RM.
1.
Wie sieht es in der Wirtschaft aus?
Die
Kunst und Wissenschaft
Handlungen an Jugendlichen zu fünf
Jahren Gefängnis verurteilt. Der Verurteilte ist einmal Vorstandsmitglied der Inter-
Marxistischen Liga für Menschenrechte
nationalen
Von Berlin
2.
3.
Werk- gleich-
keit und Krankheit.
Jnoalidenunterstützung.
Sterbegeld.
Vergehens unzüchtiger
SveziaUöschapvaraten an die Brandstätte wo bet ihrem Eintreffen eine Fläche von 15 000 Quabrob meter in Flammen stand. Neben der Feuerlosch- Polizei beteiligten sich SA. und Arbeitsdienst an )em Retungswerk.
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Partner im Währungsblock doch die Verlierenden fein müssen. Das ist, obgleich es noch nicht in dem Ausweis seiner Währungsbank sichtbar geworden! ist, Frankreich. Man hat in England anscheinend französische Fluchtkapitalien in Gold umgewechselt in der' Befürchtung, daß das französische Fluchtkapital infolge der erneuten Bestimmungen doch vielleicht im Januar zurückkehren würde. Statt also die Rückkehr zu erleichtern, erschwert sie Großbritannien, ein Beweis weiter für die Unwirksamkeit der Bestimmungen der Währungsentente selbst. Das hat den Grund: Die verschiedenen Währungsausgleichsfonds operieren natürlich lediglich im Interesse ihrer eigenen Währung. Die Währungsfonds sind auf der einen Seite mit Gold überdeckt, während bei anderen Währungsfonds wieder Mangel an Gold besteht. Dieser Unterschied hat sich in der letzten Woche noch verstärkt. Wenn man entweder Landesvaluta auf den Markt zu geben gezwungen ist oder sie in Gold umwechselt, dann wird jebe Währungsbank unb jeder Ausgleichsfonds für die Landeswährung natürlich Gold vorziehen, und so kommt es, daß die Währungsfonds einigermaßen illiquide geworden sind, infolge ihrer Goldherein- nähme nicht mehr wie früher ihre Wirksamkeit voll ausüben können, die Papierwährung auf einen bestimmten Stand zu halten, aber doch diese Unbequemlichkeit und die Gefahr einer Ueberdeckung der Papierwährung durch Gold der größeren vorziehen, nämlich einer Verschlechterung des Goldbestandes für ihr eigenes Land. Wie gesagt, der Leidtragende dabei ist Frankreich.
der Anklagebank, die zu seinem willenlosen zeug herabgesunken waren und über die falls Gefängnisstrafen verhängt wurden.
Feuer in einer Gummifabrik.
Gtudentenkampshüfe.
Ein Aufruf des Gauleiters.
NSG. Frankfurt a. M., 18. Dez. Gauleiter Sprenger wendet sich mit dem Aufruf an die Altakademiker im Gau Hessen-Nassau: Der Stellvertreter des Führers hat im Mai dieses Jahres die in der Kampfzeit geschaffene Studentenkampfhilfe neu gegründet. Damit Hal der Altakademiker die verantwortungsvolle und schöne Aufgabe erhalten, durch ideelle und materielle Unterstützung des NS D. - Studentenbundes die politische und weltanschauliche Erziehung des Studentennachwuchses zu fördern. Gleichgültig, wo ihr früher gestanden habt, gleichgültig, zu welchem Bund ihr euch bekanntet: Nunmehr ist die Zeit gekommen, in der ihr eure Einsatzbereitschaft beweisen könnt. Die nationalsozialistischen Altakademiker, sowie alle ehemaligen Angehörigen der Hoch- und Fachschulen und alle Volksgenossen, die die Arbeit des Studentenbundes unterstützen wollen, treten der NS.-Stu- dentenkampfhilfe bei. Alter und Jugend kämpfen gemeinsam dafür, daß auch in den Universitäten und Hochschulen das Gedankengut unserer nationalsozialistischen Weltanschauung weiter vertieft und in der Zukunft desto fester verankert wird.
