des Führers in der Wirklichkeit des Aufbaues eines deutschen Staates von je gewesen seien und bleiben würden.
Drei Bekenntnisse legen wir auf diesem deutschen Juristentag ab, so sagte Dr. Frank bann weiter. Das Bekenntnis zum Führer und zum Nationalsozialismus ist der Inhalt unteres Wirkens. Wir schöpfen unser Recht aus der Wirklichkeit des Erlebnisses unseres Volkes, wie es sich aus der deutschen Seele und aus dem deutschen sittlichen Grundgesetz, aus der nationalsozialistischen Staats- und Gemeinschaftsoerfassung und aus dem harten Kampfgesichtspunkt der Durchsetzung der Freiheit unseres Volkes nach innen und nutzen ergibt. Für uns gibt es keine sozialen und parteilichen Spannungen im Rechtsbereich. Für uns ist Ausgangspunkt und Ziel ausschließlich das deutsche Volk als Gemeinschaft und als geschichtliche Erscheinung.
Das Bekenntnis zum Recht an sich, das wir als zweites ablegen wollen, umschlingt unsere besondere Mission in dieser Zeit. Aus dem Juristen haben wir den Kämpfer ums Recht xu machen, haben wir den Vertreter des Willens Des Führers und feiner Bewegung zu erziehen, des Willens, der dahin geht, daß das Dritte Reich ein Reich der Gerechtigkeit und der Sicherheit, der Freiheit und der Ehre seiner Volksgenossen sein will und ist. Der starke Staat des Nationalsozialismus ist imstande, eine Rcchtssicherheit zu verbürgen, wie sie in die- fern Mäße zur Zeit in keinem demokratisch oder parlamentarisch regierten Staate der Welt vorhanden ist.
Und ein drittes Bekenntnis legen wir aus unserer Mitte und für uns ab: Wir wollen, daß die Träger dieser hohen Aufgabe des Rechtsdienstes eine g e » schlossene Kampftruppe in dem gesamten Bereich unserer öffentlichen Dienste darstellen. Nicht mehr darf in den Reihen dieses Rechtsdienstes eine Kluft nach akademischer oder nichtakademischer Vorbildung bestehen, nicht mehr darf in diesem Rechts- dienst ein Sonderinteressendienst der freien und der beamteten Berufe vorstellbar sein, sondern w i r a l l e, die wir in der stolzen kameradschaftlichen Ge
meinschaft des Rechtsdienstes des Dritten Reiches stehen, wollen uns genau so, wie alle anderen Träger von grotzen sozialen Aufgaben im Dritten Reich ohne Trennung und ohne Spaltung vereinen zu einem gescklossenenKorvsder Disziplin, der Treue und bes gegenseitigen Vertrauens. Aus der Einheit unseres Bundes erwächst uns die Kraft, den Staub der Akten, den Staub einer leer und sinnlos aemorbenen Begriffsmechanik zu überwinden. Aus dieser Einheit erwächst uns die siegreiche Zuversicht, dah das Recht der Deutschen eine ewige Sendung und eine ewige Kraft besitzt, die weit höher ist. als daß sie jemals in Akten gebannt werden kann.
Als Ziel dieses Juristentages habe ich mir gestellt, verkündigen zu dürfen, daß aus dem Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen im siegreichen Kampf um die Rückgewinnung der germanischen Grundlage unseres Rechtes der Nationalsozialistische Rechtswahrerbund geworden ist. Nicht um den Begriff des Juristen zu schmälern, legen mir die Bezeichnung des Juristen ab-, nein, nur aus dem bejahenden Bekennt- nis heraus, datz unser Dienst mehr ist als Repräsentanten einer formalen Ordnung zu fein, aus dem Willen heraus, dich wir Wahrer des Rechtes des deutschen Volkes in allen Aufgaben und Auswirkungen fein wollen, und auch, dem Befehl des Führers entsprechend, in der Gesamtgliederung des deutschen Volkes für alle Zeiten sein werden, in dem Bewußtsein also, dah aus dem starken inneren Rechtsleoen unseres Volkes auch der unbesiegbare Rechtsanspruch unseres Volkes der Welt gegenüber auf Freiheit, Ehre und Gleichberechtigung immer stärker erwächst. Als Juristen treten wir an, als Nationalsozialisten haben wir uns durchgesetzt und als Rechtswahrer werden wir in die Geschichte des nationalsozialistischen Reiches hineinmarschieren.
Ein dreifaches Sieg-Heil und die beiden Lieder der Nation bekräftigten das Treuegelöbnis für den Führer. Der feierliche Ausmarfck der Feldzeichen und Fahnen beendigte die Eröffnungskundgebung des Deutschen Juristentages.
