Ausgabe 
19.6.1936
 
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Nr. 141 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Zreitag, 19. Zuni 1936

LZ. 129Hindenburg" über Gießen.

Ein überraschender Besuch.

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Die Bevölkerung unserer Stadt erlebte gestern kurz nach 18 Uhr eine angenehme Ueberraschung. Der langersehnte Besuch eines der beiden Luft­schiffe wurde Wirklichkeit. Das Luftschiff LZ 129 Hindenburg" erschien, aus der Richtung von Mar­burg her, über unserer Stadt und flog in majestä­tischer Ruhe seinem Heimathafen Frankfurt a. M. zu. Mit großer Geschwindigkeit verbreitete sich die Kunde in allen Straßen und Häusern. Im Nu war

jedermann am Fenster oder auf der Straße, um das Luftschiff zu sehen. Allgemein fiel auf, daß das Motorengeräusch verhältnismäßig gering war, und dadurch das Luftschiff auch später bemerkt wurde, als es sonst vielleicht der Fall gewesen wäre. Das Luftschiff bot im Schein der hellen Spätnachmit­tagssonne einen prächtigen Anblick. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

Aus der Vrovinzialhauptfiaot.

Oie Jiafur bittet um Schonung!

Die Urlaubs- und Reisezeit der Städter hat be­gonnen. Da erscheint es auch bei uns angebracht, diezwölf Bitten der Bäume an die Menschen" weiterzugeben. Sie lauten:Klettere nicht unnötig auf uns herum. Hänge keine Schaukel oder Turn­geräte an unseren Aesten auf. Schneide nicht Buch­staben in unsere Rinden. Schone die schwachen Zweige; je weniger Knospen auf dem Boden liegen, um so besser können wir blühen und Früchte tra­gen. Verletzt uns nicht mit Beilen, Messern, Ham­mer Stöcken und Steinen wir spüren jeden Schlag als Schmerz. Schlage keine Nägel in un­sere Rinde, um Wäscheleinen oder ähnliches daran aufzuhängen. Umspanne Stamm und Aeste nicht mit Eisen- oder Drahtfesseln, die sich mit jedem Jahr tiefer in unser Fleisch schneiden, da Stamm und Aeste beständig an Umfang zunehmen. Laßt uns nicht verdursten, wenn ihr Freude und Nutzen von uns haben wollt. Reiht keine Aeste ab, das gibt böse Wunden und entzieht uns viel Kraft. Pflückt nicht unreife Früchte ab, sie bekommen Euch nicht und unsere Zweige werden beschädigt. Ueberlasse die Baumernte denen, die uns das ganze Jahr pflegen und nähren, sie haben sie sich müh­sam verdient. Wir atmen durch die Blätter, deshalb reiße keine ab."

Don Vogelzüchtern und Vogelfreunden wird allen Ernstes behauptet, daß manche Singvögel nicht mehr so schön singen wie früher. Das ist z. B. bei der Mönchgrasmücke festgestellt, die den sogenann­tenÜberschlag" sich ganz abgewöhnt hat. Die Sprosser Ostpreußens und auch die Singdrossel in dieser Provinz haben ihren Gesang vereinfacht. Ebenso hat der Buchfinkenschlag nicht mehr die schöne frühere Melodie. Man steht hier vor einem Rätsel, dessen Lösung bisher nicht gelungen ist. Man hat ferner festgestellt, daß Vögel ihre Ernährung wechseln. Wenn in Afrika die Heuschrecken zu schwärmen begannen, folgten ihnen Millionen von Vögeln, die einen erheblichen Teil vertilgten. Jetzt ist das nicht mehr der Fall.

Pflanzen sind Lebewesen, die somit auch man­chen Krankheiten unterliegen. Jeder Landwirt kann ein Lied davon singen, und die Gärtner erst recht. Ein italienischer Gelehrter hat kranke Geranien geimpft und zwar mit gutem Erfolg. Man hofft durch Impfen ähnlich wie bei Menschen die Pflanzen gegen gewisse Krankheiten unempfindlich zu machen. Da ist die deutsche Methode entschieden vorzuziehen, die Pflanzen züchtet, die von vorn­herein von gewissen Krankheiten nicht befallen werden können.

