Ausgabe 
16.11.1936
 
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außerordentlich schwere Ausgaben gestellt. Unter voller Würdigung der Tragweite und bewußter Verantwortungsfreudigkeit entschied man sich unter allen Umständen zur Erhaltung und weiteren Festi­gung der Genossenschaft. Im abgelaufenen Geschäfts­jahr fanden neun Sitzungen des Aufsichtsrates, 22 gemeinschaftliche Sitzungen von Vorstand und Auf­sichtsrat, sowie 49 Sitzungen der Revisionskommis­sion statt. Es gab keinerlei Einwendungen. Das Ergebnis der Revision war durchaus befriedigend. Die Aufsichtsratsmitglieder nahmen an sämtlichen Inventuren der Verteilungsstellen und des Zentral­lagers teil. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsvat war nach der Umbildung des Vor­standes gut.

Sodann gab der Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich Schnei d e r von der Einsetzung des hauptamtlichen Geschäftsführers Schenck (früher in Wetzlar) Kenntnis, der in Zukunft in gemeinsamer Arbeit mit Geschäftsführer Storck in zweckmäßiger Ab­grenzung der Arbeitsgebiete die Leitung der Ge­schäfte übernehme. Ferner wurde der Genossen­schaftler Reitz zum ehrenamtlichen Vorstandsmit­glied ernannt, gleichzeitig soll er als Verbindungs­mann zur Deutschen Arbeitsfront tätig sein.

Geschäftsführer Schenck machte sodann in kur­zen Ausführungen grundsätzlicher Art auf die Ziel­setzungen der Verbrauchergenossenschaften, auf die

M ihrer Arbeit aufmerksam und kennizcichnet-; die Aufgabengebiete, Die der Führung der Genos­senschaft gestellt sind. Genossenschafter Reitz wies darauf hin, daß für die Zukunft nicht nur das Vertrauen der Mitglieder zur Genossenschaft end- aültig gesichert werden, sondern auch eine stete harmonische Zusammenarbeit von Vorstand, Auf- sichtsrat und Vertrauensrat gewährleistet sein müsse. In monatlichen Besprechungen würden in Zukunft alle die Genossenschaft berührenden Fragen ein­gehenden Besprechungen unterzogen.

Genossenschafter Brückmann gab sodann den Revisionsbericht des Verbandes südwestdeutscher Verbrauchergenossenschaft im Wortlaut bekannt, der von der Versammlung mit großer Befriedigung ausgenommen wurde.

Der Aufsichtsratsoorsitzende schlug daraufhin vor, den Jahresbericht zu genehmigen und den Vor­stand, sowie den Aufsichtsrat zu entlasten. Die Ver­treteroersammlung entsprach einstimmig dem ge­stellten Antrag. Für das satzungsgemäß ausschei­dende Aufsichtsratsmitglied Schmidt wurde der Genossenschafter Jakob G ü n d e r o t h , der sich im Laufe einer 30jährigen Tätigkeit große Verdienste um die Genossenschaft erwarb, einmütig zum Auf- sichtsratsmitglied bestimmt.

Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Führer und Vaterland wurde die Versammlung geschlossen.

Hessische Vereinigung für Volkskunde.

Weiter hörte man, daß die Flurnamen­forschung in Hessen weiter vorangeschritten ist. Von dem von der Vereinigung herausgegebenen Flurnamenbuch des Volksstaates Hessen", das künftig die BezeichnungHessisches Flurnamenbuch", führen wird, liegen jetzt 10 Hefte im Druck vor; sie geben dem Heimatforscher wertvollstes Rüstzeug in die Hand. Es sind erschienen: 1. Die Flurnamen von Schlitz (Wilhelm Hotz); 2. Die Flurnamen von Kohden und Salzhausen (Ludwig Fleck); 3. Die Namen der Gemarkung Bessungen (H. Kraft); 4. Die Namen der Gemarkung Darmstadt (Walter von Hahn); 5. Die Namen der Gemarkung Großen- Linden (Otto Schulte); 6. Die alten Namen der Gemarkungen Wald-Michelbach und Aschbach im Odenwald (Hermann Meyer); 7. Die alten Namen der Gemarkungen Hähnlein, Bickenbach und Als­bach an der Bergstraße (Wilhelm Reeg); 8. Die Namen der Gemarkungen Schornsheim und Uden­heim in Rheinhessen (Erich Walldorf); 9. Die Namen der Gemarkungen Bingen und Büdesheim (Josef Altenkirch); 10. Die alten Namen.der Ge­markung Butzbach (Burkhart Werner).

