reits b n 5 Flugzeug nach Sevilla. Dort einige Stunden Aufenthalt unter fast afrikanischer Sonne und wieder im Flugzeug zurück nach Salamanca. Aber dieser landschaftlich einzigartige Flug quer durch Spanien, der zum Teil über das Gebiet der Roten führte, entzieht sich der Berichterstattung, denn nach den Aufregungen der letzten Tage habe ich im Ledersessel, eingewiegt vom Gebrumm der drei Motoren, tief geschlafen.
Azana in Barcelona.
Völliges Chaos in Katalonien.
Paris, 20. Okt. (DNB.) Der Präsident des roten Spaniens, Azana, ist in Barcelona eingetroffen, wo er eine Unterredung mit dem Präsidenten von Katalonien, Companys, hatte. Der Madrider Arbeitsminister befand sich bereits in Barcelona. Der Aufenhalt Azanas in Barcelona scheint von längerer Dauer zu sein. In einer Mitteilung der katalanischen Generalidad wird d i e „U m- armung" der beiden „Staatsoberhäup- t e r" als Beweis dafür hingestellt, daß die „beiden iberischen Völker" in unverbrüchlicher Treue „den Kampf um die Freiheit" fortzusetzen gedenken.
Ein aus Barcelona in Burgos eingetroffener Flüchtling berichtet, daß die „Regierung" von Katalonien völlig machtlos sei und nicht verhindern könne, ' daß rote Horden fortgesetzt Raubzüge in Privathäuser unternähmen und diese nach der Ausräuberung häufig noch a n - zündeten. In Katalonien seien von den Anarchisten zahlreiche Hofbesitzer gefesselt und lebend verbrannt worden. Die Waffeneinfuhr nach Katalonien über die französische Grenze soll immer noch fortgesetzt werden.
Asturische Bergarbeiter in Sowjetrußland zum Bürgerkrieg „ausgebildet".
London, 19. Okt. (DNB.) Der Evening Standard veröffentlicht einen Bericht, der als ein Beweis dafür gelten kann, daß die kommunistischen Machenschaften in Spanien von langer Hand vorbereitet worden sind. Im Jahre 1934 habe die 3. Internationale in Moskau kurz nach der Unterdrückung des Aufstandes kommunistischer Bergarbeiter in Asturien etwa 100 Rädelsführer dieser Revolte nach Sowjetrußland zu Ausbildungszwecken eingeladen. Diese Leute sollen im Sommer dieses Jahres nach Spanien zurückgekehrt sein. Sie erhielten Befehle, an Bord der spanischen Kriegsschiffe kommunisti- s ch e Z e l l e n zu bilden. Bei Beginn der nationalen Erhebung organisierten diese Asturier den bewaffneten Aufstand, der mit der massenweisen Ermordung der Offiziere begann Als die Lage für die asturischen Bergarbeiter, die Oviedo belagerten, kritisch wurde, verließen die roten Rädelsführer ihre Schiffe, um ihren bedrängten Gesinnungsgenossen an der Front zu Hilfe zu eilen.
JNaffenverhafiuuaen von Frauen
London, 20. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der Sonderberichterstatter der „Times" in Valencia meldet, die Marxisten in Madrid machten neuerdings Jagd auf Frauen. In der vergangenen Woche seien in einem Madrider Stadtviertel annähernd tausend Frauen verhaftet und in zwei beschlagnahmte Häuser untergebracht worden. Ihren Gatten und Söhnen werde nicht erlaubt ihnen zu helfen. Es sei möglich, daß die Marxisten beabsichtigen, die verhafteten Frauen im Falle einer Belagerung Madrids als Geiseln zu verwenden. An der spanischen Grenze und in allen Seehäfen sei die Parole ausgegeben worden, daß keine spanische Frau Spanien verlassen dürfe. Die „Times" schreibt, es würde eine katastrophale Wirkung auf die Meinung des Auslandes haben, wenn diesen verhafteten Frauen ein Leid geschähe.
Oie letzten Kirchen in Sowjetruhland vor der Zerstörung.