Zu den schönsten Vögeln Deutschlands gehören die Eulen. Sie und die Uhus sind schon sehr selten geworden und es besteht die Gefahr, daß sie aussterben, wenn die Menschen ihre bisherige Einstellung zu ihnen nicht ändern. Die Eulen und Uhus gelten als Unglücksvögel und ihre seltsamen Rufe in der Nacht werden nicht gerne gehört. Das ist natürlich schwärzester Aberglaube. Es wird den Vögeln nachgesagt, daß sie sehr viele Kleinvögel vertilgen, aber die Eulen und Uhus ziehen Feld­mäuse entschieden vor und nützen damit dem Land- wirt Man hat jetzt in Westdeutschland Uhus aus Ostpreußen eingebürgert und man hofft auch die deutschen Eulen erhalten zu können. Wer einen zoo­logischen Garten besucht, versäume es nicht, sich auch die Nachtvögel anzusehen, die weit besser als ihr Ruf sind. Außerdem sind es ausgesprochen schöne Tiere die wirklich nichts Unheimliches an sich haben. Das gilt für das Wildkäuzchen, die Schleiereule, Steinkäuzchen, Sumpfohreulen und die anderen Eulenarten.

Dornotizen.

Tageskalender für Freitag.

NS.-Lehrerbund, Geschichtliche Arbeitsgemein­schaft, 17.30 Uhr am Museum, Führung durch die Fränkische Abteilung. Gloria-Palast, Seltersweg: Flitterwochen" Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Ich liebe alle Frauen". Oberhessischer Kunstver­

ein, 16 bis 19 Uhr, AusstellungFrauenbildnis mit Schmuck" im Foyer des Stadttheaters.

Motorstandarte 147 Gießen startet nach Frankfurt.

Ml über 300 Fahrzeugen!

Am morgigen Samstagnachmittag startet die Motorstandarte 147 mit 900 Mann und über 300 Fahrzeugen zu dem Tag des NSKK. in Frank­furt a. M. Die Mannschaften treten um 15 Uhr auf dem Trieb an und fahren dann (ab 16.15 Uhr) in langer Kolonne durch viele Straßen der Stadt. Die Fahrzeuge werden dabei folgende Straßen passieren: Kaiserallee, Gartenstraße, Neuen Weg, Seltersweg, Frankfurter Straße, Alicestraße, Lud- wigstraße. Nach einer Vorbeifahrt am Führer der Standarte werden die Fahrzeuge ihren Weg über den Ludwigsplatz, durch die Gutenbergstraße, über Nahrungsberg, Gnauthstraße, Bismarckstraße, Ste- phanstraße, Goethestraße, Gnauthstraße, Bleichstraße, Ludwigstraße und Wilhelmstraße nach der Frank­furter Straße sortsetzen. Die Wagenkolonne wird eine erhebliche Länge haben. Die Auffahrt dürfte sich sehr eindrucksvoll gestalten.

Wie wir hören, werden auch die Standarten von Marburg und Kassel am morgigen Samstag unsere Stadt mit vielen Kraftfahrzeugen auf dem Weg nach Frankfurt passieren.

Aufruf zumTag des NSKK.".

In einem Aufruf zum Tag des NSKK. wendet sich der Führer der Motorgruppe Hessen an alle Arbeitgeber im Gau Hessen-Nassau:

Die NSKK.-Männer der Motorgruppe Hessen begehen am Samstag, 20. Juni, und Sonntag, den 21. Juni 1936, denTag des NSKK." in Frank­furt a. M. Korpsführer Hühnlein will sich von der Einsatzbereitschaft und Schlagkraft seines Korps überzeugen. Zum erstenmal marschiert die Motor­gruppe Hessen geschlossen auf.

