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Warum Lustschutz auf -em Lande?
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fahren gilt es zu erkennen und wehr lückenlos zu organisieren.
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Schließlich muß eine ganze Dorfgemeinschaft — wie kürzlich in Ostpreußen — sich ZU einer Lustschutzübung zusammenfinden, weil bei solchen Gelegenheiten am besten bestehende Mangel m der Abwehrorganisation beseitigt werden können.
* T * Viele Volksgenossen auf dem Lande glauben, daß sie in einer Zeit kriegerischer Verwicklungen vor Angriffen aus der Luft sicher sind. Sie meinen, eine Gefahr bestehe nur für Großstädte und Industriegebiete. Dies ist ein großer Irrtum, der verhängnisvoll werden kann, wenn die Bedeutung der hochentwickelten Flugzeuge als An- griffswaffe nicht auch auf dem Lande erkannt wird.
Del seinen Angriffsmethoden wird sich der Gegner nur von dem Willen leiten lassen, die Widerstandskraft des Volkes möglichst rasch zu brechen. Bombenangriffe großen Stils auf die Mittelpunkte industriellen Lebens sind deshalb gewiß. Gleichzeitig aber wird der Angreifer von Anfang an sich bemühen, die Ernährungsgrundlage zu gefährden. Er wird sich nicht mit einer Seeblockade begnügen, sondern den Versuch machen, an die Quellen der landwirtschaftlichen Erzeugung heranzukommen. Da auf einer langen Front nicht immer Flieger und Flaks zur Abwehr bereitstehen können, wird es oft möglich sein, zum Ziel durchzuslohen.
Und diese Ziele lohnen den Einsatz. Ueberland- kraftwerke, Stauseen und Bahnhöfe werden beliebte Angriffsobjekte sein. Gleiches gilt von Scheuern, Ställen und weidendem Vieh. Es braucht sich bei
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über die in der nächsten Woche stattfindenden militärischen Hebungen bekannt.
Die Sachbearbeiter des Kreisamts, Verwaltungs- Inspektor Sippe!! und Verwaltungsinspektor Kneisel, gaben noch einige Verwaltungsverfügungen allgemeiner Art bekannt.
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des Volkes und der praktischen traut worden. Das Aufgabengebiet ist ebenso neu wie mannigfaltig, und der im Ernstfall zu erwartende Einsatz von Fliegern wirft eine große Zahl von Fragen auf. Es muh zum Schuhe gegen Bomben jeder Art schon in Frie- denszeiten weitgehend vorgesorgt werden. Unterrichtung über die Pflichten eines jeden Volksgenossen für die Stunde der Gefahr ist Voraussetzung für das Gelingen. Abwehr der Brandgefahr, Erste Hilfe für kampfstofferkrankle Menschen und Tiere stehen dabei im Wittel-
diesen Angriffen keineswegs immer um Bombenflugzeuge zu handeln; gutgeführte Jagdflieger können tieffliegend mit Maschinengewehrfeuer großen Schaden unter Weidevieh anrichten. Alle diese Ge- ' alsdann die Ab-
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Kreis Büdingen.
KNidda, 17. Sept. In mehreren Kursen wurde die größte Zahl der hiesigen Ortsbewohner durch theoretische Vorträge, verbunden mit Hebungen in praktischen Hilfsmaßnahmen, über die verschiedensten Gebiete des L u f t s ch u tz e s, wie Organisation, chemischen Kampfstoffe, Brandbomben und deren Bekämpfungsweise, Luftschutz auf dem Lande u. a., eingehend unterrichtet. Nun wurde gestern abend durch die Ortspolizeibehörde in Zusammenarbeit mit hiesiger Ortsgruppe des Reichsluftschutzes Verdunkelungsmaßnahmen von einer Stunde Dauer durchgeführt. Anfang und Ende derselben wurde durch die Dampfsirene des Himmels- bachschen Sägewerks angegeben. Unter Beachtung der für diesen Zweck vorher in jedem Haushalt ausgeteilten Richtlinien waren außer der Verdunkelung sämtlicher Straßen die Privatwohnungen, Geschäfts- und Wirtschaftslokale nach außen derart verdunkelt, daß kein Lichtschein sichtbar wurde.
