Ausgabe 
19.5.1936
 
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fängeruflg 6er Schülzelt. In allen diesen Punkten verlangten die Gewerkschaften, sofort zufrieden- chestellt zu werden. Die Deflationspolitik ist end- GÜltig gescheites. Vertrauen muß man nicht ab­warten, sondern Vertrauen muß man schaf­fen. Die Gewerkschaften schlagen zur Finanzierung der öffentlichen Arbeiten die Schaffung von A r ° beitswechseln vor, die durch die zu schaffen­den Reichtümer und durch die zu gründende Rück­versicherungskasse gesichert werden müssen. Die FormelWir werden die Reichen zahlen lassen" könne nicht in wenigen Tagen durchge­führt werden. Immerhin könne man sofort damit beginnen, die Erbschaftssteuer neu zu regeln. Wenn die Gewerkschaften vor der Mitarbeit zurück­schrecken würden, würden sie ihre Unfähigkeit be­weisen. Oft hätten die Gewerkschaften die Beteili­gung an der Führung gefordert. Jetzt müsse man den Augenblick ausnutzen.

DasAbsinken derGeburtenkurve

Eine aktive Bevölterungspolitik auch in Frankreich gefordert.

Paris, 19. Mai. (DRV. Funkspr.) ImPetit Parisien" bezeichnet Senator O u o r 6 den Ge­burtenunterschuß in Frankreich als eine natio­nale Gefahr. Bei gleichbleibendem Verlauf werde Frankreich im Jahre 1980 nur noch 29 Mil­lionen Einwohner französischen Ursprungs zählen. Ein derartiger Bevölkerungsrückgang stelle aber nicht nur vom außenpolitischen Standpunkt aus eine Gefahr dar, sondern auch vom wirtschaftlichen.

da er zwangsläufig eine Überproduktion zur Folge haben müsse, die sich besonders a u f landwirtschaftlichem Gebiet auswirken werde. Senator Ouvre erinnert daran, daß in Deutschland von der Regierung viel getan werde, um die Geburtenziffer zu heben, und weist auf die E h e st a n d s d a r l e h e n hin. Er fordert die französische Regierung auf, im Interesse der französischen Sicherheit und der Erhaltung der französischen Familie eine entsprechende Politik zu betreiben.

Spannung zwischen Offizieren und Marxisten in Spanien.

SDt a b r i b, 18. Mai. (DNB.> Fast sämtliche Ossi- ziere der in Alcala de Henares bei Madrid liegenden Kavallerie-Regimenter Rr. 1 und 2 sind verhaf - t e t und in das Militärgefängnis Guadalajara ein­geliefert worden. Der Grund hierzu liegt in der Weigerung der Reiter-Offiziere, einem Befehl des Kriegsministers Folge zu leisten, neue Garnisonen in Palencia und Salamanca zu beziehen.

Den Anlaß zu der Gehorsamsverweigerung der Offiziere hat ein bewaffneter Ueberfall gegeben, den eine Gruppe Marxisten auf einen Offizier verübt hat und der zu einer Spannung zwi­schen den Offizieren und den marxistischen Einwoh­nern der alten Universitätsstadt führte. Die beiden Kavallerie-Regimenter werden mit neuen Offizieren in ihre neuen Garnisonen in Palencia und Sala­manca rücken.

Die Tagung der Rechtswahrer in Leipzig.

Unser Bild gibt einen Ueberblick über die eindrucksvolle Versammlung in der Messehalle. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Rasse und Recht.

Vorträge auf dem Deutschen Iuristentag in Leipzig.