Ich bitte die Arbeitgeber, die bei ihnen beschäftig­ten NSKK.-Männer, die sich ohnehin in freiwilli­ger Opferbereitschaft in den Dienst des Kraftfahr­korps stellen, am Samstagnachmittag so frühzeitig frei zu geben, um ihnen die Teilnahme an diesem Treffen zu ermöglichen.

NSKK., Motorgruppe Hessen, Richard Prinz von Hessen, Brigadeführer."

Kulturfest im Forstamt Schiffenberg.

Nachdem die Frühjahrspflanzarbeiten auch Kulturarbeiten genannt beendet sind, feierte das Forstamt Schiffenberq in Anlehnung an einen alten Brauch und zur Pflege der Betriebsverbunden­heit kürzlich in der Gastwirtschaft Schaum zu Großen-Linden sein diesjähriges Kulturfest Ein Moosteppich am Saaleingang, Bäumchen und Girlanden an den Wänden und grüne Sträuße an der Saatdecke boten einen prächtigen Schmuck und ließen die Teilnehmer fast vergessen, daß man sich nicht im Walde befand. Außer den Kulturarbeiter- innen und den Kulturarbeitern nahmen auch öie Bürgermeister der waldbesitzenden Gemeinden und die Forstbeamten sowie deren Angehörige teil. Die politischen Leiter, die gerade zu einem Schulungs­kursus im Großen-Lindener Schulungslager well­ten, fanden sich zur allgemeinen Freude auch em. Nachdem die Teilnehmer etwa 220 Personen an den ebenfalls schön geschmückten Kaffeetafeln Platz genommen hatten, leitete ein von den For­stern des Forstamts Schiffenberg gesungenes Lied oie Feier ein. ~ ,

Der Amtsvorstand des Forstamts Schiffenberg, Oberforstmeister Nicolaus, konnte schon deshalb eine gegenüber den Vorjahren erheblich größere Teilnehmerzahl begrüßen, weil sich auch das Forst­amt Gießen mit seinen Gefolgschaftsmitgliedern dem Feste angeschlossen hatte. Es sey so führte Oberforstmeister N i c o l a u s m ferner Begrüßungs­ansprache aus, sehr erfreulich, daß sich das foge- nannte Kulturfest immer mehr zu einem wahren

Fest der Volks- und Betriebsgemeinschaft aus­wachse, zu einem Fest, zu dem ein jeder gerne komme und an das sich jeder gerne erinnert. Es könne auch für den Wald nur in hohem Maße för­derlich fein, wenn die Bürgermeister als Vertreter der waldbesitzenden Gemeinden, mit den Forst­beamten, die ihre größten Vermögenswerte verwal­ten, auch einmal außerdienstlich zusammenkommen. Manche dienstliche Frage lasse sich dann viel leich­ter klären. Das Kulturfest solle dann weiterhin in erster Linie Dank uno Anerkennung für die Kulturarbeiterinnen und Kultur­arbeiter sein, die in fleißiger und gewissenhaf­ter Arbeit die jungen Pflänzchen der Mutter Erde überantworteten, auf daß dereinst mächtige Bäume daraus würden, unter deren Schatten einmal die Urenkel gehen würden. Denn alle, die wir uns mit dem Walde und darüber hinaus mit unserem Volks­tum und unserer Heimat verbunden fühlten, sorgten ja nicht dafür, daß die gegenwärtige Generation mit dem Rohstoff Holz beliefert werde, sondern es sei auch unsere stetige Sorge, daß diese Bedarfs­deckung auch für fernere Zeiten gesichert werde, und der deutsche Wald als Jungborn für unser Volk erhalten bleibe. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer beschloß Oberforstmeister Nicolaus seine Ansprache.

