Ausgabe 
20.8.1936
 
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Bolschewistisches Mflungsfieber.

Von unserem Ti.-Äerichterstcitter.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten?

Moskau, August 1936.

eigenen Augen gesehen Hal. Alle wände seien mit Blut bespritzt gewesen.

Times" gibt in einer Meldung von der spanisch- französischen Grenze den Bericht eines zuverlässigen Augenzeugen wieder, wonach in Tarragona nationalgefinnte Leute systematisch nach oberflächlicher Prüfung durch einen Revolu- tionsausfchuh hingerichtet werden. Ihre Leichen würden in den Straßengraben ge­worfen und später mit Kraftwagen abgefahren. Wie dieTimes" weiter berichtet, haben die Mar­xisten in San Sebastian am Mittwoch acht Gei - feln aus Rache für die Beschießung er­mordet. Nördlich von Barcelona wurden d r e i Nonnen während einer Messe von Kommunisten aus der Kirche geschleppt und als ..Beispiel für andere" erschossen.

Mann an, die Zahl der Witwen belaufe sich auf etwa 25 000 und die der Waifen auf 60 000.

Lissabon. 19. Aug. (DBB.) Der Sonderbe- richlerslatter desDiario de Lisboa" meldet aus Almendraleja (südlich von Merida): Die Greuel- taten der Marxisten erreichten hier den Höhe­punkt der Grausamkeiten. 80 Personen wurden ermordet, davon ein großer Teil ge- kreuzigt. dann mit Benzin übergossen und leben­dig a n g e j ü n b e t. Ein Grundbesitzer wurde zu­sammen mit feinen beiden Kinder le­bendig verbrannt. Zuerst wurden die Kinder angezündet. Der Baler mußte Augenzeuge der grausamen Ermordung seiner Kinder ein. Dann ereilte ihn das gleiche Schicksal. Im

Die MWenhmschafi in Madrid.

Hinrichtungen, Eigentumsbeschlagnahmen und Entlassungen.

In Barcelona verbreitet zur Zeit ein Kurz­wellensender Nachrichten der Madrider Lmksregie- rung und der in Barcelona herrschenden marp= stischen Parteien. Die Sprecherin dieser Meldungen bis vor kurzem noch Funk- sprecherin des Moskauer Senders und Redakteurin des Moskauer bolschewistischen Nach-

Moskau funkt: Tötet alle Priester!"

Marxistische Freibeuter zwingen deutsches Handelsschiff zum Stoppen

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Ercelsior" gibt in seinem Bericht aus Madrid die" Zahl der Opfer des spanischen Bürgerkrieges^n Verlaufe der letzten 4 Wochen mit rund 55 000

Gefängnis von Almendraleja wurden 38 Bürger umgebracht. Der Berichterstatter betont dann, daß hinrichtungsraum im Gefängnis m i t

Lissabon, 20. Aug. (DNB. Funkspruch.) Von den Meldungen, die die Madrider Regierung über ihre Sender verbreitet, ist ein M a n i f e st bemer­kenswert, das im Madrider Rundfunk von einem berüchtigten kommunistischen Abgeordneten verlesen wurde. Darin wird von kommunistischer Seite dazu aufgefordert, sich auf eine lange Dauer des Krieges vorzubereiten. Die Zwil- industrie müsse in eine Kriegsindustrie um­gewandelt werden. Nach einer Verbeugung vor dem Grundsatz der religiösen Freiheit heißt es dann, man müsse diejenigenausmerzen, welche Kirchen und Klöster zu Spionagezentralen machten.

Das Madrider Kriegsministerium verbreitet einen Rückblick auf den bisherigen Verlauf des Kampfes. Die Regierung rühmt sich darin ihrer Erfolge und behauptet, die Nationalisten seien dort,wo sie noch Einfluß hätten" umzingelt und moralisch ge­schwächt, da die Bevölkerung gegen sie Stellung nehme. Gleichzeitig behauptet die Regierung, daß sie nur diestrikte Wahrheit" über den Stand der militärischen Operationen verbreite, da sie .ihres

Sieges sicher fei".

