Ausgabe 
20.3.1936
 
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Wenn zwei das Gleiche tun

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FrankenMrer Stteicher spricht in Frankfurt

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Trier, 19. März. (DNB.) In Trier sprach der Ztellvertreter des Führers, Rudolf H e ß, vor 70 000 Alksgenossen. Seine Rede begann Rudolf Heß mit dir Betonung, daß das deutsche Volk in den großen Treuekundgebungen für den Führer fremden Döl-

Dis französische Volk, so betonte Rudolf - nulter, wolle ebensowenig einen Krieg wie das Kitsche. Wir wünschten nur, daß die franzäfische

en. Möge Ml Endungen d« geschichtlich» »and gelegt ifll n Europa de: i halten.

fern und besonders fremden Staatsmännern zurufe: Klaubt nicht, daß Versprechungen oder Drohungen uns vom Führer zu

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Dr.Goebbelsspncht inFrankfurt/M.

Am Montag, dem 2 3. INärz 1 9 3 6, spricht der Reichspropagandaleiter der NSDAP., Reichsminister für Volksausklärung und Propaganda vr. Joseph G o e b b e l s in der Festhalle zu Frankfurt a. 2TL Die Kundgebung beginnt pünktlich 20 Uhr. Saalöffnung um 18 Uhr. Ab 18 Uhr: Konzert.

vr. G o e b b e l s wird im Lause des Monlagnachmittag in Frankfurt a. IN. a u s dem haupkbahnhofeintressen. Die genaue Zeit wird rechtzeitig bekannt­gegeben. Vor dem Hauptbahnhof wird eine große Ehrenformation, bestehend aus Abteilungen der Gliederungen, Aufstellung nehmen.

Daß vr. Goebbels, der in seiner Eigenschaft als Reichswahlleiter unerhört mit Arbeit überlastet und durch ein großes Wahlprogramm vollkommen in Anspruch genommen ist, sich dennoch entschlossen hat, hier zu sprechen, ist eine besondere Auszeichnung für Frankfurt a.2N. und den Gau Hessen-Nassau.

Die Kundgebung wird nicht durch den Rundfunk, sondern lediglich durch direkte Leitungen in 12 parallelversammlungen übertragen. Infolgedessen ist es empfehlenswert, fichfofortkartenzufichern. Karten find erhältlich: bei der Kreisleitung der NSDAP. Groß-Frankfurt, bei allen Ortsgruppen der NSDAP. des Kreises Groß-Frankfurt sowie bei den Geschäftsstellen allerKreisederRSDAP. im Gau Hessen-Nassau.

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Dann kam der Frankenführer auf die n e u i Zeit zu sprechen, auf die deutsche Dolksgemein- schäft, die größte Tat des Führers, dem das ganze deutsche Volk am 29. März einmütig seine Stimme geben werde. Wenn das ganze deutsche Volk hinter Adolf Hitler stehe, dann sei der Führer in der Lage, alles zu erreichen, denn er werde sich dann auf eine Macht stützen können, der es nichts Gleichwertigesentgegenzu st eilen gebe. Langandauernder tosender Beifall dankte dem Frankenführer für seine aufklärenden Ausführungen.

Männer vom Bau.

Viel ruhiger werden!

.auf KAFFEE HAG umstellen!

Deutschland verteidigt am Rhein die Kulturwelt gegen den Bolschewismus.

Oer Giellverireier des Führers Rudolf Heß spricht in Trier vor 70000 Volksgenossen

durch die deutsche Revolution gerettet. Er hat seine Revolution begonnen, weil er seinen Glauben an dos deutsche Volk und besonders den deutschen Ar­beiter nicht verloren hat, ein Glaube, den er mit­brachte aus den Feuerzonen des Weltkrieges. Adolf Hitler hat den deutschen Arbeiter wieder einge­gliedert in die deutsche Nation und ihm die Wege gewiesen zu neuem Schaffen."