Leipzig, 18. Mai. (DNB.) In Anwesenheit des Reichsrechtsführers, Reichsminister Dr. F r a n k, führte der aeschäftsführende Direktor des Reichs­ausschusses für Volksgesundheit, Dr. Ruttke (Ber­lin) zum ThemaRasse und Volk" vor über 5000 Rechtswahrern u. a. aus: Der Nationalsozia­lismus hat in den Mittelpunkt seiner Weltanschau­ung die Erkenntnisse der Erb- und Rassenkunde, also den Rassengedanken gestellt. Rassenpflege ist die Anwendung der Forschungsergebnisse der Rassen­kunde, also die Einsetzung für die Reinerhaltung und Bestanderhaltunq der jedem Volke seine Eigen­art verleihenden Rasse. Für das deutsche Volk ist das die nordisch-fälische Rasse. Dem Füh­rer Adolf Hitler ist es gelungen, auf Grund dieser arteigenen Prägung dem Volk in seiner Gesamtheit das große Erleben einer geschlossenen Volksgemeinschaft zu geben. Die Lebens­erfahrung bestätigt, daß nur im Kampf eine Welt­anschauung gewonnen und daß nur von art­gemäßen Rechtswahrern im Kampferleb­nis d as a r t g e m ä ß e Recht gefunden, ge­schöpft und gestaltet werden kann. Die Ziel­setzung des Nationalsozialismus für seine Rechts­gestaltung und -anwendung ist: ständige Sicher­stellung einer ausreichenden Zahl erbgesunder, für das deutsche Volk rassisch wertvoller, kinderreicher Familien. Wir müssen unser Volk stark machen für die große geistige Auseinandersetzung, die kommt. Die beste Abwehr sind nicht Gedankenfabriken, son­dern ein lebendiges Erleben unseres artgemäßen Rechts. Denn nur die Völker werden sich in dem kommenden großen geistigen Kampf halten, die auf Grund inneren Erlebens als Volk eine Ganzheit bilden.

Anschließend behandelte Reichsamtsleiter Dr. M ö ß n e r (Dresden) das ThemaRasse und F a m i l i e".Rasse und Erbe" hieß das Thema, über das Professor Dr. Lange (Breslau) sprach. Der Bruch mit einem übersteigerten Indivi­dualismus und Materialismus schaffe auch dem Erbrecht neue Grundlagen und Wertungen. Die Willkür des Erblassers muß ihre Grenze in Pflicht- und Gemeinschaftsgedanken finden Ziel des Erb­rechtes ist darum, Überkommenes wie gewonnenes Gut des Erblassers weiterzuleiten und über seinen Tod hinaus wirken zu lassen zum Wohle von Fa­milie, Sippe und Volk.

Professor Dr. Dahm (Kiel) sprach überRassen­verrat, Volksverrat, Treubruch". Rassenverrat ist Verrat am deutschen Volk, weil er d i e bluts- mäßige Grundlage des völkischen Le­bens zerstört und damit den Bestand der art- «leichen Gemeinschaft in Frage stellt. Auch ein Deutscher, der sein Volk beschimpft oder verleumdet, macht sich des Verrats am

deutschen Volk schuldig, ebenso wer die Ehre und das Ansehen des deutschen Volkes vor der Welt her­absetzt. Für den einzelnen Volksgenossen begründet die Gliedstellung innerhalb der Volksgemeinschaft erhöhte Treuepflichten. Hauptstellenleiter und Leiter des Amtes für Rechtspolitik im Reichsrechts­amt der NSDAP., Landesgerichtsrat Heinrich Barth, führte zum ThemaRechtssicher­heit und Gerechtigkeit" aus: Nach unserer neuen Auffassung von Recht geht es bei der Rechts­sicherheit um die Sickerung und Gewährleistung des Wohles der Volksgemeinschaft, ihres Rechtsgewissens, ihrer Rechtsordnung und ihres Rechtslebens. Die Rechtssicherheit der Gemeinschaft verlangt, daß die Rechtsordnung im Einklang mit dem Volksgewissen gestaltet wird. Willkür, Rechtsbruch, Ungerechtigkeit würden das Vertrauen des Volksgenossen zur Führung erschüt­tern, das Treueband und damit die Kraft und Ent­schlossenheit der Gemeinschaft und schließlich not­wendigerweise Kampf und Arbeit des Volkes ge­fährden. Ueber dem Rechtsbewußtsein des einzelnen steht immer das Rechtsgewissen des Vol­kes, steht die höhere Gerechtigkeit der Gemein­schaft. Auch im Zusammenleben der Völker kann sich eine wahre Rechtssicherheit nur auf gegenseitiger Treue und gegenseitigem Vertrauen, auf dem Grundsatz der Achtung vor der Ehre, der Existenz, der Freiheit der anderen Völker und damit auf einer wahren Gerechtigkeit aufbauen.

