Ausgabe 
18.12.1936
 
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Sprung aus dem Alltag", Lustspiel von Heinrich Zerkauten, in Szene. Die Spielleitung führt Fritz Walter. Mitwirkende: Damen: Gerhardt, Krause, Schubert-Jüngling, Stirl; Herren: Frickhoeffer, Geiger, Hub. Kühne, Nieren, Rosenthal, Schorn, Volck, Walter. Bühnenbilder: Karl Löffler. Anfang 20 Uhr Ende 22.30 Uhr. Die Vorstellung findet als 14. Vorstellung der Freitag-Miete statt.

NSDAP. Ortsgruppe Gießen-Süd.

hllfskaffe.

Diejenigen Angehörigen der SA., SS., Marine- SA., Reiter-SA., des NSKK. und der Werkscharen, die im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd wohnen, können ihren Beitrag zur Hilfskasse noch entrich­ten am:

Mittwoch, 16. Dezember, Donnerstag, 17. Dezember, und Freitag, 18. Dezember, jeweils in der Zeit von 20 bis 22 Uhr auf der Ge­schäftsstelle der Ortsgruppe, Frankfurter Str. 29 H. Wer bis dahin nicht bezahlt hat, wird bei der Hilfskasse in München abgemeldet und hat sich dar­aus entstehende Folgen selbst zuzuschreiben.

Freiwillige für die Lustwaffe.

DRB. Freiwillige für die Einstellung in die Luft­waffe im Herbst 1937 werden nur noch bis aum 15. Januar 1937 angenommen. Es wird deshalb dringend geraten, dasMerkblatt für den Eintritt als Freiwilliger in die Luftwaffe" bei dem nächsten Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeamt oder bei einem Truppenteil der Luftwaffe anzufordsrn. Daraus find alle Einzelheiten zu ersehen. Die Mel­dung zum freiwilligen Eintritt kann an das Wehr­bezirkskommando, das Wehrmeldeamt oder unmit- telliar an den Truppenteil gerichtet werden, bei dem der Freiwillige dienen will. Für die Herbft- einstellung 1937 kommen in Frage: Fliegertruppe, Luftnachrichtentruppe, Flakartillerie und Regiment General Göring.

Lustschutzräume für den Selbstschutz werden besichtigt.

Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mit­geteilt:

Der Reichsluftschutzbund, Ortsgruppe Gießen, wird in den nächsten Tagen durch seine Amtsträger die Kellerräume in allen Häusern der Stadt Gießen besichtigen lassen. Es soll festgestellt werden, welche Räume als Schutzräume geeignet sind. Gleichzeitig wird an geeigneter Stelle (Türe oder Wand) eine Beschriftung über die Brauchbarkeit angebracht.

Wir fordern alle Hausbesitzer und Wohnungs­inhaber auf, die Arbeit des Reichsluftschutzbundes zu unterstützen und die Räume zur Besichtigung zu öffnen.

Zur Aufklärung über die Luftschutzpflichten geben wir nachstehend den Inhalt des § 2 vom Reichs­luftschutzgesetz bekannt.

Absatz 1: Alle Deutschen sind zu Dienst- und Sachleistungen, sowie zu sonstigen Handlungen, Dul­dungen und Unterlassungen verpflichtet, die zur Durchführung des Luftschutzes erforderlich sind (Luft­schutzpflicht).

Absatz 2: Ausländer und Staatenlose, die im Deutschen Reich Wohnsitz, Aufenthalt oder Vermö­gen haben, sind luftschutzpflichtig, soweit nicht Staatsverträge oder allgemein anerkannte Regeln des Völkerrechts entgegenstehen.

Bei Verstößen gegen diese Bestimmungen erfolgt Bestrafung nach § 9 dieses Gesetzes.

Enge» auf allen Straßen.