Rudolf Heß gab dann einen Abriß über die Ent­wickelung Deutschlands bis zur Machtergreifung und in den Jahren der Revolution, wobei er besonders die innere Befriedung durch den Führer hervorhob. Ebenso wie Adolf Hitler diese innere Befriedung Deutschlands erstrebt hat, strebt er jetzt nach einer Befriedung Europas, eines Europas gleich­geachteter und gleichberechtigter Nationen.

Durch den Bruch des Locarnovertrages, den Frankreich beging mit dem Abschluß des Mlli- tärbündnisfes mit Deutschlands erbittertstem Gegner, der Sowjetunion, war eine Lage in Europa geschaffen, die den Führer nicht nur be­rechtigte, sondern verpflichtete, im Inter­esse der Sicherheit Deutschlands und Europas Frieden Deutschlands West grenze zu sichern. Diese Grenze lag Frankreich als dem Verbündeten des Bolschewismus ständig unge­schützt gegenüber. Sie lag einem Feslungswall mit weitreichenden Geschützen gegenüber, die unser Land stets bedrohen. Adolf Hitler hat jeden Anreiz zu kriegerischen Handlungen beseitigt, den diese bisher völlig ungeschützte Westgrenze bedeutete. 3e ungeschützter nämlich eine solche Grenze ist, er­klärte Rudolf Heß, desto größer ist auch die Gefahr, daß Staatsmänner die inneren Schwierigkeiten in ihrem Lande etwa durch Abenteuer nach außen abzulenken suchen. Nie­mand wird bestreiten, daß Frankreich in den letzten Jahren innere Schwierigkeiten genug ge­habt hat. Daß diese Schwierigkeiten nach dem Pakt mit Sowjetrußland geringer werden, ver­mögen wir nicht zu glauben. Dem französischen Festungssystem haben wir zur Wahrung un­serer Sicherheit die Einheit des Vol­kes und seine Entschlossenheit entgegengesetzt, sich um keinen Preis vergewaltigen zu lassen, eine Entschlossenheit, die wir allerdings vor­sichtshalber durch ein starkes Volksheer unter­baut haben. Dies ist aber auch ein Garant für den Frieden Europas, weil man die Gewißheit hat, daß ein Einmarsch nach Deutsch­land kein Spaziergang mehr ist. Deutschland verteidigt am Rhein die Kulturwelt ge­gen den Bolschewismus.

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den beider Staaten und damit dem Frieden Euro­pas gedient hätte, einfach hinweggegangen? Wenn es über das letzte und größte Angebot wieder hin­weggeht, woher sollen wir den Glauben nehmen, daß Frankreich ernsthaft Frieden wünscht?

Durch Adolf Hitler wünscht aber Deutschland wirklich ernsthaft den Frieden. "Frank­reich rufen wir zu: Es mag endlich einschlagen in die von Adolf Hitler so oft dargereichte Hand und Europa vom Albdruck entlasten, der durch den Arg-

LPD. F r a n k f u r t a. M., 19. März. Zum vier­ten Male in ebensoviel aufeinanderfolgenden Ta- gen war die Frankfurter Festhalle der Schauplatz einer großen Wahlkundgebung, und wieder einmal war die Riesenhalle kaum in der Lage, die unge­heuren Menschenmassen aufzunehmen, die der Spre- cher des Abends, Gauleiter Streicher, angelockt hatte. Kreisleiter Oberbürgermeister Dr. Krebs begrüßte den alten Parteigenossen. Wenn er die überfüllte Halle wieder sehe, so sei das ein Beweis dafür, daß der deutsche Arbeiter den Führer verstanden habe, weil sich der Füh­rer als der erste Arbeiter fühle und weil er dem Arbeiter das zurückgegeben habe, wonach er sich gesehnt habe, die nationale Freiheit und Gleichbe­rechtigung.