Warschau,». Okt. (DNB.) Nach dem „F ü n s- jahresplan der Gottlosen" sollen im nächsten Jahr sämtliche Kirchen und Gebetshäuser vom russischen Boden verschwinden. Im alten Rußland gab es allein etwa 120 000 orthodoxe Gotteshäuser. Bis jetzt wurden mehr als die Hälfte von ihnen zerstört, die anderen wurden in Klubs für Gottlose, in Theater, Läden, Speicher und Badeanstalten um- gewandelt. Im Jahre 1937 sollen auch die Kirchen vernichtet werden, die bisher wegen ihres hohen künstlerischen und geschichtlichen Wertes erhalten blieben. Diese barbarischen Ankündigungen erklären sich daraus, daß in letzter Zeit überall ein wachsendes Bedürfnis der unterdrückten Bevölkerung nach religiöser Betätigung festgestellt wurde. Vor allem auf dem Lande sollen sich die Bauern trotz aller Verfolgungen und Strafen immer wieder zu geheimen religiösen Feiern zusammenfinden. Weil sich die Leiter der Gottlosenbewegung auf die antireligiöse Haltung der Bevölkerung nicht verlassen können, haben sie die Leitung des Vernichtungswerkes an den Gotteshäusern überall in die Hände von Fremden gelegt. Zumeist sind damit natürlich Juden betraut worden.
Französischer Bauernführer verhaftet.
Protestkundgebung in der Pariser Markthalle.
Paris, 20. Okt. (DNB. Funkspruch.) Anhänger der Antifaschi st ischen Bauernpartei veranstalteten in der Großmarkthalle von Paris eine Protestkundgebung gegen das Verbot einer Versammlung. Polizei mußte aufgeboten werden, um die Zufuhr von Lebensmitteln und Gemüse zu sichern. Der Bauernführer Dorgöres verlangte vom Präfekten empfangen zu werden, um die Freilassung der in der Markthalle verhafteten Partei- angehörigen zu verlangen. Der Präfekt weigerte sich, Dorgöres zu empfangen, worauf dieser erklärte, er werde solange im Vorzimmer des Präfekten bleiben, bis dieser ihn vorgelassen habe. Der Bauernführer und sein Mitarbeiter machten es sich darauf in den im Vorzimmer stehenden Sesseln bequem. Nach kurzer Zeit ließ der Polizeipräsident den Bauernführer verhaften und zur nächsten Polizeiwache bringen.
Wieder Brotpreiserhöhung in Paris.
Paris, 20. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der Brotpreis für ein Kilogramm Weißbrot wird mit Wirkung vom 1. November in Paris erneut um
Der italienische Außenminister wird heute in Berlin erwartet.
durch ein Militärbündnis mit dem Bolschewismus die Vorherrschaft über Europa, wie die Franzosen sie verstehen, zu sichern, ohne zu ahnen, daß gerade dadurch die Grundlagen Europas auf das schwerste erschüttert wurden. Demgegenüber blieb Deutschland nichts anders übrig, als den Versailler Vertrag zu zerbrechen. Auch die italienische Politik zeigte, daß der Drang nach einer gerechteren Verteilung der Rohstoffquellen, nach einer Auflockerung des europäischen Gefüges, das in den Unfriedens- verträaen starr und unbeweglich gemacht worden war, daß diese Dynamik entwicklungsgeschichtlich den wahren Interessen Europas entspricht. Sie wird auf die Dauer zum Frieden führen und siegreich bleiben, während die alten politischen Methoden zum Absterben verurteilt sind. Da das neue Deutschland den Frieden will, aber die Gleichberechtigung als logische Voraussetzung aller Verhandlungen über einen echteren Friedenszustand als den tückischen Frieden der Unfriedensoerträge erstrebt, hat die nationalsozialistische Politik manche Berührungspunkte mit der Politik jener Staaten, die ähnliche Ziele verfolgen. Die Zeiten sind vorbei, da die Politik einer Macht oder Machtgruppe ganz Europa beherrschte, da diese Machtgruppe in Versailles über das Kernvolk Europas die Fesseln des Diktats warf. Deutschland ist unter dem Führer wieder erstarkt, und die anderen Mächte werden damit rechnen müssen.
