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schaftsgelst In oerftSrffer Form zu bekunden. Es kann dabei nicht dem einzelnen überlassen bleiben ob er will, sonder er wird müssen. (Stürmische Heilrufe.)

Die Partei muß aber vor allem die Trägerin des Uns Nationalsozialisten bekannten O p i t i m i s - mus sein. Jedes Laster ist eher zu überwinden und seine Erscheinungen sind leichter zu beseitigen als der Pessimismus und seine Folgen. Wehe dem, der nicht glaubt. (Erneuter Beifall.) Dieser versündigt sich am Sinn des ganzen Lebens. Er ist zu allem unnütz und sein Dasein wird nur zu einer wahren Belastung seines Volkes. Ich habe im Laufe meines politischen Ringens und ich muh dies leider immer wieder betonen besonders aus

bürgerlichen Kreisen diese traurigen Pessimisten kennen gelernt, die in ihrer armseligen Verfassung zu jedem Glauben unfähig und damit zu jeder rettenden Tat unbrauchbar waren. (Zustimmung.) Und ich erlebe sie auch viel­fach heute noch. Ich muß ihnen aber nur eine Frage vorhalten: Was wäre aus Deutschland ge­worden, wenn im Jahre 1919 nicht ein unbe­kannter Soldat den Glauben gehabt hätte, durch Wehrhaftigkeit und Hingabe, durch Tapferkeit und Opferwillen die deutsche Nation der­einst von ihrem Verfall retten zu können? (Die Zehntausende erheben sich und bereiten dem Führer eine jubelnde Huldigung.) Denn was hat Deutschland nun gerettet?

Wehe dem, der nicht glaubt

Das Wunder des Glaubens hat Deutschland gerettet.

Ist es der Pessimismus einiger kleiner Nörgler, dieser erbärmlichen Zweifler, dieser stets verzagten Schwarzseher gewesen? Oder war es nicht die un­erschütterliche Zuversicht, daß sich die ewigen Qualitäten unseres Volkes gegenüber dem Minderwertigen und es Belastenden erfolgreich durchsetzen würden? Nein! Es war das Wun­der des Glaubens, das Deutschland gerettet hat. Heute, nach diesen geschichtlich einzigartigen Erfolgen ist es aber mehr denn je die Pflicht der Partei, sich an dieses nationalsozialistische Glau­bensbekenntnis zurückzuerinnern und es wieder als heiliges Zeichen unseres Kampfes und unseres siche­ren Sieges vorherzutragen. (Brausender Beifall.)

Deshalb muß auch die Partei immer wieder zum Herzen des breiten Volkes durch­stoßen, das unser bester und stärkster Glaubens­träger ist. Dieses allein trägt in sich den Mut und die Tapferkeit und die Zuversicht, die den primiti­ven Wesen zu seiner Selbsterhaltung von der Na­tur mitgegeben worden sind. Wenn die Feld­herren immer so mutig gewesen wären, wie es die Grenadiere zu allen Zeiten sein müssen, wären viele Schlachten nicht verloren worden (Bei­fall). Und wenn die Politiker so glaubens­stark sind, wie die breite Masse eines Volkes treu ist, dann sind sie unüberwind­lich als Führer ihrer Völker. (Erneute Kundge­bungen.) Ich habe in Zeiten der Sorge und der inneren Gewissensnot als letzte Erlösung stets den Weg zu meinem Volk gewählt. Aus dieser gesunden Millionenmasse der deutschen Arbeiter, der Bauern und des kleinen Mittelstandes habe ich mir dann noch immer neue Kraft geholt, um mit Mut den Gefahren zu trotzen und meinen Weg glaubensstark zu gehen. (Starker Beifall.)

Bekennen wir uns alle zu diesen Grundsätzen und schließen wir den großen Ring unserer Ge­meinschaft, stark im Vertrauen auf unser Volk, erfüllt im Glauben an unsere Mission und be­reit zu jedem Opfer, das der Allmächtige von uns fordert. Dann wird Deutschland, das natio­nalsozialistische Dritte Reich, durch diese Zeit der Rot, der Bekümmernis und der Sorgen hindurchgehen, gewappnet mit jenem Metall, das allein den Ritter ohne Furcht und Tadel den Kampf gegen Tod und Teufel bestehen läßt: Dem Erz des eisernen Herzens! (Brau­sende Zustimmung.)