Den Höhepunkt der VortragsreiheRasse und Volk" brachte der Schlußvortrag des Staatssekretärs Dr. F r e i s l e r zu dem ThemaRasse als Träger und Ziel des deutschen Dolksrechtes unter Berücksich­tigung des Strafrechtes"

Heute stellen wir in den Mittelpunkt allen Stre­bens und aller Maßnahmen das deutscheDolk,' nicht als Umwelterzeugnis, sondern als lebendi­gen Organismus. Das Volk und seinen be­stimmenden Rassekern fassen wir organisch, d. h. lebenswirklich auf. Wir fassen es damit als etwas ewiges auf, nicht im Sinne des heute lebenden Ge- schlechkes, sondern im Sinne der Gesamtheit der ewigen Geschlechterfolge. Wenn wir diese Auffassung zum Kern unseres Rechtswirkens und Rechtswollens machen, so ist damit gesagt: Unser Recht kann nur ?u9 6 em Volke emporwachsen, kann nur >m Dienst am Volk seinen Sinn sehen, kann n u r o o m !8 o I f s e l b st getrogen werden." . -Oos ßefunbc Volksempfinden lebt in den Worten Des Führers, wie im Programm der NSDAP., in Den Grundsätzen der nationalsozialistischen Gesetze ?le m?-^Ä""lsozl.alistischer Ehrauffassung, die in der NSDAP, und ihren Gliederungen gelebt wird. Das artgebundene Volksrecht dient dem ganzen Volke. In diesem Sinne ist die nationalsozialistische

Volksordnung In ihrer staatlichen Sphäre ein echter Rechtsstaat. Die Gesetze können nur noch der nationalsozialistischen Weltanschauung als der Stimme des Volsgewissens und des gefunden Volksempfindens ausgelegt werden. Unter stürmischer Zustimmung von 10 000 Rechtswahrern schloß Dr. Freister mit der Forderung:Arbeiten wir daran, immer bessere Nationalsozialisten zu werden, dann dienen mir unserer Aufgabe, Wahrer des rassisch verwurzelten, dem Volke dienenden und von ihm getragenen deutschen Volksrechtes zu sein."

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Im Anschluß an die fachschaftlichen Vorträge fand auf Einladung des Reichsgerichtspräsidenten Dr.

Vumke tn den Fe st räumen des Reichs­gerichts ein Empfang für den Reichsrechts- sührer Reichsminister Dr. Frank und die führen­den Männer des Deutschen Iuristentages statt. De- Abend war kulturellen Veranstaltungen Vorbehal­ten. Die Musikstadt Leipzig bot ihren Gästen ein Festkonzert im Gewandhaus, aufgeführt vom Stadt- und Gewandhausorchester unter Lei­tung von Prof. Reichwein (Wien) sowie em Konzert des T h o m a n e r - C h o r s in der Thomas-Kirche, während die Stadttheater festliche Vorstellungen vonGötz von B e r l i ch i n g e n" mit Heinrich George und vonW i e n e r Blut" brachten.

Die ausländischen Gäste aus der Reichsnährstandsscha«.

Festliche Begrüßung im ZRömer.