Ungeheurer Beifall empfing darauf den Fran­kenführer, als er zu Beginn seiner Ausführun­gen meinte, daß er sich der Versammlung wohl nicht erst vorzustellen brauche. Dann kam er auf die Er­eignisse des 7. März zu sprechen. Die Wiederbele­gung der entmilitarisierten Zone mit deutschen Truppen sei ein Ereignis gewesen, das als die Vor­bereitung dafür anzusehen sei, was noch nachkom­men müsse. Gauleiter Streicher berührte dann die traurige Zeit nach dem verlorenen Krieg und rech­nete dabei unter stürmischem Beifall der Massen mit den Elementen ab, die damals den Frieden un«

wohn, den Frankreich gegen uns hegt, auf ihm lastet. Wir Deutschen werden am 29. März tun, was an uns liegt, und werden dem Führer das Ja-Wort unserer Treue geben, mit dem wir ihm als den Repräsentanten des Willens von 65 Millio­nen von neuem bevollmächtigen, im Namen Deutsch­lands zu kämpfen, für Deutschlands Ehre, Gleich­achtung und Gleichberechtigung und für den Frie­den unseres Kontinents. Jede Stimme, die wir ab­geben, ist eine Stimme für den Frieden."

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Berlin, 20. März. (DNB.) Professor Dr. Grimm (Essen) veröffentlicht in der NSK. fol­genden angesichts des heutigen Beschlusses des Völ- kerbundsrates besonders bemerkenswerten Artikel:

Man wundert sich, weshalb gerade Frank­reich heute unserem Rechtskampf so wenig Ver­ständnis entgegenbringt. Gerade Frankreich hat in einem Kampf um einen viel weniger schlimmen Frieden (die Verträge von 1815) uns ein bewundernswertes Beispiel für einen Rechtskampf um die Revision von Friedensverträgen gegeben, der in Frankreich 35 Jahre mit leidenschaftlicher Wucht geführt worden ist. Am 1. März 1848 sandte der französische Minister Lamartine ein Rund­schreiben an die Vertreter Frankreichs bei den aus­wärtigen Regierungen (veröffentlicht imMoni­teur Univerfel, Journal Officiel" vom 5. März 1848), in dem es heißt:

Herr Botschafter, gemäß den Prinzipien, die die Grundsätze Frankreichs sind, Prinzipien, welche Frankreich ohne Furcht und ohne Herausforderung seinen Freunden und Feinden präsentieren kann, wollen Sie sich ernstlich in folgende Erklärungen vertiefen: Die Verträge von 1815 existieren in Öen Augen d e r französischen Repu­blik nicht mehr zu recht. Neuerdings sind die territorialen Abtretungen dieser Verträge eine Tatsache, welche Frankreich als Basis und als Ausgangspunkt seiner Beziehungen zu den anderen Nationen gelten läßt.

wenn aber die Verträge von 1815 keine tatsächliche handhabe für Abände­rungen in gemeinsamer Ueberein- st l m m u n g bieten, wenn ihnen gegenüber die französische Republik laut und offen erklärt, daß es ihr Recht und ihre Mission ist, auf regulärem und friedlichem Wege zu diesen Abänderungen zu gelan­gen, so zeugt dies von dem gesunden Sinn, der Mäßigung, der Gewissenhaftigkeit und der Klugheit der französischen Republik, und alles dies ist für Europa eine bessere und ehrenhaftere Garantie als die

Bewußtsein, zu wissen, daß die größten Planungen des Führers, seine Reichsautobahnen, seine Gemeinschafts- und Bewegungs- bauten durch die Mithilfe der Männer vom Bau entstehen dürfen. Der Mann, der damals selbst auf dem Bauplatz arbeitete, ist der schlichte und einfache Mensch geblieben, wenn er auch hinaufgewachfen ist zum ersten Mann vom Bau, zum Baumeister des Dritten Reiches. Dem wachsenden Bau des freien Deutschen Reiches etzt am 29. März der deutsche Bauarbeiter d i e Richtkrone der Zustimmung auf. Für ihn gibt es keine Wahl, sondern nur b i e Stimme ür den Führer.

An den deutschen Handel!

