NS.-Irauenschast und Zraueniverk feiern Adveni.
Samstag, 19. Dez., Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, Theaterring der NS.-Kulturgerneinde „Der Boden des Odysseus", Schauspiel von Gerhart Hauptmann. Spielleitung der Intendant. Freier Kartenver- 5auf zu Tagespreisen an der Abendkasse. — Sonntag, 20. Dez., Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. 7. Morgenveranstaltung „Kantate und Chöre zur Weihnacht". Musikalische Leitung Ernst Bräuer. Für Platzmieter ist der Eintritt frei. Bon 15 Uhr bis 17.15 Uhr „Prinzessin Allerliebst" oder „Der wundersame Regenschirm". Märchenspiel von Friedrich Forster. Spielleitung Karl V o l ck. Musikalische Leitung Ernst Bräuer. Außer Miete. Anfang 19 Uhr, Ende 21 Uhr. Zum letzten Male „Hänsel und Gretel", Märchenoper von E. Humperdinck. Musikalische Leitung Hans H. Hampel. Spielleitung Paul W r e d e. Außer Miete.
Volksdeutscher Abend.
Wie wir bereits berichteten, veranstaltet heute um 20.15 Uhr die Ortsgruppe Gießen des Dolks- bundes für das Deutschtum im Ausland einen Volksdeutschen Abend. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein Vortrag mit Lichtbildern des auslandsdeutschen Lehrers K ö b l e r „Spanien als Kampfplatz zweier Weltanschauungen". Die Begrüßung erfolgt durch den Ortsgruppenleiter des VDA-, Kreisdirektor Dr. Lotz. Es folgt dann ein Dorspruch des Intendanten des Gießener Stadttheaters Schultze-Griesheim, das Schlußwort spricht Kreisleiter Dr. Hildebrandt. Die ganze Veranstaltung wird umrahmt von Chören des Bauer'schen Gesangvereins. Die Ortsgruppe gibt sich der Hoffnung hin, daß ein zahlreicher Besuch der Veranstaltung durch die Gießener Bevölkerung der Verbundenheit mit unseren Brüdern und Schwestern im Ausland sichtbaren Ausdruck gibt.
Zweiter Vortragsabend des Landschaftsbundes „Volkstum und Heimat". Im Rahmen der Vortragsreihe über „Heimisches Brauchtum" spricht am morgigen Mittwochabend Lic. von der Au (Darmstadt) über „Brauchtum im Ablauf des Menschenlebens". Althergebrachte Sitten und oft geheimnisvolle Bräuche, die an Werden und Wachsen, an Schaffen und Feiern und schließlich an Altern und Sterben des Menschen geknüpft sind, werden in Wort und Lichtbild zu uns reden und das Wesen unserer deutschen Volksseele, die dieses Brauchtum schuf, offenbaren.
Dazu singt Frau Steiner (Hausen), die von einer ähnlichen Feierstunde im vorigen Winter her noch in bester Erinnerung ist, einige ihrer schlichten, ansprechenden Volks- und Heimatlieder, auf dem Flügel begleitet von ihrem Gatten, Pfarrer Steiner, der die Lieder selbst vertont hat. Damit steht eine erbauliche Abendstunde in der Vorweihnachtszeit bevor, die sich niemand entgehen lassen sollte. (Siehe heutige Anzeige.)
Wmterhilfsappell der Hitlerjugend.
Die Bannführung des Bannes 116 lädt die Bevölkerung Gießens herzlich zu dem am Donnerstag, 17. Dezember, auf dem Brandplatz 19.30 Uhr statt- findenden Eröffnungsappell der Hitlerjugend ein.
Programm.
Fanfarenmarsch des Jungvolks.
Lied: Rur der Freiheit gehört unser Leben ...
Verlesung des Tagesbefehls des Reichsjugendführers durch den Bannführer.
Rede des Gebietsabteilungsleiters, Unterbannführers Dettmar.
Fanfarenmarsch des Jungvolks.
Rede des Kreisleiters Dr. Hildebrandt.
