Ausgabe 
16.3.1936
 
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erklärte, der Locarnovertrag sel eine der wesent­lichen Grundlagen der internationalen Rechtsstellung Belgiens gewesen. Mit tiefer Trauer und unsäg­licher Bitterkeit müsse sich Belgien jetzt an den Völkerbundsrat wenden, da diese Grundlage erschüt­tert sei. Deutschlands Vorwände hätten für Belgien überhaupt keine Bedeutung. Nichts gebe Deutschland das Recht, feine juristischen und tatsächlichen Be­ziehungen zu ändern. Der Vertrag bestehe noch im­mer für diejenigen, die ihm treu geblieben seien. Belgien werde im Rate seine volle Mitarbeit zum Wiederaufbau der internationalen Beziehungen, die allerdings durch die gegenwärtige Krise vielleicht auf Generationen hinaus schwer belastet seien, zur Verfügung stellen. In nächster Zeit aber müsse doch wieder verhandelt und unterzeichnet werden. Van Zeeland schloß mit dem förmlichen Antrag, der Völkerbundsrat möge feststellen, daß ein Ver­stoß gegen den Locarnovertrag begangen worden sei, und sofort eine entsprechende Benachrichtigung

an die Locarnomächte, insbesondere an die Bürgen ergehen lassen. Hierauf vertagte sich der Völker- bundsrat auf Montag 16.30 Uhr MEZ.

Flandins Rede ist lediglich eine Wiederholung dessen, was uns aus französischem Munde bereits bekannt ist. Infolgedessen haben die Darlegungen auch nicht an Durchschlagskraft gewonnen. Es darf wohl eher festgestellt werden, daß Flandin durch einen Verzicht auf sachliche Widerlegung unseres Standpunktes eigentlich nur indirekt zugege­ben hat, wie sehr der Führer mit seiner Argumentation bei der Bewertung des Locarno- Vertrages nach Abschluß des Russenpaktes i n s Schwarze getroffen hat. Mit dem Bestre­ben, den mit der Durchführung des Locarno-Paktes keineswegs betrauten Völkerbund in Front­stellung gegen Deutschland zu bringen, ist natür­lich kein Schritt nach vorn getan worden. Nimmt

man noch den Versuch hinzu, die Remilitarisierung dem Einbruch deutscher Truppen in französisches Gebiet gleichzusetzen, dann haben wir es hier mit einem Druck auf den Völkerbund zu tun, der der Sache ebenso wenig dienlich ist wie die bewußte Irreführung der Oeffentlichkeit über die Stärke der deutschen Truppen im Rheinland.

Um so angenehmer stachen von der Rede Flan­dins die Darlegungen des belgischen Außenministers ab, der, wenn wir richtig verstanden haben, bereit ist, auf das deutsche Angebot einzugehen. Daß die Belgier unzufrieden sind, kann man ihnen Übrigens nachfühlen. Sie werden nicht bestreiten können, daß sie das Opfer der französischen Politik geworden sind, die ja sonst dem Prinzip der Kollek­tivität zu huldigen pflegt, den Locarno-Kollektiv- Pakt aber durch militärische Abmachungen mit einer außerhalb des Kollektivs stehenden Macht in Stücke schlug.

Ein Mann reist durch Deutschland.

3 Jahre Nationalsozialismus.

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Die Saar wurde frei

bert. Weder eine Bitte um Unterstützung, noch ein Gesuch, noch ein Wunsch ... nur ein schlichtes Bekenntnis. Aber gerade deshalb um fo über­zeugender. Der Brief hat folgenden Wortlaut:

Oer Reichsarbeitsdienst sichert deutsche Lebenshaltung.

Von unserem Sonderberichterstatter.

Ein deutscher Journalist, der viele Jahre im Auslande weilte, hat eine Reise durch Deutschland angetreten, um sich an Ort und Stelle ein Bild von den Lei st ungen zu machen, die in drei Jahren vom national­sozialistischen Staate vollbracht wurden. Er schilderte seine Eindrücke in einer Serie von Artikeln, von denen wir den ersten hier zum Abdruck bringen.