Berlin, 18. März. (DNB.) Der Leiter der Reichsgruppe Handel, Prof. Dr. Lüer, wendet sich mit einem Wahlaufruf an den deutschen Handel, in dem es u. a. heißt: In einer historischen Stunde voll schicksalhafter Bedeutung hat der Führer das deutsche Volk zu einem Urteil über seine Arbeit und seine Politik aufgerufen. Es geht darum, dem Ausland, das mit angespanntester Aufmerksam­keit unseren Freiheitskampf beobachtet, den Be­weis zu erbringen, daß des Führers Kampf um Ehre, Freiheit und Brot des deutschen Volkes Kampf ist, daß des Führers Wille der Wille des Volkes ist und daß des Volkes Wille der Wille des Führers ist. Keiner kann sich diesem Appell und dieser Entscheidung entziehen Wer wie der deutsche Kaufmann sich frei­willig dem GefetzderLeistung unterstellt hat, muß sich froh und freimütig, offen und verant­wortungsbewußt zu dem Trager jener Lei - ftung bekennen, die, in ihrem historischen Ausmaß noch nicht zu ermessen, nur feiten von einem großen Mann und feinen Mitarbeitern er­reicht wurde. In diesem Bewußtsein geht der deut­sche Kaufmann am 29. März zur Urne und gibt dem Führer seine Stimme.

An die Soldaten der früheren Wehrmacht.

Berlin, 18. März. (DNB.) Der Bundesführer des Deutschen Reichskriegerbundsss (Kyffhäuser- d u n d), SS.-Oberführer Oberst a. R. Reinhard, wendet sich erneut an die Soldaten der früheren deutschen Wehrmacht in einem Wahlaufruf, der u. a. lautet:

,Kameraden! Achtung! Der Führer hat das deutsche Volk aufgerufen, vor der Welt zu bezeu­gen, ob es zu feinen Taten und Handlungen steht! Da gilt es für uns alte Soldaten, die wir im Feuer der Materialschlachten zu Lande, zur See und in der Luft für Volk und Vaterland er­probt worden sind, auch heute wieder, eine Front zu bilden! So wie wir einst den Wall um Deutschland gegen eine Welt von Feinden bil­deten, so wollen wir heute als ein Block zu­sammen stehen hinter dem Führer und Ober­sten Befehlshaber der durch seinen Willen wieder­erstandenen deutschen Wehrmacht! Adolf Hitler war im Kriege einer der Unseren! Auch heute bekennt er sich immer als unser Kamerad. Bezeugen wir ihm von unserer Seite unsere Kame­radschaft! Am 29. März bezeugt jeder von uns dem Kameraden Adolf Hitler feine treue bedin­gungslose Gefolgschaft! Gedenkt am 29. März unserer gefallenen Helden von Tannen­berg, vom Skagerrak, von der März-Offensive 1918 und aller Schlachten an allen Fronten des Welt­krieges! Zeigen wir uns ihrer würdig, so wird auch mit friedlichen Mitteln der Sieg am 29. März 1936 unter Adolf Hitlers Führung der unsere sein! Die Welt soll erkennen, daß Deutsck- land der großzügigen Friedenspolitik unseres Füh­rers folgt, und daß ein einiges Volk zu ihm und feinen Taten steht!

Aufruf des Evangelischen Bundes zur Heichslagswahl.

Berlin, IS. März. (DNB.) Professor D. Hein- rief) Bornkamm, der Präsident des Evangeli­schen Bundes, veröffentlicht nachstehenden Aufruf zur Reichstagswahl: Ehre und Freiheit, Berechtig- feit und Friede find die Gaben des Schöpfers, die einem Volke zu Schutz und Pflege anvertraut finD" Darum stehen wir im Kampfe um die Ehre un­seres Volkes und um einen wahrhaften Frieden zwischen Völkern gleichen Rechts mit selbst­verständlicher Treue zum Führer. Ich bin sicher, daß alle Mitglieder des Evangelischen Bundes an dem schicksalsvollen 29. März dieser Treue und der Dankbarkeit für die wiedererrungene Freiheit unseres Volkes Ausdruck geben werdey.