Gesangsvorträge der Beamten sowie der Kultur­arbeiterinnen und Kulturarbeiter wechselten mit Theaterstücken, mit Gedichten und Vorträgen in oberhessischer Mundart ab. Bei der Fülle des Ge­botenen, und da eine Kapelle noch flotte Weisen

zum Tanz aufspielte, war es nicht verwunderlich, wenn der offizielle Schluß erst gegen 21 Uhr war. Als Dberforjtmeifter Nicolaus am Schlüsse noch­mals allen dankte, die mit dazu beitrugen, das Fest so schön zu gestalten, insbesondere Herrn Degen (Großen-Linden), Förster Seipp und den anderen Beamten des Forstamts, den Großen- Lindener Theaterspielern, den Kulturarbeiterinnen und Kulturarbeitern und den Mädchen aus Dorfe Gill, da waren wohl alle der Ueberzeugung, ein wohlgelungenes Fest der Betriebsverbundenheit gefeiert zu haben.

Der Absatz der Frühkartoffeln in Oberheff^n.

Um den Absatz von Frühkartoffeln, die vor dem 15. August 1936 in den Verkehr gebracht werden, zu regeln, hat der Kartoffelwirtschafts­verband Hessen-Nassau eine Anordnung erlassen. Diese Anordnung erklärt die Hauptan­baugebiete für Frühkartoffeln zu geschlossenen An­baugebieten; es handelt sich um sechs Gebiete, darunter auch um Oberhessen. 76 verschie­dene Gemeinden gehören zu diesem geschlossenen Anbaugebiet, für das die Bestimmung gilt, daß die Erfassung der Frühkartoffeln durch Ortssammel­stellen vorgenommen wird. Dorthin müssen alle Frühkartoffeln angedient werden, die nicht im eigenen Betrieb verwendet oder am Ort der Er­zeugung dem Verbraucher zugeführt werden.

Heugeflatiung des Gießener Ghrensriedhoss.

Der Friedhof unserer aefaüenen Helden inner­halb des neuen Fried­hofs am Rodtberg hat eine neue gärtnerische Ausgestaltung erfahren. Frische Rasenflächen wur­den angelegt, die jetzt in zartem Grün leuchten. Die Tafeln, auf denen die Namen der Gefalle­nen und der Tag ihres Heldentodes für das Va­terland verzeichnet sind, find mit niedrigen Buchs­baumhecken eingefaßt wor­den und bieten einen freundlichen Anblick. Die Gräber wurden außerdem mit einer durchgehenden langen Blumenrabatte geschmückt. Die Anlage bietet gerade jetzt, da alles in sommerlicher Pracht prangt, einen

schönen Anblick. Es ist immer wieder erfreulich zu i Gedenkstätte eine so sorgfältige Pflege erfährt, sehen, wie durch die Stadt Gießen diese würdige I (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Vereidigung des ASDSiV. und Llebernchine desSommer"-Häuschens.

Geheimrat Prof. Dr. Sommer übergibt dem Gau-Studentenbundsführer die Schlüssel zum Wochenendhäuschen. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

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Gestern nachmittag trat die Gießener Hoch - schulgruppe des NSDStB. vordem Stu­dentenhaus amLeihgester- ner Weg an und mar­schierte unter frohen Marschliedern in die Nähe des Unteren Hardthofes, vor das Grundstück, das Geheimrat Sommer dem Studentenbund zum Geschenk gemacht hat. Die Zeit bis der Gau - Stu­dentenbundsführer ein­traf, wurde durch den plötzlichen Besuch des ZeppelinluftschiffesHin­denburg", der freudig be­grüßt wurde, verkürzt. Mittlerweile hatten sich auch die eingeladenen Gäste amSommer"- Häuschen eingefunden und gegen 18.30 Uhr konnte

Hochschulgruppenführer

Frank die Meldung des angetretenen Studenten­bundes erstatten.