* Nidda, 17. Sept. Bei I n st a l l a t i o n s- arbeiten in einem landwirtschaftlichen Gehöft in dem Dorfe Echzell war der 18 Jahre alte Schmiedelehrling Willy Münch aus Beienheim (Kreis Friedberg) an einer elektrischen Bohrmaschine beschäftigt, dabei wurde der junge Mann plötzlich von einem elektrischen Schlag getroffen, der ihn tot zu Boden streckte.
Aus dem Niddatal, 17. Sept. Die sonnigen Tage dieser Woche haben die bäuerliche Bevölkerung veranlaßt, mit der Kartoffelernte zu beginnen. Der Ertrag ist allgemein als gut zu bezeichnen, wenn er auch durch Fäule etwas gemindert wird.
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= Deckenbach, 17. Sept. Nachdem die Grum- meternte nunmehr beendigt ist, ist man mit Kar« toffelausmachen beschäftigt. Bei der dieser Tage abgehaltenen O b st v e r st e i g e r u n g der hiesigen Gemeinde wurden folgende Preise erzielt: Aepfel kostete der Zentner 10 bis 12 Mark, Birnen kam der Zentner auf 2 bis 3 Mark. Das Kelterobst kostete 1 Mark.
Kreis Wetzlar.
cx) Hörnsheim, 14. Sept. Der hiesige Kleinkindergarten, der von der NSV. betreut wird, hielt am gestriaen Sonntag sein diesjähriges Jahresfest ab, an dem sich annähernd die ganze Gemeinde beteiligte. Unter Vorantritt des Posaunenchors marschierten die Kinder geschloßen nach der nahegelegenen Festwiese. Hier hielt der Ortspfarrer eine Ansprache und gedachte dabei ganz besonders des verstorbenen Pfarrers Koch, welcher Gründer des Kindergartens war. Nachdem erfeuten die Kinder durch verschiedene schöne Spiele die Zu- • schauer und zeigten, was sie in diesem Jahre schon alles gelernt hatten. Sodann begann man mit der Brezelverteilung, die bei den Kleinen besondere Freude hervorrief. Zum Schlüsse sprach Kreisamtsleiter der NSV. Fremd-Wetzlar zur Festversammlung und dankte besonders der Kindergärtnerin Frl. Gaede, sowie Lehrer Heller und Ludwig für ihre aufopfernde Tätigkeit. Mit dreifachem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland ichlotz die würdige Feier.
Treffen der Landsmannschaften und Heimatvereine im Gau Heffen-Tiaffau.
Darmstadt, 16. Sept. (LPD.) Um sich noch mehr als bisher der Pflege des stammeseigenen und damit des gesamten deutschen Volkstums zu widmen, haben sich in der NS.-Kulturgemeinde, Abteilung Volkstum und Heimat, Fachschaft für Landsmannschaften und Trachtenpflege, sämtliche Landsmannschaften und Heimat- vereine im Gau Hessen-Nassau zusammengeschlossen. Das erste Gemein- schaftstreffen findet am Sonntag, 27. September, in Darmstadt statt. Alle landsmannschaftlichen, Heimat- und Trachtenvereine im Gaugebiet werden sich daran beteiligen, die Bayern, Badener, Württemberger, Weikersheimer - Hohenzollern, Sachsen und Thüringer, Rheinländer und Westfalen, Ost- und Westpreußen, Saarländer und Rheinpfälzer, Pfälzer, Schwyzer, O b e r h e f s e n und Kurhessen, sowie Nassauer. In einer großen Kundgebung morgens 11 Uhr in der Festhalle zu Darmstadt wird Reichsfachstellenleiter Kaplanek (Gießen) sprechen. Nach gemeinsamem Mittagessen im „Rum- melsbrau" findet ein geselliges Beisammensein statt, bei dem die Tanzgruppen und die Gesangsabteilungen der verschiedenen Heimatvereine Ausschnitte aus ihrer seitherigen Tätigkeit geben und damit von ihrer bisher gepflegten Volkstumsarbeit Zeugnis ablegen. Im weiteren Verlauf der Tagung werden Reichsfachstellenleiter K a p l a n e k und Landschaftsleiter Ministerialrat Ringshausen (Darmstadt) die neuen Wege zeigen, in denen alle landsmannschaftlichen und Heimatvereine für die Zukunft in engster Geschlossenheit und kameradschaftlicher Treue an dem hohen Ziel Weiterarbeiten können.________
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im Gießener Anzeiger werden von Taulenden beachtet und geleiert.
