Ausgabe 
18.3.1936
 
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186. Jahrgang

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Wir erfüllen, was die Anderen versprachen

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Die Reichsbahn als Wirtschastsfaktor

Von Generaldirektor Or.-Zng. Oorpmüller.

Das Jubiläum des hundertjährigen Bestehens, das die Deutsche Reichsbahn mit allen deutschen Eisen­bahnen im vorigen Jahre feierlich begehen konnte, hat das gewaltige Unternehmen der Deutschen Reichsbahn in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses gestellt Der Führer hat die Reichsbahn damals als er st es ganz großes sozia- listisches Unternehmen bezeichnet, das mit einer echten Gemeinschaftsleistung aller ihm Dienenden der Träger des gewaltigen deut­schen Gesamtoerkehrs sei und als Wirtschaftsfaktor ersten Ranges auch in Zukunft vor Schaden be­wahrt werden müsse. Mit ihren ausgewiesenen Anlagekapital von fast 27 Milliarden RM., einem Streckennetz von mehr als 54 000 Kilometer, einem Personalstand von zuletzt rund 665 000 Bediensteten im Jahresdurchschnitt und einem Jahreshaushalt von über 3% Milliarden RM. auf der Einnahme- und Ausgabeseite ist die Deutsche Reichsbahn in der Tat der bei weitem größte Wirtschafts­betrieb in Deutschland, mit dem sich kein anderes Unternehmen auch nur annähernd messen kann.

Allein die Zahl von 665 000 Arbeitern der Stirn und Faust, die im unmittelbaren Dienst der Reichs­bahn stehen, bedeutet im Verhältnis zur gesamten Bevölkerung im Deutschen Reich, daß ungefähr jeder 10 0. Deutsche ein aktiv tätiger Eisenbahner ist. Rechnet man dazu noch die Angehörigen dieser Bediensteten sowie die im Ruhe­stand lebenden Beamten und früheren Arbeiter gleichfalls mit ihren Angehörigen, so kommt man auf m i n d e st e n s 3Vz Millionen Volksge­nossen, die von der Reichsbahn erhal­ten werden; da das rund 5 d. S). unserer Volksge­samtheit sind, ist also jeder 2 0. Deutsche in einem Lebensunterhalt mehr oder weniger von der Reichsbahn abhängig.

Dem entsprechen dann auch die gewaltigen Auf­wendungen, die die Reichsbahn alljährlich für Ge­halts- und Lohnzahlungen, für Ruhegelder, Wohl­fahrtsbezüge und dergleichen zu machen hat. Rund zwei Milliarden Mark im Jahre für die Versorgung des aktiven Personals, dazu etwa 440 Millionen Mark für Ruhegelder und Hinterbliebenenbezüge, zusammen also rund 2,4 Milliarden Mark jährlich oder 200 Millionen Mark in jedem Monat an baren Auszahlungen, die über die Verbraucher an die deutsche Wirtschaft fließen das sind gewiß ansehnliche Summen, die die Bedeu­tung der Reichsbahn als Wirtschaftsfaktor erhellen.

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Volk nur gewonnen. Einer kommandiert heute und einer vertritt die Nation!

Wir mußten nach dem Sprichwort handeln: Probieren geht über Studieren! Was wir nach der Machtübernahme tun muh­ten, das hatte ja in der Geschichte gar keinen Vorgang. Wir haben uns dabei bewährt. Und wenn eine Staatsführung tausenderlei von Pro­blemen angreift, muß man ihr auch hier und da gestatten, einen Fehler zu machen. Zug um Zug haben wir getan, was not­wendig war. Für alles aber übernahm der Führer allein die Verantwortung auf sich. Das kostete Opfer materieller und ideeller Art. Aber es wäre wahrhaft ungerecht, sich über die Opfer aufzuregen, und darüber zu ver­gessen, dah mit Erfolg versucht worden ist, das deutsche Volk aus eigener Scholle zu ernähren, die Grenzen durch eine starke Wehr zu schützen und eine absolut freie, souveräne Nation zu schaffen. (Jubel­stürme begleiten jede dieser Feststellungen.) Jedermann wird gerechterweise zugeben müssen: Es hat sich wirklich ein wunder von un­übersehbarem Ausmaß vollzogen: Deutschland ist nicht nur freier, sondern auch glücklicher und schöner geworden. Es lohnt sich wieder, die ganze Menschenkraft in den Dienst dieser Nation zu stellen."

