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Freitag, W. Moder 1936
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Nr. 243 Dritter Blatt
Stärke des Vaterlandes und sein Bestand für
Jahrhunderte und Jahrtausende.
Blick auf einen Teil des Aufmarsches. — (Aufnahmen [5]: Pfaff, Gießen.)
streben.
Adolf Hitler ist Deutschland. Sein Schicksal ist das Schicksal Deutschlands. Dem Führer die
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Stello. Bauleiter Staatsrat Reiner bei feiner Ansprache.
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Stellvertretender Gauleiter Staatsrat Reiner
Treue hallen, heißt also, sich mit heißem Herzen zu Deutschland bekennen und ferne Kraft und Größe immerdar erstreben.
In diesem Geiste wollen wir alle unsere Kraft und unser ganzes Leben einsetzen für die Große und die Stärke Deutschlands, für die Sicherung seines
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Generalmajor a.D. Mohr spricht im Namen der ehem. 116er.
""Das Inf. - Regt. 116 trägt die Nummer des Gießener Hausregiments: des Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großherz. Hess.) Nr. 116. Das Regr- ment übernimmt damit die ruhmvolle und glanzende Ueberlieferung dieses stolzen Regiments der ehemals Großherz. Hess. Truppen im Verbände der preußischen Armee und damit des deutschen Heeres, das besonders im Weltkriege an den wichtigsten Stellen stand, die größten Schlachten mrtschlug und seine Treue zu Eid und Pflicht mit dem Heldentod von 90 Offizieren und bald 2000 Mann für das Vaterland besiegelte, ungerechnet der Tausende, die — vermißt — meist gefallen sind.
Das Regiment wird seiner berühmten Rümmer Ehre machen, in Gießen, in seinem hauptsächlichen Standort, und überall da, wohin es gerufen oder gestellt wird.
Ein unvergeßlicher Tag der Gießener Garnison.
Sa« Znsanieri«-Regiment7ir. 116 und »ie M.Abteilung Ariitlene-Regimenter.» vor ihrem Ow'sions-Kammaadeur
Partei und Wehrmacht sind für sich keine Elgen- gebilde, die ihren Weg jedes für sich gehen, sondern sie haben sich gegenseitig zu ergänzen. Viele von Ihnen, meine Kameraden, sind durch die Partei oder eine ihrer Gliederungen gegangen. Die Zahl der jungen deutschen Menschen, die ihre Erziehung und Ausrichtung in der Partei oder in einer ihrer Gliederungen erhalten haben, wird sich von Jahr zu Jahr vergrößern, und eines Tages wird der Zeitpunkt gekommen sein, wo es keinen Rekruten mehr gibt, 'der nicht durch die Partei oder eine ihrer Gliederungen gegangen wäre und dort seine weltanschauliche Ausrichtung erhalten hätte. Diese weltanschauliche Ausrichtung ist eine zwingende Voraussetzung für jeden Deutschen, der dem Führer ehrlich folgen will und volles Verständnis für den Nationalsozialismus und für den Willen des Führers haben muß. Ein Deutscher und ein deutscher Soldat, der sich nicht mit dem Gedankengut des Nationalsozialismus vertraut gemacht hat, kann kein guter Deutscher und kein guter Soldat sein. Das hat nichts zu tun mit dem Schlagwort „Politisieren und „Politisierung". Auch bei uns gilt der Grundsatz, daß der Soldat nicht zu politisieren hat.
Aber der Deutsche, der sich den Nationalsozialis- mus zu eigen macht und nach dieser Weltanschauung lebt, der politisiert nicht, sondern er ist bestrebt, sich mit den Lebensnotwendigkeiten seines deutschen Volkes zu befassen. Das ist nicht nur das gute Recht jedes einzelnen Deutschen. sondern eine durchaus begründete Forderung und eine zwingende Pflicht.
Wer sich mit dem Gedankengut des Nationalsozialismus noch nicht vertraut gemacht hat und es auch nicht tun will, der kann dem Führer keine ehrliche Gefolgschaft leisten, der kann den Nationalsozialismus nicht verstehen und auch nicht ermessen, was der Führer damit bezweckt.
