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Die Jugendherbergen in Gießen und Oberheffen.

.Mädchen und Knaben, die starken Beifall fanden. Besondere Freude erregten einige Volkstänze, von den Mädchen der oberen Klassen dargeboten. In Vor- ostersreude versetzte die Besucher ein reizendes Osterhasenspiel der Kinder der mittleren Klassen. Am Schlüsse des ersten Teiles konnte der Turnunter- rlcht erteilende Lehrer 16 Knaben und die Freischwim­merzeugnisse aushändigen. Der zweite Teil des Abends war ernsteren Charakters und galt der Entlassung der Konfirmanden. Lehrer Möller gab einen Rückblick über die verflossene Schulzeit und richtete in Anlehnung an das GeleitwortBete und arbeite" den Blick in die Zukunft, dabei die Kinder ermahnend, treue Glieder unseres Volkes zu werden. Die Feier war umrahmt von mehrstim­migen Heimat- und Vaterlandsliedern der oberen Klassen. Zum Schluß nahm Dr. C r ö ß m a n n als Ortsgruppenleiter der NSDAP. Gelegenheit, eine Rückschau zu halten über den Aufstieg des deut­schen Volkes in den verflossenen drei Jahren und über die gewaltigen Leistungen unseres Führers. Wir alle seien, so führte er u. a. aus, verpflichtet,

was ist im Neuen Studentenheim am 21., 22 23. März los?

uns hinter den Führer und fein Werk zu stellen und bei der kommenden Abstimmung am 29. März ihm seine Stimme zu geben. Mit' dem Gelöbnis der Treue zum Führer und Volk und dem gemein­samen Gesang der beiden nationalen Lieder fand der Abend sein Ende.

<D Alten-Buseck, 15. März. Dieser Tage ver­anstaltete die hiesige Schule unter Mitwirkung sämtlicher Vereine zugunsten des W i n t e r Hilfs­werkes einen Elternabend, der außerordent­lich stark besucht war. Die Veranstaltung wurde durch einen Liedervortrag der Oberklasse einqeleitet. In der Begrüßungsansprache wies Lehrer Ranft auf die Bedeutung des Abends hin und hob beson- ders hervor, daß diese Veranstaltungen besonders der Erziehung zur Volksgemeinschaft dienen. Die Kinder der Oberklasse trugen dann vaterländische Ge­dichte und mehrstimmige Chöre vor. Hierauf sprach Lehrer Fay über die Leistungen des WHW. 1935/36. Im Mittelpunkt des Abends stand das reizende MärchenspielSchneeweißchen und Rosenrot", das von den Schulkindern unter Leitung von Lehrer Fay wirkungsvoll daraestellt wurde. Die hierauf von den Sängern der Sängervereinigung und des Frauenchors vorgetragenen Chöre und Volkslieder zeugten von guter gesanglicher Schulung. Ebenfalls waren die klangschönen und tonreinen Darbietungen des Mandolinenklubs unter der Stabführung des Chormeisters Schreiner ein besonders musikali­sches Erlebnis Sämtliche Darbietungen wurden mit reichem Beifall belohnt. Bürgermeister Kahl dankte in seiner Schlusiansprache den Mitwirkenden und richtete mit begeisterten Worten einen Appell an alle Anwesenden, am 29. März ihre Pflicht zu tun und die Vertrauensfrage unseres Führers mit freudigem Ja zu beantworten. Mit dem Treuegelöb- nis zum Führer und dem gemeinschaftlichen Gesang des Liedes , O Deutschland, hoch in Ehren" wurde die Veranstaltung geschlossen.

[t] Lollar, 17. März. Dieser Tage konnten zwei Beamte des diesigen Bahnhofs, Reichsbahn­assistent Johannes Schmitt aus Lollar- und Bobnbof?tcha^n''r Ludwig Weimer aus Dau- bringen ihr 25fähriges Dienstjubiläum bei der Reichsbalm feiern. Auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Abteilung Lollar der Buderusschen Eisenwerke konnt-m am Montag die Gefolaschafts- mitalieder DHo Frank aus Lollar und Heinrich ^eibe^tsbausen aus Staufenberg zurück- bllcken. Die Jubilars wurden mit den üblichen Ehrunaen und Anerkennungsqaben seitens ihrer Arbeitskamerad^n nud der Fi^ma bedacht. Als Auszeichnung für ihre stete Einsatzbereitschaft und ihre Leistungen wurde seitens d"s Kreisamts Gie­ßen die hiesige Freiwillige Feuerwehr-als öffentliche Wehr anerkannt. Die Bürger­meisterei sieht sich veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß das A b r e i ß e n verschiedener, unter Natur­schutz stehender Bilanzen, die auch bei uns, be­sonders auf dem Lollarer Kopf und dem .Hcmgel- stein, anzutre^n sind, verboten ist und zur Anzeige gelanat. Geschüßte Bilanzen lind u. a. W"iden- und Haselkäßchen, S"'delbast, Märzbecher, Türken­bund, Eisenbut und W'vtergr'"'n.