Uebergabe der Sammelbüchsen an eine Gefolgschaft.
Deutschland- und Horst-Wessel-Lied.
Die Bannführung des Bannes 116 erwartet von allen Volksgenossen recht zahlreiche Beteiligung.
HI.-llniform und Z.vnkleidung.
Gaben für den Weihnachtstisch.
Es bestehen vielfach Zweifel darüber, ob HJ.- Uniformstücke zur Zivilkleidung getragen werden dürfen. Die Sozial st elle des Bannes 116 Gießen gibt daher bekannt:
Der HI.-Mantel darf ebenso wie die schwarze HJ.-Diensthose und Sttefel zum Zivilanzug getragen werden. Es müssen lediglich beim Mantel die Armbinde, Achselklappen und das Gsbietsdreieck entfernt werden. Dies läßt sich leicht bewerkstelligen, wenn zur Anbringung dieser Abzeichen am Mantel Druckknöpfe oder Häkchen angenäht werden. Der HI.-Mantel ist aus gutem Lodenstoff gefertigt und bietet daher sowohl gegen Rässe, als auch gegen Kälte Schutz. Auch die Diensthose und Sttefel bilden eine zweckmäßige, schöne und warme Bekleidung.
Es kann deshalb den Eltern von Hitlerjungen geraten werden, wenn sie nicht in der Lage sind, eine notwendig gewordene Anschaffung von Zivil- kleidungsstücken und Uniformteilen gleichzeitig vorzunehmen, statt einer Zivilhose oder einem Zivil- mantel eine HI. - Diensthose oder -Mantel zu kaufen. Besonders möchten wir wegen des bevorstehenden Weihnachtsfestes darauf aufmerksam machen. Es kann einem Jungen sicher feine größere Freude gemacht werden, als wenn er auf dem Gabentisch eine neue HJ.-Uniform findet.
NSDAP. Amt für Beamte.
Kreis Wetterau.
Der für den 16. d. M vorgesehene Gemeinschaftsabend fällt wegen der allgemeinen Bersammlungs- fperre aus.
NSDAP. - Amt für Dolküwohlfahrt.
Ortsgruppe Gieben-Nord.
Am Dienstag, 15., und Mittwoch, 16. Dezember, wird im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord die Pfundsammlung durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen bereitzulegen.
Der Einzelhandel mahnt znm Krühkauf.
LPD. Die Wirtschaftskammer Hessen, Unterabteilung Einzelhandel, richtet nachstehenden Appell an die Oeffentlichkeit:
,Zm Einzelhandel, besonders in den Textilge- schäften, muß immer wieder die Beobachtung gemacht werden, daß mitunter vormittags etwa 10 vom Hundert, am Nachmittag bis 17 Uhr 30 v. H. der Käufe und die Haupttlmsätze von 60 o H in den Stunden zwischen 17 und 19 Uhr getätigt werden. Dies führt zu dem unerfreulichen Ergebnis, daß am Spätnachmittag innerhalb von zwei Stunden ein Kundenandrang erfolgt, der aus nahe-
Die RS.-Frauenschaft der Gießener Ortsgruppen und die im Frauenwerk zusammengeschlossenen Frauenvereine unserer Stadt hielten am gestrigen Montagabend im Casä Leib ihre gemeinsame Ad- rentsfeier ab, die von schöner Stimmung getragen war. Aus den weißgedeckten Tischen schimmerte das Licht vieler Kerzen. Tannenreisig verbreitete feinen, frischen Duft. Der Saal war mit den Fahnen des Dritten Reiches und mit den Zeichen der RS.-Frauenschaft festlich geschmückt.