terschrieben und denen, die in der Heimat die Revolution machten. Es seien in der Haupt­sache Angehörige der jüdischen Rasse gewesen, die den Schandfrieoen angenommen hätten, Menschen fremder Rasse, die einen wahren deutschen Frieden ja nicht schaffen konnten, weil sie fremden Blutes waren. In der Vergangenheit fei leider das Volk mit dem Gehirn und zu wenig mit bem Herzen erzogen worden, fo daß der größte Teil des Volkes Judenknechte werden mußte. Viel bejubelt wurde darauf der Redner, als er weiter ausführte, die Anwesenden hätten sicher gleich ge­wußt, was er ihnen erzählen werde, als sie gehört hätten, daß er in Frankfurt sprechen werde. Die Rassenfrage müsse er eben immer wieder aufwerfen, denn sie sei zu wichtig für die Zukunft unseres Vol­kes. Oft von minutenlangem Beifall unterbrochen, kam dann der Frankenführer auf alle diejenigen zu sprechen, die sich durch Ueberhebung, Heuchelei und Handlungen gegen die Welt­anschauung des Nationalsozialismus vergingen. Auch in der Partei gebe es noch vieler dieser Elemente, an denen die Parti noch lange zu verdauen haben werde. Gauleiter Streicher schilderte in sehr ein­drucksvoller Weise all die Schäden, die dem deutschen Volke durch die Rassenschande drohten und noch drohen. Er feierte die Nürnberger Gesetze, die ge­eignet seien, dieser Schmach ein Ende zu bereiten.

10 Äurirfib Aütlcye.415ir muntren nur, oag ine jransoiijaje iQQ9e.r Sligierung diesem Wunsche ebenso Rechnung tragen 3e mrde wie die deutsche. Der Führer wirke für Den

hdm al Frieden mit klaren Reden und konkreten Vor-

1 ^ero , Wägen. Er verberge seine Gedanken nicht hinter gen nach j,er Geheimsprache Der Diplomatie, Die Die Völker iH Pru'en' nicht verstehen. ADolf Hitler sage frei heraus, ns er denke, und die Völker verstünden )n. Wenn auch Politiker die Aufrichtigkeit der forte des Führers bezweifeln mögen, fo sind diese ucht weniger aufrichtig. Der Führer

Buchstaben dieser Veriräge, die off von Europa verletzt oder abgeändert sind. Be­fleißigen Sie sich, Herr Botschafter, diefe Los­lösung der französischen Republik von den Ver­trägen von 1815 begreiflich und willig annehm­bar zu machen und zu beweisen, daß diese Offenheit nichts mit der Ruhe Europas Unver­einbares hat...

An anderer Stelle heißt es in Dem Rundschreiben: Der Sinn der drei WorteFreiheit",Gleichheit" undBrüderlichkeit" ist, auf unsere auswärtigen Beziehungen angewendet folgender: Befreiung Frankreichs von den Ketten, die bisher auf feinen Prinzipien und feiner Würde lasteten. Wieder­gewinnung des Ranges, Den es i m Niveau Der europäischen Groß m ä chte innehaben muß, und zum Schluß BünDnis- unb Freundschaftserklärung mit allen Völkern.

Wenn sich heute Hitler im Kampf um wah­ren unD gerechten Frieden an Das Gewissen Der Völker roenDet, i st Das etwas anDeres als was Lamartine 1848 zum Ausdruck gebracht hat? Führende französische Staatsmänner haben das, was sich in Deutschland heute vollzieht, ja schon lange vorausgesagt. Pierre (Töt hat am 29. März 1930 ausgeführt:Wenn mir nicht bald zum Ziel kommen, entsteht die Gefahr, daß Deutschland seine Handlungsfreiheit wiederer­langt und sich nicht mehr durch die Entwaff- nungsbeftimmungen des Versailler Vertrages ge­bunden glaubt." Und Paul-Boncour schrieb am 26. April 1930 im Journal:Endlich braucht man kein Prophet zu sein. Es genügt, Die Augen offen zu halten, um festzustellen, Daf? im Falle eines endgültigen Scheiterns Der Abrüstungsver- hanDlungen ober auch nur im Falle ihrer fort­währenden Vertagung, Deutschland, das vom sonstigen Zwange befreit ist, s i ch a n s ch i ck e n wird, diese Abrüstung abzuschütteln und nicht mehr allein eine Rüstungsbeschränkung zu dulden, die der Versailler Vertrag selbst als Die Bedingung, aber auch als das Versprechen einer allgemeinen Rüstungsherabsetzung bezeichnet hat. Wir haben keine Wahl mehr."