Wunderbar war für uns alle das Erlebnis dieser

Tage. Erhebend der Blick über diese endlosen Ko­lonnen unseres marschierenden Volkes in der Par­tei und der Armee. Beruhigend aber die Erkennt­nis, daß hier nicht tote Organisationen vorbeimar­schierten, sondern Träger eines unzerstör­baren Glaubens. Noch einmal wenden wir dankerfüllten Herzens den Blick zurück auf die hinter uns liegenden zwölf Monate.

Es drängt mich noch, den unzähligen Kämpfern der Bewegung meine Anerkennung auszusprechen für ihre nationalsozialistische Hingabe, meinen zahl­reichen Mitarbeitern für ihre unermüdliche Leistung im Dienste der Wiederaufrichtung unseres Volkes, unseres Reiches, unserer Kultur, unserer Wirtschaft und insbesondere aber will ich danken den Führern und Soldaten unserer Armee, die nun als des nationalsozialistischen Dritten Reiches Wehr und Wache stehen und Wache halten wird, so wie einst!

Meine Parteigenossen und Parteigenossinnen!

Zum achten Male nehmen wir voneinander Ab­schied und begeben uns nun zurück an die Stätten unserer Arbeit. Wehmutsvoll werden wir zurück­denken an die gemeinsamen Stunden dieses Er­lebens, wie immer aber erfüllt von dem sicheren Glauben, uns nach zwölf Monaten wieder begrüßen zu können als die große Familie der Führer und Offiziere, der Kämpfer uni) Soldaten unseres Volkes.

Es lebe Deutschland!

Es ist fast unmöglich, die Begeisterung wieder­zugeben, mit der die Schlußworte des FührersEs lebe Deutschland!" ausgenommen wurden. Die 20 000 waren von den Plätzen aufgesprungen, reck­ten die Arme zum deutschen Gruß, und in dröhnen­den, ständig schwellenden Chören durchbrausten die Heil!-Rufe den gewaltigen Raum, die sich noch ver­vielfachten, als Rudolf Heß das Sieg-Heil auf den ersten Nationalsozialisten Deutschlands, Adolf Hit­ler, ausbrachte. Als der Führer unter erneuten Begeisterungsstürmen die Halle verläßt, empfängt ihn vor den Toren der festlichen Stätte der Jubel von ungezählten Tausenden und begleitet ihn über die von Hunderttausenden umsäumte Straße des Triumphes zurück in die nächtliche Stadt. Nur lang­sam leeren sich die Luitpoldhalle und das Parteitags­gelände. Zum letzten Mal ziehen die Menschen, die das Glück dieser Stunde in ihren Herzen tragen, durch die festlichen Straßen der Innenstadt, um beim Zapfenstreich der Wehrmacht um Mitternacht dem Führer noch einmal Dank zu sagen.

Aus alter Wett.

Furchtbares Brandunglück in Ostoberschlesien.

Ein entsetzliches B r a n d u n g l ü ck, das bis jetzt 13 Todesopfer gefordert hak, ereignete sich in der Rächt zum Montag in Ostoberschlesien. In dem kattowiher Stadtteil Bogutschüh ging um Mitter­nacht eine auf freiem Feld stehende 100 Meter lange und 70 Meter breite Scheune der Ferdinand- Grube in Flammen auf. Die Scheune war bis unter das Dach mit Stroh und Heu gefüllt, fo daß die Flammen reiche Rahrung fanden. Die Glut­hitze machte es den Feuerwehrmännern unmöglich, an den Brandherd heranzukommen. Auch die starke Rauchentwicklung störte die Löscharbeiten beträcht­lich. Aus dem Inneren der Scheune hörte man gellende Hilferufe, die jedoch nach und nach verstummten. Immer wieder versuchten tapfere Wehrmänner mit Gasmasken und Berieselungs­anzügen bis zum Brandherd vorzudringen. Gegen Morgen brachen die letzten Mauerreste krachend zu­sammen. Erst jetzt war es der Feuerwehr möglich, die Brandstätte zu betreten, hier bot sich ihnen ein entsetzlicher Anblick; Ringsum lagen verkohlte Men sch en leib er. Bis gegen 9 Uhr waren be­reits 13 Tote, darunter vier Frauen, geborgen. Es handelt sich fast ausschließlich um Obdachlose, die in der Scheune für die Rächt Zuflucht gesucht hatten. Wahrscheinlich ist der Brand durch Unvor­sichtigkeit entstanden. An der Unglücksstätte sind Vertreter der polnischen Sicherheitsbehörden, des Gerichts und der Wojewodschaft erschienen. Der Sachschaden wird auf über 100 000 Zloty geschäht.

Zwölf Monate Zuchthaus

für den irischen Königsattentäter Mac Mahon.

