Zreitag, 21.August 1956
186. Zahrgang
195 Erstes Blatt
r.e
i n
der
angewiesen, jedem
Gewalt entgegen-
mit
des
Das Echo des deutschen proieWWs
D,e Meinung in London: England hätte im gleichen Jalle ebenso gehandelt.
Ainttiche
»IN""-' !
Seld--
g angenommen, die rtige Aufhebung
s
der englischen Regierung nahestehende
_ . « « r « • f_ i. a h t rn i n n (I
12i er
,)niln Telegraph" schreibt: Deutschland it i n | c in e m e d) t. Durch d>°. ^-lastigun» d-s Schiss-- in s,-b°n M°.l°n CEn fernu I3
Ihrer Schiffe zutreten.
Unter Führung
kni daß seine Papiere vollständig pnen u n g waren.
*
; Tie Vertreter der III. Internationale und
nschast.
°AussührUz
Parva n
Kem Kriegsmalenal an Bord der „Kamerun".
r l i n, 20. August. (DNB.) Die deutsche
Tag für Tag neue marxistische Greuelialen
Jüdisch-bolschewistische Verbrecher verbrennen lebende Menschen!
fi’’ 8i i 31/9
Frankreichs verbürgen könne.
Zum Schluß forderte Thorez vollkommene Freiheit des Handels mit Spam en. Er sei davon überzeugt, daß die sozialistischen Arbeiter das gleiche suchten. Die Stimme des Volkes müsse verstanden werden. Die spanische Republik brauche Flugzeuge, Kanonen und Munition, denjenigen, die für Freiheit und Frieden kämpften, müsse wirksame Hilfe zuteil werden. Anschließend wurde eine Entschließung von der Regierung Blum sofortige . , -
d e r Handelssperre gegen das republikanische
Uflierung hat alsbald nach Eintreffen der .'lai richten über den von der spanischen Regierung , esk»affenen Zwischenfall betreffend den Dampfer ’imetun“ ihren Geschäftsträger in Madrid «tleiraphifch Weisung gegeben, unverzüglich iji sch rfster Form gegen das Völker- >Lils widrige Verhalten der spanischen :triZsfchiffe Vorstellungen zu erheben und ilatii zum Ausdruck zu bringen, dah die deutsche Neuerung die spanische Regierung für alle 11 gen verantwortlich machen wird, die l ieh aus der Wiederholung ähnlicher Vorfälle er- • jelm könnten.
Isr deutsche Geschäftsträger ist zugleich ange- oiiLN worden, die spanische Regierung davon in ienfnis zu sehen, dah die deutschen Kriegs- rt ffe Befehl erhalten haben, die deul- Iftyi Schiffe vor ähnlichen völkerrechtswidrigen : lei -rgriffen außerhalb der spanischen Hoheitszone mi allen Mitteln z u schützen.
ta der Angelegenheit des deutschen Dampfers ,Hl-merun", der weit auherhalb der Drei- l^iilengrenze von spanischen Regierungs- | Iri(;i5fd)iffen angehalten und durchsucht wurde, - bii> ergänzend mitgeteilt, dah der Dampfer Feile lei Kriegsmaterial an Bord hatte
42-$ 55- 12-5$
62-9’
42-$ 0-1J 3-051 L ki
19- 0,1$ 5-68 49^ ’hj f'S 31-S 10-P 2,492
Anspruch auf die Rechte einer kriegführenden tei hätten, da sie größtenteils nicht verantwortlichen Offizieren befeh-
Befehlshabers der Auf- Konteradmiral Böhm auf
klärungsstreitkräfte ------------- .
Kreuzer „Nürnberg" sind am 20. August aus Kiel und Wilhelmshaven zur Ablösung der bisher in Spanien befindlichen Seestreitkrafte ausgelaufen: Panzerschiff „Admiral Graf Spee", die Kreuzer „Nürnberg" und „Leipzig", die vierte Torpedobootsflottille mit den Torpedobooten Greif" und „Falk e" und von der dritten Tor- pedobootsflottille die Boote „Jaguar" und „W o l f".