Im Druck befinden sich die Arbeiten über die Gemarkung Wörrstadt in Rheinhessen und über die Gemarkung Glauberg in Oberhessen. Druck- fertig sind die Arbeiten über den Ingelheimer Grund (11 Gemarkungen), sowie über die Gemar­kungen Wimpfen, Büdingen, Gießen, Lorsch, Cleeberg im Taunus und Naunstadt im Taunus.

Unter dem Vorsitz von Universitätsprofessor Dr. Alfred Götze (Gießen) tagte am Samstag der Vorstand der Hessischen Vereinigung für Volkskunde in der Universitätsbibliothek zu einer wichtigen Be­sprechung. Prof. Götze gab zu Beginn der Sitzung einen Rückblick auf die Arbeit der letzten Jahre, um anschließend kurz die Zukunftsaufgaben aufzuzei­gen. An Stelle des am Erscheinen verhinderten Rechners, Studienrat Richard O ß w a l d (Fried­berg), erstattete der Schriftführer, Prof. Keller (Friedberg), den Bericht über die Kassenlage. Lei­der ist die Mitgliederzahl weiter zurückgegangen. Es soll versucht werden, neue Freunde und An­hänger zu gewinnen.

Der Band 34 (1935) derHessischen Blätter für Volkskunde" wird zur Zeit den Mitgliedern zu­gestellt. Unter der bewährten Leitung von Pro­fessor Dr. H e p d i n g (Gießen) ist hier in bezug auf Ausstattung und Inhalt wieder ein Werk heraus­gekommen, an dem jeder Freund der Heimatfor­schung und Volkskunde seine Freude haben wird. Die wertvollen Beiträge zeigen, daß im Hessen­lande tüchtige Leute an der volkskundlichen Arbeit sind. Wie Prof. Dr. Hepding, der im Auftrage der Hessischen Vereinigung für Volkskunde die Blätter" nun schon seit vielen Jahren herausgibt, Mitteilen konnte, befindet sich der Band 35 im Druck; er wird spätestens im März 1937 erscheinen. Diese Mitteilung wurde von der Versammlung leb­haft begrüßt.

Marme-Kameradschast Gießen.

Die Gießener Freunde der Marine standen noch ganz unter dem Eindruck des erst vor wenigen Tagen mit der Wanderstreife vom KreuzerLeipzig" verlebten schönen Kameradschaftsabends, als die Ma­rine-Kameradschaft Gießen für Samstagabend zu einer neuen Veranstaltung einlud: zu ihrem dies­jährigen Labskaus-Esfen. Nach altem Brauche waren diesem Rufe ins Marine-Bootshaus wieder zahlreiche Freunde mit Angehörigen und Gästen gefolgt.

DieKombüse (Schiffsküche) der Marine-Kame­radschaft hatte, wie gewohnt, wieder für eine ganz vorzügliche Zubereitung des traditionellenLabs­kaus" gesorgt und erntete dafür wohlverdienten, kräftigen und dankbaren Zuspruch ihrer Gäste. Da war mancher von denalten" Seeleuten, dem das Herz höher schlug, wenn er sich, im Gedenken an seine Marine-Dienstzeit, einenzünftigen Schlag" der beliebten Seemannskost aus der dampfenden Schüssel holte; aber auch dieJungen" waren nicht weniger eifrig und mit nicht geringerem Genußbei der Sache".

Der Führer der Marine-Kameradschaft Gießen, Heinrich L i ch, begrüßte mit herzlichen Worten die Gäste und Kameraden. Die Marine-Kameradschaft freue sich besonders, daß sich zu ihren Veranstal­tungen gerade auch die jungen Freunde der Ma­rine stets so zahlreich einfänden, wie dies auch am Samstagabend wieder durch den Besuch der Ver­treter vom Stabe des Bannes der HI., sowie durch die Anwesenheit der Kameraden von der Marine- SA. und Marine-HI. zum Ausdruck kam. Wie sehr die bei der Gießener Marine gepflegte Freundschaft zwischen alt und jung auch den Kameraden von der Deutschen Kriegsmarine gefallen habe, das beweise folgender soeben eingegangener Brief aus Wilhelms-,

Haven, den Kameradschaftsführer Lich den Be­suchern zur Kenntnis brachte:

Der Kommandant des Kreuzers ,Leipzigs.

