Ausgabe 
18.5.1936
 
Einzelbild herunterladen

Ur. 115 Erstes Blatt

186. Jahrgang

Montag, 18 Mal M6

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatrvezugspreir:

Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr .. -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Zernfprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Gießen

Postscheckkonto:

Zranifurt am Main 11686

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitatrVuch- und Steinbruderei R. Lange In Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text­anzeigen von 70 mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/g mehr.

Ermäßigte Grundpreise:

Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Leistungsschau deutschen Bauerntums.

Reichsbauernführer Darre eröffnet die Reichsnährstandsschau in Frankfurt.

LPD. Frankfurt a. M., 17. Mai. Frankfurt am Main ist eine große Bauernstadt geworden. Acht Tage lang wird die Stadt des deutschen Hand­werks, die alte Kaiserstadt am Main, das Ziel von Hunderttausenden bäuerlicher Menschen sein, die auf der großen Leistungsschau des deutschen Bauern­tums, der 3. Reichsnährstands-Aus- st e l l u n g, sehen und lernen wollen. Die Ausstel­lung übertrifft die vorjährige in Hamburg an Um­fang noch bedeutend. Es bedarf schon eines stram­men Tagesmarsches, um auch nur flüchtig all das zu erschauen, was an Höchstleistungen bäuerlicher Arbeit und nicht zuletzt an Spitzenleistungen der Industrie für den landwirtschaftlichen Bedarf hier auf einem Riesengelände vereint ist.

Frankfurt a. M. hat alles getan, um den Bauern, die in 300 Sonderzügen aus allen lei- len des Reiches nach Frankfurt kommen, den Aufenthalt in der Großstadt zu einem freudigen Ereignis werden zu lassen. Bon allen Häusern grüßen die Hakenkreuzfahnen, Girlanden von jun- aem Grün winden sich von Haus zu Haus. Be­sonders prächtig sind die Plätze vor den Bahnhöfen und die breite Straße nach dem Ausstellungs­gelände, die Festhalle mit dem großen Hinterland, ausgeschmückt worden.

Schon lange vor Beginn der Eröffnungsfeier füllte sich der in seiner schlichten Architektur großen Eindruck erweckende E h r e n h o f des Reichsnähr­standshauses mit zahlreichen geladenen Gästen. Von der Rednertribüne, die links und rechts von den Düsten Max E y t h s und Gustav Ruhlands flankiert war, leuchtete in tiefem Rot das Symbol des Reichsnährstandes. Punkt 11 Uhr betrat Reichs­bauernführer Reichsminister R. Walther Darre, der bei seiner Ankunft von den vor der Festhalle harrenden Bauern jubelnd begrüßt wurde, in Be­gleitung des Gauleiters Sprenger unter Heil­rufen der Versammelten den Ehrenhof. Der Fin­nische Reitermarsch erklang, und ein Sing- und Sprechchor des Arbeitsdienstes:Unsere Spaten sind Waffen des Friedens" leitete zu der Be­grüßungsansprache des Derwaltungsamtsführers Freiherrn von Kanne über.

Gauleiter Äeichsstatthatter Sprenger begrüßte dann den Reichsbauernführer R. Walther Darrs im Gau Hessen-Nassau, nicht nur als Reichs­bauernführer und Reichsminister, sondern auch a l s Mitglied d e s Gaues Hessen-Nassau. Zn Wiesbaden habe der Reichsbauernführer ferne Fugend verlebt, und von Mainz sei er dreimal hinausgezogen ins Feld, um für Volk und Vater­land einzustehen. Nach dem großen Weltkrieg habe er im Ringen mit sich selbst den Weg gefunden, der ihm vorgezeichnet war. Unter einer Buche bet Wiesbaden habe er den Gedanken von Blut und Boden" als ein Evangelium ver­kündet. Im Gau Hessen-Nassau habe er den Weg gefunden zu der braunen Armee Adolf Hitlers. Von hier aus führt ihn ein gerader Weg bis zu dem heutigen Tage.

Wenn wir uns zurückerinnern an die Tage des Kampfes, der ja in diesem Gau schon 1922 bis 1923 eine heftige Form gefunden hatte, so können wir stolz sein. Hier wurde früh der Gedanke um das Ringen der Seele des deutschen Volkes hinaus­getragen aufs Land. Aber gerade der Kampf um das Bauerntum hat erst bestimmte Formen ange­nommen, als Pg. Darrs die Führung des Kamp­fes als Leiter des Agrarpolitischen Apparates der NSDAP, von Adolf Hitler übertragen worden war. Nun begann die Arbeit planmäßig. Was Pg. Darrs als Führer der Bauern der Partei verkün­dete, das hat er als Minister des Dritten Reiches jederzeit gehalten. Dank der vorbereiten­den Maßnahmen des Reichsbäuernführer konnten wir im Gau feine Gedanken in die Tat umfetzen. Durch die Meliorationsarbeiten in Hessen konnten nicht weniger als 66000 Hektar Land urbar g"macht werden. Wir alle haben den festen Glauben, daß wir mit Ruhe in die Zukunft blicken können, weil nun die Ernährung des ge­samten deutschen Volkes sichergestellt sein dürfte.