Die medizinische Welk ehrt Ernst von Bergmann.
Im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin hatten sich zahlreiche Vertreter der midizinischen Wissenschaft und praktische Aerzte eingefunden, um dos Andenken des vor hundert Jahren geborenen deutschen Forschers und Arztes Ernst von Bergmann zu ehren. Unter den Erschienenen bemerkte man auch den Reichsärzteführer Prof. Wagner und den Präsidenten des Reichsgesundheitsamtes Prof. Reiter. Im Laufe der Veranstaltung wurde der einzige Film zur Vorführung gebracht, den es über Bergmann gibt. Der Film zeigt den Chirurgen bei der Ausführung einer Beinamputation. Geheimrat Prof. Dr. Bier würdigte von Bergmann als Menschen, Chirurgen und Lehrer. Er führte aus, daß die Tatkraft, Initiative und die hohe Organisationsgabe Bergmanns auch dessen wissenschaftliche Leistungen zu großer praktischer Geltung kommen ließen. Von besonderer Bedeutung sei die Erkenntnis der bakteriellen Ursache der Infektionskrankheiten, die chirurgische Behandlung der Hirn- krankheiten und die Behandlung von Kopfverletzungen, gewesen. Eine der größten Taten sei die von Bergmann in großem Maßstabe eingeführte aseptische Behandlung der Krankheiten überhaupt gewesen. Seiner Bedeutung als wissenschaftlicher Forscher habe seine technische Fähigkeit bei der Ausführung von Operationen nicht nachgestanden. Die von ihm geleitete Universitätsklinik habe er zur Höhe ihres heutigen Ruhmes geführt. Anschließend behandelte Geheimrat Prof Dr. Sauerbruch ein Sondergebiet von Bergmanns Forschungs-
Aus aller Welt.
Exemplarische Strafe.
einer Sonderabteilung des Amtsgerichts
Schutz vor Ansteckung durch —
In dem Werk ßimmer (Excelfior) der Continental-Gummiwerke Hannover entstand in einer der letzten Nächte in einem Lagerschuppen für Altgummi Feuer, das bald großen Umfang annahm. In einem Nachbarschuppen befanden sich Benzinfäffer und Sauerstoffflaschen, die aber zum Glück geborgen werden konnten. Die Feuerwehr rückte mit
Gemeinschaftsleistung der DAI.
Mit 234 Millionen NM. etwa 4V2 Millionen Mitglieder unterstützt.
tungen:
Erwerbslosenunterstützung bei Arbeitslosig-
Büchertisch.
— Der Sager von Hinterfluh. Erzählung von Walter H o t t i g e r. (Verlag von F^.d- rich Reinhardt, Weil am Rhein, Baden. Gebd. 3,60 Mark.) — 355. — Ein fesselndes Buch, das den Leser mit dem Leben und Geschehen in einem Gebirgsdorf im Berner Oberland bekannt macht. Mit starker innerer Anteilnahme liest man diese Bauerngeschichte, die hier aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts berichtet wird. J)ie Bewohner dieser Berggegend der deutschen Schweiz, insbesondere die Hauptpersonen der Erzählung, sind klar und psychologisch fein geschildert, packend hat der Verfasser auch den Stoff der stark dramatischen Handlung mit guter dichterischer Gestaltungskunst behandelt. Wer einen Dorfroman mit tiefem Gehalt lesen will, in dem kernechte Menschen der Bergwelt mit reichem Seelenleben im Mittelpunkt des Geschehens stehen, dem sei diese Erzählung empfohlen. B-
— Paul Ernst: Heitere Welt. Sieben Geschichten. (Die kleine Bücherei Nr. 64.) Geb. 80 Pf. Albert Langen/Gwrg Müller, München 1936. — (309) — Eine Welt voll märchenhafter Heiterkeit tut sich in diesen sieben Geschichten vor uns auf, die den dichterischen Reichtum Paul Ernsts von einer neuen, wenig bekannten Seite zeigen. Er erzählt mit gewinnender Schlichtheit eine Reihe vergnüglicher Streiche und ergötzlicher Abenteuer, wie sie bei den Komödianten und Spitzbuben von jeher im Schwange waren. Niemand kennt Paul Ernst, wenn er nicht auch diese köstlichen Gaben unbeschwerten und überlegenen Humors gelesen hat. Ein vaar davon haben wir den Lesern unserer Unterhaltungsbeil-age bereits zu kosten gegeben.