Ti: der spanischen Küste haben die ^^^ungs- >hsfe einen Bruch des Völkerrechts b^ crWen Wenn es zu irgendeinem welteren Versuch cnischer Kriegsschiffe kommen sollte, stch M o lutsche Schiffahrt außerhalb der territorialen Ge- 3<er einzumischen, dann werden d i e o e u |ihe n Kriegsschiffe in spanischen Gewässern ° hrscheinlich drastische Maß nähme n -ULN die betroffenen Schiffe ergreifen und sie als traten behandeln. Unter ähnlichen Umstanden aiTÖe England selbst wahrscheinlich d a s - \t b e Vorgehen einschlagen.
Oas Blatt kennzeichnet das Anhalten der „Kämest:^ als einen schweren Mißgriff der Ma- hi’iier Regierung, der eine neue und g e s a y r - li e Verwicklung in die internationale Lage «tracht habe. Vis die deutsche Regierung vmle n schuldigung erhalten habe, würden vvrausstcyt-
erste.Lohengm', elabschnittes. Ti betonte den bi:-
J und arbeitete h den Orunbgeban« :e Titelrolle (an; den die Festfp^ Ring des NibelD . Maria Müllet Is Ortrud, Joseps ig Heinrich, Im ) und herbnt n ihre diesjahligio ’n aus dem ersten len. Die prachtvolle Ireetorius er« ler Zuschauer. Sm ; äußerte sich der ch ber „^arfwol'i erftenmal miet«: len huldiMd
Müen brr - Unter den 7' . ändi schenk- nung. So mu • ■ lein non 25ö 5 besucht. Mi, dr' m wieder 6lo^ i vormaligen aarien, den nn-
Lonyay,.^' terreichischen Aron- größere Reihe >n- n und Jntendanlen. mlschuh in i-.tllO«
ntm«!plW alrat $r.Jj't' °°m 3. bis » Tag für Den"1- n letzm R-'°-°
SÄ»
i Dortragen, W «Ci üf- ;t gesl^
lich alle weiteren Schritte in bezug auf eine Nichteinmischung verzögert werden. Die Madrider Regierung habe ihre Rechte, aber sie dürfe sie nicht mit einem Zoll Überschreiten. Es scheine, daß sie den unglaublichen Wahnsinn begangen habe, den Mächten nicht ihre genauen Absichten in bezug auf die unklare Blockade, die sie vergangenen Sonntag in Kraft setzte, m i t zuteilen. In diesem Falle seien andere Länder nicht verpflichtet, sich dem Durchsuchungsrecht zu unterwerfen. Außerdem müsfe die die Blockade erklärende Macht dieseauchwirksamausrecht- erhalten. Papierblockaden seien wertlos. Wenn man gefehlt habe, bann fei Berlin z u G e g e n- rnaßnahrnen vollkommen berechtigt.
Auch „M ° rning P ° st" ist der Meinung, daß die Durchsuchung der „Kamerun" nicht berecy- t i g t war. Die spanischen Blockadeverordnungen und der „Kamerun"-Zwischenfall hätten die Verhandlungen für ein Nichteinmischungsabkommen w e i - ter erschwert. Es scheine jetzt w e n i g H a f f - nung auf eine baldige L ö sun g vorhanden zu sein. — Das Rothermere-Blatt „Da i l y Marl schreibt, ber „Kamerun"-Zwischenfall^be endgültig bewiesen, was schon lange off^uftchtlich g l sei, daß nämlich die seltsame MM^g von Rot Sozialisten und Anarchisten in Madrid d i e 3 9 der Regierung gar nicht mehr wirklich inder Hand habe Die Militärgruppe könne von unwissenden und mit Vorurteilen erfüllten Leuten nicht mehr als aufständisch bezeichnet werden. D e sogenannte Madrider Regierung sei nichts als eine mörderische Anarchie, und es sei zweifelhaft/ob^ ihre Streitkräfte überhaupt etnen
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
'N
taatfo.