Wilhelmshaven, den 12.11.1936.

An den Führer der Marine-SA. Gießen Herrn Oberleutnant der Reserve Mettenheimer. An den Führer der Marine-Kameradschaft Gießen Herrn Lich.

Es drängt mich, Ihnen und den Kameraden des Nationalsozialistischen Deutschen Marine-Bundes für die vorbildliche Kameradschaft herzlich zu danken, die Sie meiner Funk-Mannschaft auf der Wanderftreife entgegengebracht haben. Es war meinen Soldaten ein Erlebnis, aus Ihrer Gastfreundschaft zu erken­nen, wie tief die junge Marine im Volke wurzelt, und mit welcher Liebe die alten und jungen Kame­raden an ihr hängen. Durch solche Geschlossenheit werden wir den Gedanken immer weiter ins Volk hineintragen: ,Seefahrt tut notsi.

Heil Hitler!

Ihr sehr ergebener

Otto Schenk, Kapitän zur See."

Die Teilnehmer am Labskaus-Essen übermittelten der Wanderstreife des KreuzersLeipzig" herzliche Grüße durch einen in launiger Versform gehalte­nen Brief, der von allen Besuchern unterschrieben wurde, und der von der großartigen Stimmung Kunde gab, die bald an allen Tischen herrschte. Zwischen die guten musikalischen Darbietungen der Kapelle schalteten sich frohe gemeinsame Lieder und heitere Vorträge ein; besonderen Beifall erzielten der obligatorische Labskaus-Rundgesang, aus der poetischen Feder des Kameradschaftsführers stam­mend, sowie ein vomBänkelsänger" des Kreuzers Leipzig" abgehörter humoristischer Gesang, vor-.

Landkreis Gießen.

* Hungen, 15. Nov. Um das W i n t e r h i l f s- w e r k auch in diesem Jahre erfolgreich zu gestalten und damit das Werk unseres Führers zu unter­stützen, bedarf es des restlosen Einsatzes aller Volks­genossen. Die NS.-Frauenschaft Hungen konnte durch eine Sammlung Honig und Gelee, insgesamt 445 Pfund dem Winterhilfswerk zur Verfügung stellen. Auch die bisher durchgeführten Haussammlungen zeitigten ebenfalls sehr gute Er­gebnisse.

Kreis Biedenkopf.

* Wommelshausen, 13. Nov. Gestern fan­den zwei Leute aus Wommelshausen bei Gladen­bach in einem Waldstück eine Stelle mit frischen reifen Preißelbeeren. Sie konnten beide einen großen Strauß mit nach Hause nehmen.

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 17. November.

6 Uhr: Choral; Morgenspruch; Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkkonzert. 9.30: Zum Tag der deutschen Haus­musik. 10: Schulfunk. 10.30: Sendepause. 11.30: Landfunk. 11.45: Zum Tag der deutschen Haus­musik. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Das deutsche Lied. 16: Unterhaltungskonzert. 17: Jugendliche Musikanten spielen zum Tag der Hausmusik. 17.30:Bei der Lampe trautem Schim­mer ..." 17.50:Nebel ..." 18: Unterhaltungs­konzert. Als Einlage: Eine Viertelstunde deutsche Hausmusik. 19: Hessen-Nassau unter sich! 19.30: Kampf dem Verderb. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Großes Orchesterkonzert. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Berühmte Stimmen auf selte­nen Schallplatten. Große italienische Sänger. 23: Von Hamburg: Unterhaltungs- und Volksmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.

getragen von Marine Kameradschaft und Marine- SA. Bei aller Fröhlichkeit und Ausgelassenheit ge­dachten die Besucher aber auch der großen und ernsten Aufgaben des deutschen Volkes und seines Führers. Eine zugunsten des Winterhilfswcrkes durchgeführte Tellersammlung erbrachte eine Spende von 10,05 Mark und beweist die Bereitwilligkeit aller Teilnehmer, sich über die gute Kameradschaft der schön verlaufenen Veranstaltung hinaus auch der großen Kameradschaft des gesamten deutschen Volkes verpflichtet zu fühlen.

(Sine Wasser-Groteske.