Wir sind alle persönlich auf den Führer vereidigt und stehen dadurch in einem persönlichen Verhältnis zu ihm. Treu sein und Treue halten heißt: Nicht nachlassen, sondern mit wachen Sinnen und mit heißem Herzen bas, Schicksal meutern. Wenn wir das Treusein so verstehen, dann werden wir mit ehrlichem Herzen dem gleichen Ziel zu-
Es wird rasch heimisch werden in dieser so militärfreundlichen Stadt und bestrebt sein, zur Bevölkerung rasch in ein möglichst vertrauensvolles Verhältnis zu kommen. ~ n,
Ich sprach von der stolzen Tradition, der U aber- liefe r u n g des alten Regiments 116.
konnte.
Aber meine Kameraden, legen wir uns einmal die Frage vor: Welches Schicksal hätte dieses Hundert- tausend-Mann - Heer gehabt, wenn der Kampfgeist und die Widerstandskraft des Führers und seiner Freiheitsbewegung erlahmt waren, wenn es den vo - schewistischen Horden gelungen wäre, die Herrschaft in Deutschland an sich zu reißen? Dann wäre Deutschland von der roten Sturmflut begraben worden. Zum Segen des deutschen Volkes ist es aber dem Führer und seiner Bewegung gelungen, den Ansturm des Bolschewismus nicht nur aufzuhalten, sondern das bolschewistische Pack in alle Winde zu zerstreuen.
Partei und Wehrmacht — der Führer hat das wiederholt bekundet — sind die tragenden Sauten des neuen Staates, des Dritten Reiches. Das ist ein stolzer Auftrag, der °ber eine ebenso große Verpflichtung m sich schließt. Partei und Wehrmacht marschieren Hand in Hand mit dem gleichen Ziel und im gleichen Geist. Dieses Ziel, das für alle Deutschen das gleiche ist und sein muß. ist die Größe und
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Bestandes in alle Zukunft.
Kreisdirektor Dr. Lotz
als Vertreter der staatlichen Behörden sagte in seiner Ansprache u. a.: Die Regimentsgeschichte des ruhmreichen Jnf.-Regts. Nr. 116 spricht am Schlüsse des Nachwortes den Satz aus: „Das Regiment ist tot, es lebe das Regiment! Mit die- em Satz wollte man sagen, das Regiment ist zwar tot, aber sein G e i st, fein Heldengeist wird weiter leben. Keiner von den alten 116ern, auch nicht der Schreiber jener Zeilen, hat damals geglaubt, daß das alte ruhmreiche Regiment nach dem furchtbaren Niedergang unseres Vaterlandes jemals wieder auferstehen könne. Gehofft haben wir es wohl alle, aber niemals geglaubt, weil wir es eben nicht glauben konnten.
Als am 9. Wär) 1936 der Führer die letzte Fessel des Versailler Vertrages abstreifte und
Generalleutnant Oßwald mit den führenden Männern der Partei und Generalleutnan^y w Front der Gießener Garnison.
stehen sie doch heute zum erstenmal gefd)Ioffen in Paradeaufstellung, das 2.-R. 116 Mi einen 3 Bataillonen, das 4. Batl. steht als III./116 in Fulda, und die Art.-Abtlg. mit ihren 3 Batterien. Die Abteilung hat die Freude, heute zum erstenmal auch vor den Augen ihres hier anwesenden Regimentskommandeurs in Parade zu stehen.
Vieles fehlt heute noch: den Kompanien und -Lotterien fehlt noch der junge Jahrgang, der aber in wenigen Tagen einrückt und dann der Truppe auch zahlenmäßig die notwendige Stärke geben wird.
Es fehlt noch dieses und jenes. Aber, was heute noch fehlt, ist morgen da. Die Schlagfertigkeit und Einsatzbereitschaft der Truppe wird jedenfalls davon nicht im mindesten berührt.