Abschließend kommt Dr. Goebbels auf die Frie­densvorschläge des Führers zu sprechen. Er nennt sie die einzige Grundlage für die Schaf­fung eines dauerhaften Friedens in Europa.In einem wollen und müssen wir der Welt überlegen sein: In der Kraft des Volkes und in dem moralischen Zusammenhalt aller guten Deutschen! Das deutsche Volk soll am 29. März ein Votum abgeben, das es dem Führer gestattet, für die nähere und weitere Zukunft immer nur nach vorn zu schauen!"

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sehr viel heißen. Mit ruhiger Klarheit beginnt Goebbels seine Rede vor den Massen, die den Saal bis an die Decke besetzt halten. Er braucht nur lei­denschaftslos festzustellen, daß die Nationalsozialisten in den drei Jahren getan haben, was getan werden konnte, da gibt es schon Beifall von allen Seiten. Schnell lebhafter werdend verweist er auf die innen- und außenpolitisch geradezu verzweifelte Lage zur Zeit der Machtübernahme. Allmählich bekommen seine Worte den Ton des leidenschaftlichen Revolu­tionärs, der Dr. Goebbels bis zum heutigen Tage

Deutschland ist schöner und glücklicher geworden

Reichspropagandaminister Dr. Goebbels spricht in sechs Mastenkundgebungen an historischen Kampfstatten Groß-Berlins.

Große Zentral-Bauemknndgebung

mit Reichsminister Reichsleiter Walter Darre

tn Friedberg, am Mittwoch, dem 2S Marz4936

Es ist der Gauleikung hesfenNaffau der NSDAP, gelungen, noch kurz vor der Reichskagswahl denReichsleiterundReichsministerWalterDarr4 für eine Großkundgebung zu gewinnen. Für diese Kundgebung ist Friedberg bestimmt worden. Dort wird ein Riesenzelt für mindestens 15 000 Besucher errichtet.

Schon jetzt sind Sonderzüge nach Friedberg sestgelegt. Die Reichsbahn wird in Anbetracht der Bedeutung dieser Kundgebung 60 v. h. Fahrpreisermäßi­gung gewähren. Diese Kundgebung wird eine der markantesten im ganzen Wahl­kampf werden. Aus allen Teilen des Gaues wird stärk st eBeteiligung nicht nur von den Bauern, sondern auch von zahlreichen anderen Volksgenossen erwartet.

Alle Interessenten bestellen zweckmäßig sofort Karten bei den Orts- und Kreisbauernführern.

Für G e s e l l s ch a f t s f a h r t e n, die von den Kreispropagandaleitungen durchgeführt werden, stehen die wagen des NSKK. gegen Erstattung der dringendsten Benzinkosten zur Verfügung.

Beginn der Kundgebung: 14 Uhr. / llnkostenbeitrag 30 Pf.

Die Kundgebung wird von künstlerischen Darbietungen umrahmt. Weitere Vlil- teilungen ergehen durch die Presse.

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Nr. 66 Erstes Blatt 186. Jahrgang Mittwoch, 18. War; 1956

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Erscheint täglich, außer für die Mittagsnummer

Sonntags und Feiertags A Ä A A bis 8"/,Uhr des Vormittags

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General-Anzeiger für Oberhessen

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gtanÄÄin 11688 druck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts-Vuch- und Steinöruderd «.Lange in Sieben. Schriftleilung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 1 MengenabMMstaffelb

und auf den Gesichtern ihre Empfindungen mit- las, wer die Jubelstürme erlebte, mit denen der Mi­nister empfangen und verabschiedet wurde, dem wurden zugleich seine Worte klar, daß keine deutsche Regierung in der deutschen Geschichte jemals s o tief im Volke verankert war wie die na­tionalsozialistische.