— Fritz Müller-Partenkirchen: Kramer & Friemann. Preis geb. 2,85 RM. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — (450.) — „Bub", sagt Onkel Frank auf dem Familienrat, „tu's Maul auf: Willst studieren oder Kaufmann werden?" „Kaufmann werden!" So bekommt also Kramer 8z Friemann", Lebensmittel en gros, einen neuen Stift. Damit beginnt für ibn und uns die bunte Reihe fröhlicher und ernster Kapitel aus dem Leben eines Lehrlings, feiner Vorgesetzten und Mitarbeiter, — wer könnte sie alle ie vergessen, mit denen der Fritz im Guten oder Bösen geschäftlich und „privat" zu tun hatte. Es ist gewiß der Lehrling Fritz Müller selbst, dessen Geschichte der Dichter erzählt. Und daß gerade sein neuer Freund Olaf Gulbransson das Streben und Erleben dieses Lehrlings Fritz mit viel Humor und lockerer Zeichenfeder begleitet, ist sicher kein Zufall. Ein Buch, das mit Humor und Lebensweisheit den Alltag des Kaufmanns vergoldet und manchem Lehrling und denen, die es waren oder werden wollen, vergnügliche Stunden bereiten wird.
— Horst Biernath: Ferien von Marie t h e n. Roman. Preis geb. 3,80 Mark. Ritter- Verlag Oldenburg i. O. — (495) — Im Mittelpunkt der spannenden Handlung steht ein politisches Intrigenspiel. in das sich Simone, die Gattin des ältesten Hellborn, einläßt. Hans von Hellborn ist deutscher Diplomat, Simone die Tochter eines litauischen Holzkönigs, der die litauische Politik maßgeblich beeinflußt, so daß die Möglichkeit zu Konflikten naheliegt. Simone ermöglicht, daß auf Warjethen eine politische Zentrale eingerichtet wird, von der aus Hetzschriften ihre Verbreitung finden sollen. Die Aufdeckung dieses Komplotts durch die Geschwister von Hellborn gibt dem Buch stets wechselnde Spannungsmomente. Als Grundton fchwmat dabei der Kampf der Grenzlanddeutschen um die Erhaltung ihrer Heimat mit.
— P. C. Ettighoffer: Servus Kumpel. Als Landstreicher durch Städte, Dörfer und Herbergen. 213 Seiten. 2,85 RM. Volksausgabe, Leinen. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. — (447.) — Das Tippelabenteuer eines Reporters, der selbst in schäbiger Kluft, ohne Kragen und Geld als richtiger „Kumpel" mit den Zünftigen an Mein und Mosel gewandert ist. Monarchen und Kunden, Klinkenputzer, Speckjäger und Tivpelbrüder, ihre armseligen Freuden und großen Leiden geben sich hier ein Stelldichein. Ein Buch voll rheinischen Humors und fröhlicher Derbheit, aber auch ein Stück belauschtes Leben, das heute endlich auf dem Aussterbeetat steht.
— Otto Ernst: Ferienglück. 89 Seiten. Leinen 1,10 RM. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. — (448.) — Drei fröhliche Erzählungen ver- : eint dieses liebenswürdige Büchlein: „Warnung vor d"r Sommerfrische" — „Die späte Hochzeitsreise" — Ausflug mit allerlei Kleinzeug". Wer kennt nichr Appelschnüt und Asmus Semper aus den großen Romanen des Dichters. Wer freut sich nicht, ihrem ' Allotria hier wieder zu begegnen. Von solchen ; Mußetagen mit viel Sonne, lachenden Kindern und ; ein klein wenig Tücke des Objekts, wie Otto Ernst, der heitere Lebens- und Menschenkenner, sie dem ' Leser vorzaubert, geht allerlei Anregung zum Pläneschmieden.