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Verdunkelung nicht ausreichend, da die Verdunkelungsmittel nicht zweckentsprechend waren. Der Verdunkelungsübung voraus gingen zwei Besprechungen der Luftschutzhauswarte, in denen die einzelnen Maßnahmen eingehend besprochen wurden. Beginn und Ende der Hebung wurden, wie auf dem Lande zweckmäßig, durch Glockenzeichen bekanntgegeben. Im Anschluß an die Hebung sand eine Aussprache mit den Luftschutzhauswarten und Blockwarten statt. Ortsgruppenführer Dr. Haas hob dabei die beanstandeten Mängel hervor. Nicht dem Zweck der Verdunkelungsübung entspricht es, wenn die Hausbewohner einfach das Licht ausschalten und auf diese Art „verdunkeln". Vielmehr soll das häusliche und wirtschaftliche Leben weitergehen.
y Watzenborn-Steinberg, 18. Sept. Am vergangenen Mittwoch wurde das Obst unserer Gemeinde versteigert. Bei gutem Behang der Bäume wurden folgende Preise erzielt: Aepfel 8 bis 10 Mark, Zwetschen 2 bis 3 Mark; Birnen wurden durchschnittlich mit 1 Mark pro Zentner am Baum bezahlt. Der Erlös aus dem Gemeindeobst beträgt 1800 Mark; die Versteigerung des Frühobstes erbrachte 120 Mark.
♦ Hungen, 17.Sept. Heute nachmittag ereignete sich hier an dem Bahnübergang ein Zusam- m e n st o ß zwischen einem Personenauto aus Hannover und einem P e r s o n e n tr a n Sportwagen von hier. Zum Glück kamen bei dem Vorgang Menschen nicht zu Schaden. Dagegen ist an beiden Fahrzeugen Materialschaden entstanden. Die Schuldfrage wird zur Zeit von der Gendarmerie untersucht. ____________
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(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
£ Münster, 18. Sept. Unser Mitbürger Konrad Heß wird am morgigen 19. September 8 6 Jahre alt. Er ist der älteste männliche Einwohner unseres Ortes. Bis zum 1. April d. Js. versah er den Dienst des Polizeidieners und Feldschützen, den er vor zwölf Jahren als Nachfolger seines Bruders übernommen hatte. Seine Frau starb vor einigen Tagen, nachdem er im November des Jahres 1932 das Fest der goldenen Hochzeit hatte feiern können. Herr Heß ist körperlich und geistig noch sehr rüstig. Den Gießener Anzeiger, sein ihm lieb gewordenes Heimatblatt, bringt er noch täglich seinen Beziehern.
Landkreis (Sieben.
= Alten-Buseck, 18. Sept. Am Mittwochabend fand in unserem Orte eine Verdunkelungsübung statt. Die Hebung erfolgte aus der Erkenntnis heraus, daß auch das Land gleicherweise wie die Stadt den Gefahren eines Luftkrieges ausgesetzt ist und infolgedessen auch die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu treffen hat. Die Tarnung während der Nacht stellt die Verdunkelung dar. 'Sie kann natürlich nur dann wirksam fein, wenn die Durchführung vollständig ist. Die Verdunkelung in Alten-Buseck war in diesem Sinne leidlich zufriedenstellend. Nur vereinzelt war die
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