Die Presse veröffentlicht eine Liste der in der letzten vier Wochen ums Leben gek o m m e ne n nationalistischen Generale. Danach sind 2 durch Unfall getötet worden, 3 aus Grund von Gerichtsurteilen h i n g e r i ch t e t worden, 6 i m Kampf gefallen oder nach Waffenstreckung erschossen. 18 Generale befinden sich zur Zett in marxistischer Gefangenschaft, davon allem 12 m Madrid. Dor dem Sondergericht sind zur Zeit 273 Verfahren anhängig. Marxistische Zei­tungen veröffentlichen in Artikeln lange L'sten über di- B - f <6 Jag na h m°n al.bef.tj. reform hat zahlreiche Landhäuser, sawie Grund und Boden im Umfange von vielen tau end fiel, tar enteignet. Das Außenministerium, das schon seit geraumer Zeit unter den bisherigen Be­amten des^diplomatischcn Dienstes Entlassungen gewütet hat, soweit die Diplomaten nicht von sich aus der Maddrider Regierung ihren Dienst auf- gesagt haben, hat jetzt f-m- ^usmerksamk-.t d-n ftoniulatsbeamten zugewendet D,e neue­sten Listen der (Entlaßenen weifen wieder 34 5Jla

Berlin, 19. Aug. (DNB.) Der deutsche Damp- ferft am er im, der mit Bestimmungshafen Genua den Zwischenhafen Eadiz an­laufen wollte, um weisungsgemäß Flüchtlinge aufzunehmen, ist 7'/r Weilen von der ftüste entfernt von dem fpauischen U.-Boot B 6 und dem fpauischen KreuzerLiberia d" durch drei Schüsse zum Stoppen ge­zwungen worden. Er wurde durch ein Prisen­kommando durchsucht, nach der Durchsuchung zwar freigelassen, aber gezwungen, seinen Kurs zu ändern und Richtung auf das Wittelmeer zu nehmen.

Das Werk Moskaus.

Der Krieg zwischen Nationalisten und Kommu­nisten in Spanien ist das Werk Moskaus, das auch dafür sorgt, daß die roten Truppen weder Mangel an Kriegsmaterial noch Mangel an Ireib ft offen leiden. Kein Kriegsschiff der Linksregierung, kein rotes Flugzeug könnten in Gang und zum Aufstieg gebracht werden, wenn nicht ununterbrochen geheimnisvolle Schiffe an den spanischen Küsten auftauchten, um Erdöl oder Koh­len, um Gewehre oder Munition für die roten Truppen auszubooten. Gegen die Linksregierung hat sich ein großer Teil des Heeres erhoben, der über die Bestände der bewaffneten Macht verfugt. Die Linksregierung konnte also nicht auf diese Waffen­bestände zurückgreifen, ebenso wenig neue Herstellen lassen, sondern war vom ersten Tage des Krieges zwischen den Weißen und den Roten auf auslän­dische Hilfe angewiesen. Don Bat um im Schwar­zen Meer, also dem räterussischen Erdölhafen, durch Bosporus und Dardanellen sowie durch das Mittel­meer führt heute der Schiffsweg bis nach Barce­lona. In Datum gibt es keine amtlichen Schiffs- kontore, die gewissenhaft und zuverlässig nicht nur die ein» und ausgehenden Schiffe mitteilen, sondern auch Angaben über die Ladung machen. Wenn nicht immer Nachschübe von Treibstoffen erfolgte, wie könnten die roten Truppen in Spanien heute noch Kraftwagen hin und herfahren lassen? Moskau hat darin Erfahrung; denn wo immer es feit fünfzehn Jahren Bürgerkriege und andere Kriege gegeben hat, immer wieder wurden Spuren feftgefteUt, die von und nach Moskau führen.

bolschewistische Greuel.

(Mreujigf, mit Äenzin übergossen und lebendig angezündet.

London, 19. Aug. (DNB.)Maily Matt richtet unter der ÜberschriftMoskau funkt: Tötet alle Priester?": Erstaunliche Beitrage zum Beweis für die Anstiftung des roten Terrors in Spanien durch Moskau wurden gestern in der spanischen Rundfunksendung von der Sowjet-Komintern-Station geliefert. Der osfentsichtlich nichtspanische Ansager erklärte, die Zentralexekutive der Kommunistischen Interna-,

tionale in Moskau fei erfreut, zu erfahren, daß die nchtendienstes.

