Ausgabe 
16.3.1936
 
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DES LEBEN1

neuer (D-Lösung.

3n besonderen Fällen zweites Kochen mit Persil.

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Verfügung hatten. Der Spielverlauf zeigte jedoch, daß zu solchen Befürchtungen kein Anlaß bestand, |

1900 Gauliga vfv.-kurh. Marburg 7:8 (5:3).

Für den Ausgang dieses Treffens war man eigentlich in den Gießener Handballkreisen auf das Schlimmste gefaßt, war doch bekannt, daß die 1900er nur zwei Mann ihrer etatsmäßigen Elf zur

Ungarn-Deutschland 3:2.

Spannender Kampf vor 40000 Zuschauern.

Eckball Leutheuser II. den Ball in das eigene Tor köpfte, waren die Gießener endgültig geschlagen.

Die zweite Mannschaft verlor in AlteiEuseck, obwohl sie keinesfalls schlechter als der Gastgeber war, mit 2:0 Toren. .

Die dritte Mannschaft spielte in Garbenteich ein großes Spiel, wurde aber doch mit 3:2 geschlagen.

Iußball der Gauliga-Mannschasten.

Gau Nordhessen: Kurhessen Kassel VfB.

Kurhessen Marburg 3:4 (2:3).

Gau Südwest: Eintracht Frankfurt FK. 03 Pirmasens 1:0 (0:0); Wormatia Worms Kickers Offenbach 3:1 (1:0).

und bei etwas mehr Wurfglück hatte es für ble Blauweißen sogar zu einem knappen Sieg reichen müssen. Die eingestellten Ersatzleute gingen recht un­befangen an die Sache heran und stellten ihre Brauchbarkeit unter Beweis. Die Gießener Mann­schaft bestritt den Kampf in folgender Aufstellung: Enders I; Lehrmund, Birkenstock; Schrmttdiel, Vock, Koch; Herbert, Höing, Enders II., Schuler, Dieze- mann. , _ .

Bereits in den ersten Spielmmuten arbeiteten die 1900er eine kleine Feldüberlegenheit heraus, die durch ein Tor (Schrägwurf) des Rechtsaußen Her- bert zum Ausdruck kam. In der fünften Minute gelang den Marburgern ein guter Vorstoß und da­mit der Ausgleich. Das weitere Geschehen stand nun wieder im Zeichen der Platzbesitzer. Aber von den vielen Torchancen wurden nur zwei (durch Enders II. und Schüler) wahrgenommen. 1900s Halbrechter Höing war in dieser Zeit von einem un­glaublichen Schußpech verfolgt. Die VfB.-Kurhessen- Leute machten sich nun wieder frei und bezwangen Enders I zum zweiten Male. Kurz darauf hatten jedoch der Mittelläufer Vock, der sich gut einführt^, und Enders II. Gelegenheit, den Vorsprung auf 5:2 zu erhöhen. Eine Minute vor Halbzeit verkürzte dann allerdings der ausgezeichnete Marburger Stür­mer Schirakowski auf 5:3.

Nach dem Wechsel sah es so aus, als ob die Spiel- Vereinigungsleute bald den Sieg sicherstellen woll­ten. Es wurde eine Reihe Strafwürfe erwirkt, die aber nicht zu Erfolgen führten. Marburg wurde nun, besonders im Sturm, immer aktiver und kam hintereinander zu vier Toren, von denen allerdings mindestens eines von Enders hätte verhindert wer­den müssen. Durch drei Strafwürfe zwei für 1900 und einen für Marburg kam das Schluß­resultat von 7:8 zustande. Schiedsrichter Bopf (Nieder-Weisel) leitete zufriedenstellend.

Wehrsport-Skitag in derMön abgesagt

Der am letzten Wochenende bei Gersfeld vorge­sehene Wehrsport-Skitag konnte bekanntlich nicht ab­gehalten werden. Die Veranstaltung sollte nun am 14./15. März nachgeholt werden. Das ist aber in­folge der wesentlich verschlechterten Schneeverhält­nisse nicht möglich, so daß sich die zuständigen Stellen entschlossen, die Veranstaltung für diesen Winter endgültig abzusagen. Mit einer Neuaus­schreibung der Wettbewerbe ist für Dezember d. I. zu rechnen.

Neuer Weltrekord von Hanni Holzner.

In ihrer Heimatstadt P l a u e n unternahm am Donnerstagabend Hanni H ö l z n e r unter offiziel­ler Kontrolle einen Angriff auf den Weltrekord im 100-Meter-Bru st schwimmen, der von be­stem Erfolge gekrönt war. Die Plauenerin schwamm die Strecke in 1:22,2 Minuten und holte sich da­mit ihren Weltrekord über diese Strecke, den ihr am Sonntag in Düsseldorf die Dänin Christensen mit 1:22,8 Minuten entrissen hatte, wieder zurück.