Der Führer sagte in feiner geschichtlichen Reichstagsrede am 7. März 1936 über die deutsche Frage unter anderem folgendes:Hier leben auf einem sehr begrenzten und nicht überall frucht­baren Boden 67 Millionen Menschen, das sind rund 136 auf einen Quadratkilometer."Auf den deut­schen Menschen trifft pro Kopf der Bevölkerung 18 mal weniger Grund als z. B. auf einen Russen?

Durch die natürlichen Gegebenheiten des Bodens und des Klimas ist der Dichte der Bevölke­rung eines jeden Landstrichs eine Grenze gesetzt, wenn die Lebenshaltung der Bewohner gesichert sein soll. Nicht alle Gegenden Deutschlands ermöglichen die Unterbringung von 136 Menschen auf einen Quadratkilometer und die hieraus zwangsläufig fol­gende Zusammenballung in anderen günstigeren Gegenden, in denen die Industrie Lebensmöglichkei­ten bietet, führt leicht zu ungesunden sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen.

Wieweit Deutschland jedoch in der Lage ist, die Lebensbedingungen in seinem Wohn­raum aus eigener Kraft zu bessern und wieweit die deutsche Jugend im Reichsarbeits- dienst in täglicher, mühevoller Arbeit Neuland er­obern kann, soll eine Betrachtung des dünnstbevöl- kerkvn Landstriches Deutschlands zeigen. Es handelt sich um einen 150 Kilometer langen und 3050 Ki­lometer breiten, im Osten an Polen grenzenden, Landstreifen derGrenzmark P o s e n - e fh preußen", der die Landkreise Schlochau, Flatow und Deutsch-Krone umfaßt.

Die Landschaft ist in der Eiszeit entstanden. Der Boden ist meist sandig, leicht und arm an Nähr­stoffen. Das ungünstige Klima erhöht die Schwie­rigkeiten der landwirtschaftlichen Nutzung; da die Temperaturen tief liegen, wird

die Vegetationsperiode verkürzt. Von der Gesamt­fläche werden infolge der ungünstigen Boden- und Witterungsverhältnisse nur 50 o. H. als Ackerland genutzt und mit Roggen und Kartoffeln bebaut. Die Grünflächen nehmen etwa 6 v. H. der Gesamt­fläche ein. Infolge mangelnder Entwässerung sind sie jedoch zum größten Teil versumpft und ver­sauert und bringen nur geringe und minderwertige Erträge.

Rund ein Drittel der Gesamtfläche ist mit Wald bedeckt. Das Holz ist neben dem Roggen und der Kartoffel ein wichtiges Erzeugnis der heimischen Wirtschaft. Da auch Bodenschätze vollkommen feh­len, beschränkt sich die unbedeutende vorhandene Industrie auf die Verarbeitung der land- und forst­wirtschaftlichen Erzeugnisse.

Die wirtschaftliche Tätigkeit von Dreivierteln der Bewohner ist daher auf die Landwirtschaft einge­stellt. Das wirtschaftliche Leben wird weiterhin er­schwert durch die nach dem Diktat von Versailles erfolgte Grenzziehung, die zahlreiche Bahn­linien und Straßen zerschneidet und wertvolle Ab­satz- und Austauschgebiete abtrennt.

Die Folge der ungünstigen Lebensverhältnisse ist, daß die Geburtenziffer seit 1850 bis zur Machtübernahme um mehr als die Hälfte gesunken ist. Der Geburtenüberschuß wandert zudem seit Jahrzehnten vom Lande in die Industriezentren West- und Mitteldeutschlands. Die Bodenständigkeit der Grenzbevölkerung ist aufs höchste gefährdet.

Während hier nur etwa 40Menschen auf den Quadratkilometer wohnen, sitzen jen­seits der rotweißen Grenzpfähle 80. In diesem Dünnstbevölkerten Gebiet Deutschlands fehlt es also an Menschen.

Hier aber setzt die Arbeit des Reichs- arbeitsdienstes ein. Er steckt sich das Ziel neben der Stärkung der deutschen Ernährungs­kraft, neben der Festigung des kleinbäuerlichen Be­sitzes die Voraussetzungen für eine dichtere B e ° siedlung des Landes zu schaffen.