Eine Weihnachtskantate, aufgeführt (unter Leitung von Lehrer Siegler) vom Singkreis und von Mitgliedern der Vereinigungen, gab der Veranstaltung den schönen Auftakt und führte zurück in das Mufikgut der Zeit um 1700. Die
Kreisfrauenfchastsleiterin Frau Wrede hielt dann eine kurze Begrüßungsansprache. Sie erinnerte an die Arbeit der vergangenen fünf Jahre, während der die Kameradinnen nun schon zusam- monstehen. Diese fünf Jahre seien wohl für viele reicher an Erleben gewesen, als manches Jahrzehnt vorher. Mit Freude gedenke man der Arbeit der vergangenen Jahre, die ein gutes Stück vor- wärtsgebracht habe. Mit Stolz müsse es die Frauen erfüllen, Mitarbeiten zu dürfen an der Erneuerung unseres Volkes und Vaterlandes. Ein Jahr der Arbeit gehe nun zu Ende, das neue Jahr werde die Frauen aber wieder auf dem Posten finden. Frau Wrede sprach den Wunsch aus, daß die deutsche Frauenarbeit in ihrer Geschlossenheit durch die Mitarbeit jeder einzelnen Volksgenossin vorbild
lich für die Welt werden und die Frauen mit ihrer Arbeit und ihrer Einsatzbereitschaft sich stets des Führers Adolf Hitlers würdig erweisen mögen.
Musik und Gesang.
Der weitere Verlauf des Abends brachte eine Reche schöner und stimmungsvoller musikalischer und gesanglicher Darbietungen, sowie verschiedene Vorträge aus bestem deutschen Schrifttum. Gemeinsam wurde das Lied vom Tannenbaum gesungen, Frau Gänge r i ch verlas dann die innige „Weihnachisge- fchichte" der ostpreußischen Dichterin Agnes M i e • gel, man hörte ein Konzert für Violine und Klavier von Johann Sebastian Bach (Frau Fischer, Fräulein Zimmer) und von Frau Weyl einige Lieder, die der Vorweihnachtsfeier gerecht wurden. Einen tiefen Eindruck machte dann Die Schilderung einer Weihnachtsfeier im Felde während des Weltkrieges. Mit einem gemeinsamen Lied, dem Schlußwort der Kreisfrauenschaftsleiterin, dem Sieg-Heil auf den Führer und den beiden Nationalhymnen fand der Abend feinen Abschluß.
In Verbindung mit der Adventsfeier war vor der Bühne eine
Weihnachtsausstellung
aufgebaut, für die viele Puppen von den Mitgliedern der Vereinigung mit Kleidern ausgeftattet waren. Diese Puppen sollen solchen Kindern zum Weihnachtsgeschenk gemacht werden, deren Eltern keine Möglichkeit haben, iyren Kindern mit solchem Spielzeug Freude zu machen.
heit. Den Abschluß dieser Zusammenkünfte bildete unsere Advent- und Nikolausfeier, die forgfältig vorbereitet und sehr aut besucht war und den Höbe- punkt aller Veranstaltungen innerhalb der Gemein- schäft bedeutete. Wir freuen uns des glänzenden Ab chlusses. Eine für das Winterhilfswerk durch, geflirrte Sammlung brachte einen ansehnlichen Betrag. Der neue Wanderplan für 1937 wird besondere Beachtung finden, da er bereits im Zeichen Der verbilligten Bahnfahrten steht.
„Nach Alltagssorgen — Alltagsplag'— Wie schön ist so ein Wandertag!"
(Siebener Vochenmarkkpreife.
* Gießen, 15. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, Vs kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing (grün), Vs kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 8 bis 10, Gelberüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 60, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, 5 kg 40, Vs kg 4 Pf., 50 kg 3.— bis 3,50 Mark, Aepfel, Vs kg 15 bis 20 Pf., Birnen 15 bis 20, Tafeläpfel
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Dinkerhilfsappell der Hitler-Jugend am Donnerstag, 17. Dezember, 19.30 Uhr, auf dem Brandplah.
25 bis 30 Pf., junge Hähne 1,— bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse —,90 bis 1,— Mark, Tauben, das Stück 50 Pf., Nüsse, Vs kg 45 bis 60, Blumenkohl, Stück 50 bis 70, Endivien 5 bis 8, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pf.
* * Eiserne Hochzeit. Die hochbetagten Eheleute Georg Unverzagt, Liebigstraße 62II dahier, begehen heute das seltene Fest der Eisernen Hochzeit. Leider kann sich das Jubelpaar nicht mehr ungetrübter Gesundheit erfreuen.