spanische Sektion den Anweisungen Folge l e i st e und denfaschistischen Rebellen" gegenüber keine Gnade zeige. Er erklärte dann weiter, daßder Kampf in Spanien seinen Höhe­punkt noch nicht erreicht hat, und daß die unbarmherzige Ausrottung aller m o n a r ch i st i s ch e n P r i e ft e r und andere Ver­bündeter der faschistischen Rebellen höchst notwen­dig ist, und ununterbrochen fortgesetzt werden muß". Der Ansager kündigte ferner an, daß der Zentralausschuß auf einer Sondersitzung bestimmt habe, die Geldsammlungen in Sowjet­rußland zu beschleunigen und alle Sektio­nen in der ganzen Welt anzuweisen, dem Beispiel der Sowjetunion zu folgen, wo täglich Millionen von Rubeln von den Arbeitern zur Hilfe für den spanischen Kampf beigesteuert würden.

griffsstelle in Spanien richtig aewah , lingt es, Spanien für den Bolschewik " 5" obern, so kann der Hebel da angesetzt werden, er Westeuropa aus den Angeln hebt.

lieber die Wechselbeziehungen zwischen Sport und sportlicher Jugendertüchtigung auf der einen oroie Militärdienst und militärischer Ausbil­dung auf der anderen Seite kann man gewiß Bände schreiben. Das sind Dinge, deren Verwandt- chaft man nicht zu leugnen braucht, die man an­derswo in der Welt aber dennoch streng aus« einanderzuhalten versteht. Nicht so in der Sowjetunion! In einem Lande, dessen Ju­gend zu über 90 o. H. von dem frühesten Kindes- alter militarisiert ist, das die militärische Dorschul- und Schulausbildung obligatorisch gemacht hat und das die Losung von demVolk in Waffen hun­dertprozentig ins Leben umsetzt, in einem solchen Lande muß auch der Sport ausschließ­lich militärischen Charakter haben So wird man sich nicht zu wundern brauchen, daß die Sowjetregierung ihre neueste Verordnung, die das Militärpslichtalter von 21 auf 19 Jahre herabsetzt, damitbegründet",die vorgeschrittene sportliche Ertüchtigung der Jugend erlaube ihre eine frühere A b l e i st u n g des Militärdienstes und diese habe zudem den Vorteil, ihr sodann einen früheren Eintritt in ein ununterbrochenes Berufsleben zu ermöglichen. In der Tat: Die Voraussetzung für diese aufsehen­erregende neue Aufrüstungsmaßnahme der bolsche­wistischen Regierung, die mit Recht in der ganzen Welt als die Krönung der etwa seit Jahresfrist etappenweise durchgeführten gigantischen Offensiv­rüstung bezeichnet wird, hat die Sowjetregierung frühzeitig und planmäßig zu schaffen gewußt. Ein 19jähriger Sowjetbürger ist heute durch die ganze Richtung der vormilitärischen Erziehung in der Aus­übung des Kriegshandwerks so sehr zu Hause, daß eigentlich baie Ableistung seiner Dienstzeit nur noch den Zweck erfüllt, ihm den letzten Schliff zu geoen und ihn als vollgültiges Mitglied in das Riefen- heer der roten Weltrevolutionsarmee einzurechcn.

Dennoch hat eine seltsame und unbegründete Maßnahme noch nie eine seltsamere und simplere Begründung" erfahren. Allen Ernstes spekuliert tue Sowjetregierung so sehr auf die Dummheit der Welt, allen Ernstes hofft sie, daß auch jetzt diese Welt noch nicht aus ihrem Dornröschenschlaf auf- gerüttelt werde, wenn sie es wagt, diese Vermeh­rung der roten Rüstung, deren aggressiven Charakter niemand ableugnen kann, mit dieser Begründung" zu versehen. Ihre neuen Kriegs- Vorbereitungen begründet sie mit den alten Kriegsvorbereitungen. In dem Jargon der Sowjet- presse gibt es seit langem einen Fachausdruck: Otschkowtiratelstwo (soviel wie Blenden, Sand in die Augen streuen), mit dem diese Sowjetpres^ jeden unsauberen Versuch zu bezeichnen pflegt, sich mit untauglichen Mitteln reinzuwaschen. Nun: Em größeres und kühneres Otschkowtiratelstwo ist nie unternommen worden, als es hier die auf, die Dummheit der anderen berechneteErklärung der Sowjetkommissare ist, mit der die Welt über die wirklicheBedeutung dieser gewaltigsten Ru- stungsmaßnahme in die Irre geführt werden soll.