Durch Verbesserung von 50 000 Hektar Acker- und Wiesenland und durch Kultivierung von rund 10 000 Hektar Oed- und Moorland werden zunächst die Anbauflächen für den klein- und bäuer­

lichen Besitz erweitert. Die Ackernahrung der ansässigen Grenzbevölkerung und der Neusiedler wird hierdurch gesichert und eine weitere Abwande­rung der bodenansässigen Grenzbevölkerung ver­hindert. Im größeren Rahmen gesehen, steigern die Arbeiten die Ertragfähigkeit des deutschen Bodens und sichern dadurch die Ernährung des deutschen Volkes.

Der wirtschaftliche Erfolg der Landeskultur­arbeiten soll an einer Arbeitsdienstabteilung dar­getan werden. Die Abteilung kultiviert durch Sen­kung des Wasserspiegels gewonnenes Neuland im Umfang von rund 80 Hektar. Nach beendeter Kultivierung wird das gewonnene Land ansässigen Kleinbauern als Grünland zur landwirt­schaftlichen Nutzung zugewiesen werden.

Der jährliche Mehrertrag beläuft sich nach Angaben des zuständigen Kulturbaubeamten auf etwa ein Sechstel der für die Entwässerung und Kultivierung der 80 Hektar großen Fläche einmalig aufgewendeten Kosten.

Noch augenfälliger wird der wirtschaftliche Er­folg durch Die Tatsache, daß nach zweijähriger Ar­beit der Abteilung von dem Ertrag des neugewon­nenen Landes t)er Futterbedarf für rund 100 Milchkühe gedeckt werden kann.

Diese 100 Milchkühe wiederum erzeugen: 360 000 Liter Milch oder 15 000 Kilogramm Butter und 320 000 Liter Magermilch sowie 40 000 Liter But­termilch.

Gleichzeitig mit der Stärkung der Betriebe in der Erzeugung sschlacht wird die wirtschaft­liche Stärkung der Betriebe verfolgt, in­dem durch Wegebauarbeiten zur Erschließung abge­legener Dörfer, Kolonien und Gehöfte die Voraus­setzungen für den geregelten Absatz der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnisse des Landes ge­schaffen werden.

In allen Gauen Deutschlands sind die Abtei­lungen des Arbeitsdienstes am Werk und überall gilt die Arbeit am Boden des Vaterlandes dem Ziel der Brotfreiheit Deutschlands!

Arbeitsführer Klaaßen, im Planungsamt der Reichsleitung des Arbeits­dienstes.

Oie Hauptstadt der Bewegung erneuert ihr Treubekenntnis zum Führer.

München, 14. März. (DNB.) Die gewaltige Kundgebung, mit der der Traditionsgau München- Oberbayern in der Hauptstadt der Bewegung den Wahlkampf am Samstagabend einleitete, wird in der Geschichte des Gaues und seiner Hauptstadt als das denkwürdigste Ereignis eingetragen fein, das die an machtvolle Kundgebungen und einprägsame Feiern des Gaues und der ganzen Nation wahr­lich nicht arme Hauptstadt der Bewegung je gesehen hat.

In der Ausstellungshalle I wehen von der Decke die Fahnen der Bewegung. Die große, weitausla­dende Bühne ist wirkungsvoll geschmückt. Auf bei­den Seiten der Halle, die ebenso wie die beiden an­deren großen Hallen II und III schon längst bis auf den letzten Platz von weit über 16 000 Men­schen besetzt ist, sind besondere Tribünen eingebaut worden. In der ersten Reihe vor der Bühne haben die Blutordensträger und die Inhaber des Golde­nen Ehrenzeichens Platz gefunden, auf der anderen Seite dieser Reihe sieht man viele führende Per­sönlichkeiten der Bewegung, unter ihnen mehrere Reichsleiter. Wenige Minuten vor 20.30 Uhr er­öffnet stellvertretender Gauleiter Nippold die Kundgebung. Dann spricht, stürmisch begrüßt, der Gauleiter des Traditionsgaues. Staatsminister Adolf Wagner. Er erbittet sich von den Massen unter deren stürmischer Zustimmung die Ermächti­gung, Adolf Hitler zu sagen, daß die hier versam­melten deutschen Männer und Frauen in ihm Den Wiederher st eller der deutschen Gleich­berechtigung und vor allem ihn auch als den Rufer im Streite gegen d i e Weltpest des Bolschewismus und damit auch den wahrhaftesten Verteidiger der europä- i s ch e n Kultur und des europäischen und damit des Weltfriedens überhaupt ansehen. Die hier versammelten deutschen Männer und Frauen bringen dem Führer ihr ganzes Herz, ihren unbändigen Glauben und ihre ewige Treue ent­gegen und bitten den Allmächtigen, daß er ihm die Kraft geben möge, damit er feine Sendung erfülle, den Gedanken des Friedens zu ver­wirklichen.