NSG. Wenn Weihnachten nur ein Fest der Kin­der wäre, dann würde es nie zu dem immer wie- derkehrenden Ereignis geworden sein, das man doch schon Wochen vorher mit Spannung erwartet. Wenn die Weihnachtsmärchen für die Kinder Ge­stalt annehmen, dann werden die alten Geschichten und Erzählungen auch wieder für die Erwachsenen E lebendig. Dann steht wieder ein Stück Kindheit in jedem von uns auf. In uns allen werden wieder der einfache kindliche Glaube und die reine Freude wach, die ihren Niederschlag fanden und immer wieder finden werden in den schönen deutschen Weihnachtsmärchen. Wie schön ist es, wenn die Ge­stalten dieser Märchen in diesem Jahre nun selbst zu uns kommen. Englein und Zwerge auf Sternen, Kometen und Halbmonden sitzend, kommen als Kinder aus dem Märchenland zu uns 14 Mil­lionen, damit jeder einen Hauch der Kindheit mit in seine Wohnung nehmen kann. Wie begehrt waren doch im letzten Jahr die Reiterchen. Kaum einen Weihnachtsbaum gab es, an dem sie nicht lustig hin und her schaukelten. Nun aber marschie­ren zehn kleine Englein auf und bitten wieder darum, gekauft zu werden. Sie wollen ja nicht nur erfreuen mit ihren bunten Farben, sondern sie er­füllen in diesen letzten Tagen vor Weihnachten einen großen Zweck. Sie wollen mithelfen, die Not des Winters zu lindern. Wieder hat die Hitler­jugend vielleicht das schönste WHW.-Abzeichen für ihre Reichsstraßensammlung erhalten. Vom Frei­tag, 18. Dezember, bis Sonntag, 20 Dezember, wird sie dem deutschen Volke in den bunten Gestal- net fein Märchen zurückgeben und Jung und Alt eine Freude machen.

Butterverbrauch und Weihnachtsfest.

Fwd. Zur Vorbereitung des Weihnachtsfestes werden nach Mitteilung der Landesbauernschaft Hessen-Nassau von feiten der Verbraucherschaft zum Backen Buttermengen anaefordert. Die erheblich über den durchschnittlichen Verbrauchsnormen liegen. In der letzten Zeit wurde wiederholt in der Öffentlichkeit darauf hingewiesen, daß der Butter­bedarf Deutschlands nicht 100prozentig, sondern vor­erst nur zu vier Fünfteln gedeckt werden kann. Die Verbraucher müssen sich deshalb darüber im klaren fein, daß wir uns im Interesse einer sicheren Versorgung auf diesem Gebiet keine Sonderaus­gaben leisten können.

Weihnachtsgeschenke für die alten Soldaten.

LPD. Das Hessische Rote Kreuz betreut noch 236 Altveteranen aus dem Kriege 1866 und 1870/71, denen auch in diesem Jahre wieder eine Weih­nachtsgabe und ein Geldbetrag als Weihnachts­geschenk übergeben werden kann, da der Reichs­statthalter in Hessen Gauleiter Sprenger, wie in früheren Jahren, wieder eine größere Summe für diesen Zweck zur Verfügung gestellt hat.

A end der landwirtschaftlichen Fach- schast der (Siebener Studentenschaft.

Auf Einladung der landwirtschaftlichen Fachschaft der Gießener Studentenschaft trafen sich am Mitt­wochabend die Dozenten und Studenten der land­

wirtschaftlichen Fachschaft im Saale des Hotels Schütz.

Der Fachschaftsleiter cand. agr. Bauer hieß die Erschienenen herzlich willkommen. In seinen weiteren Ausführungen sprach er von dem Einsatz seiner Fachschaft bei dem Reichsberufswettkampf.

Prof. S e s s o u s berichtete anschließend an Hand guter Lichtbilder von dem letzten Reichsbauerntag in Goslar und vermittelte fo einen guten lieber» blick über diese bedeutungsvolle Tagung.

Der Studentenführer cand. med. vet. Frank betonte besonders die gute Kameradschaft in der landwirtschaftlichen Fakultät und lobte die starke Beteiligung der Fachschaft am Reichsberufswett­kampf, denn die landwirtschaftliche Fachschaft mar­schiere mit der Bearbeitung von drei Themen an der Spitze. Wenn in früheren Jahren von einem Studenten der Landwirtschaft manchmal etwas mit Achselzucken gesprochen worden sei, so sei heute doch eine andere Auffassung über das Studium der Landwirtschaft vorhanden. Gerade im Dritten Reich nehme die Landwirtschaft, zusammengefaßt im Reichsnährstand, eine wichtige Stellung im deut- chen Volke ein, und das Studium und die For- chungsergebnisse der landwirtschaftlichen Wissen- chaft seien heute von großer Bedeutung.

