesichts der drohenden Einkreisung von Madrid durch die nationalen Truppen einen Fluchtversuch unternehmen könnten.
Aushebung kommunistischer Propagandanester in Salzburg.
Wien, 19. Sept. (DNB.) Nach Beobachtung der kommunistischen Propagandatätigkeit im Lande Salzburg griffen die Behörden am Freitag überraschend zu, es gelang ihnen, den größten Teil der illegalen kommunistischen und revolutionär sozialistischen Organisationen in den Salzburger Landbezirken Pongau, Pinzgau und Flachgau aufzudecken. Zahlreiche Leiter der einzelnen Untergruppen wurden verhaftet. In der Stadt Salzburg selbst wurde die gesamte Landesleitung der Ro- t e n festgenommen. Vier Verhaftete haben bereits umfangreiche Geständnisse abgelegt. Im Zusammenhang mit den Salzburger Verhaftungen wurden am Samstag in der Nähe Wiens und im nörd- lichen Niederö st erreich führende Kommunisten festgenommen und umfangreiches schwer belastendes Material sichergestellt.
Ein Hirtenbrief des Erzbischofs von Edinburgh gegen den Kommunismus.
London, 19. Sept. (DNB.) Der katholische Erzbischof von Edinburgh, Macdonald, ließ in allen Kirchen seiner Erzdiözese einen Hirtenbrief verlesen, in dem er auf die Gefahren des Kommunismus hin- weist. Er schreibt u. a.: Der erschütternde Ausbruch des Kommunismus in Spanien hat der ganzen zivilisierten Welt einen Schlag versetzt. Die unbeschreiblichen Grausamkeiten an Priestern und Nonnen, die verabscheuungswürdigen Verbrechen an Heiligenbildern, Kirchen und Darstellungen des Heilands sowie die s i n n- lose Revolte gegen jedes Gesetz und gegen jedeOrdnung zeigen ohne Zweifel, daß das Christentum der Feind ist, auf den man zielt. Gott selbst ist der Gegner. Der Papst habe erklärt, daß der Kommunismus die große Gefahr für die Menschheit sei. Aber trotz des riesigen Ernstes seines Appells begreife ein großer Teil der Welt die Bedeutung der aufgeworfenen Frage nicht.
Die Welt horcht auf.
Wachsendes Verständnis für die Gefährlichkeit der kommunistischen Umtriebe.
London, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie „Daily Telegraph" aus Jerusalem meldet, wurde in ganz Palästina ein kommunistisches Flugblatt verteilt, das von den „bewaffneten Banden für die nationale Unabhängigkeit der sozialistischen Arbeiter Palästinas" unterzeichnet ist. Das Flugblatt richtete seine Angriffe bemerkenswerter Weis? hauptsächlich gegen die arabischen Führer, deren Vermittlungsversuche es verurteilt. Die Arbeiter werden aufgefordert, zu den Waffen zu greifen und bis zum Ende zu kämpfen. Das Flugblatt schließt mit den Worten: „Nieder mit den arabischen Führern, mit dem Zionismus und der Vermittlung^ Es lebe die bewaffnete Revolution und eine kommunistische Regierung, gebildet durch die Vereinigung aller arabischen Länder!"
gab sich zunächst nach V i a r e g g i o, wo er sich mehrere Tage aufhalten wird und Gast des italienischen Außenministers ist.
Reichsjugendsührer von Schirach in Rom.
Rom, 21. Sept. (DNB.) Reichsjugendführer v. S ch i r a ch ist, begleitet vom italienischen Staatssekretär im Erziehungsministerium, Ricci, am Sonntagabend von Florenz kommend, i n R o m eingetrossen. Die italienische Hauptstadt bereitete den aus Florenz kommenden 4 5 2 Hitlerjun - gen einen überaus herzlichen Empfang. Auf dem Bahnsteig hatte eine Formation der Balilla Aufstellung genommen. Ferner waren die Führer der römischen Balilla, Vertreter des Fascio und des Erziehungsministeriums und die römische HI.- und BDM.-Gruppen mit Vertretern der beiden Botschaften, der Kreis- und Ortsgruppenleitung sowie der Kolonie erschienen. Die Einfahrt des Zuges er- falgte unter Trommelwirbel der Balilla, in den sich stürmisches Händeklatschen und Heil-Rufe auf Hitler und Mussolini mengten. Nach der Begrüßung nahmen Balilla, HI. und BDM. auf dem Bahnhofsplatz Aufstellung. Dann marschierten die Hitlerjungen, geführt von der Balilla, mit klingendem Spiel in ihre Quartiere. Die vorzügliche Haltung der Hitlerjungen erregte lebhafte Bewunderung, der die Menge immer wieder durch Beifall und Hochrufe Ausdruck verlieh.