Der Führer spricht.

Unter einem wahren Orkan von Heilrufen be­tritt d e r Führer durch das Ehrenspalier der SS. die Halle. Galeiter Wagner verliest nun, begleitet von tosendem Beifall der Massen, das Treuegelöbnis. Dann nimmt der Führer das Wort. Er schilderte, warum er dreimal bisher das deutsche Volk gebeten habe, öffentlich Bekenntnis zur Füh­rung des Reiches abzulegen und warum er auch diesmal das deutsche Volk bitte, ihm sein Vertrauen auszusprechen, damit er weiter sein mutiger und treuer Kämpfer sein könne. Der Führer führte dann die Zeit vor Augen, die er bei der Machtübernahme oorfanb und zeichnet der gespannt lauschenden Ver­sammlung die fortschreitende Besserung der Ver­

hältnisse in Deutschland, um anschließend in ähn­licher Weife wie in Karlsruhe den außenpolitischen Standpunkt des deutschen Volkes in einprägsamer Weise darzulegen. Er erklärte unter tosendem Bei­fall, dem deutschen Volke wieder die Achtung der Welt erkämpfen zu wollen. Deutschland habe in den letzten drei Jahren eine Zeit erlebt, deren es sich nicht zu schämen brauche. Er und seine Getreuen handelten immer aus dem Gefühl: Du trägst die Ehre der deutschen Nation auf deinen Schultern. (Freudige Zustimmung folgte diesem Bekenntnis zur Verantwortung.) Der Füh­rer schilderte Dann seinen immerwährenden Kampf für die Freiheit seines Volkes und für dessen Gleich­berechtigung. Der Führer habe nur den einen Wunsch, in der Geschichte des deutschen Volkes in Ehren genannt zu werden. Wieder kannte die Be­geisterung der Massen keine Grenzen. Aufrichtig und ehrlich wolle er sich bemühen, die Voraus­setzungen für Den Frieden in der Welt zu schaffen. Noch einmal erinnerte Adolf Hitler an die bittere Schmach des Versailler Vertrages.Noch nie", so rief er aus,hat das deutsche Volk Unterdrückung ertragen." (Minutenlanger Beifall zeigt, daß der Führer allen aus Der Seele gesprochen.) Im weite­ren Verlauf wies Der Führer auf seinen jüngsten einzigartigen FrieDensvorschlag an Die Welt hin. Die Zustimmung des Volkes sei das einzige, was für ihn maßgebend sei, damit er weiter kämp­fen könne für die Freiheit, die deutsche Gleichberech-

B erlin, 15. März. (DNB.) Wie in den schick- falbaften Tagen unseres Volkes sich die Ber­liner in ber Wilhelm st raße zu Tausenden und aber Tausenden vor dem Hause des Führers sammeln, ohne daß sie jemand gerufen hätte, um ihm durch ihre Anwesenheit allein zu bekunden, daß sie ihm so gern helfen möchten, die schwere Bürde seines Amtes zu tragen, so häufen sich auch in der Kanzlei des Führers die Briefe zu Bergen. Aus allen Teilen Des Reiches, aus allen Gegenden Der Erde, wo Deutsche wohnen, treffen sie ein. Oft sind auch Ausländer die Briefschreiber, die dem Führer des deutschen Volkes ihre ehrliche Anerken­nung über den ans Wunderbare grenzenden Wie­deraufstieg Deutschlands oder seinen unerschütter­lichen Willen zu einem wahrhaften Frieden unter den Völkern Europs ausdrücken. Unter den Volks­genossen, die sich an den Führer wenden, befinden sich viele, die einst Der nationalsozialistischen Welt­anschauung feindlich gegenüberstanden. Den meisten von ihnen hat ein persönliches Erlebnis Die Feder in die Hand gedrückt. Sei es eine der

ttgung und den Frieden. Das deutsche Volk soll nun entscheiden.Ist Deutschland in diesen drei Jahren nicht stärker und reicher, gesünder und freier geworden?" (Hier wollten die Heilrufe auf den Führer und die brausende Zusttmmung kein Ende mehr nehmen. Die Menge hatte schon jetzt ihre Antwort Dem Führer gegeben.)