*♦ Straßensperrung. Wegen Ausführung von Reichsautobahnbauarbeiten wird die Landstraße Albach — Oppenrod vom 15. Dezember ab bis auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Burkhardsfelden.
Sängerkreis „Chaiiia".
* Nonnenroth (Kreis Gießen), 14. Dez. Der Sängerkreis „Chattta" umfaßt das Gebiet des südlichen Vogelsberg und der nördlichen Wetterau. Er ist nach dem alten Chattenstamm benannt, die früher ' ier ihren Wohnsitz hatten. Der Sängerbund „Chctt- na" trat 1927 dem Hessischen Sängerbund bei und gehörte dem Kreis Gießen-Land an. Am 2. Februar 1930 wurde er mit dem Sängerbund Wettertal vereinigt und gleichzeitig zum selbständigen Gau im Hessischen Sängerbund erhoben. Als Vorsitzender des Gaues wurde der damalige Vorsitzende des Sängerbundes „Chattta", Karl Rinker von Nonnenroth, zum Gauvorsitzenden gewählt. 1933 wurde der einzige noch nicht dem Hessischen Sängerbund angehörende Sängerbund „Horloff-Wettertal" ebenfalls dem Sängergau „Chattta" angeschlosfen, der jetzt 28 Vereine mit etwa 2000 aktiven und passiven Sängern umfaßt. Es finden jedes Jahr gesangliche Veranstaltungen, wie Wertungssingen und Liedertage, statt. So konnte auch im Jahre 1936 der Gesangverein „Eintracht" Hungen fein 100- jähriges Bestehen feiern, das mit einem Gruppensingen verbunden war. Bei dieser Gelegenheit sand eine Kundgebung statt, bei der der Gauführer Pg. Ministerialrat Ringshausen herzliche Worte an die Sänger richtete.
Die Herbsttagung fand am 6. Dezember 1936 im Saale des „Deutschen Hauses" in Nonnenroth statt. Mit dem Sängergruß wurde die Tagung um 10.30 Uhr vormittags eröffnet. Sangesbruder Pg. Bürgermeister Koch begrüßte die Vertreter der Kreis- oereine, sowie den Provinzführer Wendler von Bad-Nauheim. Sodann nahm der Kreisführer das Wort zu einem längeren Vortrag, in dem er die Belange der Gesangvereine besprach. Er begrüßte den Vertreter der Ortsgruppe, Pg. Fritz, und erteilte ihm das Wort. Dieser betonte besonders, daß der Deutsche Sängerbund durch seine Führer mit dem Nationalsozialismus fest verwurzelt fei und somit am Aufbau des Reiches regen Anteil nehme. Provinzführer Wendler dankte allen für die im verflossenen Jahre geleistete Mitarbeit und sprach den Wunsch aus, daß er auch vom Sängerkreis „Chattta" zahlreiche Vertreter auf dem Deutschen Sängerbundes-Fest in Breslau begrüßen könne. Gesangverein „Liederkranz" Nonnenroth umrahmte die Feier mit einigen gut geschulten Chören, die er unter Leitung feines Chorleiters Lenz vortrug. Kreischorleiter Stein (Lich) sprach aufklärende Worte über das stattgehabte Gruppensingen und forderte auch für das kommende Jahr zur treuen Mitarbeit auf. Die Liedertage im Jahre 1937 finden am 9. Mai in Obbornhofen und am 23. Mai in Villingen statt. Gegen 16 Uhr wurde die Tagung vom Kreisführer in der üblichen Weife geschlossen.
Nundfunkprogramm.