3n der Voltbrauerei auf dem Kreuzberg.

Nun geht die Fahrt weiter zur Bockbrauerei auf dem Kreuzberg, die ebenfalls die Stätte zahlreicher Kampfhandlungen seit den frühesten Zeiten der Bewegung in Berlin gewesen ist. In der Bock­brauerei hat Dr. Goebbels an vielen Abenden selbst seine Helfer im Kampf um Berlin ge­schult, sich jenes Führerkorps erzogen, das ihr die mustergültigste Organisation, die Berlin je­mals sah, aufbaute. Unter den Klängen des alten

Metzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

llnd heute!

Das war vor neun Jahren. Es ist gut, sich heute zu erinnern, da Ruhe und Ordnung in Deutschland herrschen, die Feinde aus dem Lande sind, Arbeit kein Fluch mehr ist und alle am glei­chen Strange ziehen. Auf der kleinen Bühne, von der einst die Schwerverletzten herausgetragen wur­den, marschieren die Fahnen auf. Unter einem Jubetsturrn betritt Dr. Goebbels den Saal und schreitet mit Blumen in der Hand durch den Mit­telgang. Als er die paar Stufen zur Bühne hinauf- .steigt, brandet ihm erneut die Begeisterung der Menge entgegen. Wie Hammerschläge hallt in der mitreißenden Rede Satz auf Satz. Mit stürmischen Bravorufen und Händeklatschen wird seine Fest­stellung ausgenommen, daß die Partei in den ver­flossenen Jahren in der Opposition sowohl wie in der Macht immer beim Volke gestanden hatte, in ihren Reden wie vor allem auch in ihren Taten, und daß sie darum das Votum des Volkes wahrlich nicht zu scheuen braucht. Dr. Goebbels er­innert an den rastlosen Kampf des Führers und fordert einen gleichen Einsatz vom Volke. Heute wie damals erfüllt ein brausendes Toben den Saal. Diesmal ist es ein Toben des Beifalls, der dieser Rede folgt, eines Beifalls, der sobald kein Ende nimmt. Nur mühsam kann derDoktor" sich den Weg zum Ausgang bahnen.

Von der großen Kundgebung in den Pharussälen fuhr Reichsminister Dr. Goebbels zunächst zum Konzerkhaus Lindner in Pankow, von dort weiter zum Saalbau Friedrichshain, der Stätte so man­cher Wahlschlacht, wenn die Moskowiter mitgei­stigen Waffen" sich durchzusetzen versuchten. Ob- wohl derMinister in allen sechsDersammlungen über dasselbe Thema, das ja jetzt das ganze deutsche Volk bewegt, sprach, war es trotzdem jedesmal etwas Neues, riß die Glut seiner Rede, die Tiefe seiner Gedanken und die Wärme seiner Emp­findungen die Zuhörer immer wieder aufs neue mit. Wer im Norden und Osten, im Süden und Westen der Reichshauptstadt immer wieder mit dem Minister vor Tausenden und aber Tausenden stand

Aber damit nicht genug. Vielseitige Nebenge- des Eisenbahnverkehrs (Speditionsgewerbe, Bahnhofswirtschaften, Reisebüros usw.) werden von der Reichsbahn befruchtet, und zahlreiche Liefer- industrien sind für den mannigfaltigen Bedarf

geblieben ist.

Mit beißender Ironie rechnet Dr. Goebbels dann mit dem Unwesen b e r Parteien ab, die Notwendigkeit ihrer Auflösung mit humorvollen Sätzen begründend, und fragt: Wollte man denn mit solchen Parteien Politik machen und wollte jemand verlangen, daß eine staatsmänni- s ch e Führung von Format sich dem Diktat solcher Interessentenha u f en I b e u g t ? Im Tausch mit ihnen hat das deutsche

7: -

Berlin, 18. März. (DNB.) Das hat es auch in i der versammlungsreichen Geschichte der Berliner I Bewegung noch nicht gegeben: Sechs Massen­kundgebungen mit Dr. Goebbels an : einem einzigen Abend! Mit voller Absicht hat der Gauleiter in Sälen gesprochen, die mit dem Kampf um Berlin aufs engste verknüpft sind, wo einst in den Zeiten des Gummiknüppels, der Stra­ßenkämpfe und der Massenstreiks, des feigen Mor­des und der Sprengstoffanschläge hier nur gekämpft wurde mit dem einen Ziel: Deutschland so und nicht anders auch heute.