W) eine, ff, larft.
•sä lipr» l ■ vki
Stober statt, ließen. !in®ie6eneai6 lf,bl5fei|sa0d); 1‘»«4t
24 bis 2' 31 ®«tt Marli mmer (Biegen der Verladerslf 7 693: Rohst, Estelle für M he Derarbeitunc,
(ßegener Familienblätter I VA ■ Eg M Grundpreise für 1 mm höhe
Himat im Bild-Die Scholle ■ ■> HM ■ M > ■ A Ä V ■Hfl V ■ VH R I fl T H fl H fl ▼ ■ für Anzeigen von 22 mm
Nonatr-vezugspreir: ■ ■ ■ H Bf H H H X H H ■ H E E Hf H Breite 7 Rpf., für Text-
9J..t 4 Beilagen RM.1.95 mV M H fl H Bfl H H Hk H Jfl H H Wfl H «M ■ tzch. ■ anzeigen von 7O mm Breite
S8M7:L vlVIlVIlVl SSS«
LF y /v zstsssL.
skHG General-Anzeiger für Oberhesten WM
rieten. Anzeiger Gießen behördliche Anzeigen 6Rpf.
8onnuort?m1nain: 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche U«iverfität5.V«ch- und StetwtaKferd R. Lange in Sieben. ZchristlettANg und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel b
London, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der shIrfe deutsche Protest in Madrid wegen des ,Limerun"-Zwischensalles wird von amtlicher eng- Ijcicn Kreisen als durchaus berechtigt an- rl nnt. Die Berechtigung des Anspruchs der mar- sflchen Behörden auf eine Bockade gewilier Sü tenbezirke, die sich in den Händen der Militar- lUPpe befinden, sei bisher nicht erroieien, ir so weniger, als die Parteien des spanischen Li gerkrieges auch von ber Madrider Regierung h-er nicht offiziell als kriegsführende anerkannt
Deutscher Protest gegen den Völkerrechtsbruch von Kriegsschiffen der Madrider Regierung. Ernste Warnung des Befehlshabers der deutschen Geestreitkräste.
brechen gegen das Recht freier Schiffahrt in offener See. Ich bin nicht gewillt, solche Gewaltakten zu dulden. Ich habe meine Seestreilkräfte unberechtigten Gewaltakt
d 41,98 0,1)8 3,04/ 55,90 46,g 12,52 5,519 16,3 168- 19,5' 0,732 5,65) 62-9 48,95 11-375 64,55 Sb® 31- ioF
2,488
4 84 5« 12- i 16-Ä |6P” 62^0 ä
Spanien fordert.
Kommunisten erpreffen Flugzeuglieserung.
Im Einverständnis mit dem Luftfahrtminister.
Paris, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) „Echo de Paris" und „Figaro" melden, die kommunistischen Arbeiter der Flugzeugwerke Bloc hätten nach Betriebsschluß eine Versammlung in d e n Fabrikräumen abgehalten und beschlossen, den spanischen Marxisten 2 Flugzeuge zur Verfügung zu stellen, deren Bezahlung durch Ueberstunden erfolgt sei. Unter Androhung des Streiks habe eine Arbeiterabordnung der Direktion diesen Beschluß unterbreitet und gebeten, daß man ihr die bereits f e r t i g g e ft e 111 e n und aus dem Flugplatz Dillacoublay befindlichen dem Staat gehörenden Flugzeuge zur sosor-
„Verbrechen gegen das Recht freier Schiffahrt"
Deutsche Schiffe werden vor Uebergriffe geschützt.