Kurze Sportnotizen.

Der Kampf Schmeling-Louis, der als Ausscheidung zur Schwergewichtsweltmeisterschaft im Boxen gilt, wird am 29. Juni wahrscheinlich in | Philadelphia ausgetragen werden.

Mit ungeheurer Spannung fieberte man in Un» garns Hauptstadt Budapest dem 12. Fußoall- Länderkamps Deutschland Ungarn entgegen, der am Sonntag auf dem traditionsreichen Hungaria-Platz stattfand. Schon lange vor Beginn des Spieles hatten 40 000 Zuschauer auch den letz­ten Platz besetzt, unter ihnen etwa 3000 Deutsche, die schon am Samstag mit Sonderzügen einge- troffen waren. Nach schönem Spiel siegten die Un­garn knapp mit 3:2 (1:1) Treffern doch hatte em Unentschieden eher dem Kampfverlauf und den Leistungen entsprochen. .

Auch das offizielle Ungarn nahm starken Anten an diesem Länderkampf. In der Ehrentribüne hat­ten sich außer den Vertretern der deutschen Gesandt­schaft der ungarische Reichsverweser Horthy, Ungarns Ministerpräsident Gömbos und der Justiz-, sowie der Finanzminister eingefunden. Die Aufnahme der deutschen Spieler und Zuschauer m Budapest war ausgezeichnet gewesen, herzlich auch der Empfang unserer Elf beim Betreten des Platzes. In den angekündigten Aufstellungen nahmen die Mannschaften den Kampf auf, also:

Ungarn: Szabo; Vaga, Biro; Sebes, Turai, Dudas; Cseh II, Kardos, Dr. Sarosi, Toldi, Titkos.

Deutschland: Sonnrein; Münzenberg, Mun­tert; Janes, Sold, Kitzinger; (Eibern, Gelesch, Lenz, Szepan, Urban.

Zwei gleichwertige Mannschaften.

Sarosi und Szepan, die Mannschaftsführer, losten; Deutschland begann gegen Wind und Sonne. Schon erfreulich bald hatten sich die elf deutschen Spieler zu einer schönen Einheit gefunden, die Ungarns Hoffnungen auf ein leichtes Spiel zu­nichte machte. Sonnrein wehrte kurz nach Spiel­beginn schon Schüsse von Turai und Kardos sicher ab, Szabo mußte umgehend zweimal vor Szepan klären und gleich darauf einen wuchtigen Strafstoß des gleichen Spielers unschädlich machen. Ungarns Angriff stürmte ständig mit fünf Mann, aber Sold klebte" so ausdauernd und hartnäckig an Sarosi, daß der Doktor-Mittelstürmer wenig zur Wirkung kam. Die 15. Minute brachte überraschend den ersten Treffer, als Titkos einen schneidigen Durchbruch mit einer unhaltbaren Bombe aus

vollem Lauf abschloß. Die Deutschen drängten zum Ausgleich, der in der 32. Minute auf ähnliche Weise erzielt wurde. Urban war durchgebrochen, zur Mitte gelaufen und hatte mit halbhohem Schuß Szabo das Nachsehen gegeben. Kurz vor der Pause trat Kardos seinen Platz an Szcttancsik ab.

Die 13. Minute der zweiten Spielhälfte brachte Deutschland 2:1 in Front. Urbans flache Flanke war zu dem ständig auf der Lauer liegenden Lenz gekommen, dessen scharfen Schuß konnte Szabo nicht halten. Fünf Minuten später fiel durch Cseh II. der Ausgleich für Ungarn. Sonnrein hatte den Ball zwar noch berühren, bei der un­geheuren Wucht des Schusses aber nicht mehr halten können. Im folgenden hatten dann die Deutschen mehr vom Spiel, doch Ungarn war glück­licher. Nach einer Flanke von Titkos starteten Sonnrein und Sarosi gleichzeitig. Der Ungar gewann dieses Rennen und drückte mit der Brust zum 3:2 ein. Das bedeutete Ungarns Sieg; wuch­tige deutsche Angriffe scheiterten für die Folge an dem fabelhaften Szabo. Aber auch Sonnrein mußte verschiedentlich noch Proben seines gediegenen Kön­nens ablegen. Uebrigens hatten Münzenberg und Muntert nach dem Seitenwechsel ihre Plätze ge­tauscht.