— Peter Purzelbaum: Lausebums. Geschichten von Steppke, Knirps und anderen > Früchtchen Mit Bildern nach Aufnahmen bekann» • ter Photographen. Broschiert 3 50 Mark. Leinen i 4 80 Mark. Brunnen-Verlag Willi Bischoff, Ber» i lin. — (491) — Peter Purzelbaum ist uns als : witziger Erzähler jener vielen Soldatenschnurren • und Kommißscherze bekannt geworden, die in seinen t bekannten Büchern verbreitet sind. Diesmal läßt
wurde ein gewisser ßüttjemeier wegen gegen § 17 5 StGB, und Vornahme
arbeit, das ihm besonders am Herzen gelegen habe, nämlich die Hirndrucklehre und die seit Bergmanns Tode auf diesem Gebiete erzielten Untersuchungs- ergebniffe.
Akademie für pharmazeutische Fortbildung für den Bezirk Hessen.
Der Reichsapothekerführer hat die „Akademie für pharmazeutische Fortbildung" gegründet, um den der Universität schon lange entwachsenen, oft in einer ßandapotheke ihren verantwortungsvollen Beruf ausübenden Apothekern neue wissenschaftliche Anregungen zu bieten. Zu diesem Zwecke werden im ganzen Reich mehrtägige Kurse abgehalten, bei denen den Teilnehmern der heutige Stand unseres Wissens vermittelt werden soll. Die „Akademie für pharmazeutische Fortbildung" ist eine ständige Einrichtung und dient dazu, den in der Praxis stehenden Apotheker dauernd in Verbindung mit der Wissenschaft zu halten. — Der Reichsapothekerführer hat den Professor Dr. H. D i e t e r l e von der Universität Frankfurt mit der ßeitung der Lehrgänge im Bezirk Hessen beauftragt. Der erste Lehrgang wurde jetzt von Professor D i e t e r I e eröffnet. Nachdem Bezirksapothekerführer Zenner zu dem Thema „Der Apotheker im Dritten Reich" das Wort ergriffeen hatte, wurde mit der wissenschaftlichen Arbeit begonnen. An diesem ersten Lehrgang beteiligen sich 50 Herren. Welch große Arbeit geleistet werden muß, kann man ermessen, wenn man bedenkt, daß der Bezirk Hessen nicht weniger als 700 in der Praxis stehende Apotheker aufroeift, die alle an diesen Kursen teilnehmen werden.
bruchs.
Von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind diedeutsch-lettländischenWirtschafts- besprechungen, die in diesen Tagen in Berlin stattfanden, und die einer Verlängerung bzw. einer Ergänzung des im vergangenen Jahr abgeschlossenen, am 10. Januar 1937 ablaufenden Wirtschaftsvertrages zwischen beiden ßänbern dienen. Das bisherige Abkommen hatte sich für beide Länder günstig ausgewirkt. Deutschland bezieht in erster Linie aus Lettland Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft (Butter, Schweine, Holz Und Eier), während Lettland vorwiegend deutsche Fertigwaren abnimmt. Die Butterbezüge Deutschlands aus Lettland bedeuten für die lett- ländische Wirtschaft eine beachtliche Stütze, zumal der englische Markt nicht mehr in dem Maße wie früher Abnehmer der lettländischen Erzeugnisse ist. In den ersten neun Monaten dieses Jahres konnte die deutsche Ausfuhr nach Lettland mit 33,9 Millionen Lat (zirka 17 Millionen RM.) gegenüber 28,6 Millionen Lat im Vorjahr ganz beachtlich gesteigert werden. Die Einfuhr aus Lettland stieg in der gleichen Zeit von 23,2 Millionen auf 33,6 Millionen Lat, fo daß sich ein kleiner Überschuß zugunsten Deutschlands ergibt. Da der Warenaustausch fortgesetzt steigt, bestehen für die neuen Verhandlungen denkbar günstige Aussichten. Deutschland ist heute der beste Käufer und Liefe- rant Lettlands. In weitern Abstand folgen England, die Vereinigten Staaten und schließlich Sowjetrußland. Günstige Aussichten dürften sich in Zukunft auch aus dem verstärkten Anbau von Flachs in Lettland ergeben. Bei einer weitgehenden lettländischen Anpassung an die Wünsche der deutschen Verbraucher etgeben sich die besten Aussichten für das neue Wirtschaftsabkommen beider Länder.