LPD. Frankfurt a. M., 18. Mai. Der Reichs­bauernführer Walther Darrs begrüßte imRö­mer" die zahlreichen zur Reichsnährstands-Ausstcl- lung erschienenen Gäste aus dem Ausland. Der Reichsbauernführer führte aus:Unter ande­rem weilt jemand hier, der nie das^ deutsche Bauerntum verleugnet hat, auch wenn er nie ver­leugnete, der Vertreter eines anderen Staates zu sein. Es weilt heute unter uns der Führer der Schweizer Bauern, Professor Laur (leb­hafter Beifall). Ich weiß, es wird in der Schweiz anders gesprochen als bei uns. Aber es ist eine Merkwürdigkeit, wir verstehen uns aus der Ge­meinschaft unseres Blutes. Es weilt ferner unter uns Herr v. Mescsr, der Führer der ungarischen Bauern. Herr o. Mescer, Sie haben niemals außer Zweifel gelassen, daß bei aller Freundschaft und aller Ehrlichkeit für Deutschland Sie stolz sind, ein Ungar zu sein. Ich rechne Ihnen das hoch an. Ich habe Ihnen vor zwei oder drei Jahren schon ein­mal gesagt, wir Bauern sind die einzigen, die in­ternational sein können, weil niemand an un­serer Nationalität zweifeln kann. (Lebhafte Zustim­mung.) Die aus dem Ausland erschienenen Gäste, von denen ich noch Vertreter aus Bulgarien, der Tschechoslowakei, aus Dänemark, Belgien, Holland, Polen, Jugoslawien, England, aus den Vereinigten Staaten, aus Schweden und Finnland begrüße, sind der Beweis, daß das europäische Bauerntum auf dem Wege ist, sich als eine Einheit zu fühlen, die zusammengeführt wird aus dem gleichen schwe­ren Erlebnis gegenüber einer Macht, die nur ein Interesse hat, uns zu vernichten. Es kommt nicht darauf an, ob wir Faschisten oder Demokraten sind, Royalisten oder Republikaner. Eines sind wir in erster Linie: Bauern, die sich in jeder Weise wehren dagegen, daß das Judentum über uns re­giert." (Lebhafter Beifall.)

Als der Reichsbauernführer geendet hatte, erhob sich der greife schweizerische Bauernführer Professor Laur, um dem Reichsbauernführer in bewegten Worten zu danken. Als ich heute vor dem Eingang Ihrer Ausstellung stand und die Massen der Bauern so hineinströmen sah, da sagte ich mir: Das ist Blut von unserem Blut. Als ich nachher in

Ihre Ausstellung trat, wo der Erbhof steht und die Probleme dargestellt find, die Sie behandeln, da sagte ich mir: Das ist auch unsere Aufgabe. Als ich nachher in die Ehrenhalle trat, wo der Reichsnährstand seine Ausstellung organisiert hat, da ging ich in tiefer Ergriffenheit. Freunde, so ist der Bauernstand noch nie geehrt worden als in dieser Halle. (Bewegung.) Und so hat man Stadt und Land die Bedeutung des Bauernstandes noch nie zum Bewußtsein gebracht wie in dieser glän­zenden Ausstellung. Sie haben das Wort Blut und Boden geprägt. Das spricht in kurzer Form aus, daß das Schicksal der Völker von der Erhaltung des Bauernstandes abhängig ist. Sie, Herr Minister, sind der Führer dieser Idee im Deutschen Reich geworden. Sie haben die Gedanken über die Gren­zen hinausgetragen. Ich danke Ihnen dafür als Vertreter der Schweizerischen, danke Ihnen als Vizepräsident der Internationalen Landwirtschaft­lichen Kommission, im Namen der Internationalen Landwirtschaft, Ihres Bauernstandes. (Stürmischer Beifall.)

Der Reichsbauernführer in Main».