Die Artillerie-Abtlg. besitzt zwar noch keine große Ueberlieferung. Aber sie kann stolz darauf sein zur Artillerie der 9. Division zu gehören! bie -dau5 bem Art.-Rgt. 5 bes Reichsheeres hervorgegangen - ihre Ueberlieferung auf die ruhmgekronten stolzen Artillerie-Regimenter ber alten Armee zurückführt. Die Abteilung wirb m Gießen rasch heimisch werben, hier und in ihrer so schönen neuen Kaserne sich balb wohlfuhlen und, : qetreu ihren Vorbildern, ihre Pflicht und Schuldig- : keit überall da tun, wohin sie gestellt ober gerufen
Diese Ueberlieferung ist kein leeres Wort, andern eine Jbee, ein immerwahrender Ansporn zur Pflichterfüllung und zum Opser.
Sie galt für die alte stolze Armee, die beste, die die Welt je sah. sie galt für das kleine Reichsheer, und sie gilt für das wiedererftan- dene neue große deutsche Heer, das sein Dasein, seine Kraft, seine Stärke, seine Ehre und seine neue Achtung in der Welt einem Wanne verdankt, unserem Führer.
Der Regimentskommandeur des Jnf.-Regts. Nr. 116 ließ die Truppen präsentieren, sodann sagte der Divisionskommandeur zum Schluß:
So wollen wir an diesem feierlichen Tage im Sinne dieser uns heiligen Verpflichtung auf unsere Ehre, unserer unauslöschlichen Dankbarkeit und Treue im Leben und im Sterben, zu Führer, Volk unb Vaterland Ausdruck verleihen, mbem wir rufen: Unser Führer, ber Schöpfer und Oberste Befehlshaber der neuen deutschen Wehrmacht: „Sieg Heil!"
Brausend erklangen die dreimaligen Rufe über den Kasernenhof. Anschließend wurden die erstes Verse der beiden Nationallieder gesungen.
als Vertreter des fReidjsftattbalters Bauleiter Spren- qer sprach nunmehr im Namen der tßartei. Cr erinnerte zunächst mit kurzen Warten daran, daß die heroische Tradition der unuberwmdstchen deutschen Soldaten der alten Armee von dem Frontkämpfer Adolf Hitler übernommen und in die Freiheitsbewegung der Partei übertragen wurde.
Die Kämpfer Adolf Hitlers — so sagte der Redner u. a. weiter - schufen die Voraussetzung für den Wiederaufbau Deutschlands und der neuen deutschen Armee. Neben den Kämpfern Adolf Hitlers stand wie ein „Kocher de bronze in der roten Flut das wohldifziplimerte hunderttausend-rNann - Heer unter seinen untadeligen Führern. Dieses hunderttausend-INann- Heer bildete das Stahlgerippe. in das die neue Wehrmacht zwanglos eingefügt werden konnte. Diesem Hunderttausend-Wann-Heer. das sich unversehrt erhielt bis zum Durchbruch des Natro- nalsozialismus. ist es mit zu verdanken, daß der Wiederaufbau in so rascher Zeit vor sich gehen
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Am gestrigen Donnerstagmittag stand das In- 1 fkinterie-Regiment N r. 116 in Gießen, Arm ersten Male im Zeichen der wiedererstandenen Regiments-Nummer des vor bem Kriege in Gießen in Garnison stehenden Regiments Nr. 116, gemein- jam mit der III. Abteilung Artillerie- Regiment Nr. 9 vor dem Divisionskommandeur Generalleutnant Oßwald auf dem Hofe der Berg- kaserne (die frühere Neue Kaserne) aufgestellt, um gemeinsam mit dem Divisionskommandeur, den Vertretern der Partei und des Staates sowie den übrigen Teilen der Gießener Garnison und den Vereinigungen der alten Soldaten, insbesondere der ehemaligen 116er, den Tag der Wiedereinführung der alten Regiments-Num- mer 116 schlicht und würdig zu begehen. Für die Soldaten der III. Abt. Art.-Regt. Nr. 9 bedeutete diese Feierlichkeit eine gute Gelegenheit, die innige Verbundenheit der Garnison G'eßen mit der Bevölkerung erneut zu erleben und dabei festzustellen, daß auch die Gießener Artilleristen em aU(eit5 gern gesehener Teil der Gemeinschaft zwischen Soldat unb Gießener Bevölkerung sind.