In der deutschen Mannschaft waren Münzenberg und Szepan überragend. Sold tat als Mittel­läufer vollauf seine Pflicht. Im Angriff fiel nur Gellesch etwas ab. Bei den Ungarn waren Titkos und Szabo die Besten. Sarosi kam nie richtig ins Spiel (Sold!). Läufer und Verteidigung arbeiteten zufriedenstellend. Szatancsik war besser als sein Vorgänger Kardos.

Knappe Handbail-Niederlage der 1900er.

bei den Platzbesitzern, besonders bei den Schluß­leuten nicht. Bedenklich wurde es allerdings im wei­teren Verlauf der ersten Hälfte als die Läuferreihe der Gastgeber es nicht zustande brachte, den eigenen Sturm durch entsprechende Unterstützung ins Spiel au bringen. Dadurch hatte Wetzlar zeitweise eine klare Feldüberlegenheit zu verzeichnen und es la­gen mehrmals Torerfolge in greifbarer Nähe. Das Schlußtrio konnte sie so eben noch verhindern.

Nach der Pause schien es, als hätten sich die Gäste in der ersten Hälfte zu sehr verausgabt, denn nun sah man ein ziemlich verändertes Bild. Die Blau- Weißen waren es nun, die dem Spielgeschehen den Stempel aufdrückten. Wetzlar hatte alle Hände voll zu tun, um sich der Angriffe zu erwehren. Man- gelnde Schußleistungen der Stürmer brachten jedoch keinen Erfolg ein. Dagegen kamen die Wetzlarer aus der Defensive heraus zu ihrem ersten Treffer. Angesport durch diesen Erfolg bekamen die Dom­städter wieder etwas Oberwasser, und als sie 15 Minuten vor Schluß zu ihrem zweiten Tor tarnen, stand ihr Sieg fest. Die Blau-Weißen hatten noch einige Möglichkeiten, den Vorsprung zu verkürzen, doch fand sich ihr Sturm nicht zurecht.

In Weide, Ober-Mörlen, hatte das Spiel einen Leiter, der sich unauffälligerweise seiner Aufgabe entledigte.

SfB.-Reichsbahli Gießen.

Die Ligamannschafl verliert in Bad-Nauheim 4:1.

Dieses Spiel bedeutete für die mitgefahrenen Gießener eine Ueberraschung, denn während des ganzen Spielverlaufes waren die Gäste den Bad- Nauheimern vollkommen gleichwertig. Die Gießener Mannschaft stand mit Balser; Lehrmund, Leutheu. ser II; Knauß, Heß, Fenster; Fehling, L. Schmidt, Wlodareck, Mattern, Szponick.

Balser im Tor hielt, was zu halten war. In der Verteidigung versuchte Leutheuser mangelndes Kön­nen durch Härte auszugleichen. Lehrmund war sehr sicher. (Eine Glanzleistung bot die Läuferreihe. Im Sturm waren die Halbstürmer zu schwach, um sich erfolgreich durchzusetzen. Wlodareck zeigte eine sehr gute Leistung. Die Flügelstürmer waren gut.

In den erften zehn Minuten sah man verteiltes Spiel. Dann erzwangen die Gastgeber eine leichte Feldüberlegenheit, aber ihr Sturm konnte nicht schießen. Kurz darauf unternahm Szponick einen Alleingang, flankte zur Mitte, Mattern drückte ein. Dieses Tor wurde aber vom Schiedsrichter nicht anerkannt. In der 15. Spielminute ging der Mittel­stürmer des Gastgebers allein durch und schoß un­haltbar in die rechte untere Ecke. Kurz danach flankte der Linksaußen der Nauheimer zur Mitte, der Ball sprang Feuster an die Hand und der Schiedsrichter entschied Elfmeter. Hieraus erzielten die Nauheimer ihr zweites Tor. Auf der Gegen­seite schoß Szponick aus guter Position haushoch darüber. Kurz vor Halbzeit im Anschluß an eine Ecke verwandelte Heß einen Strafstoß und ver­kürzte damit auf 2:1.

^n der zweiten Halbzeit kämpften die Gießener roe ;er mit großem Elan, hatten aber kein Glück. Demgegenüber waren die Gastgeber glücklicher. Ihr Mittelstürmer konnte nach guter Zusammenarbeit des ganzen Nauheimer Sturmes eine Flanke un­haltbar einköpfen. Als kurze Zeit später bei einem

Gau Bayern: Wacker München ASD. Nürnberg 0:2 (0:0); FC. Bayreuth Bayern München 3:4 (1:3); BC. Augsburg - Spvgg Fürth 2:2 (1:2); 1. FC. Nürnberg FC. 05 Schweinfurt 3:3 (3:2).

NSLB., Kreis Gießen.

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