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j>at Frankreich keinen Vertragsbruch begangen, eis es s e i n e e t ge n e e n t m 11 i ta r l s l e rt e Zone Ost- Savoyen einst ohne vertrag­liche Regelung besetzte? hat Frankreich ver­sessen, daß der schweizerischeVundes- t a t 1923 in seinem Protest feststellte, daß .Frankreich die Prinzipien verletzte, die das Völkerrecht zur Grundlage der Beziehungen zwischen den Völkern festgelegt hat?" Will Frankreich bestreiten, daß es den Vertragsbruch vornahm gegen den Willen der Be­völkerung Ost- Savoyens? Und will demgegenüber jemand behaupten, daß die Be­setzung der entmilitarisierten Jone in Deutsch­land etwa gegen den Willen der Bevölkerung tiefes Gebietes erfolge? Frankreich mag heute tiber eine Rechtsverletzung Deutschlands schreien. Das Recht ist dennoch auf unserer

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Und was hat Frankreich wirklich für Den Frieden Mein? Ist es nicht über Die wieDerholten klaren Angebote Des Führers, Deren Annahme Dem Frie-

xu VIn,lkennen vermöchten, Dessen Weg ganz l)e5 e^eben i JDeutfdjlanD geht. Er hat Die Deutsche Nation aus n ffu ihrer tiefsten ErnieDrigung, als sie haarscharf Daran

roPQ' war, Dem Bolschewismus in Die Arme zu treiben,

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Ber 1 in, 18. März. (DNB.) Der Reichsbetriebs­gemeinschaftsleiter Bau, Harpe, erläßt einen Wahl- aufruf, in Dem es u. a. heißt: Wenn am 29. März das deutsche Volk dem Führer seine feierliche Zu­stimmung zu der nunmehr vollendeten Wiederher­stellung der vollen Souveränität und Gleichberechti­gung des Reiches und der dreijährigen Aufbauarbeit geben wird, so werden an diesem geschichtlichen Tage die Millionen Männer vom Bau von ganz be­sonderen Gefühlen bewegt sein. Zum ersten ist ihnen dieser Tag die beglückende Gelegen- ", ", ~ * 'chuld abzutragen, die

ihnen schon lange auf dem Herzen brannte, denn von den überwältigenden Leistungen des dreijähri­gen nationalsozialistischen Regimes ifteinUeber- maß gerade ine Baugewerbe geslos - f e n. UeberaU, wo früher Kelle und Hammer feierte, wird wieder gewerkt und g e b a u t, gibt es wieder Arbeit und Brot. Es ist ein stolzes

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deswegen Nicht weniger aufrichtig. Der Führer "Z * <°lt Verträge! Für Adolf Hitler gibt es ein- er h WnW Heiligkeit Der Abmachungen zwischen Den Völkern, U ae. UnM M Der Die anderen so gerne sprechen!

ie°ren An die Regierung Frankreichs richtete Rudolf Lun 3una*' - Die Frage: Woher nehmt ihr Das Recht, euch 5mh,r bas $<r 3U entrüsten über Die angebliche Nichteinhaltung u iAreibt N «mes Vertrages? Ist euch unbekannt, Daß selbst ' am ®e,Cl Amerika Die Vergewaltigung Der Ruhr als Ver-

i . n [eitf- itogsbrud) bezeichnete? WolÜ ihr die Nichtein-

?-nllesS Haltung des Abrüstungsversprechens in Vergessenheit geraten lassen? Glaubt ihr, daß eine spätere objektive Geschichtsschreibung euren Lcuch des Locarnovertrages nicht fest- ftelen wird trotz allem Wühlen Der interessierten