<t Lollar 16. März. Während in früheren Jahren den Obllbäumen keine besondere Pflege zu­teil wurde, ist dies in letzter Zeit anders geworden. Dank der unterstützenden Maßnahmen des hiesigen Obst- und Gartenbauvereins geht es in unserem heimischen Obstbau gut aufwärts. Gerade in diesem Winter sind die grundlegenden Maßnah- nahmen zur Erzielung von Qualitätsobst geschaffen worden Der Baumbestand wurde von allen ver­seuchten und krüppeligen Ueberständen befreit, und nun ist man mit der Durchführung der plan­mäßigen Obstbaumkarbolineumspritzung beschäftigt. Um auch noch die kleineren Hebet in den Baum-

Arn gestrigen Dienstagabend hielt der Orts- verband Gießen im Reichsverband für deutsche Jugendherbergen (DJH.) im Singsaal des Realgymnasiums unter dem Vorsitz des Ortsverbandsleiters Dr. D u s e b e r g seine dies­jährige Hauptversammlung ab. Sie war namentlich von Mitgliedern der nationalsozialisti­schen Jugendorganisationen stark besucht.

OrtsverbanÜsleiter Dr. Duseberg

gab seiner Freude über den guten Besuch der Hit­ler-Jugend Ausdruck, die mit ihrem Besuch kundtue, daß sie bereit sei, ihre Pflicht gegenüber dem segen­bringenden Deutschen Jugendherbergswerk zu er­füllen. Nach dem Lied der Jugend ..Ein junges Volk steht auf" legte ein Mitglied des BDM. in dem VorspruchDeutschland stirbt nicht" ein Be­kenntnis zum ewigen Deutschland ab.

Sodann erstattete Dr. Duseberg den G e - schäftsbericht über das verflossene Jahr, aus dem folgendes entnommen ist: Das Jahr 1935 Zeigte auf dem Gebiet des Jugendherbergswesens in ganz Deutschland eine gute Entwicklung, die sich namenttich in der Erbauung neuer Jugendherber­gen auswirkte. Im verflossenen Jahr wurden 31 neue Herbergen geschaffen, bestehende man­gelhafte wurden verschönert und verbessert, einige gänzlich ungeeignete geschlossen. In unserem Vater­land stehen heute 2 000 Jugendherbergen der Jugend offen.

Die rNilgliederzahl des Ortsverbandes Gießen betrug im Jahre 1935 insgesamt 509 (1934: 430, 1933: 420, 1932: 322), davon entfallen auf Einzelmitglieder 242 (1934: 200), auf Erwerbs­lose und in Berufsausbildung befindliche 185 (1934: 130), auf Körperschaftsmitglieder (natio­nalsozialistische Jugendverbände, Vereine, Schu­len und dergleichen) 82 (1934: 90).

Es wurden im Jahre 1935 im ganzen 578 Bleiben- ausweise ausgestellt (1934: 375); die Zahl der aus­gestellten Führerausweise beläuft sich auf 177 (1934: 300). Es ist also allgemein, von den Führeraus­weisen abgesehen, ein erfreulicher Aufstieg in unse­rem engeren Heimatgebiet im Herbergswesen fest­zustellen. Treue Mitarbeiter in Stadt und Land arbeiten gemeinsam an der Hebung des guten Werkes. Dr. Duseberg dankte insbesondere den Mitarbeitern im Vorstande für uneigennütziges Wirken: Geschäftsführer Bausch und Ortsver- bandsrechner Müller. Herzliche Dankesworte widmete er auch der treuen Mitarbeiterin Frau Wißner, die das Zeitschriften- und Beitrags- mefen erledigte.

Um eine stetige Arbeit zu gewährleisten, mußten einige neue Ausgabestellen für Ausweise eingerich­tet werden, so daß jetzt für unsere Stadt und den Landbezirk sechs Ausgabe st ellen bestehen. Es sind dies das Städtische Jugendamt, die Bann­dienststelle, Wartweg 19, für HI. und DJ., die Unteraaudienststelle, Ludwigstraße 12, für BDM., das Reise- und Derkehrsbüro, Selterstor, das Institut für Leibesübungen, Ludwigstraße 34, für Studenten, und für den Landbezirk: Lehrer Rau in Klein-Linden. Die Zeitschrift wird auch im kom­menden Jahr den vollzahlenden Mitgliedern frei ins Haus zugestellt.