LPD. Schotten, 15. Nov.Kleine Ursachen, große Wirkungen" an dieses alte Sprichwort muß man denken, wenn man die köstliche Schieber­geschichte hört, die in der Nähe von Schotten pas­siert ist. Dort litt die Wasserversorgung des früheren HausesLug ins Land", des Lehrerheims, das abseits von Schotten an der Landstraße nach Gedern liegt, schon seit Monaten empfindlich Not. Die Leitung wollte trotz aller Mühen undAn­zapfungen" nicht genug Wasser geben, so daß das Wasser zum Tränken des Jungviehs auf der Jung- oiehweide täglich sogar in Fässern herangeschafft werden mußte. Das ging monatelang so. Man kam auch auf die Vermutung, die Wasserzufuhr sei bei Kulturbauarbeiten einer Nachbargemeinde be­schädigt, oder gar abgegraben worden. Daraufhin gab es Auseinandersetzungen mit der Gemeinde. Endlich entschloß man sich dieser Tage, der Sache ganz gehörig auf den Grund zu gehen. Zu diesem Zweck wurden Wasserleitungssachoerständige und auch die Kulturbauämter in Gießen und Lauterbach in Anspruch genommen. Hin und her wurde über­legt, alle Eventualitäten wurden erwogen, bis schließlich der Vorschlag gemacht wurde, doch einmal an der Ouellfassung selbst nachzusehen. Ge­sagt, getan! Und hier erlebte man die große lieber« raschung, die Groteske. Man fand nämlich, daß der Hauptschieber des Wasserzulei­tungsrohres zu drei Viertel zuge- dreht war. Kein Wunder, daß unter diesen Um­ständen das kostbare Naß nur spärlich floß. Nun ein kurzer Griff, der Schieber ging vollständig auf und damit war alle Wassernot mit einem Schlag beendet. Eine kuriose, nicht alltägliche Versorgungs­schwierigkeit hatte ihr Ende gefunden.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen.

Wirtschaft.

Maßnahmen gegen überhöhte Kurse der Auslandwerte.

Fwd. Die Entwicklung der Kurse für Auslands­werte ist immer noch mit Zurückhaltung zu betrach­ten. Hierauf ist insbesondere im Interesse des Schutzes des Publikums hinzuweisen. Wie der Fwd. erfährt, sehen die Börsenbehörden die Spannung zwischen den Auslands- und den Jnlandskursen immer noch als überhöht an. Jedenfalls entspricht die Entwicklung der Kurse im Freitagnachmittags­verkehr nicht der Gesamtlage. Die Makler-Kammer der Berliner Börse ist angewiesen worden, in den Fällen, in denen etwa die gestrigen Kurse bzw. Schlußkurse überschritten werden, die Notiz zu streichen. (Einschließlich Otavi.)

Nhein-Mainische Börse.

Schwächer.

F r a n k f u r t a. M., 14. Nov. Die Börse lag zum Wochenschluß nahezu geschäftslos, die Haltung war vorwiegend schwächer. Die Entwicklung der Kurse für Auslandwerte, insbesondere die im ge­strigen Abendbörsenverkehr eingetretenen Steige­rungen, haben die Börsenbehörden, die die Span­nung zwischen den Ausland- und Jnlandkursen immer noch als überhöht ansehen, zu folgender Maß­nahme veranlaßt:Sämtliche Auslandwerte dürfen heute nicht fortlaufend notiert werden. Sollte der heutige Einheitskurs dieser Papiere höher als gestern sein, so ist auch der Einheitskurs zu streichen." Diese Maßnahme löste naturgemäß starke Zurückhal­tung aus und führte auch in deutschen Papieren zu Verkäufen.

Der Aktienmarkt erfuhr daher zu den ersten Kursen Rückgänge von 1 F>is 2 v. H. Am Montan­markt ließen Verein. Stahl auf 123 bis 121 50 (124), Klöckner auf 125 bis 124,50 (126,50), Harpener auf 154 (156) nach, ferner bröckelten Hoesch und Man­nesmann bis 0,50 v. H. ab. Von chemischen Werten verloren Scheideanstalt 2 v. H., JG.-Farben 1,5 v. H. Elektroaktien schwächten sich 0,25 bis 0,50 v. H., Siemens 1,25 v. H. ab. Maschinen- und Motoren­werte und Westdeutsche Kaufhof gaben bis 0,50 v. H. nach. Bemberg gingen auf 115 bis 113 (116) zurück. Etwas höher lagen Reichsbank (plus 1 v. H.) und Cement Heidelberg (plus 0,50 v. H.), Holzmann und Rheinmetall lagen unverändert.