Mainz, 18. Mai. (Lpd.) Im Kurfürstlichen Schloß zu Mainz empfing am Montagmittag Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger denReichs- bauernführer D a r r 6 und den Reichsbauern- r a t. Der Gauleiter gab den Dank des Gaues Hes­sen-Nassau an den Mann weiter, der durch die Schaffung der Ernährungsfreiheit die Wehrfreiheit des deutschen Volkes vorbereitet habe. Als Dank der nationalsozialistischen Kampfgenossen überreichte er ihm ein von einfachen Dorfhandwerkern ge­schmiedetes Schwert, das er dem Reichsbauern- führer mit dem Wunsche überreichte, es immer scharf zu halten. t

Reichsminister Darrs dankte für den herzlichen Empfang. Er hoffe, daß wir nie ohne Grund dieses Schwert zeigen müßten. Aber wir würden es auch nicht ohne Ehre einstecken. Aus einem Pokal wurde dem Reichsbauernführer sodann ein 21er Nacken­heimer Auslese kredenzt. Nach dem Mittaaessen trafen die Gäste eine Rheinfahrt nach Aßmanns- hausen und Rüdesheim an.

Trauer um Julius Schreck.

Ein Nachruf des Stellvertreters des Führers.

Berlin, 18. Mai. (DNB.) Der Stellver- tr ete*r des Führers, Pg. Rudolf Heß, nimmt im Völkischen Beobachter von SS.-Brigade- führer Julius Schreck namens der NS DA P. mit folgendem Nachruf Abschied:

Die nationalsozialistische Bewegung nimmt heute Abschied von Julius Schreck. Sie nimmt Abschied von einem ihrer Aeltesten und Treuesten. Sie nimmt Abschied von einem ihrer Besten und Uner­setzlichsten. Sie nimmt Abschied von einem ihrer Bescheidensten, der nichts für sich wollte, der alles gab für Deutschland und den Führer. Wo es für Deutschland zu kämpfen galt, stand er an der Front so draußen im Weltkrieg, so daheim.

Grenzenlos war seine Verehrung und Liebe für den Führer: unermüdlich seine Sorge um den Führer; umsichtig der Bedacht auf den Schutz des Führers. Sein Wesen strahlte Zuverlässigkeit bis zum Letzten aus. Seine Gegenwart verbreitete bei seinen Parteigenossen in schwerer Kampfzeit das Gefühl des Geborgenseins. Unbeirrbar fein Urteil über Menschen; unverhohlen die Zuneigung wie Abneigung; ein rauher Haudegen mit einem war­men Herzen. Gefürchtet von den Gegnern, geliebt von allen, die ihn zu den Ihren zählten, verehrt als väterlicher Freund von seinen Untergebenen. Er hatte das Glück, das höchste Vertrauen seines Füh­rers zu genießen.

Die Bewegung senkt ihre Fabnen zum letzten Gruß an Julius Schreck. Sie schwört ihm damit, daß seine Art und sein Geist den Jungen und Kommenden Vorbild sein wird, auf daß er ber Be­wegung diene bis in ferne Zeiten zum Heile unse­res großen nationalsozialistischen Deutschland.

Rudolf H e ß."

Tagesbefehl des Neicbsführers SS.

Berlin, 18. Mai. (DNB.) Der Reichsführer SS. Heinrich Himmler hat zum Tode des SS - Brigadeführers Julius Schreck folgenden Ta­gesbefehl an die Schutzstaffel der NSDAP, er­lassen.

SS.-Brigadeführer Schreck, der erste SA.- Mann Adolf Hitlers, ist aus dem Leben auf dieser Erde geschieden. Er war der Begründer der ersten Staffel der gesamten SS. in München im Jahre 1925 und bis zu feinem Tode der treue, immer einsatzbereite Begleiter des Führers. Sein Leben war ein einziger Weg der Treue, Pflicht­erfüllung und Hingabe an den Führer. Wir wollen nitch Worte an feinem Grabe machen, denn das ist nicht in feinem Sinn. Wir wollen jedoch Mann für Mann alles daran fetzen, es ihm an Treue zum Führer, an Anständigkeit, Kameradschaft und Kampsesmut, solange wir leben, gleichzutun.