Die Beiträge wurden für 1936 etwas geändert und betragen für Einzelmitglieder 4 Mark, für Ehegatten 1,50 Mark, für Körperschaften 5 Mark, für Führerausweise 0,25 Mark, für Erwerbslose über 25 Jahre 3 Mark, für Er­werbslose unter 25 Jahre 1,50 Mark, für Mit­glieder in Berufsausbildung 1,50 Mark, für Bleibenausweise der Jugendlichen 0,50 Mark.

stücken aufzudecken und die Baumbesitzer vor allem für eine harmonische Düngung zu gewinnen, ver­anstaltete der Obstbauverein gestern vormittag einen Gemorkungsrundgang, an dem eine statt­liche Zahl Baumwirte teilnahm. Als Rundgangs­leiter war der Vorsitzende des Obstbauvereins Wie- seck, Lehrer B e p p l e r, gewonnen worden. An Ort und Stelle wurden an den einzelnen Bäumen die Schäden der Stamm- und Wurzelfeinde aufgezeigt und dabei Maßnahmen zu deren Bekämpfung be­sprochen. In praktischer Arbeit wurde der Schnitt der Bäume bis ins tragbare Alter vorgeführt und dabei auf die Bedeutung des Schröpfens, den Wert des Bekleidungsholzes an den Haupt- und Nebenleitern und die Aufgabe des Laubwerkes als Küche und Lunge des Baumes hingewiesen. Die Teilnehmer dankten dem Rundgangleiter mit reichem Beifall und erhielten auf Fragen bereit­willigst Auskunft. Zur gegebenen Zeit soll ein Gang durch die Gärten erfolgen, um auch hier aus der Anschauung zu lernen. Vereinsobmann V i e h l schloß mit'herzlichen Dankesworten an den Leiter die lehrreiche Veranstaltung.

Vom Kastenwesen, das vom Ortsoerbandsrechner Karl Müller erledigt wurde, war durch Dr. Duseberg zu berichten, daß von den verein­nahmten Beiträgen drei Viertel dem Gau zugeführt wurden. Für die Inneneinrichtung der Jugend­herberge in Gießen wurden 400 Mark veraus­gabt, für die Herberge auf dem Hoherodskopf 140 Mark.

Im Anschluß an den Geschäftsbericht konnte der Ortsverbandsleiter einigen Mitgliedern in Aner­kennung ihrer tatkräftigen Mitarbeit im Deutschen Jugendherbergswerk die DJH.-Verdienstnadel, die der Führer des Reichsverbands verliehen hat, aus­händigen. Die Ehrung wurde zuteil: Gau-Obmann Dr. F l ö r k e, Vorstandsmitglied Studienrat Schaaf, Kassenwart Diplom-Handelslehrer Karl Müller und Vorstandsmitglied Lehrer Rau (Klein-Linden).

Nach einem weiteren Lied der nationalsozialisti­schen JugendWir sind durch Deutschland gefahren" hielt Dr. Duseberg einen von großer Heimat­liebe getragenen Vortrag über das Thema:

Vom (Sinn des Wanderns.

Er führte u. a. folgendes aus: Wir wandern, weil uns die Natur ruft. Wandern ist uraltes deut­sches Brauchtum. Wir erwandern die Heimat nicht nur mit den Beinen, sondern auch mit dem Herzen und dem Verstand. Wir nehmen aus der Landschaft die Kraft für das Leben, wir werden naturver­bundener und verspüren in uns das Bewußtsein der eigenen Stärke. Bücher, Bilder, Filme und Be­lehrungen vermögen das nicht zu geben, was die eigene Anschauung vermag. Wir erleben auf der Wanderung das Wirken und Schaffen auf deut­schem Raum, das Ringen um Segen der deutschen Erde. In der Arbeit Der deutschen Menschen, die uns begegnen, vernehmen wir den Pulsschlag des Dritten Reiches. Wir betreten den Boden unserer Ahnen mit den Wahrzeichen und Mahnmalen aus der Vergangenheit. Wir lernen unser Vaterland schätzen und lieben und werden ermahnt, es in der Notzeit zu verteidigen. Gemeinsames Handeln und Erleben auf froher Fahrt bindet Menschen zusam­men. Die Natur gibt uns das Gefühl, Glied eines lebendigen Ganzen zu fein; sie hilft uns zur Be­sinnung auf uns selbst und gibt uns das Vertrauen zu den ewigen Kräften des Lebens.