Vor dem Londoner Schwurgericht begann der Prozeß gegen den 32jährigen Iren Mac Ma­tz o n, der am 16. Juli den R e v o l v e r z w i s ch e n - fall bei der Rückkehr des Königs aus dem Hyde- park hervorgerufen hatte. Auf die Frage des Vor­sitzenden des Gerichtes, ob er sich schuldig bekenne, antwortete Mac Mahon:Nichtschuldig". Die Ge­schworenen erkannten den Angeklagten bezüglich der zwei ersten der drei Anklagepunkte als nichtschuldig. Der erste dieser Anklagepunkte besagt, daß sich Mac Mahon im Besitz einer Schußwaffe befunden habe, mit der Absicht Leben zu gefährden. Der zweite Anklagepunkt lautet, daß er sich der Person des Königs mit einer Pistole genähert habe, in der Ab­sicht, den Frieden zu brechen. Das Gericht beriet dann noch über folgenden dritten Anklagepunkt: daß er in der Nähe der Person des Königs eine Pistole gezogen habe, mit der Absicht, den König zu beun­ruhigen. Das Schwurgericht verurteilte Mac Mahon schließlich zu zwölf Monaten Zuchthaus.

Zwei Hauer durch hereinbrechendes Gestein erschlagen.

Auf der ZecheGottfried-Wilhelm" in Essen- Recklingshausen ereignete sich ein schwerer Gru­be n - U n f a l l, dem zwei Hauer zum Opfer fielen. Von einem plötzlich hereinbrechenden schweren Gesteinsblock wurden die Hauer Hochkirchen aus Altendorf (Ruhr) und Scheele aus Essen- Recklinghausen erschlagen. Die sofort einge­

leiteten Bergungsarbeiten führten erst nach gerau­mer Zeit zum Erfolg.

Kunst und Wissenschaft.

Das herbstprogramm der hanseatischen Verlagsanstalt.

Die Hanseatische Verlagsanstalt AG., Hamburg 36, kündigt für die nächsten Monate folgende Neuer­scheinungen an: Hans Fr. Blunck: König Geife- rich. Eine Erzählung von Geiserich und dem Zug der Vandalen. Ernst Jünger: Afrikanische Spiele. Roman. Erika Müller-Hennig: Auf der Steppenwiese. Roman. Walther Kay­ser: Marwitz. Ein Schicksalsbericht aus dem Zeit­alter der unvollendeten preußisch-deutschen Er­hebung. Richard Bahr: Deutsches Schicksal im Südosten. Carl Hinrichs: Der Kronprinzen­prozeß. Friedrich und Katte. Hans F. Kider - len: Fahrt ins neue Amerika. Wilhelm Kop­pen: Gegenreich Rheinbund. Klaus Thiede: Vom bäuerlichen Bauen germanischer Art. Kurt von Pries dorff: Soldatisches Führertum. Kapitänleutnant A. Wolf: Die Kriegsmarine. Major Dr. Kurt Hesse: Kriegswirtschaftliche Jah­resberichte. Ernst Rudolf Hubert: Verfassung. Franz Wieacker: Der Boden. Darstellung des gesamten Bodenrechts. Heinz Brauweiler: Sozialoerverwaltung. Peter Ipsen: Grenzen der Justiz. Krüger: Recht und Wirklichkeit. Zee-Heräus-Homann: Das Handwerk und feine Verfassung. Lambert G. Greck: Die Kunst des Verkaufens. Leonhard Schiffler: ABC des Außenhandels. Dr. Just: Musikalische Programmgestaltung. Fr. Arndt: Familien­feste.

Weiierbettcht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Während in Mittel- und Ostdeutschland das herbst­liche Schönwetter erhalten blieb, wurde Westdeutsch­land am Montag von dem Schlechtwettergebiet einer von Westen hereinkommenden Störung erfaßt, nach anfänglich landregenartigen Niederschlägen setzten Schauer, teilweise gewittriger Natur, ein, in deren Gefolge feuchte Luftzufuhr das Aufkommen nebe­liger Witterung förderte. Inzwischen ist der schon hohe Luftdruck über Europa fast allgemein noch weiter gestiegen, so daß auch bei uns wieder mit Witterungsbesserung, wenn auch vorerst noch nicht mit unbedingt niederschlagsfreiem Wetter, gerechnet werden kann.

Aussichten für Mittwoch: Abgesehen von Nebelbildung vielfach aufheiternd, im allgemeinen auch trocken, tagsüber etwas wärmer, veränderliche Winde.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder; Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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