Die erlassene Devisenamnestie scheint mit dem Gesetz über Wirtschaftssabotage, das die Verschiebung von Vermögen in das Ausland und die Verheimlichung von bereits verschobenen Werten mit dem Tode bestraft, in Widerspruch zu stehen. Aber da es um den Kopf der Wirtschaftssaboteure geht, ist ihnen noch eine allerletzte Gua- denfrist bis zum 31. Januar 1937 gewährt worden, die sie benutzen können, um in sich zu gehen und Reue zu zeigen. „Ich lieg' und besitze, laßt mich schlafen!" sagt Falnir, der Lindwurm in Wagners Nibelungen-Ring, der mit feinem Leibe den Goldschatz behütet. Man wird an diese eigensüchtigen Worte erinnert, wenn man bedenkt, daß es selbst noch volle drei Monate nach der Verkündung des zweiten Vierjahresplanes durch den Füh- rer, also nach dem stärksten Ruf zur Sammlung, Leute gibt die in verschwiegenen Verstecken daheim oder draußen im Ausland Devisen horten. Diese fremdländischen Gelder, nur für den privaten Nutzen von Einzelpersonen von diesen zurückgehalten, werden einer Nation verweigert, die sich zu heroischem Abwehrkampf um den Führer geschart hat. An sich sind in allen Fällen von Devisenoer- yeimlichungen die dafür vorgesehenen Strafen längst verwirkt. Gerade mit Rücksicht auf die
gewesen. In der nichtöffentlich durchgeführten Verhandlung wurde festgestellt, daß ßüttjemeier seit Jahren systematisch meist noch jugendliche Menschen verführt hat. Neben ihm saßen 14 Personen au
Die SammelMon der Zuger d.
„Mag die Not grotz sein—die Kamerad, schäft ist größer."
Berlin, 17. Dez. <DNB.> Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichsleiter Baldur von Schirach, hat zur Straßensammlung der HI. vom 18. bis 20. Dezember folgenden Tagesbefehl erlassen:
„Alle Generationen unseres Volkes dienen im nationalsozialistischen Staat einer gemeinsamen Aufgabe. Ihr, meine Kameraden und Kameradinnen, sollt an diesem Tage erneut beweisen, daß Ihr diese Zusammengehörigkeit aller im Dienste am Werk des Führers begreift und beherzigt. Wir waren immer stolz darauf, unsere nationalsozialistische Gesinnung durch selbstlose Taten offenbaren zu dürfen. Das Winterhilfswerk 1936/37 ist uns eine neue willkommene Gelegenheit, Deutschland zu zeigen, daß wir treu und seldstlos sind. Seht Eure Sammelbüchsen als Waffen gegen Eigennutz und Zwietracht an! Kämpft mit ihnen für d i e ärmeren jungen und Mädel, für die ärmeren Eltern! Maa die Not groß sein — die Kameradschaft ist größer!
Berlin, 17. Dez. (DNB.) Aufgabe der DAF. ist es, die Kräfte der Gemeinschaft zu mobilisieren. Die Gemeinschaft hilft dem einzelnen, denn die materiellen Mittel der DAF. stellen Mittel der Gemeinschaft dar. Die Unterstützungen sind daher auch freiwillige. Die Unter stützungseinrich- tungen der früheren Gewerkschaften standen, als am 2. Mai 1933 die DAF. die Gewerkschaften übernahm, ausnahmslos unmittelbar vor öem völligen Zusammenbruch. Erst die DAF. hat ihnen wieder eine gesunde Grundlage gegeben. Zum ersten Mal wird jetzt bekannt, welche gewaltigen Beträge die DAF. bisher als Unterstützungen an ihre Mitglieder bezahlt hat. Es handelt sich, wie Pg. S ch o l z vom Schatzamt der DAF. vor der Presse ausführte, um eine Summe von insgesamt 234 Millionen UM. Das bedeutet, daß von den Beiträgen der DAF., die ja keine Versicherungsprämie, sondern Beiträge zu einer weltanschaulichen Gemeinschaft darstellen, im Durchschnitt 50 P f. j e Mitglied und Monat für Unter st ü t - zungszwecke abgezweigt werden. Der durchschnittliche Monatsbeitrag beträgt 1,70 Mark.