Berlin, 20.Aug. (DRB.) Der Befehlshaber der Linienschiffe, dem die zur Hilfeleistung in spanische Gewässer entsandten deutschen Seestreitkräfte unterstellt sind, hat an den Chef der spanischen Regierung s f l o t t e auf Grund des Vorgehens gegenüber dem deutschen Dampfer „Kamerun" folgendes Telegramm gerichlet:
Nachdem eben erst der Rechlsbrnch gegenüber Sevilla durch „Almirante Valdez" beigelegt ist, hat Kreuzer „L i b e r t a d" gestern nachmittag den Dampfer „Kamerun" auherhalb der spanischen Hoheitsgewässer auf freier See beschossen, ins Kielwasser gezwungen und durch bewaffnete Soldaten untersuchen lassen. Dieses Verhalten gegenüber einem deutschen Dampfer ist ein fer
tigt feien.
„Daily Expreß" schreibt, Hitler habe der Madrider Regierung erklärt: „Hände weg von deutschen Schiffen!" Der Führer habe nicht die Absicht, irgendjemand im gegenwärtigen Augenblick zu beunruhigen. Obwohl er an die Madrider Regierung eine scharfe Warnung gerichtet habe, der ie Folge leisten sollte, habe er alle deutschen Schiffe angewiesen, sich von den spanischen Häfen fernzuhalten, wenn es sich nicht um die Aufnahme deutscher Flüchtlinge handele. Ferner erkläre die deutsche Regierung, daß sich die Warnung auch auf die Schiffe der Militärgrupve und nicht nur auf diejenigen der Marxisten oeziehe. Kein deutscher Regierungschef hätte etwas anderes tun können. Wenn die spanischen Marxisten oder auch die spanischen Nationalisten britische Schiffe auf hoher See aufhalten und durchsuchen würden, dann müsse von der britischen Regierung erwartet werden, daß sie nicht mehr und nicht weniger tue, als der Führer getan habe, nämlich zu erklären: „Hände weg von unseren Schiffen".
Volles Verständnis in Aom.
„Seeräuberhaftes Verhalten der Madrider Marine."
Rom, 20. Aug. (DNB.) Die deutsche Empörung über die Beschießung und Durchsuchung des Flüchtlingsdampfers „Kamerun" findet in der römischen Presse uneingeschränktes Verständnis. „Tevere"
hat er großzügig die Bezeichnung eines afrikanischen Kurzwellensenders entliehen.
Moskaus Wühlarbeit in Frankreich.
Kommunisten fordern zum Bürgerkrieg auf.
P a r i s, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die kommunistische Partei veranstaltete am Donnerstagabend im Pariser Vorort St. Denis eine Massenversammlung, auf der der Generalsekretär der Partei Thorez sprach. Er begann mit einem Loblied auf die Volksfront, deren Regierung den Arbeitermassen Vorteile verschafft habe. Weitere Vorteile seien zu erwarten. Die Au- fünft des Landes aber müsse gesichert werden. Neben der wirtschaftlichen Erneuerung müsse auch die politische Hand in Hand gehen. Die Provokatio- nen der faschistischen Presse müßten ein Ende nehmen und die faschistischen Führer in Gefängnisse gesperrt werden". Er gab also genau die Parole aus, die in Spanien bei ber Ermorbung Sotelos befolgt wurden. In der Armee und in der Verwaltung muffe ein wahrer republikanischer Geist seinen Einzug halten. Die französischen Arbeiter ständen auf feiten der spanischen Republikaner. Hitler wolle Frankreich einkreisen. Frankreich sei ganz gleich unter welcher Regierung, st e t s b er Todfeinb Deutschlands. Die kommunistische Partei wolle eine französische Front schassen, die von niemanden abhänge und die Unabhängigkeit
stellt seinen Bericht unter die mehrspaltige Heber- chrift „Seeräuberhaftes Verhalten der Madrider Marine". Das Blatt hebt als erschwerenden Um- stand hervor, daß sich der Vorfall außerhalb der spanischen Gewässer ereignet habe. „Giornale d'Ätalia" betont unter ausführlicher Wiedergabe deutscher Zeitunasstimmen, daß diese gewalttätige Handlung eine Vergewaltigung jedes internationalen Rechtes sei und in den deutschen politischen Kreisen ebenso scharfe wie berechtigte Verurteilung finde.