Am Rentenmarkt zogen Altbesitz 0,40 v. H. an, Kommunal-Umschuldung mit 89,90, späte Schuld­buchforderungen mit 98,13 und Zinsvergütungs- jcheine mit 93,95 blieben behauptet. Zertifizierte Dol- lar-Bopds nannte man etwas schwächer.

2m Verlaufe blieb das Geschäft am Aktien­markt sehr klein, die Kurse bröckelten vielfach wei­ter ab. Hoesch 118 nach 119, Mannesmann 115,75 nach 116,75, Metallgesellschaft 150,50 nach 151, Reichsbank 185,50 nach 186,50, JG.-Farben kamen mit 169,25 (171,50), Rheinstahl mit 151,50 (153,25) zur Notiz. Etwas höher lagen MAN. mit 118,50 (117,75).

Variable Anleihen lagen still und unverändert. Am Pfandbriefmarkt ergaben sich geringfügige Ab­weichungen für Liquidationswerte, auch Stadt­anleihen lagen etwas uneinheitlich, aber meist un­verändert. IG.-Farben-Bonds gingen weiter zurück auf 134,65 (135,50).

Auslandwerte erschienen durchweg mit Mi­nuszeichen. Der größte Teil der Papiere blieb ge­strichen. Notiert wurden: Aku 57 (68,90), Cha'de, sämtliche Serien 238,50 (A bis C 291), (D 265.50) und (E am 10. Nov. 312,50), 4proz. Ungarn Gold 8,50 (10), IG. Chemie Basel volle 155,25 (158,50), dieselben leere 138 (140,50), Otavi Minen 28 bez. Brief rep. 60 v. H. Abnahme (35).

Frankfurter Schtachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 16. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Seit dem letzten Markt dem Schlachthof zugeführt: 32 Ochsen, 2 Bul­len, 20 Kühe, 10 Färsen; Vorauftrieb: 789 Rinder (108 Ochsen, 84 Bullen, 483 Kühe, 114 Färsen), 460 Kälber, 127 Schafe, 3493 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 38 bis 45 Mark, Bullen 35 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 40 bis 65, Hämmel 45 bis' 48, Schafe 27 bis 35, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe ruhig.

Schweinemarkt in Alsfeld.

* Alsfeld, 16. Nov. Auf dem heutigen Schweine markt waren 259 Ferkel, davon 215 Händlerschweine, aufgetrieben. Bei flottem Verkauf verblieb geringer Ueberstand. Es fofteteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 13 bis 16 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte 16 bis 18 Mark, über 10 Wochen alte 22 bis 25 Mark, Einlegerschweine bis 45 Mark.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.

Reichsbankdiskont 4 v.H.,

Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Zterlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin -

Tranfhirf n TU

Schluß- kurS

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Schluß- kurS

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Schluß- kurS

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Schluß- kurS

Schlußk. Mittag- börie

Schluß- kurS

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Schlußk.

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Abend­börse

Mittag- börse

Schluß- kurS

13.November

14.November

Datum

13 11-

14 11

13-11 -

|14 11

Datum

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Amulche Geld

Notierung Brief

Amtliche Notierung

Geld | Brie*

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Neichsanl. von 1934 6%% Doung-Anlelhe von 1930 .

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mli

Ausloj.-Rechten ............

4y»% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1931, I.......

4Vi% ehem. 8% Hessischer Volks staat 1929 lrückzahlb. 102%) ..

*¥1% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12...

6%% ehem 4H% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.

4Yi% ehem. 8% Darmst. Komm

Landcsb.Goldschuldverschr R.6 Lberhessen Provinz-Anleihe mi

Auslos.-Rechlen ............

Deutsche Komm. Cammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

*Y*% ehem.8% Franks. Hyp.-Van! Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6y,% ehem. 4*z2% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.'Pfandbriese......

6Yt% ehem. 4*/,% Rheinisch. Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. ...

4*4% ehem. 8% Pr. Landespfand briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

4y,% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. Obl. 20 Steuergutsch. Verrechnung»!. 34-38

4% Oesterreichische Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrcnte v. 1910 4*4% dcSgl. von 1913..........

*>% abgest. Golomexikaner von 99 4% Türkische Bagdaobahn-Anleihe Serie l.....................

101,4

98

118,4

99,9

98,75

97

100,25

93

122,4

97

100,5

100,75

101,4

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118,75

99,9

98,75

97

100,4

93

122,13

97

100,5

100,65

101,4

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118,75

100

97

122,4

97

101

101,4

98

118,9

99,9

98,5

122,4

97

100,75

4% oesgl. Serie ii ............