Die Triumphfahrt des Führers.

Als Der Führer, der nach Beendigung seiner Rede durch alle Ausstellungshallen gegangen und überall von Zehntausenden mit stürmischem Jubel begrüßt worden war, nun auf Den von Scheinwerfern hell erleuchteten Vorplatz hinaustrat, da bot sich ihm ein phantastisches Bild. Die Hunderttausende auf Der Therefienwiese schwenkten ihre Fackeln, Deren Feuer­körper sich zu einem wogenden Aehrenfeld vereinig­ten. Die Begeisterung der Massen erreichte ihren Höhepunkt, als dann der Führer langsam in einer breiten Gasse mitten durch die 200 000 Fackelträger hindurchfuhr. In wunderbarer Disziplin standen Die Menschenmassen zu beiden Seiten Des langen Weges wie eine Mauer, und begeistert grüßen sie ihren Führer, der, aufrecht im Wagen stehend, diese über­wältigende Huldigung der Hauptstadt der Bewegung entgegennahm. Einen würdigen Abschluß der großen Kundgebung für den Führer bildete der große F a ck e l z u g. Ganz München war auf Den Beinen, um Dieses nächtliche Schauspiel mitzuerleben.

Großveranstaltungen der Bewegung, sei es eine Urlaubsreife mitKraft durch Freude", sei es der Einblick in das gigantische Winter- h i l f s w e r k oder der persönliche Vorteil durch die großzügigen Arbeitsbeschaffungsmaß­nahmen des Dritten Reiches, oder fei es endlich eine der weltgeschichtlichen Taten des Führers, die in ihnen den vom Phräsendrusch derInternatio­nalen" verschütteten deutschen Wesenskern wieder freigelegt hat.

Das Deutsche Nachrichtenbüro ist in der Lage, einen Brief aus der letzten Kategorie wiederzugeben, der am 11. März mit Nennung des Na­mens und der vollen Anschrift des Briefschreibers in der Kanzlei des Führers eingegangen ist, so daß die Nachprüfung der darin enthaltenen Angaben möglich war. Wir geben ihn wieder, weil der Verfasser nicht nur mit männlichem Freimut eine Tätigkeit bekennt, die mit den schwer­sten Strafen bedroht ist, sondern weil er mit einer Aufrichtigkeit, deren Echtheit aus jeder Zeile zu lesen ist, den Weg seiner Wandlung schil-

Weg einer Wandlung.

Durch Tatsachenbeweise entwaffnet. Ein ehemaliger Kommunist schreibt an den Führer.

Berlin-Schöneberg, den 10.3.36. Mein Führer!

Seit 1918 Kommunist, als solcher tätig und elbstverständlich nur immer KPD. gewählt, bin ich est entschlossen, durch die geradezu aufwüh­lende Rede Dr. Goebbels' vom heutigen Abend erschüttert, seitl8Jahren zumersten Mal meine Stimme zur Wahl am 29. 3. 36 der NSDAP, zu geben. Meine Tätigkeit als Kommunist war ja schließlich der wenn auch irregeleitete Wunsch, notleidenden Volksgenossen zu helfen und eine bessere Zeit herbeiführen zu helfen. Beim Anbruch der neuen Zeit war es für einen Menschen von Charakter und Ehrgefühl unmöglich, sofort ,Heil Hitler' zu rufen und fo mit Recht unter die übelbeleumdetenMärzgefallenen" eingereiht zu werden. Drei Jahre habe ich Gewehr bei Fuß gestanden, gemeckert und kritikastert, nur die Reden angehört und durchdacht, aber schließlich stumm gebilligt oder anerkannt. Es kam die Zeit der Selbstbesinnung, in der ich illegale Zeitungen, Befehle oder Nachrichten nicht mehr meitergab, weil ich die ganze Sinnlosigkeit dieses Tuns, das Spiel mit der zerbrochenen Puppe er­kennen mußte.