Ich bin stolz, daß uns die hohe Ehre zuteil ge­worden ist, daß die 3. Reichsnährstandsausstellung in Frankfurt a. M. stattfindet. Sie ist heute die größte Schau Europas geworden. Hier in Frank­furt hat in den 80er Jahren die erst? landwirtschaft­liche Ausstellung stattgefunden. Es war unserem Reichsbäuernführer vorbehalten, diese Ausstellungen zur letzten Vollendung zu bringen, die der städti­schen Bevölkerung einen Einblick geben m Das Schaffen und Können des Bauerntums. Diese Aus­stellung versinnbildlicht das Gesetz von Blut und Boden und der Gemeinschaft aller Deutschen m Stadt und Land.

LandesbauernsührerDr Wagner begrüßte den Reichsbäuernführer und alle Gäste namens des heimischen Bauerntums. Historischer Boden ist es, auf dem wir stehen. Seit zweieinhalb Jahrtausenden ist dieses Land von Germanen be­siedelt. Aber auch schon vor dieser Zeit war dem hier ansässigen arischen Brudervolk der Kelten

y

W ' y 88t » zs Hb

V. ?

Die Eröffnungsfeier im Ehrenhof des Reich5,lährstandshaufes. Der Gauleiter spricht. (DNB.-Heimatbilderdienst. Aufnahmen: Schmidter.)

der Acker heiliges Sinnbild des Lebens. Im Nord- Osten unseres Gebietes hat der Spaten des For­schers auf dem Glauberg bei Büdingen ein etwa siebentausend Jahre altes befestigtes Sied­lungsgebiet mit Hockäckern freigelegt. In der Dil­lenburger Gegend find Ausgrabungen auf ähnliche Spuren gestoßen, die einen mehr als drei- tausendjährigen Ackerbau beweisen. Mitten durch unseren Gau lief der römische Limes, der nicht stark genug war, der Kraft der anstürmenden Germanen standzuhalten. An diesem Gren^wall sind zahlreiche Römersiedlungen auf germanischen Sied­lungsresten aufgebaut. Ewig und unabänderlich kamen und gingen Geschlechter. Inmitten all ihrer Schicksale aber bliebderAcker. Zeiten schlimm­ster Ueberfrembung des Volkstums hat unsere hessen- nassauische Heimat erlebt. Aber immer wieder finden ihre Kinder zur Scholle und zum Volke zurück.

Bei aller Unterschiedlichkeit im kleinen zeigt das Rhein-Main-Gebiet in dem Zusammenklang von Strom, Berg und Ebene doch eine wunderbare Ge­schlossenheit und Schönheit des natürlichen Auf­baues. Und fo find auch die Menschen. Der heiter aufaeschlossene lebensvolle Rheingauer und Rhein­hesse, der mit dem kargen Boden ringende herbe und zurückhaltende Bauer des Westerwaldes, Tau­

gangspunkt seines Werkes. Heute weilt unter uns ein Förderer und Teilnehmer an der ersten Ausstellung in Frankfurt, Chri­stian Bartmann-Lüdicke aus Bad Hom­burg, den ich Ihnen, Reichsbäuernführer, hiermit vorstellen darf. Bartmann-Lüdicke, der aus einem alten Bauerngeschlecht stammt, verfolgt bei feinen 84 Jahren noch immer mit klarem Geist und war­mem Herzen das Schicksal des deutschen Landvolkes. So höben wir uns, alt und jung, hier im Rhein- Main-Gebiet zu gemeinsamer Arbeit zusammenge- sunden, um am Werk des Führers mitzuarb-iten und Ihnen, Reichsbäuernführer, treue und dankbare Helfer zu fein.

Ehrung der Mitarbeiter Max Eyths.