5% Rumän. vereint). Rente v. 1903 4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente . 2y4% Anatolier ..............

Hamburg-Amerika-Paket .....o

Hamvurg-Süvam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........o

-l-G. für Verkehrswesen Akt. .: 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Dtsconto»

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank.............. 4

lteichsbank ..................

A.E.G...................... 0

Bekula..................... 8

Elettr. Lieferungsgeielstchaft... 6

Vidn und Kraft ............. 7

Felten & Guilleaume......... 4

'iesetlsch.f.Elektr.Unlernehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schuckert LCo............... g

Siemens L Halske............ 8

LahmeyerLEo.............. 7

Buderus ................... <.

Deutsche Erdöl ..............4

Harpener................. 2%

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 3

Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klücknerwerke ............... 3

Mannesmann-Röhren........ g

7

10,5

6,1 32,75

14,75

14,65

124,5

125,5

109,5

111

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185,5

166

136

156

138,5

145,25

5,5

31

14,65

14,5

122,5

109

107,5 107,5 185,5

166

135,5

157 137,5 143,5

130

137

160 196,25 143,5

121

141,25

153 117,5

147,75

125

115,5

6,55 10,25

5,9

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10

5,55

31

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107,5

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133,5

155,5

136,5

143,25

Manöselver Bergbau....... 6y,

Kokswerke .................. 6

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstahl .................. 4

Vereinigte Stahlwerke......öy,

Otavi Minen ............... 0

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........ 6

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7ya

3. G. Farben-Industrie.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................ 6

Rütgerswerke ............... 6

Metallgesellschaft............. 6

Philipp Holzmann...........4

Zementwerk Heidelberg ...... 7

Eementwerk Karlstadt......... 6

Schultheis Pcchenhofer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg................... 5

Zellstoff Waldhof ............g

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........8

Lrenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren-Fabrü....... 12

Eonti-Gummi.............. 11

Gritzner....................0

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutscher Zucker ........ 10

153,25

124

35

140,5

135

171,5

271 128,75 139,5 151,25

135

166

68,9 116

162

138,5

123 167,5

60,5

291

170

34,5

203

229,5 150,5

120,5

28 140,5 135,5

168,5

258

129

139 150,25

134,75

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57

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169,5

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95

203

157

138 225,25 152,75 123,25

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128,75 139,5

150,9

....

101,9 67,25

115,75 162,25 139,25

110,5 121,9

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169

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203

oueno» Airc Brüssel .... Rio de Jan. Sofia.....

Kopenhagen Danzig .... London.... HelsingforS. Paris .....

Holland ...

Italien....

3apart.....

Jugoslawien Oslo...... Wien......

-.'chabon... Stockholm... Schweiz ... Spanien... Prag.......

Budapest ..

Reuyork ...

0,691

42,08 0,145

3,047

54,17 47,04

12,13

5,35

11,54 133,96

13,09 0,708 5,654 60,96 48,95

11,015 62,54

57,15 21,98 8,771

2,488

0,695

42,16

0,147

3,053

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0,710

5,666

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11,035

' 62,66

57,27

22,02

8,789

2,492

Banknoten

0,690 42,10 0,145

3,047 54,26

47,04 12,15 5,365 11,56

134,17 13,09 0,709 5,654 61,06 48,95

11,035 62,64 57,16 21,98 8,771

2,487

0,694 42,18 0,147 3,053

54,36 47,14 12,18

5,375 11,58

134,43

13,11 0,711

5,666 61,18

49,05

11,055 62,76 57,28 22,02

8,789

2,491

97,5

95 109,8

10

8 8,25 11.65

97,5

95

109,8

8,5

7,5

97,5

95

109,9

24,5

2,3

9,85

8

8,3

11,9

97,5

95 109,9

24 2,25 8,13

7

8

10,8

137,75

162 197,5 144,25

124

142,25

156 119,5

147,5 126,25

117,13

130 137,65

162 197,5 144,25

122,9

142,5

156

119,25

191

148,25

126

117,25

137

159

195 144,5

120,25 140,75

150

116 185,25

147 123,75 115,25

Berlin,14.November

Geld

Brief

Amentanyche Roten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

2,449

41,96

54,10

12,125

11,51

133,83

60,90

62,47

57,01

2,469

42,12

54,22

12,168

11,55

134,37

61,14

62,73

57,23