3n den Pharussälen

Eine Stunde vor Beginn der Versammlung sind die Pharussäle im Norden der Reichshaüptstadt ein einziges Menschenmeer. Der obere Saal ist ebenso gerammt voll wie der kleinere unten. Auf dem Hof sind Abordnungen der Gliederungen der Partei und der ihr angeschlossenen Verbände an­getreten. Und auf der Müllerftraße stehen Taufende am Rande des Bürgersteigs. Sie alle sind gekom­men, um dem unerschrockenen Eroberer Berlins Dank und Gelöbnis zu erweisen.

Unwillkürlich geht die Erinnerung zurück in die Anfangsjahre des Kampfes um Berlin. Hier in diesem Saal, mitten im Wedding, wurde mit Blut und Opfern das Banner des Haken­kreuzes aufgepflanzt und siegreich verteidigt. Man schrieb den 11. Februar 1927. DieNazis" hatten es gewagt, mitten in der Hoch­burg des Kommunismus eine Versammlung cin- zuberufen. Den Juden im Karl-Liebknecht-Haus fuhr der Schreck in die Beine. Tagelang hetzten siq zur Sprengung. Während der Saal kaum zur Hälfte besetzt ist, stürmen etwa 200 Kommunisten wie wild hinein und besetzten die ganzen hinteren Reihen. Es istdicke Luft",' als derDoktor", damals erst we­nige Monate Gauleiter, das Rednerpodium betritt. Er hat kaum fünf Minuten gesprochen, da meldet sich mitten aus dem Kreise der gedungenen Hetzer der Anführer der Rotenzur Geschäftsordnung". Damit kam er hier schlecht an.Die Geschäfts­ordnung bestimmen wir!" gibt ihm Dr. Goebbels zur Antwort. Das wollten sie nur hören. Im Nu wüster Tumult. Stuhlbeine krachen, Biergläser fliegen. Mit Todesverachtung fetzt sich die kleine Schar SA.-Männer und Parteigenossen gegen die rote Uedermacht zur Wehr, geht zum Angriff über. Zwei, drei Minuten lang tobt noch der heiße Kampf, dann ist er entschieden; in regel­loser Flucht suchen die Roten ihr Heil. Der letzten Bahre, die mit Schwerverletzten von der Bühne herausgetragen wird, gibt Dr. Goebbels bis zum Ausgang das Geleit. Die Versammlung geht wei­ter und in Ruhe zu Ende.

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Kampfliedes:Durch Groß-Berlin markieren mir' betritt der Gauleiter den Hauptsaal, der bis auf den letzten Platz besetzt ist. Aber auch alle Nebensäle sind überfüllt. Auf Tischen und Stühlen versuchen die Teilnehmer den Eroberer Berlins zu sehen und zu hören. Dr. Goebbels faßte noch ein­mal kurz die Gedanken zusammen, die das ganze Deutschland heute bewegen, Gedanken, die so ein­fach und so klar seien, daß sie auch der letzte Mann im Volke verstehen könne. Mit beißender Scharfe wandte sich der Minister gegen die unsagbar dumme. Redensart, mit der man zwar den Führer bejahe, sich aber gegen seine Mitarbeiter wende. Diese a l t e G a r d e, die still und schweigend, roo immer sie stehe, ihre Pflicht tue, bilde auch heute noch das Rückgrat der Bewegung.