Auch der Rektor Prof. Pfähler hob die gute Kameradschaft und das schöne Zusammenarbeiten der landwirtschaftlichen Fachschaft hervor und äußerte der Fachschaft gegenüber den Wunsch, daß jeder Studierende bemüht sein solle, im kommenden Semester einen neuen Studenten zur Gießener Universität mitzubringen. Bei frohem Lied und Wort vergingen rasch die Abendstunden.

Ov die deutsche Arbeitsfront

A.3.=0cmcinf(baftfiraft durch freute'

Amt Reisen. Wandern. Urlaub.

Urlaubsfahrt 1/37 Oberbayern. Für diese Fahrt sind die Fahrtunterlagen gegen Vorlage der Quittung auf der Kreisdienststelle, Schanzen­straße 18, erhältlich.

O. F. 154/37 vom26. Dezemberl936bis 1. Januar 1 937 Badischer Schwarz­wald Feldberggebiet: Da die erste Ur­laubsfahrt über Weihnachten wegen Ueberfüttung bereits gesperrt werden mußte, sahen wir uns ver­anlaßt, eine zweite Fahrt über die Weihnachtszeit einzurichten, und zwar eine Fahrt mit Omnibussen nach dem badischen Schwarzwald. Die Fahrt be­ginnt in Frankfurt a. M. am 26. Dezember 1936 vormittags und endet am 1. Januar 1937 in

Frankfurt a. M. nachmittags. Der Teilnehmerpreis beträgt einschließlich Uebemachtung und Verpfle­gung 33 Mark. Anmeldungen können noch auf der KreisdienststelleK. d. F.", Schanzenstraße 18, ab» gegeben werden.

Amt Feierabend.

Am Samstag, 19. Dezember, 15.45 Uhr findet im Stadttheater die dritte Wiederholung der Operette Der Bettelstudent" für die NSG.Kraft durch Freude" statt. Die Eintrittskarten find durch Betriebswarte, die Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, Zimmer 7, und auf der Ortsgruppenzentrale der DAF., Bahnhofstraße 46, zu den üblichen Preisen von 1., 0,80 und 0,60 Mark erhältlich.

*

** Straßensperre. Wegen Ausführung von Reichsautobahnarbeiten wird die Landstraße Rein- hardshainWinnerod vom 21. Dezember ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung er­folgt über LindenstruthGöbelnrodBeltershain.

** Aus der Lahn geländet. Dor einigen Tagen wurde bei Garbenheim eine männliche Leiche, die schon stark verfallen war, aus der Lahn ge­ländet. Die behördlichen Ermittlungen an Hand der bet dem Toten gefundenen Lohnabrechnungen und der Geldbörse, hat aur Feststellung der Per­sonalien geführt. Es handelt sich um einen Mann aus Gießen, der schon seit dem 30. Oktober vermißt wird und offensichtlich in selbstmörderischer Absicht in die Lahn gesprungen ist.

* Helft Brände verhüten! Diese stän­dige Mahnung der Nassauischen Brandverficherungs- anstalt verdient in den bevorstehenden Weihnachts­feiertagen wieder besondere Beachtung. Ohne den grünen Tannenbaum ist es kein richtiges deutsches Weihnachtsfest. So schön und stimmungsvoll ein Christbaum ist, so birgt er doch viele Feuersgefahren in sich und macht daher Vorsicht nötig. Immer muß der Christbaum in einen kräftigen Fuß fest ein­gesetzt werden. Teppiche, Tücher und fonftige leicht brennbare Unterlagen gehören nicht unter den Lichterbaum, wie auch Gardinen, Portieren und bergt von ihm serngehalten werden sollen. Papier­schmuck und Sprühkörper sind zwar sehr hübsch, erhöhen aber die Feuersgefahr. Beim Anzünden der Kerzen soll oben begonnen werden, da sonst leicht die Kleidung in Brand gerät. Kinder sollten nie allein bei dem brennenden Daum gelassen wer­den; natürlich sollen Kinder auch nicht mit feuer» aefährlichen Spielzeugen oder gar Feuerwerks- korpern beschenkt werden. Wie für so vieles gilt auch während der Zeit des Weihnachtsbaumes das wayre Sprichwort:Aus einem Funken wird ein großes Feuer".