Graf Ciano gehört zu den Staatsmännern, die die Mission des neuen europäischen Gedankens deshalb erfaßt haben, weil sie unbeschwert sind von den Schlingen, die die alle politische Mechode über
alle zu werfen pflegt, die in ihr aufgewachsen sind. Der Graf ist heute der jüngste Staatsmann Europas — er ist im Jahre 1903 in Livorno geboren — aber er hat gezeigt, daß gerade die Frische zugleich Hand in Hand geht mit einer Kenntnis des diplomatischen Dienstes und der Beziehungen der Völker, die ihn zu einem erfolgreichen Gegenspieler der alten Mächte macht. Er ist seit 1925 im italienischen Auslanddienst, heiratete die Tochter des Duce, Edda, die im Juni 1936 Deutschland besuchte, und war Generalkonsul in Schanghai, wo er sich während der chinesisch-japanischen Auseinandersetzungen mit seiner Gattin, die ihrem Gemahl mittlerweile zwei Kinder geboren hatte, gerade während der Beschießung dieser Stadt hervortrat. Dann ging er im Jahre 1933 zur Weltwirtschaftskonferenz nach London, wurde darauf Propagandaminister, meldete sich im August 1935 als Flieger zur abessinischen Front, führte dort schwierige Erkundungsflüge aus und wurde im Juni 1936 mit dem Posten des Außenministers, den der Duce abgab, betraut. Seitdem leitet er die italienische Außenpolitik in einem Sinne, der anttbolschewisttsch ist, aber gleichzeitig das Bestreben zeigt, alle Nationen Europas zu einer neuen Front des gemeinsamen Friedens- zustandes zusammenzuführen. Der Vertiefung der Beziehungen Italiens zu Deutschland, der Neuordnung Europas ist sein Berliner Besuch gewidmet, und seit dem Abkommen mit Oestererich die Schatten zwischen Berlin und Wien gewichen sind, die gleichzeitig unser Verhältnis zu Italien trübten, ist die Bahn frei für eine Politik, aus der ein neues und friedlicheres Europa sich abzeichnet.
VekrWgmig gemeinsamer Lebensarbeit bas Ziel des Berliner Besuchs.
Rom, 19. Okt. (DNB.) Zu der Reise des italienischen Außenministers nach Berlin schreibt „Giornale d'Jtalia": Die Besprechungen des Grafen Ciano in Deutschland strebten konstruktive Ziele zur Realisierung einiger fester Punkte in den Beziehungen der beiden Länder wie in den allgemeinen Beziehungen Europas an. Sie hätten zur Grundlage die Verwandtschaft der Regime das Zusammentreffen der Interessen der beiden Länder in vielen wesentlichen Problemen, die Parallelität vieler ihrer Positionen in Europa, die Festigkeit ihrer inneren nationalen Organe, die es ihnen erlaubten, auch ihre politischen Ziele festzulegen und sie vom Wechsel der parlamentarischen Jahreszeiten nicht beeinflussen zu lassen.
Die Begegnung bezwecke weder Blockbildung noch Einschüchterungsversuche, sie wolle eine Bekräftigung des Friedens sein, den Italien unter Aufbietung aller seiner produktiven Kräfte dem Imperium geben wolle, und den Deutschland für die Fortsetzung seines gigantischen inneren Aufbauwerkes benötige. Beide Länder hätten d i e gleiche realistische Auffassung vom Frieden, der vom Grundsatz der internationalen Gerechtigkeit und des tatsächlichen Gleichgewichts der Kräfte und der Interessen getragen werde.
Die Rückkehr Belgiens zu einer klassischen Neutralität werde weitgehende Rückwirkungen auf die internationalen Beziehungen haben. Der Grundsatz des Locarno-Gedankens sei im Begriff, Schiffbruch zu erleiden. Auch das'Völkerbundsproblem, so weit es die kollektive Sicherheit betreffe, habe sich erneut verschärft. Deutschland habe den Völkerbund endgültig verlassen, Italien habe seine Mitarbeit de facto wenn auch noch nicht de jure eingestellt. Das Fernbleiben beider Großmächte gehe auf die gleiche Art von Gründen zurück, nämlich auf eine unausrottbare Verständnislosigkeit des Genfer Institutes für die ßebensintereffen beider Staaten. Weitere Momente der europäischen Unordnung seien in den Ereignissen in Spanien und in dem lärmenden Auftreten Sowjetrußlands im Londoner Nichteinmischungskomitee sowie in der immer mehr um sich greifenden f 0 m m u n i ft i • f cf) e n Zersetzung zu sehen. Dem gegenüber wollen die starken und gesunden Völker aktiven Wider st and aus ihrer Verteidigungslinie leisten. Es sei nur natürlich, wenn diese Nationen bei der Abwicklung ihrer täglichen Aufgaben und Arbeiten zufammenhielten. Das sei auch zwischen Italien und Deutschland der Fall.