Die DAF. hat folgende Ünterstützungseinrich-
sere Skepsis ausgesprochen, da die Vereinbarungen vieldeutig und nur zur Beruhigung vor allem der französischen Staatsbürger gefaßt waren. Die Londoner City verhieU sich, wie überhaupt die englische Währungspolitik, trotz des Wortlauts des Währungsabkommens verhältnismäßig skeptisch und jetzt kann man sagen, daß die Währungseniente in Wirklichkeit zusammengebrochen ist. Die überraschend große Goldoperation der Bank von England zeigt das deutlich, zumal sie durch eine Aktion der holländischen Notenbank ergänzt wird. Der Goldbestand der holländischen Notenbank ist auf rund 669,5 Millionen Gulden gestiegen gegenüber 570 am 9. November 1936, wäyrenb demgegenüber nur für 785 Millionen Papiergulden ausgegeben worden sind. Die Bank von England weist ihre Goldbestände immer noch nach dem alten Sterling-Kurs aus, also vor der Abwertung vom 21. September 1931. Immerhin hat sie wieder 65 Millionen Pfund alter Parität an Gold aufgenommen, so daß also das Papierpfund zu über 100 v. H. mit Gold gedeckt wäre. Nimmt man den starken Goldbestand der Schweizer Währungsbank hinzu, das Anwachsen des Goldstromes nach den Vereinigten Staaten, dann wird es sichtbar, daß einige
_lichterglänzende Weihenacht, die in Deutjchland als das höchste Fest gilt und feierlicher begangen wird als in allen übrigen germanischen Ländern, hat für viele Erwerbszweige eine ganz besondere Bedeutung. Der Schenkende, ob Kind, ob Hausfrau ober Hausherr, tritt in den Vorder-, gründ. Don feinen Wünschen, feinem Geschmack und seiner Urteilskraft hängt aber der gute ober schlechte Gang vieler Geschäfte ab, unb ba wir nach den wirren Zeiten ber Inflation, der Schein- konjunktur unb ber bann notroenbig erfolgenben furchtbaren Depression und Arbeitslosigkeit wieder auf einen grünen Zweig gelangten und dank der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik uns freier bewegen können, sind wir um so vorsichtiger in ber Anlage unseres Gelbes aeroorben. Üeberein- ftimmertb kann gesagt werben, bah bas Weihnachtsgeschäft sich gut bei allen denen gestaltet, die wirkliche Qualitätsware anbieten unb sie geschmackvoll zu gestalten wissen. Der Umsatz in Möbeln, Textilwaren, Porzellanen ist sehr stark, ba die Gelegenheit benutzt wirb, um ben lange auf- gespeicherten Bebarf zu becken. Die Umsätze in allen andern Dingen, Die man zu Weihnachten als Liebesgaben verschenkt, haben sich ebenfalls , gehoben, unb die Geschäftsleute sehen mit Befriedigung auf bas bisherige Weihnachtsgeschäft zurück, zumal sich auch mehr und mehr die Unsitte gelegt hat, erst in ben letzten Tagen vor Weihnachten ein- Zukaufen. Der Deutsche wählt heute mehr, er vergleicht bie Preise, er ist barauf bedacht, nicht nur Dinge zu schenken, bie für ben Augenblick glänzen, sondern Dauerwert haben. Diese Umstellung des Käufers ist wesentlich für ben Gang bes Weihnachtsgeschäftes. Kitsch zieht nicht mehr. Die kaufenden Massen roenben sich mehr und mehr bem Gehaltvollen zu, baß sie bas können, baß wir wieber wirklich frohe Weihnachten zu feiern vermögen, ist eine Auswirkung des nationalsozialistischen Um