Große Mrgenkundgeblmg vor dem Reichsgericht
Leipzig, 17. Mai. (DNB.) Am Sonntagvor- mittag stand die Stadt Leipzig im Zeichen der Kundgebung der deutschen Rechtswahrer auf dem Reichsgerichtsplatz. Sie Rechtswahrer zogen in geschlossenem Zuge zum Kundgebungsplatz. Den Fahnen folgten die Ehrenformationen der- Parteigliederungen. Die 600 Referendare aus dem Gemeinschaftslager Jüterbog schlossen sich an. Dann Ham Gau auf Gau, der Auslandgau und der Gau Danzig an der Spitze. Die Feldzeichen und Fahnen nafjmen auf der Auffahrtsrampe zum Reichsgericht Aufstellung. Etwa 20 000 Rechtswahrer füllten den festlich geschmückten Platz. Gegen elf Uhr traf ber Reichsrechtsführer, Reichsmini st er D r. Frank, ein. Am Portal des Reichsgerichts wurde er von dem Fachschaftsleiter der Gruppe Reichsgericht, Reichsgerichtsrat Dr. Schultze, empfangen und in die Wandelhalle geleitet, wo zur Begrüßung Reichsgerichtspräsident Dr. B u m k e und Oberreichsanwalt Dr. Werner mit den Senatspräsidenten und den dienstältesten Reichs- gerichtsräten, sowie den Vertretern der Rechtsanwaltschaft beim Reichsgericht in ihren roten Amtsroben Aufstellung genommen hatten.
Anschließend begab sich der Reichsrechtsführer mit den Mitgliedern des Reichsgerichtes auf die Freitreppe. Er eröffnete die Kundgebung und gedachte derer, die für die Stärke des Reiches gefallen sind. Nachdem das Lied vom guten Kameraden verklungen war, fuhr der Reichsrechtsführer u. a. fort: (SiSen Rechtsglauben von der Stärke, wie der Nationalsozialismus ihn gab, hat das deutsche Volk noch nie erlebt. Eine Zuversicht, dah über unserem nationalsozialistischen Wollen die Gnade des Himmels liegt, haben wir in der deutschen Geschichte in dieser Stärke noch nicht erlebt. Es ist eine Mission an sich, als Deutscher geboren zu werden. Aber es ist ein noch größeres Glück, Zeitgenosse Adolf Hitlers fein zu dürfen. Wir haben gestern den deutschen Rechtswahrer proklamiert, und wir wollen in diesem Rechtswahrer den Wahrer des wahren Rechtes Deutschlands, des deutschen Volkes und der deutschen Dolksgenosien sehen.
Dieses Reichsgericht hier ist ein Symbol der Geschichte unseres Volkes. Denn das Reich sank, war das Reichsgericht auch in Gefahr, schutzlos zu sein. Dir haben hier in diesem hohen Gebäude die Schande des sog. Prozesses gegen die Kriegsverbrecher erleben müssen, eines Verfahrens, das man einem gedemütigten, müde gewordenen, verratenen Volk einmal aufzwingen wollte. Debet rechtsbewuhte Dann auf der ganzen Erde muh mit uns die Schande fühlen, dah man uns, dem deutschen Volke, dieses brutale Unrecht der
sogenannten Irledensvet ktä ge und ihrer Auswirkungen angetan hat. Dn diesem Prozeh, zu dem man deutsche Richter gezwungen hat. ist henke das Urteil ergangen. Dir Deutschen sind durch den obersten Dahret unseres wahren Rechtes. Adolf Hitler, nicht nur sreigesprochen, wir sind in diesem Prozeß die Sieget geblieben. (Stürmischer Beifall.) Wir haben niemals als Volk ein verbrechen begangen. wir Deutschen fühlen uns — und find es — frei von jeder Schuld. (Es gibt und gab kein Volk, das sich so wie das unsere für Frieden. Freiheit. Ehre und Arbeit eingesetzt hat. Es konnte daher auch nicht ertragen werden, dah man unser Volk für dauernd diffamierte.
Und so denken wir an bas zweite große Ereignis, dessen unvergeßlicher Zeuge das Reichsgericht wurde. Es war im Jahre 1930, als der Führer hier inmitten dieses Gebäudes den Eid darauf ablegte, daß er getreu den Gesetzen bes Lebens und des Reiches in unserem Volke die Macht erlangen wolle. Dieser Eid des Führers vor dem Reichsgericht ist heute bereits eine geschichtliche Tat. Denn er war die feierliche Verklärung unseres revolutionären Wollens zur Uebernahme der rechtlichen Voraussetzungen jeglichen politischen Geschehens. Es gibt fein Recht außerhalb der Machtsphäre des starken Reiches. Es kann kein deutsches Recht außerhalb der Einheitsan-schauung des Nationalsozialismus geben. Es kann kein deutsches Recht geben, das über dem Willen unseres Führers stünde, denn dieser Wille des Führers kommt aus den Urtiefen unseres gesamten völkischen Daseins.