Reichsminifler Ör. Goebbels in Athen.
BegeisterterEmPfangdurchdieBevölkerung.
Athen, 21. Sept. (DNB.) Sonntag, 19 Uhr, traf auf dem Athener Flugplatz Tatoi mit dem Sonderflugzeug Reichsminister Dr. Goebbels mit feiner Gattin ein. Im Gefolge des Ministers befanden sich sein persönlicher Referent Ministerialrat Hanke, .Regierungsrat v. Meyssen - hoff und Adjutant v. Wedel vom Propagandaministerium sowie einige persönliche Freunde. Zur Begrüßung des Ministers hatten sich aus dem Flugplatz eingefunden in Vertretung des griechischen Ministerpräsidenten Metaxas der Chef des Protokolls Vikelas, der deutsche Geschäftsträger in Athen Dr. K o r d t mit Gesandtschaftssekretär Vel- Hagen sowie der Landesleiter der NSDAP. Griechenlands Dr. Wrede und der Ortsgruppen (eiter der NSDAP. Athens Dr. C r o m e, sämtlich mit ihren Damen. Die Kunde von dem Eintreffen des Reichsministers hatte sich schnell verbreitet und die Bevölkerung bereitete Dr. Goebbels einen begeisterten Empfang. Sofort nach der Landung begab sich der Minister nach dem Cecil- Hotel in Kefissia, einem Kurort in der Nähe Athens, wo er Wohnung nehmen wird.
Die griechische Presse weist auf die Anerkennung hin, die Dr. Goebbels auf dem Reichsparteitag in Nürnberg dem griechischen Kampf gegen den Umsturz gezollt hat. Die Blätter heißen den Gast herzlich willkommen und versichern, daß er bei Volk und Staat einer besonders freundschaftlichen Aufnahme sicher sein könne. Da der König von Griechenland sich zur Zeit noch auf seinem Sommersitz in Korfu befindet, wird sich Reichsminister Dr. Goebbels in Begleitung des deutschen Geschäftsträgers Dr. Kordt im königlichen Palais in die Besuchsliste einzeichnen. Darauf wird er dem Ministerpräsidenten Metaxas, dem Minister für Pressewesen Nikoloudis und dem Gouverneur von Athen Kotzias, dem früheren Oberbürgermeister von Athen, Besuche abstatten.
Reichsaußenminister von Neurath in Budapest.
B u d a p e ft, 19. Sept. (DNB.) Reichsaußenmini- ster vonNeurath traf am Samstagmittag in Begleitung seiner Gemahlin im Flugzeug in Budapest ein. Es handelt sich um einen Privatbesuch, den der Reichsaußenminister seiner Tochter, der Frau des Budapester deutschen Gesandten von Mackensen, abstattet. Freiherr von Neurath wird, einer Einladung des Reichsverwesers von Horthy folgend, auch an einer Jagd In Gödöllö teilnehmen. Im Verlauf des Budapester Besuches wird der Reichsaußenminister Gelegenheit nehmen, mit führenden ungarischen Staatsmännern einen Gedankenaustausch zu pflegen. Die Regierungsblätter widmen dem deutschen Außenminister warme Worte der Begrüßung.
Wahlen in Schweden.
Marxistische Mehrheit in der Zweiten Kammer des Reichstags.