Der Reichsbäuernführer gab bann eine Schilde- rung des Lebenswerkes Max Eyths, des Gründers und Schöpfers des landwirtschaftlichen Wander­ausstellungswesens in Deutschland, das damals in Deutschland vollkommen darniederlag. Beispiels­weise bestand eine Vieh- und Geräle-Ausstellung anläßlich einer größeren Tagung eines landwirt­schaftlichen Vereins in Bonn aus sage und

Der Reichsbäuernführer R. W. D a r r s trifft auf der Ausstellung ein. (DNB.)

fr

s>><

Ü - -

heißem Herzen und ehrlichstem Wollen für Deutsch­land und das deutsche Volk erstrebte, bas konnte allerdings erst der Reichsnährstand vollenden und in die Wirklichkeit Umsetzern Daß wir es aber heute verwirklichen können, verdanken wir einzig und allein dem Umstand, daß uns in Adolf Hitler ein Führer erstand, der alle politischen Widerstände be­seitigte.

Wenn wir heute Rückblick gehalten haben auf das Werden der Deutschen Landwirtschafts-Gesell­schaft, ehren wir zugleich die Persönlichkeit Max Eyths als die schöpferische Kraft. Ihm allein ist es zu danken, daß damals ein landwirtschaftliches Aus- stellungswesen in Deutschland entstand, das mit der Zeit Weltruf genießen konnte.

Ich habe mich nun entschlossen, eingedenk dieses großen Werkes und seines Schöpfers, die Männer zu ehren, die vor 50 Jahren mit Eyth wirken durf­ten und denen das Schicksal es vergönnt hat, das Werk Adolf Hitlers und die diesjährige Reichsnähr­stands-Ausstellung zu erleben. Darauf überreichte der Reichsbäuernführer die Ehrengabe, ein Bild des Führers, an: Staatsminister a. D. Dr. h. c. Exzellenz v. Arnim-Criewen, Oekonomierat Hoffmann, Oekonomierat Bartmann-Lü­dicke. Weiter überreichte er ein Bild Max Eyths an die führenden Leiter der Deutschen Landwirt­schafts-Gesellschaft, die Herren: Dr. h. c. von Websky, Dr. von Laer, Heumann, Frei­herr vom Holtz, Reinhard, Landesökono­mierat W y,ch gram, Landesökonomierat Ehatt, Geheimrat Hänfen, Geheimrat Schmidt, Dr. h. c. Schurig, Geheimrat Vogel, Vogel­fang, Dberlanbesftatlmeifter a. D. Exzellenz von W e n f ft e r n.

Unb nun erlebten die Teilnehmer an der (Eröff­nungsfeier die Uraufführung des Sing­spielesKleine Bauernkantate", Musik von Bruno Hellberger, Textgestaltung aus Dichtungen der Zeit" durch Ferdinand Naber. Die Aufführung durch den Arbeitsdienst hinterließ einen tiefen Eindruck. Bemerkenswert war die Mit­wirkung eines neuen Musikinstrumentes, dem Hellertio n". Das Instrument, das vor eini­gen Wochen dem Reichsminister Dr. Goebbels vor­geführt wurde, soll in den Dienst einer Musik ge­stellt werden, die aus dem Sinn und den Forderun­gen unserer Zeit neu zu schaffen ist. Aus Wunsch von Dr. Goebbels wurden von der Aufführung Schallplattenaufnahmen gemacht.

Staatssekretär Herbert Backe

sprach dann über unser Ernährungslage im Rah­men der Volkswirtschaft. Das Bauerntum hat zwei große Aufgaben zu erfüllen: Lebensguell des Volkes zu fein und die Volksernährung zu sichern. War schon früheren Jahrhunderten aus der Verkennung der Bedeutung des Blutes heraus Taufenden von deutschen Bauern die Lebensgrund­lage in ihrer Heimat genommen, mußten sie da­mals gezwungenermaßen meist als Söldner in fremder Staaten Dienst treten, so wurde mit dem Aufbrechen des Liberalismus der Weg frei für ein hemmungsloses Auswandern Tausen­der von Bauernfamilien. Von heute aus Besehen war es ein dauernder ungeheurer 210er« besten deutschen Blutes. Die Mei­lensteine dieses verhängnisvollen Weges waren die sogenannten Agrarkrisen. Die Erschließung der Welt führte nämlich zu einer ungeheueren Stei­gerung der landwirtschaftlichen Erzeugung, und da in jenen jungfräulichen Ländern der Aufwand zur Erzeugung von Nahrungsmitteln ein sehr viel ge­ringerer war als in den alten Kulturländern Euro­pas, konnten die dort in Massen erzeugten Nah­rungsmittel und Rohstoffe den europäischen Markt überschwemmen unb durch ihren billigen Preis bie Arbeit der Bauern dieser Länder entwerten. Durch die Zunahme der Bevölkerung in Deutschland im Laufe des vergangenen Jahrhunderts wäre eine E r- Höhung der Erzeugung notwendig gewesen.