Nach der Einbringung der Gau-Studentenbunds- fahne fangen die Angehörigen des Kameradschafts­hauses ein Lied, und während eines Fahnen­spruches wurde die Fahne des NSDStB. am Mast desSommer"-Häuschens gehißt. Dann nahm der

Gau-Studentenbundsführer Eonrad

das Wort und kam auf die Bedeutung dieser Feier­stunde zu sprechen. In diesem nun zu Ende gehen­den Semester sei es das erste Mal, daß die Mannschaft des NSDStB. im ganzen Reich a u f den Führer vereidigt werde. Immer müsse sich der Studentenbund seiner Berufung als n a - tionalsozialistische Erziehungsmacht bewußt sein und die Mannschaft des Studentenbun­des müsse eine auf Gedeih und Verderb zusammen­gehörige Kernmannschaft bilden. Die Kameraden, die jetzt vereidigt würden, ständen am Anfang einer neuen Tradition, sie seien der Zukunft gegenüber verpflichtet, eine sinnvolle Tradition zu formen, wie sie keine studentische Jugend früher be­saß. Die gefallenen Kameraden von Langemarck und die Namen der Kameraden, die für den Füh­rer das Leben gaben, müsse man sich einprägen und im Blick auf sie müsse jeder Bannerträger der Zu­kunft werden. Schon 1928 habe der Führer den NSDStB., eine Organisation zur Verbreitung der nationalsozialistischen Weltanschauung und eine Führerschule genannt. Als Beauftragter und Treu­händer des deutschen Volkes für die Zukunft müßten die Studenten als geistige Menschen Schöpfer neuer Überlieferungen sein.

Jeder einzelne Studenlenbundskamerad müsse sich durch Vekennermut und kompromißlosen

Einsatz auszeichnen.

Der Führer habe dem Studentenbund eine Fahne gegeben und im Anblick dieses neuen Symbols einer Gliederung der Partei würde nun jeder dem Führer geloben, in Ehre, Treue, Gehorsam und Opferbe­

reitschaft den gestellten Auftrag in aller Zukunft zu erfüllen.

Nachdem der Redner nochmals auf die Bedeutung der nun stattfindenden Verpflichtung eingegangen war, sprach er die Eidesformel vor, die die ange­tretene Mannschaft wiederholte. Die Verpflichtung wurde mit dem Sieg-Heil auf den Führer und dem ersten Vers des Horst-Wesfel-Liedes beendet.

Nach der Dereidiaung begrüßte vor dem Garten­häuschen der Gau-Studentenbundsführer Herrn Ge­heimrat Sommer und dankte ihm dafür, daß er dem NSDStB. dieses Grundstück zum Geschenk ge­macht habe und sagte, daß ordentlich von diesem Erholungsort Gebrauch gemacht würde.

Geheimrat Prof. Or. Sommer

führte dann u. a. aus: Die Uebergabe des Häus­chens an eine junge Kameradschaft der Universität sei für ihn die Erfüllung eines feiner größten Wünsche. Durch seinen Beruf als Psychiater sei er darauf gekommen, daß dem arbeitenden Menschen ein Platz zur Ruhe gegeben werden müsse. Er streifte dann in kurzen Zügen die Geschichte und Entstehung dieses Häuschens, wobei er besonders an die Zeit kurz vor dem Kriege und an seine Rek­toratszeit erinnerte. Dieses Häuschen mit der an­grenzenden Fläche von 5000 Quadratmeter gebe er nun in feste Hände und sei froh, daß er heute noch trotz seines Alters eine gute Verbindung zur stu­dierenden Jugend habe.

Mit dem Wunsche, daß der Studentenbund die­ses Häuschen treu verwalten möge, übergab er d i e Schlüssel dem Gau-Studentenbundsführer, der sie dem Hochschulgruppenführer aushändigte.

Anschließend war den Gästen und Studenten Gelegenheit gegeben, die Jnnenräume und den Ter­rassengarten mit seiner schönen Aussicht auf die Universitätsstadt Gießen zu besichtigen.

Nach dem Rundgang durch das Gelände traten die Mannschaften wieder an und marschierten in die Stadt zurück.