Stockholm, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Am Sonntag fanden in Schweden die Wahlen zur zweiten Kammer des Reichstages statt. Von 230 Sitzen errangen die Sozialdemokraten 112, die sozialistische Kilbom-Partei 6 und die K o m m u n i ft e n 5 Mandate. Zum erstenmal in der schwedischen Geschichte verfügen die Marxisten mit 123 Sitzen über die M e h r h e i t in der zweiten Kammer des Reichstages. Die konservative Partei erhielt 44, die A g r a r ie r 36 und die aus der Vereinigung der Liberalen und der Freiwilligen hervorgegangene Dolkspartei 27, insgesamt also 107 Parlamentssitze. In der im Jahre 1932 gewählten Kammer verfügte die Rechte (Konservative und natiönale Partei) über 56, der Bauernbund über 37, die Volkspartei über 25, die Sozialdemokraten über 102 und die Linkssozialisten und Kommunisten zusammen über 10 Mandate.
jedoch Fortschritte erzielt werden, so sei eine Aus- dehnung auch auf andere Mächte nicht ausge- chlosfen Eine Frage, ob er mit Eden über die deutsch-russischen Beziehungen gespro- chen habe, verneinte der französische Minister- Präsident. Auch die Reform des Völkerbundes fei nur beiläufig erwähnt worden.
Der Pariser Berichterstatter der „Mornmg Post' meldet, man habe den Eindruck gewonnen, daß die Besprechung einen etwas unentschiedenen Verlauf genommen habe. Auf englischer Seite habe man anscheinend darauf hingewiesen, daß es erwünscht wäre, die erste Konferenz der Westmächte auf eine Erörterung der tp e ft • europäischen Sicherheit zu beschränken. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte bann eine allgemeinere Konferenz folgen in der Probleme, die sich auf das ganze europäische Festbeziehen, behandelt werden würden.
gier un gs form feindlich gegenüberstehcn.
Eine Erklärung des Weißen Hauses nennt diesen Artikel ein „gemeines Machwerk", das den Zweck verfolge, die amerikanische Nation i r r e z u f u h - r e n. Der Präsident wolle nicht die Unterstützung von Gruppen, die Anweisungen von einer ausländischen Stelle erhielten. Derartig tendenziöse Aus- sätze würden von jedem anständigen Bürger abgelehnt. . ,
Die Erklärung des Weißen Hauses hat eine sehr geharnischte Erklärung William He ar st s zur Folge. Er habe niemals behauptet, daß Präsident Roosevelt absichtlich oder unabsichtlich versucht habe, die Stimmen der Kommunisten, Marxisten, Anarchisten usw. zu erlangen. Tatsache Jet jedenfalls, daß er s i e bekomme. Hearst schließt. „Es ist mir kein Vergnügen, derartiges als Amerikaner über den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu sagen, es ist aber d i e Wahrst e i t. Die Zukunft unseres großen Landes, ihm die katastrophalen europäischen Verhältnisse zu ersparen, hangen hauptsächlich von seinem Verständnis und davon ab, daß er d i e gefährliche Neigung unserer Regierung, in den zermalmenden Strudei des Kommunismus zu gleiten, rechtzeitig erkennt."
Neuyork, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Hearst-Zeitung „Newyork American" weiß ihren Lesern zu berichten, daß zwei bekannte Kommun i st e n f ü h r e r mit Zustimmung des demo- kratischen Wahlkampfleiters in der ß i ft e der demokratischen Wähler des Staates Neuyork stehen, die bei den Novemberwahlen für Roosevelt stimmen werde. Es handelt sich um den Vorsitzenden der internationalen Gewerkschaft für Damenkonfektion, Dubinsky, und den Organisator der „Russisch-amerikanischen Jnbustnel- len-Gesellschaft", Sidney, Hill man. „Newyork American" veröffentlicht weiter einen Bericht, den der amerikanische kommunistische Präsidentschaftskandidat !Br o mb er an bie Komintern erstattet haben soll und in bem Browder erklärt, baß die Kommunistische Partei ber Vereinigten Staaten ben Präsidenten Roosevelt bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen unter- stützen werde, um hierdurch den Weg zur Bildung einer Farmer- und Arbeiterpartei bei den Präsidentschaftswahlen des Jahres 1940 mit Hilfe der Unabhängigen Gewerkschaftsgruppe unter John Lewis zu ebnen. Das Hearstblatt zieht die Folgerung, daß Roosevelt sich „indirekt ber Unter st ützung frember Organisationen bebiene, die ber amerikanischen R e -
Für Deutschland in pflicht genommen.