geschlossen kämpfende Volksgemeinschaft brauchte der Staat keinerlei Rücksicht mehr zu nehmen. Der Erlaß ber neue Devisen-Amnestie, bie sogar bis zum 31. Januar, also über volle sechs Wochen aus- gebehnt ist, bebeutet eine Nachsicht bes Staates gegenüber Devisenhamsterern, bie diese nicht mehr verdient haben, sie sind oft genug zum Eintausch aufgefordert worden. Wenn der Staat gleichwohl noch einmal eine letzte Gnadenfrist gewährt, so sollten diejenigen, die es angeht, sich wenigstens ein Beispiel nehmen an solchen Devisenbesitzern, die seit Beginn des Winterhilfswerkes diesem in anonymen Sendungen Devisen zur Verfügung gestellt haben. Es handelt sich um Menschen, die die bisherige Verheimlichung ihrer fremdländischen. Gelder nun wenigstens dadurch gutzumachen wünschen, daß sie sie bem großen Gemeinschaftswerk bes beutschen Volkes überlasten. So wirb u. a. aus einer großen sübbeutschen Stabt gemelbet, baß eine biefer anonymen Einsendungen an bas Winterhilfswerk Hun- berte von Schweizer Franken, mehrere Tausenb amerikanische Dollars u. a. m. enthielt. Ein anberer Brief enthielt österreichische Kronen unb italienische Lire. Die Strafe, bie bie Absenber burch bie ent- schädigungslose Hergabe biefer Devisen sich selbst für ihre bisherige Verheimlichung auferlegten, kann zur Nachahmung um so mehr empfohlen werben, als ber neue Amnestie-Erlaß es ausbrücklich aus- spricht, baß biejeniaen, bie bis zum 31. Januar ihren Devifen-Verpflichtungen nachkommen, von ben an sich verwirkten Strafen freibleiben unb „sich wieber in bie Front der anständigen Deutschen eingliedern".
Vor 2% Monaten wurde zur Verdeckung der Nöte ber französischen Regierung bie bekannte Währungsentente verkündet, bie zwischen ben USA., England und Frankreich gelten sollte. Von vornherein haben wir dieser Entente gegenüber un-
4. Notfallsunterstützung.
5. Heiratsbeihilfen.
6. Sonderbeihilje.
In der Gesamtsumme von 234 Millionen kommt eine ganz erstaunliche Gemeinschaftsleistung zum Ausdruck. Seit 1933 hat die Deutsche Arbeits-
front etwa 4 V2 Millionen Mitglieder durch ihre Unterstützungseinrichtungen betreut. Be- achtlich ist, daß b a s S t e r b e g e l d in der höchsten Klasse von 100 auf 125 RM. erhöht worden ist. Auch die H e i r a t s d e i h i l f e für weibliche Mitglieder hat eine Erhöhung erfahren bis zum Höchst- betrag von 150 RM. Die großen Barleistungen der DAF. an Unterstützungen stellen aber nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Leistungen bar. Diejenigen, die heute bie Unterstützungseinrichtungen ber DAF. für sich in Anspruch nehmen, sollten sich vor Augen halten, bah bie DAF. ihnen biese Unterstützung gewährt, obgleich sie die Beiträge im Vergleich zu denen ber Gewerkschaften beträchtlich, unb zwar bis z u 50 v. H., g e f e n k t hat. Die Organisation und die Leistungen der DAF. stehen auf gesunder Grundlage. Das Ausland hat diese gesunde Grundlage oft angezweifelt, aber noch jeder Ausländer, ber einmal bas Schatzamt ber DAF. besucht unb Gelegenheit gehabt hat, sich bort bis m bie letzten Einzelheiten zu unterrichten, ist von Hochachtung erfüllt worben für dieses in sich starke soziale Werk.