Unser Kamerad und Mitmensch bindet uns an die Gemeinschaft, in der wir zu wirken und uns einzu­setzen haben. Wanderungen sollen also Stützpunkte für das Erleben der deutschen Heimat sein. Sie sol­len die Heimstätten der Kameradschaft und Treue auf unseren Fahrten durch die deutschen Gaue sein, sie sind aber auch Heimstätten des Sozialismus und Dienen der Dolkwerdung. Den Schluß des Abends bildete eine

Filmvorführung

Pimpfe auf froher Fahrt?" Sie zeigte Bilder aus dem schönsten Teil Deutschlands, unserer Westmark am Rhein. Der Inhalt ist kurz folgender: Einer Wandergruppe der Hitler-Jugend wird es durch eine Spende möglich gemacht, eine mehrtägige Fahrt zu unternehmen. In Form einer Fuchsjagd wird diese durchgeführt. Die Wanderung führt durch rheinisches Land und zeigt gleichzeitig das Leben und Treiben in den schönen rheinischen Jugendherbergen. Mit einer Dampferfahrt auf dem schönsten Teil des Rheins findet die Wanderung ihren Abschluß.

Mit dem Dank an unfern Führer, der unferm schönen Land am Rhein nun auch auf dem Gebiet ries Wehrwesens die Freiheit wiedergegeben hat, schloß der Versammlungsleiter die Jahreshauptver­sammlung. Die Jugend ließ den Abend mit ihrem LiedVorwärts, vorwärts" ausklingen.

<3 Daubringen, 16. März. Die Maler- und Weißbinder-Jnnung hielt hier ihre Bezirksversammlung ab. Bezirksführer H e 11 ch e - Lollar regelte die geschäftlichen und finanziellen Fragen. Dann verteilte Kreishandwerksmeister S t ü h l e r - Gießen, mit einer Ansprache die Hand­werkerkarten. Weiter wurden noch einige Fragen Der Lehrlingskurse und der Zwischenprüfung bespro­chen. Die Versammlung wurde hierauf in üblicher Weise geschlossen. Im Rahmen eines freiwilligen Arbeitsdienstes innerhalb ihrer Mitglieder versucht die hiesige Schäferei-Gesellschaft ihr Weidegelände zu vergrößern und zu verbessern. So zogen dieser Tage die Mitglieder, mit Hacke und Schippe bewaffnet, vollzählig hinaus auf die Wei­den, säuberten sie von Maulwurfshaufen und pflanzten auf der Weide an der Grenze der Ge­markung Alten-Buseck zwei Akazienbäume. Die durch die Einebnung der alten Lehmgrube seitens des Arbeitsdienstes im vorigen Jahr gewonnene neue Weide soll noch eingesät werden.

xy Allendorf a. d. Lumda, 14. März. Gestern Abend hielt der unter Stabführung des Lehrers

Schmidt von Kesselbach stehende Männerge­sangverein im Saale der Gastwirtschaft Horn seine Jahreshauptversammlung ab, die sehr gut be­sucht war. Vereinsführer Doll erstattete den Jah­resbericht. Daraus ging hervor, daß der Verein zur Zeit 50 aktive und 22 passive und Ehrenmitglieder zählt. Das älteste Ehrenmitglied, Philipp Krie­ger, schied am 2. Januar im beinahe vollendeten 97. Lebensjahre durch Tod aus; sein Andenken wurde in der üblichen Weise geehrt. Weiter ist hervorzuheben, daß der Verein im vergangenen Jahre an dem Gau-Wertungssingen in Homberg mit sehr gutem Erfolg teil nahm und in Gemein­schaft mit dem hiesigen Kirchenchor einen wohlge­lungenen Familien-Ausflug nach Amöneburg und Marburg unternahm. Außerdem stellte sich der Ver­ein im vergangenen Jahre auch wieder, wie in den vorhergehenden Jahren, bei Veranstaltungen der NSDAP, bereitwilligst zur Verfügung. Die Jahres­rechnung, von dem Kafsenwalter Krieb vorge­tragen, ergab, daß die Finanzen des Vereins in Ordnung sind. Dem Rechner wurde für feine ehren­amtliche gewissenhafte Mitarbeit durch den Vereins­führer Dank ausgesprochen. Da die dreijährige Amtsperiode des Dereinsführers abgelaufen war, mußte Neuwahl stattfinden. Diese ergab die ein­stimmige Wiederwahl des seitherigen Vereinsfüh­rers, Sparkastenrechner D ö l l, der feine Mitarbei­ter im Vorstand auf weitere drei Jahre auf ihren Posten bestätigte, mit Ausnahme des 1. Schrift­führers; dieses Amt wurde dem Mitglied Bürovor­steher Ernst Keil übertragen. Beschlossen wurde sodann noch, daß in diesem Frühjahr wieder ein Familienausflug stattfinden soll. Nach dem Treu­gelöbnis für den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wurde die Versammlung geschlossen.