Mittwoch, 16. Dezember:
6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkon- zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.40: Landfunk. 11.45; Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittaqkonzert. 14: Nachrichten. 14.10 Die schöne Stimme (XXX). Willy Domgraf-Faßbaender. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Dichterstimmen aus Kurhessen (III). 15.30: .'Vor Erlebnis der bildenden Kunst." Vortrag von Karl Kaltwasser. 15.45: Alt-Sonneberg. Ein Streifzug durch das Land der Spielzeugmacher zur Vor- Wechnachtszeit. 16: Unterhaltungsmusik. 16.45: -.gretbiirger Wochenmarkt." Aus dem Buch von Albrecht Goes, „Lob des Lebens" (Deutsche Ver- lags-Anftalt, Stuttgart). 17: Kammermusik. 17.30: ^edji gute Reise in die Weihnachtsferien. Ein Hör« bild um Technik und Verkehr auf unseren Schis» nenstraßen. 18: Unser singendes, klingendes Frank- Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. M: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: Welt liegt im Winterkleid. Jungmädel-Ringsendung. 20.45: Bunter Teller. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30 Untechaltungs- und Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.
liegenden Gründen insbesondere den Käufern selbst nicht angenehm sein kann.
Wenn auch der größte Teil des kaufenden Publikums aus beruflichen oder häuslichen Gründen kaum eine andere Möglichkeit zum Einkauf hat, so könnte doch die Kundschaft, nicht zuletzt in ihreyr eigenen Interesse, zum Teil wenigstens eine andere Tageszeit wählen. Damit würde nicht nur dem Käufer, sondern auch dem Einzelhändler und seiner Gefolgschaft gedient sein, um so mehr, als der Einzelhandel es als seine vornehmste Pflicht betrachtet, die Kunden so eingehend wie möglich beraten und bedienen zu können. Dazu gehört natürlich in jedem Falle Zeit. Der Einzelhandel bittet deshalb, künftig möglichst auch die Vorteile der ruhigen Einkaufszeiten vormittags und frühnach- mittags besonders für die in Aussicht genommenen Weihnachtseinkäufe auszunutzen."
Wichtig für Lungenkranke.
Die Sprechstunden der Fürsorgestelle für Lungenkranke in Der Medizinischen Poliklinik, Frank- urter Straße 63, finden für die Besucher aus den Landgemeinden Des Kreises Gießen jeDen Dienstag von 16 bis 17 Uhr statt.
Für lungenkranke KinDer finDen die Sprechstunden am gleichen Tage und zu der gleichen Zeit in der Universitäts-Kinderklinik statt.
Lungenkranke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer lieber- Weisung des Arztes in die Lungenfürsorgestelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten.
Gemeinschastsabend der Gießener Polizei.
Der Kameradschaftsbund deutscher Polizeibeamten, Ortsgruppe Gießen, veranstaltete am Samstag im Cafö Leib einen Gemeinschaftsabend, zu dem sich alle dienstfreien Beamten Der Gendarmerie und Der Polizei mit ihren Familienangehörigen einge- funDen hatten. Eine Kapelle, bestehend aus Polizeibeamten, verschönerte in uneigennütziger Weise Den AbenD. Ortsgruppenroart Pg. Lösch begrüßte Die Vertreter Der Partei, Der SA. und SS., Des ReichsluftschutzbunDes und Die KameraDen. Er dankte Den Gästen für Das mit ihrem Erscheinen zum AusDruck gebrachte Zeichen Der VerbunDenheit. Sodann gelangte ein Polizeifilm zur Vorführung, der in vielfältiger Weise Das Wirken Der Polizei m Dienste Der Volksgemeinschaft zeigte. Der Film teilte Das Pflichtbewußtsein und die Disziplin als He Tugenden Des Beamten heraus, zeigte sie beim Sport und in vielseitiger Durchbildung für den Dienst, schilderte weiter Das Wirken Der Wasserpolizei, Der Polizei im Straßendienst unD im Dienste Der Erhaltung Der Volksgesundheit. Schließlich sah man noch die Polizei im Luftschutz und als Feuer- lofchpolizei. Der Stellvertreter Des PolizeiDirektors, Oberinspektor Beate, faßte in kurzen Worten den Sinn Des Films zusammen und wies Darauf hin, daß Die Polizeibeamten stolz Darauf fein können, Dem Volke, Führer und Vaterland dienen zu Düren, Ortsgruppenroart Pg. Lösch schloß Den Abend mit Dem Sieg-Heil auf Führer unD Vaterland. In kameradschaftlicher Weise blieben Die Polizeibeamten noch geraume Zeit beisammen.