Denn was besagt in der Praxis die Verordnung der Sowjets? In den nächsten vier Jahren werden die AktivbeständederrotenArmee durch die jährliche Aushebung von eineinhalb Jahrgängen um fortschreitend vom ersten bis zum vierten Jahr um 12,5 bis 50 v. H. erhöht. Im Januar dieses Jahres hat der rote Marschall Tuchatschewski die zahlenmäßige Stärke der roten Armee mit 1,3 Millionen Mann angegeben. Unter Zugrunde­legung dieser Ziffer die man eher als zu niedrig bezeichnen muß kann man unschwer ausrechnen, baß die Sowjetunion in ihrer meltreDoluhonaren roten Armee binnen kurzer Zeit eine ft an bi ge Kampftruppe von rund 2 Millionen Mann besitzen wird. Was diese furchtbare Kriegs­macht in einer Zeit, wie der unsngen bedeutet, braucht nicht näher beschrieben zu werden. Der Stoßtrupp des Weltbolschewismus hat eine neue gewaltige Verstärkung erfahren und die ständige Unterstreichung der Kriegsbereitschaft, die wir aus dem Munde aller führenden Militärs der Sowjets zu hören gewohnt find, ist noch mehr geeignet, alarmierend zu wirken. . , . ,

Wir haben es hier mit einer Verschiebung , der europäischen M a ch tv e r h ä 11n i s se zu tun, die viellicht dem französischen und wohl .auch noch dem technischen Generalstab eine willkom­mene Erscheinung sein wird, die aber von der friedlichen und friedensdürstenden Welt wie eine Herausforderung empfunden werden mutz. Denn seit geraumer Zeit steht der Weltbolschewis- rnus in einem Angriff g e g e n ö i ef a p 1 tllst i f ch e W e 11", und im Rohmen dieses An- griff5, der von Dimitroff als dem Generalsekre­tär der Komintern und L i t w i n o w als dem Außenkommissar der Sowjetunion Hand m Hanb geführt wird, ist nunmehr von Stalin auch oer roten Armee mit Woroschilow und Tuch a - t s ch e w s k i an der Spitze eine wichtige Rolle zu­erkannt worden. Wer will leugnen, daß die Welt sich selbst aufgibt, wenn sie auch gegenüber biefer neuen Bedrohung den Kopf in den Sand steckt

Die Vermehrung des Mannschaftsbestandes der roten Armee um jährlich 500 000 Mann lst n u eine Etappe des ungeheuren Ausrustungspro gramms, das seit dem vergangenen Jahr durchge führt wird. Auf der Januartagung des.Zentralvoll zugsausfchusi'es hat Tuchatschewski ertlart daß der Militärhausholt im laufenden Jahr zum

Ohne Moskaus Mitwirkung hätte sich China nicht > in Bürgerkriegen verkrampfen können, ohne Mos- kaus verschleierte Hilfe wäre es in Spanien nicht zu einem so furchtbaren Ausbruch politischer und so- zioler Gegensätze gekommen. Moskau läßt die Ko­mintern die unterirdische Wühlarbeit mit der Er­fahrung besorgen, die in fast hundert Jahren einer politisch und sozial umwälzenden Tätigkeit gesam­melt worden ist. Die Arbeitsteilung, die dabei beob­achtet wird, ist so beschaffen, daß sich leider noch immer ein Teil der Völker und ihrer Staatsmänner davon beeinflussen läßt. Diese Arbeitsteilung besteht darin daß Moskau, 'als das politische und geistige Haupt Räte-Rußlands, sich scheinbar nicht m Dinge hineinmischt, die zur Aufgabe der dritten inter­nationale gehören. ___

Die Meldung, daß ein deutscher Damp­fer der Cadiz anlaufen wollte, um ®ei|ung6ge- mäß' Flüchtlinge aufzunehmen, von Kriegsschiffen der spanischen Marxisten durch Schüsse zum Stoppen gezwungen wurde, zeigt deutlich, daß die spanische Marxistenherrschaft unter Leitung Moskaus zu krassem Pir atentum ausartet. Da- Vorgehen ist ein eklatanter Bruch des inter­nationalen Seerechts. Wenn bolschewistische Kriegs- schi fe auf hoher See ein friedliches deutsches Han delsschiff überfallen, so wird damit ^r interna­tional anerkannte Grundsatz der Freihe t der Meere in gröbster Weise verletzt. Es ist fern Zweifel, daß hinter diesem roten Plratentumi b i e Anweisungen Moskaus stehen, das alles daran fetzt, in Spanien der Herrschaft des Bolschewismus zum Siege zu verhelfen, auch auf die Asahr hm damit einen neuen Weltbrand zu entfess .