Reichsarbeitsführer Hierl an die ausscheidendenArbeitsdienstmanner.
Landsberg (Warthe), 20. Sept. (DNB.) Dis Landschaft rund um die Loppower Schanze bot den rechten Rahmen für die Entlassungsfeier, die am Sonntagvormittag der Reichsarbeitsdienst hier veranstaltete. Auf der Schanze erhebt sich ein Mahnmal, das stetig wächst. Stein fügt sich zu Stein, und in jedem wird in kurzen Worten eingemeihelt, was die Gruppe 86 des Reichsarbeitsdienstes leistete. 650 Arbeitsdienst- männer, die ihr halbes Pflichtjahr abgedient haben und nun zur Entlassung kommen, standen noch einmal unter dem blinkenden Spaten, den sie in freudigem Einsatz so oft geführt haben, um Neuland für Deutschland zu erobern ober Lanb zu verbessern. An ber Feier nahm ber gesamte Reichsarbeitsbien st in vielen hunbert Lagern teil; bie Feier wurde auf den Deutschlandsender übertragen.
Reichsarbeitsführer Hier! richtete am Schluß ber erhebenden Feierstunde eine Ansprache an bie Männer des Reichsarbeitsbienstes, in ber er zunächst an ben Tag bes Arbeitsbienstes in Nürnberg erinnerte. Der Reichsarbeitsführer forberte die Abeitsdienstmänner auf, die Worte im Herzen zu bewahren, die ber Führer für feinen Reichs- arbeitsbienft gefunben habe. „Vergeßt nie das Gelöbnis", so sagte Hier! u. a., „das eure Kameraden auf dem Zeppelinfeld für euch alle abgelegt haben, bas Gelöbnis: Unser ganzes Leben soll ein großer Arbeitsdienst für Deutschland sein. Wohin euer weiterer Lebensweg fuhren mag, tut eure Pflicht für euer Volk als ganze deutsche Männer! Und so wie ihr im Arbeitsdienst gute Kameraden wart, so haltet auch gute Kameradschaft als Glieder unserer großen deutschen Volksgemeinschaft, und zwar nicht nur bei Festen, sondern auch im Alltag und vor allem in schweren Zeiten. Der Glaube an unseren Führer und an die ewigen Werte unseres Volkes hat Deutschland aus Erniedrigung und Schande wieder zu Ehren gebracht. Laßt euch diesen Glauben durch nichts und niemand mehr rauben!" Der Reichsarbeits- stihrer schloß, nachdem er den Kameraden seine Wünsche für ihren weiteren Lebensweg ausgespro- c|en hatte, mit einem begeistert aufgenommen Hell
Neuer Zwischenfall in China.
Japanische Truppenverstärkungen in Schanghai.
P e i p i n g, 21. Sept. (Ostasiendienst des DNB.) An dem in der Nähe von Peiping gelegenen Eisenbahnknotenpunkt Fengtai ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Zwischen aneinander oorbeimarschierenden chinesischen und japanischen Truppen entstanden Reibereien, die anschließend zu Kundgebungen der japanischen Soldaten vor den chinesischen Militärbaracken führten. Ein chinesischer Kompaniechef, ber sich nach ben japanischen Baracken begab und vermitteln wollte, wurde dort f e ft g e t) a 11 e n. Daraufhin holten die Chinesen V e r ft ä r f u n g e n aus einem benachbarten Militärlager. Schüsse wurden ausgetauscht und japanische Militärautos umgeworfen.
Der japanische Botschafter hat um Anweisungen gebeten. Es heißt, die Marine befürworte eine scharfe Haltung gegen die Nanking - Regierung, die für die Zwischenfälle voll verantwortlich sei. Die Marine verlange bie sofortige Säuberung Pakhois, anbernfalls werde die Marine den Schutz der Japaner in China übernehmen. „Um die Kuomintang-Regierung", so heißt es in dem Bericht bann, „auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen, hat sich die Marine ent- schlossen, mit Aktionen an das Herz Chinas zu gehen. Der Ministerrat hat tatsächlich beschlossen, Truppen Verstärkungen für das dritte japanische Geschwader in Schanghai zu entsenden. Aufgabe der Verstärkung soll es sein, die japanischen Truppen in Hankau aufzufüllen, und notfalls auch andere, bedrohte Orte zu sichern. Extrablätter verkünden, daß die japanische Regierung davon überzeugt sei, daß die Regierung in Nangking nicht in der Lage sei, den Schutz japanischer Staatsangehöriger in China ausreichend zu garantieren.