Der Reichsjugendführer hat eine Anord­nung erlassen, nach der alle Dienststellen der Hitlerjugend und sämtliche deutschen Jugendherbergen am 19. Mai, dem Tag der

Beisetzung des SS.-Brigadeführers Julius Schreck, die Fahnen auf Halbmast zu setzen haben.

Göring ehrt ein«« alten Kameraden.

Berlin, 18. Mai. (DNB.) In Berlin wurde die Urne, die die sterbliche Hülle des in Freiburg ver­storbenen Majors a.D. Schüler van Krieckel birgt, an der Seite des Fliegerhauptmanns Bert­hold, dessen Beobachter im Weltkriege er war, auf dem Jnvalidenfriedhof beigesetzt. Major Schü­ler van Krieckel hat sich große Verdienste um die nationalsozialistische Bewegung erworben. Mini­sterpräsident Generaloberst Goring hatte es sich nicht nehmen lassen, seinem alten treuen Kameraden das letzte Geleit zu geben, und sand am Grabe er­greifende Worte für Den stets aufrechten und mann­haften Charakter des so früh Dahingeschiedenen, der in guten und in schlechten Zeiten dem National- sozialismus und damit dem Daterlande die Treue hielt. Im Auftrage des Führers und Reichs­kanzlers legte Adjutant Hauptmann Wiede­mann einen Kranz am Grabe nieder. Soldaten unserer jungen Luftwaffe erwiesen dem Derstorbe- nen die letzten militärischen Ehren.

Zugendföbrertagung in Braunschweig.

Braunschweig, 19. Mai. (DNB.) Aus allen Gauen des Reiches sind über 1000 Führer der HI. und des Jungvolks in die Stadt Heinrichs des Löwen gekommen, um hier an einem Führerlager, das auf dem Gelände des Kennelbades und des Schloßparkes Richmond errichtet worden ist, teilzu­nehmen. Am Montagabend, nachdem die letzten Ju­gendführer eingetroffen waren, wurde die Tagung eröffnet. Nachdem die Versammelten als ersten Gruß ein Sieg-Heil auf den Führer ausgebracht hatten, hieß Ministerpräsident Klagges die HJ.-Führer in Braunschweig herzlich willkommen.

tfrfunöe für Freikorpskämpfer.

Berlin, 18. Mai. (DNB Der Reichsminister des Innern hat den Bundesführer des Deutschen R"'chskriegerbundes (Kyffhäuserbund), Oberst a. D. SS.-Oberführer Reinhardt bevollmächtigt, den Mitgliedern der früheren Freikorps, die an ihren Kämpfen teilgenommen haben, eine Urkunde auszustellen, durch die den alten Freikorpskämpfern zugleich Dank und Anerkennung ausge­sprochen wird. Anträge au f Ausstellung dieser Urkunde sind an den Deutschen Reichskrieger­bund (Kyffhäuserbund), Bundesführung in Berlin W 30, Geisbergstraße 2, unter Beifügung von Unterlagen zu richten, welche die Teil­nahme des Antragstellers an den Freikorpskämpsen beweisen. Soweit solche Anträge an die frü­here Abwicklunqs stelle des Reichsbundes und Reichsverbandes der Baltikum- und Freikorps- kämpfer oder an das Reichsministerium des Innern gesandt worden sind, ist'die erneute Stellung eines Antrages nicht notwendig, da die bereits vorliegenden Anträge der Bundesführung des Kyff- Häuserbundes zur Erledigung übergeben werden. Die Ausstellung der Urkunde erfolgt kostenfrei. So- weit Militärpapiere an die oben genannte Ab­wicklungsstelle eingesandt wurden, können sie eben» falls von der Bundesführung des Deutschen Reichs- triegerbunbes zurückgefordert werben.