. Deutschland auch soeben in seiner Antwortnote an den französischen Außenminister einem Nichtemml schungspakt grundsätzlich zugestimmt bat, f tz es doch verlangen, baß auch die Sow,etumon sich aller Eingriffe in die spanischen Wirren enthctt^ Daß Moskau aber, obwohl es ebenfalls auf den französischen Neutralitätsvorschlag ^stimmend ge­antwortet hat, gar nicht daran denkt den Marx s- mus in Spanien sich selbst zu über ß , 9

nach den neuesten Meldungen aus Span en auf der Hand. Moskaus Agenten treiben ^Rundfunk der Madrider Linksregierung wie " Barcelona u wegt zur Verschärfung des Kampfes und zur Der nichtung des spanischen Bürgertums an D rauchenden Trümmer spanischer Kirchen und K o ster, die blutigen Hekatomben von Tausenden hm- gemetzelter spanischer Bürger sind das Werk ^Nach "menschlichem Ermejjen mühteden K°mmu- nisten in Spanien jchon klar geworden jem daß sie auf sich allein angewiesen, ohne Mogttchkett das Kriegsmaterial zu erneuern, ohne Aussicht, Waffen und Munition zu ergänzen, auf ^e Fortsetzung des Kampfes verzichten, zumal auch die^ Dersorgung mit Lebensmitteln in Frage gestellt ist. Aber die Kommunisten kämpfen mit bolschewistischer Wttdh t weiter, weil sie damit rechnen, daß e=> Moskau gelingen wird, wenn nicht.neue Bomber zu sen­den, |o doch Europa und seine Volker so durchem-

Die plane der Rationalisten.

London, 20. Aug. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung desDaily Telegraph" aus Gibral­tar rechnet General Franco damit, daß San S e b a st i a n in den nächsten Tagen in die Hände der nationalistischen Truppen fallen wird. Nach der Eroberung San Seba­stians würden die zur Zeit an der Nordtuste be­schäftigten Kriegsschiffe frei werben. Sie könnten bann nach ©üben gebracht roerben, um den Angriff der Nationa 1 istenauf Ma - laga von See aus z u unter st ü tz e n. Die Madrider Regierung habe weitere Truppen ent­sandt, um den Vormarsch der Streitkräfte des Ge­nerals Franco gegen die Hauptstadt von »puben her aufzuhalten. Am Mittwoch kam es lebi^icb ju kleineren Plänkeleien Zwischen marxisti^en Streitkräften unb Nationalisten, die ihren Vor marsch in nörblicher Richtung fortfeß en. 2)ie auf Malaga vorrückenben Truppen des nationalistischen Generals Barela würben Mischen^magia (16 Kilometer norbwestlich von Malaga) und ^lUa- nueoa (32 Kilometer nordöstlich von Malaga) durch einen marxistischen Fliegerangriff vorüber­gehend auf gehalten.

Die baskischen Separatisten.

ander zu bringen, daß die Kommunisten mit ihren Gegnern in Spanien wenn auch unter grauenhaften Opfern fertig werden. Diese Opfer schrecken die Kommunisten nicht, denn es ist Grundsatz der Ko­mintern, die politischen GeZner em für allemal zu vernichten, also jede Aussöhnung und jeden Ver­gleich unmöglich zu machen. Moskau hat die An- ... ..... gewählt, denn ge»

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Hr 194 Erster Blatt 186. Jahrgang Donnerstag, 20. August 1936

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Paris, 20. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Sonderberichterstatter desMatin" meldet aus Hen- daye, baß bie baskischen S e p a r a 11 ste n so­wohl Bürger wie Bauern nach dem Ultimatum oer Nationalisten am Mittwochabend einen weite- re n Wiberstand für zweck lo s gehalten hätten. Die Separatisten, bie um ihre Unabhängig­keit zu erkämpfen auf Seiten der Marxisten stehen, hätten am späten Abend einen c a r 11 ft 11 a) e n Unterhändler empfangen, der an ihre religiösen Gefühle appelliert habe und ihnen im Falle einer Unterwerfung Straffreiheit und eine liberale Verfassung zugesichert habe Die marxi- stischen Ausschüsse ,edoch hatten sich Fortsetzung d e s Kampfes bis zumletz- ten Mann entschieden. Unter den Drohungen der Marxisten hätten dann die baskischen Nationa­listen wieder ihre Kampfstellungen be­zogen.