Heimatfest der Ostdeutschen.
Die Ostdeutschen Gießens im Bunde heimattreuer Schlesier veranstalteten am Sonntag em Heimat- est, Dem eine Nikolausfeier für die Kleinen vorausging. Beim Kerzenschein im Vereinslokal „Pfälzer Hof" nahm die Feier für Die Kinder einen 'ttmmungsvollen Auftakt. Weihnachtliche und heimatliche Gedichtoorträge wechselten in bunter Folge mit Kinderliedchen und Musikdarbietungen. Die Landsmänninnen Kramer, die mit Den Kleinen reizende Kinderliedchen zum Vortrag brachte, und Grahlmann, Die schöne Advents- und Heimatgedichte vortrug, verschönten Die frohen Stunden. Eme Überraschung boten die Wiegen- und Weihnachtslieder der Landsmännin Lotte Hahn, die von der Landsmännin Kramer am Klavier und oon Landsmann Höhr (Violine) begleitet wurden. Auf die Kleinen machte Die von Landsmann Heinz Forster vorgelesene Weihnachtsgeschichte R. G. Bindings „Das Peitschchen" einen besonderen Eindruck. Bunbescjruppenleiter H. Kostorz erzählte den Kindern einiges von der Heimat ihrer Eltern im Osten. Dann kam der Nikolaus, der außer Nüssen und Pfefferkuchen auch eine schlesische Wurst mitbrachte.
Bei der Abendveranstaltung schwang in Gedichten und Erzählungen die Erinnerung an Das Kinderland mit. Landsmann Kramer am Klavier unD Höhr (Violine) spielten zur stimmungsvollen Ueberleitung für einen besinnlichen Vortrag Des ßanDsmanns Heinz Förster Die „Barcarole" von Händel. In Anknüpfung an die adoentliche Stimmung sprach Förster von der inneren Unruhe zur Heimat, Dem Heimweh Des Menschen, Das erst in der Heimat, in Dem Frieden Erlösung findet, zu dem der Mensch durch die eigene lieber- Windung und Befreiung kommt. In anschaulicher Weise schilderte er die Wege zu dieser Befreiung,
wie sie auch über Die Heimatbünde, über tätige Liebe zu Volk und Vaterland zum Ziele führen. Im Anschluß an die eindrucksvolle Ansprache sang Landsmann Tank, von Der Gesangspädagogin Frau Heermann begleitet. Die entsprechenden Lieder vom „Wanderer an Den Mond" und „Heimweh" von H. Wolf. Er mußte sich auf besonderen Wunsch noch zu einigen Zugaben bereit erklären. Landsmann Kramer (Klavier) und Hohr (Violine) steigerten die künstlerischen Darbietungen durch den Vortrag von Händels „Largo". Die Landsmännin Lotte Hahn sang stimmungsvolle Weih- nachts- und Heimatlieder, und das Ehepaar Kramer leitete mit einigen musikalischen Darbietungen am Klavier zur Schlußansprache des Bundesgruppenleiters K o st o r z über, der seine Landsleute zum Bekennermut und zur Opferbereitschaft für die alte Heimat aufrief und unterstrich, daß der Bund nicht für wehmütige Erinnerungen an vergangene Zeiten bestimmt ist, sondern praktische Aufgaben zu erfüllen hat, die nur durch straffen Zusammenschluß aller Ostdeutschen verwirklicht werden können.
. Die öeutfdic Rrbtitofront
; . N.9,-6emeinsch3ft durch fskude
Sondervorstellung im Stadttheater.