3m Sportpalast

Im Sportpalast, in dem einst größten Dersamm- lungslokal Berlins, endete die Rundfahrt des Ber­liner Gauleiters, und wieder stand er auf dem Po- dium, auf dem er vor siebeneinhalb Jahren die erste Kundgebung der NSDAP, im Sportpalast eröffnete. Welch ein Wagnis damals für die kleine und so verlachte Gruppe von Nationalsozialisten in Berlin, jener Organisation, die noch unter den Nach­wehen eines langen Parteiverbotes litt, und der es doch gelang, was den vielen großen bürgerlichen Parteien nie gelungen war: den größten Sa al Berlins an einem Abend bis unter das Dach mit begeisterungsfähigen Menschen so zu füllen, daß der S p o r t p a l a st polizeilich gesperrt werden mußte. Im Jahre 1933 war er bereits für einen Kreis der NSDAP, zu klein geworden Solche Daten find aber Meilensteine auf dem Wege des Na- tionalsozialismus zur Macht. An ihnen ist zu er­messen, wie aus einer kleinen Gruppe unerschrockener und idealistischer Kämpfer eine Bewegung wurde, wie sie in solchen Ausmaßen niemals em Volk sah, eine Bewegung, die selbst das Volk wurde.

Heute herrscht hier eine Stimmung, wie wir sie so gelöst und so begeistert selbst in diesem Saal nicht oft erlebten. Und das will für den Sportpalast schon

der Eisenbahnen, der bei der technischen Struktur des Eisenbahnbetriebes nahezu alle Warengattun- aen in fast sämtlichen Zweigen der deutschen Wirt­schaft erfaßt, tätig. Die Reichsbahn erscheint hier als Auftraggeber großen Stils. Sie fetzt auf diesen Wegen jährlich weit über 1 Mil­liarde RM. in reinen Aufträgen um. In den drei Jahren 1933 bis 1935 hat die Reichsbahn in stetig steigendem Maße, zu dem sie dank der allgemeinen und eigenen Aufwärtsentwicklung instandgefetzt wurde, beispielsweise allein für Bauaus­führungen annähernd 1 Milliarde Reichsmark ausgegeben. Bei den Lieferungs­aufträgen' nehmen die Erzeugnisse der Walzwerke, Gießereien und Maschinenindustrie die erste Stelle ein; die Aufwendungen hierfür beliefen sich in den drei Jahren sogar auf mehr als 1100 Millionen Reichsmark. In der Größenordnung folgen die Ausgaben für Kohle und Koks mit rund 640 Mil­lionen RM., für Baustoffe mit rund 200 Millionen Reichsmark, für Erzeugnisse der elektrotechnischen und chemischen Industrie mit gleichfalls rund 200 Millionen RM. und für den Bezug von Wasser, Gas, Elektrizität und Wärme aus fremden Werken mit rund 180 Millionen RM. Zahlenmäßig nicht mehr so hoch, wirtschaftlich jedoch immer noch sehr bedeutend, waren die Aufwendungen für Erzeug­nisse der Papierindustrie mit rund 47 Millionen Reichsmark, für Textilien mit rund 35 Millionen Reichsmark und für sonstige Warengruppen mit rund 18 Millionen RM. Einschließlich der Löhne für ihre eigenen Bahnunterhaltungs- und Werk­stättenarbeiter (rund 900 Millionen RM.) hat die deutsche Reichsbahn indem Dreijahreszeit­raum von 1933 bis 1935 ungefähr 4,4 Milliarden RM. in Arbeit und Lieferungsaufträge um gefetzt, durch- fchnittlich in jedem Jahre des nationalsozialistischen Aufbaues also 1,5 Milliarden RM. Allein in Indu­strie, Handel, Gewerbe und Handwerk konnten da­mit ungefähr 700000 Arbeitskräfte in Arbeit und Brot gehalten werden. Wenn man dem gegenüberhält, daß diese Aufträge für die Wirtschaft in den Krisenjahren 1931/32 auf un­gefähr 1 Milliarde RM. zufammengeschrumpft waren, so wird aus diesem Vergleich der große Aufstieg sichtbar, der sich im Dritten Reich für die

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