)-( Garbenteich, 16. März. Der Schlußabend der winterlichen regelmäßigen wöchentlichen Zu­sammenkünfte der Evangelischen Frauen­hilfe Garbenteich fand am Samstag in den Räumen der Wirtschaft Lotz statt. Festlich ge­schmückte Tafeln empfingen die zahlreichen Besucher, die Pfarrer Steiner (Hausen) in seiner Be­grüßungsansprache bewillkommnete, um dann von dem Wert und Segen der evangelischen Frauenhil­fen zu sprechen. Auch sprach er allen an dem Abend Beteiligten seinen Dank aus, den Theaterspielern, den Musikern und all den fleißigen Händen, die in stiller Selbstverständlichkeit den Abend vorbereitet hatten. Galt es doch, für 350 Gäste die Tafeln fest­lich zu richten und die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Theaterstücke, dem Sinn des Abends an­gepaßt, und deklamatorische und musikalische Vor­träge wechselten in bunter Folge. Besonders fan­den Die Liedvorträge der Gesangsabteilung Der Frauenhilfe unter Leitung von Chormeister S ch ä - f e r (Garbenteich) großen Anklang. Befanden sich die Liedvorträge doch auch auf beachtenswerter Höhe in Anbetracht der kurzen Zeit, die zur Ein­übung zur Verfügung stand. Auch die auf der Bühne Beteiligten zeigten bestes Können, einzelne Leistungen befanden sich weit über dem Durch­schnitt. Besonders erfreulich war es, daß verschie­dene Männer sich bei den Spielen zur Verfügung gestellt hatten. Eine freiwillige Sammlung zu Gun­sten des Winterhilfswerkes ergab den erfreulichen Betrag von 20 Mark. Während der Kaffeepause sorgten noch mehrere Dialektvorträge für Unter­haltung und Erheiterung. So verlief der Abend in der schönsten Weise. Es war ein herzliches Zusam­mensein im Sinn echtester Volksgemeinschaft.

I Hausen, 16. März. Am Sonntag veranstal­tete der evangelische Frauenchor Hausen seinen winterlichen Familienabend. Der Saal der Wirtschaft Fink war überfüllt. Auch aus Garben­teich waren viele Besucher anwesend. Der Chor eröffnete den Abend mit dem GesangGott ist mein Lied." Pfarrer Steiner wies in feiner Ansprache auf den tieferen Sinn solcher Familienabende hin und sprach von der Aufgabe, die sich der Frauen­chor gestellt hat: Dienst an Gott ist ihm zugleich Dienst an der Gemeinde, Dienst am Volk. Es wech­selten dann in bunter Folge Lieder des Chores, mu­sikalische Vorträge verschiedenster Art und Besetzung, kleine Theaterstücke und Singspiele. Die Lieder des Chores standen auf beachtlicher Hohe, da es der Chormeister Karl Sommer versteht, mit feinem musikalischen Einfühlen das Beste aus den Liedern herauszuholen. Und so fanden denn die Lieder all­gemeinen Beifall. Ebenso fanden die Bühnenstücke begeisterte Zustimmung. Gutes Zusammenspiel und ungezwungene Wiedergabe brachten den Spielern und Sängern auf der Bühne den verdienten Lohn herzlichen Beifalles. Am Schluß dankte der zweite Vorsitzende des Vereins, Altbürgermeister Hap­pel, allen Beteiligten für alle Mühe und Arbeit. Ebenso sprach Heinrich Pfeiffer Worte des Dankes und der Anerkennung. Der Frauenchor Haufen kann stolz fein auf den wohlgelungenen Abend, mit dem er der Gemeinde ein paar anre­gende und frohe Stunden bereiten wollte.

* Hausen, 18. März. Aus Grund der amtlichen Bestimmungen ist auch unsere Freiwillige Feuerwehr als Hilfsorgan der örtli­chen Polizeibehörde anerkannt und somit

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