Eden in Paris.
Paris, 20. Sept. (DNB.) Der englische Außenminister Eden ist in Paris eingetroffen und hatte eine Zusammenkunft mit dem französischen Mini- sterpräsidenten Blum. Die Unterredung dauerte etwa 1% Stunden. Blum erklärte der Presse, er habe mit Eben die politische Lage geprüft, besonders bie Fragen, die in G e n f auf der Tagesordnung ständen. Die Unterredung habe sich ferner auf die Vorbereitung der Fünfmächte- Konferenz bezogen. An dieser würden zunächst nur diejenigen Länder teilnehmen, die den Locarnopakt unterzeichnet hätten. Sollten
polen
und die Kolonialmandate.
Genf, 19. Sept. (DNB.) Der Völkerbundsrat ernannte den englischen Kolonialbeamten Lord Bailey als Nachfolger des zurückgetretenen Lord Lugard zum Mitglied des ständigen Mandats- a u s s ch u s s e s. Bei dieser Gelegenheit regte der polnische A u ß e n m i n i st e r an, die Frage der Erweiterung dieses Ausschusses zu prüfen, damit auch anderen Ländern, die aus verschiedenen Gründen lebhaft an den Aufgaben des Man- datsausschusfes interessiert seien, die Möglichkeit einer Vertretung gegeben werbe. Wie man hört, beabsichtigt ber polnische Außenminister unter Betonung ber großen bevölkerungspolitischen Interessen Polens an ber Manbatsfrage zu gegeöener Zeit auf biese Anregung zurückzukommen. Die Erklärung Becks wird von der polnischen Presse als Bekundung bes starken polnischen Interesses an Kolonialfragen lebhaft begrüßt. So schreibt „Gazeta Polska" u. a.: Man bürfe biesen Schritt nicht als zu eng umgrenzt und konjunkturbebingt ansehen. Polen liege nicht nur an ber Möglichkeit, seine Stimme in der Frage der Ansiedlung polnischer Staatsangehöriger in Palästina zu erheben, sondern Polen habe in allen Fällenvielzusagen,bei denen international das große Problem der wachsenden Bevölkerungszahl besprochen werde.
Blums innerpolitische Schwierigkeiten
Paris, 20. Sept. (DNB.) Auf einer Kundgebung ber Sozialistischen Partei sprach Ministerprä- sibent Blum über bie innenpolitische Lage. Es handele sich darum, die von der Kammer verabschiedeten Svzialgeseße in die Wirklichkeit umzusetzen. Beim Wiederzusammentritt des Parlaments werde die Regierung neue Vorschläge einbringen, u. a. einen N a t i o n a l f o n d s für bie Unterstützung der Arbeitslosen und eine L a n d e s v e r si ch er un g gegen
~ triebe geschaffen würden. Kriegsminister Daladier erklärte in Dieppe, die Bemühungen des Kabinetts könnten nur bann erfolgreich sein, wenn
landwirtschaftliche Schäden. Die prak-1 d e r B e t tische Durchführung ber Sozialpolitik ber Regierung Dalabier । stoße selbstverstänblich auf gewisse Schwierigkeiten. Die Regierung habe gewußt, baß bie Aufwertung ber lanbwirtschaftlichen Erzeugnisse eine gewisse Preis st eigerung nach sich ziehen würbe. Er hoffe aber, baß sich diese Preissteigerung nicht auf die notwendigsten Nahrungsmittel ausdehnen werde. Bedauerlich fei, daß die Be- mühungen immer noch von gewissen Seiten gestört würden. Man habe die Regierung vor bie Wahl stellen wollen, entweder gewisse Dinge zu dulden oder aber mit Gewalt vorzugehen, um die Fühlung zwischen der Regierung der Arbeiterklasse zu stören. Das sei das Ziel der Gegner der Regierung gewesen.
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