Paris erkennt die deutsche Mäßigung an.
Paris, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Blätter beschäftigen sich mit den möglichen d l p l o - mati sch en Folgen, die die widerrechtliche Durchsuchung des deutschen Dampfers „Kamerun auf hoher See durch spanische Kriegsschiffe nach sich ziehen könnte. „Petit Parisien" meint, dieser erneute Zwischenfall habe bereits einen sehrernst en Charakter angenommen. Er zeige, wie weit die Ereignisse in Spanien bereits Europa in Mitleidenschaft gezogen hätten. Deutschland habe aber durch seinen Schritt bei der spanischen Regierung erneut gezeigt, daß es den Zwischenfall selbst nicht noch vergrößern wolle und keine Vergeltungsmaßnahmen ergreifen werde. Die deutsche Regierung habe sich damit zu- frieden gegeben, bei einer Wiederholung solcher Verletzungen des internationalen Rechtes der spanischen Regierung ernste Folgen an3u- fünben. Es sei zu hoffen, daß man in Madrid sobald wie möglich Berlin gegenüber eine beruhigende Aufklärung geben werde.
„Malin" schreibt, man habe in Berlin am Don- nerstagabenb eine gewisse Mäßigung feststellen können. Es sei anzunehmen, daß das Reich sich für den Augenblick mit, seinem Protest in Madrid und mit der Drohung des deutschen Flottenchefs an den Kommandanten der spanischen Regierungsflotte bc- I gnügen werden. Beides aber sei dazu angetan, jeocn ; Zweifel darüber auszuschalten, daß Deutschland eine i Wiederholung derartiger Zwischenfälle nicht ' dulden werde.
beutet aber einen et latenten Bruch des internationalen Rechts, da dieses vorsieht, daß außerhalb der Drei-Meilen-Zone überhaupt keine Schiffe, und seien es selbst Schmuggler- chifse, angehalten und durchsucht werden dürfen. Das deutsche Handelsschiff aber führte feine Schmugglerware, sondern war, wie auch das Kommando des roten Piratenschiffes wissen mußte, lediglich dazu bestimmt, die in Spanien ansässigen deutschen und fremden Staatsangehörigen aus dem Hexenfessel des Bürgerkrieges zu retten. Es ist selbstverständlich, daß das Deutsche Reich solche Uebergriffe der bolschewistischen Soldateska auf offenem Meer nicht einfach hinnehmen kann. Wir erwarten deshalb von der sogenannten legalen Regierung in Madrid, daß sie den Freibeutermanieren ihrer kommunistischen Bundesgenossen und Mitkämpfer ein für allemal ein Ende setzt. Sonst müßte man wirklich annehmen, daß die Madrider Regierung bereits offiziell darauf verachtet hat, als gesetzmäßige Vertretung des spanischen Staates zu gelten.
London, 21. Aug. (DRV. Funkspruch.) Zwei englische Bergwerfsbeamte,die vier Wochen lang von den Marxisten in Nerva im Rio - Tinto-Gebiet gefangen gehalten worden waren, sind in Gibraltar eingetroffen und haben dem Sonderberichterstatter des „Daily Telegraph" über ihre Erlebnisse berichtet. Sie schilderten u. a., wie die kommunistischen Arbeiter in der Nacht vor ihrer Flucht vor den nationalistischen Truppen 17 Gefangene, darunter zwei 1 4 j ä h - rige Knaben, in einem Schlachthause niedermetzelten. Ein nationalistischer Soldat wurde auf einem Traktor festgebunden, mit Ben - 3 i n übergossen und inmitten der Ortschaft lebendig verbrannt; die übrigen Gefangenen wurden dadurch getötet, daß man Dynamitpa t r o n e m i n i h r Gefängnis schleuder- t e n. Beim Einmarsch der nationalistischen Truppen in die Ortschaft wurde fein einziger Schuß abgegeben.