nus und Odenwalds und der sichere und ruhiae Be­wohner Oberhessens, fest verwurzelt mit dem Boden, festgeschmiedet an ihr bäuerliches Werken. Ich freue mich, feftftetkn zu tonnen, daß in unserem Sau m immer umfassenderer Art auch b t e stab tische Bevölkrung bem erhabenen Verhältnis bes Menschen zu seiner Heimat unb zu feinem Boden Verständnis zuwendet. Denn schließlich sind die Wesenszüge und die praktische Arbeit nationalsozia­listischer Agrarpolitik unb Agrarwirtschaft keine An­gelegenheit der Angehörigen des Reichsnährstandes allein, sondern des gesamten deutschen Volkes. Genau so ist die Reichsnahrstand-Aus- stellung keine Angelegenheit der deutschen Land­wirtschaft, sondern eine Leistungsschau des deut­schen Volkes. rr .....<

Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau ist stolz darauf, die Heimat der größten Vor­kämpfer für ein freies Bauerntum ge­wesen zu sein. Der Reichsfreiherr v. Stern stammt aus Nassau a. d Lahn, und Wilhelm Friedrich Riehl wurde in Biebrich am Rhein geboren, sämt­liche Vorfahren Gustav Ruhlands lebten um Groß- Gerau. Als Vermutlicher dieser Gedanken und als Weiterschöpfer wählte auch unser Reichsbauern- führer einen der schönsten Plätze unserer Heimat, die Platte bei Wiesbaden, als den Ruhe- und Aus­

schreibe 25 Rindern, acht verschiedener Rassen, einer Putzmühle und zwei Pflügen. Es war nicht erstaunlich, daß sich der Großgrundbesitz und der Adel des Ostens, ebenso wie die katholischen land­wirtschaftlichen Vereine des Westens und der de- moktratischem Partikularismus des Südens gegen die Eythschen Gedanken auflehnten. So vergingen drei Jahre mit Vorarbeiten, bis bann enbgültig am 11. November 1885 fatzungsmäßig bieD eut- f ch e Landwirtsgefellschaft" ins Leben gerufen wurde. Ein halbes Jahrhunbert ist in der Zwischenzeit verflossen, unb bas große Derbienst Eyths auf nationalsozialistischem Gebiet bleibt es für immer, baß er erstmalig eine zentrale Or­ganisationsform für eine landwirtschaftliche Gesellschaft fand. Damit leistete Eyth schon vor 50 Jahren eine Vorarbeit, bie sich in ihrer selbstlosen Konsequenz erst heute auswirken kann, bedingt durch die politische Einheit des Reiches. Daß er bie ganze Last der Arbeit nicht allein auf feinen Schultern tragen konnte, hat er damals und in der Folge­zeit des öfteren betont und vor allem auf feine verdienstvollen Mitarbeiter, wie Geheimrat Thiel, den bekannten Oekonomierat Schultz- L u p i tz, Oekonomierat Kiepert, Hauptmann Beck, Geheimrat Orth, auf Wöld 1 ing, Krauß und Poggendorf hingewiefen. Was Max Eyth mit

Aber aerobe burch die landwirtschaftliche Betäti­gung dieser Auswanderer wurde die notwendige In­tensivierung der heimischen Landwirtschaft verhindert und Deutschland verlor Schritt für Schritt seine Nahrungsfreiheit. Beides rächte sich i m Welt­kriege: Nicht nur standen die Nachfahren jener deutschen Auswanderer ihrem einstigen Mutterlande als Feinde gegenüber; sondern ihre Friedensarbeit im Auslande vor dem Kriege hatte bereits dazu bei­getragen, daß Deutschland mit ungesicherter Ernäh­rungsgrundlage in dieses Ringen eintreten mußte. Wenn die Ernährungsschwierigkeiten des Jahres 1935 überstanden wurden, wenn dem deutschen Volke die Nahrungssorgen des Weltkrieges erspart blieben, so nur deshalb, weil vorausschauend vom ersten Tage der nationalsozialistischen Agrarpolitik an die Gesundung des deutschen Bauernstandes eingeleitet wurde.

Das Mittel, um die neue Entwicklung einzuleiten, war neben dem Erbhofgesetz, das das Bau­erntum als Lebensquell des deutschen Volkes zu sichern hatte, das Reichsnährstandsgesetz und die darauf aufgebaute Marktordnung, ferner die V o r r a t s w i r t s ch a f t, d. h. zeitliche Herausnahme der Ware, wenn sie den Bedarf über­flieg, und Abgabe der Ware an den Markt, wenn diese dort nicht ausreichend vorhanden war. Die Vor-