Wir gedenken in dieser Stunde bes Mannes, dem wir alles Derbanfen, und besten Kampf ein einziger Kampf um das Recht und damit umdenFrieden ist, denn wir deutschen Rechtswahrer bekennen, daß unser Gedanke, dem deutschen Volke das Recht zu verschaffen, identisch ist mit den großen politischen Bestrebungen unseres Führers. Das deutsche Recht nach innen und das deutsche Recht nach außen sind eine grandiose Einheit. Wir, die Träger bes inneren Rechtes, sind die Grundlage, die Voraussetzung des siegreichen Bestehens des Kampfes um den Rechtsfrieden der Welt. Wir grüßen von hier alle jene in allen Kulturvölkern der Welt, die wie wir den Glauben an das Recht als ein ewiges Gut der Kulturwelt in sich tragen. Wir können auch hier nur der Hoffnung Ausdruck verleihen, daß der Ruf des Führers, durch gegenseitige Uedereinkünfte den Frieden zu gewährleisten, von den anderen Völkern aufgenommen werden möge. Friede und Recht gehören zusammen, der Friede durch bas Recht ist unser Ziel. (Lebhafter Beifall.)
lugend und Recht.
Sine Kundgebung der jungen Rechtswahrer auf dem Iuristeniag.
Auf dem Marktplatz fand am Sonntaanachmit- tag eine Kundgebung der jungen Rechts- wahrer unter dem Motto .Lugend und Recht" statt. Nahezu 3300 junge Rechtswahrer waren aufmarschiert.
Reichsgruppenwalter Referendar Billig betonte in feiner Eröffnungsansprache, daß die jungen Rechtswahrer mit ihrer ganzen Kraft dem Nationalsozialismus als seine glühendsten Verfechter dienten.
Der Reichsrechtsführer Reichsminister Dr. Frank sagte, wir wünschen, daß das gesteigerte fachliche Können des jungen Rechtswahrers nicht mit einer Entidealisierung feiner Lebens- und Weltauffastung verbunden wird. Daher haben Sie, meine jungen Kameraden, in Ihrer Mission als Diener des Rechts unseres Volkes die Bekenner der neuen Einheit des gesamten deut- schen völkischen Lebens aus den ewigen ehernen Grundeigenschaften einer starken Gemeinschaft her- aus zu sein. Der Nationalsozialismus erwartet von Ihnen, daß Sie die fortwirkenden Träger jener idealistischen Vorkämpfer der Ueberzeugung dar- stellen, die einmal durch Blut, Terror, Haß und Neid die Bewegung zum Siege geführt hat. Er erwartet, daß Sie mit gesteigerter Leidenschaft an die Stelle der alten Vorkämpfer des Nationalsozialismus treten, um stärker noch als wir den Staat und bas Volk, bie aus dem Willen Adolf Hitlers hervorgegangen sind, so zu sichern, daß das
Wort vom tausendjährigen Dritten Reich in Ihrem Wirken verlebendigt bleibt.
Wir kommen aus der Tradition bes ewigen Sehens unseres Volkes. Wir haben ben Platz, auf dem wir stehen, nicht erhalten kraft amtlicher Prüfung, sondern kraft des schickfalhaften Sieges, den wir gegen bie Mächte der Finsternis in Deutschland errungen haben- Daher müssen auch Sie in Ihren eigenen Werken nicht so sehr auf bie Ira- dition eines „Standes* schauen, der nichts ist gegen bie ewigen Gesetze eines Volkes. Sie müssen nur darum besorgt fein, ob Sie als ehrliche anständige deutsche Männer Ihre Pflicht ge- nau so tun, wie bie Millionen Volksgenossen sie Tag um Tag auch tun müssen. In dieser Eigenschaft unteres Deutschtums erwächst Ihnen bann die große Kraft, diewirklichensozialenFriedens- träger unseres Volkes zu werden. Dir wollen als geschlossene Kampftruppe des Führers ledig- lich mit Realismus, Opfermut und Kraft einer müde gewordenen Welt die Zukunft unseres wieder- erwachten Deutschtums als Ordnungsfaktor der Welt überhaupt entgegenstellen. Wo andere drohen, wirb man uns nicht zittern sehen. Aber eines wissen mir: Der Bolschewismus wirb uns nicht mehr überwinden. Wir stehen bereit! Wir sind eine Insel bes Friedens und des Rechts, und Sie, meine Kameraden, sind uns dafür verantwortlich, daß Deutschland für immer eine solche bleibt. Mit Euch beginnt erstmalig in der deutschen Welt
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