Wegen^Kindestö ung vor Bericht.

LPD. Darmstadt, 17. Dez. Das Schwurgericht der Provinz Starkenburg verurteilte die ledige Jü­din Erika Frank aus Lampertheim wegen Kindes­tötung und wegen fortgesetzter versuchter Abtrei­bung zu 3V-- Jahren Gefängnis. Die Ver­urteilte hatte, nachdem sie schon zwei unehelichen Kindern das Leben geschenkt hatte, das dritte Kind kurz nach der Geburt unter eine Treppe gelegt und es dort elend zugrunde gehen lassen. Das Gericht billigte der Angeklagten ' wegen ihres reumütigen Geständnisses mildernde Umstände zu, rechnete ihr aber als straferschwerend an, daß sie sich auch nach Erlaß der Nürnberger Gesetze mit deutschblütigen Männern eingelassen hatte. Diese werden sich dem­nächst wegen Rassenschande zu verantworten haben.

Zwei Knaben von einem Lastzug überfahren und getötet.

ren Darbietungen des Gesangvereins und der Ober­klasse sowie mit der Aufforderung von Rektor Bender, der Sache des VDA. beizutreten, fand die Kundgebung ihren Abschluß.

oo Eberstadt, 17. Dez. Bei der jüngst in un­serer Gemarkung abgehaltenen Feldtreibjagd wurden 114 Hasen zur Strecke gebracht. Das Ab­schußergebnis liegt erheblich unter dem früherer Jahre.

Kreis Schotten.

. Oberschmitten, 17.Dez. Der Weih- nachts-Sparverein, der bereits feit zehn Jahren besteht und fast 200 Sparer betreut, ver­teilte in einer weihnachtlichen Feier die während des Jahres eingelegten Beträge. Es konnte wie­derum ein beachtliche Summe zur Auszahlung kommen. Das zurückgezahlte Geld gestattet den Sparern, vor Weihnachten größere Anschaffungen zu machen und ihren Familiengliedern zum Feste Freude zu bereiten. Der Vorstand des Sparvereins führt in ehrenamtlicher Tätigkeit dieses Gemein­schaftswerk.

Kreis WeKIar.

ch Hörnsheim, 17. Dez. Die Erweite­rungsarbeiten des Gruppenwasser­werks der Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim sind beendet. Wie man hört, soll die neu zugesuhrtr Quelle so viel Wasser liefern, daß beide Gemeinden ohne das überschüssige Wasser von Ober-Kleen aus­reichend Der orgt werden können. Bei einer Treibjagd in unserer Gemarkung wurden 54 Hasen gescho fen.

Der Vostdienst in -er Weihnachtswoche

Dom Po st amt Gießen wird uns über den Postdienst während der Weihnachtswoche folgendes mitgeteilt:

Sonntag, 20. Dezember, findet der Schalterdienst wie an Sonntagen statt. Beim Postamt I (Bahnhofstraße) werden in der Zeit von 14 bis 19 Uhr Pakete angenommen. Die Briefkastenleerung, Ortsbriefzustellung und die Lanü- zustellung wird wie an Sonntagen gehandhabt. Die Ortspaketzustellung bringt lediglich eine Dor- mittagszustellung (Sendungen mit und ohne Nach­nahme).