Das portugiesische Blatt „Draw de Lisboa" berichtet über ähnliche entsetzliche Grausamkeiten den am Moskauer Beispiel geschulten spanischen Marxisten. In Almendraleja bei Merida . wurden 80 Personen ermordet, davon ein großer Teil gekreuzigt, dann mit Benzin übergossen und lebendig an gezündet. Ein Grundbesitzer wurde zusammen mit seinen beiden Kinder lebendig verbrannt. Zuerst wurden die Kinder angezündet. Der Vater mußte Augenzeuge der grausamen Ermordung seiner Kiner sein. Dann ereilte ihn das gleiche Schicksal.
Angesichts dieser bolschewistischen Scheußlichkeiten, die Angehörige neutraler Staaten an Ort und Stelle beobachten mußten, ist die Frage am Platze, wie lange die Kulturnationen Europas es noch mit ihrem Gewissen vereinbaren zu können glauben, die bolschewistische Mordmeute nach Moskaus Direktion in Spanien hemmungslos wüten zu lassen. MoskausSendllnqe an derArbeit
Bolschewistischer Kurzwellensender in Barcelona.
Madrid, 20. Aug. (DNB.) Der Chefredakteur der Moskauer Zeitung Prawda ist in Madrid eingetroffen. Er stattete noch am gleichen Tage dem Ministerpräsidenten Giral einen Besuch ab. Giral sprach dem Chefredakteur Koldzow gegenüber feine Genugtuung über die zahlreichen Freundschaftsbeweise von sowjetrussischer Seite aus. Koldzow hat vor seinem (Eintreffen in Madrid Barcelona sowie den Frontabschnitt S a r a g o s s a—H u e s c a besucht. Der Kurzwellensender in Barcelona, für den der bolschewistische Moskauer Sender bekanntlich das Redaktionspersonal gestellt hat, bezeichnet sich seit Mittwoch in aller Oeffent- lichkeit nunmehr als „Sender der antifaschistischen Miliz" in Barcelona. Dieser in Barcelona arbeitende Kurzwellensender wurde von den Sowjetrussen mit seiner gesamten Tech- - nik für d i e spanischen Bolschewisten : aufgebaut. Da ein international bekanntes?cus- i Zeichen für diesen Sender nicht zur Verfügung stand.
Äl-sfront-Jnternationale haben ihr Eingreifen zu- |ur ten der spanischen „frente populär“ immer Didier damit begründet, daß man die legale Re- jie ungsgewalt eines fremden Staates sehr wohl iiiirstützen könne, nicht aber den ungesetzlichen Üiistan'd einiger Militärkreise. Wie es jedoch in Mlichkeit um die „Legalität" der Madrider Re- lieung bestellt ist, das hat nicht nur das blutige =c~c<fensregiment des kommunistischen Pöbels in Mi spanischen Provinzen, sondern vor allem auch unwiderlegbar der Zwischenfall mit dem deut- j chn Dampfer „Kamerun" gezeigt. Indem das rote gsschiff den deutschen Flüchtlingsdampfer auf ,ol-r See durch scharfe Schüsse zum Stoppen mng, es durchsuchte und ihm schließlich auch seine jeicre Marschroute vorschrieb, hat das Madrider Kejime bewiesen, daß seine Streitkräfte keiner- । Rücksicht auf die international bz4ig,en Rechte und Gesetze zu nehmen :icuchen. Madrid hat nun auch nach außen hin :ir Boden der Legalität verlassen, auf dem es sich amtlich nie befunden hat. Im übrigen aber bleibt i Frage, wer in Wahrheit Spanien und das f.-ciiische Volk vertritt, die Roten in Madrid oder e Aufständischen, nach wie vor der Entscheidung ü Spanier selbst überlassen, und keine private ev amtliche Stelle des Auslandes darf sich er- toen, die Antwort des spanischen Volkes auf diese ; Tige vorweg zu nehmen. Das Vorgehen des x:iiisch-bolschewistischen Kreuzers „Libertad" be-