Auf bem weiten Kasernenhofe an ber »eite nach ier Sicher Straße zu hattenbi- Abardnungcn der Vereine ehern. 116er mit W.hlr?^ früheren 0 - üeren bes alten Kaiser-Wilhelm-Regiments Aus- teaung genommen. Die ganze nördliche Sette des Jafernentefes, parallel zur Kasterallee ulli n die Lruvven des Stanborts Gießen aus. Auf der östliches Seite bes Kasernenhofes fanden die Fmma- tionen ber Bewegung mit ihren Fahnen. Dw Breit feite des Hofes nach Süden hin hatten, rechts und nks von dem Standort des Divisionskommandeurs und der führenden Vertreter ber Partei und des Staates Truppenstäbe, Heeresbehörden, zahlreiche führende Vertreter der Partei und ihrer Glieberun- oen Vertreter des Staates und anberer Behor- d n Ostiziere der alten Wehrmacht, Abordnungen
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«,-ss.ä * - " “ü® Ute ö”»“ “SÄ Generalleutnant Oßw a er1d,einen verhin-
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Partei, Kreisdirektor Dr. £°Aüroer£eifter Rit- staatlichen Behörden und^^^^o„stadt @ie6en auf ter als Vertret Kommandeur des Jnf.-
dem Kafernenhofe ® t Herrlein, gab
Regt^ Nr. 116, OberMeM^^ bQ5 Gewehr das Kommando „SMg 1 an ^iDiiionsfomTnan-- ^enhere« unb «e!büe
deur die ange retenen ^rupp Gene-
unter den Klangen des^aMnerm^einer, raüeutnant D J Q n ö t, Kreisdirektor Dr. Kreisleüer Dr. Hfl d e Ritter die Front Lotz und Oberburgermestte Formationen und der Truppen, sowie der.ubr.^ Aldaten und die Vereinigungen ab, dabei 1 örir < grüßend, aufmarschierten Kolonn crronten begab sich der
Nach dem ^bschreiten der^Fronteng^
General ZU dem Nedne s r^^^-Panzergeschutze, Weise zwei Geschütze, IM trommeln aufge- Maschinengewehre, Gewehre u baut waren. Nunmehr nchteie
der Divisions-Kommandeur Generalleutnant Oßwald
TriiDDen: Namens des folgende Ansprache an L/die Vertreter ber Stanborts begrüße ch 3una , Kreter bes leider Partei, an ihrer Spitze den ^eu Gauleiters,
verhinderten Neichssta"hE^^ ^^isleiter Dr. Herrn Staatsrat R e treter des (Staates, an Hildebrandt, die V Lotz, die Ver-
ihrer Spitze Herrn Kreisdirek -0 Obebürger- treter der Stadt, an ttyM Universität Gießen, meister Ritter, den Rektor de u (e r# die Vertre- Seine Magnifizenz A^^renabordnungen der Gl.e- ter der Behörden, bie Ehren ^üf)rer? bcr Gieße- bcrungen ber Partei und ^pbe5 Kyffhäufer-
ner Syldatenkameradschaften, i
^"Besonders begrüße ich ^er ^Spitze ^Herrn Ge- treter ber alten Armee, an 7 & ehem. 116er,
neral Mohr,. VoMer de Bun
die ehem. Offiziere des Re'ch Ganz besonders be- Pffii.ere ber neuen B>eyrm - Vereinigungen Mi ch <>>• ÄÄ Nr Erscheinen ehem. 116er. Ihnen hpntiaen Tage.
unb Ihre Teilnahme amheut hß5 Standorts
Und nun begrüße ich nam bQ5 I. - R. 11 6 unb namens ber ganzen 9^ herzlichste. Es ist unb bie l U Leben dieser Truppenteile: ein wichtiger Tag im