Donnerstag, 24. Dezember (Zeitiger Abend) ist der Schalterdienst in folgender Weife geregelt: Bis 16 Uhr vollzieht sich der Schalterdienst wie an Werktagen, ab 16 Uhr werben nur Telegramme und Gespräche entgegengenommen und zwar bis 21 Uhr beim Postamt I und bis 18 Uhr bei der Stadtpost. Einschreibebriefe werden bis 19 Uhr beim Postamt I und bis 18 Uhr bei der Stadtpost ent­gegengenommen. Die Briefkastenleerung erfolgt wie an Werktagen, lediglich die beiden letzten Leerungen fallen aus. In der Ortsbriefzustellung fällt an diesem Tage die dritte Zustellung fort. Die Orts­geldzustellung und die Landzustellung erfolgen wie an Werktagen. Für die Ortspaketzustellung ist eine Vormittagszustellung vorgesehen; bei starkem Paket- anfall wird jedoch eine gwette Zustellung durch­geführt werden.

Freitag, 25. Dezember (1. Feiertag), vollzieht sich der Schalterdienst wie auch die Orts­briefzustellung wie an Sonntagen. Die Briefkasten­leerung wird wie an Sonntagen durchgeführt. Die Frühleerung beginnt um 5.45 Uhr. Die Ortsgeld­zustellung fällt aus. Vorgesehen ist eine Vor» Mittagspaketzustellung (Sendungen mit und ohne Nachnahme). Für das Land ist eine Bries- und Paketzustellung nach allen Orten vorgesehen. Die Verzollung von Weihnachtspostsendungen (Abferti­gung beim Hauptzollamt) ist an diesem Tage in der Zeit von 9 bis 11 Uhr möglich.

Samstag, 26. Dezember (2. Feiertag), sind sowohl der Schalterdienst, die BUefkasten- leerung, wie auch die Landzustellung wie an Sonn­tagen angesetzt. Die Ortsbriefzustellung, die Orts­geldzustellung und die Ortspaketzustellung fallen aus.

Sonntag, 27. Dezember, finden der Schalterdienst und die Briefkasten­leerung wie an Sonntagen statt. Die Ortsbrief­zustellung erfolgt wie an Sonntagen, lediglich die Zustellung von Postwurfsendungen fällt fort. Die Ortsgeldzustellung sieht die Uebermtttlung von Post- und Zahlungsanweisungen sowie von Wertbrief­sendungen vor. Die Ortspaketzustellung beschränkt sich auf die Zustellung am Vormittag (Sendungen mit und ohne Nachnahme). Für das Land erfolgt eine Zustellung von Briefen und Zeitungen nach allen Orten.

Oberheffen.

Kirchenweihe in Klein-Linden.

Klein-Linden, 14. Dez. Die kleine Ge­meinde der evangelisch lutherischen ,Freikirche weihte am Sonntag ihre neuer» baute Kirche in der Wetzlarer Straße mit einem Einweihungsgottesdienst, der sich eines sehr guten Besuches auch von Gliedern der benachbar­ten Gemeinden erfreute. Die Weihe vollzog Pfar­rer S t a l l m a n n (Allendorf a. d. Lda.), während Pfarrer E i k m e i e r (Steeden a. d. Lahn) die Festpredigt hielt. Pfarrer S t a 11 m a n n verlas die Glückwunschschreiben von der Kreuzgemeinde zu Bochum, von dem Waisenhaus Sperlingshof bei Pforzheim und der Deutsch-Amerikanerin Fräulein Maria Lenz, einer geborenen Klein-Lindnerin, die mit ihren Geschwistern das Baugelände zur Ver­fügung gestellt hatte. Im Gottesdienst des Nach­mittags predigten Pfarrer S t a 11 m a n n , Pfarrer Eikmeier erzählte einiges über die Geschichte der Entstehung der evangelisch-lucherischen Frei­kirche.

Das neue Kirchlein enthält 70 Sitzplätze. Die Decke und der obere Teil der Wände sind in gelb­lichem Farbton gestrichen, der Sockel ist grau, die Bänke sind rotbraun gehalten Die Vorderwand zieren ein Bild eines Christuskopfes und ein solches von Luther. Die Altarwand umschließen drei Farb­bogen in hellgelb, grau und graublau. Der äußere Farbkreis trägt die InschriftEhre sei Gott in der Höhe". Das Ganze macht einen sehr freundlichen Eindruck. Die Kirche wurde von dem hiesigen Archi­tekten Wilhelm Fink, der auch die gesamte Bau­leitung hatte, entworfen. Die Bauausführung wurde von heimischen Handwerkern bewerkstelligt. Die Mittel für den Bau wurden durch freiwillige Gaben der kleinen,, etwa 25 Seelen zählenden Gemeinde und zum Teil durch ein Darlehen der Synodalkasse aufgebracht.