Berlin, 19. Okt. (DNB.) Der italienische Außenminister Graf Ciano wird am Dienstagnachmittag als Gast der Reichsregierung zum Besuch des Reichsauhenminislers Freiherrn von Neurath in Berlin eintreffen. 3n Begleitung des italienischen Staatsmannes befinden sich der Generaldirektor für die europäischen Ange-
ch
legenheiten Gesandter B u t i, der Generaldirektor iir die allgemeinen Angelegenheiten Gesandter Graf Bifetti, der Generaldirektor für den Dienst der ausländischen Presse Cornm. Grazzi, oroie der persönliche Referent des Außenministers Cornm. A n f u f 0. 3m Anschluß an einen mehrtägigen Aufenthalt in der Reichshauptstadt wird sich Graf Ciano nach Süddeutfchland begeben, um einer Einladung des Führers und Reichskanzlers zu folgen.
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Graf Galeazzo Ciano bei Conti Coriellazzo, der Außenminister des faschisttschen Italiens, Schwiegersohn des Duce, wirb bei seinem Besuch in Deutschlanb auch von ber deutschen Oeffentlich- keit herzlich begrüßt werden, benn er ist ber Typ bes fortschrittlichen Staatsmannes, ber aus ben abgelebten Dingen bie Folgerungen gezogen hat unb ich hinwenbet zu einer Neuordnung ber europäischen Verhältnisse. Europa steht im Umbruch, steht kurz vor ber Entscheibung, ob es ich ber alles zerstörenben Art bes Weltbolschewis- mus und ber Weltrevolutionierung verschreiben will ober ob es seine heiligsten Güter in alle Zukunft baburch sichert, baß es'biefer Anarchie Tobfeinb ist unb sich als solchen erklärt. Gerade bie Ereignisse ber letzten Jahre haben gezeigt, wie sich bie Ent- cheibung anspinnt. Die Staatsmänner ber alten Fasson hatten von Genf aus Europa beherrschen wollen. Mit ihrer bemokratisch-marxistischen Jbeo- logie versuchten sie, bie Unfriebensoerträge zu verewigen, unb gleichzeitig ging Frankreich baran,
10 Centimes erhöht. Dies ist in wenigen Monaten bereits bie britte Erhöhung. Sie ist weniger eine Auswirkung ber Weizenpreiserhöhung — bas Mehl stammt noch aus vorjähriger Ernte — als vielmehr burch bie Lohnerhöhungen unb sozialen Gesetze bebingt. Der „Jour bezeichnet bie neue Verteuerung bes Brotes als „ein weiteres Geschenk ber Volksfront- Regierung"
Stortinawahlen in Norwegen
Oslo, 20. Okt. (DNB.) Die Wahlen zum norwegischen Storting haben bei einer bisher unbekannten Wahlbeteiligung stattgefunben. Nach ben bisher vorliegenden Ergebnissen kann angenommen werden, bah bie marxistische Arbeiterpartei von ben 150 Sitzen bes Stortings wahrscheinlich 71 gegenüber bisher 69 Sitzen erhalten wirb, so baß sie auch im neuen Parlament nicht bie Mehrheit haben wirb. Die Konservativen Haden voraussichtlich 5 Sitze gewonnen, bie Agrarier bagegen 5 unb bie Liberalen 2 verloren. Die Nationale Sammlungspartei ist gegenüber ber Wahl von 1933 zurückgegangen unb wirb auch im neuen Storting keinen S i tz erhalten.
langeberWehrmacht involkstümlicher Weise burch Bilb unb Wort in ber Oesfentlichkeit zu vertreten. Sie roenbet sich an ben Solbaten, ber sich über alle wichtigen Ereignisse innerhalb ber Wehrmacht laufenb unterrichten soll, sie wenbet sich aber gleichzeitig an alle Deutschen, um über bie neue Wehrmacht, ihren Ausbau, ihre Organisation, Bewaffnung unb Ausbilbung, über bas Leben bes Solbaten in allen brei Wehrmachtsteilen Aufklärung zu geben. Ihr Inhalt wirb sich ferner auf Ueberlieferungspflege, Berichterstattung über frembe Wehrmächte unb gute Solbatenerzählungen erstrecken. Die Herstellung ber Zeitschrift einschl. Schrift- leitunq unb Verlag liegt in Hänben bes Verlages „Die Wehrmacht" GmbH. Als Hauptschriftleiter ist Dr. Richarb Jügler bestellt worben. Der Preis ber Zeitschrift beträgt bei Monatsbezug 0,50 Mk., bas Einzelheft kostet 0,25 Mark.