Am Samstag, 19. Dezember, gelangt als Nachmittagsvorstellung zum Dritten Male die Operette „Oer Bettel ft uDent" zur Aufführung. Hierdurch haben alle Diejenigen, Die bei Den ersten Vorstellungen nicht berücksichttgt werden konnten, die letzte Möglichkeit, die ausgezeichnete Operette noch zu sehen. Der Eintrittspreis beträgt 0,60, 0,80, 1 Mark. Karten sind erhältlich auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, Zimmer 7, und durch Sammelbestellungen der Betriebswarte. Beginn Der Aufführung 15.45 Uhr.
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Als die NSG. „Kraft durch Freude" die Operette „Der BettelstuDent" zum ersten Male in ihr Monatsprogramm aufnahm, liefen aus Den Betrieben und Den näherliegenden Orten des Kreises Gießen weit über 2000 Vorbestellungen ein. Obwohl Die Operette 8 Tage später noch einmal für „Kraft durch Freude" wiederholt wurde, konnten viele Hunderte Volksgenossen bei der Kartenzuteilung nicht berücksichtigt werden. Wegen der starken Nachfrage hat sich Die Kreisdienststelle entschlossen, am kommenden Samstag, 19. Dezember, eine dritte Wiederholung anläßlich der Tagung Der Straßen- roarter Durchzuführen, unD zwar als Nachmittagsvorstellung. DaDurch haben alle Diejenigen, Die Diese Operette noch nicht gesehen haben, besonders aber auch Die Frauen Der Berufstätigen, noch eine Möglichkeit, Die große Erfolgsoperette dieser Spielzeit zu sehen, ehe sie vom Spielplan abgesetzt wird.
Wanderer-Rückblick 1936.
Der Oberhefsische ©ebirgsoerein schreibt uns: UnD wenn schon 1000 Regentropfen daheim bei uns an's Fenster klopfen, der Wandertag, er wird erfüllt, Die Wandersehnsucht wird gestillt.
So fiel just dieses Regenjahr für unsre wandersrohe Schar als schwerer Prüfstein in’s Gewicht, es fand uns alle — wasserdicht.'
UnD nur der Wanderer kann tatsächlich als zunfttg im wahren Sinne Des Wortes angesprochen roerDen, Der nicht immer in Gänsefüßchen setzt' "®cnn schönes Wetter ist". Ist es doch Die Sehnsucht nach Den Schönheiten unserer Heimat, Die uns unwiderstehlich hinauszieht in Gottes freie Natur UnD Diese Schönheiten Der Heimat finD untrennbar verbunden mit dem ewig sinn- und wechselvollen Naturgeschehen. Der Wanderer liebt Die Ruhe in Der Natur, in Der Landschaft. Er wächst hinein in fie, er wird eins mit ihr. Den blauen Himmel über stch' schreitet er heiter und beschwingt, ein Lied auf Den Lippen, über blühende Wiesen, durch reifes Korn. Doch wird Der Himmel finster, türmen sich Mwere Wolkenberge am Horizont und jagen vom Sturm gepeitscht über Die Landschaft, erhebt sich em aufwühlend Raunen und Rauschen im Hochwald und hohe Wipfel neigen sich tief wie in Ehrfurcht, hochauf Dann reckt sich Der Wanderer. Seine Muskeln spannen sich, kampfbereit stemmt er sich Den feindlichen Gewalten entgegen, und seine Sinne sind wach und bereit, das wechselvolle Spiel Der tobenden Elemente staunend zu erfassen. Hier fühlt er fein Temperament erfassen, und er atmet eitel Kraft aus diesem machtvollen Naturgeschehen.
Die Teilnahme Der Wanderfreunde an Den 14 planmäßigen Wanderungen Des Jahres war dementsprechend auch sehr erfreulich. Dank Der gewissen- haften Vorarbeit Der Führer konnten verschiedene dieser Wanderungen als ganz hervorragend bezeichnet werden. Auch wurden erstmalig verschiedene Linien Des Wege-Markierungsnetzes des OHGV. in 2lrbeit und Obhut genommen. Unsere Monatsversammlungen wurden teils in Gießen, teils wieder außerhalb Der Stadtgrenzen abgehalten und boten stets einen genußreichen Abend. Besonders diese Abendspaziergänge erfreuten sich großer Beliebt