EanbfrPie Gießen

= Steinbach, 17. Dez. Schulverwalter Repp, der seither die zweite Schulstelle in unserer Ge­meinde versah, ist nach Ettingshausen versetzt wor­den. An seine Stelle wurde Lehrer Simon aus Ettingshausen hierher berufen.

O Saasen, 17. Dez. Im Saale des Gastwirt Wilhelm Schepp fand unter dem Vorsitz des Bürgermeisters eine gut besuchte Bürgerver­sammlung statt. Rechner Münch gab einige Aufklärungen über die finanzielle Lage der Ge­

meinde, zu der auch der Bürgermeister einige Er­läuterungen gab. Ortsgruppenletter Schepp sprach sodann über das, was in den vergangenen Jahren in der Gemeinde geleistet wurde. Im Anschluß daran wurden noch einige Tagesfragen erörtert. Die Grippe tritt in unterem Orte immer stärker auf. Auch verschiedene Erwachsene sind davon be­fallen worden.

# Ettingshausen, 17. Dez. Einen erfreu­lichen Beweis der Ovferwilligkeit erbrachte unsere Gemeinde auch in diesen Tagen wieder. 20 Weih­nachtspakete mit Wäschestücken und 25 Pa­ke t e mit Lebensrnitteln wurden hier ge­spendet. Die obere Klasse der hiesigen Volks­schule mußte wegen der Zunahme der ©ripp e- erfranf ungen zum zweiten Male geschlos - s e n werden.

Ettingshausen, 17. Dez. Lehrer Simon wurde von hier nach Steinbach bei Gießen versetzt. Der Fortgang dieses Lehrers, der zur Einigung in unserer Gemeinde wesentlich beige­tragen hat, wirb sehr bedauert. Besonders auch der Gesangverein, dessen Zusammenschluß durch ihn zustande kam, wirb seine Kraft sehr vermissen.

+ Grünberg, 17. Dez. Am Mittwoch fand hier die erste Mutter - und Säuglingsbe­ratungsstunde statt. Sie wurde im Zimmer der NS.-Frauenschaft im ehemaligen Vermessungs­amt durch einen Arzt des staatlichen Gesundheits­amtes Gießen und die Kreisfürsorgeschwester abge­halten. Die nötigen Gebrauchsgegenstände wurden von der Gemeinde gestellt Der Zweck der Be­ratungsstunde ist, jungen Müttern Aufklärung über "chtige Ernährung und Pflege der Säuglinge zu geben, ebenso sollen werdende Mütter hier beraten werben. Jeweils am britten Mittwoch eines jeben Monats findet eine derartige Beratungsstunde statt. In den Kreis des hiesigen Beratungsbezirkes sind auch die umliegenden Orte mit einbezogen.

T Watzenborn-Steinberg, 17. Dez. Dieser Tage fand im SaalZum grünen Baum" eine Kundgebung zur Förderung des Volks- bundes für das Deutschtum im Aus­land statt. Nach Begrüßungsworten von Rektor Bender fang der GesangvereinEintracht" (Leitung: Chormeister Georg Harnisch) zwei Volkslieder. Einzelvorträge und Sprechchöre der Oberklasse bereicherten den Abend. Zu einer Reihe von Lichtbildern über Siebenbürgen gab Lehrer Jochem entsprechende Erläuterungen. Mit weite»