Meine voti#ifd>c Tiadh lebten
Der Führer besichtigte mit bem Reichs- jugenbsührer von Schirach bie am Sonntag ein- ge'weihte Abolf-Hitler-Jugenbher berge im Berchtesgabener Lanb. Bei bieser Gelegenheit sprach ber Führer seine volle Siner«
fennuna für bie vorbilblichen Leistungen des Deutschen Jugenbherbergswerkes aus.
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Der diesjährige vierte Reichsbauerntag findet vom 2 3. bis 2 9. November in der Reichsbauernstadt Goslar statt. Der Reichs- bauernführer wird, obwohl seine schwere Sportunfallverletzung noch nicht ausgeheilt ist, am 29. November (Sonntag) auf der Schlußoeranstal- tung das Wort ergreifen.
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Staatssekretär General der Flieger Milch ist von Mussolini empfangen worden. Anschließend besichtigten die deutschen Offiziere Pompeji und machten eine Fahrt auf ben Vesuv. Staatssekretär Milch begab sich am Montag nach Oberitalien, wo der Turiner Militärflugplatz und der Flugzeugmotorenbau ber Fiatwerke besucht würben.
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Der Reichsführer SS. und Ches ber deutschen Polizei Himmler traf in Rom ein. Zu feiner Begrüßung waren Staatssekretär Buffarini- G u i d i, ber Chef ber italienischen Polizei, Senator B 0 c ch i n i, ber Präfekt von Rom unb ber deutsche Botschafter von Hassel auf dem Flughafen zugegen.
Wege zum Wiederaufbau des Weltmarkts
Empfehlungen der Internationalen Handelskammer.
Gegen Wucherer und Dolksschädlinge.
LPD. Koblenz, 19. Okt. Die ßanbesftelle Koblenz-Trier teilt u. a. mit: Nachdem erst unlängst einzelne Personen wegen Ueberschreitens der Höchstpreise in Schutzhast genommen wurden, mußte heute ber jüdische Metzgermeister und Viehhändler Karl Schweitzer in Altenahr verhaftet werben, weil er in ben letzten Monaten in größerem Umfange sein Monatskontingent an Schlachtvieh überschritten und beim Ankauf von Schlachtvieh gegen bie vom Deutschen Viehhanbelsverband im Interesse ber Volksernährung erlassenen Vorschriften verstoßen hat. Außerdem hat er beim Kleinverkauf bie f e st gesetzten Höch st preise nicht eingehalten. Auch gegen einen ß a n b ro i r t aus Lötzbeuern würbe die S ch u tz h a f t verhängt, weil er beim Verkauf eines Schlachtschweines die Höchstpreise insofern überschritten hatte, als er für jedes Pfund ßebendgewicht 7 Pf. Ueberpreis forderte und außerdem den Verkauf davon abhängig machte, daß das Tier anstatt in nüchternem, in gefüttertem Zustande gewogen wurde Er hatte weiterhin ben Verkauf bavon abhängig gemacht, baß ber Metzgermeister ihn ein Geschenk von 10 Mark mache und jedem seiner Kinder eine Fleischwurst gebe. Das strenge Durchgreifen der Verwaltungsbehörde beweist somit, daß der nationalsozialistische Staat mit unerbittlicher Härte in jedem Einzelfall im Interesse der Allgemeinheit drakonisch b umgreifen wird
„Oie Wehrmacht."
Eine neue Ha>bmonatszeitschrist.