Allerdings war ich auch zu anständig, die ille­galen Zubringer hochgehen zu lassen; Denn wer Urteilskraft und Einsicht besitzt, kommt wieder zu sich, und Den gang Sturen ist sowieso nicht zu helfen. Es mutz für Sie, mein Führer, ein er­hebendes und stärkendes Bewußtsein bilden, Men­schen, die Ihnen und der Partei lebenslang Kamps geschworen hatten, durch Tatsachenbeweise entwaffnet in Die Knie brechen zu sehen, von Denen sie nun gläubig zu Ihnen aussehen unD von nun Der neuen Fahne folgen. Möge es Ihnen freubige Genugtuung im kommenden Wahl­kampf sein, daß es Ihrer bezwingenden Persönlich­keit gelingen wird, auch Den letzten noch ab- seits stehenden Deutschen zu sich her­überzuziehen; Denn kein arischer Deutscher kann Kommunist fein. Er ist erst einmal Deut* scher, wenn er es auch nicht zugeben will, und die kommunistische These und Phraseologie fällt sehr schnell von ihm ab. Deutsch ist er durch Geburt und Art, polittsche Ansichten aber angelesen oder ge­lernt, Das blutmäfjig SeDingte wird sich aber immer durchsetzen. Da ich Der glückliche Vater von Drei gesunden Knaben im Alter von neun, sieben und einem halben Jahr bin, verspreche ich feierlich, sie im Sinne der neuen Zeit z u ein­fachen, wahrhaften Menschen zu er­ziehen, die ihren Platz im deutschen Volke ein­mal würdig ausfüllen sollen. Meiner weinenden Mutter habe ich mit meiner Wandlung den glück­lichsten Tag ihres Lebens bereitet, und wer mir noch vor einem halben Jahr diese Aenderung meiner Ansichten vorausgesagt hätte. Den würde ich aus­gelacht haben.

Jetzt sage ich zum erstenmal im Leben gläubig und mit BewußtheitHeil Hitler!"

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3 Jahre Nationalsozialismus.

19331936 Sieg auf Sieg der deutschen Rennwagen ra aller CDdf Offiziernachwitchs der Lustwaffe.

Berlin, 16. März. (DNB.) Zur Unterrich­tung derjenigen jungen Leute, die den Beruf eines Offiziers der Luftwaffe ergreifen wollen, wird mit­geteilt, daß a l s nächster Einftellungster- min der 1. April 1937 in Frage kommt. Die Meldungen hierzu sind jedoch bereits bis zum 31. März 1936, also bis spätestens in­nerhalb 14 Tagen, einzureichen. Je eher die Gesuche eingereicht werden, desto schneller werden sie in Bearbeitung genommen. Zur Einstellung als Fahnenjunker ist Der Besitz des Abiturienten- jieugniffes einer höheren Lehranstalt erforderlich. Altersgrenze ist das vollendete 24. Lebensjahr. An­wärter für die Fliegertruppe melden sich bei der Annahmestelle für Fliegeroffizieranwärter, Berlin W 62, Budapester Straße 10. Anwärter für die Flakartillerie melden sich bei dem Kommandeur derjenigen Flakabteilung, bei welcher sie eingestellt zu werden wünschen. Anwärter für Die Luftnachrichtentruppe melDen sich bei Dem Kommando der Luftnachrichtenlehrgänge Halle/Saale. Genaue Einstellungsbedingungen kön­nen bet den Meldestellen angefordert werden.

Soldaten, die kein Abitur haben, können nach einjähriger Dien st zeit in die Offi­zierlaufbahn als Fahnenjunger übernommen roer- Den, wenn sie sich in der Dienstzeit besonders be­währt haben. Sie dürfen aber zum Zeitpunkt der Uebernahme nicht älter als 22 Jadre fein. Mel­dungen von Nichtabiturienten zur Ableistung der einjährigen Dienstzeit sind zu richten an die Flie- ger-Ersatzabteilungen, Flakabteilungen, Luftnach- richten-Ersatz-Truppenteile und Das RegimentGe­neral Göring". Anschrift kann beim nächsten Wehr­bezirkskommando erfragt werden.