LPD. Mainz, 17. Dez. Am Mitwochnachmittag ereignete sich am DrtSausgang von Mainz-Kastel auf der Straße nach Erbenheim ein schwerer Verkehrsunfall, dem zwei junge Men­schenleben zum Opfer fielen. Eine Zug­maschine mit zwei mit Sand beladenen Anhängern versuchte, einen Radfahrer, einen Jungen von drei­zehn Jahren, der seinen neunjährigen Freund vor sich auf dem Rade hatte, in dem Augenblick zu über­holen, als er an einem haltenden Kraftwagen vor­beifuhr. Aus bisher noch nicht geklärter Ursache fie­len die beiden Jungen plötzlich vom Rad und kamen zwischen die beiden Anhänger zu liegen. Dieser, schwer mit Sand beladen, ging über die beiden Jungen hinweg, die sofort getötet wurden. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Der Führer des Lastzuges wurde einstweilen in Haft genommen.

Nie Aufklärung des Mordes in Frankfurt.

Der Mörder erst 18 Jahre alt. Die Tat geschah wegen einer Mark.

LPD. Frankfurt a. M., 17. Dez. Wie bereits mitgeteilt wurde, ist es der Frankfurter Kriminal­polizei gelungen, den Mann, der die Elfe F a l t i n am 12. Dezember in ihrer Wohnung in der Schüp- pengaffe erdrosselt hat, zu ermitteln und f e ft- zunehmen. Es handelt sich um den 18jährigen Gustav A. in Frankfurt a. M. Die Ermittlungen hatten ergeben, daß tatsächlich der letzte Besuch der Faltin, der von mehreren Zeugen gesehen worden war, die Tat begangen hat. Erschwert war die Ar­beit der Mordkommission besonders dadurch, daß die von den Zeugen gegebene Beschreibung auf A. nicht zutrifft. Trotzdem wurde auch diese Spur wie alle andern weiter verfolgt, was schließlich zum Erfolg führte. Trotz der falschen Beschreibung des Täters, die die Zeugen abgegeben hatten, erkannten diese Zeugen den A. unter vielen andern heraus sofort als den Mann, den sie am 12. Dezember beobachtet hatten. Nach anfänglichem Leugnen legte A. ein Ge­ständnis ab. Dieses wiederholte er auch später am Tatort, wo er vor einem Vertreter der Staatsan­waltschaft, dem Gerichtsarzt und den Beamten der Kriminalpolizei den Hergang der Tat ausführlich schilderte. Heber das Motiv der Tat machte A. an­fänglich widersprechende Angaben. Schließlich gab er an, die Faltin habe ihm eine Mark, die er wie­derzubekommen hatte, nicht geben wollen, wodurch er in Wut geraten sei. Er habe ihr nun einen Schreck ein jagen wollen, um zu seinem Geld zu kommen, und habe sie deshalb an der Kehle ge­packt. Da müsse er nun wohl zu fest zugepackt haben, denn auf einmal sei die Faltin bewußtlos umge­fallen. A. will es nun mit der Angst zu tun be­kommen haben. Er fürchtete, die Faltin könnte wie­der zu sich kommen und um Hilfe rufen. Um dies Zu verhindern, ergriff er ein altes Tuch und schlang es der Bewußtlosen fest um den Hals. Dann ver­ließ er fluchtartig das Zimmer. Inwieweit die An­gaben des A. zutreffen, wird zur Zeit noch nach- geprüft.

Rundfunkprogramm.

Samstag, 19. Dezember.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fruhkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Auf zum Staatsjugendtag: BDM.- Sport!Wintersport Winterlager." 10: Schul» fünf. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.40: Landfunk. 11.45: Sozial- bienft. 12: Mittagskonzert des Orchesters des Ober- schlesischen Landestheaters Beuthen O.-S. 13: Nach­richten (auch aus dem Sendebezirk,. 13.15: Mittags- konzert. 14: Nachrichten. 14.10: + = fideler bunter Kappes" und dazwischen StoltzesLappes". 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.30: Irgendwo irgendwann ... Streng vertraulich!! Einschalten! 16: Froher Funk für alt und jung. 18: SS. musiziert. Ein Konzert um Lieder und Marschweisen der SS. 19.30: Der Zeitfunk bringt bte Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nach- Men. 20.10: Zuguterletzt. Unser kunterbunter Wochenkehraus. Klingende Welt des Films.

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