Berlin,». Okt. (DNB.) Das R e i ch s k r i e g s. minifteriumgibtbetannt: Anfang November 1936 erscheint erstmalig im Verlag „D i e W e h r- m a ch t" GmbH., Berlin w 8, Kronenstraße 37, bie illustrierte Halbmonatszeitschrift „Die Wehrmacht". Die Herausgabe erfolgt burch das Reichskriegsmini' fterium. Die Zeitschrift hat bie Aufgabe, die Be-
Paris, 19. Okt. (Fwd.) Der Verwaltungsrat ber IHK., bem von beutscher Seite bie Herren Abr. Fro- roein, Dr. O. Chr. Fischer, K. Freiherr von Schrö- ber, Dr. F. Häricke unb Dr. G. Riebberg angehören, veröffentlicht eine Erklärung, berzufolge er Die Zeit für gekommen hält, um bie zur Beschränkung bes Güteraustausches getroffenen Maßnahmen unb Zollerhöhungen allmählich z u beseitigen. Ohne planvolles Zusammenwirken würbe bie angeftrebte Währungsstabilität u n - t e r h ö h 11 werben. Die Folge bavon wäre bie Gefahr weiterer Abwertung unb einer Verschärfung bes Wirtschaftskrieges, woburch nicht nur bie wirtschaftliche Wieberbelebung, sondern auch bie Erhaltung bes Friebens ernstlich bebroht würben. Der Verwaltungsrat empfiehlt als ersten Schritt zur Verbesserung ber politischen unb wirtschaftlichen Beziehungen u. a.: Den Abschluß mehrseitiger Hanbelsverträge, bie bem Beitritt aller Staaten offenstehen unb bem internationalen Güteraustausch neuen Antrieb geben. Die systematische Einführung ber Meistbegün- ft i g u n g s f i a u f e L Die Abschaffung ber Einfuhrkontingente mittels mehrseitiger Abkommen, fobalb burch Maßnahmen auf bem Gebiete ber Währung ber Weg für ben enbgültigen Wieberaufbau bes Welthanbels geebnet worben ist. Uebergangsroeife Einführung von „Zollkontingenten" an Stelle ber Einfuhrkontingente. Regionalabkommen unb Gruppenverträge, soweit sie auf Ausweitung bes Hanbels unb Befrisbung ber Völker gerichtet finb. Die Anpassung berjenigen Währun- g e n an angemessene Paritäten, beren Wechselkurse in keinem Verhältnis mehr zur ßage ber Zahlungsbilanz, ber Relation zwischen Gestehungskosten unb Verkaufspreisen im Vergleich zu anberen ßänbern unb ber Struktur ber inneren Verschiebung stehen. Verzicht auf Abwertung zum Zwecke des internatio
nalen Wettbewerbs, Sicherung ber Wechselkurse nach Anpassung an bie Notwenbigkeiten ber einzelnen ßänber, Ausschaltung ber saisonmäßigen Währungs- schwankungen, Anerkennung ber Notwenbigkeit eines möglichst raschen Ueberganges zu einem stabileren System. Allmähliche Abschaffung der Devisenkontrolle unb ber Clearings, in bem Maße, in bem bas Problem ber internationalen Derschulbung geregelt, ber internationale Kre- bitverkehr roieber belebt unb bie ungeregelten Ka- pitalverschiebungen beschränkt finb.
Im Anschluß an die Verwaltungsratssitzung wurde eine Erklärung veröffentlicht, in ber Präsi- bent ber HJK., Dr. F- H- F e n t e n e r van V l i f \ i n g e n , über bie Schlußfolgerungen ber herangezogenen Wirtschaftssachverständigen berichtete: Politik, Derschulbung, Währung und Handel müssen als Teile bes großen Problems bes Wieberaufbaus bes Weltmarktes betrachtet werden. Der Zugang von Rohstoffen fetzt bie Fähigkeit zum Absatz ber Fertigwaren voraus. Der Absatz von Agrarprodukten bedingt seinerseits wiederum bas Recht bes Zuganges zu ben Märkten ber Jndustrielänber. Kein einziges Problem kann für sich allein gelöst werben. Solange das Vertrauen nicht wieberhergestellt ist, und bi es ist vor allem eine Frage ber internationalen Oe- rechtigkeit, kann es keine Sicherheit geben. Solange das Gefühl der Sicherheit fehlt, wird auch das verhängnisvolle Wettrüsten nicht a u f h ö r e n. Die Wiederherstellung des Vertrauens hängt in erster Linie von einer Regelung der politischen Probleme ab. Eine solche Regelung verlangt notwendigerweise die Zusammenarbeit der Staaten. Die polittsche Unsicherheit, das Währungschaos und der übertriebene Protektionismus beeinträchtigen die Zahlungsfähig-


